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Category Archives: Verbände Institutionen Kammern

ÖFFENTLICHEN WOHNUNGSBAU KONSEQUENT SOZIAL AUSRICHTEN

Geschrieben am 10. September 2017
RA Gerald Lipka, Geschäftsführer BFW Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland e. V. (links), Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1.Vorsitzender BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (rechts), Dr. h.c. Thomas M. Reimann, Vorstand für Unternehmer BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (mitte)

 

Über den Mangel an bezahlbaren Wohnungen wird viel geredet. Bisweilen kann das Reden darüber sogar wahlentscheidend sein.
Der Schritt, den öffentlichen Wohnungsbau konsequent sozial auszurichten, fehlt aber bisher.

 

„Die Fördertöpfe für sozialen Wohnungsbau sind voll. Die Förderung fließt dabei weit überwiegend nur den öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften zu. Doch dort wird nicht ausschließlich sozialer Wohnungsbau betrieben. 30 % Sozialquote wird da schon als Erfolg gefeiert. Aber das wird mittlerweile oft von allen gefordert, die nach neuem Planungsrecht bauen. Wo bleibt da die besondere Verpflichtung der öffentlichen Hand?“ kritisiert RA Gerald Lipka, Geschäftsführer des BFW Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland e. V. im Gespräch mit dem BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.

 

Als Argument für hochpreisigen Eigentumswohnungsbau mit Direktvermarktung wird oft angeführt, daß damit Sozialwohnungen querfinanziert werden. Aber das Argument zählt nicht, wenn Wohnungsbaugesellschaften von Stadt oder Land Millionenüberschüsse erwirtschaften.

 

„Keine freifinanzierte Wohnung würde weniger gebaut werden, wenn der öffentliche Wohnungsbau dort, wo es entsprechenden Bedarf gibt, konsequent auf Sozialwohnungen ausgerichtet wird,“ sagt Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (1.Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.). „Das ist eine politische Entscheidung. Die muß nur vollzogen werden.“

 

Doch das will man offenbar nicht, weil sich das Invest nicht rechnet. Das liegt auch daran, dass man in Frankfurt beispielsweise durch neue Richtlinien erst letztes Jahr die Vorgaben erhöht hat, die für Sozialwohnungen einzuhalten sind. Das hatte damals bereits Architekten, Projektentwickler und auch Wohnungsbaugesellschaften aufgebracht.

 

Es ist ein offenes Geheimnis in der Branche, das Sozialwohnungen nicht selten großzügiger sind und einen höheren Standard haben als freifinanzierte Wohnungen im gleichen Projekt. Die Zielgruppe Mittelstand kann die großen Grundrisse schlicht nicht mehr bezahlen.
Da sich Sozialwohnungen in der Regel aber nicht alleine tragen, werden diese im Projekt querfinanziert.

 

„Mit der Festschreibung, dass alle bei neuem Planungsrecht nun 30% Sozialwohnungen bauen müssen, haben wir Grundprinzipien liberaler Marktwirtschaft verlassen.“ stellt Dr. h.c. Thomas M. Reimann, CEO der ALEA Hoch- und Industriebau AG und Vorstand für Unternehmer im BDB-Frankfurt Rhein Main e.V. fest. „Dazu kommt, daß wir mit einer faktischen Querfinanzierung den Mittelstand doppelt belasten. Das macht Eigentum für den Mittelstand immer unerschwinglicher.“

 

Lipka will deshalb eine Förderung des sozialen Wohnungsbaus nach rheinland-pfälzischem Vorbild:
„Wenn Städte und Gemeinden in Hessen auch von privaten Investoren die Errichtung von bis zu 30 % sozial geförderten Wohnungsbaus fordern, muss man diesen Investoren schon aus Gründen der Wettbewerbsgerechtigkeit auch den Zugang zu staatlichen Fördermitteln ermöglichen. Rheinland-Pfalz hat inzwischen die Förderung einzelner Eigentumswohnungen ermöglicht. Damit erreicht Sie jetzt auch die beim Wohnungsneubau stärkste Gruppe der privaten Investoren. Denn in der Summe sind die privaten Kleininvestoren mit einem Marktanteil von über 64 % die größte Anbietergruppe von Mietwohnungen.“

 

BDB-HessenFrankfurt

Urbanität für Frankfurt – WIR MÜSSEN NACHVERDICHTEN

Geschrieben am 24. August 2017
Dr. Axel Tausendpfund, Vorstand Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft e.V. (zweiter v.l.), Frederik Sieker, Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft (erster v.l.), Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1.Vorsitzender BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (erster v.r.), Dipl.-Ing. Architekt BDB Carsten R. Kulbe, 2. Vorsitzender BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (zweiter v.r.)

 

 

Neues Bauland ist knapp im Rhein-Main-Gebiet. Doch innerstädtisch gibt es einige großzügige Siedlungen, die in Zeiten entstanden sind, als genügend Bauland vorhanden war. Die Infrastruktur ist schon da. Und die Siedlungen sind oft in einer Hand. Gute Voraussetzungen, ohne neues Bauland doch neu zu bauen.

