
Bis 2019 zurück gehen die Anfragen, eine Besichtigung der U-Bahn-Baustelle im Europaviertel durchzuführen. Damals stand der Beginn des Einsatzes der Tunnelbohrmaschine kurz bevor. Es gab schon entsprechende Abstimmungen – und dann kam Corona. Sämtliche Gruppenveranstaltungen waren nicht mehr möglich.
Die bergmännischen Tunnelbauarbeiten sind mittlerweile längst abgeschlossen. Auch der Tunnel in offener Bauweise ist fertiggestellt. Offen ist derzeit nur noch der Bereich der Untergrundstation am Skyline Plaza mit seinen beindruckenden Abmessungen in Höhe und Breite und den gewaltigen Aussteifungsbalken und Stahlaussteifungen, die die mittlerweile dicht an der Baugrube stehende Nachbarbebauung erforderlich macht.
Die U-Bahnstation wird die in Frankfurt erste sein, die im Stationsbereich große Öffnungen mit direktem Tageslichteinfall und damit Blickbeziehung zur oberirdischen Welt hat. Niedrige unterirdische Passagen und die damit verbundenen Angsträume sollen so vermieden werden.
Franziska Roth, Projektkommunikation der Stadtbahn Entwicklung und Verkehrsinfrastrukturprojekte Frankfurt GmbH (SBEV) begrüßte die fest auf 10 Teilnehmer begrenzte Gruppe in der Bürocontaineranlage am Güterplatz und präsentierte das Bauvorhaben anhand Plänen und Bildern sowie mit Zahlen und Daten.
Mit dem Grundlagenwissen ausgestattet, folgte die Baustellenbesichtigung vor Ort auf der Baustelle durch Burkhard Leichner (Bauüberwachung) und Frank Völlger (Projektsteuerung). Beginnend von der im Bau befindlichen U-Bahn-Station, in die auch über den hohen Treppenturm abgestiegen wurde, führte der Weg durch die bergmännisch hergestellte Tunnelröhre über die in offener Bauweise hergestellten Blöcke (Tunnel in offener Bauweise) bis hin zum Übergang in die ebenerdige Gleislage der weiterführenden Trasse im Europaviertel. Zurück wurde der oberirdische Weg zum Baubüro genommen.
Es war beeindruckend, die Präzision zu sehen, mit der die aus vielen individuell angefertigten Tübbingen hergestellte Tunnelröhre dem dreidimensional geschwungenen Lauf der Trasse nachfolgt. Unser herzlicher Dank gilt der SBEV, insbesondere Franziska Roth sowie Burhard Leichner und Frank Völlger, die die Besichtigung informativ, eindrucksvoll und kurzweilig gestaltet haben.
BDB-HESSENFRANKFURT






































