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Category Archives: Bauwesen und Immobilien

Stadtplanung in der Metropolregion Frankfurt RheinMain

Geschrieben am 1. Februar 2018

Wieviel Gestaltungsraum bleibt moderner Stadtplanung?

Ex-Oberbürgermeister Horst Schneider (Offenbach am Main), Martin Hunscher, (Leiter Stadtplanungsamt Frankfurt am Main) und Ralf Werner (Niederlassungsleiter Rhein-Main Instone Real Estate) skizzierten auf Einladung des BDB HESSEN-FRANKFURT (Bund Deutscher Baumeister und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e.V.) Problemfelder und Lösungsansätze

Die Sogkraft der Metrolpolregion FrankfurtRheinMain hält ungebrochen an. Allein in den letzten zehn Jahren wuchs Franfurt am Main um 100 000 Einwohner. Eine Folge davon ist ein dramatischer Mangel an Wohnungen. „Derzeit sieht man Bedarf für weitere 40000 Wohnungen“, so Andreas Ostermann, Vorsitzender des BDB HESSEN-FRANFURT. Wieviel Gestaltungsraum bleibt der Stadtplanung in Anbetracht der brisanten Lage, dieser Frage widmete sich die BDB-Veranstaltung am 24. Januar in der Frankfurter Geschäftstelle. Prominente Vertreter aus Politik, städtischem Planungsamt und Projektentwickler wie der ehemalige Offenbacher Oberbürgermeister Horst Schneider, Martin Hunscher, Leiter des Stadtplanungsamtes Frankfurt am Main und Instone Real Estate-Niederlassungsleiter Ralf Werner schilderten Probleme und Lösungsansätze. Während die Vertreter von Politik und Stadtplanungsamt durchaus Spielräume skizzierten, beklagte der private Investor insbesondere enge Normvorschriften und steigende Grundstückspreise. Den Vorträgen folgte eine lebhafte Diskussion mit Beteiligung der zahlreich erschienenen Immobilien-Experten. Die Veranstaltung wurde von den BDB-Mitgliedern Tobias Rösinger (Geschäftsführer Wentz & Co) und Edda Rössler (Inhaberin Roessler ProResult) moderiert.

Wieviel Handlungsspielraum bleibt moderner Stadtplanung? Diskussionsveranstaltung am 24.1.18 (v.l.n.r.) Horst Schneider (ehemaliger Offenbacher Oberbürgermeister), Edda Rössler (Roessler ProResult), Martin Hunscher (Leiter Stadtplanungsamt Frankfurt am Main), Tobias Rösinger (Geschäftsführer Wentz & Co), Andreas Ostermann (1, Vorsitzender BDB HESSEN-FRANKFURT) und Ralf Werner (Niederlassungsleiter Instone Real Estate) (Foto: BDB HessenFrankfurt/ Fotograf: Bernd Kammerer)
Wieviel Handlungsspielraum bleibt moderner Stadtplanung? Diskussionsveranstaltung am 24.1.18
(v.l.n.r.)
Horst Schneider (ehemaliger Offenbacher Oberbürgermeister), Edda Rössler (Roessler ProResult), Martin Hunscher (Leiter Stadtplanungsamt Frankfurt am Main), Tobias Rösinger (Geschäftsführer Wentz & Co), Andreas Ostermann (1, Vorsitzender BDB HESSEN-FRANKFURT) und Ralf Werner (Niederlassungsleiter Instone Real Estate)
(Foto: BDB HessenFrankfurt/ Fotograf: Bernd Kammerer)

 

Offenbach setzt auf den Masterplan 2030
Handlungsspielraum für Stadtplanung besteht, so die klare Antwort aus Offenbacher Sicht. Der vor ein paar Tagen in den Ruhstand verabschiedete Oberbürgermeister Horst Schneider skizzierte anhand des Offenbacher Masterplanes 2030 die Transformation der industriell geprägten „Lederwarenstadt“ in einen modernen Dienstleistungsstandort. Zahlreiche Industriebrachen wurden in attraktive Wohngebiete umgewandelt. Gezielte Kommunikationsmaßnahmen wie etwa die Betonung Offenbachs Lage am Fluß unterstützten den Imagewandel. Darüber hinaus wurde der Dialog mit dem benachbarten Frankfurt und der Region intensiviert. Die Weiterentwicklung des Dienstleistungsparks Kaiserlei, die Revitalisierung des ehemaligen Alessa-Geländes, dem heutigen „Innovationscampus Main“, und weitere Planungen überzeugten als Beispiele einer strategisch ausgerichteten Stadtplanung.

Quadratur eines Kreises: Mehr Stadt auf gleicher Fläche?
Der Chef des Frankfurter Stadtplanungsamtes Martin Hunscher stellte seinen Vortrag unter das provokante Motto „Stadtplanung am Limit“. Der Forderung „Mehr Stadt auf gleicher Fläche“ stehen erhebliche Problemfelder gegenüber. „Moderne Stadtplanung muss sich auf eine stark im Wandel begriffene Gesellschaft beziehen“, so seine Prämisse. Partikularinteressen steigen und demografische Entwicklungen rücken in den Vordergrund. Darüber hinaus verändern Technologie und Innovation Verkehrsinfrastrukturen, die Digitalisierung prägt Industriestrukturen und Umweltaspekte spielen eine wichtige Rolle. Frankfurt am Main berücksichtige diese Entwicklungen und setzte auf neue Strategien bei der Entwicklung künftiger Siedlungsflächen für neue Wohn- und Arbeitsquartiere. Allerdings seien die großen militärischen und gewerblichen Konversionsflächen wie etwa das citynahe Europaviertel bereits ins Werk gesetzt. Große Entwicklungsmaßnahmen, als ein Beispiel hierfür erwähnte er den Riedberg, sind vollendet. Darüber hinaus befördere das Stadtplanungsamt sinnvolle Nachverdichtungen in der Innenstadt oder dem Gründerzeitring, zunehmend aber auch im Siedlungsbestand wie etwa in der Ginnheimer Platensiedlung. Der vormals monothematische Bürostandort Niederrad entwickelt sich zum gemischt-genutzten Stadtviertel „Lyoner Quartier“. Deutlich signalisierte Martin Hunscher aber die Notwendigkeit, neue Quartiere und Stadtteile auch wieder an der Peripherie der Stadt zu entwickeln, um dem hohen Wohnraumbedarf in Frankfurt und in der Region gerecht werden zu können.

