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Autor Archiv: Andreas Ostermann

ENTBÜROKRATISIERUNG BEIM BAUEN

Geschrieben am 25. Juni 2025
v.l.n.r.: Dimitri Schulz (Wohnungsbaupolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im hessischen Landtag), Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (1. Vorsitzender BDB-HESSENFRANKFURT), Andreas Lichert (stellvertretender Fraktionsvorsitzender AfD-Fraktion im hessischen Landtag)


400.000 neue Wohnungen jedes Jahr, Baukosten halbieren, Fachkräftebasis sichern – an politischen Zielvorgaben der regierungsseitig Handelnden mangelt es nicht. Die bisher ergriffenen Maßnahmen haben aber noch nicht dazu geführt, daß diese Ziele erreichbar scheinen. Im Rahmen der Gesprächsreihe DIALOG POLITIK des BDB-HESSENFRANKFURT sprechen Andreas Lichert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der AfD-Fraktion im hessischen Landtag, und Dimitri Schulz, zuständig für Wohnungsbaupolitik in der AfD-Fraktion, über ihre Konzepte für einen Impuls für die Bau- und Immobilienwirtschaft:

„Freiheit ist das, was am meisten fehlt,“ startet Andreas Lichert den Dialog. „In guten Zeiten ist das Bauen mit Vorschriften überfrachtet worden. Wir müssen dem Bauen die Freiheit zurück geben. Dafür braucht es umfassende Reformen.“

„Insgesamt sind die bisher eingeleiteten Reformansätze viel zu zaghaft. Mit dem Drehen an nur kleinen Stellschrauben wird der große Impuls für den Wohnungsbau ausbleiben. Die Bauordnung muss tiefgreifend von bevormundendem Ballast befreit werden und sich auf die drei wesentlichen Kernthemen reduzieren, die zwingend bauordnungsrechtlich geregelt werden müssen: Statik, Brandschutz, Nachbarschaftsrecht,“ sagt Dimitri Schulz und verweist dann auch gleich direkt auf einen weiteren Umstand, warum sich beim Wohnungsbau keine Trendwende andeutet: „Problematisch ist, daß kleine Schritte in die richtige Richtung durch große investitionshemmende neue Bürokratiemonster wie das Leerstandsgesetz konterkariert werden. Die Zahl derer, die in Wohnungsbau investieren wollen, ist kleiner geworden. Man kann nicht gleichzeitig aufs Gas und die Bremse treten und sich wundern, dass es nicht vorangeht.“

Der BDB-HESSENFRANKFURT sieht im aktuell diskutierten Baupaket I gute Ansätze, die den Wohnungsbau erleichtern werden. Der Umfang reicht aber bei weitem nicht aus, um die eingangs benannten Ziele zu erreichen. „Hier muß noch mehr getan werden. Und weitere Baupakete müssen folgen und schneller in das Gesetzgebungsverfahren eingebracht werden. Aber wir wollen die ersten Ansätze von Reformen durchaus loben. Wir brauchen nur viel mehr davon.“ so Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann.

Unterschiede gibt es bei der Einschätzung der Vorteile einer Vereinheitlichung der Landesbauordnungen. Einige Bundesländer haben zum Teil restriktivere Vorschriften als in Hessen. Seitens des BDB-HESSENFRANKFURT liegt daher der Fokus darauf, die hessische Bauordnung im Sinne der Bauschaffenden in Hessen zu reformieren.

Großes Interesse hat der BDB-HESSENFRANKFURT an einer starken Vereinfachung der Vergaberichtlinien, die sich an den Interessen seiner Mitgliedern in kleinen und mittleren Büros und Firmen orientiert. „Die Vergaberichtlinien dürfen nichts fordern, was nicht im engsten Sinn nur auf die Sicherstellung der Leistungserbringung abzielt.“ so Ostermann.

Der öffentliche Wohnungsbau wird seitens der AfD in Hessen eher kritisch gesehen. Wenn Unterstützung erforderlich ist, dann soll sie den Menschen direkt zu Gute kommen und das Geld nicht in Sand und Steine fließen – Stichwort ‘Subjektförderung statt Objektförderung‘. Wohnraum entsteht besser durch privates Unternehmertum.

