BDB-BAUMEISTER
069 - 49 50 500
info@bdb-baumeister.de
  • VERANSTALTUNGEN
    • BAUMEISTER AKADEMIE
      • ZERTIFIKATSLEHRGANG: QUALITÄTSMANAGER BAURECHT .BA
        • ABSOLVENTEN DES ZERTIFIKATSLEHRGANG QUALITÄTSMANAGER BAURECHT .BA
      • BAUSCHÄDEN-FORUM
    • DOZENTEN
  • BDB-HESSENFRANKFURT E.V.
    • WIR ÜBER UNS
    • VORSTAND
      • VORSITZENDE bisher
    • EHRENBAUMEISTERWÜRDE – BAUMEISTER BDB h.c.
    • MITGLIED WERDEN
    • CHRONIK
    • INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT
    • IMMOTALK AM GOLFPLATZ
    • DIALOG POLITIK
    • DIALOG VERBÄNDE, INSTITUTIONEN, KAMMERN
    • DIALOG WEITERE
    • BERICHTE
    • STUDENTEN
    • UNSERE MITGLIEDER
    • db – DEUTSCHE BAUZEITUNG
    • md INTERIOR | DESIGN | ARCHITECTURE
    • BAUMEISTER DIALOG
  • GESCHÄFTSSTELLE
    • SONDERKONDITIONEN (KOOPERATIONSPARTNER)
    • LOGOS
    • LINKS

Autor Archiv: Andreas Ostermann

Zukunft beginnt jetzt – Exkursion in den Digital Park Fechenheim

Geschrieben am 24. April 2026
auf dem Dach vor den Fassadenmodellen


Wenn wir von Digitalisierung und KI sprechen, dann muß uns auch interessieren, wie die neue Infrastruktur für Datenautobahnen und die neuen Stätten digitalen Workflows aussehen.
Jeder will in den Urlaub fliegen, aber keiner will das Flugzeug über seinem Haus haben. Jeder will schnelles Internet – und was spricht aber eigentlich gegen Digital-Hochhäuser innenstadtnah, wenn wir sie schön machen und wir sie brauchen?


Ein erfreulicher Zufall, dass über eine Veranstaltung in der IHK-Frankfurt am Main der Kontakt zu Volker Ludwig, Managing Director Central Europe, Digital Realty, zustande kam und wir eine exklusive Tour durch den im Bau befindlichen Digital Park Fechenheim in Frankfurt am Main vereinbaren konnten. Das Interesse war groß und die Teilnehmerzahl aus sicherheitsrelevanten Gründen auf genau 10 Personen begrenzt, sodass leider nicht jedem die Teilnahme ermöglicht werden konnte. In der Regel freuen wir uns bei Veranstaltungen auch über interessierte Gäste. Hier mussten wir aber strikt nach Mitgliedstatus und nach Anmeldereihenfolge zusagen. Die zugelassenen Teilnehmer der Veranstaltung konnten während des rund vierstündigen Rundgangs einen tiefen Einblick in das neue Rechenzentrum FRA18 im „Eiermann-Gebäude“ nehmen. Egon Eiermann, einer der bedeutendsten deutschen Architekt der Nachkriegszeit, entwarf das ehemalige Neckermann-Gebäude in Frankfurt am Main in den 1950er Jahren als modernes Verwaltungs- und Versandzentrum für das Versandhaus Neckermann.


Auf dem Weg in das Gebäudeinnere sind verschiedene Sicherheitsschleusen zu durchqueren. Im Inneren des Gebäudes besteht absolutes Rauchverbot. Fotografieren ist dort ebenso untersagt. Die viele Technik beeindruckte. Karl-Christian Kompa (Director Solution Engeneering & Design Central Europe) führte zusammen mit Uwe Erlenwein (Construction Director) durch den Eiermann-Bau, der nur eines der Gebäude auf dem Gelände des Digital Park Fechenheim ist. Nach vollständigem Ausbau soll der Digital Park Fechenheim insgesamt 11 vernetzte Rechenzentren umfassen, mit dem Ziel, insgesamt 200 MW IT-Leistung auf rund 90.000 m² bereitzustellen. Fünf dieser Rechenzentren, darunter das kürzlich eröffnete FRA18, werden im denkmalgeschützten Eiermann-Gebäude untergebracht.

