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Autor Archiv: Andreas Ostermann

auf ein WORT: Sascha Querbach

Geschrieben am 3. Dezember 2023




ES BRAUCHT MEHR ALS NUR ANKÜNDIGUNGEN – EIN AUFRUF AN DIE POLITIK!



Die Lage der deutschen Bauwirtschaft spitzt sich weiter zu. Die Anzahl von Bauanträgen und Genehmigungen ist dramatisch eingebrochen. Bauprojekte werden nicht mehr begonnen und nahezu täglich werden Insolvenzen im Bau- und Immobiliensektor verkündet. In den meisten Planungsbüros ist diese Situation längst angekommen – die Auftragslage bereitet Zukunftssorgen.

Der Politik ist die Lage bekannt. Am 25. September 2023 hatte Olaf Scholz zuletzt ins Kanzleramt zum Wohnungsgipfel geladen. Mit einem 14-Punkte-Maßnahmenpaket sollte der Wohnungsbau angekurbelt werden. Mehr als 2 Monate später ist davon wenig bis gar nichts zu spüren. Im Gegenteil – nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts wurde eine weitreichende Haushaltssperre verfügt – die Auswirkungen sind bisher kaum absehbar.

Wie wird nun mit den vielschichtigen Herausforderungen umgegangen?


– Massiv gestiegene Baukosten

– Stark und in Rekordzeit angestiegene Zinsen

– ausufernd lange Bebauungsplanverfahren

– zunehmende Berücksichtigung von Partikularinteressen

– kontinuierliche Erhöhung kostentreibender gesetzlicher Anforderungen (z. B. Energiestandards, Schallschutzanforderungen)

– Bauordnungspluralismus

– Genehmigungsdauer von Bauanträgen / analog statt digital

– Fehlende Planungssicherheit / Verfügbarkeit von Fördermitteln (z. B. KfW)

– Investitionshemmende Anforderungen (z. B. Wertabschöpfung durch Modelle wie Frankfurter Baulandbeschluss)

– Stetig steigende Komplexität (lt. Schätzung des Städte- und Gemeindebunds ca. 20.000 baurelevante Regelungen, davon ca. 4.000 DIN-Normen)


Unterdessen steigt der Wohnraumbedarf ungebremst. Der anhaltende Zuzug in Metropolregionen führt zu einem unvermindert hohen Bedarf an Wohnraum. Insbesondere das Bevölkerungswachstum in Städten wie Frankfurt am Main spiegelt diesen Trend wider. In der 10-Jahres-Betrachtung verzeichnete Frankfurt laut Statistischem Jahrbuch im Durchschnitt einen Zuwachs von rund 10.200 Einwohnern pro Jahr. Bei einer durchschnittlichen Haushaltsgröße von 1,9 Personen hätte dies jährlich die Schaffung von etwa 5.370 zusätzlichen Wohnungen erfordert. Tatsächlich lag der Reinzugang in diesem Betrachtungszeitraum im Mittel bei nur etwa 3.210 Wohnungen. Infolgedessen blieb ein deutlicher Mangel von etwa 2.160 Wohnungen pro Jahr bestehen – über das Jahrzehnt gesehen ein Defizit von insgesamt rund 21.600 Wohneinheiten, beziehungsweise einem Fehlbetrag an Wohnungen für etwa 41.000 Einwohner – und das in den Boomjahren des Bauens.

In der aktuellen Situation stark rückläufiger Bauaktivität wird dies durch verschiedene weitere Faktoren verstärkt. Die anhaltende Zuwanderung und Migration, einschließlich der Aufnahme von Kriegsflüchtlingen aus Ländern wie der Ukraine, erhöhen den Bedarf zusätzlich. Gleichzeitig gehen geburtenstarke Jahrgänge (Jahrgänge 1946-1964) in den kommenden Jahren in den Ruhestand, was die Notwendigkeit weiteren Wohnraums für die Besetzung freiwerdender Arbeitsplätze unterstreicht. Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum wird nicht nur für die wachsende Einwohnerzahl entscheidend sein, sondern auch für Unternehmen, die auf einen erschwinglichen Wohnraum angewiesen sind, um qualifizierte Arbeitskräfte anzuziehen und zu halten.

Die Deckung dieses steigenden Wohnbedarfs stellt eine der dringendsten Aufgaben dar, um den sozialen und wirtschaftlichen Bedürfnissen der florierenden Metropolregionen gerecht zu werden.

Die Folgen des anhaltenden Mangels an Wohnraum sind vielschichtig und beeinträchtigen weitreichend verschiedene Bevölkerungsgruppen sowie den Wohnungsmarkt im Allgemeinen. Die hohen Gesamtkosten für die Errichtung oder den Erwerb von Wohnraum stellen für weite Teile der Bevölkerung eine finanzielle Herausforderung dar, insbesondere in einem aktuellen Zinsumfeld, das die Finanzierung von Immobilien kaum erschwinglich macht. Diese finanzielle Belastung führt zu einer ausbleibenden Nachfrage nach Wohneigentum. Gleiches gilt für Wohnbauinvestitionen des Kapitalmarkts. In Zeiten, in denen andere Anlageklassen wie Staatsanleihen sicherer und rentabler sind, zeigt sich auch hier eine Zurückhaltung in Investitionen im Wohnungsbau.