 

„Nachverdichtung hat ein großes Potential, neue Wohnungen zu schaffen, wo alte Siedlungsstrukturen das zulassen. Das ist nie konfliktfrei. Aber wir sehen hier die Möglichkeit, einen Beitrag für mehr Wohnungsbau im Rhein-Main-Gebiet zu leisten“, so Dr. Axel Tausendpfund, Vorstand des Verbandes der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft e.V. im Gespräch mit dem BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.

 

Je größer das Problem für den Wohnungssuchenden wird, bezahlbaren Wohnraum zu bekommen, umso mehr gerät die Politik unter Druck, zu handeln. Die Erwartungshaltung der Bürger ist dabei, dass insbesondere der soziale Wohnungsbau von öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften bereitgestellt wird.

 

Tausendpfund sieht auch im Ankauf von Belegungsrechten eine Möglichkeit, schnell Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen zu Verfügung zu stellen.

 

Wichtigster Punkt, damit sich die Situation aber mittel- und langfristig entspannen kann, ist die Ausweisung von neuem Bauland.

 

„In dieser Hinsicht hat sich in letzter Zeit einiges getan.“ stellt Tausendpfund fest. „Das geht in die richtige Richtung, der Weg ist aber noch weit und das Tempo zu niedrig. Als Vertreter der Wohnungswirtschaft wünschen wir uns, daß die Politik schnell für mehr Bauland sorgt.“

 

Architekt BDB Carsten R. Kulbe, (2.Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.), der im Rhein-Main-Gebiet auch als Projektentwickler tätig ist, bestätigt: „Wir haben alle erkannt, daß es an Bauland fehlt. Die Politik muß handeln. Da gibt es Zielkonflikte – das ist unstreitig. Aber mit jeder neuen Wohnung sichern wir auch den sozialen Frieden in der Stadt.“

 

„Die Bau- und Wohnungswirtschaft ist mittlerweile zum wichtigsten Partner der Politik geworden, ohne den die drängendsten anstehenden Aufgaben nicht gelöst werden können,“ stellt Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (1.Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.) fest. „Und doch wird der Branche zu wenig Gehör geschenkt. Bei der Novellierung HBO liegen unsere Vorschläge auf dem Tisch. Aber es wird wohl mehr Vorschriften geben, die das Bauen wieder teurer machen.“

 

Das sieht auch Tausendpfund so: „Die neue HBO hat allein im Umfang über 10 Paragraphen mehr. Das macht Bauen nicht einfacher.“

 

Die Baubranche braucht deshalb einen aktiven Ansprechpartner in einem Bauministerium, das die Kompetenzen bündelt.

 

„Die Wohnungsfrage hatte beim Zuschnitt der Ministerien nach der letzten Wahl nicht die Bedeutung, wie heute. Aber 2018 wird es ein Bauministerium geben müssen,“ so Architekt BDB Carsten R. Kulbe. „Die Aufteilung war unglücklich. Aber das ist mittlerweile allen klar.“

 

VdW südwest
BDB-HessenFrankfurt

Novellierung HBO – BDB mit VhU-Delegation im Ministerium in Wiesbaden

Geschrieben am 8. August 2017
v.l.n.r: Heike Pohl (Merck KGaA), Dr. h.c. Thomas M. Reimann (VhU), Andreas Ostermann (BDB), Tobias Rösinger (BDB), Stephan Keßler (Infraserv), Dr. Harald Noichel (Infraserv)

 

Stephan Keßler und Harald Noichl (beide Infraserv GmbH & Co. Höchst KG), Heike Pohl (Merck KGaA), Andreas Ostermann und Tobias Rösinger (beide BDB – Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein-Main e.V.) begleiteten den stv. Vorsitzenden des VhU-Bauausschusses und Vorstandsvorsitzenden der ALEA Hoch- und Industriebau AG Thomas M. Reimann zum Gespräch mit dem Thema „Novellierung der HBO“ in das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung nach Wiesbaden.

 

Empfangen wurde die VhU-Delegation von Erich Allgeier, Karoline Schlukat, Brigitte Schneider und Susanne Vogt zu einem rund zweistündigen Gespräch.

 

Reimann, der die erkrankte VhU-Referentin Anna von Gruenewaldt als Delegationsleiter vertrat, dankte in diesem Zusammenhang für die Möglichkeit der Aussprache zum Thema der Novellierung der HBO.

 

Tobias Rösinger und Andreas Ostermann nutzten die Gelegenheit, um Anregungen zu den bauaufsichtlich eingeführten technischen Bestimmungen und dem Schallschutz zu geben. Rösinger führte aus, dass die derzeitige HBO neben dem eigentlichen Gesetzestext aus einem sich fortwährend vergrößernden und verändernden Konvolut aus bauaufsichtlich eingeführten technischen Baubestimmungen besteht. Das führt aus der Sicht des BDB zu zwei grundsätzlichen Problemen: Zum einen wird die HBO andauernd umfangreicher und unübersichtlicher. Die schiere Zahl an eingeführten Regelwerken mit den zugehörigen Spezifikationen, Verweisen, etc. – dazu noch häufig in sich verändernden Fassungen – erschweren die Arbeit von Planern, Ausführenden sowie Genehmigungsbehörden, erhöhen die Gefahr von Fehlern und führen mitunter zu Widersprüchen mit der eigentlichen HBO, schaffen somit Rechtsunsicherheit.

