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Category Archives: Verbände Institutionen Kammern

BDB und BAK im Dialog mit Bundesjustizminister Heiko Maas – Gesamtschuldnerische Haftung bedarf dringend einer Gesetzesänderung!

Geschrieben am 16. Mai 2014

14_05_16 Gespräch BM Heiko Maas_BDB-Bund

 

Zu einem ca. 90 minütigem Antrittsbesuch trafen sich am 14. Mai BDB-Präsident Hans Georg Wagner in Begleitung der Präsidentin der Bundesarchitektenkammer (BAK), Frau Barbara Ettinger-Brinckmann, sowie dem BDB-Hauptgeschäftsführer Herbert Barton und dem Bundesgeschäftsführer der BAK, Dr. Tillmann Prinz, mit dem neuen Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, Heiko Maas, im Berliner Bundesjustizministerium.

Präsident Wagner, der insbesondere durch sein politisches Wirken auf Bundesebene und im Saarland ein enges persönliches Verhältnis zum neuen Bundesminister Maas hat, leitete für die Delegation der Architekten und Ingenieure federführend die Gesprächsrunde und führte durch verschiedene beispielhafte Fallgestaltungen in die z.T. existenzbedrohende Ausgangslage der Planungsbüros aufgrund der durch Rechtsprechung entwickelten gesamtschuldnerischen Haftung ein. Er verwies auch auf die Verschärfung der Haftungssituation für bauleitende Architektur- und Ingenieurbüros hin, die nach Abschaffung des Meisterbriefes im Handwerk als Qualitätssicherungsmaßnahme bei vielen Baugewerken 2004 unter der rot/grünen Bundesregierung eingetreten ist. Die Auswirkungen auf die Prämiengestaltung der Berufshaftpflichtversicherungen bei Architekten und Ingenieuren seien beträchtlich gewesen und es müsse, wenn sich nichts ändere, mit weiteren Prämienerhöhungen gerechnet werden.

Ein BDB-Positionspapier wurde vorab dem Ministerium zur Verfügung gestellt, das auch die Grundlage zum weiteren Meinungsaustausch mit dem Minister und seinem zuständigen Unterabteilungsleiter, Ministerialdirigent Karl-Heinz Oehler, bildete.

Herr Oehler stellte fest, dass die in der vorigen Legislaturperiode diesbezüglich eingerichtete Arbeitsgruppe ihre Arbeit mit dem Schlussbericht abgeschlossen habe. Es stehe jetzt an, nach Freigabe der notwendigen Haushaltsmittel noch zwei Rechtsgutachten von Seiten des Ministeriums zum Thema zu beauftragen und anschließend ernsthaft eine gesetzliche Neuregelung in Angriff zu nehmen.

Sowohl Herr Wagner wie auch die Präsidentin der BAK, Frau Ettinger-Brinckmann, boten hierzu die Unterstützung von BDB- und BAK-Seite dem Bundesjustizminister an.

Herr Oehler, der bereits in der Formulierung des Abschlussberichtes der Arbeitsgruppe die überproportionale Belastung der Architekten und Ingenieure aus der gesamtschuldnerischen Haftung mit den bauausführenden Unternehmern zutreffend diagnostiziert hatte, bat die BAK, ihm aktuelle Rechtsprechung zu typischen Fallgestaltungen in der Praxis zur Verfügung zu stellen. Dr. Prinz bot für die BAK darüber hinaus an, Vorschläge für  eine Gesetzesänderung zum Thema dem Ministerium zur Verfügung zu stellen.

Insbesondere durch Herrn Wagner wurde für den BDB die Forderung nach Streichung des Kopplungsverbotes, dem nur die Berufsgruppe der Architekten und Ingenieure und nicht ihre zumeist gewerblich tätigen Konkurrenten im Baugeschehen unterliegen, vorgetragen. Der Bundesjustizminister nahm diese Forderung mit Verständnis zur Kenntnis, verwies allerdings darauf, dass für eine entsprechende Gesetzesinitiative federführend das Bundeswirtschaftsministerium angesprochen werden müsse.

