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Category Archives: Politik

Ergebnisse der Sondierungsgespräche aus Sicht der Architekten und Ingenieure im BDB enttäuschend

Geschrieben am 17. Januar 2018

 

Für den Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure erfüllen die Ergebnisse der Sondierungsgespräche von CDU, CSU und SPD vom 12.01.2018 die Erwartungen der planenden Berufe nur im Ansatz. Von dem Anspruch der Sondierungsparteien, „die Probleme anzupacken und mutige Ziele für die nächsten vier Jahre zu setzen“ ist, was die Maßnahmen zum Wohnungsbau angeht, nicht viel erkennbar. „Es sind dringend weitere Präzisierungen und ein größeres finanzielles Engagement des Bundes notwendig, um die Lücke zwischen den tatsächlich fertiggestellten und den jährlich benötigen ca. 400.000 Wohnungen pro Jahr zu schließen“, so Präsident Hans Georg Wagner.

 

Der BDB fordert daher, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Länder und Kommunen die Grunderwerbssteuer für preisgebundenen Wohnungsbau absenken und für unbebaute, jedoch baureife Grundstücke des Wohnungsbaus eine höhere Grundsteuer festsetzen können. Das kann auch einen Beitrag dazu leisten, dem Preisanstieg für Bauland entgegenzuwirken, der einer der Kostentreiber des Wohnungsbaus ist und der nach Untersuchungen des DIW (DIW Wochenbericht Nr. 1+2.2018) die Bauaktivitäten mittelfristig bremst.

 

Der BDB und seine Mitglieder stehen für integrale Planung, die alle am Planungsprozess Beteiligten frühzeitig einbezieht. Dieser ganzheitliche Ansatz hilft Kosten und Zeit zu sparen und leistet einen Beitrag zum kostengünstigen Bauen. „Auch zum digitalen Planen und Bauen hätten wir uns stärkere Akzente gewünscht, die allerdings die gewachsene mittelständisch geprägte Bürostruktur der Architekten und Ingenieure in Deutschland berücksichtigen muss. Die Ziele der Sondierungsparteien sind in dem zu schließenden Koalitionsvertrag daher dringend noch zu konkretisieren“, so Hans Georg Wagner abschließend.

 

BDB-Bund

BARRIEREFREIHEIT UND ENERGIEEINSPARUNG BLEIBEN GRÜNE ZIELE

Geschrieben am 15. Dezember 2017
Mathias Wagner, MdL, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen (zweiter v.r.), Dipl.-Ing. (FH BDB Andreas Ostermann, 1.Vorsitzender BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (zweiter v.l.), Architekt BDB Carsten R. Kulbe, 2. Vorsitzender BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (links), Architekt BDB Tobias Rösinger, Referat Baumeister (Projektentw./gewerbl. Arch.) BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (rechts)

 

„Inklusion ist eine unserer grundlegenden Forderungen. Und Energiepolitik ist das Thema, daß uns Grüne von Anfang an bewegt. Auch wenn mit der Ausrichtung auf entsprechendes Bauen Kosten verbunden sind: Barrierefreiheit und Energieeinsparung bleiben für uns wichtige Ziele beim Wohnungsbau.“ so Mathias Wagner, Fraktionsvorsitzender der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

 

Im Gespräch im hessischen Landtag hatte der BDB-Frankfurt Rhein Main e.V. seine Positionen zur Novellierung der HBO vorgetragen. Darin werden neben der Anhebung der Merkmale für Sonderbauten und die Anpassung der Abstandsflächenregelungen auch die Änderung der gesetzlichen Vorgaben für barrierefreies Bauen gefordert.

 

„Die Regelungen zum barrierefreien Bauen sind überzogen und kompliziert. Einige wenige Wohnungen müssen sehr hohe Anforderungen zur Barrierefreiheit erfüllen. Dass bedürftige Personen später tatsächlich in diesen Wohnungen wohnen, das ist gar nicht sicher.“ stellt Tobias Rösinger, Dipl.-Ing. Architekt BDB (Referat Baumeister, Projektentwickler/gewerbl. Architekten im BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.) fest. „Auf eine Quote für barrierefreie Wohnungen sollte verzichtet werden. Wenn dafür für alle Wohnungen die Vorgaben für Barrierefreiheit moderat angehoben werden, nutzt das allen viel mehr.“

 

Auch das Thema Energieeinsparverordnung (EnEV) wird offensiv angesprochen. Der BDB plädiert bundesweit für ein EnEV-Moratorium. Die Auswirkungen bisheriger Verordnungen sollen untersucht und in Bezug auf ihre Wirksamkeit validiert werden.