Das ständige Hin und Her in den politischen Ankündigungen der Bundesregierung führt daher gerade jetzt zu weiterer Verunsicherung bei Verbrauchern und Kapitalmarkt. Es ist nachvollziehbar, dass Kaufwillige derzeit abwarten. Täglich ist zu lesen, dass die Wohnungspreise sinken – was sich im Wesentlichen auf Bestandsobjekte mit Investitionsstau mit Blick auf die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) bezieht. Gleichzeitig stellt die Politik seit längerem Maßnahmen in Form von Förderungen in Aussicht, diese blieben aber bislang aus. Im Ergebnis dauert der Vertrieb im Bau befindlicher Vorhaben deutlich länger und neue Projekte werden nicht begonnen.

Durch die von Beginn bis zur Fertigstellung von Bauvorhaben naturgemäß bedingte „Trägheit“ werden die dramatischen Auswirkungen in Form von signifikant sinkenden Fertigstellungszahlen erst in den kommenden Jahren faktisch zu spüren sein und zu einer weiteren Verknappung von Wohnraum, vor allem in Metropolregionen, wo die Leerstandsquoten ohnehin minimal sind, führen. In Frankfurt am Main beträgt die Leerstandsquote laut empirica aktuell lediglich 0,3%. Die weitere Verknappung hat unmittelbare Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Wohnraum und verstärkt die soziale und wirtschaftliche Belastung für Menschen, die dringend auf diesen angewiesen sind. Gleichzeitig führt die Verknappung des Wohnraums zu einem signifikanten Anstieg der Angebotsmieten. Als Beispiel sei hier der Mietspiegel von München genannt, laut dem die durchschnittlichen Nettokaltmieten zwischen den Jahren 2021 und 2023 um 21 Prozent gestiegen sind – Tendenz weiter steigend.

Die Herausforderung, dem Bedarf an bezahlbarem Wohnraum gerecht zu werden, erfordert dringend nachhaltige Lösungsansätze auf politischer und wirtschaftlicher Ebene. Konstruktive Vorschläge der Bauwirtschaft, um diesem anhaltenden Wohnungsnotstand entgegenzuwirken, liegen seit vielen Monaten vor, haben aber kaum etwas bewirkt:


– Entfall der Grunderwerbsteuer

– Verkürzung der Baugenehmigungszeit auf max. 6 Monate

– Analog zum Gewerbebau Wegfall der Umsatzsteuer im Wohnungsbau

– Klare, verbindliche und zeitlich planbare Förderprogramme durch die KfW

– Verschlankung der Landesbauordnungen

– Entbürokratisierung durch Wegfall überflüssiger Vorschriften und Regulierungen

– Vereinfachung des seriellen und modularen Bauens durch Typengenehmigung

– Verbesserung von Abschreibungsmöglichkeiten


Die Zeit drängt, und trotz vieler Diskussionen wie dem GEG und dem Wachstumschancengesetz hat sich bislang auf politischer Ebene kaum etwas getan. Um die genannten Herausforderungen zu bewältigen, ist dringend die Schaffung verlässlicher Rahmenbedingungen und schneller Investitionsanreize erforderlich. Geschieht weiterhin nichts, ist der Verlust von Arbeitsplätzen unabwendbar und die Abwanderung von Fachkräften in andere Bereiche die Folge. 400.000 Wohnungen sollten laut Vorgabe der Bundesregierung jährlich entstehen. Laut Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) fehlen bis 2025 bis zu eine Millionen Wohnungen. Wie geht es weiter? Ausgang offen!




Dipl.-Ing. Sascha Querbach
Vorstand BDB-HESSENFRANKFURT, 1. Schriftführer

Es gibt sie noch – die guten Dinge: BDBimDAM mit York Förster

Geschrieben am 28. November 2023
Yorck Förster (Foto: Kirsten Bucher)


„Ich hatte seit langer Zeit mal wieder die Freude, eine Führung von York Förster durch das Deutsche Architektur Museum genießen zu dürfen. Ich vermisse die Führungen, die immer durch den BDB organisiert wurden. (…)“ lautete die e-Mail von Christoph Grimm an die Geschäftsstelle des BDB-HESSENFRANKFURT.

Im Frühsommer 2020 wurden die letzten angekündigten Führungen ‚BDBimDAM Playground‘ und ‚BDBimDAM Neue Heimat‘ beide aufgrund der Corona-Maßnahmen abgesagt. Und seitdem gab es diese Veranstaltungsreihe dann leider nicht mehr.

Weitere Stimmen kamen aber dazu, die sich in unregelmäßigen Abständen wieder das Treffen im DAM wünschten und vor allem York Förster in bester Erinnerung hatten. „Eine gute Idee“ so Stefan Gerckens und auch Richard Klosterbecker war sofort bereit, mitzuwirken.

Wir wollen anknüpfen an die viele Jahre BDBimDAM mit Architekturerlebnissen, Hintergrundwissen, gemeinsamen Erfahrungen, neuen Perspektiven, Gedankenanregungen, Baudialog, fachlichen Austausch und auch gleichgesinntes Miteinander und Wein mit Snacks zum Jahresausklang.

