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Autor Archiv: Andreas Ostermann

FutureLab: Bürokratieabbau – der hessischen Kreativwirtschaft eine starke Stimme geben

Geschrieben am 27. Januar 2025
FutureLab „Bürokratieabbau – der Hessischen Kreativwirtschaft eine Starke Stimme geben“: v.l.n.r. – Alexander Antonoff (Kommunikationsberater), Professorin Birgit Mager (TH Köln; Präsidentin Service Design Network gGmbH), Christine Riedmann-Streitz (MarkenFactory GmbH, Projekt-Verantwortliche), Dr. Martin Klonowski (Hessische Staatskanzlei; Stabsstelle Entbürokratisierung), Susanne Stöck (HA Hessen Agentur GmbH), Roland Pajunk (fishermen communications GmbH).
Foto: DEPARTMENT STUDIOS Frankfurt / FutureLab „Bürokratieabbau“


Entscheider aus den verschiedenen Teilmärkten der Kreativwirtschaft trafen sich beim FutureLab „Bürokratieabbau“ – der Hessischen Kreativwirtschaft eine Starke Stimme geben“. Ihr Ziel: Impulse für den Bürokratieabbau gewinnen und gemeinsame Vorschläge erarbeiten, die weiterverfolgt werden können. Die Hessische Kreativwirtschaft ist doppelt betroffen: einerseits leidet sie unter der Bürokratielast, andererseits verfügt sie als Branche über die Kreativität, Dinge neu zu denken. Das FutureLab „Bürokratieabbau“ startete mit Impulsen von Susanne Stöck (HA Hessen Agentur GmbH), Dr. Martin Klonowski (Hessische Staatskanzlei; Stabsstelle Entbürokratisierung) und Professorin Birgit Mager (TH Köln; Präsidentin Service Design Network gGmbH). In zwei parallelen Kreativ-Sessions diskutierten und formulierten die Vertreter der Kreativwirtschaft anschließend ihre Anforderungen an den Bürokratieabbau und entwickelten Ideen, Bürokratieabbau neu zu denken und zu gestalten.


Für den BDB-HESSENFRANKFURT nahm Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann am FutureLab teil, der sich im Rahmen des Workshops für eine effiziente und zielorientierte Ausrichtung der Bauaufsichtsbehörden aussprach. „Die Architektinnen und Architekten haben ihren Beruf in erster Linie gewählt, um kreativ tätig zu sein. Jedes Formular das ausgefüllt werden muß und jede Berichtspflicht, die es zu erfüllen gilt, schränkt die Möglichkeit für das eigentlich wesentliche der Profession ein.“


Wichtig sind klare Abläufe, feste Ansprechpartner, verbindliche Kommunikation und nachvollziehbare Entscheidungswege.


Als positives Beispiel für eine zeitgemäße und ergebnisorientierte Anpassung von Verwaltungsabläufen bei Bauaufsichtsbehörden nannte Ostermann die Bauaufsicht der Landeshauptstadt Wiesbaden. „Bürokratie ist notwendiger Teil eines funktionierenden Staatswesens und schützt in ihrer besten Funktion den Bürger vor Willkür. Unkontrolliert und ohne stringente Zielausrichtung kann sie aber auch genau das Gegenteil bewirken. Wir haben den Eindruck, daß insbesondere bei der Bauaufsicht in Wiesbaden seitens der Behördenleitung der Fokus auf ihre beste Funktion gelegt wird. Hier wurden Änderungen angestoßen, die es wert sind, unterstützt und begleitet zu werden.“


Ein großer Dank geht an Frau Christine Riedmann-Streitz, die als Initiatorin das FutureLab möglich gemacht hat und den Dialog der vielen teilnehmenden Vertreter der Kreativwirtschaft ermöglicht hat.


Das FutureLab fand am 27. Januar 2025 in Frankfurt am Main statt. Projekt-Förderer ist das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum; Projekt-Verantwortliche ist Christine Riedmann-Streitz (MarkenFactory GmbH). Fotos: DEPARTMENT STUDIOS Frankfurt / FutureLab „Bürokratieabbau“


BDB-HESSENFRANKFURT
Markenfactory, Christine Riedmann-Streitz

Bauaufsicht Offenbach: ALLE WOLLEN, DASS GEBAUT WIRD

Geschrieben am 14. Januar 2025
Sonja Stuckmann, Amtsleiterin Bauaufsicht Offenbach am Main (zweite von rechts) mit Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1. Vorsitzender BDB-HESSENFRANKFURT (rechts), Architektin BDB Elke Rühl, Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit BDB-HESSENFRANKFURT (zweite von links) und Frank Achenbach, Mitglied der Geschäftsführung der IHK Offenbach am Main (links)



Mit dem Ziel, die Kommunikation zwischen allen am Bau Beteiligten mit den Behörden zu verbessern, hat Sonja Stuckmann, Amtsleiterin der Bauaufsicht Offenbach, zu einem Austausch mit Vertretern des BDB-HESSENFRANKFURT und der IHK Offenbach am Main eingeladen. Der Austausch schließt sich an die bereits sehr konstruktiven Gespräche des BDB-HESSENFRANKFURT mit der Amtsleiterin des Bauamts Wiesbaden, Sandra Matzenauer, und der Amtsleiterin des Bauamts Frankfurt, Simone Zapke, an.