Eiermann-Gebäude im Umbau


Die Fassade und die jeweils hinter den Außenfenstern liegenden Räume bleiben weitgehend ursprünglich erhalten. Jede bauliche Änderung ist mit dem Denkmalamt abzustimmen.
Der innere Bereich, wurde komplett rückgebaut und als Neubau ausgerichtet an den Anforderungen der neuen Nutzung mit neuen Geschosshöhen und neuen Raumabmessungen erstellt. Unterschiedliche Nutzungen der Rechenplätze sind auch an der Ausbauart abzulesen – sie sind oft nochmals gesichert
Die alten Aufbauten auf dem Dach gehörten nicht zum ursprünglichen Eiermann-Entwurf, sondern waren später errichtet worden. Sie wurden daher komplett entfernt. Der Bereich wird für die umfangreiche Kühltechnik gebraucht, die die Wärme aus dem inneren in das Freie bringt. Zur Entscheidung über die auszuführende Fassade wurden verschiedene Fassadenmuster erstellt. Die Entscheidung darüber ist noch nicht in allen Teilen abgeschlossen.


Insgesamt war es ein großartiger Einblick in die digitale Welt, die unser Leben von morgen prägen wird. Der Bedarf formuliert von selbst die Bauaufgaben von morgen. Und Städte müssen erkennen, das eine starke digitale Infrastruktur ein Standortvorteil auch für die herkömmlichen Wirtschaftsbereiche ist. FRA18 ist ein Glücksfall für den Eiermann-Bau, der über viele Jahre keine adäquate Nutzung mehr gefunden hatte. Ein gutes Beispiel für qualitätvolle Umnutzung hin zu einer modernen digitalen Infrastruktur.


Vielen Dank an Karl-Christian Kompa und Uwe Erlenwein für die Führung und an Volker Ludwig, dass er es möglich gemacht hat.

Alle Zahlen, Daten und Fakten zum Objekt können dem FRA18 Factsheet hier entnommen werden.


BDB-HESSENFRANKFURT

Bauaufsicht Wetterau im Dialog: Vollständigkeit der Unterlagen erforderlich

Geschrieben am 8. April 2026
v.l.n.r.: Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (1. Vorsitzender BDB-HESSENFRANKFURT), Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn (Vorstand für Finanzen im BDB-HESSENFRNAKFURT), Adrian Roskoni (Leiter des Wetterauer Kreisbauamt) und Ute Schneeberger (Leiterin der Fachstelle Bauaufsicht Süd)


Mit der Meldung, Minimum 85 Prozent der Bauanträge seien unvollständig, kam Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn aus dem Fachausschuss im Wetteraukreis in den Vorstand des BDB-HESSENFRANKFURT und hat gefragt: Können die Architekten und Ingenieure in der Wetterau keine Bauanträge einreichen? Muss die Behörde die Arbeit der Architekten machen? Gibt es da belastbare Informationen? Oder was ist da los?

Das Einvernehmen im Vorstand war groß, das Gespräch mit der Bauaufsicht zu suchen und die Zahlen zu hinterfragen.


Adrian Roskoni, selbst früher einmal als Architekt tätig gewesen und seit Herbst 2025 Leiter der Bauaufsicht des Wetteraukreises, und Ute Schneeberger, Fachstellenleiterin Bauaufsicht Süd und studierte Bauingenieurin, führten den Dialog in Friedberg im 2020 bezogenen Erweiterungsbau des Bauamts des Wetteraukreises mit der im gesamten Kreis bekannten architektonisch markanten Farbfassade.


Schneeberger erläutert die Hintergründe der im Fachausschuss vorgetragenen Zahl: Hier fließen einfachste Formfehler, fehlende Unterschriften, aber auch insgesamt fehlende Unterlagen mit ein. „Wir haben sogar Bauanträge vorliegen, da gibt es nicht mal ein passendes Grundstück im Antrag. Da gibt es nur einen Liegenschaftsplan, der im Baufeld noch verschiedene Einzelgrundstücke zeigt,“ sagt sie.


Seitens der Amtsleitung wird der Sachverhalt gleich eingeordnet: „Vieles was wir in die Bearbeitung nehmen, nimmt in anderen Bauaufsichten nicht die Hürde der Antragsannahme. Diese vorgelagerte Hürde einer Vollständigkeitsprüfung wie sie beispielsweise die Bauaufsicht in Frankfurt hat, gibt es bei uns gar nicht. Dementsprechend finden auch unvollständige Unterlagen bei uns den Weg in die Antragsbearbeitung und das gibt dann diese Zahlen,“ erklärt Roskoni. „Es ist aber unser großes erklärtes Interesse, dass ein als Bauantrag vorliegender Bauwille auch zu einem Bau führt, wenn er denn genehmigungsfähig ist.“


„Wie kann man das aber insgesamt verbessern,“ fragt Dr. h.c. Hahn, der immer einen ganzheitlichen Blick auf Verwaltungsvorgänge richtet: „Schnell zu bearbeitende Bauanträge entlasten die Verwaltung, verkürzen dem Bauherrn Finanzierungszeiten und fördern die Bautätigkeit.“


