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Category Archives: Verbände Institutionen Kammern

Modernes Bauen zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Geschrieben am 11. November 2019
alle Preisträger mit Michael Kolligs (VHV) (links) und Dr. Hans-Hartwig Loewenstein (VbUH) (rechts)



Nachwuchs-Akademiker der bautechnischen Studiengänge mit Förderpreisen des hessischen Baugewerbes ausgezeichnet


Der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V. (VbUH) verlieh am 08. November zum 36. Mal die Förderpreise für herausragende Abschlussarbeiten in den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen und Bauwirtschaft an hessische Hochschulabsolventen. Zur Feierstunde in Frankfurt waren zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammengekommen.


„Uns ist insbesondere wichtig, Praxis und Wissenschaft zu verzahnen und wissenschaftliche Arbeiten von einer Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Bauwirtschaft, auf ihre Praxisrelevanz hin zu bewerten.“, so VbU-Vize-Präsident Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein. Kostenbewusstes Planen und Bauen, bei gleichzeitig guter Qualität und anspruchsvoller Architektur sind dabei die Leitthemen der Förderpreise.  Der 2018 ins Leben gerufene Dietmar Bücher Stiftungspreis Wohnungsbau wurde etabliert und nun bereits zum zweiten Mal vergeben. „Es freut uns, dass das Thema Wohnen und Wohnungsbau in der akademischen Lehre so exzellent umgesetzt werden – das zeigt das Teilnehmerfeld in diesem Jahr wieder eindrucksvoll.“


Den Festvortrag hielt Dipl.-Ing. Florian Schlüter, Architekt BDA von Meixner Schlüter Wendt Architekten Frankfurt. In seinem Vortrag stellte er verschiedene Formen urbanen Wohnens u.a. im Hochhaus dar und erläuterte anschaulich die vielfältigen Aspekte der architektonischen Stadtentwicklung.


Förderpreise des hessischen Baugewerbes


Mit einem Preisgeld von 1.000 Euro wurde der Sieger in der Kategorie Architektur, Jannik Fabricius von der Frankfurt University of Applied Sciences für seine Arbeit „Pier F Kreativzentrum und Schauhaus“, betreut von Prof. Dipl.-Ing. Jean Heemskerk und Prof. Dipl.-Ing. Holger Techen, ausgezeichnet. Die Thesis setzt sich mit einer komplexen Mischbauweise aus Holz und Stahlbeton auseinander und entwickelt dazu ein anspruchsvolles Tragwerk mit passender Fassade.


In der Kategorie Bauingenieurwesen siegte Lukas Bujotzek, Master of Science von der TU Darmstadt mit seiner Arbeit „Monte-Carlo-Simulation unbewehrter Mauerwerkswände unter Berücksichtigung räumlich streuender Materialeigenschaften“. Betreuender Professor war Dr.-Ing. Carl-Alexander Graubner.


Die Preise für die Kategorie Wirtschaft wurden in diesem Jahr von der VHV Versicherung gestiftet. Christina Kottmann, Master of Engineering von der Technischen Hochschule Mittelhessen erhielt für ihre Arbeit „Effizienzanalyse modellorientierter Kostenauswertungen auf Basis eines Bauwerksinformationsmodells“ den ersten Platz. Das Ziel der Arbeit war die Untersuchung der Frage, ob und inwieweit für Architekten und Ingenieure die modellbasierte Kostenermittlung gemäß DIN 276-1 zu Effizienzgewinnen gegenüber der herkömmlichen Vorgehensweise führt.


Ebenfalls mit dem 1. Preis im Bereich Wirtschaft wurde Andrea Vallbracht, Master of Engineering, Technische Hochschule Mittelhessen, ausgezeichnet. Die Verfasserin hat sich in ihrer Masterthesis „Konzept zur Erstellung modellbasierter Kostenermittlungen von Bauleistungen“ mit der Frage auseinandergesetzt, wie Know-how-Verlust begegnet werden kann, wenn ein langjährig beschäftigter Kalkulator in den Ruhestand geht. Die Arbeiten von Frau Kottmann und Frau Vallbracht wurden betreut von Frau Prof. Dr. Katja Silbe.


Dietmar Bücher Stiftungspreis Wohnungsbau


Den ersten Preis und damit ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro verlieh Dipl.-Ing. Wolfgang Dunkelau, Architekt BDA an Lina Kistner von der Technischen Hochschule Mittelhessen. Die Arbeit löst das Thema „Wohnen am Lahnufer“ und reagiert dabei sehr angemessen auf den Ort und die Nutzung. Die Verfasserin entwirft Reihenhauszeilen mit einer großen Bandbreite an unterschiedlichen Breiten und Höhen, die durch eine fein abgestimmte Backsteingrammatik optisch zusammengehalten werden. Die Arbeit wurde von Prof. Dipl.-Ing. Jürgen Hauck und Prof. Dr.-Ing. Alexander Pellnitz betreut Der Stiftungspreis Wohnungsbau wurde gestiftet von dem Wohnungsbauunternehmen Dietmar Bücher Schlüsselfertiges Bauen aus Idstein.


