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Category Archives: Verbände Institutionen Kammern

Wohnungsnot nur durch private Investoren zu lindern

Geschrieben am 6. Juni 2018

 

Reimann: „Mietpreisdeckel ist unzureichende Symbolpolitik. Mehr Bauland für mehr Neubau nötig. Wohnungsnot nur durch private Investoren zu lindern.“

 

Als „gutgemeinte, aber doch unzureichende Symbolpolitik“ wertet die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) die wohnungspolitischen Ankündigungen von Ministerpräsident Bouffier und Umweltministerin Hinz. Das Land Hessen will unter anderem auf die Auszahlung der Dividende der Nassauischen Heimstätte verzichten, um den Mietanstieg zu begrenzen.

„Durch staatliche Subvention die Mieter der Nassauischen Heimstätte mit geringen und mittleren Einkommen zu entlasten, ist zwar gut für die Begünstigten, beseitigt aber nicht den Mangel an Wohnraum. Hundertausende Mieter und junge Familien gehen leer aus. Sie suchen eine passende Wohnung oder ein Eigenheim in Nähe ihrer Arbeitsplätze. Land und Kommunen sollten mehr als bisher für alle Mieter und Eigenheimnutzer eintreten“, sagte Thomas Reimann, Vorsitzender des VhU-Bau- und Immobilienausschuss und Vorstandsvorsitzender der mittelständischen Bauunternehmung ALEA AG in Frankfurt.

„Nur mehr Angebot dämpft den Mietpreisanstieg. Um die Wohnungsmärkte zu entspannen, muss rasch mehr Bauland von den Kommunen ausgewiesen werden. Das Land sollte Städte und Gemeinden im kommunalen Finanzausgleich (KFA) kräftige Anreize geben, um mehr Bauland zur Verfügung zu stellen. Denn viele Kommunen scheuen sich davor – auch aus Sorge vor den Folgenkosten für die verkehrliche und soziale Infrastruktur. Umgekehrt sollten Kommunen in Ballungsräumen, die sich neuen Wohngebieten verschließen, im KFA schlechter gestellt werden“, so Reimann.

„Die Bürger suchen Wohnungen, private Investoren wollen Wohnungen bauen, aber die öffentliche Hand hindert sie daran, weil sie zu wenig Bauland ausweist. Angesichts zehntausender fehlender Wohnungen in Hessen muss die Politik stärker auf private Investoren setzen, die bereit stehen, in Neubauten zu investieren. Mietpreisdeckel im öffentlichen Wohnungsbestand lösen die grundlegenden Probleme des Mangels an günstigen Wohnungen und Häusern genauso wenig wie die Mietpreisbremse. Das wichtigste ist, dass endlich mehr Bauland ausgewiesen wird“, sagte Reimann.

 

VHU, Dr. h.c. Thomas M. Reimann

Führende hessische Verbände und Institutionen fordern bessere Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau

Geschrieben am 12. April 2018
Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, Gerald Lipka, Dr. Martin Kraushaar. Rainer von Borstel, Dr. Axel Tausendpfund

 

 

Große Erwartungen der Bau- und Immobilienwirtschaft an nächste Landesregierung

 

– Eigenständiges Hessisches Bau- und Infrastrukturministerium nötig
– Staatsziel zur Schaffung angemessenen Wohnraums positives Signal
– Familien durch Senkung der Grunderwerbsteuer entlasten

 

Die in der Länderinitiative „Impulse für den Wohnungsbau – HESSEN“ zusammengeschlossenen Verbände und Institutionen der Bau- und Immobilienwirtschaft fordern von der kommenden Landesregierung bessere Rahmenbedingungen und ein stärkeres Engagement von Land und Kommunen. „In Hessen fehlen bis 2040 mehr als 500.000 Wohnungen. Damit wir für alle Bevölkerungs- und Einkommensgruppen angemessenen Wohnraum bereitstellen können, bedarf es eines stärkeren politischen Rückenwinds für den Wohnungsbau“, erklärte am Donnerstag Gerald Lipka vor Pressevertretern in Frankfurt. Lipka ist Sprecher der Initiative „Impulse für den Wohnungsbau – HESSEN“ und Geschäftsführer des BFW Landesverbands Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Hessen / Rheinland-Pfalz / Saarland.

 

Eigenständiges Ministerium für Bauen, Stadtentwicklung und Infrastruktur

Eine zentrale Forderung der Initiative ist die Schaffung eines Ministeriums für Bauen, Stadtentwicklung und Infrastruktur auf Länderebene. „Für den Wohnungsbau gibt es komplexe Rahmenbedingungen. Wir wünschen uns eine Bündelung der Kompetenzen wie Bauplanung, Bauordnung, Stadtentwicklung, Wohnraum- und Städtebauförderung sowie Verkehr in einem eigenen Ministerium. So ließen sich Reibungsverluste vermeiden und der Wohnungsbau könnte beschleunigt werden“, so Dr. Axel Tausendpfund, stellvertretender Sprecher der Initiative und Verbandsdirektor des VdW südwest (Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft).