 

Bauen – Wohnen – Städtebau . Qualität ist unsere Verpflichtung

Geschrieben am 5. Mai 2014
BDB-Frankfurt Rhein Main im Gespräch mit AKH, Fr. Ettinger-Brinckmann
BDB-Frankfurt Rhein Main im Gespräch mit AKH, Fr. Ettinger-Brinckmann

„Wohnungsbau ist zum Thema Nummer eins unter Architekten und Stadtplanern geworden. Bauleitpläne und Bebauungspläne werden durch die Politik legitimiert. Aber wir Architekten müssen darauf achten, daß Städtebau qualitätvoll erfolgt. Wohnungsbau muß nicht teuer sein. Aber auch an jedem einfachen Wohngebäude soll ein gestalterischer Anspruch ablesbar bleiben. Qualität ist unsere Verpflichtung.“ so Barbara Ettinger-Brinckmann im Gespräch mit dem BDB – Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e.V.

Die Architekten- und Stadtplanerkammer als Selbstverwaltungsorgan der Architekten fördert Qualität bei den Mitgliedern und verteidigt Qualitätsmaßstäbe für den Berufszugang. Das ist vor allem im Hinblick auf Europa erforderlich.

„Der BDB möchte gerne aktiv mitarbeiten und Kammer dort, wo sie Kritik erfährt stärken oder noch besser machen.“ so Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (2. Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.).

„Die Architektenkammer ist unsere Interessensvertretung in Politik und Gesellschaft. Sie wird getragen von den Verbänden, aus denen sie Unterstützung erhält. Für mich ist Engagement und Mitarbeit in der Kammer Ehrensache!“ sagt Architekt BDB Carsten R. Kulbe (Vorstand für Finanzen im BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.), der Mitglied im Haushaltsausschuss und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Energie der Architekten- und Stadtplanerkammer ist.

Auf die aktuelle Diskussion zum Wohnungsbau hat die Kammer reagiert und die Arbeitsgruppe Wohnungsbau einberufen. Architekt BDB Bernhard Köppler ist dort Vertreter des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V. in der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen.

Der BDB sieht die Aktion ‚Impulse für den Wohnungsbau‘ in Hessen als Chance, die verschiedenen Aktivitäten und Arbeitsgruppen in den diversen Verbänden und Institutionen zu bündeln. So kann gemeinsam mehr erreicht werden.

Dipl.-Ing. BDB Ingolf Kluge (1. Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.) weist darauf hin, daß die Bundesingenieurkammer bereits Teilnehmer der Initiative ‘Impulse für den Wohnungsbau‘ ist. „Es werden dort die richtigen und wichtigen Dinge angesprochen, damit wir im Wohnungsbau vorankommen und den Sanierungsstau abbauen“.

Die Bundesarchitektenkammer ist ebenfalls schon Teilnehmer der Initiative ‘Impulse für den Wohnungsbau‘.

„Gut wenn sich nun auch in Hessen eine entsprechende Initiative zusammenfindet.“ freut sich Barbara Ettinger-Brinckmann über die Ankündigung. „Wichtig ist dann, daß wir auch nach der Qualität schauen. Qualität ist uns wichtig.“

Wohnen braucht Investoren

Geschrieben am 16. April 2014

Wohnen braucht Investoren

Immobilienportal Metropolregion FrankfurtRheinMain ist wichtiges Ergebnis des Runden Tisch Wohnen

„Um dem aktuellen Wohnungsmangel wirkungsvoll entgegenzuwirken braucht man die richtigen Strategien. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Peter Feldmann haben wir den ‘Runden Tisch Wohnen‘ in’s Leben gerufen. Wichtiges Ergebnis dieser regionalen Kooperation ist das Immobilienportal Metropolregion FrankfurtRheinMain: 25 Gemeinden bieten dort 56 Einzelflächen mit einer Größe von insgesamt 372 Hektar Wohnbauland im Einzugsbereich der Stadt Frankfurt an. Wir suchen damit aktiv Investoren. Für den Wohnungsbau brauchen wir Investoren.“

Ludger Stüve, Verbandsdirektor des Regionalverband FrankfurtRheinMain, verdeutlicht anläßlich eines ersten Gedankenaustauschs mit dem BDB – Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e.V., wie offensiv engagiert sein Verband die drängende Frage Wohnungsbau angeht.