Der B-Plan und seine Tücken
Den Handlungsspielraum für private Investoren, Immobilienprojekte in Frankfurt am Main und in der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main zu realisieren, wurde von Ralf Werner (Niederlassungsleiter Rhein-Main bei Instone Real Estate) geringer eingeschätzt, als dies bei den Vertretern aus Politik und Stadtplanungsamt der Fall war. Instone Real Estate ist mit namhaften Projekten wie „Wilhelms IX“ (Wiesbaden), „TWENTY7EVEN“ und dem Siemens-Areal (Frankfurt am Main) vertreten und somit mit den Spielregeln vor Ort bestens vertraut. „Auch bei den privaten Entwicklern gilt, die Komplexität des Umfeldes steigt“, so Ralf Werner. Ökologie, Verkehr, Klima, Lärm ebenso wie Infra- und Eigentümerstruktur sowie Interessenlagen innerhalb der Bevölkerung kommen mit ins Spiel. Als ein wesentliches Problem schilderte Ralf Werner steigende Grundstückspreise und deren Auswirkungen auf die anschließende Vermarktung. Widerstände in der Bevölkerung führen zu Projektverzögerungen und erzwungene Kompromisse erzielten nicht zwingend Projektverbesserungen. Daher fordert er stellvertretend für private Entwickler eine Norm-Überprüfung wie etwa bei der TA-Lärm-Verordnung, einen zurückhaltenden Einsatz von B-Plänen und bei Bedarf auch eine Einschränkung von Nachbarschaftsrechten. Selbst die Reduzierung von Freiflächen für Kindergärten sollte angesichts der Flächenknappheit kein Tabuthema sein. Ralf Werner begrüßt vollumfängliche Debatten und empfiehlt, bei politisch schwierigen Projekten die Bürger von Anfang an zu beteiligen.

 

Edda Rössler,
Roessler ProResult Agentur für Kommunikation und Digitales Business

 

 

 

 

 

BDB lobt Balthasar-Neumann-Preis 2018 aus

Geschrieben am 29. Januar 2018

 

 

Der Balthasar-Neumann-Preis ist eine der hochkarätigsten Auszeichnungen für  Architektur und  Bauingenieursleistungen in Deutschland und ist mit 10.000 Euro dotiert und wurde im Jahr 1994 erstmalig verliehen – die Auslobung findet bereits zum elften Mal statt.

Gestiftet wird der alle zwei Jahre ausgelobte Balthasar-Neumann-Preis vom Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e. V. (BDB) und der Deutschen BauZeitschrift (DBZ).

Mit dem Balthasar-Neumann-Preis wird die beispielhafte, innovative und über technisch etablierte Standards hinausgehende Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen an einem Bauwerk ausgezeichnet, das aufgrund dieser Zusammenarbeit, ganz im Sinne Balthasar Neumanns, herausragende baukulturelle und technische Qualitäten aufweist.

Diese Zusammenarbeit bezieht sich nicht allein auf partnerschaftliche Kooperationen zwischen Architekten und Tragwerksplanern bei der Realisierung eines Hochbauentwurfes oder eines Verkehrswegebauprojektes, sondern auch auf die Zusammenarbeit von Architekten und planenden Ingenieuren aus verschiedenen Fachdisziplinen. Ein Schwerpunkt liegt hier bei der Zusammenarbeit mit den TGA-Ingenieuren, um ein energetisch optimiertes Konzept zu erstellen. Insgesamt sollen beim Balthasar-Neumann-Preis die Parameter des nachhaltigen Bauens erfüllt sein. Das heißt, dass neben den soziokulturellen Anforderungen auch die technischen Aspekte wie z. B. Energie- und Ressourcenverbrauch über den gesamten Lebenszyklus hinweg dargestellt werden.

An dem zur Prämierung eingereichten Bauwerk muss die durch partnerschaftliche Planung, im Sinne von integrierten und integralen Prozessen, erreichte Qualität nachvollziehbar und ablesbar sein.  Der Preis wird verliehen für die gelungene Zusammenarbeit im Bereich Architektur, Tragwerk und Energie-/Nachhaltigkeitskonzept und wird an die Planer dieser drei Bereiche überreicht. Ausgezeichnet wird ebenfalls der Bauherr des prämierten Projektes.

Die Auslobung im Wortlauf können Sie hier herunterladen.

 

 

Teilnahme / Einreichung / JuryEinreichen können gleichberechtigt Architekten und Ingenieure unter der Voraussetzung der expliziten Benennung der beteiligten Planer, mit denen in besonders guter Zusammenarbeit das eingereichte Bauwerk entstanden ist. Der Bauherr muss ebenfalls angegeben werden.

Teilnahmeberechtigt sind Architekten und Ingenieure, deren Büro sich in einem europäischen Land befindet. Das eingereichte Bauwerk kann dabei sowohl in einem europäischen wie außereuropäischen Land errichtet worden sein. Die Fertigstellung des Objektes darf nicht länger als zwei Jahre zurückliegen.

Das Bauwerk soll durch die zum Verständnis des Projekts und der Zusammenarbeit erforderlichen Grundrisse, Schnitte und Fotografien (Renderings anstelle von Fotografien sind nicht zugelassen) dargestellt werden. Darüber hinaus gehende Abbildungen und Grafiken zum besseren und eindeutigen Verständnis des Entwurfs, des Tragwerks und des Energie- / Nachhaltigkeitskonzepts sind ausdrücklich erwünscht.

Die Arbeiten sollen auf bis zu vier Tafeln à DIN A1 dargestellt werden. Pläne, Zeichnungen und Fotos sollen auf Pappe oder anderen leichten Materialien aufgezogen werden (max. Dicke: 10 mm). Glas und Plexiglas (als Untergrund oder Rahmen) sind nicht zugelassen. Alle eingereichten Daten sind zusätzlich digital zur Verfügung zu stellen.