 

Neues Staatsziel zur Schaffung angemessenen Wohnraums positives Signal

Die Verbände und die Kammer begrüßten ausdrücklich, dass die hessische Landesverfassung durch Volksabstimmung am 28. Oktober 2018, dem Tag der Landtagswahl, geändert werden soll. Wie Dr. Martin Kraushaar, Hauptgeschäftsführer der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, erläuterte, nehme sich der Staat mit einem neuen Staatsziel selbst in die Pflicht: „Künftig fördern Staat, Gemeinden und Gemeindeverbände sowohl die Errichtung und den Erhalt der technischen, digitalen und sozialen Infrastruktur als auch angemessenen Wohnraum. Der Staat wirkt damit auf die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land hin.“ Wichtig ist den Vertretern der Impulse jedoch, dass dieses Staatsziel im Rahmen marktwirtschaftlicher Bedingungen erreicht werden muss, wie Sprecher Lipka betonte. Sie erteilen damit einem Recht auf Wohnraum eine klare Absage, da die Umsetzung einer solchen Forderung wirtschaftlich nicht umsetzbar sei.

 

Senkung der Grunderwerbsteuer und Reduzierung der Normenflut gefordert

Damit sich vor allem Familien eine Eigentumswohnung oder ein Eigenheim leisten können, setzt sich die Initiative „Impulse für den Wohnungsbau – HESSEN“ außerdem für eine Senkung der Grunderwerbsteuer ein. Nach Rainer von Borstel, Hauptgeschäftsführer des Verbands baugewerblicher Unternehmer Hessen, sehen die Verbände hier eine besondere Verantwortung der Politik. „Die hessische Landesregierung stellt mit der einen Hand über die Landeswohnraumförderung Kapital bereit, um den Wohnungsbau anzukurbeln. Mit der anderen Hand nimmt sie über die Grunderwerbsteuer jedoch Jahr für Jahr große Summen von Unternehmen und Bürgern ein, die ein Grundstück erwerben wollen. Dieses Geld fehlt bei der Finanzierung eines eigenen Zuhauses. Hier könnte eine Senkung der Grunderwerbsteuer viel bewegen.“

 

Gleichsam viel bewegen könne zudem eine Reduzierung der Normenflut, wie Andreas Ostermann, Koordinator der Impulse und Vorsitzender des BDB – Bund Deutscher Baumeister Frankfurt Rhein Main, erläuterte. „Der Baukostenanstieg durch immer unübersichtlicher werdende und sich zum Teil auch widersprechende Normen ist ein Riesenproblem“, so Ostermann. Als Beispiel für einen besonders kosten- und schadensträchtigen Bereich benannte er Normen zum Schallschutz. Kritisch sei, dass in den Förderrichtlinien des Landes Anforderungen im sozialen Wohnungsbau, beispielsweise an die Barrierefreiheit oder die Ausstattung mit Freisitzen, erhoben werden, die deutlich über dem Standard der Hessischen Bauordnung liegen.

 

 

Insgesamt, so Impulse-Sprecher Gerald Lipka, fordere die hessische Bau- und Immobilienwirtschaft von der Politik eine Bündelung der Kräfte, um für alle gesellschaftlichen Gruppen bezahlbaren Wohnraum schaffen zu können. „Die Mitglieder unserer Initiative stehen den politischen Akteuren gerne für Gespräche zur Verfügung, um diese wichtigen Themen anzugehen.“

 

Impulse für den Wohnungsbau – HESSEN

Grundsteuer-Entscheidung Bundesverfassungsgericht

Geschrieben am 10. April 2018

 

Reimann: „Bodenwertsteuer wäre Anreiz für Wohnungsbau, weil Brachland nicht mehr steuerlich begünstigt würde. Land soll auf rasche Reform drängen.“

 

Frankfurt am Main. „Die Grundsteuer muss rasch und unbürokratisch reformiert werden. Sie sollte als Bodenwertsteuer ausgestaltet werden. Bemessungsgrundlage der Steuer sollte allein das Grundstück sein, unabhängig davon, ob ein Gebäude drauf steht oder nicht. Der Vorteil wäre, dass bebaute und unbebaute Flächen gleich besteuert werden.

 

Das wäre ein Anreiz für mehr Wohnungsbau, weil unbebaute Flächen nicht länger steuerlich begünstigt würden. Zudem wäre das nahezu eine ‚Null-Bürokratie-Lösung‘, da nicht Millionen Neubewertungen nötig würden. Dafür sollte sich das Land Hessen im Bundesrat einsetzen“, sagte Thomas Reimann, Vorstandsvorsitzender der ALEA Hoch- und Industriebau AG, Frankfurt, und Vorsitzender des Bau- und Immobilienausschusses der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) nach dem heutigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts.