Frankfurter Programme zur Wohnraumförderung

Geschrieben am 8. April 2014

Logo Wohnraumförderung (web)

Vorstellung der Förderprogramme im Überblick –

Eine Informationsveranstaltung der Verbände und des Stadtplanungsamtes Frankfurt

Frankfurt am Main als prosperierende Kernstadt der Rhein-Main Region zieht immer mehr Menschen an, was zu einer spürbar steigenden Einwohnerzahl führt. Daraus ergibt sich auch eine sehr hohe Nachfrage an Wohnraum. Es ist ein großes Anliegen der Stadt Frankfurt mit geeigneten Maßnahmen die teilweise bestehenden Engpässe am Wohnungsmarkt zu entspannen. Einen Weg dahin bietet die Unterstützung von Bauherrn durch günstige Förderdarlehen für die Schaffung, Modernisierung oder den Ankauf von neuem Wohnraum. Dadurch sollen gezielt die Haushalte, die sich am Markt nicht angemessen mit Wohn-raum versorgen können, in Frankfurt am Main gehalten werden. Sie erhalten Informationen über:

– Frankfurter Programm zur sozialen Mietwohnungsbauförderung
– Frankfurter Programm für familien- und seniorengerechten Mietwohnungsbau
– Frankfurter Programm zur Wohnraumförderung für Studierende
– Frankfurter Programm zur Förderung von neuem Wohnraum für selbst genutztes Wohneigentum
– Frankfurter Programm zur Förderung von Wohnraum für selbst genutztes Wohneigentum – Bestandserwerb

Alle Einzelheiten zu dieser Veranstaltung finden Sie unter Veranstaltungen hier auf dieser Internetseite.

Gemeinsame Aufgabe Wohnen

Geschrieben am 10. März 2014

14_03_10 Gemeinsame Aufgabe Wohnen (web)_BDB-Frankfurt

„Kein Thema bestimmt derzeit die Diskussion in der Baubranche mehr, als das Thema Wohnen. Dabei werden die drängendsten Fragen in den Ballungszentren aufgeworfen. Aber auch in der Region ergeben sich zum Thema Wohnen Fragen, auf die Antworten gefunden werden müssen. Architekten, Stadtplaner, Städtebauer sind hier gefordert. Wir müssen der Gesellschaft Vorschläge für eine gebaute Umwelt geben. Das ist unsere Kompetenz. Wohnen und dessen Zukunft ist die gemeinsame Aufgabe von uns Architekten in allen Berufsverbänden.“
Mit dieser Feststellung unterstreicht Architekt Andreas Staubach, Vorsitzender der Landesgruppe Hessen der VFA – Vereinigung freischaffender Architekten Deutschlands e.V. im Gespräch mit dem BDB – Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e.V. die Bedeutung und Notwendigkeit der Kooperation der Berufsverbände in gesellschaftlich wichtigen Fragen.

Dipl.-Ing. BDB Ingolf Kluge (1. Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.) freut sich über die Bereitschaft zur Zusammenarbeit und will dies gerne mit Leben füllen.
„Aus meiner Arbeit in der Ingenieurkammer auf Landes- und auf Bundesebene weiß ich, wie wichtig Kooperationen für die Sacharbeit sind. Gemeinsam können wir hier schneller vorankommen.“

Eine mögliche Plattform für die Formulierung der Branchenmeinung kann das Aktionsbündnis „Impulse für den Wohnungsbau“ sein. Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (2. Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.) lädt die VFA ein, in Hessen in dieser Initiative gemeinsam Positionen für den Wohnungsbau zu formulieren.
Drei Ziele stehen auf der Agenda der Initiative:
– Die langfristige Belebung des Wohnungsbaus
– Die energetische Gebäudesanierung
– Der altersgerechte Umbau im Gebäudebestand

„Wir haben großes Interesse daran. Wir sichern Ihnen da unsere Partnerschaft zu.“ so Staubach zu den Kollegen des BDB.

Vor allem der soziale Wohnungsbau muss wieder vermehrt in den Fokus der Entscheidungsträger und der öffentlichen Hand rücken. In einem Zeitraum von acht Jahren ist die Zahl der preisgebundenen Wohnungen um ein Drittel von 2,4 Millionen auf 1,6 Millionen zurückgegangen. Derzeit ist noch keine Umkehr dieser Entwicklung zu erkennen.

Joachim Exler, Architekt in der VFA, sieht hier die städtischen Wohnungsbaugesellschaften in der Pflicht. Sozialwohnungsbau ist eine sozial-politische Aufgabe. Für private Investoren ist das oft zu wenig interessant.

„Um der Nachfrage nach Wohnraum gerecht zu werden, sollten auch neue Wohnformen offen diskutiert und akzeptiert werden. Das Projekt Naxos der ABG ist ein Beispiel dafür. Aber auch die Initiative der Projektgruppe Philosophicum in Bockenheim für das denkmalgeschützte Gebäude von Ferdinand Kramer ist ein interessanter Ansatz. So kann Wohnen nachhaltig und sozial sein.“, so Architekt Bernd Schenk, Geschäftsführer der VFA-Landesgruppe Hessen.

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