 

Noch deutlicher formuliert waren die Vorschläge zum Thema Schallschutz. Im Zuge der weiter steigenden Ansprüche der Baustandards, klaffen öffentlichrechtliche und privatrechtliche Anforderungen häufig immer stärker auseinander. Die privatrechtlichen Anforderungen unterliegen meist keinen klaren gesetzlichen Regelungen, sondern werden durch den ‘Stand der Technik‘, dem Wettstreit von normativen Regelwerken, im Zweifelsfall durch Gerichtsentscheidungen definiert. Dies schafft eine immer größere Rechts- und Planungsunsicherheit, unter der sowohl die Bauwirtschaft als auch Behörden massiv leiden.

 

Ostermann ergänzte in diesem Zusammenhang, dass deshalb ähnlich dem Brandschutz auch verstärkt andere bautechnische Themen, wie z.B. der Schallschutz, eine entsprechende Würdigung in der HBO finden sollten. Zum Nutzen aller Beteiligten sollten hier eindeutige gesetzliche Standards definiert werden. So wie sich die Anforderungen an eine Wand bezüglich des Brandschutzes abschließend über die Feuerwiderstandsklasse definiert, könnte dies bezüglich des Schallschutzes z.B. bei einer Wohnungstrennwand über das erforderliche Schalldämmmaß erfolgen.

 

Heike Pohl, Stephan Keßler und Harald Noichl, die als Vertreter von Merck und Infraserv unmittelbar mit dem Thema Sonderbauten konfrontiert sind. Sie führten aus, dass das, was die HBO derzeit als ‘Sonderbau‘ kategorisiert – gemessen an der aktuellen Baupraxis – häufig kein Sonderbau mehr ist. So stellen z.B. folgende Merkmale, die die HBO unter § 2 (8) aufführt im hessischen Baualltag eher die Regel, als die Ausnahme dar. Es sind also Merkmale herkömmlicher Gebäude, nämlich: Gebäude mit mehr als 1.600 m² Brutto-Grundfläche, Büro- und Verwaltungsgebäude mit mehr als 3.000 m² BGF, Kindergärten über 2 Geschosse, Tiefgaragen von mehr als 1.000 m² Nutzfläche. All diese Merkmale sind mittlerweile regelmäßig bei hessischen Gebäuden anzutreffen und bieten keine ‘besonderen‘ technische oder sonstige Herausforderungen. Insofern sollte sich die Kategorie ‘Sonderbau‘ tatsächlich auf ‘besondere‘ Bauten beschränken, die eben so außergewöhnlich sind, dass standardisierte Regelungen nicht ausreichend greifen. Als Beispiele hierfür sind z. B. Krankenhäuser, Hochhäuser oder Flughäfen zu benennen.

 

Die Argumentation war deckungsgleich zu den Auffassungen des BDB Frankfurt Rhein-Main und entspricht dem Impulspapier zur Novellierung der HBO.

 

Im Rahmen des Besuchs, bestand die Möglichkeit, sich auch zu den Themen „Abstandsflächen“ und „Barrierefreiheit“ auszutauschen. Rösinger meldete anhand von Praxisbeispielen seine Bedenken zum Thema der Abstandsflächen an. Die beliebtesten Stadtviertel in den hessischen Großstädten sind in der Regel die, die gründerzeitliche Strukturen aufweisen. Diese gründerzeitlichen Strukturen zeichnen sich in der Regel durch einen geschlossenen Blockrand und häufig durch eine zusätzliche Nachverdichtung mit im Blockinnenbereich liegenden Hinterhäusern auf. Die (Bevölkerungs-)Dichte dieser Typologie ist im Vergleich zu anderen, jüngeren städtebaulichen Strukturen sehr hoch.

 

Ostermann ergänzt, dass fehlenden oder restriktiven gesetzlichen Regelungen stellen in der Baupraxis oft große Hemmnisse darstellen. Selbst wenn die Genehmigungsbehörden Abweichungen genehmigen, muss in der Regel immer noch eine Nachbarzustimmung eingeholt werden, die meist – wenn überhaupt – nicht zu wirtschaftlichen Konditionen zu erlangen ist.

 

Daher wäre es wünschenswert, eine Anpassung der Abstandsflächenregelungen an zeitgemäße Bauweisen und Formensprachen sowie eine Harmonisierung zwischen Bauplanungsrecht und Bauordnungsrecht, um vor allem Nachbarstreitigkeiten und die damit verbundenen negativen Konsequenzen zu reduzieren.

 

Abschließend wurde das Thema „Barrierefreiheit“ erörtert. Rösinger erläutert, dass die gesetzlichen Vorgaben für barrierefreies Bauen derzeit große regulatorische Kostentreiber sind. Reimann ergänzt, dass kostengünstiges Bauen und das Schaffen von bezahlbaren Wohnraum in der Ballungsregion Frankfurt Rhein-Main für kleine und mittlere Einkommen so quasi unmöglich gemacht wird. Rösinger erklärt, die derzeitigen Regelungen sind überzogen und unnötig kompliziert. Hierunter fallen nicht nur der vielzitierte Aufzug bei Gebäudeaufstockungen sondern viele weitere Regularien. So führen z.B. die geforderten Türabmessungen und die zugehörigen Bewegungsflächen zu überdimensionierten Wohnungen, schlecht möblierbaren Grundrissen und Spezialbauteilen, was neben entsprechend höheren Kosten auch zu einer generell schlechteren Akzeptanz durch die Nutzer führt.