 

Da unbebaute Grundstücke derzeit niedriger besteuert werden als bebaute Grundstücke, gebe es aktuell für Eigentümer einen Anreiz, sie nicht zu bebauen. Reimann: „Gerade im Ballungsraum fehlen günstige Wohnungen – da ist es unverständlich, warum Investoren bislang steuerlich belohnt werden, wenn sie Baugenehmigungen auf Vorrat einholen und nicht bauen.“ Eine Bodenwertsteuer würde dies ändern, indem Brachflächen und bebaute Flächen gleich besteuert würden.

Eine Bodenwertsteuer wäre viel leichter als die bisherige Grundsteuer im Sinne des Bundesverfassungsgerichts umsetzbar, weil nicht jahrelang aufwändig 35 Millionen Immobilien bewertet werden müssten, sagte Reimann. Denn mit den sogenannten Bodenrichtwerten stünden flächendeckend Daten für die Bewertung von Grundstücken zur Verfügung.

Im Jahr 2014 erklärte der Bundesfinanzhof die Grundsteuer für verfassungswidrig, weil sie auf veralteten Einheitswerten aus 1964 in Westdeutschland und 1935 in Ostdeutschland basiert.

 

Dr. h.c. Thomas M. Reimann, VhU

STIMME DER BAUWIRTSCHAFT – Dr. h.c. Thomas M. Reimann zum Vorsitzenden des VhU-Bau- und Immobilienausschuss gewählt

Geschrieben am 23. März 2018

 

Der Frankfurter Unternehmer Thomas M. Reimann, der sowohl Mitglied im Vorstand des BDB, als auch im Gesamtvorstand des VbUH ist, wurde am 19.03.2018 zum neuen Vorsitzenden des VhU-Bau- und Immobilienausschusses in Frankfurt am Main gewählt. „In meiner Funktion möchte ich die Anliegen der Bau- und Immobilienwirtschaft auf Landes- und Bundesebene in Politik und Medien massiv nach vorne bringen.“

 

Reimann geht diesbezüglich offensiv auf die aktuelle politische Diskussion im Hessischen Landtag zum Vergabegesetz ein. „Die Politik hat abermals eine Chance vergeben, die Vergabepraxis sinnvoll zu ändern. Es macht schlichtweg keinen Sinn mehr, seriös kalkulierte Angebote für die öffentliche Hand abzugeben. Es kann und darf nicht angehen, dass wissentlich Aufträge vergeben werden, die noch nicht einmal den Wert der Selbstkosten decken. Es sollte gerade der öffentlichen Hand auch darum gehen, Schwarzarbeit zu vermeiden. Wir geben testweise alle 3-6 Monate ein Angebot bei öffentlichen Auftraggebern ab; i.d.R sind wir 20% – 30% zu teuer. Der Markt hat sich demnach keineswegs beruhigt, was man auch daran erkennt, dass nicht jedes beauftragte Unternehmen seine Leistungen bis zum Ende der Bauarbeiten ausführt. Immer noch kommt es zu Insolvenzen.“

 

stv. Vorsitzender Klaus Dreyer, Vorsitzender Dr. h.c. Thomas M. Reimann, stv. Vorsitzender Jörg Brömer

 

Wer sich so kritisch äußert, hält sich auch mit einem möglichen Lösungsansatz nicht zurück. „Die Lösung wäre einfach: Die Vergabepraxis muss dahingehend geändert werden, dass man ausschließlich präqualifizierte Unternehmen zulassen sollte oder eben diese Unternehmen bevorzugt berücksichtigt werden. Der Vorteil: Die Fremdüberwachung! Die Präqualifizierungsstelle überwacht im Rahmen ihrer Abfragen alle 3 Monate das Unternehmen, ob z.B. Mindest- bzw. Tariflohn, Steuern und Sozialabgaben gezahlt werden, ob die Qualität der Arbeiten stimmt.“

 

Die VhU ist der Dachverband von 78 Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden in Hessen – von Landwirtschaft und Rohstoffgewinnung über Industrie, Handel und Energieversorgung bis zu Handwerk, Verkehr, Banken, Versicherungen und weiteren Dienstleistungsbranchen. Sowohl für den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) als auch für die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) ist sie die Landesvertretung in Hessen.

 

Mit Hilfe branchenübergreifender Fachausschüsse erbringt die VhU die politische Interessenvertretung.

 

Der VhU-Bau- und Immobilienausschuss umfasst derzeit 38 Vertreter hessischer Unternehmen und Verbände.

 

Zentrales Anliegen ist die Verringerung der staatlich bedingten Kostensteigerungen und Überregulierungen am Bau und bei Immobilien, wie z.B. Verschärfungen der EnEV zurücknehmen, Grunderwerbsteuer senken, Reform der Gewerbesteuer und der Grundsteuer, mehr Bauland ausweisen, interkommunale Zusammenarbeit forcieren, städtebauliche Standards anpassen oder Stellplatzsatzungen überarbeiten.