„Tatsächlich müssen wir leider zur Kenntnis nehmen, daß die halböffentlichen Wohnungsbaugesellschaften sich nicht anders verhalten als der private Investor auch: Wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen, dann wird nicht gebaut.“ so Ostermann. „Die halböffentlichen Wohnungsbaugesellschaften sind leider kein antizyklisches Korrektiv für die Baubranche und die Wohnungssuchenden.“

Passend formuliert Schulz in der Diskussion um den Mietwohnungsbau einen ganz anderen wesentlichen Anspruch: „Wir wollen aus Mietern Eigentümer machen! Es muß dem einfachen Arbeiter möglich sein, für seine Familie eine Wohnung oder ein Haus zu kaufen und in seiner Lebensarbeitszeit abbezahlt zu bekommen. Das ist Ziel unserer Politik.“

„Freiheitliche Ansätze für Reformen für das Bauen gibt es auch bei anderen und auch vom Primat privaten Unternehmertums reden andere,“ sagt Andreas Lichert abschließend. „Uns zu eigen ist aber der Wille und der Mut zur Umsetzung.“


BDB-HESSENFRANKFURT

unerwartet plötzlich weg – BRÜCKEN-KRISE – Hessen immobil

Geschrieben am 8. Juni 2025
Zeller Brücke bei Bad König – Bild © Hessen Mobil



Die Infrastruktur – vor allem in den westlichen Bundesländern – ist alt. Vieles wurde in der Zeit nach dem Krieg gebaut. Oft auch kamen Technologien zum Einsatz, die damals Stand der Technik waren – Langzeiterfahrungen fehlten aber. Nach rd. 65 Jahren kommt die eingesetzte Technologie offensichtlich an das Ende ihrer Lebensdauer – jedenfalls unter den jetzt sicher anderen Verkehrsbelastungen gegenüber dem ingenieurtechnischen Entwurf aus den 60er Jahren.


So auch bei der 1961 errichteten Zeller Brücke der B45 bei Bad König im Odenwald: Sicherheitbedenken.
Die Brücke soll kurzfristig abgerissen und neu gebaut werden.


In der Politik scheint zumindest angekommen zu sein, Handlungsfähigkeit zeigen zu wollen. Während die Carolusbrücke in Dresden derzeit im Juni 2025 und damit neun Monate nach Einsturz abgebrochen wird, soll in Bad König die Brücke schon in 8 Wochen gesprengt sein. Eine Taskforce wurde gebildet. Es soll alles schnell gehen.


Während der Brückenbau in den 60ern in der Regel die Infrastruktur erweiterte und neue Wegebeziehungen schaffte, führen volkswirtschaftlich heute alle unsere Anstrengungen in diesem Fall nur dazu, daß wir wieder das haben was die letzten 60 Jahre auch da war: Eine Brücke über die Mümling im Odenwald.


Bei den Haushaltsplanern der Gemeinden und in Land und Bund muß ankommen: Bauwerke lasten auf den öffentlichen Haushalten. Und dort, wo die Baulast zugeordnet ist, müssen zukünftig mehr Gelder bereitgestellt werden für Bestandsuntersuchung, Bauunterhaltung und Ersatzneubau.


Tun wir das nicht, landen wir infrastrukturell in der Nachkriegszeit. Und das will sicher keiner.


BDB-HESSENFRANKFURT

Bekenntnis zum Handwerk und klarer Kurs bei der Novellierung der HBO

Geschrieben am 7. Juni 2025
Kaweh Mansoori, Hessischer Wirtschaftsminister


Bereits ein viertel Jahr nach Übernahme der Amtsgeschäfte hat im April letzten Jahres der hessische Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori mit der Aufstiegsprämie den Meisterbrief im Handwerk quasi kostenfrei möglich gemacht. Ein großer Schritt in Richtung Gleichstellung der beruflichen Bildung gegenüber der akademischen. Und ein Signal, dem Fachkräftemangel im Handwerk ernsthaft etwas entgegensetzen zu wollen.


Mansoori selbst hatte auf dem Hessischen Handwerkstag festgestellt, daß eine der drängendsten Aufgaben der Zukunft die Sicherung der Fachkräftebasis ist. Er wolle deshalb um die betriebliche Ausbildung werben. Und man nimmt ihm dieses klare Bekenntnis zum Handwerk auch ab.


Mit der Akzeptanz des Wunsches Vieler nach den eigenen vier Wänden und dem Traum vom Eigenheim, auch natürlich als Einfamilienhaus, positioniert er sich jenseits akademischer Diskussionen nah beim Bürger.
Mag das Hessengeld auch nicht der entscheidende Faktor für die Finanzierung des Eigenheims sein, so ist es aber doch eine klare Formulierung des politischen Willens für eine höhere Eigentumsquote.