VbUH

BDB kritisiert Mietendeckel des Berliner Senats

Geschrieben am 25. Oktober 2019



Der BDB-Berlin-Brandenburg wendet sich in einem offenen Brief gemeinsamen mit anderen Akteuren des Bauwesens und der Bauwirtschaft gegen den geplanten Mietendeckel des Berliner Senats. Kritisiert wird, dass es der Senat nicht geschafft hat, bei dem anhaltend starken Zuzug nach Berlin den Wohnungsbau entsprechend anzukurbeln: So sind 2012-2017 bei 287.000 neuen Einwohnern nur rund 55.000 Wohnungen gebaut worden.


Dieses Missverhältnis sorgt für die gegenwärtige Verknappung des Wohnungsangebots. Die steigenden Baukosten, auch ein Grund für die steigenden Mieten, entstehen durch die bewusst angehobenen Anforderungen an Brandschutz, Denkmalschutz, Barrierefreiheit, Schallschutz und Energieeinsparung. Dazu kommen die steigenden Materialkosten, Löhne, Gebühren und Baulandpreise, argumentieren die Unterzeichner.  Sie sehen die Lösung ist nicht in einem Mietendeckel, sondern in der konsequenten Ausrichtung auf das Bauen und warnen, dass mit Mietendeckel die Wohnungswirtschaft ihre Investitionen drastisch reduzieren werde. Die Investoren würden sich auf Gewerbe- und Eigentumswohnungsbau konzentrieren.


Angesichts der möglichen Konsequenzen, dass sich die Mietensituation nicht entspannen, das Neubauvolumen abnehme, die Bestandswohnungen nicht modernisiert würden, kein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werde und das vor dem Hintergrund eines wahrscheinlich verfassungswidrigen Gesetzes, appellieren die Unterzeichner gegen die Verabschiedung des Mietendeckels.



Offener Brief der Verbände und Kammern an den Berliner Senat:
Hier können Sie den offenen Brief herunterladen


BDB-Berlin-Brandenburg

Privat statt Staat?! Wieviel Regulierung verträgt der Wohnungsmarkt?

Geschrieben am 6. September 2019


Überregulierung behindert Wohnungsbau für Fachkräfte – mehr Wohnbauland und weniger Investitionshindernisse nötig


Die anhaltende Wachstumsdynamik der Stadt Frankfurt am Main und der Region sorgt seit Jahren für einen hohen Druck auf dem Wohnungsmarkt mit zum Teil deutlichen Preissteigerungen – und eine Trendwende ist derzeit nicht in Sicht.



Der Impulsvortrag von Architekt BDB Tobias Rösinger, Vorstandsmitglied im BDB-HESSENFRANKFURT, war Einstieg in die Podiumsdiskussion zum Thema ‚Privat statt Staat?! Wie viel Regulierung verträgt der Wohnungsmarkt?‘ an der IHK-Frankfurt.



Ulrich Caspar, Präsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK), zählt auf: „Wer heute in Deutschland ein Wohnhaus bauen will, muss mehr als 20.000 Normen beachten – Auflagen der Länder/Kommunen noch nicht eingerechnet. Hinzu kommt eine immer stärkere Regulierung beispielsweise durch die Ausweitung der Mietpreisbremse, Milieuschutz- und Erhaltungssatzungen bis hin zur Debatte über etwaige Enteignungen“.



Jürgen H. Conzelmann, Vorsitzender bei Haus & Grund Frankfurt am Main e.V., forderte für private Eigentümer und Vermieter Investitionsanreize statt Investitionshindernisse.






BDB-HESSENFRANKFURT

(alle Bilder: Martin Joppen)

Zusammen stehen wir für eine ganzheitliche und moderne Berufsausbildung in allen Bauberufen

Geschrieben am 18. Juli 2019
v.l.n.r.: Erich Schlessmann (Koordinator Initiative Zukunft Fachkraft BDB-HESSENFRANKFURT), Julia Schöfer (Jugendbildungsreferentin IG BAU), Thomas M. Reimann (Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit im BDB-HESSENFRANKFURT), Hans-Joachim Rosenbaum (Regionalleiter IG BAU), Johannes Schader (Teamleiter Bau IG BAU), Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (Vorsitzender BDB-HESSENFRANKFURT)


Der BDB-HESSENFRANKFURT hat die IG BAU Hessen als Paten für die INITITIATIVE FACHKRAFT ZUKUNFT gewonnen. Hans-Joachim Rosenbaum begrüßt die Initiative und möchte sie proaktiv mit seinem Team unterstützen. „Die INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT des BDB-HESSENFRANKFURT ist eine ausgezeichnete Idee und ich freue mich, dass wir als IG BAU Hessen um die Patenschaft angefragt wurden. Wir können nur gemeinsam die Qualität in der Ausbildung auf dem Bau halten und ständig verbessern. Zusammen stehen wir für eine ganzheitliche und moderne Berufsausbildung in allen Bauberufen.“