 

 

Heiko Kasseckert MdL beim VhU-BIA, Dr. h.c. Thomas M. Reimann

 

„Es kann und darf nicht sein, dass wir das Problem des bezahlbaren Wohnraums nur halbherzig angehen. Die Sogkraft der Metropolregion FrankfurtRheinMain hält ungebrochen an. Allein in den letzten zehn Jahren wuchs Frankfurt am Main um 100.000 Einwohner. Eine Folge davon ist ein dramatischer Mangel an Wohnungen. Insbesondere ausufernde Standards und Normen führen zunehmend zu Problemen im Wohnungsbau. Wir brauchen ein gutes Zusammenwirken von allen Beteiligten. Investoren, Vermieter, Mieter und Politik müssen die Basis für die Zukunft bilden. Auf Grund vieler investitionshemmender Regulierungen findet kein ausreichender Mietwohnungsneubau statt. Nötig ist ein deutlich höheres Angebot von Wohnraum – die Lösung ist nicht ein um 500 Mio. € erhöhtes Investitionsprogramm für den Sozialwohnungsbau. Denn auch Nicht-Berechtigte mit geringeren und mittleren Einkommen müssen versorgt werden“, so ein erstes Statement des neugewählten Vorsitzenden, der den CDU-Politiker Heiko Kasseckert (MdL) in der Sitzung begrüßen durfte.

 

Dr. h.c. Thomas M. Reimann

Dr. h.c. Thomas M. Reimann (BDB und VbUH) und Rainer von Borstel (VbUH) im Rechts- und Wirtschaftsausschuss des ZDB in Berlin

Geschrieben am 22. Februar 2018

 

Dr. h.c. Thomas M. Reimann (BDB und VbUH) und Rainer von Borstel (VbUH) im Rechts- und Wirtschaftsausschuss des ZDB in Berlin

 

Im Wirtschafts- und Rechtsausschuss des ZDB (Zentralverband Deutsches Baugewerbe) in Berlin hat Dr. h.c. Thomas M. Reimann und Rainer von Borstel (VbUH) ausführlich zum Thema Fachkräftemangel und bezahlbarer Wohnraum in Ballungsgebieten vorgetragen. Reimann und von Borstel waren die beiden einzigen Vertreter aus Hessen. Reimann nutzte dabei die Gelegenheit, die Initiative des BDB (BDB – BUND DEUTSCHER BAUMEISTER ARCHITEKTEN UND INGENIEURE FRANKFURT RHEIN MAIN E.V.), die gemeinsam und erfolgreich mit dem VbUH (VERBAND BAUGEWERBLICHER UNTERNEHMER HESSEN E. V.) im Frühjahr 2017 gestartet wurde, den Vertretern aller Bundesländer vorzustellen.

 

Die Einschätzung der hessischen Vertreter wurde bestätigt, im Handwerk und insbesondere im Bauhaupt- und Baunebengewerbe gibt es einen akuten Fachkräftemangel, der sich im Bereich der gewerblichen Arbeitnehmer besonders stark zeigt.

 

„Wir haben volle Auftragsbücher. Manche Betriebe können inzwischen aber keine weiteren Aufträge mehr annehmen, weil ihnen schlicht das Personal fehlt, um diese Aufträge abzuarbeiten,“ erklärt Rainer von Borstel, Hauptgeschäftsführer des Verbandes baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V. „Die Arbeit auf dem Bau hat nach wie vor ein Imageproblem – dabei sind Bezahlung, Aufstiegsmöglichkeiten und Technisierung längst konkurrenzfähig,“ betont er.

 

„Wir stellen fest, dass wir als Verbände, als engagierte Unternehmensvertreter wieder in die Schulen müssen, um die Werthaftigkeit des Maurers, des Stahlbetonbauers oder des Tiefbauers zu vermitteln. Die Eltern sollen wieder spüren, dass Handwerk die Basis einer ausgezeichneten Zukunft für ihre Kinder ist, eine solide und gut bezahlte Ausbildung stattfindet und der Ausbildungsberuf oft die bessere Wahl gegenüber einem Studium ist“ so Reimann ergänzend. „Ganz abgesehen davon ist das Berufsbild geprägt durch abwechslungsreiche Arbeit. Letztendlich sind die Projekte unterschiedlich, es entsteht etwas Neues, heute Wohnungen, morgen eine Industriehalle oder übermorgen ein Geschäftshaus. Da wird es nicht monoton oder langweilig und das auf viele Jahre hinaus.“

 

Die Ausführungen werden nach intensiver Diskussion von Kollegen aus Norddeutschland bestätigt, die auch die Wege in die Schulen suchen.

 

Der Nachwuchsbedarf der gesamten Wirtschaft ist hoch. Daher gibt es auch einen Konkurrenzkampf zwischen den Wirtschaftsbereichen. „Wir müssen mit unseren Pfunden wuchern. Der Baubereich ist eine boomende Branche – beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Karriere und einen guten Verdienst für junge Leute: Zum Beispiel gehören angehende Maurer zu den bestbezahlten Azubis in Deutschland. Auch nach der Ausbildung kann man als Geselle, Facharbeiter oder Meister attraktive Gehaltsstufen erreichen“, macht Rainer von Borstel abschließend deutlich.