 

„Weitere Verschärfungen der Energieeinsparverordnung werden von uns in der aktuellen Situation der Preisentwicklung auf dem Wohnungsmarkt sehr kritisch gesehen.“ sagt Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (1.Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.). „Wenn die Anforderungen weiter erhöht werden, werden auch die Kosten weiter steigen. Der Nutzen für den Klimaschutz steigt aber nicht im gleichen Maße. Hier brauchen wir intelligentere Konzepte.“

 

Wagner interessiert, was Hintergrund des Engagements ist:

 

„Die Kammern – Architektenkammer oder Ingenieurkammer – organisieren die Selbstverwaltung des Berufsstandes. Jeder Architekt muß Mitglied der Architektenkammer sein. Die Mitgliedschaft und das Engagement in einem Berufsverband ist hingegen freiwillig und ehrenamtlich.“ erklärt Dipl.-Ing. Architekt BDB Carsten R. Kulbe (2.Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.). „Wenn sich dort Berufskollegen zu Arbeitsgruppen treffen und berufspolitische Positionen erarbeiten, dann geht es immer um Themen, die den Mitgliedern besonders wichtig sind. Das in die politische und gesellschaftliche Diskussion zu tragen, das ist unser Anliegen und unsere Aufgabe.“

 

Der BDB-Frankfurt Rhein Main lädt ein, den Dialog weiter fortzusetzen:
Der Architekt, der Bauingenieur oder der Bauhandwerker ist in den Reihen der Mandatsträger in den Landtagsfraktionen selten. Die Verbände der Bauwirtschaft müssen entsprechende Aufklärungsarbeit leisten. „Es ist notwendig, mit den politischen Entscheidungsträgern auch fachlich intensiv zu diskutieren,“ sagt Ostermann. „Nur aus einem anregenden Austausch der Standpunkte und dem Abwägen vorgetragener Argumente können adäquate Problemlösungen gefunden werden.“

 

BDB-HessenFrankfurt

‚FDP vor Ort‘ in Bad Vilbel: Architekt BDB Carsten R. Kulbe fordert Bauministerium

Geschrieben am 4. September 2017

 

BDB-Vize begrüßt ausdrücklich Verkehrskonzept der FDP und zeigt Wege zu kostengünstigen Wohnraum auf

 

An neuer Stätte, im Zentrum von Bad Vilbel, begrüßten Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn und Thomas M. Reimann den 2. Vorsitzenden des BDB Frankfurt Rhein-Main e.V. Carsten R. Kulbe und den Bundestagskandidaten Peter Heidt zur Veranstaltung ‚FDP vor Ort‘.

 

Und was der 2. Vorsitzende des BDB im Koffer hatte, konnte sich sehen und hören lassen.

 

„Unser Wohnungsproblem mit all` seinen Facetten ist offenbar noch nicht groß genug, als das man endlich wieder ein Bauministerium, das Kompetenzen bündelt, installiert“, so Kulbe.

 

Bauen geht deutlich günstiger, man muss es nur wollen. Wissenschaftliche Untersuchungen aus dem Bereich Energie mache es drastisch deutlich:“ Die ersten vier Zentimeter Dämmung halbieren den rechnerischen Energieverlust. Hernach flacht die Kurve deutlich ab und die Dämmstärken und damit die Kosten steigen ohne die erhoffte Wirkung zu erzielen (siehe Grafik).“

Kulbe ist Architekt und Nachweisberechtigter für den Wärmeschutz der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen.

 

„Unsere Investition in die Dämmung egal wie hoch, kann nur höchstens zu einer Einsparung von 5% führen. Dem steht dann auch noch das Nutzerverhalten entgegen.“ So werde der Preis für das Herstellen von Wohnraum unnötig in die Höhe getrieben, was dem Ruf vieler Politiker nach bezahlbarem Wohnraum für kleine und mittlere Einkommen entgegenstrebe.  Ohnehin hält der Fachmann eine Vielzahl von Vorschriften für hinderlich und sieht sie als Kostentreiber.

 

Im Ballungsraum Rhein-Main sei bis 2030 von einem Bedarf von weiteren 184.000,00 Wohnungen auszugehen. „Das wird man nicht schaffen.“

 

„Heute ist der zusätzliche Wohnungsbedarf im Bereich der Verbandsgemeinden (Regional-Verband-Rhein-Main) 18.000 Wohnungen im Jahr. Selbst bei größter Anstrengung ist das nicht zu realisieren.“

 

Integrale kommunalspezifische Verkehrskonzepte seien gefragt. Es gelte Reserven zu schaffen, die das durch stetigen Zuzug ansteigende Verkehrsaufkommen bewältigen und die Kernstädte entlasten. „Wie das gehen kann, zeigt der Vorschlag der Vilbeler Liberalen auf anschauliche Art und Weise. Die mikroökonomische Betrachtung der Heimatstadt mit der makroökonomischen Betrachtung des Ballungsraumes in Einklang bringen, führt zu Erfolgen in der Verkehrspolitik“, beendet Kulbe seinen hochinteressanten Vortrag.