Im offenen Gespräch erläuterten alle Seiten ihre Probleme bei der Erstellung von Bauanträgen, bzw. bei Baumaßnahmen im Allgemeinen. Auch in Offenbach gibt es große Probleme mit unvollständigen, fehlerhaften oder gar nicht prüffähigen Bauanträgen. Ein großer Teil der Bauanträge kann aus diesen Gründen im ersten Anlauf überhaupt gar nicht bearbeitet werden.


Zur Verbesserung dieser Situation hat die Bauaufsicht Offenbach verschiedene Merkblätter entwickelt z.B. zu Bauanträgen, Bauvoranfragen, Grundstücksteilungen sowie ein Infoblatt für die Bauherrschaften. Aus verschiedenen Richtungen werden so die notwendigen und wesentlichen Bestandteile eines „bearbeitungsfähigen“ Bauantrags und auch die Abläufe und Verantwortlichkeiten in Genehmigungs- und Bauablauf erklärt.


Frank Achenbach, Mitglied der Geschäftsführung der IHK Offenbach am Main, berichtete, dass es auch auf Seiten der Bauherren große Unsicherheiten infolge von komplexen und sich teilweise widersprechenden Vorgaben gebe. Diese Vorgaben, wie zum Beispiel die Hessische Bauordnung müssten deutlich vereinfacht werden. Die aktuelle Arbeit der Kommission „Innovation im Bau“ auf Landesebene ist da ein erster Schritt.


Die Essenz des Austauschs ist die erneute Erkenntnis, dass eine gute und solide Kommunikation zwischen allen am Bau Beteiligten und den Behörden gefördert werden muss, um die Bauprozesse zu beschleunigen und „Hürden“ und Vorbehalte abzubauen. „Wir müssen ins Gespräch kommen“, so Elke Rühl, Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit im BDB-HESSENFRANKFURT.


Die Bauaufsicht Offenbach will dies unterstützen und bietet neben der seit vielen Jahren angebotenen Beratung im Offenbacher Baubüro nun in Kooperation mit dem BDB-HESSENFRANKFURT und der IHK Offenbach am Main informative Veranstaltungen an, die auch Raum für einen regen Austausch bieten:

– Am 12.02.2025 geht es im Stadion ganztags um die Themen:
Austausch und Perspektive Bauantrag und Antragsunterlagen – Beschleunigung der Baugenehmigungen, Schaffung einer reibungslosen Bauausführung

– Am 18.02.2025 gibt es ein Nachmittagsseminar im Rathaus zum „Digitalen Bauantrag“.


Sonja Stuckmann freut sich über die neue Zusammenarbeit: „Zur IHK in Offenbach gibt es, auch oft gemeinsam mit der Offenbacher Wirtschaftsförderung, lange gute Kontakte und Initiativen, und mit dem BDB-HESSENFRANKFURT wissen wir einen erfahrenen Kommunikationspartner für Fortbildungsveranstaltungen im Bauwesen an unserer Seite.“

Letzten Endes wollen doch alle, dass gebaut wird.

BDB-HESSENFRANKFURT
Architektin BDB Elke Rühl
Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann

Zeit zu Handeln – WIRTSCHAFT STÄRKEN

Geschrieben am 6. Januar 2025
Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt am Main (zweiter von links) mit Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1. Vorsitzender BDB-HESSENFRANKFURT (links), ARCHITEKT BDB Carsten Kulbe, 2. Vorsitzender BDB-HESSENFRANKFURT (rechts), und ARCHITEKT BDB Tobias Rösinger, für den BDB-HESSENFRANKFURT Vorstandsmitglied der AKH.


Die Wirtschaft in Deutschland stagniert. Energie ist zu teuer. Deutschland ist mit vielen Produkten nicht mehr wettbewerbsfähig.
Während andere Volkswirtschaften wachsen, fällt Deutschland in seiner Wirtschaftskraft zurück. Viele Probleme sind hausgemacht.
Ulrich Caspar, Präsident der IHK Frankfurt am Main, ist die Bau- und Immobilienbranche vertraut. Vor vier Jahren hat er die wichtigsten Vertreter der Branche zusammengebracht, die sich mit der Resolution für mehr Bauland deutlich für den Standort Frankfurt Rhein-Main ausgesprochen haben.
Und auch aktuell kommen wichtige Impulse für die Bauschaffenden von Caspar, dem Bauen und Wohnen eine Herzensangelegenheit ist.


„Für die Wiederbelebung der Bautätigkeit haben wir ganz konkret drei tiefgreifende Vorschläge, die jeder für sich genommen einen starken Impuls setzen würde.“ leitet Caspar seine Positionierung ein:


„Wir sollten mehr Neubauvorhaben baugenehmigungsfrei stellen. Gesetzliche Vorgaben der HBO brauchen nicht notwendigerweise nocheinmal eine Genehmigung. Sie müssen sowieso eingehalten werden. Zumindest für Gebäude der unteren Gebäudeklassen könnten so grundsätzlich Baugenehmigungen entfallen. Lediglich für größere Gebäude und für Sonderbauten braucht es dann noch das herkömmliche Genehmigungsverfahren.“ so Caspar. Im Zuge einer solchen Neuregelung sollen auch die Grenzen für Sonderbauten in der HBO hochgesetzt werden, da diese bislang so niedrig liegen, dass eine Vielzahl von Gebäuden, die eigentlich nicht „besonders“ sind, in diese Kategorie fallen.