Abhilfe schaffen kann der digitale Bauantrag, auf den mittlerweile auch die Bauaufsicht im Wetteraukreis umgeschwenkt ist – Ute Schneeberger erläutert den Fahrplan: „Seit 1. März ist es bei uns möglich, Bauanträge digital einzureichen. Bis einschließlich Juni laufen die Verfahren noch parallel und ab 1. Juli ist dann nur noch der digitale Bauantrag möglich. Das digitale Verfahren wird dann ohnehin weniger Fehler dulden. Ohne vollständige Unterlagen geht es dann im EDV-gestützten Abgabeprozess nicht mehr weiter. Das digitale Verfahren fordert daher von allein eine größere Vollständigkeit der eingereichten Unterlagen. Und zudem macht es Verfahrensabläufe wie bspw. die Ämterbeteiligung einfacher und schneller.“


Sehr positiv aufgenommen hat Ostermann auch den im Gespräch immer wieder wahrgenommenen Beratungswillen gegenüber den Antragsstellern im Baugenehmigungsverfahren. Roskoni formuliert dazu ganz klar: „Wir beraten Architekten zu Ihrem Bauvorhaben. Wir ziehen uns nicht auf eine reine Prüf- und Genehmigungsinstanz zurück. Aber wir führen nicht den Stift des Architekten und können auch nicht Planungsverantwortung übernehmen, wo die Gesetzgebung diese beim Planer sieht.“


Corona und viel Homeoffice haben in vielen Verwaltungen den direkten, persönlichen Austausch zwischen Antragstellern und den Mitarbeitern der Verwaltung deutlich reduziert und manchmal schwindet damit auch das gegenseitige Verständnis. „Wir haben gute Erfahrungen mit Dialogformaten, wie mit unserem Symposium mit der Bauaufsicht Frankfurt, unserer gemeinsam mit der Bauaufsicht Offenbach durchgeführten Infoveranstaltung oder dem von der Bauaufsicht Wiesbaden angebotenen Runden Tisch. Sollte die Bauaufsicht im Wetteraukreis ähnliche Formate für sinnvoll halten, unterstützen wir das gerne direkt organisatorisch oder auch als Kommunikationspartner.“


Abschließend kam das Gespräch auf die Reformvorhaben des Landes und die Auswirkungen auf die Aufgaben der Bauaufsichten. Das Baupaket I ist verabschiedet und als HBO-Novelle bereits Gesetz. Das Baupaket II ist aktuell in Abstimmung und lässt ebenso relevante Änderungen erwarten.


Seitens der Bauaufsicht Wetterau wird dargelegt, dass mit wegfallenden Regelungen auch neue Betrachtungen erforderlich werden. Wenn jetzt beispielsweise keine Abbruchgenehmigungen mehr erforderlich sind, müssen dennoch die Belange des Denkmalschutzes, des Artenschutzes und der Schadstoffentsorgung eingehalten werden. Das alles im Blick zu behalten kann jetzt für den Bauherrn unübersichtlicher werden.


„Wir dürfen nicht nur überbordende Bürokratie und das stete Anwachsen der Verwaltung beklagen. Wir müssen den Wegfall von Vorschriften auch mit einer positiven Grundeinstellung annehmen und gutheißen. Dass mit mehr Freiheit dann auch immer mehr Verantwortung einhergeht, das ist ganz klar.“ so Hahn abschließend.

BDB-HESSENFRANKFURT

20 Jahre Architektur-Vermittlung I Zum Tod von Yorck Förster

Geschrieben am 28. März 2026

Mehr als 20 Jahre hat Yorck Förster als freier Kurator Führungen im Deutschen Architektur Museum (DAM) und anderen Örtlichkeiten für den BDB-HESSENFRANKFURT durchgeführt.


Dabei konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer stets von seinen umfassenden Kenntnissen zu jeglicher Art von Architekturthemen profitieren.


Unabhängig davon, ob es sich um lokale Stadtplanungen, überregionale und internationale Architektur, aktuelle Themen oder historische Betrachtungen handelte, immer hat sein unerschöpflicher Fundus an Wissen für interessante und anregende Dialoge und Diskussionen gesorgt.


Der gemeinsame Weg hat am 17.3.2026 mit seinem Tod ein sehr trauriges Ende gefunden. Ein großartiger Mensch und begnadeter Architekturvermittler ist nicht mehr.


Der BDB-HESSENFRANKFURT trauert um Yorck Förster.