 

Der Bad Vilbeler FDP-Vorsitzende Reimann fasste zusammen: „Ich nehme mit, wir brauchen wieder ein Bauministerium, könnten deutlich günstiger bauen und für kleine und mittlere Einkommen bezahlbaren Wohnraum schaffen, würde man nicht am Dämmwahnsinn festhalten und sind mit dem 5-Punkte-Plan für unsere Stadt auf dem richtigen Weg.“

 

Der Wetterauer FDP Bundestagskandidat Peter Heidt forderte ein bundesweites Programm zur Gründung junger innovativer Unternehmen. Dazu benötige man auch hocheffiziente Internet Autobahnen. ’50 MBit ist Feldweg, keine Schnellstrasse!‘

 

Dr. h.c. Thomas M. Reimann

Verleihung der Ehrenbaumeisterwürde BAUMEISTER BDB h.c. an StS Rainer Bomba

Geschrieben am 25. August 2017
(v.l.n.r.) Andreas Ostermann, Carsten Kulbe, Dr. Hans-Hartwig Loewenstein, Dr. Bernadette Weyland, Rainer Bomba

 

Der Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e.V. (BDB) hat heute die Ehrenbaumeisterwürde an Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und Infrastruktur, verliehen. Im Rahmen eines Festaktes nahm Bomba die Ehre an und trägt damit ab sofort den Titel Baumeister BDB h.c.

 

 

 

StS Rainer Bomba

„Ich bin stolz, diese Auszeichnung entgegennehmen zu dürfen“, sagte Bomba bei der Verleihung. „Der BDB ist das wichtigste Verbindungsglied der einzelnen Berufsgruppen der Baubranche und deren Qualitätssicherer. Die Würdigung meiner Arbeit durch die Institution ist für mich eine große Ehre.“

 

Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1. Vorsitzender BDB Frankfurt Rhein-Main e.V.
Dipl.-Ing. Architekt BDB Carsten R. Kulbe, 2. Vorsitzender BDB Frankfurt Rhein-Main e.V.

Der Erste Vorsitzende des BDB Frankfurt RheinMain, Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, betonte die Eignung Bombas für diese Auszeichnung: „Rainer Bomba stellt eine wichtige Brücke zwischen Politik und unserem Verband dar. Er hat sich mit seiner Arbeit stark für den Erhalt der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) eingesetzt.“ Dipl.-Ing. Architekt BDB Carsten R. Kulbe, 2. Vorsitzender des Vereins, ergänzte: „Auch steht Herr Bomba für den Erhalt von Traditionen wie dem Diplom-Ingenieur ebenso wie für eine moderne und zukunftsweisende Infrastruktur in Deutschland. Wir schätzen uns glücklich, einen so fähigen Politiker mit unserer höchsten Auszeichnung zu ehren“, so Kulbe.

 

Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, Präsident Zentralverband Deutsches Baugewerbe

Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, würdigte den Beitrag Bombas zum Erfolg der Bauwirtschaft. Er lobte den Geehrten in seiner Rede als „ausgemachten Kenner des Baus“ und freue sich, wenn Bomba „auch zukünftig an der Seite unserer bauausführenden Wirtschaft stehen“ werde.

 

Dr. Bernadette Weyland, StS Hessisches Ministerium der Finanzen

Auch die Hessische Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland gratulierte Bomba: „Sehr geehrter Herr Bomba, der BDB ehrt Sie heute als verdienten Förderer und Entscheider der Branche. Sie bilden eine wichtige Verbindungsbrücke zwischen Politik und dem Verband und haben sich stets mit großem Sachverständnis für ein partnerschaftliches Miteinander eingesetzt. Dank Ihres Engagements sind Investitionen schnell zu ihrem Ziel gelangt – davon hat die Baukultur in Deutschland profitiert.“

 

StS Rainer Bomba, Dipl.-Ing. Architekt BDB Carsten R. Kulbe

Rainer Bomba trägt selbst einen Dipl.-Ing.-Titel der Fachhochschule Frankfurt am Main im Fach Maschinenbau. Zudem studierte er an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main BWL und VWL (Diplom-Kaufmann). Anschließend übernahm er verschiedene Leitungsfunktionen bei der Bundesagentur für Arbeit, u.a. in Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Vor seiner Staatsminister-Tätigkeit war

Bomba zwei Jahre lang Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit. Seit 2009 hat er das Amt des Staatssekretärs im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung inne, das seit 2013 Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur umgewandelt wurde.

 

 

 

Dr. h.c. Thomas M. Reimann (Vorstand der ALEA Hoch- und Industriebau AG und stellv. Vorsitzender des VhU-Bauausschusses), Ulrich Caspar MdL (Verkehrs- und Wohnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im hessischen Landtag)
Prof. Dipl.-Ing. Manfred Gerner (Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e.V.), StS Dr. Bernadette Weyland
Bernd Ehinger (Präsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main), Rainer von Borstel (Hauptgeschäftsführer Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V.), Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein
Prof. Dipl.-Ing. Manfred Gerner (Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte e.V.), ö.b.u.v. SV Dipl.-Ing. Hubert Zimmermann, Dipl-Ing. Simone Staudt-Zimmermann
Claudius Wallis (C.R.K. Generalbau GmbH für schlüsselfertiges Bauen) mit Frau, Rosemarie Müller (RKM Property Management Ltd.)
Joachim Pfeil (Geschäftsführender Gesellschafter XWAY-INVEST-CONSULT GmbH)
Dipl-Ing. Architekt BDB Carsten R. Kulbe, StS Dr. Bernadette Weiyland, StS Rainer Bomba
Robert Flörchinger, Dr. Hans Jürgen Pritzl (Leiter des Hochbauamtes Frankfurt), Ulrike Gaube (Büroleiterin Frankfurt der DSK Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH), Edda Rössler (Inhaberin Agentur Rössler ProResult)