Die Auslobungsunterlagen und das Projektdaten-Formular erhalten Sie als Download auf dieser Seite. Der Erläuterungsbericht zur Dokumentation des eingereichten Projektes (DIN A4, deutsch oder englisch, print wie auch digital) mit den wichtigsten Informationen zu den Themen Integrale Planung, Architektur, Tragwerk und Energie- / Nachhaltigkeitskonzept wird zusammen mit dem Projektdatenblatt, mit Benennung und Adresse des Einreichers, extra per Post, Mail oder Fax gesendet an Ihre Ansprechpartnerin

Désirée Lühder
Tel.: 030/841897-13
Fax: 030/841897-22

 

 

Die Einreichung der Wettbewerbsbeiträge erfolgt an folgende Adresse:

Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. (BDB)
Stichwort: Balthasar-Neumann-Preis 2018
Willdenowstraße 6
12203 Berlin

Die Jury zum Balthasar-Neumann-Preis 2018 setzt sich wie folgt zusammen:

• Prof. Benedikt Schulz, Schulz und Schulz Architekten, Leipzig
• Dipl.-Ing. Hermann Seeberger, Seeberger Friedl Planungsgesellschaft, München
• Dr. Mathias Fuchs, ee concept, Darmstadt
• Dipl.-Ing. Peter Cachola Schmal, Direktor DAM, Frankfurt
• Prof. Anne-Julchen Bernhardt, BeL Sozietät für Architektur, Köln
• Prof. Dr.-Ing. Stephan Engelsmann, Engelsmann Peters, Stuttgart
• Prof. Dr.-Ing. Gerhard Hausladen, Ingenieurbüro Hausladen, Kirchheim

AusloberAuslober sind der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e. V., vertreten durch BDB-Präsidiumsmitglied Dipl.-Ing. Ernst Uhing, und der Bauverlag BV GmbH, DBZ – Deutsche BauZeitschrift, vertreten durch DBZ-Chefredakteur Dipl.-Ing. Burkhard Fröhlich.

Die Auslober behalten sich vor, im Rahmen einer Vorprüfung im Einzelfall zur Würdigung der eingereichten Arbeiten gezielte Sondergutachten bzw. Stellungnahmen anzufordern. Entscheidungen des Preisgerichtes sind endgültig; der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Teilnehmer erklären sich damit einverstanden, dass die eingereichten Arbeiten im Rahmen von Wettbewerbsdokumentationen veröffentlicht werden können, ohne dass die Teilnehmer hieraus Honoraransprüche oder andere Ansprüche geltend machen können. Anspruch auf Veröffentlichung besteht nicht. Sowohl das Urheberrecht als auch das Recht zur Veröffentlichung außerhalb des Wettbewerbszweckes bleiben den Teilnehmern erhalten.

Die eingesandten Wettbewerbsbeiträge werden nicht zurückgeschickt.

 

Einsendeschluss: 02. Februar 2018 (gültig ist das Datum des Poststempels)
Jurysitzung: 02. März 2018
Preisverleihung: 17. Mai 2018

 

BDB-Bund

Fertigstellung des Wohnhochhauses PRAEDIUM

Geschrieben am 2. Dezember 2017

Die Nassauische Heimstätte blickt mit Stolz auf ein erfolgreiches Projekt in Frankfurt am Main +++ Erste Übergaben im Wohnhochhaus PRAEDIUM im Frankfurter Europaviertel +++ Nassauische Heimstätte meldet reibungslosen Bauverlauf und termingerechte Fertigstellung

PRAEDIUM: Ein neues Wahrzeichen für das Frankfurter Europaviertel Foto: Nassauische Heimstätte/ Dirk Metzner
PRAEDIUM: Ein neues Wahrzeichen für das Frankfurter Europaviertel
Foto: Nassauische Heimstätte/ Dirk Metzner

Mit der Fertigstellung des Wohnhochhauses PRAEDIUM, einem markanten Landmark-Gebäude, ist ein weiteres attraktives Wohnangebot für Frankfurt am Main entstanden. Die von dem renommierten Architekturbüro Dietz Joppien geplante Wohnanlage mit Eigentumswohnungen befindet sich in bester Lage direkt am Europagarten im Frankfurter Europaviertel. „Der Bau des Gebäudes vollzog sich reibungslos, somit können alle Wohnungen fristgerecht zum vertraglich vereinbarten Zeitpunkt an die Eigentümer übergeben werden“, informiert Dr. Constantin Westphal, Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte. „Viele Übergaben finden sogar noch vor den geschuldeten Herstellungsterminen statt.“ Eine beachtliche Leistung: 60 Meter in der Höhe ist das PRAEDIUM als ein neues Wahrzeichen für das Europaviertel gut sichtbar. 242 Eigentumswohnungen auf 19 Geschossen, über 52 individuelle Grundrisse, die von 31 m² bis hin zu 363 m² reichen, erfüllen differenzierte Wohnbedürfnisse. Die Käufergruppe ist breit gefächert, darunter alteingesessene Frankfurter und auch eine internationale Klientel.

Die Nassauische Heimstätte entspricht somit ihrem Unternehmensauftrag und den Wünschen der Politik, den Wohnungsmarkt zu entlasten. Sie schafft die Voraussetzungen für ein breites Angebot an Wohnraum. Mit den zehn Gewerbeeinheiten des PRAEDIUMs wird gleichzeitig die Infrastruktur im Europaviertel verbessert und ein Mehrwert für die Bewohner geschaffen. Die gute Vermarktung wertet die Nassauische Heimstätte als einen weiteren Beweis dafür, dass sich eine qualitätsorientierte Architektur, die auf Werthaltigkeit, Nachhaltigkeit und ein gutes Investment setzt, erfolgreich behauptet. Kaum ein anderes Wohnhochhaus in Frankfurt bietet so viel Raum für Individualität. Auf unterschiedlichste Wohn-Bedürfnisse wurde mit passenden Angeboten flexibel reagiert. „Das PRAEDIUM spiegelt in dieser Hinsicht das moderne Frankfurt wider, in dem vielfältige Zielgruppen ein passendes Wohnangebot finden. „Familien, Singles, Kosmopoliten, sie alle haben Pluspunkte für das PRAEDUM gefunden“, unterstreicht Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer.

Die nach Süden orientierten Townhäuser mit individuellem Gärten und Maisonette-Wohnungen mit Dachterrassen wurden von jungen Familien mit Kindern favorisiert, während sich Singles zumeist für die kleineren Apartments entschieden haben. Für die großen Wohnungen in den oberen Etagen und für die Penthäuser konnten Käufer aus der Region und dem In- und dem Ausland gewonnen werden. Vor allem in den oberen Etagen begeistern spektakuläre Blicke auf die Frankfurter Skyline, den nahegelegenen Taunus oder den Odenwald.