Mit dem Baupaket I gibt es einen klaren Kurs zur Novellierung der HBO und die Bauwirtschaft verbindet damit die begründete Erwartungshaltung, daß der jetzt in die richtige Richtung eingeschlagene Weg mit einem Baupaket II fortgesetzt wird. Nicht wenige sagen, hier ist bisher mehr erreicht worden als in den 10 Jahren des Bestehens der ‘Allianz für Wohnen‘.


In ähnlicher Form wie bei beim Baupaket I soll im Dialog mit der Wirtschaft in einer Kommission die Verwendung von mehr Recyclingmaterial beim Straßenbau und im Erdbau erreicht werden. Ein Thema, das seit Jahren auf der Agenda steht und bisher auf Seite des Gesetzgebers nur überwiegend fruchtlose Absichtserklärungen erzeugt hat.
Mansoori will es anpacken.


Wort und Bild bieten die Möglichkeit, schnell Signale für die eigene Agenda zu setzen, Denkweisen neu auszurichten und Themenfelder in den Fokus zu nehmen. Diesbezüglich hat Mansoori die richtigen Akzente schon setzen können. Jetzt gilt es, dem zurückliegend guten, distanzabbauenden Dialog mit dem Handwerk und den Bauschaffenden, auch weiter handfeste gesetzgeberische Taten folgen zu lassen.


Der Handlungsbedarf ist da und die Erwartungen sind hoch.

WIA : Pecha Kucha Night

Geschrieben am 6. Juni 2025




WIA 2025 ist das erste bundesweite Festival zur Sichtbarmachung von Frauen in Architektur, Innenarchitektur, Stadt- und Freiraumplanung sowie Bau- und Ingenieurbaukunst und Baukultur. 


Am Freitag, den 27. Juni 2025 organisiert LIANe e.V. eine „Pecha Kucha Night“ im Rahmen von WIA 25 mit dem Ziel, das vielfältige Schaffen von Architektinnen sichtbar zu machen. 


Acht selbständige Planerinnen stellen sich, ihre Werke und ihre Lebensentwürfe vor. Sie schildern aus unterschiedlichen Fachdisziplinen und mit unterschiedlicher Berufserfahrung ihre Haltung und wie diese sich in ihrer selbständigen Arbeit als Frau widerspiegelt. Die Vorträge bieten Impulse für die anschließende Podiumsdiskussion und das darauffolgende „get together.“ 


Christina Budde, Autorin und ehemalige Kuratorin des DAM Deutschen Architektur Museum, auch für die Ausstellung „Frau Architekt“ , wird die Veranstaltung moderieren. 

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.


Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos. Sie richtet sich an alle, die sich für Planungsthemen und die Vielfalt der Schwerpunkte und Haltungen innerhalb des Berufsfeldes interessieren. Sie wird mit 4 Fortbildungspunkte von der AKH anerkannt.



Ute Bernbeck
BDB-HESSENFRANKFURT

auf ein WORT: Benjamin Walis

Geschrieben am 4. Juni 2025



Zukunft Handwerk – Junge Perspektiven im Handwerk: Mein freiwilliges Praktikum bei CUBIC OUTDOOR LIVING: Warum echte Einblicke für Schüler so wichtig sind:


In den Osterferien 2025 habe ich, Benjamin Walis, 14 Jahre alt und Schüler der 8. Klasse an der Realschule Bad Brückenau, ein freiwilliges Praktikum bei der Firma CUBIC Outdoor Living GmbH in Oberleichtersbach absolviert. Dieses Praktikum war für mich nicht nur ein tiefer Einblick in die Arbeitswelt eines modernen Handwerksbetriebs, sondern auch ein Erlebnis, das mir in mehrfacher Hinsicht die Augen geöffnet hat.


Wichtig dabei: Ich habe das Praktikum komplett freiwillig und aus eigenem Interesse gemacht – nicht im Rahmen eines Pflichtpraktikums, sondern aus echter Begeisterung für das Handwerk. Seit meiner Kindheit bin ich handwerklich aktiv – durch Projekte mit meinem Vater und Großvater – und mein Ziel war es, echte Praxiserfahrung in einem professionellen Betrieb zu sammeln.