Robert Flörchinger
Bernd Felgner (Projektentwicklung & Investments), Dipl. Sachverständiger (DIA) Gerd Wernicke (Postbank Immobilien)

StS Rainer Bomba, Bernd Felgner (Projektentwicklung & Investments), Dipl. Sachverständiger (DIA) Gerd Wernicke (Postbank Immobilien)
Ingenieur BDB Erhard Hellwich, Ingenieurin BDB Christiane Hellwich, Baumeister BDB Jürgen Baranke, RA Sabine Wellmann (Firma Horst Wellmann Inh. Margarete Wellmann e.K.)

 

BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.

 

BDB-Präsident Hans Georg Wagner fordert in Brief an EU-Kommissarin Elzbieta Bienkowska einen Stopp des „EU-Dienstleistungspakets“

Geschrieben am 16. August 2017

 

Als führender Berufsverband von Architekten und Ingenieuren in Deutschland steht der BDB allen Bestrebungen zur Vollendung des Binnenmarktes in Europa und zur Erleichterung des Niederlassungs- und Dienstleistungsverkehrs positiv gegenüber. Jedoch sieht der BDB mit großer Sorge, dass die EU-Kommission mit ihrem vorgelegten Entwurf zu einem Richtlinienvorschlag für ein sogenanntes „Dienstleistungspaket“ im Hinblick auf Schaffung von Bürokratie und Eingriffe in nationale Gesetzgebungskompetenzen entschiedene Schritte zu weit geht.

 

Daher hat sich BDB-Präsident Hans Georg Wagner am 16. August 2017 mit einem Brief an die zuständige EU-Kommissarin Elzbieta Bienkowska, gewandt, in der Hoffnung, dass die EU-Kommission in Anerkennung der vorgebrachten Argumente diesen Richtlinienvorschlag nicht weiter verfolgt.

 

Die Architekten- und Ingenieurkammern in den Bundesländern als Körperschaften öffentlichen Rechts verfügen über die notwendige Kompetenz und Erfahrung, bei Architekten und Ingenieuren aus EU-Mitgliedstaaten innerhalb kurzer Bearbeitungszeit die Voraussetzungen für eine Niederlassung oder berufliche Tätigkeit im Zuge des reinen Dienstleistungsverkehrs zu schaffen. Bei ihren Entscheidungen berücksichtigen die Kammern voll inhaltlich die Vorschriften der EU-Berufsanerkennungsrichtlinie, die die gegenseitige Anerkennung von im Ausland erworbenen Studienabschlüssen regelt. Insofern besteht gar keine Notwendigkeit, darüber hinaus gehende Regelungen treffen zu müssen.

 

Die Einführung einer EU-Dienstleistungskarte würde unnötigerweise zusätzliche
Bürokratie und Kosten für die Architekten und Ingenieure erzeugen, dass sie die Schaffung einer neuen Institution auf Bundesebene für die Verfahren zur Ausstellung dieser Dienstleistungskarte erfordern würde. Dies passt nicht in die Zeit, da sie allen Bestrebungen zur Entbürokratisierung und Vereinfachung von Verfahren entgegen läuft und mit den vorhandenen Berufskammern der Architekten und Ingenieure funktionsfähige Einrichtungen in allen Bundesländern vorhanden sind.

 

Zudem sieht der BDB auch in der beabsichtigten Verschärfung des Notifizierungsverfahrens einen nicht zu akzeptierenden Eingriff in die Gesetzgebungskompetenz des nationalen Gesetzgebers und der Ländergesetzgeber. Die derzeitige Regelung ist völlig ausreichend.

 

Wir werden Sie in den BDB-Medien aktuell  über die weitere Entwicklung zu dieser Thematik informieren.

 

BDB-Bund

Novellierung HBO – BDB mit VhU-Delegation im Ministerium in Wiesbaden

Geschrieben am 8. August 2017
v.l.n.r: Heike Pohl (Merck KGaA), Dr. h.c. Thomas M. Reimann (VhU), Andreas Ostermann (BDB), Tobias Rösinger (BDB), Stephan Keßler (Infraserv), Dr. Harald Noichel (Infraserv)

 

Stephan Keßler und Harald Noichl (beide Infraserv GmbH & Co. Höchst KG), Heike Pohl (Merck KGaA), Andreas Ostermann und Tobias Rösinger (beide BDB – Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein-Main e.V.) begleiteten den stv. Vorsitzenden des VhU-Bauausschusses und Vorstandsvorsitzenden der ALEA Hoch- und Industriebau AG Thomas M. Reimann zum Gespräch mit dem Thema „Novellierung der HBO“ in das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung nach Wiesbaden.