Der Regionalleiter der IG BAU Hessen Hans-Joachim Rosenbaum und BDB-Vorstand Thomas M. Reimann pflegen einen regen Austausch zu vielen Themen der Bauwirtschaft. Zusammengebracht hat sie der ehemalige IG-Metall-Vorsitzende Jürgen Peters. Vor mehr als einem Jahr gab es in großer Runde erste Gespräche, um jungen Menschen die Attraktivität, sowie die damit verbundenen Chancen und Perspektiven einer Ausbildung in der Bauwirtschaft näher zu bringen. Seinerzeit beschlossen der 1. Vorsitzende des BDB-HESSENFRANKFURT, Andreas Ostermann, der Hauptgeschäftsführer des Verbandes baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V., Rainer von Borstel, Jürgen Peters, Hans-Joachim Rosenbaum und Thomas M. Reimann das Thema nachhaltig aufzugreifen. Mit Erich Schlessmann, dem ehemaligen Schulamtsleiter des Main-Kinzig-Kreises hat man einen hochkompetenten Koordinator gewinnen können, der die INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT gegenüber den Schulen verantwortet. Er umschreibt es mit wenigen Worten: „Ein ambitioniertes Projekt nimmt Fahrt auf und das freut mich ganz persönlich auch für den Verband.“


Bereits unterstützt wird die Initiative durch die IHK Frankfurt am Main mit ihrem neu gewählten Präsidenten Ulrich Caspar und der VhU Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. mit ihrem Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert. Weitere Informationen gibt es unter: http://initiative-zukunft-fachkraft.de


BDB-HESSENFRANKFURT

INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT ist wichtige Initiative für die Bauwirtschaft in der Region

Geschrieben am 4. Juli 2019

Gleich zwei bedeutende Persönlichkeiten der hessischen Kammern und Verbände besuchten die Baustelle „Unser Oberhof eG“ in Bad Homburg, um sich zu dem Thema INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT des BDB-HESSENFRANKFURT zu informieren.


Ulrich Caspar, neu gewählter Präsident der IHK Frankfurt am Main bringt in einem Gespräch auf der Baustelle die Bedeutung der Aktion zum Ausdruck. „Die INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT ist eine sehr wichtige Initiative für die Bauwirtschaft in der Region.“ Für Caspar ist die Bau- und Immobilienwirtschaft eine Schlüsselbranche. Nach seinen Worten wird der Bau immer innovativer, was den Ausbildungsberuf in dieser Branche zugleich auch interessanter macht.


Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer der VhU Vereinigung hessischer Unternehmerverbände e.V. lobt in einem Gespräch mit dem BDB-Vorstand ausdrücklich diese Massnahme, um auf die Chancen der Berufsausbildung in der Bauwirtschaft hinzuweisen. Er verweist auf die guten Arbeitsbedingungen und eine attraktive Vergütung in der Baubranche. Die Digitalisierung bei Maschinen und Geräten spielt auch für Pollert eine immer größere Bedeutung in diesem Bereich. Er begrüßt die Idee der Schnuppertage innerhalb der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main.



Die INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT ist durch den BDB-HESSENFRANKFURT in’s Leben gerufen worden, um offensiv für die Fachkraftausbildung im Baugewerbe zu werben.


Koordinator der Initiative ist Erich Schleßmann, der aus seiner Erfahrung als leitender Schulamtsdirektor die Notwendigkeit sieht, die Angebote und Berufswege der ausbildenden Wirtschaft Schülern, Eltern und Lehrern offensiv und direkt nahezubringen.


Getragen wird das Projekt durch die Unterstützung des Frankfurter Bauunternehmers und BDB-Vorstand Thomas M. Reimann, der sich gleich für zwei Unternehmen verantwortlich zeichnet und ein breites Ausbildungsspektrum im Hochbau, aber auch im Tiefbau, mit dem Schwerpunkt des Gas-, Wasser- und Rohrleitungsbaus garantiert. Am 15. Oktober 2019 wird auf einer Bad Vilbeler Baustelle ein handlungsbezogener Schnuppertag mit allen Arbeiten, die zu einer Baustelle dazugehören, angeboten.


BDB-HESSENFRANKFURT

Reimann: Die Position des Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck hat mich entsetzt

Geschrieben am 6. Juni 2019

Lieber Vizepräsident des hessischen Landtags Dr. Jörg-Uwe Hahn,

werte Abgeordnete aus den Landtagen,

lieber FDP-Kreisvorsitzender Jens Jacobi,

sehr verehrte Gäste,

lieber Gastredner Axel Bienhaus,

liebe Podiumsgäste Kerstin Giger, Raimund Becker, Harald Blumenauer und Hans-Joachim Rosenbaum,

liebe Mitinitiatoren Michael von Grünewaldt und Andreas Ostermann,

liebe Kolleginnen und Kollegen aus der Bau- und Immobilienwirtschaft,

im September 2018 sind wir mit dem 1. IMMOTALK und dem Präsidenten der VhU Wolf Mathias Mang gestartet, im Februar setzten wir mit Prof. Dr. Martin Wentz diese erfolgreiche Reihe fort und heute freue ich mich ganz außerordentlich, eine so große Anzahl von Gästen zum 3. IMMOTALK begrüßen zu dürfen. Die Themen haben ganz offensichtlich gepasst. Wir greifen aktuelle Entwicklungen unserer Metropolregion auf und wollen nicht nur diskutieren und kritisieren, sondern auch einen Beitrag zu möglichen Lösungen liefern.