CUBIC Outdoor Living, ein Unternehmen für exklusive Outdoor-Küchen und Designmöbel, hat mir genau diese Möglichkeit gegeben – und zwar auf Augenhöhe. Schon am ersten Tag wurde ich offen, respektvoll und herzlich empfangen. Ich durfte nicht nur zusehen, sondern selbst mitarbeiten – auch an großen Maschinen und bei anspruchsvollen Aufgaben, weil man mir viel handwerkliches Verständnis zutraute.


Besonders beeindruckt hat mich das positive, fast familiäre Arbeitsklima. Ich wurde von allen Mitarbeitenden sehr freundlich aufgenommen und direkt integriert – sogar beim gemeinsamen Essen. Es war keine steife Firmenatmosphäre, sondern ein echtes Miteinander, das ich so nicht erwartet hätte.


Natürlich habe ich auch gemerkt, wie viel Organisation und Verantwortung in einem Handwerksbetrieb steckt. Ich hatte gedacht, dass die Arbeit schneller vergeht als in der Schule – aber mir wurde bewusst, dass gute Arbeit Konzentration, Ausdauer und Präzision verlangt. Und trotzdem hat es Spaß gemacht, weil ich wusste, dass ich einen echten Beitrag leiste.


Eine große Motivation war auch das Vertrauen, das man mir entgegenbrachte: Am Ende des Praktika wurde mir in Aussicht gestellt, dass ich dort eine Ausbildung machen könnte, wenn ich das in Zukunft möchte. Das hat mir gezeigt, dass mein Engagement gesehen wurde – und dass es Betriebe gibt, die in junge Menschen investieren wollen.


Mein Fazit nach diesen vier Tagen: Solche freiwilligen Praktika sind wertvoll – für beide Seiten. Für mich war es eine echte Orientierungshilfe für meine berufliche Zukunft. Ich konnte hautnah erleben, wie innovativ, vielseitig und menschlich das moderne Handwerk heute ist.


Deshalb wünsche ich mir, dass noch mehr Unternehmen solche Chancen bieten. Nicht, weil sie es müssen, sondern weil sie damit junge Talente entdecken können – und Jugendlichen wie mir die Möglichkeit geben, ihren Weg zu finden. Das ist echte Investition in die Zukunft des Handwerks.



Benjamin Walis

BAUMEISTER in spe



Claudius Walis, Vorstand BDB-HESSENFRANKFURT, und Benjamin Walis, Michael Müller CUBIC OUTDOOR LIVING

AKH-VV: Anträge angenommen – neue Impulse für die Kammer

Geschrieben am 3. Juni 2025
Tobias Rösinger, Sascha Querbach, Melissa von der Sitt – BDB-HESSENFRANKFURT


Kurze Info zur Vertreterversammlung der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen am 03.06.2025



Als wichtig und begrüßenswert nehmen wir aus der Rede des Präsidenten mit, dass die Architektenkammer zukünftig auch in den Regionen, mit sogenannten „Regionalwerkstätten“ präsent sein wird. Diese Entscheidung resultiert aus den vorangegangenen, etwas sperrig betitelten „Transformationswerkstätten“ die ebenfalls in Nord- und Mittelhessen präsent waren.
Dass die Kammer sich hier öffnet und auf die Mitglieder und damit auf die Menschen in ganz Hessen zugeht, ist sicher ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung.


Vollgepackt mit wichtigen Themen und unseren Anträgen, gestaltete sich die aktuelle Vertreterversammlung:

Interessant mit vielen wichtigen Informationen und Abstimmungen, eine Übersicht der wichtigsten Punkte:



Zum Thema Versorgungswerk referierte der Vertreter unseres Versorgungswerk, der Präsident der Architektenkammer NRW, Herr Architekt Dipl.-Ing. Ernst Uhing.

• Hier wird es zukünftig eine „demokratische Anpassung“ geben und das Versorgungswerk wird unabhängig von der Vertreterversammlung der AKH NRW geführt werden.
Die angeschlossenen Länderkammern (Hessen/Saarland und Bremen) werden dort mit Abordnungen vertreten sein.

• Auf eine Rückfrage zur Sicherheit unserer Renten (es wird aktuell über Unregelmäßigkeiten/Verluste bei anderen Kammern -Bsp. Hessische Ärztekammer berichtet.) konnte er beruhigen, das Versorgungswerk NRW ist hier nicht betroffen.
Zudem soll die Verzinsung der Einlagen ab 1.1.2026 wieder auf 3% angehoben werden.