 

Empfangen wurde die VhU-Delegation von Erich Allgeier, Karoline Schlukat, Brigitte Schneider und Susanne Vogt zu einem rund zweistündigen Gespräch.

 

Reimann, der die erkrankte VhU-Referentin Anna von Gruenewaldt als Delegationsleiter vertrat, dankte in diesem Zusammenhang für die Möglichkeit der Aussprache zum Thema der Novellierung der HBO.

 

Tobias Rösinger und Andreas Ostermann nutzten die Gelegenheit, um Anregungen zu den bauaufsichtlich eingeführten technischen Bestimmungen und dem Schallschutz zu geben. Rösinger führte aus, dass die derzeitige HBO neben dem eigentlichen Gesetzestext aus einem sich fortwährend vergrößernden und verändernden Konvolut aus bauaufsichtlich eingeführten technischen Baubestimmungen besteht. Das führt aus der Sicht des BDB zu zwei grundsätzlichen Problemen: Zum einen wird die HBO andauernd umfangreicher und unübersichtlicher. Die schiere Zahl an eingeführten Regelwerken mit den zugehörigen Spezifikationen, Verweisen, etc. – dazu noch häufig in sich verändernden Fassungen – erschweren die Arbeit von Planern, Ausführenden sowie Genehmigungsbehörden, erhöhen die Gefahr von Fehlern und führen mitunter zu Widersprüchen mit der eigentlichen HBO, schaffen somit Rechtsunsicherheit.

 

Noch deutlicher formuliert waren die Vorschläge zum Thema Schallschutz. Im Zuge der weiter steigenden Ansprüche der Baustandards, klaffen öffentlichrechtliche und privatrechtliche Anforderungen häufig immer stärker auseinander. Die privatrechtlichen Anforderungen unterliegen meist keinen klaren gesetzlichen Regelungen, sondern werden durch den ‘Stand der Technik‘, dem Wettstreit von normativen Regelwerken, im Zweifelsfall durch Gerichtsentscheidungen definiert. Dies schafft eine immer größere Rechts- und Planungsunsicherheit, unter der sowohl die Bauwirtschaft als auch Behörden massiv leiden.

 

Ostermann ergänzte in diesem Zusammenhang, dass deshalb ähnlich dem Brandschutz auch verstärkt andere bautechnische Themen, wie z.B. der Schallschutz, eine entsprechende Würdigung in der HBO finden sollten. Zum Nutzen aller Beteiligten sollten hier eindeutige gesetzliche Standards definiert werden. So wie sich die Anforderungen an eine Wand bezüglich des Brandschutzes abschließend über die Feuerwiderstandsklasse definiert, könnte dies bezüglich des Schallschutzes z.B. bei einer Wohnungstrennwand über das erforderliche Schalldämmmaß erfolgen.

 

Heike Pohl, Stephan Keßler und Harald Noichl, die als Vertreter von Merck und Infraserv unmittelbar mit dem Thema Sonderbauten konfrontiert sind. Sie führten aus, dass das, was die HBO derzeit als ‘Sonderbau‘ kategorisiert – gemessen an der aktuellen Baupraxis – häufig kein Sonderbau mehr ist. So stellen z.B. folgende Merkmale, die die HBO unter § 2 (8) aufführt im hessischen Baualltag eher die Regel, als die Ausnahme dar. Es sind also Merkmale herkömmlicher Gebäude, nämlich: Gebäude mit mehr als 1.600 m² Brutto-Grundfläche, Büro- und Verwaltungsgebäude mit mehr als 3.000 m² BGF, Kindergärten über 2 Geschosse, Tiefgaragen von mehr als 1.000 m² Nutzfläche. All diese Merkmale sind mittlerweile regelmäßig bei hessischen Gebäuden anzutreffen und bieten keine ‘besonderen‘ technische oder sonstige Herausforderungen. Insofern sollte sich die Kategorie ‘Sonderbau‘ tatsächlich auf ‘besondere‘ Bauten beschränken, die eben so außergewöhnlich sind, dass standardisierte Regelungen nicht ausreichend greifen. Als Beispiele hierfür sind z. B. Krankenhäuser, Hochhäuser oder Flughäfen zu benennen.

 

Die Argumentation war deckungsgleich zu den Auffassungen des BDB Frankfurt Rhein-Main und entspricht dem Impulspapier zur Novellierung der HBO.