Wir haben es als Initiatoren verstanden, Denker und Lenker unserer Republik gewinnen zu können. Menschen, die mit hohem Fach- und Sachverstand bewiesen haben, Fragen zu bau- und immobilienpolitischen Themen beantworten zu können.

Allerdings stellen wir auch allzu häufig leider fest, dass nur sehr verhalten und mit großer Skepsis unsere Empfehlungen durch die Politik aufgegriffen und umgesetzt werden.

Ein Beispiel ist für mich das Stadtentwicklungskonzept in Frankfurt für 70.000 neue Wohnungen oder das leidige Thema der Mietpreisbremse.  Das Handeln Frankfurts stimmt nachdenklich, denn man agiert wieder einmal als Solist, was einem „Miteinander“ in einer Metropolregion widerspricht. Großstädte werden sich nur erfolgreich entwickeln können, wenn man sich als Region versteht und andere Betroffene mitnimmt.

Marktpreise bilden sich seit jeher über Angebot und Nachfrage. Das Angebot ist seit Jahren zu gering, was die Preise aufgrund der hohen Nachfrage massiv steigen lässt. Die Mietpreisbremse wird private Investitionen verhindern, das Angebot noch weiter verringern.

Lassen Sie mich bitte kurz eine Bilanz des Koalitionsvertrages sowie der ersten 100 Tage zur Bau- und Wohnungspolitik der aktuellen Landesregierung ziehen.

Ich sehe es als positiv, dass die Bündelung der Zuständigkeiten für das Thema Wohnen im Wirtschaftsministerium erfolgte und Anpassungen im Kommunalen Finanzausgleich vereinbart wurden: Kommunen sollen besser unterstützt werden, wenn sie neue Bauflächen zur Verfügung stellen.

Aber ich habe auch Anlass zur Kritik. Die beschlossene Begrenzung des durchschnittlichen Flächenverbrauchs auf 2,5 ha pro Tag sind kontraproduktiv, der Mangel an Vorschlägen zum Abbau von Normen und Regulierungen ist Besorgnis erregend und die Ausweitungen der Mietpreisbremse sowie die Fristverlängerung bei der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen sind falsch.

Ich plädiere mit Nachdruck und in aller Deutlichkeit für die Reduktion und Vereinfachung von Gesetzen, Normen und Verordnungen, um schneller und günstiger bauen zu können. Ebenso weise ich auf die Notwendigkeit von mehr Bauflächen hin: Kommunen die mehr bauen, sollen mehr Mittel zur Finanzierung der Infrastruktur erhalten. Ein größeres Angebot an Wohnraum trägt zur Entspannung auf dem Wohnungsmarkt bei. Der Mangel an Angeboten sowie die steigende Nachfrage am Wohnungsmarkt bilden den Preis. Ein deutliches Mehr an Bauland ist maßgeblicher Schlüssel, um das Problem sinnhaft anzugehen.

Die Position des Grünen-Vorsitzenden Robert Habeck hat mich entsetzt.

Diese Drohung mit Flächenenteignung ist strikt abzulehnen, weil sie mit dem grundgesetzlichen Eigentumsschutz kollidiert und sachlich völlig unverhältnismäßig wäre. Zudem bewirkt diese Drohung wohnungspolitisch das Gegenteil vom dem, was unstrittiges Ziel ist: mehr Neubau von Häusern und Wohnungen. Denn wenn der Staat einmal anfängt, das Eigentum für wohnpolitische Zwecke in Frage zu stellen, dann haben Grundstückseigentümer und potenzielle Bauherren keine Sicherheit, wo diese Politik einst endet. Dann werden sie langfristig weniger oder woanders investieren.

Wir, die Bürger, die Politik, die Wirtschaft müssen gemeinsam und mit Weitblick agieren, um dieses Kernproblem unserer Gesellschaft zu lösen. Emotional geführte Debatten, drohen die Gesellschaft zu spalten.

Bevor wir uns auf die Worte unseres heutigen Gastredners Axel Bienhaus freuen, erlaube ich mir an dieser Stelle Dank zu sagen. Es ist nicht selbstverständlich, starke Partner für eine so dynamische Veranstaltungsreihe nachhaltig zu gewinnen. Stellvertretend für ihre Firma bzw. ihren Verband möchte ich mich bei den Mitinitiatoren Michael von Grünewaldt dem CFO/COO von Zinsland in Hamburg und Andreas Ostermann, dem 1. Vorsitzenden vom BDB-HESSENFRANKFURT bedanken, ohne deren Engagement und Mitwirken diese Veranstaltungsreihe nicht möglich gewesen wäre.


Thomas M. Reimann
CEO der ALEA Hoch- und Industriebau AG

IMMOTALK: HotSpot der Architekten und Projektentwickler in FrankfurtRheinMain

Geschrieben am 6. Juni 2019

Der Gastredner hätte zum 3. IMMOTALK nicht besser sein können, denn das Büro von Axel Bienhaus, AS+P Albert Speer + Partner GmbH plant die neue Bad Vilbeler Innenstadt. Stadtentwicklung vor der Haustür des IMMOTALK.