 

Ostermann schlägt vor, auf eine Quote für barrierefreie Wohnungen zu verzichten, stattdessen diesbezügliche Anforderungen für alle Wohnungen moderat anzuheben. Auf einen Bezug zur DIN 18040 sollte verzichtet werden. Stattdessen sollten alle für notwendig erachteten Regelungen klar und abschließend in der eigentlichen HBO formuliert werden. Ein solches Vorgehen würde die Rechts- und Planungssicherheit sowie die Nutzerakzeptanz stark erhöhen und einen echten Beitrag zur Kostensenkung im Wohnungsbau liefern. Außerdem könnte auf diese Weise die Versorgung von Menschen mit Handycap mit geeigneten Wohnungen weit besser erreicht werden, als mit der bisherigen Regelung.

 

Nach den Worten von Reimann hatte die VhU-Delegation die Möglichkeit, im Ministerium einen offenen und informativen Austausch zu führen. Die Anregungen aus dem Impulspapier des BDB Frankfurt Rhein-Main konnten noch einmal ausführlich erläutert und die Meinungen beider Seiten gehört werden.

 

Thomas M. Reimann

BDB tritt VhU bei – Wolf Matthias Mang: „BDB ist kompetente Verstärkung der VhU in der Baupolitik.“

Geschrieben am 19. Juli 2017


 

 

Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure tritt VhU bei

Andreas Ostermann: „Hessen sollte Baupolitik in einem Ministerium bündeln.“ Wolf Matthias Mang: „BDB ist kompetente Verstärkung der VhU in der Baupolitik.“

 

Der Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e.V. (BDB) ist neues Mitglied der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU). Das VhU-Präsidium hat den BDB als nunmehr 76. VhU-Mitglied aufgenommen. Insgesamt vertreten die VhU-Mitgliedsverbände rund 150.000 Unternehmen in Hessen mit rund 1,5 Mio. Beschäftigten.

 

„In der VhU ist nahezu die gesamte Wirtschaft in Hessen organisiert. Mit dem Bauausschuss in der VhU etabliert sich gerade ein branchen- und regionenübergreifendes Gremium, das wichtige Impulse für die Entwicklung der politischen und rechtlichen Rahmensetzungen in der Bau- und Immobilienpolitik geben kann. Was von hier kommt, ist Mehrheitsmeinung in der Bauwirtschaft in Hessen. Da wollen wir dabei sein und mitwirken“, sagte Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1. Vorsitzender des BDB – Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e.V.

 

„Ob Infrastruktur oder Wohnungsbau – die Anforderungen an die Bauwirtschaft sind enorm. 1,2 Milliarden Euro sollen allein in Hessen bis 2019 in den Wohnungsbau fließen. Aber ein Bauministerium, das die Zuständigkeiten Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung zusammenfasst, gibt es in Hessen leider nicht. Das sollte die Politik spätestens nach der Landtagswahl ändern. Wir brauchen einen festen Ansprechpartner in der Regierung und nicht geteilte Zuständigkeiten“, sagte Ostermann.

 

„Wir heißen den BDB sehr herzlich im Dachverband der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände in Hessen willkommen. Der BDB wird in der VhU das Gewicht der Dienstleistungswirtschaft stärken, die neben der Industrie eine wachsende Säule ist. Ich freue mich, dass mit dem BDB ein Verband zur VhU kommt, der auch einige der ‚freien Berufe‘ vertritt, deren Mitglieder wie wir auch Unternehmer sind“, erklärte VhU-Präsident Wolf Matthias Mang, Geschäftsführer des Maschinenbauunternehmens Arno Arnold GmbH in Obertshausen. Für die branchen- und regionenübergreifende Interessensvertretung in der Bau- und Immobilienpolitik werde der BDB eine „kompetente Verstärkung“ der VhU bilden und insbesondere im VhU-Bauausschuss mitwirken.

 

VhU

Digitalisierung im Bauwesen – BIM darf Mittelstand nicht überfordern

Geschrieben am 22. Juni 2017
Rainer von Borstel, Hauptgeschäftsführer Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V. (erster v.l.), Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1.Vorsitzender BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (erster v.r.), Dr. h.c. Thomas M. Reimann, Referat Unternehmer BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (mitte)

 

Verbände warnen vor Aktionismus
Evaluierung und Ausbildung müssen im Vordergrund stehen

 

Die Digitalisierung im Bauwesen wird intensiv vorangetrieben. Viele sehen die Möglichkeit, alle Phasen eines Bauwerks von der Entwicklung über die Planung und Bauausführung bis hin zur Verwaltung und Nutzung in einem digitalen Modell abzubilden. BIM („Building Information Modeling“) soll so zu Kosten- und Terminsicherheit beitragen. Und es wird erwartet, dass BIM die Planungs- und Ausführungsqualität verbessert sowie Fehler reduziert. Erwiesen ist das alles jedoch nicht.

 

So stellte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit bereits fest, dass die Methode allein weder eine gute Planungsqualität noch einen optimalen Projektverlauf garantiert. Entscheidend sei vielmehr die qualifizierte Anwendung durch die Projektbeteiligten.