PRAEDIUM: Ein neues Wahrzeichen für das Frankfurter Europaviertel Foto: Nassauische Heimstätte/ Dirk Metzner
PRAEDIUM: Ein neues Wahrzeichen für das Frankfurter Europaviertel
Foto: Nassauische Heimstätte/ Dirk Metzner

Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt
Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt mit Sitz in Frankfurt am Main und Kassel bietet seit 95 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln. Sie beschäftigt rund 720 Mitarbeiter. Mit rund 60.000 Mietwohnungen in 140 Städten und Gemeinden gehört sie zu den zehn führenden deutschen Wohnungsunternehmen. Der Wohnungsbestand wird aktuell von rund 260 Mitarbeitern in vier Regionalcenter betreut, die in 13 Service-Center untergliedert sind. Unter der Marke „NH ProjektStadt“ werden Kompetenzfelder gebündelt, um nachhaltige Stadt- und Projektentwicklungsaufgaben durchzuführen. Bis 2022 sind Investitionen von rund 1,5 Milliarden Euro in Neubau von Wohnungen und den Bestand geplant. 4.900 zusätzliche Wohnungen sollen so in den nächsten fünf Jahren entstehen. Weitere Informationen unter praedium-frankfurt.de

 

Edda Rössler,
Roessler ProResult Agentur und Beratung für Kommunikation und Digitales Business

 

Jetzt anmelden – Jahresauftaktveranstaltung der hessisch-thüringer Bauwirtschaft 2018

Geschrieben am 17. November 2017

 

 

Am 25. Januar 2018 findet bereits zum vierten mal die Jahresauftaktveranstaltung der hessisch-thüringer Bauwirtschaft in Frankfurt statt. BDB-HESSENFRANKFURT ist Mitveranstalter der Veranstaltung. Das einleitende Impulsreferat zur wohnungspolitischen Diskussion wird von Dipl.-Ing. Architekt BDB Tobias Rösinger gehalten:

 

Entwicklung von Standards im Wohnungsbau
Dipl-Ing. Architekt BDB Tobias Rösinger,
Geschäftsführender Gesellschafter Wentz&Co. GmbH,
Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e.V.

 

 

 

Darauf aufbauend diskutieren Vertreter der Fraktionen im hessischen Landtag zur Wohnungsbaufrage:

 

Weiter so oder Kurswechsel – Wohin steuert die Wohnungsbaupolitik?

Elke Barth MdL, mittelstandspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag

Ulrich Caspar MdL, wohnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag

Hildegard Förster-Heldmann MdL, wohnungspolitische Sprecherin der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion im Hessichen Landtag

Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn MdL, haushaltspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag

Hermann Schaus MdL, wohnungspolitischer Sprecher der Die Linke-Fraktion im Hessischen Landtag

 

 

 

Die Diskussionsrunde wird moderiert von Werner Schlierike (Hessischer Rundfunk).
Wir erwarten eine spannende Diskussion zur Wohnungsbaufrage im Wahljahr 2018 in Hessen.

 

Jetzt hier anmelden!

 

BDB-HESSENFRANKFURT

Hessischer Unternehmertag (HUT) der VhU: HESSEN-CHAMPIONS 2017 ausgezeichnet

Geschrieben am 10. November 2017

 

Innovations- und Wachstumspreis des Landes Hessen zum 17. Mal verliehen – Auszeichnung in den Kategorien Weltmarktführer, Jobmotor und Innovation – Verleihung auf dem Hessischen Unternehmertag

 

Auf dem 26. Hessischen Unternehmertag der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) wurden heute im Wiesbadener Kurhaus die „Hessen-Champions 2017“ ausgezeichnet. Zehn Bewerber hatten es 2017 ins Finale von Hessens angesehenstem Unternehmenswettbewerb geschafft, drei von ihnen erhielten Auszeichnungen in den Kategorien Weltmarktführer, Jobmotor und Innnovation. „Hessen ist ein Land der unternehmerischen Champions und Gründerland Nummer 1 in Deutschland. Mit den Hessen Champions möchten wir besonders kleinen und mittleren Unternehmen eine Plattform bieten, ihre wirtschaftliche Erfolgsgeschichte zu präsentieren“, sagte der Hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir. Die Jury hatte die Finalisten aus 65 Kandidaten ausgewählt. „Die Leistungen innovativer Unternehmen prägen die Entwicklung unseres Landes und machen Hessen zu einer Top-Adresse zum Leben und Arbeiten“, sagte der Minister.

 

VhU-Präsident Wolf Matthias Mang erklärte: „Unsere Vorzeigeunternehmer 2017 sind agile Unternehmer. Agile Unternehmer trainieren ihre Veränderungsbereitschaft ständig. Sie kombinieren das gewohnte auf Effizienz gerichtete hierarchische Erfolgsmodell mit einem zweiten, das Innovation beschleunigt. Mit dieser Zweigleisigkeit schöpfen sie die Weisheit von unten ab. Weil das Unten oft ein Vorne ist: näher am Kunden, näher an den Problemen, deshalb auch näher an den Lösungen.

So werden aus Innovatoren erst Jobmotoren und dann Weltmarktführer.“ Jürgen Zabel, Geschäftsführer der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Hessen (MBG H) sieht „mittelständische Unternehmen als die treibende Kraft der deutschen Wirtschaft. Insbesondere durch ihre Entwicklungen und Innovationen prägen sie die wesentliche Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Der Wettbewerb Hessen Champions zeigt einmal mehr, wie hessische Unternehmen durch ihre herausragende Innovationskraft und internationale Wettbewerbsfähigkeit die Beschäftigung sichern sowie immer wieder neue Arbeitsplätze in Hessen schaffen.“

 

 

Familienbetrieb auf Erfolgskurs

Gewinner in der Kategorie Jobmotor ist die Lampenwelt GmbH aus dem osthessischen Schlitz. Das Unternehmen hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2004 zu Europas erfolgreichstem Online-Fachmarkt für Lampen und Leuchten entwickelt. Die Gründer und Brüder Thomas und Andreas Rebmann führen heute ein international aufgestelltes Unternehmen. „Ich freue mich besonders, dass wir in der Kategorie Jobmotor einen Familienbetrieb auszeichnen konnten“, erklärte VhU-Präsident Mang. „300 Mitarbeiter und 75 neu geschaffene Arbeitsplätze machen Lampenwelt zu einem attraktiven Arbeitgeber in einer strukturschwachen Region.“

 

Erstklassige Finalisten

Aus 65 beeindruckenden Bewerbungen einzelne Gewinner zu wählen war eine schwierige Aufgabe, so die Mitglieder der Jury einstimmig. „Alle Teilnehmer und insbesondere die zehn Finalisten sind Gewinner. Schließlich konnten sie sich in einem Feld von hervorragenden Kandidaten behaupten“, äußerte sich Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer der Hessen Trade & Invest GmbH, für die Jury.