Es ist uns eine große Freude, mit dem Hinweis auf die erste Veranstaltung BDBimDAM ‚DAM Preis 2024‘ (siehe hier) nach so langer Auszeit wieder eine Lücke in unserem Veranstaltungsangebot schließen zu können.

Und so war auch die erste Reaktion von York Förster:
„Schön von Ihnen zu lesen! Die Zeit des Lockdowns hat allerlei durcheinander gebracht.“


BDB-HESSENFRANKFURT

die ‚bubble‘ verlassen – Kammer muss öffentlichkeitswirksamer werden

Geschrieben am 19. November 2023



Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung im Sommer habe ich mich spontan dazu entschlossen, ebenfalls für den BDB-HESSENFRANKFURT zur Wahl der Vertreterversammlung anzutreten.
Ich bin schon langjähriges Mitglied im BDB. Bereits zu Studienzeiten bin ich auf Anraten meines Vaters beigetreten. Er selbst ist auch Architekt und ebenfalls seit dem Studium Mitglied. Bisher war ich aber eher passiv, habe die Zeitschriften gelesen und an ein paar Exkursionen in Frankfurt teilgenommen. Als dann bei der Mitgliederversammlung gefragt wurde, wer sich an der Kammerwahl beteiligen will, dachte ich: warum eigentlich nicht?


Ich bin seit 2016 berufstätig und seit 2019 Mitglied der Architektenkammer Hessen. Für mich stand schon immer fest, dass ich mich eines Tages als „Architektin“ bezeichnen möchte. Bei den Kollegen aus meiner Generation sind da die Meinungen geteilt. Nicht alle werden Kammermitglied. Und diejenigen, die beitreten, mach dies vor allem wegen des Versorgungswerks. Es heißt dann meistens: „Wenn ich mich nicht selbstständig mache, dann muss ich ja nicht in die Kammer.“


Aber es geht um so viel mehr. Seit mehr als zwei Jahren bin ich Projektleiterin und vorwiegend in den Leistungsphasen 3 und 4 tätig. Hier bin ich im Arbeitsalltag ständig mit neuen Satzungen, Formblättern etc. konfrontiert. Selbst im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren ist die Liste an einzureichenden Unterlagen lang. Wenn ich da an die Generation meines Vaters denke, als der Architekt den Bauantrag alleine bewerkstelligen konnte, sind wir davon meilenweit entfernt. Aktuelles Beispiel: Die Gestaltungssatzung Freiraum und Klima der Stadt Frankfurt am Main, am 10.05.2023 in Kraft getreten. Bei der Liste an Vorgaben bräuchte es eigentlich die Zuarbeit von einem Landschaftsarchitekten. Bei kleineren Projekten lohnt sich die Zusammenarbeit leider nicht und am Ende macht man es doch selbst. Hier fühle ich mich von der Kammer alleine gelassen und wünsche ich mir mehr Unterstützung. Zum einen braucht es einen Rahmen, in dem die Inhalte besprochen werden. Die Sinnhaftigkeit der einzelnen Forderungen ist nämlich diskussionswürdig. Zum anderen bräuchten wir Hilfestellung durch Seminare oder dergleichen. Woher soll ich als Architekt wissen, welcher mittelkroniger Baum nun standortgerecht ist?


Mir liegt Klima- und Umweltschutz sehr am Herzen. Ich hoffe, ich spreche hier auch für die Mehrheit meiner Berufskollegen. Als Architekt hat man immer das Ziel, die Welt ein klein wenig besser zu gestalten. Wir sind uns der Verantwortung bewusst, und dass wir mit jeder Baumaßnahme direkten Einfluss auf die Umwelt nehmen. Deshalb müssen wir nachhaltig denken und handeln. Zu diesem Thema kommt von Bauherrenseite immer öfter die Frage nach einer Gebäudezertifizierung. Ein Label von DGNB, LEED, BREEAM etc. ist für einige sogar mittlerweile Standard. Hier stellt sich mir die Frage, ob die Kriterien, welche entscheidend für den Grad an „Nachhaltigkeit“ sind, immer sinnvoll sind. Maßnahmen werden umgesetzt, damit sie Punkte generieren, aber ob sie hierzulande einen positiven Einfluss bewirken, muss ebenfalls untersucht werden. Auch hier wünsche ich mir mehr als ein Signal von der Architektenkammer.


Generell möchte ich, dass die Kammer die „bubble“ verlässt und wir als Architekten mehr im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Andere Kammerberufe wie Ärzte, Anwälte etc. erfahren mehr Wertschätzung in der Gesellschaft. Dass man in gewissen Situationen einen Anwalt zu Rate zieht oder einen Arzt konsultiert steht außer Frage. Doch wann braucht man einen Architekten? Hier muss unser Bild mehr gestärkt werden. Die Kammer muss in die Pflicht genommen werden, deutlich mehr dafür zu tun. Aufzuzeigen, welche Vorteile es für private Bauherrn bedeutet, einen Architekten zu beauftragen. Schließlich leisten wir einen wertvollen Beitrag zur Gesellschaft erwirtschaften einen bedeutenden Anteil an der Wertschöpfung.