 

„Ich denke, wir müssen darüber nachdenken, eine bundesweite Imagekampagne zu starten, um die Chancen und Möglichkeiten unserer Branche den jungen Menschen transparent zu machen“, so Reimann.

 

Das Thema Fachkräftemangel führte quasi zum Thema des bezahlbaren Wohnraums, gerade in Ballungsgebieten, über. „Sofern ich es richtig interpretiere, will die mögliche Groko die Mittel für den sozialen Wohnungsbau um 500 Mio. EUR auf 2 Mrd. EUR aufstocken. Damit werden die Herausforderungen an die Bauwirtschaft noch einmal steigen, denn von jetzt auf gleich ist eine höhere Produktivität nicht möglich. Mit dieser Maßnahme werden Menschen mit geringen Einkommen berücksichtigt, sicher ein wichtiger Schritt. Doch wie werden mittlere Einkommensbezieher in Großstädten mit bezahlbarem Wohnraum versorgt“, fragt Reimann, der für den BDB im Vorstand die Referate Unternehmer und Öffentlichkeitsarbeit betreut und Mitglied im Gesamtvorstand des VbUH ist.

 

Von Borstel weißt daraufhin, dass Baukindergeld in diesem Zusammenhang nicht alleine die Lösung sein kann. „Es ist absehbar, dass bezahlbarer Wohnraum in Ballungsgebieten eine immer größere Bedeutung bekommen wird. Sollte es zu Lösungen kommen, wird die Bauwirtschaft abermals vor einer großen Herausforderung stehen, die rechtzeitig geplant werden muss, die Kapazitäten erfordert und die Nachhaltigkeit gewährleisten muss.“

 

VbUH, BDB-HESSENFRANKFURT

Baustelle Deutschland – Jahresauftaktveranstaltung der hessisch-thüringer Bauwirtschaft

Geschrieben am 30. Januar 2018

 

Wohnungsbau und Infrastruktur als Gradmesser für die hessische Baubranche

 

Bereits zum vierten Mal luden am 25. Januar der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V., der Bauindustrieverband Hessen-Thüringen e.V., der Verband beratender Ingenieure sowie der Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e.V. und weitere Verbände zur gemeinsamen Jahresauftaktveranstaltung ein.

 

György Varga, Präsident des Bauindustrieverbandes Hessen-Thüringen e.V., begrüßte rund 250 Gäste aus Wirtschaft, Verbänden und Politik im Plenarsaal der Industrie- und Handelskammer Frankfurt. Er betonte in seiner Rede die Bedeutung der Bauwirtschaft als Schlüsselbranche in Hessen: „Mit knapp 115 Mrd. Euro Bauumsatz haben wir in 2017 wieder einen Rekord erreicht. Und nach den Prognosen geht es weiter aufwärts. Aber wir könnten deutlich mehr bauen. Fakt ist, dass wir die Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen müssen. Wir alle wissen, der Bedarf für die Projekte ist da, es scheitert auch nicht am Geld – nur die Planung und Genehmigung dauert viel zu lange. Jedem Politiker muss einleuchten, welche Gefahren eine solche Entwicklung für eine Volkswirtschaft mit sich bringt. Oberste Priorität hat deshalb die Planungsbeschleunigung. Aus unserer Sicht muss bei reinen Ersatzbaumaßnahmen z.B. im Brückenbau auf Planfeststellungsverfahren weitgehend verzichtet werden. Erforderlich sind zudem ein „Redaktionsschluss“ für einzelne Planungsschritte und die Eingrenzung des Verbandsklagerechts im Umweltbereich. Einzelne dürfen Projekte nicht über Jahre und Jahrzehnte verzögern.“

 

Der Präsident des Verbandes baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V., Frank Dittmar, machte in Richtung der Politik deutlich: „Es ist nun höchste Zeit, die Weichen richtig zu stellen. Das Bauen von Wohnungen und die Ertüchtigung der digitalen Infrastruktur sowie eine in die Zukunft gerichtete Verkehrspolitik sind wichtige Aufgaben in unserem Land, die umgehend angepackt werden müssen. Die Praxis hat gezeigt, dass die bisherige Trennung von Bau und Verkehr in zwei Ministerien ein Fehler war. Wir fordern daher ein starkes Ministerium für Bau und Infrastruktur, sowohl in Berlin als auch in Wiesbaden. Es braucht schnellere Abstimmungsprozesse, wenn wir Bauprojekte insgesamt deutlich zügiger umsetzen wollen.“

 

Das aktuell insbesondere im Ballungsgebiet drängende Problem Wohnungsbau leitete Tobias Rösinger von Seiten des Bundes Deutscher Baumeister Hessen-Frankfurt ein: „Insbesondere ausufernde Standards und Normen führen zunehmend zu Problemen im Wohnungsbau: Sie sind nicht nur Kostentreiber, sie erhöhen sogar die Rechtsunsicherheit und führen zu mehr Bauschäden. Das Wettrüsten bei Standards durch immer schärfere Anforderungen aufgrund von Partikularinteressen muss durchbrochen werden!“

Dipl.-Ing. Architekt BDB Tobias Rösinger, BDB Frankfurt Rhein Main e.V.