 

Finalist in der Kategorie Innovation

Schreinerei Torsten Kiefer einzigArt Möbelmanufaktur, Hünfeld
Die Schreinerei Kiefer wurde im Jahre 2000 gegründet. Der Schwerpunkt liegt im Innenausbau auf Bodenverlegung und Parkettaufarbeitung, Zimmertürmontage, Trockenbau und Herstellung von Einbaumöbeln. Bei der Montage von Zimmertüren wurde die Basis gelegt für die Entwicklung des TK-Rahmens. Der Rahmen wurde entwickelt, um die Arbeiten von verschiedenen Handwerkern aufeinander abzustimmen und so die Qualität beim Hausbau zu steigern. Hierfür entstand der Rahmen mit festen Bezugspunkten, der bereits in der Rohbauphase zum Einsatz kommt und somit für präzise Anschlüsse aller angrenzenden Gewerke (von Fliesenleger über Trockenbauer, Estrichleger und Putzer) sorgt.

 

Auftakt zu Hessen-Champions 2018

Mit der Preisverleihung startete gleichzeitig der Wettbewerb „Hessen-Champions 2018“. Gemeinsam mit der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft mbH (MBG H) werden wieder hessische Firmen gesucht, die in ihrer Branche weltweit führend sind, gemessen an ihrer Größe überdurchschnittlich viele Arbeitsplätze in Hessen schaffen oder mit innovativen Produkten und Ideen aufwarten. Mit der Organisation des Wettbewerbs ist die Hessen Trade & Invest GmbH beauftragt.

 

 

KONTAKT
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL)
Wolfgang Harms, 0611 815 2021,
wolfgang.harms@wirtschaft.hessen.de
www.wirtschaft.hessen.de

Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU)
Dr. Ulrich Kirsch, 069 95808 150,
ukirsch@vhu.de
www.vhu.de

Mittelständische Beteiligungsgesellschaft (MBG H)
Hans Boley, 069 133 850 7840,
hans.boley@mbg-hessen.de
www.mbg-hessen.de

Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI)
Thorsten Schulte, 0611 950 17 8114,
presse@htai.de
www.htai.de

 

VhU

Ein Lösungsansatz gegen Fachkräftemangel im Bauhaupt- und Baunebengewerbe von BDB, THM und VbUH

Geschrieben am 13. September 2017
Bild v.l.: Rainer von Borstel, Lena Krause, Prof. Dr. Jens Minnert, Thomas M. Reimann, Andreas Ostermann, Anette Jost

 

Gemeinsam wollen Sie ihr erklärtes Ziel verfolgen, um den bestehenden Fachkräftemangel im Bauhaupt- und Baunebengewerbe erfolgreich zu meistern. In den Räumen von StudiumPlus, dem dualen Studienprogramm der THM der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Bad Vilbel kamen auf Initiative des heimischen Bauunternehmers Dr. h.c. Thomas M. Reimann und der Geschäftsführerin der IHK Gießen-Friedberg Elke Ehlen Rainer von Borstel Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V. (VbUH), Prof. Dr. Jens Minnert (THM) und Andreas Ostermann Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein-Main e.V. (BDB) zusammen.

 

„Wir müssen neue Wege gehen, offen sein, um das zweifelsohne bestehende Problem des Fachkräftemangels offensiv anzugehen. Zu jammern führt nirgendwo hin, wir brauchen Lösungen“ so Reimann, der sowohl ehrenamtlich im Vorstand bei VbUH als auch BDB aktiv und dem Ausbildung und Qualifikation eine Herzensangelegenheit ist.

 

„Das StudiumPlus der THM hat mich überzeugt“ so Ostermann, 1. Vorsitzender des BDB. Er kann sich durchaus vorstellen, mit dem BDB Partner und Förderer der THM zu werden. „Ich sehe hier gute Chancen, Präsenz über die Grenzen unserer Organisation hinaus zu zeigen, Öffentlichkeit zu erzeugen und Netzwerke zu verbinden. Das ist eine Chance, die ich gerne mit StudiumPlus und dem Campusleiter in Bad Vilbel, realisieren würde. Da können sich BDB, StudiumPlus und VbUH meines Erachtens ideal ergänzen.“

 

Ein Ansatz, den Minnert gerne aufgriff. „Beim StudiumPlus werden ein vollwertiges Hochschulstudium und Berufserfahrung zusammengeführt. Die Studierenden haben einen Studienvertrag mit einem Unternehmen, so werden Theorie und Praxis eng miteinander verzahnt.“ Lena Krause, Sachgebietsleiterin beim dualen Studienprogramm ergänzte: „Kleine Gruppen und individuelle Betreuung ermöglichen bei StudiumPlus optimales Lernen. Die Studierenden erfahren während des gesamten Studiums Unterstützung durch Mentoren und Tutoren.“

 

Den Bezug zur Praxis hielt Rainer von Borstel vom Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V. für bedeutend. „Wir sind früh gemeinsam mit dem BDB mit einer Imagekampagne den akuten Fachkräftemangel angegangen. Wir freuen uns über das Interesse junger Menschen, die der Ausbildung im Bauhaupt- und Baunebengewerbe näher treten wollen, aber wir haben andererseits zu wenig Bewerber. Das führt in letzter Konsequenz zu Fachkräftemangel.“

 

„Es ist unbestritten, dass die Interessenten mit dem dualen Studium zum Bauingenieur oder der Weiterbildung zum geprüften Polier beste Perspektiven auf beruflichen Erfolg haben. „Wir müssen die Gesamtheit der Berufs- und Studienanfänger sehen“, so Reimann. „Wir brauchen Ingenieure mit Praxisbezug, da ist das duale Studienprogramm der THM beispielgebend, aber auch Studienabbrechern stehen wir als Bauwirtschaft für diese abwechslungsreichen Berufe weiter offen. Doch vielen jungen Menschen ist das schlichtweg nicht bekannt, oft sind sie auch aufgrund ihres Umfelds falsch beraten.“

 

Ein Punkt, auf den Minnert gerne Bezug nahm: „Diese Möglichkeit ist den Studierenden oft gar nicht bekannt. Diesbezüglich würde ich mir einen intensiveren Informationsaustausch zwischen Hochschulen und VbU/BDB wünschen. Wer sich für das Studium entscheidet, hat ja auch den Wunsch nach einem Wirken im Bauhaupt- oder Baunebengewerbe. Die Option hochinteressanter Ausbildungsberufe und guter Perspektiven ist da oft nur ungenügend bekannt.“

 

Nach 90 intensiven Minuten des Austausches waren sich die Gesprächspartner einig, dass man zukünftig verstärkt gemeinsame Wege gehen möchte. „Wenn alle an einem Strang ziehen, die gleiche Richtung zum Ziel haben, kann das zwangsläufig nur zu Synergien führen“ so Reimann, der mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Bauwirtschaft weiß, wovon er spricht. „Ich freue mich, dass die Verantwortlichen von BDB und VbU den Weg nach Bad Vilbel zu StudiumPlus gefunden haben und ich freue mich über mögliche Kooperationen“ so Minnert. Mit dem dualen Studienprogramm der THM haben wir einen wichtigen Partner im Rahmen unserer Image-Kampagne gefunden“ sagte Rainer von Borstel und Andreas Ostermann ergänzte: „Für mich steht fest, ich bin von StudiumPlus überzeugt, da unterstützen wir als BDB gerne“.