Melissa von der Sitt


Wohnungen bauen! Haben wir noch die gleichen Ziele? – Für ein neues Miteinander: Wünsche an die Bauaufsicht

Geschrieben am 8. November 2023


Im Titelbeitrag der Ausgabe 08.2023 des BAUMEISTER DIALOG haben wir angesprochen, daß seit Corona eine Dysfunktion bei vielen Behörden festzustellen ist. Trotzdem seit langem alle Coronamaßnahmen aufgehoben wurden, ist die alte Normalität nicht zurückgekehrt in den Bearbeitungsablauf bei vielen Behörden.
Architekten berichten, daß Mitarbeiter der Bauaufsichten schwerer zu erreichen sind als früher. Teilweise befinden sich Mitarbeiter im Homeoffice und haben dort aber keinen Zugriff auf die Akten im jeweils angesprochenen Verfahren. Die Erteilung von Auskünften ist dann nicht möglich und Bearbeitungsabläufe werden massiv verzögert.

Homeoffice ohne eine entsprechende Digitalisierung des Workflows und ohne den Zugriff auf alle Unterlagen vom Heimarbeitsplatz aus ist nicht sinnvoll. Dort wo im Homeoffice nicht die gleichen Arbeitsergebnisse erzielt werden können wie bei Präsenz im Amt, muß Homeoffice wieder reduziert werden und die Bauantragsbearbeitung wieder in das Amt verlagert werden.



Auch die zu langen Bearbeitungszeiten erklären sich nicht mehr. Aufgrund der Zurückhaltung der Projektentwickler, Bauträger und institutionellen Immobiliengesellschaften werden immer weniger Baugenehmigungen beantragt. Man könnte erwarten, daß in gleichem Maße sich die vorhandenen Kapazitäten auf die wenigen Bauantragsverfahren verlagern und damit diese viel schneller und unkomplizierter abgewickelt werden können. Doch das scheint nicht der Fall. Viele Architekten berichten, daß die Bearbeitungszeiten sich nicht spürbar verkürzen und auch keine größere Hinwendung zu den weniger werdenden Bauantragsverfahren zu erkennen ist.

In Zeiten rückläufiger Baukonjunktur sind schnelle und unkomplizierte Bauantragsverfahren notwendig, um die weniger werdenden Bauprojekte schnell an den Markt zu bringen und so bauwirtschaftliche Kapazitäten zu erhalten.



Die Wahrnehmung vieler Architekten ist, daß der konstruktive Dialog zwischen Architekt und Behörde immer mehr zurückgedrängt wird. Zusehens öfter wird der Behördenvertreter als Hürde, die es zu nehmen gilt, wahrgenommen. Immer weniger scheint er Dialogpartner auf dem Weg zur Baugenehmigung sein zu wollen.
So wurde uns über die Bauaufsicht des Main-Taunus-Kreises berichtet, daß dort Bauberatungen mit Verweis auf Personalengpässen gänzlich abgelehnt wurden. Unklar ist, ob diese Positionierung gegenüber den Kunden – den Bauherrn und den Architekten – neue Vorgabe der Amtsleitung ist oder ungewünscht auf Sachbearbeiterebene so gelebt wird.

Wir hoffen auf den Konsens, daß der Dialog auf Augenhöhe Grundlage für das Miteinander von Architekt und Bauaufsicht sein sollte. Dazu gehört auch, behördenseitige Forderungen mit gesetzlichen oder satzungsbezogenen Vorgaben zu erklären und nicht unbegründet Forderungen zu formulieren.



Notwendige Voraussetzung für die schnelle und sichere Bearbeitung von Behördenvorgängen ist auch das fachliche Beurteilungsvermögen und die Erfahrung in bauaufsichtlichen Verwaltungsvorgängen. Vermehrt wird von Architekten berichtet, daß im direkten Gespräch mit Sachbearbeitern in Bauaufsichtsbehörden zunehmend öfter auf höhere Verwaltungsebenen verwiesen wird und weniger in eigener Verantwortung bearbeitet wird. Wahrnehmbar öfter werden bei einfachen Sachverhalten andere Behörden zu Stellungnahmen angefragt und deren Positionierung zur notwendigen Voraussetzung für eine weitere Bearbeitung gemacht.

Wir brauchen wieder mehr Bearbeitungsbefugnisse beim Sachbearbeiter, der direkter Dialogpartner des Architekten ist.



Und ein letzter, immer wieder vorgetragener Punkt, der sich letztendlich nur aus der Wahrnehmung einer Machtposition heraus erklären läßt, ist die Platzierung von Gestaltungswünschen mit dem Ausblick auf beschleunigte Bearbeitung. Bisweilen werden Forderungen formuliert, die sich nicht mit gesetzlichen Vorgaben, mit Erlassen oder Satzungen begründen lassen. Eine schnellere Bearbeitung wird in Aussicht gestellt, wenn eine Überarbeitung der Bauantragspläne erfolgt und diese im von der Bauaufsicht formulierten Sinne neu eingereicht werden. Vielen Bauherren, für die Zeit ohne Baugenehmigung Geldverlust bedeutet, fügen sich widerwillig dem aufgezeigten Weg.