Der Vortrag hat uns beim Zuhören einiges abverlangt, konnte aber letztendlich viele Fragen klären und sorgte für Offenheit und Transparenz.



Eine wichtige Abstimmung gab es zu den Anträgen zur neuen Beitragsordnung

• Die Beschlussvorlage des Vorstands, in Verbindung mit dem Antrag einiger Verbände wurde angenommen, sodass in Zukunft gilt: Ein Beitrag für Alle, bei dem auch die Angestellten Architekten und Architektinnen den gleichen Beitrag bezahlen, wie alle anderen.

• Ein Gegenantrag von fon für die Überprüfung eines mehrstufigen Beitragsmodells wurde abgelehnt.
Vor allem zu diesem Tagesordnungspunkt wurde heftig und kontrovers, aber auch konstruktiv und offen diskutiert.




Die Fortbildungsordnung war dann am Nachmittag ein wichtiges Thema

• Hier wird es ab 2026, kürzere Zeiträume zum Sammeln der „Punkte“ geben (1 Jahr) und nur noch stichprobenartige Kontrollen. Die Fortbildungspflicht soll bis zur Beendigung der Berufstätigkeit andauern – auch dieser Beschluss wurde mit großer Mehrheit angenommen.




Zur geplanten Architektengenossenschaft ARKO, berichteten Herr Zimmer vom Vorstand und der Hauptgeschäftsführer der AKH, Herr Dr. Kraushaar ausführlich.

• Das Thema ist komplex und wird aktuell noch durch eine Beratungsfirma betreut. Näheres kann sicher bei der nächsten Vertreterversammlung berichtet werden.




Erst gegen 17.00 Uhr konnten wir unsere Anträge präsentieren, die wir gemeinsam mit VfA verfasst hatten


Viele Rückmeldungen aus dem Kollegenkreis haben uns zu unserem ersten Antrag inspiriert:

Die Architektenkammer soll sich mit dem Image von uns Bauschaffenden auseinandersetzen und eine sog. Imagekampagne für unseren Berufsstand initiieren.

Hier hatte die Kammer große Vorbehalte und versuchte zu belegen, dass doch von Kammerseite bereits sehr viel für den Berufsstand getan wird.
Uns ist jedoch wichtig, dass dies auch bei allen Kolleginnen und Kollegen und auch unseren Bauherrschaften ankommt.

Nach einer konsensorientierten Diskussion wurde der Antrag mit leicht abgeändertem Titel (Arbeitsgruppe statt Imagekampagne) und in Verbindung mit einem Antrag des BDA zum Thema: Social Media mit großer Mehrheit angenommen.

Medien wie Instagram und LinkedIn (die der BDB-HESSENFRANKFURT bereits nutzt) sollen auch der Kammer zukünftig die Möglichkeit geben, direkt mit den „Menschen, rund um das Bauen“ in den direkten Kontakt zu kommen.

Wir sind erst einmal vorsichtig zuversichtlich, dass sich hier etwas entwickelt.




Ein weiterer gemeinsamer Antrag zum „Aufräumen von Fördermitteln im Wohnungsbau“ wurde von Martin Pletz vorgestellt und von Tobias Rösinger mit Argumenten unterstützt.


Auch dieser Antrag wurde angenommen.




Gegen 19.00 Uhr war die Vertreterversammlung beendet und lässt uns mit dem Gefühl zurück etwas bewegt und einiges angestoßen zu haben.


Die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden, diesmal besonders mit dem VfA hat sich bewährt und
wir freuen uns weiterhin über die Unterstützung der „Mitglieder des BDB HESSENFRANKFURT“, die uns Anregungen zu weiteren wichtigen Themen aufgeben, die wir dann in die Architektenkammer tragen können!


Wir sind offen für Anregungen und bleiben dran, danke!