Im September 2018 ist der 1. IMMOTALK mit dem Präsidenten der VhU Wolf Matthias Mang gestartet, im Februar setzte sich mit Prof. Dr. Martin Wentz diese erfolgreiche Reihe vor beachtlicher Kulisse fort. Mahnende, aber auch zukunftsweisende Worte hatten die Redner im Gepäck. Zum 3. IMMOTALK begrüßt der heimische Unternehmer Thomas M. Reimann den Geschäftsführer von AS+P Albert Speer + Partner, Axel Bienhaus. Diesmal sind knapp 200 Menschen nach Bad Vilbel gekommen. „Die Themen haben ganz offensichtlich gepasst. Wir greifen aktuelle Entwicklungen unserer Metropolregion auf und wollen nicht nur diskutieren und kritisieren, sondern auch einen Beitrag zu möglichen Lösungen liefern“, sagte Reimann.

Thomas M. Reimann, CEO ALEA Hoch- und Industriebau AG

Die Initiatoren haben es verstanden, Denker und Lenker unserer Republik als Gastredner und für die Talkrunde gewinnen zu können. Menschen, die mit hohem Fach- und Sachverstand bewiesen haben, Fragen zu bau- und immobilienpolitischen Themen beantworten zu können. Zuletzt etwa den neu gewählten Präsidenten der IHK Frankfurt, Ulrich Caspar, diesmal die Geschäftsführerin der Stadtentwicklungsgesellschaft aus Oberursel, Kerstin Giger, den Generalbevollmächtigten und Immobilienspezialisten der Taunus Sparkasse, Raimund Becker, den Berater von Immobilienscout24, Harald H. Blumenauer und den seinerzeit designierten Wohnungsbauminister im Landtagswahlkampf 2018 und IG Bau-Chef Hans-Joachim Rosenbaum.

Allerdings findet Reimann in seiner Ansprache auch nachdenkliche Worte. „Wir stellen auch allzu häufig leider fest, dass nur sehr verhalten und mit großer Skepsis unsere Empfehlungen durch die Politik aufgegriffen oder gar umgesetzt werden.“

Axel Bienhaus, AS+P Albert Speer und Partner

Der Vortrag von Axel Bienhaus faszinierte, stellte er doch London der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main gegenüber. Am seinem Beispiel von London machte er den Gästen deutlich, wie sich Metropolregionen entwickeln können. Nach seinen Worten wird man das Ziel für ausreichend Wohnraum nur erreichen, wenn sich die Beteiligten auf ein gemeinsames Miteinander verständigen, man sich gegenseitig mitnimmt. London hat dabei Modellcharakter, denn Räume und Reisezeiten sind auf der Insel größer und weiter als in unserer Metropolregion und dennoch fühlt sich der Bürger aus dem Umland dort auch nach eine Fahrt von 1 Stunde ins Zentrum als „Londoner“. Ein solches Denken vereint. In unserer Region müssen wir von scharfen Abgrenzungen wegkommen.

Bienhaus stellte in diesem Zusammenhang, dass niemand von einem RheinMainler spricht. Für ihn ist es aber wichtig, dass es solch einen gedanklichen Zusammenhang aller Beteiligter in der Region braucht.

Schnell umsetzbare Ressourcen sieht er beispielsweise bei der Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken, fordert aber auch die zügige Umsetzung der Regionaltangente West. Wohnen und Arbeiten steht für ihn in unmittelbaren Zusammenhang mit guter Infrastruktur.

Kerstin Giger, deren Gesellschaft seit rund 25 Jahren erfolgreich städtebauliche Projekte entwickelt und die Wirtschaftskraft der Stadt Oberursel stärkt, macht es an zwei erfolgreich umgesetzten Maßnahmen klar: „Camp King haben wir zu einem attraktiven Wohngebiet und das Bahnhofsgebäude zu einem Highlight im Oberurseler Zentrum entwickelt. Wir haben in Oberursel eine Chance, um mit mehr dieser Entwicklungen einen nachhaltigen Beitrag zu ausreichend Wohnraum zu leisten.“

Harald Blumenauer, Hans-Joachim Rosenbaum, Thomas M. Reimann, Raimund Becker, Kerstin Giger

Für IG-Bau-Chef Rosenbaum besteht unzweifelhaft ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum. „Auch mittlere Einkommen können sich die Wohnungen in Frankfurt Rhein-Main bald nicht mehr leisten. Für mich hat die Politik versagt.“ Neue Gesetze und Verordnungen sind nach seiner Auffassung ohne einen Masterplan zur Schaffung von Wohnraum kontraproduktiv und Diskussionen über Enteignungen tragen nur zur Spaltung der Gesellschaft bei.

Raimund Becker, als Vertreter eines Instituts, das führend in Immobilienfinanzierungen ist, sieht eine gute Entwicklung, auch im Bauträgergeschäft, mahnt aber auch, dass Finanzierungen in der Region schwieriger werden, weil Baulandpreise überproportional steigen. Entspannung des Wohnungsmarktes geht für ihn einher mit einem deutlichen Plus an Bauland.