 

Die anschließende Diskussionsrunde „Weiter so oder Kurswechsel – wohin steuert die Wohnungsbaupolitik?“ unter der Moderation von Werner Schlierike von hr-info griff diesen Punkt auf. Es diskutierten Elke Barth MdL, mittelstandspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Ulrich Caspar MdL, wohnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Hildegard Förster-Heldmann MdL, wohnungspolitische Sprecherin der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN-Fraktion im Hessischen Landtag, Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn MdL, haushalts- und finanzpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag und Hermann Schaus MdL, wohnungspolitischer Sprecher der DIE LINKE-Fraktion im Hessischen Landtag. Als großes Problem wurde die Baulandknappheit in den hessischen Großstädten benannt, auch der Fachkräftemangel bei Ausführenden, Planern und Behörden verzögere den Bauprozess bereits heute erheblich. Kontrovers behandelt wurde das Thema Bau von Sozialwohnungen und eine mögliche Steuern- und Abgabensenkung beim Erwerb einer Wohnimmobilie.

 

Jochen Ludewig, Vorsitzender des Verbands beratender Ingenieure Hessen machte in seinem Schlusswort auch in Hinblick auf die anstehende Landtagswahl in Hessen deutlich: „Bauen muss ganz oben auf die Tagesordnung. Die heute angesprochenen Themen müssen nachhaltig angegangen werden, um Verkehrsinfarkt und Wohnungsnot noch abzuwenden!“

 

Die gemeinsame Jahresauftaktveranstaltung soll einen fortgesetzten Dialog zwischen Bauwirtschaft und Politik unterstützen und wird in weiteren Veranstaltungen und Gesprächen fortgeführt.

 

 

VbUH, Anna Dieckhöfer

 

 

 

 

Wiltrud Engler-Meister

 

 

 

Jetzt anmelden: Weiter so oder Kurswechsel – Wohin steuert die Wohnungsbaupolitik?

Geschrieben am 21. Januar 2018

 

Bauen in der Mitte Deutschlands – Wir stehen bereit!
György Varga, Vorsitzender Bauindustrieverband Hessen-Thüringen e.V.

 

 

 

 

Die hessische Bauwirtschaft: Wertschöpfung, Wachstum und Beschäftigung
Dipl.-Ing. Frank Dittmar, Präsident Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V.

 

 

 

 

 

Herausforderungen der Infrastrukturpolitik in der neuen Legislaturperiode in Bund und Land
RA Christian Funke, Geschäftsführer ProMobilität Initiative für Verkehrsinfrastruktur e.V.

 

 

 

 

Entwicklung von Standards im Wohnungsbau
Dipl-Ing. Architekt BDB Tobias Rösinger,
Geschäftsführender Gesellschafter Wentz&Co. GmbH,
Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e.V.

 

 

 

 

Weiter so oder Kurswechsel – Wohin steuert die Wohnungsbaupolitik?

 

Elke Barth MdL, mittelstandspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag

 

 

 

 

 

Ulrich Caspar MdL, wohnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag

 

 

 

 

 

Hildegard Förster-Heldmann MdL, wohnungspolitische Sprecherin der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion im Hessischen Landtag

 

 

 

 

Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn MdL, haushaltspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag

 

 

 

 

 

Hermann Schaus MdL, wohnungspolitischer Sprecher der Die Linke-Fraktion im Hessischen Landtag

 

 

 

 

 

Moderation: Werner Schlierike, Hessicher Rundfunk

 

 

Schlußwort
Dipl.-Ing. Jochen Ludewig, Vorsitzender VBI-Landesverband Hessen

 

ca. 18.00 Uhr
Imbiss und geselliger Ausklang

 

 

Jetzt hier anmelden!

 

 

 

Gemeinsame Positionen für Landtagswahl in Hessen 2018

Geschrieben am 12. Dezember 2017

 

Am 1. Dezember 2017 fand die 5. Sitzung der Initiative „Impulse für den Wohnungsbau – HESSEN“ statt. Die Vertreter der teilnehmenden Verbände, Institutionen und Kammern haben anläßlich dieses Arbeitstreffens die Ausrichtung der Aktivitäten für das Jahr der Landtagswahlen in Hessen 2018 festgelegt.

 

Verbände und Institutionen der Initiative wollen zu Positionen, die von allen gleichermaßen vertreten werden, im Wahljahr gemeinsam auftreten. Durch abgestimmte Veröffentlichungen sollen Themen mit Nachdruck platziert werden.