 

„Wir wollen uns der Digitalisierung im Bauwesen nicht verschließen. Aber die elektronische Ausschreibung und Vergabe (E-Vergabe), die seit letztem Jahr verpflichtend ist, hat bereits bei vielen kleineren Unternehmen zu Umstellungsschwierigkeiten geführt.“ sagt Rainer von Borstel, Hauptgeschäftsführer des Verbandes baugewerblicher Unternehmer in Hessen. „Die Bauwirtschaft in Deutschland ist mittelständisch geprägt. Das muss bei allen Bemühungen um die Digitalisierung im Bauwesens bedacht werden.“

 

Deutlich kritischer formuliert es Dr. h.c. Thomas M. Reimann, Bauunternehmer aus Frankfurt: „Mit BIM kommen Anforderungen auf kleine und mittlere Unternehmen zu, die dort oft nicht zu stemmen sind. Know-how und geschultes Personal fehlen den kleinen und mittelständischen Baubetrieben dabei genauso wie den öffentlichen Auftraggebern. Digitale Bauprozesse dürfen nicht zur Verengung des Marktes auf internationale Baukonzerne führen. Das schadet dem Mittelstand und damit auch dem Wettbewerb in Deutschland.“

 

Der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen und BDB Frankfurt Rhein Main sprechen sich daher gegen eine übereilte verbindliche Einführung von BIM für mittlere Bauvorhaben aus. Andreas Ostermann, 1. Vorsitzender des BDB Frankfurt Rhein Main, warnt vor überstürztem Aktionismus: „Wir brauchen erst langfristige Erfahrungen aus Modellprojekten, ob die Erwartungen sich auch mit wirtschaftlich vertretbaren Mitteln erreichen lassen. Deswegen sollte BIM aus unserer Sicht zunächst auf Großprojekte beschränkt bleiben.“

 

Allein der Wunsch nach Digitalisierung ist den Verbänden zu wenig, Wirtschaftlichkeit und eine langsame Umstellung sollten im Fokus stehen: „Mich erinnert die Diskussion um BIM an die Reform der Studienabschlüsse an den Hochschulen – den sog. Bologna-Prozess. In einer großen politisch gewollten Anstrengung sollte ein einheitlicher Europäischer Hochschulraum geschaffen werden, der Studiengänge harmonisieren und vereinfachen sollte. Im Ergebnis ist die Hochschullandschaft in Deutschland so unübersichtlich wie nie zuvor und das Wechseln von Hochschule zu Hochschule nun in Deutschland viel schwieriger als vorher.“ so Ostermann weiter: „BIM soll für alle letztendlich einen Nutzen bringen und darf das Bauen, insbesondere im Mittelstand, nicht komplizierter machen.“

 

Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen
BDB-HessenFrankfurt

IHK Gießen-Friedberg unterstützt Baunachwuchsinitiative von BDB und VbUH

Geschrieben am 13. Juni 2017
Elke Ehlen, Geschäftsführerin der Aus- und Weiterbildung der IHK-Gießen-Friedberg (zweite v.l.), Raid Nashef (zweiter v.r.) im Gespräch mit Dipl.-Betriebswirt Thomas M. Reimann, Referat Unternehmer BDB-Frankfurt Rhein Main (erster v.r.) und Jan-Niklas Reimann, Referat Studenten BDB-Frankfurt Rhein Main (erster v.l.)

 

„Wir haben ein großes Problem mit dem Nachwuchs, wir haben akuten Fachkräftemangel. Wir sehen Qualität gefährdet, für die wir in ganz Europa anerkannt sind,“ sagt der Frankfurter Bauunternehmer und Vorstandsvorsitzende der ALEA Hoch- und Industriebau AG Thomas M. Reimann.

 

Mit einer Image-Kampagne will das Baugewerbe den akuten Fachkräftemangel bekämpfen. Trotz Bauboom und guter Löhne fehlt das Interesse junger Menschen, der Ausbildung im Bauhaupt- und Baunebengewerbe näher zu treten. Die Möglichkeiten der Weiterqualifizierung sind dabei enorm. Mit dem dualen Studium zum Bauingenieur oder der Weiterbildung zum geprüften Polier haben die Interessenten beste Perspektiven auf beruflichen Erfolg. „Auch Hauptschülern stehen diese abwechslungsreiche Berufe weiter offen. Doch vielen jungen Menschen ist das schlichtweg nicht bekannt, oft sind sie auch aufgrund ihres Umfelds falsch beraten.“

 

Der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main und der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen hat eine Nachwuchsinitiative gestartet. Reimann ist in verschiedenen Ehrenämtern engagiert, im Vorstand des BDB Frankfurt Rhein Main für Unternehmer verantwortlich, sowie beim Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen im Gesamtvorstand. Den Startschuss gaben Andreas Ostermann, 1. Vorsitzender des BDB Frankfurt Rhein Main und Rainer von Borstel, Hauptgeschäftsführer des VbU Hessen seinerzeit in Schlüchtern, dann folgte eine Veranstaltung im ABZ in Nidda. Reimann und sein Sohn Jan-Niklas, der das Referat Studenten beim BDB Frankfurt Rhein-Main ehrenamtlich betreut, haben sich zum Ziel gesetzt, diese gemeinsame Aktion fortzuschreiben, stärker auch in der Ballungsregion Frankfurt Rhein-Main mit diesem Thema präsent zu sein, was die „Väter des Gedanken“, Andreas Ostermann und Rainer von Borstel ausdrücklich begrüßen.