Für Immobilienfachmann Blumenauer ist der Mangel an Vorschlägen zum Abbau von Normen und Regulierungen eine erhebliche Belastung bei der Realisierung von Wohnraum. „Weniger Gesetze und Verordnungen würden für schnellere Umsetzung im Wohnungsbau sorgen und eine Chance zur Entspannung der Märkte bieten.“

Michael von Gruenewaldt, ZINSLAND

Michael von Grünewaldt kann für sein Unternehmen Zinsland bestätigen, dass die Bereitschaft zu investieren groß ist. Für 55 Projekte hat man in wenigen Jahren entsprechendes Kapital am Markt eingesammelt und zur Realisierung von Wohnraum beigetragen. Inzwischen hat sich sein Unternehmen Zinsland zu einem beachtlichen Player im Geschäft um Wohnungsfinanzierungen entwickelt. „Die Rahmenbedingungen müssen passen, dann sehe ich keine Probleme für eine nachhaltige Wohnraumentwicklung. Maßgeblich ist die Politik gefordert, um vernünftige Voraussetzungen zu schaffen.“

Andreas Ostermann, BDB-HESSENFRANKFURT

Für den 1. Vorsitzenden des BDB-HESSENFRANKFURT, Andreas Ostermann ist das Stadtentwicklungskonzept in Frankfurt oder die Mietpreisbremse bestes Beispiel, um den Wohnungsmarkt aus dem Gleichgewicht zu bringen. „Es ist ja schon fast ein Wettbewerb, wer wann und möglichst schnell wieder ein Gesetz oder eine Verordnung schafft, um dem privaten Investor einzuschränken. Ich verstehe Frankfurt nicht, denn man handelt wieder einmal isoliert als Großstadt, ohne das Umland mitzunehmen. Wir sollten doch letztendlich für alle Beteiligte nur ein Ziel haben: In einem vernünftigen Miteinander ausreichend Wohnraum für die Bevölkerung zu schaffen.“

Reimann sieht sich mit dem Veranstaltungsformat bestätigt: „Angeregte Diskussionen im Nachgang der Beiträge bis nach 23.00 Uhr belegen mir, dass das Interesse beachtlich ist. Ich habe viele Gäste aus namhaften Unternehmen begrüßen dürfen, auch über die Landesgrenzen von Hessen hinaus. Wir haben heute Abend erfahren, dass unsere Experten aus unterschiedlichsten Branchen sehr wohl einen gemeinsamen Lösungsansatz zum Problem definiert haben. Weniger Regulierung, schnellere Entscheidungen und ein Miteinander sind elementar. Ich kann nur hoffen, dass man unsere Anregungen auf politischer Ebene wahrnimmt und sie bei einer Umsetzung berücksichtigt. Es war in jedem Fall erfreulich, dass wir auch Abgeordnete des Hessischen Landtags zu Gast hatten.“



STIMMEN ZUR VERANSTTALTUNG:

Dr. Thomas Stöhr: „Als Bürgermeister dieser Stadt bin ich erfreut, dass sich der IMMOTALK in so kurzer Zeit zu einer so bedeutenden Veranstaltung in Bad Vilbel entwickelt hat. Es ist ein Erfolg, ein so wichtiges Format der Bau- und Immobilienwirtschaft für unsere Quellenstadt gewonnen zu haben.“

Karl Specht, Generalbevollmächtigter der Taunus Sparkasse: „Bewundernswert Herr Reimann, mit welcher Leidenschaft Sie das Thema angehen.“

Carsten R. Kulbe, Geschäftsführer der C.R.K. generalbau GmbH aus Schlüchtern: „Es ist für mich eine der besten Veranstaltungsreihen im Bereich der Bau- und Immobilienwirtschaft. Hier wird nicht um den heißen Brei gesprochen, hier gibt es konkrete Antworten von ausgewiesenen Experten. Ich bin immer wieder angenehm überrascht wie Thomas Reimann es schafft so viele Entscheider aus der Immobilienwirtschaft zusammenzubringen.“

Rainer von Borstel, Hauptgeschäftsführer des Verbandes baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V.: „Ich bin begeistert vom Format der Veranstaltung. Der IMMOTALK bereichert die Metropolregion und die Inhalte liefern einen wesentlichen Beitrag zum komplexen Thema der Bau- und Immobilienwirtschaft.“

Sascha Reitzel, Geschäftsführer Immoprofis RheinMain: „Der IMMOTALK ist eine Bereicherung für die Region. Ich war das erste Mal dabei und bin beeindruckt. Wir bekommen als Immoprofis wertvollen Input. Die Moderation war perfekt. Sehr gute Fragen, auf den Punkt gebracht.“

Jürgen Lenders, Parlamentarischer Geschäftsführer FDP-Fraktion im Hessischen Landtag: „Der IMMOTALK eröffnet neue Perspektiven für die Metropolregion, was ungemein wichtig ist. Er greift endlich wieder ein Thema auf, das nahezu vergessen wurde: Betriebswohnungen! Ich bin zuversichtlich, dass diese Wohnformen einen wesentlichen Beitrag zur Entspannung auf dem Wohnungsmarkt leisten können.“

Dr. Karin von Bismarck, CEO, von Bismarck Management GmbH: „Der Weg von Köln nach Bad Vilbel war nicht umsonst. Ich habe eine professionelle Veranstaltung zu einem bedeutenden Thema unserer Gesellschaft erlebt. Veranstaltungen dieser Art sind ein wichtiger Beitrag für die Bau- und Immobilienwirtschaft.“