 

Im Rahmen des Besuchs, bestand die Möglichkeit, sich auch zu den Themen „Abstandsflächen“ und „Barrierefreiheit“ auszutauschen. Rösinger meldete anhand von Praxisbeispielen seine Bedenken zum Thema der Abstandsflächen an. Die beliebtesten Stadtviertel in den hessischen Großstädten sind in der Regel die, die gründerzeitliche Strukturen aufweisen. Diese gründerzeitlichen Strukturen zeichnen sich in der Regel durch einen geschlossenen Blockrand und häufig durch eine zusätzliche Nachverdichtung mit im Blockinnenbereich liegenden Hinterhäusern auf. Die (Bevölkerungs-)Dichte dieser Typologie ist im Vergleich zu anderen, jüngeren städtebaulichen Strukturen sehr hoch.

 

Ostermann ergänzt, dass fehlenden oder restriktiven gesetzlichen Regelungen stellen in der Baupraxis oft große Hemmnisse darstellen. Selbst wenn die Genehmigungsbehörden Abweichungen genehmigen, muss in der Regel immer noch eine Nachbarzustimmung eingeholt werden, die meist – wenn überhaupt – nicht zu wirtschaftlichen Konditionen zu erlangen ist.

 

Daher wäre es wünschenswert, eine Anpassung der Abstandsflächenregelungen an zeitgemäße Bauweisen und Formensprachen sowie eine Harmonisierung zwischen Bauplanungsrecht und Bauordnungsrecht, um vor allem Nachbarstreitigkeiten und die damit verbundenen negativen Konsequenzen zu reduzieren.

 

Abschließend wurde das Thema „Barrierefreiheit“ erörtert. Rösinger erläutert, dass die gesetzlichen Vorgaben für barrierefreies Bauen derzeit große regulatorische Kostentreiber sind. Reimann ergänzt, dass kostengünstiges Bauen und das Schaffen von bezahlbaren Wohnraum in der Ballungsregion Frankfurt Rhein-Main für kleine und mittlere Einkommen so quasi unmöglich gemacht wird. Rösinger erklärt, die derzeitigen Regelungen sind überzogen und unnötig kompliziert. Hierunter fallen nicht nur der vielzitierte Aufzug bei Gebäudeaufstockungen sondern viele weitere Regularien. So führen z.B. die geforderten Türabmessungen und die zugehörigen Bewegungsflächen zu überdimensionierten Wohnungen, schlecht möblierbaren Grundrissen und Spezialbauteilen, was neben entsprechend höheren Kosten auch zu einer generell schlechteren Akzeptanz durch die Nutzer führt.

 

Ostermann schlägt vor, auf eine Quote für barrierefreie Wohnungen zu verzichten, stattdessen diesbezügliche Anforderungen für alle Wohnungen moderat anzuheben. Auf einen Bezug zur DIN 18040 sollte verzichtet werden. Stattdessen sollten alle für notwendig erachteten Regelungen klar und abschließend in der eigentlichen HBO formuliert werden. Ein solches Vorgehen würde die Rechts- und Planungssicherheit sowie die Nutzerakzeptanz stark erhöhen und einen echten Beitrag zur Kostensenkung im Wohnungsbau liefern. Außerdem könnte auf diese Weise die Versorgung von Menschen mit Handycap mit geeigneten Wohnungen weit besser erreicht werden, als mit der bisherigen Regelung.

 

Nach den Worten von Reimann hatte die VhU-Delegation die Möglichkeit, im Ministerium einen offenen und informativen Austausch zu führen. Die Anregungen aus dem Impulspapier des BDB Frankfurt Rhein-Main konnten noch einmal ausführlich erläutert und die Meinungen beider Seiten gehört werden.

 

Thomas M. Reimann

EINLADUNG zur feierlichen Verleihung der Ehrenbaumeisterwürde an StS. Rainer Bomba

Geschrieben am 26. Juli 2017

 

Wir freuen uns, Herrn Staatssekretär Rainer Bomba die Ehrenmitgliedschaft im BDB-HessenFrankfurt und den Ehrentitel Baumeister h.c. verleihen zu dürfen.

 

Staatssekretär Rainer Bomba setzt sich für eine moderne Infrastruktur in Deutschland ein. Er ist damit dem baumeisterlichen Gedanken besonders verpflichtet.

 

Freitag, den 25.08.2017

Beginn: 16.00 Uhr

in der Klassikstadt in Frankfurt.

 

Anmeldung ist auf unserer Internetseite ab sofort möglich.

 

BDB-HessenFrankfurt

Öffentlicher Wohnungsbau muß 100% sozial werden

Geschrieben am 15. Juni 2017
Janine Wissler, MdL, Fraktionsvorsitzende DIE LINKE (mitte), Hermann Schaus, MdL, Parlamentarischer Geschäftsführer DIE LINKE (zweiter v.r.), Kay Lejcko, DIE LINKE (erster v.r.), Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1.Vorsitzender BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (erster v.l.), Architekt BDB Tobias Rösinger, Referat Baumeister (Projektentw./gewerbl. Arch.) BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (zweiter v. l.)