 

Vater und Sohn Reimann können gute Nachricht an die Verbände übermitteln. „Ich freue mich total, dass wir nun ein Gespräch mit der IHK Gießen-Friedberg führen und uns zu diesem wichtigen Thema austauschen konnten. Das war ein gute Idee meines Vaters, diese Initiative auch der IHK vorzustellen“ sagt Jan-Niklas Reimann.  Nun konnte auch die IHK Gießen-Friedberg als Partner gewonnen werden. Reimann sen. ergänzt: „Wir haben mit Elke Ehlen als Geschäftsführerin der Aus- und Weiterbildung und Raid Nashef ein richtig lebhaftes Gespräch geführt. Die IHK will diese Initiative begleiten und unterstützen. Mit den ergänzenden Ideen der IHK werden wir sicher weitere Partner gewinnen und den Wirkungskreis ausweiten können. Elke Ehlen hat konkrete Absichten, die Sie im Interesse der Sache zeitnah umsetzen will.“

 

Oft sind die Probleme wohl hausgemacht. „Die Baubranche hat noch den Charakter des Einfachen und das hören die jungen Menschen oft im Elternhaus. Diese Meinung ist aber in der heutigen Zeit nicht richtig. Die Arbeiten als Fachkraft auf dem Bau sind komplexer geworden in Sachen Technik, Materialien, Bauabläufe und gesetzlichen Vorgaben. Entsorgung hat sich zu einer eigenen Philosophie entwickelt, stellt die Verantwortlichen vor völlig neue Herausforderungen.“ Reimann glaubt, dass Bau sich zu einem spannenden Beruf gemausert hat, denn junge Leute können sich in verschiedenen Arbeitsbereichen spezialisieren. Die Branche bietet Sicherheit, Ballungsregionen werden bis 2030 boomen und eine weiterhin kräftige Nachfrage nach Bauleistungen erfahren.

 

Ein Plus der Branche sind die hohen Ausbildungsvergütungen und die Zukunftssicherung. „Wir bieten nicht nur Abiturienten sondern auch Haupt- und Realschülern weiterhin eine exzellente Perspektive in der deutschen Bauwirtschaft. Wir brauchen die Unterstützung aller Branchenverbände und setzen als BDB Frankfurt Rhein Main ein wichtiges Signal. Lassen Sie und als Ausbildungsbetriebe in der Bauwirtschaft ein starkes Signal an die Schulen senden, wir sind dort als Handwerk nicht mehr präsent. Qualität muss sich gegenüber Quantität wieder durchsetzen, der teilweise ruinöse Wettbewerb gehört mit aller Konsequenz unterbunden, auch gerade im Interesse des uns fehlenden Nachwuchses“, so das Fazit des ALEA-Chefs.

 

BDB-HessenFrankfurt

Auslobung Architekturpreis Auszeichnung vorbildlicher Bauten im Land Hessen 2017

Geschrieben am 2. Mai 2017

Die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen hat aktuell den Architekturpreis Auszeichnung vorbildlicher Bauten im Land Hessen 2017 ausgelobt.

Das Motto in diesem Jahr ist Kostengünstiges Bauen – qualitätvolle Lösungen bei Neubau und Sanierung.

 

 

Aufgabe

Die Frage der Baukosten bzw. der damit verbundenen Wirtschaftlichkeit zählt zu den elementaren Anforderungen aller Baumaßnahmen. Baukosten stehen
vielfach im Fokus – unter Beobachtung auch einer breiten Öffentlichkeit. Dies gilt gleichermaßen für die eigene Investition wie auch die Wahrnehmung des
Umgangs mit Mitteln der öffentlichen Hand. So ist unter dem Druck stark steigender Immobilienpreise, insbesondere in größeren Städten und Ballungsräumen,
die Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums zu einem der drängendsten gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit geworden.

 

Die Einschätzung, ob eine Maßnahme kostengünstig ist, orientiert sich dabei jedoch überwiegend an den reinen Erstellungskosten. Dies ist unter dem Aspekt
der unmittelbaren Finanzierbarkeit zwar nachvollziehbar. Die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit sollte indes weiter gefasst sein und auch den Kostenaufwand über die Nutzungsdauer einbeziehen.

 

Vor diesem Hintergrund werden für die Auszeichnung vorbildlicher Bauten im Land Hessen innovative und zukunftsfähige Lösungen mit hohem architektonischen/
städtebaulichen/ landschaftsarchitektonischen/ innenarchitektonischen Anspruch gesucht. Das Themenspektrum umfasst gleichermaßen Bauaufgaben der
öffentlichen Hand wie auch privater und gewerblicher Bauherren, Wohn- und Nichtwohngebäude, Neubauten und Sanierungsmaßnahmen.

 

Am 16. Juni 2017 ist Bewerbungsschluss.