ARCHITEKT BDB Richard Klosterbecker
BDB-HESSENFRANKFURT

Exkursion U5-Verlängerung Europaviertel

Geschrieben am 18. März 2026
Blick in die U-Bahn-Station


Bis 2019 zurück gehen die Anfragen, eine Besichtigung der U-Bahn-Baustelle im Europaviertel durchzuführen. Damals stand der Beginn des Einsatzes der Tunnelbohrmaschine kurz bevor. Es gab schon entsprechende Abstimmungen – und dann kam Corona. Sämtliche Gruppenveranstaltungen waren nicht mehr möglich.


Die bergmännischen Tunnelbauarbeiten sind mittlerweile längst abgeschlossen. Auch der Tunnel in offener Bauweise ist fertiggestellt. Offen ist derzeit nur noch der Bereich der Untergrundstation am Skyline Plaza mit seinen beindruckenden Abmessungen in Höhe und Breite und den gewaltigen Aussteifungsbalken und Stahlaussteifungen, die die mittlerweile dicht an der Baugrube stehende Nachbarbebauung erforderlich macht.


Die U-Bahnstation wird die in Frankfurt erste sein, die im Stationsbereich große Öffnungen mit direktem Tageslichteinfall und damit Blickbeziehung zur oberirdischen Welt hat. Niedrige unterirdische Passagen und die damit verbundenen Angsträume sollen so vermieden werden.


Franziska Roth, Projektkommunikation der Stadtbahn Entwicklung und Verkehrsinfrastrukturprojekte Frankfurt GmbH (SBEV) begrüßte die fest auf 10 Teilnehmer begrenzte Gruppe in der Bürocontaineranlage am Güterplatz und präsentierte das Bauvorhaben anhand Plänen und Bildern sowie mit Zahlen und Daten.


Mit dem Grundlagenwissen ausgestattet, folgte die Baustellenbesichtigung vor Ort auf der Baustelle durch Burkhard Leichner (Bauüberwachung) und Frank Völlger (Projektsteuerung). Beginnend von der im Bau befindlichen U-Bahn-Station, in die auch über den hohen Treppenturm abgestiegen wurde, führte der Weg durch die bergmännisch hergestellte Tunnelröhre über die in offener Bauweise hergestellten Blöcke (Tunnel in offener Bauweise) bis hin zum Übergang in die ebenerdige Gleislage der weiterführenden Trasse im Europaviertel. Zurück wurde der oberirdische Weg zum Baubüro genommen.


Es war beeindruckend, die Präzision zu sehen, mit der die aus vielen individuell angefertigten Tübbingen hergestellte Tunnelröhre dem dreidimensional geschwungenen Lauf der Trasse nachfolgt. Unser herzlicher Dank gilt der SBEV, insbesondere Franziska Roth sowie Burhard Leichner und Frank Völlger, die die Besichtigung informativ, eindrucksvoll und kurzweilig gestaltet haben.


BDB-HESSENFRANKFURT

am Treppenturm
im Raumgerüst
im Bereich der Station
auf der Rampe
Gruppenbild im Tunnel

Bücher

Geschrieben am 4. März 2026

Mitte auf Augenhöhe

von Benedikt Goebel, Lutz Mauersberger.

144 Seiten, Format 28,0 x 25,5 cm,
kartoniert,
19,80 EUR

Lukas Verlag, Berlin

ISBN: 978-3-86732-334-5


Im Berliner Stadtkern, dem Ursprungsort der heutigen Metropole, erinnert nur noch wenig an dessen 800jährige Geschichte. Bis auf ein paar Denkmale existieren kaum Zeugnisse des historischen Gefüges. Die traditionsreichsten Plätze der Gründungsstädte Berlin und Kölln, Molkenmarkt und Köllnischer Fischmarkt, sind ebenso verschwunden wie der Neue Markt. Einst geschäftige Hauptstraßen wie die Königstraße (heute Rathausstraße), Spandauer Straße, Stralauer Straße, Gertraudenstraße oder Roßstraße haben mit der früheren Bebauung auch ihre Attraktivität verloren und sind zudem durch übermäßigen Autoverkehr belastet. Schmale Gassen und Höfe, die in einer seit dem Mittelalter fast unveränderten Struktur in der Berliner Altstadt zu finden waren, gingen im letzten Krieg oder, wie im Fall der Fischerinsel, durch Flächenabbruch um 1970 verloren.