„Wir sollten Parkplätze bei Neubauten nicht zwingend vorschreiben.“ ist Caspars zweiter Vorschlag. Der jeweilige Projektentwickler weiß am Besten, wer Nutzer seines Gebäudes sein wird. Und ob dieser, weil er bspw. Student ist, gar kein Auto hat, oder aber die Wohnung im hochpreisigen Segment ohne zwei Stellplätze quasi unverkäuflich ist. „Eine entsprechende Regelungen gibt es schon in Berlin. Das zu übernehmen wäre sinnvoll.“ so Caspar weiter.


„Und wir sollten Satzungen generell reduzieren. Die Neigung von Städten und Gemeinden per Satzung alles und jedes regeln zu wollen hat ein Ausmaß angenommen, daß die freie Entwicklung des Immobilienbestandes stark behindert. Notwendige Maßnahme werden nicht mehr angegangen.“ formuliert Caspar seinen dritten Vorschlag zur Belebung der Entwicklung im Bau- und Immobilienbereich.


Es ist zu erkennen, daß in gleichem Maße, wie die wirtschaftlichen Kenndaten abstürzen, der Ruf nach tiefgreifenden Reformen lauter wird. Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1. Vorsitzender BDB-HESSENFRANKFURT, fragt deshalb ganz offen: „Auf Bundesebene werden Milei und Musk mittlerweile auch als positive Beispiele für wirtschaftliche Reformen und einen Aufschwung der Wirtschaft genannt. Brauchen wir ein bißchen Milei und Musk auch in Deutschland?“


„Jede Regulierung beruht auf der Festschreibung von Ansprüchen, Standards oder Schutzzielen. Wenn wir tatsächlich weniger Regeln wollen, dann müssen wir klar benennen und akzeptieren, dass es ohne eine Absenkung dieser Ansprüche, Standards und Schutzziele nicht funktionieren wird und es hier bei den Betroffenen gegebenenfalls Widerstände zu überwinden gilt.“, so Tobias Rösinger, Architekt BDB und für den BDB-HESSENFRANKFURT Vorstandsmitglied der AKH.


Andreas Ostermann führt die VVTB in Hessen als Beispiel für eine ausufernde Regulierung an. Hessen hat das umfangreichste Regelwerk aller Bundesländer. „Hier anzusetzen ist wichtig, wir sind gerne bereit, dabei unseren Sachverstand einzubringen“ sagt Ostermann.


Allgemein scheint die Tatsache, dass Wohlstand das Ergebnis wirtschaftlichen Handelns ist und wirtschaftlicher Erfolg notwendige Voraussetzung für soziale Errungenschaften und ökologischen Umbau ist, in unserer Gesellschaft immer weniger bewusst zu sein. Dieses Bewusstsein wieder zu befördern ist eine wichtige Aufgabe und Herausforderung zugleich.


„Wir sehen in der IHK Frankfurt am Main und insbesondere in der Person des Präsidenten eine starke Stimme für ein freiheitliche Wirtschaftsordnung. Die klare Positionierung für den Wirtschaftsstandort Rhein-Main tut gerade in diesen Zeiten not. Wir stehen Ihnen dabei zur Seite.“ faßt Dipl.-Ing. Architekt BDB Carsten R. Kulbe, 2. Vorsitzender des BDB-HESSENFRANKFURT, den Austausch zusammen und ermutigt Caspar, wirtschaftlichen Sachverstand gegen die Vielzahl an Partikularinteressen weiter zu verteidigen.


BDB-HESSENFRANKFURT

auf ein WORT: Till Marwede

Geschrieben am 2. Januar 2025


DER DIGITALE BAUANTRAG IST DA

Ein erster Erfahrungsbericht



Mit dem Start des Pilotprojekts „Digitaler Bauantrag“ bei der Bauaufsicht Frankfurt haben wir den ersten Antrag für den Neubau einer Kindertages­stätte digital eingereicht. Ein spannender Meilenstein – doch wie läuft das Verfahren ab? Hier unser Erfahrungsbericht:



Schritt 1: Authentifizierung

Aktuell gibt es zwei Methoden zur Identifikation, wobei zukünftig ausschließlich die Authentifizierung über ELSTER vorgesehen ist.

1. Einfaches Verfahren:

Persönliche oder firmenspezifische Daten werden über eine vorgegebene Eingabemaske direkt eingegeben.

2. ELSTER-Verfahren:

Hier ist eine Anmeldung bei ELSTER notwendig. Diese wurde von uns im Pilotversuch nicht verwendet, ist aber langfristig für alle Bauherren und Firmen Voraussetzung. Allerdings stellt sich die Frage, wie gemeinnützige Organisationen (z.B. kirchliche Träger oder Vereine), die keine Steuer­nummer besitzen, integriert werden sollen.

Wer muss sich anmelden?