Die Bearbeitung von Bauanträgen darf sich ausschließlich an Vorgaben des Gesetzgebers und der Gemeinde orientieren. Forderungen, die nicht daraufhin begründet werden können, dürfen nicht über sanften Druck Eingang in Bearbeitungsabläufe bei der Bauaufsicht finden.



Die aktuelle Krise der Bauwirtschaft erfordert es, daß die Akteure der Branche wieder enger zusammenrücken und das Ziel, zu bauen, wieder stärker in den Blick Ihrer Handlungen nehmen. Die Politik muß dort, wo Sie Leitlinien für Behördenhandeln vorgeben kann, Zielsetzungen klar formulieren und ihre Bauaufsichten zu Mitwirkenden des gemeinsamen Ziels machen.

Unser Ziel ist: Bauen.


BDB-HESSENFRANKFURT

31. Hessischer Unternehmertag

Geschrieben am 5. November 2023

Alle Mitglieder des BDB-HESSENFRANKFURT waren zum Hessischen Unternehmertag in das Kurhaus nach Wiesbaden eingeladen. Die Verbandstagung der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände war gut besucht und Wiesbaden bot die gewohnt edle Kulisse für das Treffen der Wirtschaft in Hessen:




Mehr Freiheit für mehr Wachstum. Chancen ergreifen und Risiken meistern.


Der 31. Hessische Unternehmertag der VhU, das Spitzentreffen der hessischen Wirtschaft, versammelte auch in diesem Jahr führende Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Verbänden und Politik. Deutschland steckt in einer Rezession und braucht dringend mehr Wachstum. Doch durch welche Rahmenbedingungen kann dieses erreicht werden, welche Risiken müssen beherrscht, welche Chancen können genutzt werden?

Vor 1.000 Gästen im Wiesbadener Kurhaus sprachen Wolf Matthias Mang, Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), Ministerpräsident Boris Rhein und Dr. Norbert Rollinger, Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung AG und Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Einigkeit bestand bei den Teilnehmern, dass trotz aller derzeitigen großen geopolitischen Krisen und Schwierigkeiten die vielen existierenden Gestaltungsoptionen und Chancen durch eine Veränderungsdynamik für Wachstum in Deutschland und Hessen genutzt werden müssen.

v.r.n.l.: VhU-Präsident Wolf Matthias Mang, Ministerpräsident Boris Rhein, Dr. Norbert Rollinger (R+V Vorstandsvorsitzender und GDV-Präsident), Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn (Vizepräsident des hessischen Landtags und Vorstand für Finanzen im BDB-HESSENFRANKFURT)


VhU-Präsident Wolf Matthias Mang: “Unsere Unternehmen ermöglichen den technischen und gesellschaftlichen Fortschritt, zahlen Steuern und schaffen Arbeitsplätze. Sie müssen viele Herausforderungen wie die Überregulierung und den Strukturwandel meistern. Trotz der unternehmerischen Risiken haben wir alle Chancen durch nachhaltiges Wachstum unseren Spitzenplatz unter den Industrienationen neu zu erobern. Aber dafür brauchen wir weniger Misstrauen gegenüber der Wirtschaft und eine wachstumsfreundlichere Gesetzgebung und Verwaltung. Mit mehr Freiheit können wir die Klimaprobleme schneller und günstiger lösen, die vierte industrielle Revolution vollbringen und als Exportnation im globalen Wettbewerb standhalten.“


Ministerpräsident Boris Rhein: “Deutschland darf beim Wirtschaftswachstum nicht länger Schlusslicht in Europa sein. Wenn wir nicht zügig Lösungen für die überbordende Bürokratie, den teuren Industriestrom und den Fachkräftemangel finden, schwächen wir die Wettbewerbsfähigkeit der hiesigen Unternehmen nachhaltig und gefährden das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Handlungsfähigkeit des Staates. Nur mit einer Agenda für Wirtschaft und Wohlstand wird Deutschland wieder attraktiv für neue Investitionen.“


Dr. Norbert Rollinger, R+V Vorstandsvorsitzender und GDV-Präsident: „Die Herausforderungen sind enorm. Wir können sie bewältigen, wenn wir entschlossen die notwendige nachhaltige Transformation unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems weiter vorantreiben. Versicherer sind dabei natürliche Partner. Wir sind Kapitalgeber für den Umbau des Industriestandorts und dekarbonisieren unsere Investments. Als Experten für diese Themen setzen wir uns für Prävention und Klimafolgenanpassung ein. Und wir versichern Innovationen und helfen damit, sie für die Transformation nutzbar zu machen.“

Hessen-Champions 2023


Außerdem wurden die diesjährigen Sieger des Unternehmenswettbewerbs „Hessen-Champions“ in den Kategorien Innovation, Jobmotor und Weltmarktführer im Beisein von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir ausgezeichnet. Siehe gesonderte Pressemitteilung.
Der bundesweit einzigartige Wettbewerb feiert im nächsten Jahr sein 25-jähriges Jubiläum.