Melissa von der Sitt, Tobias Rösinger, Olaf Gerstner, Martin Pletz
Elke Rühl, Tobias Rösinger – BDB-HESSENFRANKFURT


ARCHITEKTIN BDB Elke Rühl
BDB-HESSENFRANKFURT

WERTSCHÄTZUNG ERHÖHEN – gemeinsamer Antrag an die AKH-Vertreterversammlung

Geschrieben am 30. Mai 2025


Wir alle wissen, was es bedeutet, eine Architektin oder ein Architekt zu sein. Das jahrelange, herausfordernde Studium absolviert und anschließend die Berufspraxis kennengelernt zu haben.
Sich entschlossen zu haben, ein Mitglied der Kammer zu werden und die Eintragungsvoraussetzungen dafür zu erfüllen. Um letztlich diesen -unseren- Beruf vollends ausüben zu können. Ein Beruf, der viel Verantwortung mit sich bringt.
Wir Architektinnen und Architekten sind Universalisten und Netzwerker:

• verhandeln gekonnt und immer im Sinne der Bauherrschaften mit Behörden, mit Firmen und Fachplanern.
• begleiten die Menschen die ihr „großes Lebensprojekt Bauen“ starten, kompetent und mit psychologischem Feingefühl
• stellen Teams (aus Statikern/Energieberatern/Brandschützern und weiteren Fachplanern) zusammen, die gut und reibungslos im Projekt zusammenarbeiten können.
• halten die ständig steigenden Baukosten und Zeitpläne im Blick und versuchen Lösungen zu finden
• Überwachen die Firmen bei den Bauarbeiten mit vielen Unwägbarkeiten und unzähligen DINs und Vorschriften, die ständig angepasst und erweitert werden.
• Sind letztendlich Manager mit einem umfangreichen und komplexen Aufgabenfeld
Auch die Tatsache, dass Wettbewerbe, die Architekturbüros auffordern Leistungen ohne finanzielle Gegenleistung zu erbringen, ist nicht gerade hilfreich, um die Anerkennung unsere Arbeit auch finanziell wertzuschätzen.

Dass Architekten- wie früher- die Rolle eines Baumeisters inne hatten, was alle Bauleistungen inklusive Fachplanungen umfasste, hat unserem Beruf seinerzeit ein hohes Ansehen verschafft. Natürlich ist dies heutzutage kaum mehr möglich, sei es durch die Komplexität der Aufgabenstellungen oder weil man sich bewusst für eine Spezialisierung entschieden hat.
Ohne Fachplanerinnen oder Fachplaner ist ein Bauvorhaben sowieso undenkbar und wir sind dankbar für verlässliche und kompetente Partner.

Dass Bauen immer komplizierter wird und dass wir uns stets neuen Herausforderungen stellen müssen, müssen wir in dieser Runde nicht weiter erläutern. Doch wie sieht es außerhalb unserer Reihen aus? Wie ist die Wahrnehmung unseres Berufsstandes? Nur leider ist das Bild von Architekturschaffenden in den Hintergrund gerückt und nicht mehr direkt mit Bauaufgaben verknüpft.
Bei gesundheitlichen Beschwerden gehen wir zur Ärztin oder zum Arzt. Wenn wir eine Rechtsberatung benötigen, suchen wir eine Anwaltskanzlei auf.

Wieso denkt man bei uns, trotz Kammerberuf, anders?

Wir müssen wieder präsenter werden.

Wir möchten die Architektenkammer Hessen (unsere berufsständische Vereinigung) dazu anregen, eine Imagekampagne für uns Architektinnen und Architekten zu initiieren.

• mehr Öffentlichkeitsarbeit, zur Sichtbarkeit unseres Berufs, aber vor allem stellen Sie dar, wie wichtig unsere Arbeit für die Gesellschaft ist.
• Stellen Sie Vielfalt der Planerinnen und Planer, der Architekturbüros dar
• Z.B. mit Imagefilmen oder einer Kampagne, ähnlich der des Handwerks oder der Kampagnen, die die Ärzte- und Apothekerkammern initiiert haben?


Wir müssen aus unserer Bubble heraustreten, um mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu bekommen. Wir müssen darüber aufklären, wie unser Berufsbild aussieht und was es bedeutet, eine Architektin oder einen Architekten zu engagieren.
Je mehr Aufmerksamkeit wir erhalten, desto größer wird schließlich auch unser Einfluss auf die Politik.
Unsere Umwelt ist in großen Teilen eine gebaute Umwelt und dahinter stehen Menschen, die mit Ihrem Elan und Engagement an unserer Umwelt bauen, machen Sie diese Menschen (uns alle) sichtbarer!
Lassen Sie uns gemeinsam einen Weg finden, wie dies am besten angehen können!


BDB-HESSENFRANKFURT und VFA-Hessen wollen das ändern und beantragen gemeinsam, die AKH-Vertreterversammlung möge beschließen:

Die Architektenkammer Hessen soll eine Imagekampagne für Architekten und Architektinnen, initiieren – für mehr Wertschätzung unseres Berufstandes, für die Menschen „hinter den Gebäuden“.