Sowohl der Entwurfsverfasser als auch der Bauherr benötigen eine Anmeldung. Gerade für Bauherren wird häufig Unterstützung durch Architekten notwendig sein.



Schritt 2: Hochladen der Unterlagen

Die Einreichung erfolgt über das Bauportal Hessen, das die Daten automatisch an die zuständige Bauaufsicht weiterleitet. Die Bedienung ist intuitiv: Unterlagen werden in vorgegebenen Ordnerstrukturen hochgeladen, die logisch aufgebaut sind und den bisherigen analogen „Laufzetteln“ entsprechen. Formulare können direkt im Portal ausgefüllt werden, ohne als separates PDF hochgeladen werden zu müssen. Ein großer Vorteil: Bauherren können alle hochgeladenen Dokumente online einsehen und prüfen und geben diese dann auch frei.


Probleme im Testlauf:

  • Grundstück mit mehreren Flurstücken: Das Portal akzeptierte dies zunächst, erlaubte aber keine korrekte Zuordnung der Flurstücke zu verschiedenen Straßennamen. Eine Korrektur war im Portal nicht möglich, sodass auf ein klassisches PDF-Formular zurückgegriffen werden musste.
  • Bauherren können Dokumente eigenständig löschen oder ersetzen, ohne dass der Architekt eine Benachrichtigung erhält. Das muss geändert werden, um eine klare rechtliche Zuständigkeit sicherzustellen.

Künftig sollte nur eine autorisierte Partei Dokumente verwalten dürfen.



Schritt 3: Abschluss des Antrags

Nachdem der Architekt und der Bauherr den Antrag digital bestätigt hatten, wurde dieser direkt an die Bauaufsicht weitergeleitet.

Ein großer Vorteil: Die sonst üblichen mehrfachen Ausfertigungen entfallen vollständig. Auch die digitale Bestätigung durch den Bauherrn ist zeitsparend, da ihm alle Unterlagen unmittelbar zur Verfügung stehen.


Ein Stolperstein:

Nach vollständiger Einreichung konnten dennoch nachträglich Dokumente hochgeladen werden – für Architekten nützlich, für die Bauaufsicht weniger erfreulich. Ebenso ist die Regelung der Benachrichtigung des Architekten im Antragsprozess unklar, wird er immer zusammen mit dem Bauherren informiert oder nicht? Wer legt dies fest?

Hier sind klare Regelungen nötig, um Verwirrung und zusätzlichen Arbeitsaufwand zu vermeiden.



Fazit

Der digitale Bauantrag ist ein zeitgemäßes, praktisches Werkzeug, das den Prozess der Bauantragstellung erheblich vereinfacht. Besonders positiv fällt der Wegfall von Mehrausfertigungen und die unkomplizierte Nachreichung von Unterlagen auf.


Optimierungsbedarf:

  • Verbesserte Funktionalität bei Grundstücksangaben.
  • Strikte Rechteverwaltung für Dokumentenbearbeitung (Einreichung durch Architekten oder Bauherren, die andere Partei muss bestätigen).
  • Eine einheitliche, digitale Kommunikation mit der Bauaufsicht über das Portal (aktuell noch nicht möglich)
  • Der Schritt über die Antragsannahme könnte in Zukunft mit dem digitalen Bauantrag entfallen.

Trotz kleinerer Mängel ist der digitale Bauantrag ein großer Schritt in Richtung effizienter und moderner Bauverwaltung und bringt Erleichterungen für die Beteiligten!




Till Marwede

ARCHITEKT BDB
2. Schatzmeister BDB-HESSENFRANKFURT

Das Einfamilienhaus als sexistische Wohnform

Geschrieben am 31. Dezember 2024



Zum Beitrag ‘Das Einfamilienhaus ist eine sexistische Wohnform‘ von Kerstin Bund und Stephan Radomsky in der Süddeutschen Zeitung vom 23.12.2024 nimmt der BDB-HESSENFRANKFURT wie folgt Stellung:




400.000 neue Wohnungen hatte die gescheiterte Ampel versprochen. Für das Jahr 2024 wird die Zahl gebauter Wohnungen deutlich unter 200.000 liegen. Die Baubranche befindet sich in einer schweren Krise, der weitere Rückgang der Zahl der Baugenehmigungen zeigt bereits die Entwicklung für die Zukunft auf.


Mit zuletzt über 6% Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung kommt der Bauwirtschaft eine relevante volkswirtschaftliche Bedeutung zu.


Branchenvertreter beschäftigen sich intensiv damit, die Gründe für den eingebrochenen Wohnungsbau zu analysieren. Lösungsansätze gibt es von vielen Bauverbänden und auch von den Kammern. Diese zu diskutieren, lohnt sich – denn wenn wir einfacher bauen wollen und Anforderungen runterschrauben wollen, dann braucht es dafür gesellschaftlichen Konsens.


Schaut man auf die zurückliegenden Veröffentlichungen der Süddeutschen Zeitung, dann trägt die Süddeutsche Zeitung dazu aber quasi nichts bei. Man genügt sich dort im Wesentlichen mit der Feststellung, daß auch die nächste Regierung die Wohnungskrise nicht lösen wird und die Politik nur wenig Einfluß darauf hat, ob genug gebaut wird. Stattdessen übt man sich in architekturideologischen Betrachtungsweisen von Wohnformen.