 

Die Jury setzt sich wie folgt zusammen:

  • Prof. Andreas Meck, Architekt, München
  • Eva Jedelhauser, Architektin, Abteilungsleiterin BBR, Berlin
  • Prof. Claus Anderhalten, Architekt, Berlin
  • Axel Lohrer, Landschaftsarchitekt / Stadtplaner, München
  • Sylvia Leydecker, Innenarchitektin, Köln
  • Prof. Dr. Wolfdietrich Kalusche, Architekt / Wirtschaftsingenieur, Cottbus
  • Dr. Wolfgang Bachmann, Architekturpublizist, ehem. Chefredakteur „baumeister“, Deidesheim

Hier ist der Link zu unserer Webseite mit allen weiteren Informationen:

http://www.akh.de/baukultur/vorbildliche-bauten-in-hessen/

 

Den Auslobungsflyer finden Sie hier

 

 

AKH

Wohnen-Bauen-Infrastruktur – Ohne Bauministerium geht es nicht

Geschrieben am 19. April 2017
Dr. h.c. Thomas M. Reimann, stellv. Vorsitzender des Bauausschusses in der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände e.V. (VhU) (zweiter v.r.), Dr. Clemens Christmann, Geschäftsführer der VhU (erster v.r.), Anna von Gruenewaldt, Referentin für Bau- und Verkehrspolitik in der VhU (zweite v.l.) und Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1.Vorsitzender BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (mitte), Architekt BDB Tobias Rösinger, Referat Baumeister (Projektentw./gewerbl. Arch.) BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (erster v. l.)

 

„Im Umweltministerium tagt die Allianz für Wohnen und im Wirtschaftsministerium wird zeitgleich die hessische Bauordnung (HBO) novelliert. Das gehört doch zusammen. Wenn wir sehen, was zudem an Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt werden soll, dann kommt man unweigerlich zu der Erkenntnis: Ohne Bauministerium wird das zukünftig nicht gehen.“ Dr. h.c. Thomas M. Reimann, stellv. Vorsitzender des Bauausschusses in der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände e.V. (VhU) und Vorstandsvorsitzender der ALEA Hoch- und Industriebau AG formuliert klar, was die Baubranche von der Politik erwartet.

 

Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (1.Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.) begrüßt diese klare Positionierung sehr: Schätzungen zufolge fehlen bis 2040 500.000 Wohnungen in Hessen. Um bezahlbare Wohnungen zu schaffen sollen allein bis 2019 1,2 Milliarden Euro in Hessen verbaut werden. Dazu kommen Investitionen im Bereich der Infrastruktur: 99 Millionen für Landstraßen in Hessen. Und aus Bundesmitteln bis 2018 rd. 14 Milliarden Euro für die Verkehrsinfrastruktur, die anteilig in Hessen verbaut werden sollen. „Das kann nur geleistet werden, wenn die Bauwirtschaft einen entsprechenden Stellenwert bekommt. Und einen zentralen Ansprechpartner.“

 

Hessen muß für die Leistungen der Bauwirtschaft ebenso offensiv werben, wie es das für andere Wirtschaftszweige tut. Derzeit ist das noch nicht der Fall.

 

Dr. Clemens Christmann, Geschäftsführer der VhU und zuständig für das Bauen in der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände bestätigt den Bedarf. „Die VhU hat Anfang 2016 einen eigenen Bauausschuss gegründet. Seitdem sind immer mehr Verbände dazugestoßen. Ob Entsorgung von Dämmmaterialien, Baugesetzgebung oder Fachkräftemangel – die Politik hört auf die einzelnen Stimmen der Branche nicht ausreichend. Wir müssen die Interessen konzertiert vortragen.“

 

Ein gemeinsamer Ansatzpunkt ist aktuell die Novellierung der HBO. Der BDB-Frankfurt Rhein Main e.V. hat die wichtigsten 5 Punkte dem Bauausschuss der VhU vorgestellt und große Zustimmung erhalten.

 

„Wir begrüßen die Diskussion im Kreise der Verbände in der Branche und die Abstimmung gemeinsamer Punkte, die wir dann zusammen umso offensiver an die Politik herantragen können.“ sagt Tobias Rösinger, Dipl.-Ing. Architekt BDB (Referat Baumeister, Projektentwickler/gewerbl. Architekten im BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.). „Der stete Zugang zu den politischen Entscheidern ist uns wichtig. Oft sind dort Probleme, die wir im täglichen Geschäft haben, nicht ausreichend bekannt. Das können wir so verbessern.“

 

Zur Novellierung HBO will die VhU jetzt aktiv werden. „Wir haben eine Stellungnahme verfasst, mit der wir klare Regeln für das Bauen in Hessen einfordern. Weniger bauaufsichtlich eingeführte Technische Baubestimmungen, weniger Sonderbauregeln, klare Definitionen beim Schallschutz und pragmatische Vorgaben zur Barrierefreiheit.“ führt Anna von Gruenewaldt, Referentin für Bau- und Verkehrspolitik in der VhU, aus. „Die Beratungen laufen und in Kürze wollen wir damit an Politik und Öffentlichkeit gehen.“

 

„Daß die Baubranche bis weilen zu wenig Beachtung findet, liegt auch ein bißchen daran, daß wir auf Verbandsseite keinen zentralen Gesprächspartner für alle Baubelange aufgebaut haben. Das Engagement der VhU mit der Einberufung eines eigenen Bauausschusses will das jetzt ändern.“ so Reimann, der sich über das große Interesse des BDB-Frankfurt Rhein Main an der Arbeit der VhU sehr freut.