BDB-HESSENFRANKFURT
VFA-Hessen

Stadtbaukonferenz No. 15

Geschrieben am 25. Mai 2025



Di. 01.07. 10:00-19:00 Uhr, anschließend Jubiläumsempfang
Mi. 02.07. 9:00-15:00 Uhr


Ausstellung mit Hof-Fotografien von Maximilian Meisse



Die Trennung der Stadt in öffentliche und private Räume stellt schon deshalb eine grundlegende Qualität im Städtebau dar, weil den Bewohnern damit zusätzlich zu ihren Wohnungen Freiflächen, Gärten und Höfe auf dem Grundstück ihrer Mietshäuser zur Verfügung gestellt werden können. Die eigenverantwortliche Organisation von Hof und Garten stärkt das soziale Miteinander und fördert demokratisches Verhalten in der täglichen Auseinandersetzung der Hausgemeinschaft.


Die Konferenz wird die Frage stellen, warum der heutige Städtebau dem Besitzer des Reihenhauses die private Freifläche gewährt, dem Bewohner des Mietshauses aber nicht. In Deutschland leben über 50 % der Einwohner zur Miete. Trotzdem hat das heutige Mietshaus keine privaten Freiflächen, keine Höfe und Gärten, sondern ist vielmehr als freistehender Körper von öffentlichen Freiflächen, dem sogenannten Wohnumfeld, umgeben.


Weitere Informationen zur Stadtbaukonferenz No. 15 finden Sie hier


Die Konferenz wird von der Architektenkammer Berlin, der Architektenkammer Baden-Württemberg, der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen und der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen als Fortbildung anerkannt.


Dt. Institut für Stadtbaukunst

FÖRDERDSCHUNGEL LICHTEN – gemeinsamer Antrag an AKH-Vertreterversammlung

Geschrieben am 19. Mai 2025


Bundesweit stehen nach Recherchen der AKH im Jahr 2024 derzeit insgesamt rund 180 Förderprogramme, die die Baubranche betreffen, zur Verfügung. Die große Vielfalt und Unübersichtlichkeit entfaltet keine Anreizwirkung in Bezug auf dringend erforderliche Investitionen. Eine Investition in Wohnimmobilien erscheint im Vergleich mit anderen Anlagemöglichkeiten zu risikobehaftet. Der Markt zeigt bei diesen Rahmenbedingungen die rote Karte! Darüber hinaus sind sowohl die Preise für Leistungen des Bauhauptgewerbes als auch der Verbraucherpreisindex in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Im Bauhauptgewerbe waren Preissteigerungen wie letztmalig in den 1970er Jahren zu verzeichnen.


Im vergangenen Jahr forderte die AKH bereits deutliche Verbesserung zu Anreizen im Bereich des Wohnungsbaus. An den Argumenten hat sich bis heute nichts geändert. „Steuerrecht wirkt bedeutend rascher und unbürokratischer als Subventionen über Förderprogramme. Hier sind die Förderbedingungen häufig zu unübersichtlich, vielfach zu komplex und in der zeitlichen Gültigkeit nicht verlässlich. Eine schwankende und zu vielgestaltige Förderkulisse ist offensichtlich nicht das richtige Mittel, um dem aktuellen Stillstand im Wohnungsbau und der Flaute in anderen Bereichen des Bauens wirksam zu begegnen“ und „Wird nicht mit entschlossener Steuerpolitik gegengesteuert, drohen bei einer eklatant niedrigen Anzahl an Baugenehmigungen weiter explodierende Mieten. Nicht gestellte Bauanträge von heute sind nicht gebaute Wohnungen von morgen. Der vorhandene und eher wachsende Bedarf an Wohnungen wird nicht gedeckt!“ Dies formulierten vor einem Jahr Vertreter der Hessischen Architekten- und Stadtplanerkammer anlässlich einer Pressekonferenz im Frankfurter Presseclub.