 

Dr. h.c. Thomas M. Reimann

Dr. h.c. Thomas M. Reimann mit einer VhU-Delegation bei Marie-Luise Dött in Berlin

Geschrieben am 12. Juli 2017
v.l. Dr. Vladimir von Schnurbein, Dr. Birgit Ortlieb (DOW Deutschland Inc.), Marie-Luise Dött, Thomas M. Reimann (ALEA AG)

 

 

Der Frankfurter Bauunternehmer, der auch stv. Vorsitzender des VhU-Bauausschusses ist, besuchte mit einer kleinen VhU-Delegation am 11. Juli 2017 die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit und umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU Bundestagsfraktion Marie-Luise Dött MdB (CDU) in Berlin. Begleitet wurde Reimann vom Energieexperten der VhU Dr. Vladimir von Schnurbein, sowie Dr. Birgit Ortlieb (DOW Deutschland Inc.).

 

Zur Diskussion stand der VhU-Vorschlag „CO2-Deckel statt Einzelregulierung“. Im Kern geht es um einen jährlich sinkenden CO2-Deckel bei Benzin und Diesel, sowie bei Heizöl und Erdgas mit einem System handelbarer CO2-Zertifikate, statt ständig neuer Verteuerungen und Vorschriften.

 

Für Reimann war in diesem Zusammenhang wichtig, auf die Auswirken hinzuweisen, welche Entwicklungen im Hauswärmebereich nach Einführung eines CO2-Deckels zu erwarten wären.

 

Rund 50 Prozent der Erdölheizungen in Deutschland sind älter als 20 Jahre, insgesamt rund 5,7 Millionen Heizungen. Durch Modernisierung ließe sich der Heizölverbrauch bei diesen Anlagen um 20 bis 30 Prozent reduzieren. Bei einem 4-Personen-Haushalt und einem Einfamilienhaus mit 150qm liegt der durchschnittliche Heizölverbrauch bei 2500 Liter pro Jahr. Altbauten mit einem Baujahr vor 1977 haben durchschnittlich einen doppelt so hohen Heizölverbrauch wie Gebäude mit Baujahr ab 2002.

 

Im Gebäudebestand liegen nach wie vor große Effizienzpotenziale brach und werden inzwischen nicht mehr gehoben, weil die EnEV unwirtschaftliche Anforderungen stellt.

Durch den CO2-Deckel für den Gebäudesektor würde die energetische Sanierung angeregt, ohne dass die Verbraucher zur Komplettsanierung gezwungen wären. Es könnten Schritt für Schritt Heizung, Dach, Fenster und Fassade in Angriff genommen werden. Je nachdem, wie es für die Bewohner am einfachsten oder günstigsten ist. Anbieter müssten künftig wieder den Kunden überzeugen – und nicht mehr den Politiker oder Verwaltungsmitarbeiter, der die Effizienzvorschrift schreibt.

 

Reimann führte in diesem Zusammenhang aus, dass die EnEV inzwischen beachtlicher Kostentreiber und Modernisierungsverhinderer geworden ist, was das Schaffen von kostengünstigem Wohnraum für kleine und mittlere Einkommen, insbesondere in Ballungsregionen, nicht mehr möglich macht. Diese Situation kann auch der soziale Wohnungsbau nicht entschärfen, da die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum das Angebot auch auf längere Sicht deutlich überschreiten wird.

 

„Man muss den Mut haben, die Schraube an Verordnungen und Vorschriften auch einmal zurück zu drehen. Die bis 2050 definierten Klimaziele sind notwendig und gut, aber der Weg dorthin viel zu kompliziert. Bürger sollten frei entscheiden dürfen, wie Sie das Ziel zum „CO2-Deckel“ jährlich erreichen. Deutschland ist bekannt für seine Innovationen, wir müssen technologieoffen sein, Freiraum für neue Entwicklungen schaffen, die EnEV auf das durchaus vernünftige Niveau von 2012 zurückführen, beispielsweise Blockheizkraftwerken, Erdwärme, neuen Fenstern oder einer neuer Dämmung des Daches bei Bestandsbauten wieder stärker werten und berücksichtigen“, so der stv. Vorsitzende des VhU-Bauausschusses.

 

Großes Interesse zeigte Frau Dött an dem Vorschlag der VhU. Die Kernaussage des VhU-Vorschlags ist: „Klimaschutz geht günstiger“

 

Der VhU-Vorschlag greift eine Fülle von Fragen auf und gibt auch die entsprechenden Antworten. So gaben Frau Dr. Birgit Ortlieb und der Energieexperte der VhU, Dr. Vladimir von Schnurbein umfangreiche Informationen, Anregungen und Antworten, wie zum Beispiel, wer von den neuen Cap-and-Trade-Systemen erfasst wird, wer die Einhaltung der CO2-Deckel gewährleisten würde, wie die Zertifikate versteigert werden und wo der Unterschied zu einer CO2-Steuer ist, welche Entwicklungen im Verkehrssektor nach Einführung eines CO2-Deckels zu erwarten sind und damit eng verbunden, welche Zertifikate-Preise zu erwarten sind, aber natürlich auch, welche Möglichkeiten Versorger haben, um ihre Einsparvorgaben umzusetzen.

 

Ein Kernthema für Reimann, der auch ehrenamtlich im Vorstand des BDB Frankfurt Rhein-Main und dem Verband baugewerblicher Unternehmer mitwirkt, war die Frage, welchen Anreiz Vermieter haben, in Energieeffizienz zu investieren, wenn die Mieter über höhere Brennstoffkosten die Kosten ausbleibender Investitionen zu tragen haben.