VhU

Kann das weg? – Gesetze und Vorschriften, die wir nicht brauchen

Geschrieben am 22. Oktober 2023



IHRE MITWIRKUNG IST ERFORDERLICH!


Schon vor über fünf Jahren hat der BDB-HESSENFRANKFURT im Rahmen der Jahresauftaktveranstaltung der hessischen Bauwirtschaft festgestellt: 20.000 Vorschriften und mehr – Das Wettrüsten bei Standards durch immer schärfere Anforderungen aufgrund von Partikularinteressen muß aufhören!


Mittlerweile gibt es dazu bei allen Akteuren der Branche und in der Politik Konsens: Noch mehr gesetzliche Vorgaben verträgt die Bau- und Immobilienwirtschaft nicht! Ganz im Gegenteil: Soll die Branche wieder erfolgreich zur Wirtschaftsleistung in Deutschland beitragen, müssen wir von überzogenen Standards runter und es müssen Gesetze wegfallen.

Schwierig wird es, wenn es konkret werden soll. Dann brechen sich teilweise unterschiedliche Blickwinkel und Sichtweisen Bahn und es gibt dann doch wieder von der einen oder anderen Seite vorgetragene Bedenken, gesetzliche Regelungen nicht abzuschaffen, Verordnungen nicht wegfallen zu lassen und Beschlüsse nicht zurück zu nehmen.


Wir wollen als BDB-HESSENFRANKFURT klar Position beziehen und konkret benennen, was weg kann.


In diesem Sinne treten wir in einen Diskussionsprozess ein, an dessen Ende eine Liste diverser Normen, Vorgaben, Satzungen und Gesetzesparagraphen stehen soll, die aufzeigt, was entfallen soll und was weg kann.


Besonders freut uns, daß die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) im Rahmen der letzten Sitzung des Bau- und Immobilienausschuss entschieden hat, einen entsprechenden Prozess unter den Ausschussmitgliedern anzustoßen, sodaß dann auch auf hessischer Ebene unter den wesentlichen Akteueren der privatwirtschaftlichen Bauwirtschaft ein Positionspapier vorliegen wird, mit Gesetzen, Vorschriften, Normen und Erlassen, die weg können.


Deshalb:


Teilen Sie uns mit, welche gesetzliche Regelung kann weg? Welche Norm sollte entfallen? Welche Satzung ist überflüssig?


Lassen Sie uns Ihre konkreten Vorschläge an die Geschäftsstelle des BDB-HESSENFRANKFURT zukommen. Bitte geben Sie dabei auch an, welches Gesetzgebungsorgan zuständig ist und was Sie sich von einer Abschaffung der Vorgaben erwarten.


BDB-HESSENFRANKFURT

Meine Themen für die AKH

Geschrieben am 18. September 2023



Ich möchte, dass sich die Kammer mit den Problemen und den Themen der hessischen Architekten beschäftigt und nicht versucht die ganze Welt zu retten. Die Kammer soll Selbstverwaltung und Dienstleister sein für die Architekten in Hessen. Die Interessen der hessischen Architekten sollen im Mittelpunkt stehen.

Hintergrund: Klimapolitik ist Thema vieler Vorworte und Ansprachen der Kammer. Zu wenig wird beispielsweise berichtet darüber, ob wir auf einem guten Weg sind, einen landesweit einheitlichen digitalen Bauantrag bis Jahresende hinzubekommen. Oder wie die Bemühungen der Kammer aussahen, Forderungen nach Änderungen der Vergabeordnung von Planungsleistungen bereits auf europäischer Ebene entgegenzuwirken. Wieso muß in Hessen der HBO-Bauleiter in der Fertigstellungsmeldung an die Bauaufsicht Erklärungen zur EU-Verordnung 305/2011 abgeben und in anderen Bundesländern nicht?




Ich möchte die Themen der baugewerblichen Architekten und der bauleitenden Architekten in der Kammer besser vertreten sehen.
Architektur ist nicht nur Kunst, sondern auch reales Bauen mit entsprechenden Problemen.

Hintergrund: Das Ansinnen der Kammer, Nachweise in Bauleitungstätigkeit und Erfahrungen bei der Objektüberwachung für die Eintragung als Architekt nicht mehr zu fordern, läßt eine Geringschätzung für die Leistungsphase mit dem höchsten Vergütungsprozentsatz vermuten.




Ich möchte eine Meldestelle, bei der Architekten Städte und Gemeinden, die sich mit besonders unkooperativem und architektenfeindlichem Verhalten hervorgetan haben (z.B.Honorar unterhalb der Mindestsätzen, Nichteinhaltung von Zahlungszielen, Forderung von abstrusen Nachweisen), melden können.

Hintergrund: Betroffene Architekten nehmen Missstände oftmals als Erste war. Ihre Hinweise können dafür sorgen, dass Rechtsverstöße bekannt werden. Die Kenntnis von Vorfällen unterhalb einer Strafbarkeitsgrenze ermöglicht ein Lagebild zu gewinnen.



Ich möchte, dass die Kammer sich um die Einführung eines Architektenparkausweises bemüht. Das würde zu einer erheblichen Zeiteinsparung für uns Architekten führen. Alle Handwerksfirmen können einen besonderen „Handwerkerparkausweis“ beantragen.