Carl-Friedrich von Stechow, Geschäftsführer Zinsland: „Es war eine kluge Entscheidung, den IMMOTALK zu initiieren. Ich habe ein begeistertes Publikum erlebt und bin zufrieden, dass wir als Zinsland einen Beitrag zur wohnwirtschaftlichen Entwicklung in der Metropolregion beitragen können.“

Stefan Freiherr von Wangenheim, Stadtverordneter in Frankfurt am Main: „Wohnen ist ein Kernthema unserer Metropolregion. Der IMMOTALK trägt einen wichtigen Beitrag dazu bei, Fragen einer sinnhaften Wohnungspolitik zu beantworten. Ich begrüße dieses Engagement und die Initiative des Initiators Thomas M. Reimann.“

Stephan Hild, VELUX Deutschland GmbH: „Ich habe gestern die Veranstaltung IMMOTALK in Bad Vilbel besucht und möchte dazu ein sehr positives Feedback geben. Die interessanten Vorträge und die gute Podiumsdiskussion haben mir sehr gefallen.“

Peter von Philipsborn, BLUAG – Blumenauer Immobilien Wiesbaden GmbH: „Vielen Dank für den gelungenen Abend. Die fachlichen Themen waren sehr interessant und aktuell, die Organisation und der Service äußerst professionell. Ich war gestern zum ersten Mal dabei, werde gerne wieder teilnehmen, da auch die Gespräche sehr angenehm waren. Großes Kompliment meinerseits.“

Antje Riedl, acr+ Architektur Design Baubiologie: „Vielen Dank lieber Thomas, für die schönen Fotos…. und vor allem für das außerordentlich gelungene Format. IMMOTALK ist klasse. Ich freue mich am 17. Oktober wieder dabei zu sein.“

BDB-HESSENFRANKFURT

Reimann: Kommunen, die mehr bauen, sollen mehr Mittel erhalten

Geschrieben am 29. Mai 2019
Bau- und Immobilienausschuß VhU mit Jürgen Lenders (Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion im hessischen Landtag)


Am 24. Mai 2019 war der VhU-Bau- und Immobilienausschuss Gast im neuen Gebäude „EK3“ der Fresenius SE & Co. KGaA.

Ausschussvorsitzender Thomas M. Reimann fasste die Kernanliegen wie folgt zusammen: Er plädiert für die Reduktion und Vereinfachung von Gesetzen, Normen und Verordnungen, um schneller und günstiger bauen zu können. Ebenso weist er auf die Notwendigkeit von mehr Bauflächen hin und wirbt für eine möglichst schnelle Überarbeitung des Kommunalen Finanzausgleichs: „Kommunen die mehr bauen, sollen mehr Mittel zur Finanzierung der Infrastruktur erhalten. Ein größeres Angebot an Wohnraum trägt zur Entspannung auf dem Wohnungsmarkt bei. Der Mangel an Angeboten sowie die steigende Nachfrage am Wohnungsmarkt bilden den Preis.“

Der BDB-HESSENFRANKFURT ist Mitglied der VhU Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, der Spitzenorganisation der hessischen Wirtschaft. Die VhU vertritt die Interessen von 80 Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden und ihrer 150.000 Mitgliedsunternehmen mit 1,5 Millionen Beschäftigten in Industrie, Dienstleistungen, Handel, Handwerk und Landwirtschaft. Als Dachverband bündelt und moderiert die VhU branchenübergreifend die wirtschafts-, sozial-, tarif- und bildungspolitischen Interessen.


VhU

Öffentlicher Wohnungsbau – SOZIAL BAUEN UND STABILE MIETEN

Geschrieben am 24. Mai 2019
Eva-Maria Winckelmann (Verbandsdirektorin DMB), Gert Reeh (1. Vorsitzender DMB), Thomas M. Reimann (Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit BDB-HESSENFRANKFURT), Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (1. Vorsitzender BDB-HESSENFRANKFURT)


Die aktuelle Diskussion um Enteignung von Wohnungsgesellschaften zeigt, wieviel Sprengkraft das Thema Wohnen bekommen hat.

„Die Versorgung einkommensschwacher Bevölkerungsgruppen mit bezahlbarem Wohnraum ist eine öffentliche Aufgabe. Die öffentlichen Wohnungsgesellschaften müssen daher überwiegend sozial bauen und die Mieten stabil halten.“ sagt Gert Reeh, 1. Vorsitzender des Deutschen Mieterbund Landesverband Hessen e.V. im Gespräch mit dem Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Hessen Frankfurt e.V. (BDB-HESSENFRANKFURT).


In den wirtschaftlich starken Regionen haben sich die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften in den letzten Jahren neue Geschäftsfelder erschlossen. Vermehrt wurde von der öffentlichen Hand Projektentwicklung mit Profitmaximierung betrieben. Die eigentliche Zweckbestimmung öffentlicher Wohnungsgesellschaften ist dabei immer mehr in den Hintergrund getreten.

Über viele Jahre sind mehr Wohnungen aus der sozialen Bindung herausgefallen als neue Sozialwohnungen gebaut wurden. Diese Fehlentwicklung bei den öffentlichen Wohnungsgesellschaften rächt sich jetzt.