 

Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Bezahlbarer Wohnraum ist damit wichtigste Aufgabe einer sozialen Politik. Wenn der Wohnungsmarkt das von alleine nicht leistet, müssen dafür öffentliche Wohnungsbaugesellschaften in die Pflicht genommen werden. Das ist deren originäre Aufgabe.

 

Im Fachgespräch mit dem BDB-Frankfurt Rhein Main e.V. erläutert dazu Hermann Schaus, Parlamentarischer Geschäftsführer der Landtagsfraktion DIE LINKE: „In Zeiten niedriger Zinsen laufen alle Steuerungsinstrumente mit zinsgünstigen Darlehen in’s Leere. Da muß der Staat Zuschüsse geben. Oder besser – er schafft notwendigen bezahlbaren Wohnraum über landeseigene oder kommunale Wohnungsbaugesellschaften gleich direkt selbst.“

 

Für die Schaffung von sozialem Wohnraum bspw. durch Nachverdichtung sind oft die Rahmenbedingungen bei den öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften wesentlich besser. Durch meist zusammenhängende Eigentumsverhältnisse können für Nachverdichtungen notwendige nachbarschaftliche Zustimmungen leicht erteilt werden. Das geht privatrechtlich nicht so einfach.

 

„In der aktuellen Lage massiver Engpässe bei bezahlbarem Wohnraum müssen öffentliche Wohnungsbaugesellschaften zu 100% auf sozialen Wohnungsbau ausgerichtet werden.“ fordert Tobias Rösinger, Dipl.-Ing. Architekt BDB (Referat Baumeister, Projektentwickler/gewerbl. Architekten im BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.). „Das zu erreichen, bedeutet nicht weniger, als eine wohnungsbaupolitische Neuausrichtung der öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften.“

 

Das ist auch das Stimmungsbild Vieler in der Branche: Die Politik nutzt hier ein leicht einsetzbares Instrument der Marktsteuerung zu wenig.

 

Ein weiteres wichtiges Thema ist das klare Bekenntnis zu einer aktiven Stadtentwicklung. Der Ballungsraum Rhein-Main ist attraktiv. Die Anziehungskraft für Unternehmen und damit auch für Arbeitskräfte ist groß.

 

„Der Riedberg war in Frankfurt das letzte große Stadtentwicklungskonzept. Aktuell gibt es nichts Vergleichbares. Die fehlende Außenentwicklung der Stadt Frankfurt wird uns schon bald auf die Füße fallen.“ sagt Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (1.Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.). „Ein aktiver Städtebau ist in Zeiten von Wohnraummangel gelebte soziale Verantwortung. Wer das erkennt und den Menschen vermittelt, hat wichtige Zukunftsthemen in der Metropolregion besetzt.“

 

Darüber hinaus ist die bevorstehende Novellierung der HBO ein wichtiger berufspolitischer Themenpunkt.

 

Im Impulspapier zur Novellierung der HBO fordert der BDB-Frankfurt Rhein Main e.V. – auch mit Blick auf den Wohnungsbau – deutliche Vereinfachungen für das Bauen in Hessen.

 

„Wir wollen nicht immer neue bauaufsichtlich eingeführte Technische Baubestimmungen. Die Sonderbaubestimmungen sind zu eng gefasst. Und auch bei den Abstandsflächen brauchen wir Regelungen, die mehr Dichte in den Innenstädten zulassen,“ sagt Rösinger, und führt weiter aus: „Klarheit beim Schallschutz und geringere Anforderungen bei der Barrierefreiheit, die dafür aber allgemeiner gültig sind, können Kosten senken.“

 

„Das Gesetzgebungsverfahren steht an. Aktuell läuft die Anhörung der Verbände. Die Anregungen des BDB wollen wir bei unserer parlamentarischen Arbeit gerne berücksichtigen.“ sagt Janine Wissler, Fraktionsvorsitzende DIE LINKE.

 

Der Austausch soll weiter fortgesetzt werden.

 

  BDB-HessenFrankfurt

Thomas M. Reimann gegen Schwarzarbeit auf dem Bau

Geschrieben am 3. Mai 2017

Ein Schaden in Millionenhöhe ist durch Schwarzarbeit auf dem Bau entstanden. Deshalb haben Ermittler einen Bau-Mafia-Ring im Rhein-Main-Gebiet hochgehen lassen. Sechs Verdächtige wurden festgenommen. Das ist zwar ein Erfolg, aber das Problem mit Schwarzarbeit in der Baubranche ist damit noch lange nicht gelöst. Romina Morinello, Simone Elbing und Philip Hinken berichten über die Einzelheiten.

Allein bei  den Fällen, die der Zoll aufgedeckt hat, liegt der Schaden bei rd. 800 Mio. Euro jährlich.
Die Dunkelziffer, so schätzt das Institut für angewandte Wirtschaftsforschung in Tübingen, liegt bei mehr als 330 Mrd. Euro.

Genau das macht das Image seiner Branche kaputt. Und das ärgert Bauunternehmer Thomas Reimann aus Bad Vilbel.