Hintergrund: Der Handwerkerparkausweis wurde mit der starken Forderung der Handwerkskammern durchgesetzt und erleichtert die Arbeit der Handwerker im Ballungsraum. Der Architekt, der Handwerkerleistungen überwachen soll und oft nicht nur eine Baustelle im städtischen Raum am Tag anfahren muß, sondern mehrere, muß einen regulären Parkplatz suchen oder nimmt einen Strafzettel in Kauf.



Dipl.-Ing. Architekt BDB Martin Pletz BSc
Mitglied der Vertreterversammlung der Architektenkammer Hessen

Brauchen wir eine Bauen-Quote?

Geschrieben am 15. September 2023



Kein Abgeordneter mit Bauberufshintergrund im Hessischen Landtag


Parität ist wichtig in der Parteipolitik. Wenn Wahllisten für die Wahlen aufgestellt werden, dann wird geschaut, dass aus jedem Landesteil jemand vertreten ist. Es sollen auch möglichst zur Hälfte Frauen sein. Integration und Teilhabe wird am Besten vermittelt, wenn Mitglieder mit Migrationshintergrund dabei sind.
Aber wie relevant ist Berufserfahrung, Branchenwissen und Verankerung im ausführenden Gewerbe für die parteipolitische Laufbahn noch?


Angela Merkel wurde von Kohl insbesondere gefördert, weil sie eine Frau aus dem Osten war. Zum Grund, warum Robert Habeck auf die Kanzlerkandidatur verzichten mußte, sagte er einmal: „Dass Annalena eine Frau ist in einem ansonsten männlichen Wahlkampf, war ein zentrales Kriterium.“ Und Sawsan Chebli, ehemalige Sprecherin des Auswärtigen Amtes formuliert ganz offen: „Ich bin natürlich auf diesem Migrantenticket da wo ich bin.“


Und wie steht es mit der Parität der Berufsbilder?


Schaut man sich die Mitglieder des 20. Hessischen Landtags an, dann gibt es keinen, der eine Ausbildung in der Baubranche abgeschlossen hat, niemand der Bauingenieur ist, auch keinen Architekten oder Bauunternehmer. Wenn in anderen Belangen es so wichtig ist, den gesellschaftlichen Querschnitt abzubilden, warum gibt es kein Gespür dafür, daß Diversität auch dann leidet, wenn Juristen, Politologen und Soziologen überproportional von den Parteien in die Parlamente entsendet werden?


Das war nicht immer so. Die Abgeordneten des 1. Hessischen Landtags waren Ihre berufliche Herkunft betreffend viel diverser, viel bunter als der heutige Landtag. Damals gab es neben Juristen, promovierten Volkswirtschaftlern und habilitierten Staatsrechtlern auch ausgebildete Zimmerer, Maurermeister, Tiefbauer und Pflasterer unter den Abgeordneten. Auch einfache Bauhandwerker und Bautechniker waren Mitglieder des Landtags.


Darüber hinaus gab es Abgeordnete, die berufliche Tätigkeit als Vermessungsgehilfe, Ziegelarbeiter oder Tischler vorweisen konnten.
Der Ausbildungsberuf Schlosser war damals besonders häufig unter den Abgeordneten vertreten.


Auffällig, wie oft der Weg aus der Ausbildung über die berufliche Praxis und Weiterbildung in die Berufsvertretung führte und dann auch in die politische Vertretung im Parlament. Ein Beispiel dafür ist Wilhelm Bauer (MdL), der nach der Mittelschule eine Lehre als Spengler und Installateur machte, seine Meisterprüfung ablegte und Obermeister, Kreishandwerksmeister und Landesinnungsmeister wurde.


Karl Reitz (MdL), legte nach Volksschule, Fortbildungsschule und Höherer Baugewerkeschule die Meisterprüfung ab und war dann Mitinhaber und Geschäftsführer einer Dampfziegelei und eines Dampfsägewerks.


Heinrich Achenbach (MdL) machte nach der Volksschule eine Maurerlehre und arbeitete dann als Polier.


Fritz Catta (MdL) legte nach Mittelschule und höherer Privatschule die Meisterprüfung als Maurer und Zimmerer ab, besuchte die Baugewerkeschule in Kassel und war als Architekt tätig.


Der bauberufliche Erfahrungsschatz war damals in allen Parteien im Landtag vertreten.


Ein Landtag, dessen Abgeordnete bereits aufgrund eigener beruflicher Werdegänge stärker im handwerklichen Bereich verankert sind, die als Fachkräfte in der Wirtschaft gearbeitet haben oder als Unternehmer die Probleme bei der Ausbildung junger Menschen selbst kennengelernt haben, erhält andere Impulse, führt Diskussionen anders und trifft andere Entscheidungen. Bisweilen könnten Ergebnisse handfester und klarer ausfallen.
Wir brauchen mehr Diversität was die beruflichen Hintergründe der politischen Vertreter der Parteien im Landtag betrifft.