„Es ist bezeichnend, dass der oben genannte Beitrag nicht im Feuilleton erschienen ist, sondern in der Rubrik Immobilien und Wohnen des Wirtschaftsteils veröffentlicht wurde,“ sagt Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1. Vorsitzender des BDB-HESSENFRANKFURT. „Wenn die Krise im Wohnungsbau von einer namhaften deutschen Zeitung wie der Süddeutschen Zeitung so interesselos begleitet wird, braucht man sich nicht wundern, daß gesellschaftliche Akzeptanz für tiefgreifende Kurskorrekturen nicht aufgebaut werden kann.“


BDB-HESSENFRANKFURT

BauPraxisCheck | Bauprojekte mit Zukunft: Dialog mit der Politik!

Geschrieben am 20. Dezember 2024

Elke Rühl/ Architekturbüro Rühl, Sascha Querbach/ Instone


Sascha Querbach, Vorstandsmitglied BDB-HESSENFRANKFURT und Martina Feldmayer MdL,Sprecherin der Grünen Fraktion im hessischen Landtag für Umwelt, Klimaschutz, Wohnen und Verbraucherschutz

Im Rahmen unseres „Dialogs mit der Politik“ besuchte Martina Feldmayer, Sprecherin für Umwelt, Klimaschutz, Wohnen und Verbraucherschutz der GRÜNEN-Fraktion im hessischen Landtag, die Büros unserer Mitglieder Elke Rühl/ Architekturbüro Rühl und Sascha Querbach/ Instone-Niederlassung Rhein-Main.


Frau Feldmayer wollte sich ein Bild von der Vielfalt der Bauschaffenden machen und sich über die Arbeitsbedingungen informieren.


Obwohl beide Büros komplett unterschiedliche Schwerpunkte haben, so stellten sich doch auch Gemeinsamkeiten heraus. So schreibt Sascha Querbach/Instone nach dem Besuch von Frau Feldmayer:


Gemeinsam haben wir über die aktuellen Herausforderungen im Wohnungsbau und mögliche Lösungsansätze gesprochen. Bürokratische Hürden, langwierige Genehmigungsverfahren, kostenintensive Vorschriften, steigende Finanzierungskosten und eine unstete Förderpolitik führen im Baugewerbe zu Verunsicherung und letztlich zu einem Rückgang bei Baugenehmigungen und Fertigstellungen. Dies verschärft den ohnehin angespannten Wohnungsmarkt und verstärkt den bestehenden Mangel an Wohnraum.


Diese Themen sind auch durchaus relevant im Architekturbüro Rühl mit einem Schwerpunkt im „Bauen im Bestand“/Denkmalschutz.


Gerade in unseren Berufen ist die Praxiserfahrung genauso wichtig, wie eine gute Diskussion, daher gab es über die guten Gespräche hinaus, auch die Gelegenheiten, Bauprojekte/Großbaustellen (Instone) sowie Baustellen von Bestandsbauten/Denkmalen (Architekturbüro Rühl) zu besichtigen.


Sascha Querbach besuchte mit Frau Feldmayer eine Auswahl der derzeit im Bau befindlichen Projekte von Instone.
Herr Querbach betont, als Entwickler übernehmen wir Verantwortung für die Schaffung von bedarfsgerechtem und lebenswertem Wohnraum. Daher sind wir besonders stolz darauf, dass unsere Projekte einen hohen Anteil an gefördertem Wohnraum bieten. Zudem berücksichtigen wir im Rahmen unserer Klimastrategie alle Emissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes und tragen damit aktiv zur CO₂-Reduktion bei.


Einige Highlights:
• Bei unserem Projekt „Franky“ im Frankfurter Stadtteil Gallus nutzen wir die Abwärme eines Rechenzentrums, um 1.330 Wohnungen mit Heizung und Warmwasser zu versorgen – und sparen so jährlich rund 600 Tonnen CO₂ ein!


• Ebenso wichtig: Im Schönhof-Viertel in Bockenheim entstehen rund um einen 28.000 Quadratmeter großen Park mehr als 2.000 Wohnungen. Ergänzt wird das Quartier durch fünf Kitas, ein Studierenden-Hostel, Einzelhandel, Gastronomie und eine Hybrid-Grundschule, die auf die Bedürfnisse der künftigen Bewohner abgestimmt sind.


• Nicht zuletzt schaffen wir in unmittelbarer Nähe zum Nordwest-Krankenhaus in Frankfurt-Praunheim an der „Steinbacher Hohl“ mehr als 150 geförderte und preisgedämpfte Wohnungen sowie eine Kita für Mitarbeitende von Krankenhäusern und Pflegeberufen in direkter Nähe zum Arbeitsort.



Frau Rühl/Architekturbüro Rühl stellte Frau Feldmayer 3 Projekte vor, die typisch sind, für das „Bauen im Bestand“ und die Wiederbelebung von Denkmalen in unserer Region. Bei der Fahrt zu den verschiedenen Baustellen und einer kleinen Mittagspause unterwegs, konnten wir in Ruhe über die vorgenannten Punkte sprechen, die ein „kleines Büro“ genauso betreffen, wie einen „großen Projektentwickler“.