 

Und auch dazu führte Reimann den VhU-Vorschlag aus: „Heute ist es Vermietern möglich, die Kosten für energetische Sanierung auf den Mietpreis umzulegen – wodurch unwirtschaftliche Maßnahmen attraktiver werden und es häufig zu sozialen Härten kommt.

 

Durch die Einführung von CO2-Deckeln wäre das nicht mehr nötig. Die Mieter hätten die Möglichkeit, den Anbieter auszuwählen, der die staatlich vorgegebene CO2-Minderung zu den geringsten Kosten möglich macht und so den günstigsten Gas- oder Heizölpreis anbietet.

 

Auch für Vermieter wäre eine energetische Sanierung ihrer Wohnungen interessant – solange die Effizienzmaßnahmen wirtschaftlich sind. Der potentielle Mieter wird in Anbetracht der Warmmiete darüber entscheiden, welchen Grad an energetischer Sanierung er sich aussucht. Anbieter von Produkten für Energieeffizienz im Gebäudebereich wären künftig gezwungen, wirtschaftliche Angebote zu machen und könnten sich nicht länger auf immer schärferen Effizienzvorgaben ausruhen. Das treibt die Kosten nach unten und regt Innovationen an.“

 

Dr. h.c. Thomas M. Reimann

Entsorgung von HBCD-haltigen Dämmstoffen

Geschrieben am 6. Juli 2017

 

Bundesrat beschließt morgen nur ‚Second-best-Lösung‘ mit viel Bürokratie. Staatlich verursachtes Entsorgungschaos darf sich nicht wiederholen!

 

Zur morgigen Bundesratsabstimmung über die Entsorgung von HBCD-haltigem Dämmstoff erklärte Jörg Brömer, Vorsitzender des Bauausschusses der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) und Geschäftsführer des Wiesbadener Bauunternehmens Brömer und Sohn GmbH: „Der Bundesrat kann dem Entsorgungschaos der letzten Monate ein Ende setzen. Das wäre zu begrüßen. Die Bauwirtschaft ist auf verlässliche, rechtssichere, und praktikable Regelungen für die Entsorgung HBCD-haltiger Dämmstoffabfälle angewiesen. Die neue Bundesverordnung ist aber nur eine ‚Second-best-Lösung‘ mit viel Bürokratie. Sie sieht umfangreiche Dokumentationspflichten vor, die uns in der Zukunft große Probleme bereiten werden. Die stetig steigenden Energieeffizienz-Vorschriften – auch für Bestandsgebäude – werden in den nächsten Jahren zu immer größeren Entsorgungsmengen, Engpässen und Kosten führen“, zeigte sich Brömer besorgt.

 

Thomas Reimann, Vorstandsvorsitzender des Bad Vilbeler Bauunternehmens Alea AG und stellvertretender Vorsitzender des VhU-Bauausschusses, ergänzte: „Alles ist besser als der Status Quo! Deponie- und Entsorgungskapazitäten für Bauabfälle in Hessen sind knapp und wurden durch die Einstufung als ‚gefährliche Stoffe‘ im Herbst 2016 teilweise komplett versperrt. Baustellen mussten stillgelegt werden. In meinem Unternehmen hat sich der Abriss eines alten Gebäudes um 6 Monate verzögert, ebenso der Bau eines hocheffizienten Neubaus. Verschärfungen der Energieeinsparverordnung und Verhinderung von Entsorgungswegen – das passt nicht zusammen.“

 

Klaus Dreyer, Leiter Corporate Facility Management des Gesundheitskonzerns Fresenius in Bad Homburg und weiterer stellvertretender Vorsitzender des VhU-Bauausschusses, sagte: „Fresenius hat den Anspruch, moderne und energieeffiziente Liegenschaften zu entwickeln. Für uns ist es wichtig, dass Neubau- und Sanierungsprojekte reibungslos möglich sind und nicht durch Entsorgungsengpässe verzögert werden. Ich begrüße es daher sehr, wenn die Verständigung auf die vom Bundesumweltministerium eingebrachte Verordnung im Bundesrat gelingt!“

 

Hintergrund der Debatte ist eine EU-Verordnung, die dazu geführt hatte, dass der Bundesrat auf Vorschlag des hessischen Umweltministeriums seit dem 1. Oktober 2016 HBCD-haltige Stoffe als „gefährlichen Abfall“ einstufen ließ. Die Folge war ein Entsorgungsnotstand bundesweit. Viele Müllverbrennungsanlagen hatten wegen der Einstufung die Annahme verweigert, die Entsorgungspreise waren auf über 7.000 Euro pro Tonne explodiert und Baustellen mussten stillgelegt werden. Nun soll die Einstufung als „gefährliche Abfälle“ rückgängig gemacht werden. Umfangreiche Dokumentationspflichten sollen jedoch aufrechterhalten bleiben, was die Wirtschaft kritisiert.

 

VhU

EU-Kommission hat Deutschland wegen der HOAI vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt – BDB kritisiert Attacke gegen die bewährte Honorarordnung aufs Schärfste

Geschrieben am 30. Juni 2017

 

Die EU-Kommission hat mitgeteilt, dass sie die Bundesrepublik Deutschland wegen der Aufrechterhaltung der verbindlichen Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt hat. Mit dem im Jahr 2015 eingeleiteten Vertragsverletzungsverfahren zur HOAI hatte die EU-Kommission für sich in Anspruch genommen, auch für die rein inländische Niederlassungsfreiheit zuständig zu sein. Aus Sicht der EU-Kommission behindert die Honorarordnung die Niederlassungsfreiheit durch ihre verbindlichen Mindestsätze.

 

Diese Attacke aus Brüssel auf die HOAI als jahrzehntelangem bewährten Garanten für Qualität und Sicherheit beim Planen und Bauen wird von BDB-Präsident Hans Georg Wagner aufs Schärfste kritisiert: „Das Vorgehen der Kommission ist unverantwortlich und nicht ansatzweise nachvollziehbar. Sie will Qualität, Sicherheit und Baukultur für einen schrankenlosen Preiswettbewerb opfern. Architekten und Ingenieure bauen und modernisieren Häuser, planen Brücken und Schulen und haften für ihre Leistungen. Solche sensiblen Bereiche dürfen nicht ausschließlich dem Preiswettbewerb unterworfen werden! Die deutsche HOAI hat sich seit vielen Jahren bewährt. Sie garantiert höchste Qualität und sorgt für ein hohes Verbraucherschutzniveau. Solche gewachsenen Strukturen, die von großem Nutzen für den Bauherren sind und Ideenreichtum und Innovationen fördern, müssen erhalten bleiben. Die EU-Kommission verkennt vollkommen, dass es hier nicht um Wettbewerbsbeschränkungen, sondern um die Bewahrung eines notwendigen Maßes an Qualität geht.“

 

Äußerst kritisch beurteilt der BDB über die Klage hinaus die Pläne der EU-Kommission, mit der jüngstvorgelegten EU-Dienstleistungsrichtlinie prinzipiell immer stärker in die Gesetzgebungskompetenz von Bund und Ländern einzugreifen.