BDB-HESSENFRANKFURT

SophienHofAbende: Energie – Gebäude – Mobilität

Geschrieben am 4. September 2023



Auch im 2. Halbjahr 2023 werden die kostenfreien Online-Vorträge wieder angeboten: Zu den Themen Energie, Gebäude und Mobilität können insgesamt 12 Vorträge online gesehen und gehört werden.

Der BDB-HESSENFRANKFURT ist Partner der ABGnova, die die Veranstaltungen durchführt.

Das neue Programm finden Sie zum Download hier


Die Anmeldung zu den Veranstaltungen kann hier erfolgen.


BDB-HESSENFRANKFURT

zwischen Goethe und Geld auf dem Weg in die Welt und zu sich selbst

Geschrieben am 2. September 2023

…so das Motto des Programms des BDB-Leipzig für die Exkursion nach Frankfurt



BDB-Leipzig zu Gast in Frankfurt

Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, Dipl.-Ing. Architekt BDB Adalbert Haberbeck

Wenn Engel reisen…. – nach Tagen voll Regen und kalten Wetters war es ein wunderbar sonniger Samstag, in den die Kolleginnen und Kollegen des BDB-Leipzig mit einem Stadtrundblick vom Maintower starten konnten. Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1. Vorsitzender des BDB-HESSENFRANKFURT, begrüßte in Begleitung von Brigitte de Jager, Geschäftsstelle BDB-HESSENFRANKFURT, den Kollegen Dipl.-Ing. Architekt BDB Adalbert Haberbeck, 1. Vorsitzender des BDB-Leipzig, und seine fast zwanzigköpfige Gruppe im Foyer des Maintower im Frankfurter Bankenviertel.


Auf Einladung des BDB-HESSENFRANKFURT ging es dann auf die 198m hoch gelegene Besucherplattform des Maintower, in dem die HeLaBa – Landesbank Hessen-Thüringen – Hauptmieter ist. Von oben war gut der Frankfurter Hauptbahnhof und das nahe gelegene Hotel zu sehen, in dem die Kollegen aus Leipzig in Frankfurt Unterkunft bezogen haben.

Der Blick auf die am Vortag besuchte Altstadt und das südliche Mainufer ist vom Maintower leider nicht mehr möglich seit der Baumaßnahme ‚Four Frankfurt‘ (ein in unmittelbarer Nähe des Maintower gebauter Hochhauskomplex aus vier Türmen, von denen einer bis auf 233 Meter in den Himmel schießt und die Besucherplattform des Maintower weit überragt).

Gut zu erkennen sind von oben dagegen die Flächen der alten Wallanlagen, die auf den Bildern der ersten Seite des Exkursionsprogramms dargestellt sind und sich bis heute als grünes Band durch die Stadt ziehen. In diesen Grüngürtel haben sich bisher nur einige wenige öffentliche Gebäude wie das Theater und die Oper, die Alte Oper oder das ehemalige Stadtbad Mitte – heute Hilton Hotel – hineingefressen.


Zwischen Wallanlagen und Alleenring befindet sich der Ring der ersten großen Stadterweiterung im 19. Jahrhundert, der Gründerzeit. Viele heute sehr beliebte Viertel, wie Bockenheim, das Westend und das Nordend sind in dieser Zeit entstanden. Danach folgten städtebauliche Erweiterungen Anfang des 20. Jahrhunderts durch Ernst May (bspw. Römerstadt) und in der Nachkriegszeit in den 60er und 70er Jahre (bspw. Nordweststadt) statt.


Mittlerweile stadtbildprägend ist die Hochhaussilhouette des Bankenviertels. Wohingegen aus der Generation der 68er-Bewegung es starke Ablehnung gegen geplante Hochhausbauten gab, die ihren Ausdruck auch in der Besetzung von alten Häusern im Westend und dem sogenannten Häuserkampf fand, hat die heutige Stadtgesellschaft grundsätzlich Hochhäuser als Bestandteil Frankfurts akzeptiert.


Mit der Empfehlung eines Besuches der Freßgass, auf der an diesem Wochenende auch der traditionelle Rheingauer Weinmarkt stattfindet, verabschiedete Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann die Kolleginnen und Kollegen aus Leipzig. Ein Herzlicher Dank geht an Dipl.-Ing. Architekt BDB Adalbert Haberbeck für das freundliche Gastgeschenk.


Kollegiale Kooperation und berufsständige Interessensvertretung ist eine wichtige Aufgabe, die mit neuen Impulsen auch in folgenden Generationen von Architekten, Ingenieuren und Unternehmern gepflegt werden sollte. All zu leicht scheint uns Allthergebrachtes entbehrlich und erkennen wir dessen Wert erst, wenn es verloren ist.
Wie Kollege Haberbeck mitteilte, soll Frankfurt sein letztes Reiseziel gewesen sein, das er als Vorsitzender des BDB-Leipzig organisiert hat. Im Sinne der BDB-Familie wünschen wir das Gelingen der Staffelstabweitergabe und freuen uns auf ein nächstes Zusammentreffen mit den Kolleginnen und Kollegen aus Leipzig.


Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann
BDB-HESSENFRANKFURT

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EIN FEST FÜR MARTIN WENTZ
Verleihung der Ehrenbaumeisterwürde
BAUMEISTER BDB h.c.
im Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main

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