• Die Rettung und Nutzungsänderung einer -eigentlich- abbruchreifen historischen Wäscherei in einem Wiesbadener Vorort. Hier entsteht nach Sanierung und Nutzungsänderung, ein kleines aber feines Einfamilienwohnhaus im historischen Kontext. Unterstützt durch eine engagierte Bauherrin und Förderungen für energetische und denkmalgerechte Sanierungen (KfW und das Landesamt für Denkmalpflege Hessen)


• Eine denkmalgerechte Brandschutzsanierung einer historischen Villa (auch das ist möglich!) und die Wiederherstellung einer historischen Treppenhausausmalung (unterstützt durch eine sehr engagierte Eigentümergemeinschaft)

• Die Aufwertung einer historischen Hofreite in einem lebendigen Vorort. Hier werden in einem- nicht mehr genutzten- bäuerlichen Familienbetrieb, in zwei Bauabschnitten, bis zu 10 Wohneinheiten (5 im Haupthaus und den ehemaligen landwirtschaftlich genutzten Nebengebäuden) und später 5 weitere Wohneinheiten in der ehemaligen Scheune, entstehen.
Geplant ist weiterhin der Abbruch eines nicht mehr genutzten Anbaus und die Entsiegelung dieses Geländes zur Schaffung eines Gemeinschaftsgartens. Hier kann eine lebendige „Wohngemeinschaft“ entstehen. Die Bauherrin, als Nacherbin des ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens, hat hier konkrete Vorstellung, auch zur gemeinschaftlichen Nutzung von Verkehrsmitteln, wie z.B. E-Autos.



Diese Vielfalt an Projekten konnten Sascha Querbach und Elke Rühl, der sehr interessierten Politikerin vorstellen, dafür ein herzliches Dankeschön an Martina Feldmayer, für diesen direkten und konstruktiven Austausch!


Frau Feldmayer bedankte sich mit den Worten:
„Ich finde es sehr hilfreich, immer mal unterschiedliche Blickwinkel kennenzulernen. Vielen Dank, dass Sie das ermöglicht haben.
Das ist sehr wertvoll und hilfreich für mich als Politikerin“


Wir freuen uns darauf, den Dialog fortzusetzen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, die den Wohnungsbau voranbringen. Dabei hoffen wir auf eine starke und verlässliche Unterstützung seitens der Politik.


Elke Rühl/ Architekturbüro Rühl
Sascha Querbach/ Instone


#Instone #Nachhaltigkeit #Wohnungsbau #Energieeffizienz #CO2Reduktion #BaupaketI #ZukunftGestalten #WohnenFürAlle #PolitikImDialog #bunddeutscherbaumeister #bdb #bdbakademie

BDB-Sachsen: Das Wesentliche im Blick

Geschrieben am 20. Dezember 2024
Dipl.-Ing. Andreas Schramm, Landesvorsitzender BDB-Sachsen, und Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1. Vorsitzender BDB-HESSENFRANKFURT


Nach dem Besuch des BDB-Leipzig in Frankfurt im letzten Jahr trafen sich beim Gegenbesuch in Dresden Dipl.-Ing. Andreas Schramm, Landesvorsitzender BDB-Sachsen, und Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1. Vorsitzender BDB-HESSENFRANKFURT, zum kollegialen Gedankenaustausch.


Andreas Schramm, der mit seinem Projektierungsbüro das gesamte Planungsspektrum anbieten kann und damit den ganzheitlichen Blick, den ‘baumeisterlichen‘ Blick, auf Bauprojekte hat, sieht als Landesvorsitzender 5 wichtige Themen auf der Agenda:

  • den fast auf Null gefahrenen Wohnungsbau – was für viele Planungsbüros und Baufirmen zunehmend existenzbedrohend wird
  • den Abbau von Gesetzen, Regelungen und Normen, bzw. deren fachlich basierte Überarbeitung – was trotz namhafter Versprechen bisher ausbleibt
  • das leider immer noch nicht abgeschaffte GEG – was der nachweislich größte Hemmklotz der Bauwirtschaft ist
  • die zunehmende Fördermittelabhängigkeit der Bauwirtschaft – was weniger Marktwirtschaft und immer mehr staatliche Planwirtschaft bedeutet
  • die zu hohen, unplanbaren, nicht verträglichen Energiepreise – was die gesamte Wirtschaft belastet


Im BDB-HESSENFRANKFURT sieht man das ganz ähnlich: „Das Versprechen der Politik, 400.000 neue Wohnungen jährlich bauen zu wollen, ist krachend gescheitert. Es ist aber nicht zu erkennen, daß das Gegenstand einer umfassenden politischen Diskussion ist. Die regierenden Politiker zeigen keine Wege auf, die aus der Misere führen können. Im Interesse unserer Mitglieder müssen wir das aber vehement einfordern“, so Ostermann. Ganz zu schweigen vom politischen Sprengstoff, den fehlender Wohnraum birgt: Auf Bundesebene wurde bereits Anfang 2023 ein tatsächlicher Bedarf von über 700.000 neuen Wohnungen jährlich festgestellt!


Auch beim Bürokratieabbau tut sich wenig. Zwar gibt es Bestrebungen, einen Gebäudetyp E einzuführen, der einfacheres Bauen ermöglichen soll. Aber auch dieser Ansatz baut keine Regelungen ab, sondern schafft wieder nur neue Ausnahmetatbestände.