„Aber auch hier funktionieren die Marktmechanismen,“ sagt Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann 1. Vorsitzender des BDB-HESSENFRANKFURT. „Der große Bedarf katapultiert die Wohnungsfrage zurück auf die Agenda der aktuellen politischen Diskussion.“ Der soziale Wohnungsbau muß wieder wichtigste Zielsetzung der Wohnungsbauaktivitäten öffentlicher Gesellschaften werden.

„Die Enteignung von Wohnungsgesellschaften führt dabei aber zu keiner einzigen neuen Wohnung.“ so Thomas M. Reimann, Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit im BDB- HESSENFRANKFURT. „Gegen Wohnungsmangel hilft nur eins: Bauen, bauen und nochmals bauen. Dafür müssen wir die Rahmenbedingungen verbessern. Wir brauchen mehr Bauland. Wir müssen Alle aktivieren, die Wohnungen bauen wollen, damit sich die Lage schnell entspannt. Wir müssen Vorschriften abbauen, die kostenintensiv sind und Wohnen unbezahlbar machen.“

Die Gründung einer Allianz für Wohnen durch die Landesregierung war dafür ein grundsätzlich guter Ansatz. Es ist aber erkennbar, daß die Vertreter der Bauwirtschaft im Bündnis fehlen. Impulse, die das Bauen kostengünstiger machen, gibt es dort zu wenig.

Eva-Maria Winckelmann, Verbandsdirektorin des Deutschen Mieterbund Landesverband Hessen e.V. stellt dazu fest: „Wir nehmen an den Gesprächen der Allianz für Wohnen von Beginn an teil. Aber auch uns entfaltet die Allianz noch  zu wenig Wirkung. Der erkennbare Impuls für den Wohnungsbau in Hessen ist bisher noch ausgeblieben.“ Reeh lädt den BDB-HESSENFRANKFURT ein, den gemeinsamen Auftritt zu suchen und mit einer Stimme zu sprechen, wo es gemeinsame Interessen gibt. Die Verpflichtung der öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften auf den sozialen Wohnungsbau ist dabei unser wichtigstes gemeinsames Thema. In dieser Sache wollen wir weiter zusammen aktiv sein.



BDB-HESSENFRANKFURT

AKH-Vertreterversammlung spricht Präsidentin Brigitte Holz erneut das Vertrauen aus

Geschrieben am 22. Mai 2019
Der neu gewählte Vorstand der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen
v.l.n.r. unten: Harald Etzemüller, Jörg Krämer, Brigitte Holz, Felix Schmunk, Annelie Bopp-Simon
Mitte: Sabina Freienstein, Holger Zimmer, Tobias Rösinger, Corinna Endreß
oben: Udo Raabe, Simone Bücksteeg, Joachim Exler
Foto: AKH/Christoph Rau


Brigitte Holz, seit 2014 Präsidentin der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH), wurde bei der Vorstandswahl im ersten Wahlgang mit mehr als zwei Dritteln der Stimmen für eine zweite Amtsperiode als höchste Repräsentantin der Kammer bestätigt. Nach den im Februar und März 2019 durchgeführten Kammerwahlen, konstituierte sich die Vertreterversammlung am 21. Mai 2019 im Wiesbadener Haus der Architekten und besetzte in ihrer ersten Sitzung die 12 Vorstandsposten für die neue Wahlperiode. „Ich fühle mich geehrt und freue mich sehr über das Vertrauen, das die Mitglieder der Vertreterversammlung mir erneut entgegengebracht haben. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen im Vorstand werden wir die AKH in den nächsten fünf Jahren zu einem Think Tank für Zukunftsfragen entwickeln“, erklärte die neue Präsidentin der AKH.

Brigitte Holz, freischaffende Architektin und Stadtplanerin BDA mit Büros in Darmstadt und Berlin, ist bereits seit 1996 Mitglied des AKH-Vorstands.

Als Vizepräsidenten wurden Holger Zimmer und Annelie Bopp-Simon gewählt. Zimmer vertritt den Berufsstand als freischaffender Architekt BDA und Bopp-Simon als Stadtplanerin SRL im öffentlichen Dienst. Bei der Position des Schatzmeisters setzte die Vertreterversammlung auf Kontinuität. Joachim Exler, freischaffender Architekt VFA, wurde mit großer Mehrheit ebenfalls in seinem Amt bestätigt.

Wiedergewählt wurden auch Simone Bücksteeg, angestellte Innenarchitektin bdia, Corinna Endreß, freischaffende Landschaftsarchitektin bdla, der angestellte Architekt Felix Schmunk, Architekten in planenden und bauleitenden Gesellschaften, Jörg Krämer, freischaffender Architekt BDA und Sabina Freienstein, Architektin WGAÖ im öffentlichen Dienst. Neu im Vorstand sind neben Vizepräsident Zimmer auch Tobias Rösinger, baugewerblich tätiger Architekt BDB-HESSENFRANKURT, Udo Raabe, freischaffender Architekt BDB Landesverband Hessen und Harald Etzemüller, freischaffender Architekt FON.

AKH

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