Die gegenwärtige Architektur und Stadtplanung ignoriert die Geschichte Berlins, indem sie die Stadt mit ortsunabhängigen Allerweltsgestaltungen überformt. Die Autoren plädieren hingegen dafür, Stadträume so zu gestalten, dass sie einen Bezug zur 800jährigen Geschichte Berlins aufweisen. Denn der historische Stadtgrundriss vermag mit seiner Abfolge von Straßen und Plätzen in menschlicher Dimension und mit einer Bebauung, die geschäftiges Leben an den Hauptstraßen und ruhiges Wohnen in den Seitenstraßen ermöglicht, den heutigen und zukünftigen Ansprüchen an das Zentrum einer Großstadt gerecht zu werden.
Das Buch stellt deshalb ausschließlich aus der Fußgängerperspektive fotografierte historische Stadträume und den heutigen Zustand desselben Ortes gegenüber. Die Vergleiche machen eindrucksvoll deutlich, welche Wiedergewinnungspotentiale im Berliner Stadtkern vorhanden sind – die historische Mitte ist eine Stadt auf Augenhöhe. Das Buch lädt alle Berliner, Zugezogenen und Besucher ein, die abhanden gekommene, unbekannt gewordene Berliner Mitte wieder kennen und lieben zu lernen..


Lukas Verlag, Berlin




.

Die Stadtstraße

von Mäckler, Sonne Deutsches Institut für Stadtbaukunst e.V.

336 Seiten, Format 20,8 x 24,6 cm,
kartoniert,
38,00 EUR

Jovis Verlag, Berlin

ISBN: 978-3-9861208-5-6

Die Stadtstraße bildet das Rückgrat des öffentlichen Raums. Sie dient neben der Mobilität dem Einkaufen, dem Flanieren, der Unterhaltung und vielem anderem mehr. Sie ist ein städtischer Raum, der durch die Fassaden der Häuser gebildet und geprägt wird. Wie sollen Stadtstraßen unter heutigen Klimaanforderungen als einladende und charakteristische Stadträume gestaltet sein?

Die Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt widmet sich seit mehr als einem Jahrzehnt grundlegenden Fragen der Stadtentwicklung. In den Beiträgen dieses Bandes diskutieren Vertreter*innen unterschiedlicher Fachdisziplinen aus Theorie und Praxis sowie Planungsdezernent*innen deutscher Städte, wie sich die verkehrstechnischen und funktionalen Anforderungen an eine Stadtstraße mit ihren städtebaulichen, architektonischen und ökologischen Notwendigkeiten zusammenbringen lassen.


Jovis Verlag, Berlin

Nachruf auf Hansjoachim Lehmann

Geschrieben am 21. Februar 2026
Hansjoachim Lehmann (Bild: Uwe Lehmann)


Der BDB-HESSENFRANKFURT trauert um Hansjoachim Lehmann, der am 07.02.2026 im Alter von 87 Jahren verstorben ist.


Lehmann war Kopf und Herz des über fast 30 Jahre erschienenen Mitgliedermagazins BDB-direkt. Ursprünglich nur für den BDB-Kassel herausgegeben, wuchs mit den Jahren der Umfang. Mehr und mehr Untergliederungen wurden in die Publikation integriert bis dann die BDB-direkt Plattform für alle BDB-Untergliederungen in Hessen und Thüringen war.


Großer Beliebtheit und guter Erinnerung erfreuten sich die sogenannten ‘Hessen-Thüringen-Gipfel‘, die den ehrenamtlich beitragenden Redakteuren als kleines Dankeschön galten und von Lehmann und dem Verleger Thomas Müller an wechselnden Orten in Hessen und Thüringen organisiert und getragen wurden.


Lehmann war Architekt und selbst im Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure e.V. lange ehrenamtlich aktiv. Für den BDB war er Mitglied in der Vertreterversammlung der Architekten und Stadtplanerkammer Hessen. Zuletzt hatte er den BDB-Kassel als Vorsitzender geleitet.


Mit ihm verbunden bleibt sein oft vorgetragenes Zitat von Wilhelm von Humboldt:

Im Grunde genommen sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.


Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt seinen Kindern Uta und Uwe und allen Angehörigen.
Wir werden Hansjoachim Lehmann ein ehrendes Andenken bewahren.


BDB-HESSENFRANKFURT

Berufsständische Versorgungswerke brauchen unsere Aufmerksamkeit

Geschrieben am 22. Januar 2026



1,1 Milliarden Euro Verlust muß das Versorgungswerk VZB, das für die Altersversorgung der Zahnärzte in Berlin, Brandenburg und Bremen zuständig ist, verbuchen. Das Anlagevermögen betrug ursprünglich 2,2 Milliarden Euro. Das Versorgungswerk der Zahnärzte in Schleswig-Holstein mußte 50 Millionen Euro abschreiben. Weitere 50 Millionen Verlust verbucht das Versorgungswerk der Apotheker – ebenfalls aus Schleswig-Holstein. 163 Millionen Euro hatte die Bayerische Versorgungskammer (BVK) schon 2024 abgeschrieben. Das noch bestehende Verlustrisiko wird von der BVK selbst auf 690 Millionen Euro beziffert.