Nur die Rücknahme des GEG ist mittlerweile gesellschaftlicher Konsens. Die Bürger erwarten von jeder neuen Regierung als einer der ersten Maßnahmen die Abschaffung des GEG.


Konsequenz aus überzogenen, teils unwirtschaftlichen Forderungen, wie sie im GEG formuliert werden, ist ein Füllhorn an Fördermitteln. „Wir sollten als Verband aufhören immer wieder in das allgemein übliche Jammern und letztlich Fordern von Fördermitteln für längst etablierte Technologien ( u.a. Wärmepumpen, Solar, selbst die Dämmmaßnahmen) einzustimmen – das ist Sozialismus 2.0, Steuerverschwendung und hat mit Marktwirtschaft nichts zu tun. Aktuell hechelt die Baubranche von Fördertopf zu Fördertopf, das bringt uns nicht aus der Krise,“ so Schramm.


In der Analyse ist man sich einig – Ostermann empfiehlt aber differenzierter vorzugehen: „Solange von der Politik unwirtschaftliches Bauen gefordert wird, soll auch die Politik der Branche die Gelder dafür bereitstellen. Wir wollen als Verband unserer Branche keine Finanzmittel absprechen, ohne die sicher noch weniger gebaut werden würde.“


Große Einigkeit gibt es beim Thema Energiepreise: Ziegelsteine, Stahl, Dämmung, Glas, … – viele Bauprodukte werden energieintensiv produziert. Die allgemeine Verteuerung der Energiepreise in Deutschland wirkt sich extrem negativ auf die Gesamtbaukosten und damit auf die allgemeine Bautätigkeit aus. Die Bürger müssen die Diskussion zur Versorgungssicherheit mit günstiger Energie von den Bewerbern um den zukünftigen politischen Kurs in Deutschland in den nächsten Wochen erzwingen.


Schramm faßt in klaren Worten die Erfordernis zusammen: „Wir brauchen fachlich fundierte Rahmenbedingungen mit „Augenmaß“, die die aktuellen Forderungen oder Wünsche für ein zukunftsfähiges, nachhaltiges, ökologisches und ökonomisches, als auch für die Nutzer bezahlbares Bauen ermöglichen. Ein „rumdoktern“ bzw. eher ‘verschlimmbessern‘ der vorhandenen Regeln und Gesetze wird uns da nicht weiterbringen.“


Leider wird übereinstimmend wahrgenommen, daß Berufsverbände aber auch berufsständische Kammern sich zu stark mit allgemein gesellschaftspolitischen Themen beschäftigen und die drängenden branchenspezifische Probleme oft nur zweitrangig behandelt werden.


In den hauptamtlichen Strukturen von berufsständischen Vertretungen gibt es immer weniger Köpfe, die einen relevanten Teil Ihres beruflichen Lebens als projektabwickelnder Architekt oder Ingenieur tätig waren und darüber eine entsprechende pragmatische Denkweise verinnerlicht haben. Zu oft werden akademische Denkansätze implementiert. Das Wesentliche scheint dabei nicht mehr das Wichtige zu sein. Dem gilt es, entgegen zu wirken. Der fruchtbare Austausch soll fortgesetzt werden. Ziel ist es, Lösungskompetenz zu vernetzten und so der fachlichen Diskussion mehr Raum zu geben.


BDB-HESSENFRANKFURT

Mut, zu Bauen – jetzt! sozial! und ökologisch!

Geschrieben am 16. Dezember 2024

Zeigen, was gelingen kann

So soll es einmal aussehen, das Herzensprojekt von Architekt BDB Carsten Kulbe sowie Architektin BDB Katharina Jürgensen: Sie wollen in Schlüchtern sozialen Wohnraum schaffen.


Projekte bleiben in der Schublade oder werden gar nicht mehr angedacht. Laufende Projekte geraten in Schieflage, weil die Zeiten schwierig geworden sind für die, die Projekte entwickeln. In diesen Zeiten dennoch neue Bauprojekte anzugehen braucht Mut.


‘Wir brauchen unbedingt preisgünstiges Wohnen. Nur so können wir vielen Menschen und Familien soziale und gesellschaftliche Teilhabe überhaupt erst ermöglichen‘, sagt Carsten Kulbe. ‘Ich möchte deshalb in meiner Heimatstadt Schlüchtern insgesamt 36 Wohnungen schaffen, nahezu alle barrierefrei, die Planmiete soll bei acht Euro pro Quadratmeter liegen.‘

Architekt BDB Carsten Kulbe und Architektin BDB Katharina Jürgensen möchten dabei den ökologischen Fußabdruck so gering wie möglich halten. Das heißt: ‚Wir wollen möglichst alles von der bestehenden Substanz erhalten, lediglich den Dachstuhl entfernen und aufstocken‘, erläutert Katharina Jürgensen. Eine moderne Heizung sowie PV-Anlagen auf beiden Dächern seien ebenfalls vorgesehen.

