
Baugewerbeverband und Bund Deutscher Baumeister Frankfurt Rhein Main starten Nachwuchs-Kampagne
Der Trend zum Studium, die sinkende Zahl an Schulabgängern sowie die demographischen Verhältnisse führen für die Betriebe der Bauwirtschaft zunehmend zu einem Engpass: Die Zahl derjenigen, die über 50 Jahre alt sind, ist am Bau seit 2008 um 55,4 Prozent gestiegen (Eurostat, Stand Sommer 2016). In den kommenden 17 Jahren muss ein Drittel der Erwerbstätigen ersetzt werden – und das in Zeiten des Fachkräfte- und Nachwuchsmangels. Aus diesem Grund werben der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V. und der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e.V. gemeinsam für die Bauberufe.
„Der Nachwuchsmangel bei den Bauberufen wird zunehmend auch zum Problem für Architekten und Ingenieure in der Branche. Für die qualitätvolle und termingerechte Bauausführung sind gut ausgebildete, qualifizierte Fachkräfte unverzichtbar.“ erklärt Andreas Ostermann, 1. Vorsitzender des Bundes Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main. „Der derzeitige Bauboom wird anhalten – die Baubranche bietet sichere Arbeitsplätze für junge Leute.“
Die gemeinsame Aktion hat das Ziel, Jugendliche, Eltern, Lehrer und Öffentlichkeit über die Chancen einer Ausbildung am Bau zu informieren: „Wir müssen mit unseren Pfunden wuchern: Zum Beispiel gehören angehende Maurer zu den bestbezahlten Azubis in Deutschland. Auch nach der Ausbildung kann man als Geselle, Facharbeiter oder Meister Gehaltsstufen erreichen, von denen manch Akademiker nur träumt,“ macht von Borstel deutlich. Zudem bietet die Bauwirtschaft spannende und abwechslungsreiche Aufgaben: „Die Arbeiten als Fachkraft auf dem Bau sind komplexer geworden in Sachen Technik, Materialien, Bauabläufe und den gesetzlichen Vorgaben, die einzuhalten sind. Damit aber auch spannender und mit den Möglichkeiten versehen, dass sich junge Leute in vielen verschiedenen Arbeitsbereichen spezialisieren können.“
Bei einer ersten gemeinsamen Veranstaltung in Schlüchtern wollen Baugewerbeverband und Bund Deutscher Baumeister gemeinsam mit Praktikern, Schülern und Presse einen ersten Austausch wagen. Besonders Informationen aus der Praxis sollen im Vordergrund stehen. Es berichtet u.a. Thomas M. Reimann, Bauunternehmer in vierter Generation aus Bad Vilbel und der Handwerkskammerpräsident aus Wiesbaden Klaus Repp, der selbst eine Ausbildung als Metallbauer absolvierte, anschließend eine Meisterprüfung ablegte und später als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger im Metallbauerhandwerk arbeitete.
PM Gemeinsam für mehr Nachwuchs am Bau
VbUH
BDB-HessenFrankfurt



„Die Menschen in unserem Land brauchen Wohnraum, Arbeit und eine funktionierende Infrastruktur. Zu all dem leistet die Bauwirtschaft einen entscheidenden Beitrag“, sagte der Hessische Ministerpräsident, Volker Bouffier, und führte aus: „Die größten Wachstumsimpulse gehen derzeit vom Wohnungsbaumarkt aus. Wohnraum wird weiter stark nachgefragt, insbesondere in den Ballungsräumen. Grund hierfür ist der Trend zur Urbanisierung, aber auch die gestiegene Bevölkerungszahl durch die Zuwanderung. In Hessen haben wir bereits wichtige Weichen gestellt. Dank einer Aufstockung der Fördermittel stehen von 2015 bis 2019 insgesamt 1,2 Milliarden Euro bereit, um bezahlbare Wohnungen zu bauen. Hiervon profitieren nicht nur Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen, sondern auch Studierende, Familien, Menschen mit Beeinträchtigungen oder Senioren.“
























Hessens Wohnungsbauministerin Priska Hinz sieht in diesem Jahr die soziale Wohnraumförderung als wichtigsten Baustein der Arbeit der Landesregierung und ihres Ministeriums. Um während der Niedrigzinsphase Bauen weiter zu fördern, unterstütze das Ministerium private Investoren im sozialen Wohnungsbau neben der bisherigen Darlehensförderung mit einem zusätzlichen Zuschuss. Das Sonderprogramm für den Wohnungsbau schütte im Jahr 230 Millionen zusätzlich als kommunales Investitionsprogramm aus, in vier Jahren könnten so etwa 10.000 Wohnungen für niedrige Einkommen gebaut werden. Auch für mittlere Einkommen, besonders in Ballungsgebiete, sehe das Ministerium Förderungen vor. Um weiteren Wohnraum auch in dicht besiedelten Gebieten zu schaffen, wolle das Ministerium die Umnutzung und Sanierung von bisher nicht als Wohnraum genutzten Gebäuden in den Kommunen unterstützen.