Die aktuellen Meldungen zur Finanzlage der Versorgungswerke sind dramatisch. Verursacht sind die hohen Verluste vor allem durch risikoreiche Investitionen in Immobilien. Ganz offensichtlich wurde von den in den Versorgungswerken Handelnden die Anlagen falsch eingeschätzt. Doch warum gab es das früher nicht in diesem Ausmaß?


Der Grund liegt in der zurückliegenden Niedrigzinsphase am Finanzmarkt und einem Renditedrang. Um den Rentenversprechen und Rentenerwartungen der Einzahler in die Versorgungswerke gerecht zu werden, haben Versorgungswerke bereits seit längerem sich von festverzinslichen Papieren abgewendet und andere Anlageformen gesucht. Das muß grundsätzlich nicht schlecht sein – verlangt aber verantwortungsvolles Entscheiden, weil die Risiken ungleich größer sind.


Auf Bundesebene gibt es kein Kontrollorgan, daß Versorgungswerke beaufsichtigt. Die Bankenaufsicht ist nicht zuständig. Es gibt auch keine Staatshaftung und keinen Ausfallfonds, der zumindest hohe Verluste abmildern könnte. Versorgungswerke sind Ländersache.


Und damit wird es komplex: Die Architekten in Hessen haben sich dem Versorgungswerk der Architektenkammer NRW angeschlossen. Die Ingenieure zahlen in die Bayerische Ingenieurversorgung-Bau mit Psychotherapeutenversorgung ein. Die Aufsicht haben die jeweiligen Finanzministerien in NRW und Bayern.
Es ist ausdrücklich zu begrüßen, daß jetzt hessische Vertreter in die Vertreterversammlung des Versorgungswerks nach NRW entsendet werden sollen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Meldungen braucht es dieses Mehr an Informationsaustausch, Transparenz und Kontrolle sehr.


Für den BDB-HESSENFRANKFURT ist die Architekten- und Ingenieurversorgung, der ein Großteil seiner Mitglieder aufgrund gesetzlicher Regelung angeschlossen sein muß, ein wichtiges Thema, das Aufmerksamkeit braucht. Wie entwickelt sich der Rechnungszins? Wird er gesenkt? Gibt es eine Aufsplittung des Zinses für Altbestand und Neuzugänge? Wie wirkt sich ein offenes Deckungsplanverfahren auf die Rentenzahlung aus? Insbesondere dann wenn ein kontinuierlicher Neuzugang von Berufsangehörigen längerfristig nicht erwartet werden kann?


Zahlen müssen eingeordnet werden. Denn richtig ist auch: Für das VZB ist der eingetretene Verlust bedrohlich. Bei der BVK mit einem Anlage­volumen von 117 Milliarden macht der Verlust aber nur etwas mehr als ein halbes Prozent aus.
Es geht darum, das Vertrauen der hessischen Architekten und Ingenieure in ihre Versorgungswerke zu bestätigen. Vertrauen ist bekanntlich der Anfang von allem.

auf ein WORT: Till Marwede

Geschrieben am 17. Januar 2026



Versorgungswerke – Transparenz und kritische Begleitung erforderlich


Die Rente ist sicher?

Norbert Blüm verkündete 1986: „Die Rente ist sicher.“ Schon damals war diese Aussage mindestens fragwürdig – und heute wird sie erneut intensiv diskutiert. Das betrifft selbstverständlich auch die Mitglieder der Versorgungswerke der Ingenieur- und Architektenkammern.


Sicherheit

Beim Versorgungswerk der Architektenkammer NRW besteht nach heutigem Kenntnisstand kein akuter Anlass zur Besorgnis. Gleichwohl sollten die öffentlich bekannt gewordenen Fehlinvestitionen einzelner berufsständischer Versorgungswerke – aktuell z.B. ein Verlust von 700 Mio. € beim Versorgungswerk Bayern – als Warnsignal verstanden werden: Auch kapitalgedeckte Systeme sind nicht automatisch vor erheblichen Verlusten und deren Folgen geschützt.


Höhe

Viele Kolleginnen und Kollegen – ich eingeschlossen – sind lange davon ausgegangen, dass eine Rente aus dem Versorgungswerk grundsätzlich sicherer sei als die umlagefinanzierte gesetzliche Rentenversicherung (DRV), weil sie kapitalgedeckt ist. In der Praxis zeigt sich jedoch: „kapitalgedeckt“ bedeutet nicht automatisch „stabil“ oder „inflationsfest“.