 

Die Initiative „Impulse für den Wohnungsbau – HESSEN“ wird von allen als gute Ergänzung zu bereits bestehenden Aktivitäten gesehen.

 

IW-Hessen

Baugewerbe verleiht Förderpreise an künftige Führungskräfte

Geschrieben am 23. November 2017

 

Abschlussarbeiten zwischen Design, Effektivität und Kostendruck
Die Hessische Bauwirtschaft verleiht zum 31. Mal den Förderpreis

 

Bereits zum 34. Mal hat der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e. V. (VbU) am 17. November 2017 seine jährlichen Förderpreise für herausragende Examensarbeiten in den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen und Bauwirtschaft vergeben. Zur Feierstunde im Haus der Wirtschaft Hessen in Frankfurt waren wieder zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gekommen.

 

„Mit dieser Auszeichnung haben wir uns das Ziel gesetzt, Studierende, die in besonderer Weise fachlich begabt sind, durch einen finanziellen Anreiz zu unterstützen und an die Praxis heranzuführen“, so VbU-Präsident Dipl.-Ing. Frank Dittmar. Kostenbewusstes Planen und Bauen, bei gleichzeitig guter Qualität und anspruchsvoller Architektur seien dabei die Leitthemen der Förderpreise. „Gerade die Absolventen der Hochschulen werden die Führungskräfte sein, auf deren innovative Ideen es für das künftige Baugeschehen ankommen wird.“

 

Die Festansprache hielt Dipl.-Ing. Ralf Ludwig von der Fraport AG Frankfurt. Er gab einen spannenden Einblick in das  Großprojekt „Terminal 3“.

 

Mit einem Preisgeld von EUR 1.000,– wurde die Siegerin in der Kategorie Architektur, Carolin Ritter, von der Frankfurt University of Applied Sciences ausgezeichnet. Die Arbeit wurde von Prof. Dipl.-Ing. Jean Heemskerk und Dipl.-Ing. Dominik Wirtgen betreut. In ihrer Abschlussarbeit hatte sie eine methodische Gegenüberstellung von Wirtschaftlichkeits- und Effizienzaspekten an einem Beispiel der Bahnstadt Heidelberg auf hervorragende Art und Weise dargestellt. Platz 2 belegte Lukas Rau von der Technischen Hochschule Mittelhessen für seine Arbeit zum Thema „Mies van der Rohe – WeiterBauen“. Er erhielt EUR 750,–. Den 3. Platz und ein Preisgeld von EUR 500,– sicherte sich Jochen Sauer von der Frankfurt University of Applied Sciences. Seine  Arbeit befasste sich ebenfalls mit der Bahnstadt Heidelberg und zwar konkret mit der Vertiefung der Sandwichfassade.

 

In der Kategorie Bauingenieurwesen siegte Maximilian Bienhaus von der Technischen Universität Darmstadt mit seiner Arbeit zur konzeptionellen Entwicklung von Brückenkappen in Fertigteil- und Halbfertigteilbauweise. Betreut wurde sie von Prof. Dr.-Ing. Carl-Alexander Graubner. 2. Siegerin wurde Tjadina Mey von der Frankfurt University of Applied Sciences, die sich mit dem Einsatz von BIM-basierten Planungsprozessen bei der Ausführung der technischen Gewerke des Hochbaus befasste. Den 3. Platz sicherte sich Katharina Kröll von der Technischen Hochschule Mittelhessen. Sie  widmete sich in ihrer Arbeit den aktuellen Herausforderungen von Bauunternehmen durch die Umstellung des Bauordnungsrechts.

 

Die Preise für die Kategorie Wirtschaft wurden in diesem Jahr wieder von der Frankfurter Volksbank gestiftet. Sieger wurde Peter Richard Wildemann von der Hochschule Darmstadt. Prof. Dr.-Ing. Alexander Bubenik war Betreuer der Arbeit, die sich mit den Möglichkeiten der Digitalisierung in der Materialwirtschaft im Bauwesen auseinandersetzte. Platz 2 ging an Rene Weigel von der Universität Kassel. Er hatte eine Bewertung ausgewählter Nachweisverfahren für die terminbezogene Beurteilung auftragnehmerseitiger Ansprüche aus Bauzeitnachträgen durchgeführt. Den 3. Platz sicherte sich Tobias Löllmann von der Hochschule RheinMain für seine Analyse der französischen Bauwirtschaft und Ermittlung der Anforderungen an kleine und mittelständische Bauunternehmen bei der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen.