 

Der BDB wird sich auf allen Ebenen im Verbund mit der Bundesregierung, den Kammern und weiteren Verbänden des Mittelstandes dafür einsetzen, die HOAI vor der Attacke aus Brüssel zu verteidigen und sie auch künftig als bewährtes Instrument für qualitätsvolles Planen und Bauen in Deutschland vollständig zu erhalten.

 

BDB-Bund

Erfolgreicher 1. Real Estate Circle in Frankfurt

Geschrieben am 9. März 2017

 

Gemischten Quartieren gehört die Zukunft

 

Die Zeit der monostrukturierten Büroquartiere ist endgültig vorbei. Dies war das zentrale Ergebnis des 1. Real Estate Circle zum Thema „Auf Schatzsuche in Büroquartieren“ in Frankfurt am Main.

Beim 1. Real Estate Circle präsentierten Experten Beispiele und Lösungswege zur Revitalisierung von Büro- und Gewerbequartieren und diskutierten über politische und rechtliche Rahmenbedingungen, wirtschaftliche und unternehmerische Erfolgsfaktoren sowie Strategien für mehr Lebensqualität im Quartier.

 

Am Beispiel der Bürostadt Niederrad und zahlreicher Konversionsflächen in Deutschland und Europa machten die Redner klar, dass sowohl reine Büroquartiere als auch reine Wohngebiete nicht mehr zeitgemäß sind. „Die Experimente der radikalen Funktionstrennung sind, zumindest im großen Maßstab, gescheitert“, stellte Torsten Bölting vom InWIS in Bochum fest. Das sieht auch Mike Josef, Planungsdezernent der Stadt Frankfurt so: „Heute schätzen Menschen nicht mehr monofunktionale Viertel, sondern wünschen sich kurze Wege ins Grüne und zu zentralen, lebendigen Plätzen.“ Gerade in Ballungsräumen mit einem hohen Zuwanderungsdruck, so die Experten, böten Büroquartiere daher die Möglichkeit, Wohnraum zu schaffen. Dafür eigneten sich leer stehende Bürogebäude ebenso, wie freie Grundstücke, die nicht als Grünflächen genutzt würden.

 

Gelingen kann der Wandel durch den Dialog mit allen Akteuren und eine eigene Quartiersidentität: „Schon vor der Planung sind Gespräche wichtig, um eine gemeinsame Strategie und Vision zu entwickeln“, sagte Prof. Nathalie de Vries vom Rotterdamer Architekturbüro MVRDV. Dem pflichtete Dr. David Roitman, Vorsitzender der Standort-Initiative Neues Niederrad (SINN) mit Blick auf die Bürostadt bei: „Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und privaten Akteuren müssen wir weiter vertiefen.“

 

Voraussetzung dafür sind nach Ansicht der Experten allerdings flexible gesetzliche Rahmenbedingungen und eine aktive Unterstützung durch die Politik. Überlegungen, für „Urbane Gebiete“ die Vorschriften für Wohnungsbau im Umfeld gewerblicher Strukturen zu lockern, reichten nicht aus. „Die neue Baugebietskategorie ist kein Allheilmittel“, stellte Dr. Schröer von der Kanzlei FPS Rechtsanwälte fest. Gerald Lipka, Geschäftsführer des BFW Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland und Baden-Württemberg, sieht Beschränkungen für den Wohnungsbau: „Viele Vorschriften sind zu eng und treiben die Kosten für Bauprojekte stark in die Höhe.“ Dies gelte unter anderem für die Bereiche Energieeinsparung, Wärme- und Brandschutz aber auch für zahlreiche Normen, die sich im Baugewerbe über den Rechtsrahmen der Bauordnungen hinaus verselbstständigt hätten.

 

Diskussionsrunde (Bilder FuP Kommunikations-Management GmbH)

Erfolgreich seien Investitionen in Büro- und Gewerbequartieren immer dann, wenn am Ende ein tragfähiger Mix aus unterschiedlichen Funktionsbereichen entstehe. „Die Lage ist entscheidend für lohnende Wohnprojekte“, sagte Oliver Vorsmann-Strobel vom Projektentwickler 6B47. In Quartieren wie der Bürostadt Niederrad seien dies, so stellten die Experten gemeinsam fest, moderne Büros, bezahlbare Wohnungen, Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe, Cafés und Restaurants, Grünflächen für Spaziergänge oder sportliche Aktivitäten, sowie Kitas und Schulen. „Zudem braucht es Wohnungen für Normalverdiener und Familien, um das Viertel wirklich zu beleben“, ergänzte Klaus Franken von Catella. Ulrich Mattner, Vorsitzender des Gewerbevereins Treffpunkt Bahnhofsviertel brachte einen weiteren Vorschlag ein: „Im Bahnhofsviertel gab es vor dem Wandel auch viele Künstlerateliers, dafür bieten Büroquartiere viel Platz.“

 

Auch spektakuläre Architektur könne die Attraktivität eines solchen Quartiers verbessern. „Die Begeisterung muss von der Stadt auf Investoren und letztlich auf die Eigentümer und Mieter überspringen“, sagte Thomas Müller von der Hanauer Terragroup. Aber auch auf die Mitarbeiter von Unternehmen, so Dr. Steffen Just von Nestlé. Sein Unternehmen ist bereits seit 1969 in der Bürostadt Niederrad präsent. „Zuletzt haben wir unseren Campus umgebaut und geöffnet, um uns von privater Seite zum Quartier zu bekennen.“ Komme noch ein besonderes Angebot, wie eine Szene-Bar oder eine angesagte Galerie dazu, dann könne aus einem lebendigen Quartier durchaus ein „Place to Go“ werden, sind sich die Panelteilnehmer einig. „In fünf Jahren wird die Bürostadt bunter sein“, ist sich Susan Winter von AviaRent daher sicher. Das Unternehmen hat als eines der ersten ein Bürogebäude in dem Quartier umgewandelt.

 

FuP Marketing und Kommunikation

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