Während die gesetzlichen Renten in den letzten Jahrzehnten – trotz defizitärer Kassenlage und vor allem aus politischen Gründen – insgesamt um etwa 35 % erhöht wurden, bewegten sich die Leistungen des Versorgungswerks der Architektenkammer NRW über längere Zeit weitgehend auf gleichbleibendem oder teilweise sogar sinkendem Niveau (bei einem Rechnungszins von 2 % seit dem 31.12.2016, der jedoch keine jährliche Erhöhung von 2 % bedeutet, sondern nur ein Baustein von mehreren in der Rentenberechnung ist). Gleichzeitig wurde die Kaufkraft durch Inflation im gleichen Zeitraum kumuliert um rund 30 % gemindert.

Ein automatischer Inflationsausgleich ist in der Satzung nicht vorgesehen; Rentenanpassungen sind nur im Rahmen von Dynamisierung bzw. Überschussbeteiligung per Beschluss möglich. Angesichts der realen Kaufkraftverluste ist diese Situation für viele Ingenieurinnen/Ingenieure und Architektinnen/Architekten nicht zufriedenstellend – die wirtschaftlichen Rentenaussichten wirken damit faktisch deutlich schwächer als Lange erwartet. Ebenso wenig ist die Rentenberechnung transparent nachvollziehbar; der genaue Einfluss von Rechnungszins und wirtschaftlicher Aktivität des Versorgungswerks (z.B. Anlagen in Immobilien) ist nicht ohne Weiteres erkennbar.


Fazit

Vor diesem Hintergrund erscheint die geplante Entsendung von Vertreterinnen und Vertretern der Architektenkammer Hessen im Zuge der Neuordnung des Anschlusses an das Versorgungswerk der Architektenkammer NRW als gute Gelegenheit, die Themen Sicherheit, Anlagestrategie, Transparenz und Rentenperspektive intensiver zu diskutieren und im Sinne der Mitglieder kritisch zu begleiten. Angesichts der Rahmenbedingungen sollte außerdem zumindest ergebnisoffen geprüft werden, ob künftig – analog zur DRV – politische Flankierung (etwa in Form staatlicher Zuschüsse) grundsätzlich denkbar oder erforderlich sein könnte.


Till Marwede, ARCHITEKT BDB
2. Schatzmeister BDB-HESSENFRANKFURT

AKH-VV: Antrag erfolgreich, weitere Themen: Versorgungswerk und Hamburg-Standard

Geschrieben am 20. Dezember 2025
Präsident Gerhard Greiner, Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Kraushaar, Dr.-Ing. Stefan Weihrauch (Präsident Hamburgische Ingenieurkammer Bau), Heiko Kasseckert (CDU-Fraktion im hessischen Landtag)


Vorab: Unser Antrag zum Thema ‚Weiterentwicklung von Wettbewerbsverfahren‘ wurde angenommen, es gab einen interessanten Vortrag zum „Hamburg Standard“, der zur Einsparung von Baukosten führen soll.


In der einstündigen Rede des Präsidenten gab es zum Teil fragwürdige Statements, wie z.B. das Zweifeln an der Notwendigkeit von Bürokratieabbau.

Im Rahmen der anschließenden Diskussion hatte Martin Pletz daher angeregt, die Vielzahl der kommunalen Satzungen als Kostentreiber für die Baukosten einzuschränken, dieser Sachverhalt wurde eher verhalten zur Kenntnis genommen.

Dem Vorschlag den Mehrwertsteuersatz für Bauleistungen von 19 auf 7 % zu senken, wurde entgegnet, dass dies nicht der Gegenstand der Diskussion sei.

Es wäre insbesondere wünschenswert, dass die Rede zukünftig kürzer ausfällt, um wichtigeren Themen im Anschluss mehr Zeit einzuräumen.


Die Aussprache und Abstimmung zur notwendigen Satzungsänderung der AKH für die Anpassungen am Versorgungswerk.

Hierzu gab es auch eine ausführliche Vorbesprechung, an der unser Verband in Person von Herr Till Marwede und Frau Rühl teilgenommen hat.

Die Satzungsänderung wurde angenommen, sodass wir zukünftig etwas mehr Mitsprache bei dem Versorgungswerk NRW haben sollen, ob das tatsächlich der Fall sein wird, muss ich erst zeigen.

Mitglieder äußern berichtigte Bedenken bez. der Entwicklung ihrer Renten, diese Sorgen werden gerade auch durch die Berichterstattung über Milliardenverluste bei den Ärzten/Zahnärzten und Apotheker Versorgungswerken befeuert. Für diese VVS war dies jedoch kein Thema.