Positive Signale in diese Richtung sind in dieser Zeit weder aus der Hessischen Landesregierung noch aus den aktuell geführten Koalitionsverhandlungen erkennbar. Stattdessen sollen Mietendeckel und komplizierte Förderprogramme bezahlbaren Wohnraum schaffen. Sicher nicht ohne Grund erläutert Minister Masoori „Es kommt häufig vor, dass Fördermittel aus vorherigen Jahren nicht vollständig abgerufen werden. Bisher flossen diese ungenutzten Mittel in den Gesamtfonds für das kommende Jahr. In diesem Jahr jedoch werden sie erstmals für noch ausstehende Projekte verwendet.“ (Pressemitteilung Sozialer Wohnungsbau vom 28.03.2025)


VFA-Hessen und BDB-HESSENFRANKFURT werden dazu nun gemeinsam aktiv und beantragen, die AKH-Vertreterversammlung möge beschließen:

Die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen setzt sich bei der Hessischen Landesregierung dafür ein, dass unter Mitwirkung aller Bundesländer unter Einbeziehung der Bundesregierung folgende Maßnahmen zur Förderung des Wohnungsbaus und zur Sicherung der Kapazitäten auf dem Bausektor ergriffen werden.

Überprüfung sämtlicher Förderrichtlinien auf ihre Wirksamkeit und Bürokratieabbau bei der Nachweisführung im Falle der Inanspruchnahme von Fördermitteln.

Im Idealfall gegen sofort wirksame Maßnahmen ersetzen, wie Absenkung der Grunderwerbssteuer, Schuldzinsenabzug auch bei eigengenutzten Immobilien sowie eine Sonderabschreibung im Bereich des Mietwohnungsbaus und ggf. eine befristete Absenkung des Mehrwertsteuersatzes auf sieben Prozent für Planungs- und Bauleistungen, soweit sie für den Wohnungsbau bestimmt sind.

VFA-HESSEN
BDB-HESSENFRANKFURT

Nachruf auf Hans Georg Wagner | 1938 – 2025

Geschrieben am 18. Mai 2025


Der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure trauert um Hans Georg Wagner, der am 15. Mai 2025 im Alter von 86 Jahren verstorben ist.


Mit ihm verlieren wir einen der prägendsten Persönlichkeiten in der Geschichte unseres Verbandes. Als langjähriger Präsident (1999–2019) und späterer Ehrenpräsident hat Hans Georg Wagner den BDB über Jahrzehnte hinweg entscheidend mitgestaltet. Sein Einsatz für die planenden Berufe, seine Fähigkeit zum Dialog mit Politik und Gesellschaft sowie sein unermüdliches Engagement bleiben unvergessen.


Hans Georg Wagner war seit 1963 Mitglied im BDB, von 1981 bis 2001 Vorsitzender des Landesverbandes Saarland, danach Vizepräsident und schließlich Präsident des Bundesverbandes. Seine Präsidentschaft war geprägt von Weitsicht, Standhaftigkeit und der festen Überzeugung, dass Architektinnen, Ingenieure und Baumeister eine starke, gemeinsame Stimme brauchen.


Auch über den Verband hinaus war Hans Georg Wagner eine bedeutende Figur des öffentlichen Lebens. Nach dem Architekturstudium und seiner Tätigkeit im staatlichen Hochbau des Saarlandes war er von 1975 bis 1991 Abgeordneter im saarländischen Landtag, anschließend bis 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages. In den Jahren 2002 bis 2005 bekleidete er das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium der Verteidigung.


Für sein Wirken wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und der Großen Goldenen Bundesnadel des BDB.


Der BDB verliert mit Hans Georg Wagner nicht nur einen herausragenden Vertreter seines Berufsstandes, sondern auch einen verlässlichen Wegbegleiter, klugen Ratgeber und für viele ein persönliches Vorbild. Noch bis zuletzt hatte er vor, am diesjährigen Baumeistertag in Potsdam teilzunehmen. Sein Tod erfüllt uns mit großer Trauer.


Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt seiner Ehefrau Ursula, seinem Sohn und allen Angehörigen.
Wir werden Hans Georg Wagner ein ehrendes Andenken bewahren.


Präsidium und Vorstand BDB Bundesverbandes

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EIN FEST FÜR MARTIN WENTZ
Verleihung der Ehrenbaumeisterwürde
BAUMEISTER BDB h.c.
im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main

VERANSTALTUNGEN

  • Seminar HOAI-Grundlagenseminar
    • 20.05.2026
  • Seminar Bauzeit, Verzug, Behinderung
    • 24.06.2026
  • Seminar Nachtragsmanagement am Bau
    • 16.09.2026
  • Weitere Veranstaltungen
  • KOOPERATIONEN

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    Impulse für den Wohnungsbau
    Impulse für den Wohnungsbau - HESSEN


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