Insgesamt geht es um ein Investment in Höhe von knapp acht Millionen Euro. Eine beachtliche Summe. Carsten Kulbe sagt: ‚Um preisgünstiges Wohnen überhaupt zu ermöglichen, sind wir deshalb auf Fördergelder angewiesen.‘ Das Land Hessen stellt diese in Aussicht und vergibt vergünstigte Kredite für das Schaffen von sozialem Wohnraum – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Kommune, in der gebaut werden soll, das Projekt ebenfalls bezuschusst. Dieser Zuschuss kann ein verbilligter Kredit oder eine Bürgschaft sein. Im Gegenzug steht der Stadt laut Förderrichtlinie dann ein Belegungsrecht zu.

Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller steht hinter dem Projekt: ‚Es herrscht faktisch ein großer Mangel an sozialem Wohnraum. Deshalb begrüße ich das Ansinnen von Carsten Kulbe sehr und werde bei den Stadtverordneten und im Magistrat stark dafür werben. Ein solches Projekt hat aus meiner Sicht uneingeschränkten Zuspruch verdient.‘



Sie sind Mitglied im BDB-HESSENFRANKFURT und entwickeln auch ein Wohnungsbauprojekt im Segement des bezahlbaren Wohnen bzw. im sozialen Wohnunungsbau? Dann melden Sie sich bei uns. Wir wollen zeigen, was gelingen kann, wenn wir mutig sind.

BDB-HESSENFRANKFURT

Kurze Info zur Vertreterversammlung der AKH am 10.12.2024

Geschrieben am 10. Dezember 2024

„Gemeinschaftlich bauen“ war das Motto des letzten Architektentags, gemeinschaftlich an der Weiterentwicklung der AKH arbeiten, heißt es für uns in der Vertreterversammlung.


Nachdem in der Rede des Präsidenten, auch einmal ausdrücklich auf die wirtschaftliche Situation der kleineren Architekturbüros hingewiesen wurde, besteht die begründete Hoffnung, dass wir hier in einen konstruktiven Dialog kommen.

Es gab intensive und offene Diskussionen und Abstimmungen zum Haushalt, zur geplanten Genossenschaft für Digitalisierung und zu weiteren wichtigen Themen, wie z.B. die Ankündigung der verstärkten Zusammenarbeit zwischen IHK und AKH. Interessant war auch der Vortrag über Geobasisdaten / Geoinfo durch Herrn Dr. Terlinden.

Besonders intensiv wurde über einen Antrag der „Vertretung der freiwilligen Mitglieder“ zur Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ debattiert. Der Antrag wurde schließlich zurückgezogen und soll noch einmal überarbeitet werden.
Hier stellt sich für uns die Frage, ob wir Architekten und Architektinnen diese „Vielfalt“ nicht bereits leben und umsetzen und ob es für uns nicht dringendere Themen, wie z.B. -die Wertschätzung unseres Berufs im Allgemeinen- gibt?
Grundsätzlich haben wir das Gefühl, dass in der „Legislatur“ dieser Vertreterversammlung offener und freier diskutiert und verhandelt wird.

Jetzt ist es an uns „Mitglieder des BDB HESSENFRANKFURT“ die für uns wichtigen Themen klar zu definieren und in den nächsten Versammlungen in gut ausgearbeitete Anträge zu fassen.

Wir sind offen für Anregungen und bleiben dran!

ARCHITEKTIN BDB Elke Rühl
BDB-HESSENFRANKFURT

Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn zum Ehrenvorsitzenden der FDP Hessen gewählt

Geschrieben am 23. November 2024


Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, Vorstandsmitglied im BDB-HESSENFRANKFURT ist neuer Ehrenvorsitzender der FDP Hessen. Die Delegierten des Landesparteitag der Freien Demokraten in Wetzlar haben den ehemalige Parteivorsitzenden und langjährigen Landtagsabgeordneten Hahn einstimmig zu ihrem Ehrenvorsitzenden gewählt. 


Landesvorsitzende Bettina Stark-Watzinger würdigte Hahn: „Jörg-Uwe Hahn ist ein Vollblut-Landespolitiker, dessen Herz für die bürgerliche Mitte schlägt und dessen Verbundenheit mit Hessen charakteristisch ist. Er hat den Föderalismus immer vehement gegen alle Widerstände verteidigt.“  Stark-Watzinger dankte Hahn für seine unermüdliche Arbeit für die Partei und erinnerte daran, wie lange Hahn schon aktiv ist: „Seit mehr als 50 Jahren wirkt er an den Geschicken der hessischen FDP mit.“


Hahn war von April 2005 bis Januar 2014 Landesvorsitzender der hessischen FDP. Er gehörte dem Hessischen Landtag knapp 37 Jahre lang an und schied erst mit Beginn der aktuellen Legislaturperiode im Januar dieses Jahres aus. Zehn Jahre lang, von 1999 bis 2009, war Hahn Fraktionsvorsitzender der Liberalen im Landtag, ehe er in der schwarz-gelben Koalition von 2009 bis 2014 Justiz- und Europaminister sowie stellvertretender Ministerpräsident war. Als Justizminister war er zudem Hessens erster Integrationsminister. In seiner letzten Wahlperiode im Landtag war Hahn Vizepräsident des Hessischen Landtags. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und des Hessischen Verdienstordens.

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BAUMEISTER BDB h.c.
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