Interessant und wichtig war der Vortrag von
Dr. Ing. Stefan Weihrauch (Präsident der Hamburgischen Ingenieurkammer Bau) zum „Hamburg Standard“ zur Einsparung von Baukosten.
Herr Dr. Weihrauch stellte die Ergebnisse bei einer Präsentation vor. Sie finden das Projekt unter folgenden Link: www.bezahlbarbauen.hamburg  (Hier sind alle wichtigen Informationen gut aufgearbeitet)

Der Hessische Landtag war mit zwei Vertretern vor Ort, die sich Notizen zum Vortrag machten. Im Anschluss an den Vortrag von Dr. Weihrauch ging Herr Kasseckert (MdL Wirtschafts- und Wohnungsbaupolitischer Sprecher der CDU) noch in die Diskussion.
Es wäre wichtig und interessant, dieses Thema, bzw. die Umsetzbarkeit im Verband weiter zu diskutieren!.

Die Vorstellung des neuen Portals der AKH soll hier nur am Rande erwähnt werden.

Anträge:
Der Antrag des BDB LV Hessen zur Umsetzung eines Ausstellungskonzepts für Kunstarbeiten in der AKH „Kunst in der Kammer“ wurde trotz unserer Unterstützung abgelehnt.

Auf meine Nachfrage, wie denn nun mit unserem genehmigten Antrag „Die Architektenkammer soll sich mit dem Image von uns Bauschaffenden auseinandersetzen und eine Arbeitsgruppe für unseren Berufsstand initiieren.“ weiterverfahren wird, erhielt ich folgende Antwort: Diese „Social Media“ Gruppe sei bereits gegründet, jedoch wurde der BDB-HESSENFRANKFURT dazu noch nicht informiert oder eingeladen, weil die Gruppe noch im Aufbau sei.

Appell:
Liebe Mitglieder des BDB-HESSENFRANKFURT, liebe Architektinnen und Architekten. Wenn wir uns und unsere Interessen besser in der Kammer abbilden wollen, brauchen wir eure Unterstützung!

Bitte teilt uns mit, was euch bewegt, was euch wichtig ist in der Kammerarbeit, nur dann können wir gut und schlagkräftig argumentieren! Kommt zu den Mitgliederversammlungen und geht mit uns in die Diskussion oder schreibt uns bei Instagram.

Wir sind offen für Anregungen und bleiben dran, danke!


Dipl.-Ing. ARCHITEKTIN BDB Elke Rühl
BDB-HESSENFRANKFURT

WinterTreff – Kulinarische Tour zum Guude Frankfurter Stöffsche

Geschrieben am 26. November 2025
Treffpunkt in der Apfelweinhandlung Jens Becker

Als Jahresabschluß fand am 26.11.2025 für unsere Mitglieder, Freunde und Gäste ein vorweihnachtliches Treffen mit Führung durch Frankfurts Alt-Sachsenhausen statt. Begonnen wurde mit einer Verkostung in einer ehemaligen Apotheke bei Jens Becker. Auf dem Rundgang mit dem Motto “erst in de Bembel, dann in’s Gerippte, dann in de Herbert” gab es viele schöne Geschichten und Anekdoten zu hören. Die Führung endete dann im Lorsbacher Thal bei Äppelwoi und passender Kulinarik.

Mit dabei: Unser Mitglied Karl Albert Dauth, der selbst einige Umbauten im Familienlokal Dauth-Schneider begleitet hat.

im Dauth-Schneider
auf dem Weg durch Alt-Sachsenhausen
Bembel
Ein Himmel voller Äpfel

BDB-HESSENFRANKFURT

image_print

EIN FEST FÜR MARTIN WENTZ
Verleihung der Ehrenbaumeisterwürde
BAUMEISTER BDB h.c.
im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main

VERANSTALTUNGEN

  • Seminar HOAI-Grundlagenseminar
    • 20.05.2026
  • Seminar Bauzeit, Verzug, Behinderung
    • 24.06.2026
  • Seminar Nachtragsmanagement am Bau
    • 16.09.2026
  • Weitere Veranstaltungen
  • KOOPERATIONEN

    Kooperation mit der Bau-Akademie Dr. Koch   mehr ….

    Kooperation mit der ABGnova   mehr ….

    Kooperation mit dem Bauschäden-Forum   mehr ….

    Kooperation mit der FKaF   mehr ….

    Kooperation mit der DGWZ   mehr ….

    Kooperation mit dem BVFI   mehr ….

    ARCHIV

    Impulse für den Wohnungsbau
    Impulse für den Wohnungsbau - HESSEN


    db - deutsche bauzeitung






     

     

    • 1
    • 2
    • 3
    • …
    • 69
    • Next
    • BDB Aktuelles
    • VERANSTALTUNGEN
    • GESCHÄFTSSTELLE
    • IMPRESSUM
    • DATENSCHUTZERKLÄRUNG
    © BDB-HESSENFRANKFURT - Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Hessen Frankfurt e.V.
    Eine weitere Nutzung der Website bedeutet Ihr Einverständnis mit der Datenschutzerklärung.OKWeiterlesen