Hier können Sie den Beitrag von RTL-HESSEN sehen

Quelle: RTL Hessen, Montag bis Freitag um 18:00 Uhr via Kabel-TV sowie online auf www.rtl-hessen.de

BDB-HESSENFRANKFURT

Wohnen-Bauen-Infrastruktur – Ohne Bauministerium geht es nicht

Geschrieben am 19. April 2017
Dr. h.c. Thomas M. Reimann, stellv. Vorsitzender des Bauausschusses in der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände e.V. (VhU) (zweiter v.r.), Dr. Clemens Christmann, Geschäftsführer der VhU (erster v.r.), Anna von Gruenewaldt, Referentin für Bau- und Verkehrspolitik in der VhU (zweite v.l.) und Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1.Vorsitzender BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (mitte), Architekt BDB Tobias Rösinger, Referat Baumeister (Projektentw./gewerbl. Arch.) BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (erster v. l.)

 

„Im Umweltministerium tagt die Allianz für Wohnen und im Wirtschaftsministerium wird zeitgleich die hessische Bauordnung (HBO) novelliert. Das gehört doch zusammen. Wenn wir sehen, was zudem an Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt werden soll, dann kommt man unweigerlich zu der Erkenntnis: Ohne Bauministerium wird das zukünftig nicht gehen.“ Dr. h.c. Thomas M. Reimann, stellv. Vorsitzender des Bauausschusses in der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände e.V. (VhU) und Vorstandsvorsitzender der ALEA Hoch- und Industriebau AG formuliert klar, was die Baubranche von der Politik erwartet.

 

Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (1.Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.) begrüßt diese klare Positionierung sehr: Schätzungen zufolge fehlen bis 2040 500.000 Wohnungen in Hessen. Um bezahlbare Wohnungen zu schaffen sollen allein bis 2019 1,2 Milliarden Euro in Hessen verbaut werden. Dazu kommen Investitionen im Bereich der Infrastruktur: 99 Millionen für Landstraßen in Hessen. Und aus Bundesmitteln bis 2018 rd. 14 Milliarden Euro für die Verkehrsinfrastruktur, die anteilig in Hessen verbaut werden sollen. „Das kann nur geleistet werden, wenn die Bauwirtschaft einen entsprechenden Stellenwert bekommt. Und einen zentralen Ansprechpartner.“

 

Hessen muß für die Leistungen der Bauwirtschaft ebenso offensiv werben, wie es das für andere Wirtschaftszweige tut. Derzeit ist das noch nicht der Fall.

 

Dr. Clemens Christmann, Geschäftsführer der VhU und zuständig für das Bauen in der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände bestätigt den Bedarf. „Die VhU hat Anfang 2016 einen eigenen Bauausschuss gegründet. Seitdem sind immer mehr Verbände dazugestoßen. Ob Entsorgung von Dämmmaterialien, Baugesetzgebung oder Fachkräftemangel – die Politik hört auf die einzelnen Stimmen der Branche nicht ausreichend. Wir müssen die Interessen konzertiert vortragen.“

 

Ein gemeinsamer Ansatzpunkt ist aktuell die Novellierung der HBO. Der BDB-Frankfurt Rhein Main e.V. hat die wichtigsten 5 Punkte dem Bauausschuss der VhU vorgestellt und große Zustimmung erhalten.

 

„Wir begrüßen die Diskussion im Kreise der Verbände in der Branche und die Abstimmung gemeinsamer Punkte, die wir dann zusammen umso offensiver an die Politik herantragen können.“ sagt Tobias Rösinger, Dipl.-Ing. Architekt BDB (Referat Baumeister, Projektentwickler/gewerbl. Architekten im BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.). „Der stete Zugang zu den politischen Entscheidern ist uns wichtig. Oft sind dort Probleme, die wir im täglichen Geschäft haben, nicht ausreichend bekannt. Das können wir so verbessern.“

 

Zur Novellierung HBO will die VhU jetzt aktiv werden. „Wir haben eine Stellungnahme verfasst, mit der wir klare Regeln für das Bauen in Hessen einfordern. Weniger bauaufsichtlich eingeführte Technische Baubestimmungen, weniger Sonderbauregeln, klare Definitionen beim Schallschutz und pragmatische Vorgaben zur Barrierefreiheit.“ führt Anna von Gruenewaldt, Referentin für Bau- und Verkehrspolitik in der VhU, aus. „Die Beratungen laufen und in Kürze wollen wir damit an Politik und Öffentlichkeit gehen.“

 

„Daß die Baubranche bis weilen zu wenig Beachtung findet, liegt auch ein bißchen daran, daß wir auf Verbandsseite keinen zentralen Gesprächspartner für alle Baubelange aufgebaut haben. Das Engagement der VhU mit der Einberufung eines eigenen Bauausschusses will das jetzt ändern.“ so Reimann, der sich über das große Interesse des BDB-Frankfurt Rhein Main an der Arbeit der VhU sehr freut.

 

 

BDB-HessenFrankfurt

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