 

 

BDB-HessenFrankfurt

Baunachwuchsinitiative – Reportage RTL-HESSEN

Geschrieben am 11. April 2017

Immer weniger junge Menschen entscheiden sich für einen handwerklichen Beruf, das belegen auch aktuelle Zahlen, denn in Deutschland sind fast 44.000 Lehrstellen unbesetzt: das ist Rekordniveau. Auch in Hessen fehlen Fachkräfte. Unsere Reporterin Magdalena Gutsche wollte wissen, wie hart ein Handwerker-Job ist und hat sich einen Tag als Maurer-Azubi in Nidda versucht.

 

Und sie hat schnell gemerkt: Lehrjahre sind keine Herrenjahre…

 

 

Hier können Sie den Beitrag (Teil 1) von RTL-HESSEN sehen

 

 

 

Hier können Sie den Beitrag (Teil 2) von RTL-HESSEN sehen

 

 

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BDB-HessenFrankfurt

Baunachwuchsinitiative in Schlüchtern gestartet

Geschrieben am 17. März 2017

Baugewerbeverband und Bund Deutscher Baumeister Frankfurt Rhein Main werben für ihre Branche

 

 

Bei der Auftaktveranstaltung zur gemeinsamen Nachwuchsinitiative haben der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V. und der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e.V. Karrierewege und Chancen in der Bauwirtschaft aufgezeigt.
Ihr Ziel: mehr junge Menschen für die Bauberufe zu gewinnen. Denn der Trend zum Studium, die sinkenden Zahlen von Schulabgängern und die demographischen Verhältnisse werden für die Branche immer mehr zum Problem.

Unterstützt wird die Initiative auch vom Wiesbadener Handwerkskammerpräsident Klaus Repp. Er machte selbst über das duale Ausbildungssystem Karriere, schloss erst seine Ausbildung als Metallbauer ab und legte anschließend noch seine Meisterprüfung ab. Mittlerweile ist er nicht nur Handwerkskammerpräsident, sondern arbeitet auch als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger im Metallbauerhandwerk.

 

 

 

 

Die gemeinsame Aktion hat das Ziel, Jugendliche, Eltern, Lehrer und Öffentlichkeit über die Chancen einer Ausbildung am Bau zu informieren: „Wir müssen mit unseren Pfunden wuchern: Zum Beispiel gehören angehende Maurer zu den bestbezahlten Azubis in Deutschland. Auch nach der Ausbildung kann man als Geselle, Facharbeiter oder Meister attraktive Gehaltsstufen erreichen,“ machte Rainer von Borstel, Hauptgeschäftsführer des Verbandes baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V. deutlich. Zudem bietet die Bauwirtschaft spannende und abwechslungsreiche Aufgaben: „Die Arbeiten als Fachkraft auf dem Bau sind komplexer geworden in Sachen Technik, Materialien, Bauabläufe und den gesetzlichen Vorgaben, die einzuhalten sind. Damit aber auch spannender und mit den Möglichkeiten versehen, dass sich junge Leute in vielen verschiedenen Arbeitsbereichen spezialisieren können.“

 

 

„Wir müssen den jungen Menschen bei der Berufsentscheidung wieder die guten Perspektiven im Baugewerbe aufzeigen, wir müssen als Handwerk wieder präsenter in den Schulen sein,“ fordert auch Thomas M. Reimann zum Auftakt der Nachwuchs-Kampagne. Reimann ist Vorstandsvorsitzender der ALEA Hoch- und Industriebau AG in Frankfurt am Main und sowohl im Vorstand des BDB Bund Deutscher Baumeister, wie auch im Gesamtvorstand des VbU Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V. aktiv.

Aber nicht nur die duale Ausbildung steht im Fokus der Aufklärungsinitiative, auch für die bauspezifischen Studiengänge soll ab sofort gemeinsam geworben werden. Reimann hat imeigenen Betrieb mit zwei Nachwuchskräften im dualen Studium bereits sehr gute Erfahrungen gesammelt: „Der Baubereich ist eine boomende Branche – beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere und einen guten Verdienst für junge Leute. Das wollen wir noch stärker gemeinsam kommunizieren.“

 

 

„Der Nachwuchsmangel bei den Bauberufen wird zunehmend auch zum Problem für Architekten und Ingenieure. Für die hohen Standards in unserer Bauausführung sind gut ausgebildete, qualifizierte Fachkräfte aber unverzichtbar,“ erklärte Andreas Ostermann, 1. Vorsitzender des Bundes Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main und freut sich über das große Interesse an der Baunachwuchs-Initiative. Bei ihrer ersten gemeinsamen Veranstaltung in Schlüchtern sprachen Baugewerbeverband und Bund Deutscher Baumeister gemeinsam mit Praktikern, Schülern und Presse über verschiedene Lebenswege in der Bauwirtschaft und entwickelten erste gemeinsame Lösungsideen. Weitere Aktionen sollen folgen.

 

VbUH, BDB-HessenFrankfurt

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