 

Insgesamt 13 Expertinnen und Experten aus Verbänden, Wissenschaft und Praxis bildeten die unabhängige Preis-Jury des Wettbewerbs:

 

Dipl.-Ing. Dietmar Bücher, Bücher – Schlüsselfertiges Bauen, Idstein

Dipl.-Ing. Karlheinz Brömer, Brömer & Sohn GmbH, Wiesbaden

Dipl.-Ing. Rainer Burkert, ehem. öff. best. und vereidigter Bau-Sachverständiger, Gudensberg

Architekt Wolfgang Dunkelau, Bund Deutscher Architekten, Vorsitzender der Gruppe Frankfurt, Frankfurt

Dipl.-Ing. Michael Grebe, Grebe GmbH & Co KG, Lahntal

Dipl.-Ing. (FH) Architektur Christina Hoffmann, RKW Kompetenzzentrum, Eschborn

Dipl.-Ing. Architektur Petra Klein-Haardt, Teamleitung Bauaufsicht Frankfurt, Frankfurt

Prof. Dr.-Ing. Karsten Körkemeyer, TU Kaiserslautern, Kaiserslautern

Prof. Dr.-Ing. Michael Küchler, Hochschule Mainz University of Applied Science, Mainz

Marc Leister, Regionaldirektor der Frankfurter Volksbank, Frankfurt

Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Berlin

Dipl.-Ing. (FH) Andreas Ostermann, Vorsitzender des Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e. V.,  Frankfurt

Dipl.-Ing.Jürgen Richter, Hess. Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Wiesbaden

 

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Anna Dieckhöfer, VbUH

ES GIBT EIN LEBEN OHNE STUDIUM

Geschrieben am 27. September 2017
Bernd Ehinger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main (links), Dr. Christof Riess, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main (zweiter v.r.), Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1.Vorsitzender BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (rechts), Dr. h.c. Thomas M. Reimann, Vorstand für Unternehmer BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (zweiter v.l.)

 

Mittlerweile ist bei der Politik angekommen: Wir haben zu viele Studenten. Wir brauchen mehr Menschen die ein Handwerk lernen wollen.
Der Bedarf ist groß und es gibt im Handwerk Erfolgsgeschichten.

 

„50 % der Studenten verlassen Ihren Studiengang in den ersten zwei Semestern. Prof. Dr. Birgitta Wolff, Präsidentin der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main sagt, rund 20% der Studenten in den höheren Semestern gehören nicht an die Universität. Auf diese Entwicklung müssen wir reagieren.“ sagt Bernd Ehinger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main im Gespräch mit dem BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.

 

Die Einstellung, das Studium sei der beste Weg zu einem sicheren und guten Einkommen, ist tief in den Elternhäusern verankert. Die Akademisierung der Berufsausbildung ist die Folge.

 

„Wir hören häufig davon, dass Kinder nach der vierten Klasse – auch gegen den Rat der Lehrer – auf das Gymnasium geschickt werden. Mit Druck und viel Nachhilfe wird das Abitur geschafft. Und dann soll das Studium folgen“, sagt Dr. Christof Riess, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main. „Eltern und Verwandtschaft wollen für die Kinder immer nur das Beste. Aber das ist in solchen Fällen oftmals gerade nicht das Studium, sondern eher eine Duale Ausbildung – zum Beispiel in einem der 130 Berufe im Handwerk.“

 

Die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main bietet einmal pro Woche an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Sprechstunden an, um Studien-Neuorientierer über die vielfältigen Karrieremöglichkeiten im Handwerk zu informieren. Das wird gut angenommen, denn mittlerweile haben sich 50 Personen für eine Duale Ausbildung statt Studium entschieden.

 

„Meine beiden Enkel haben direkt nach der Schule eine Handwerksausbildung gemacht. Das hat sie positiv geprägt.“ sagt Ehinger. „Das solide Fundament einer Berufsausbildung schätzen viele Firmen. Es kann jungen Menschen erste Bestätigung und positive Berufserfahrungen geben. Und ein Studium ist über verschiedene Wege ja dann immer noch möglich.“

 

„Architekten und Ingenieure haben erkannt, dass der Fachkräftemangel auch tiefgreifende Auswirkungen auf die eigene Arbeit hat,“ sagt Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (1.Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.). „Wir müssen einfacher planen und besser überwachen, weil oft das Fachwissen der Arbeitskräfte vor Ort nicht mehr so vorhanden ist, wie das früher mal war.“

 

BDB und der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen (VbUH) haben deshalb eine Initiative gegen Fachkräftemangel und für die Ausbildung in Bauberufen gestartet.

 

„Wir brauchen die Praktiker in unseren Betrieben.“ sagt Dr. h.c. Thomas M. Reimann, CEO der ALEA Hoch- und Industriebau AG und Vorstand für Unternehmer im BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.. „Nicht selten verdient ein guter Polier mehr als ein Akademiker. Gute Fachkräfte, die Baustellen leiten können, sind das Wichtigste für jede Baufirma.“

 

„Es ist wichtig, jedes Engagement zu unterstützen, das hilft in der Gesellschaft aufzuklären, dass die handwerklichen Ausbildungsberufe hervorragende Karrierevoraussetzungen sind“, so Ehinger. Der Präsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main sagt Ostermann und Reimann seine Unterstützung für die großartige Initiative von BDB und Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen zu.

 

BDB-HessenFrankfurt

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