Adalbert Haberbeck – Deutscher aus Ostdeutschland

Deutscher aus Ostdeutschland

Ich bin ein Deutscher aus Ostdeutschland
geboren an dessen Stacheldrahtrand
davon zerrissenen im Herzen, mit wildem Blut
als offene Wunde und dauernde Glut.

Als Kind umgetopft mitten ins Land
fremd dort gewachsen, doch wortgewandt
die Regeln missachtend sich freigeschwommen
als Sänger sich selbst die Pflicht genommen.

Im Fluss zwischen den Zeiten selten versteckt
an den Schärfen der Klippen oft angeeckt
weil Türen verschlossen direkt durch die Wand
bin eben ein Deutscher aus Ostdeutschland.

Adalbert Haberbeck 2026-04-24

In der Geschichte findet man keine richtigen Antworten auf aktuelle Fragen,
aber man findet die richtigen aktuellen Fragen – Adalbert Haberbeck, Architekt BDB, Leipzig

Fotomontage Adalbert Haberbeck

Es war Freitag der 13. Oktober 1989, als ich anlässlich des 70-ten Geburtstages meines Patenonkels in Hofbieber, OT Elters bei Fulda mit meiner Frau in den ,,Westen‘‘ reisen durfte. Vier Tage zuvor, am Montag den 9. Oktober waren wir, Zwei von 70.000, die trotz oder gerade wegen der Gegenpropaganda an der entscheiden-den Montagsdemonstration teilgenommen hatten. Auch hatten wir erst zwei Tage zuvor unsere Reispässe erhalten. Es war ein schöner Herbsttag und die Reise Teil einer Odyssey, die einfach nicht enden will.

Am Dienstag den 3.Oktober 1961, auch ein schöner Herbsttag, begann für mich, damals 11-jährig, diese Reise in Geisa/Rhön, Bezirk Suhl aber Bistum Fulda. Als eine von zwei Familien wurde unsere sechsköpfige Familie als abschreckendes Beispiel unangekündigt innerhalb von acht Stunden aus dem in der 5 km Sperrzone gelegenen Geisa/Rhön in das Braunkohlengebiet nach Borna bei Leipzig zwangsumgesiedelt. Ich machte dort Abitur, studierte von 1968 bis 1972 in Weimar Architektur und bin seitdem, nunmehr 54 Jahre in Leipzig – Dass der 3.Oktober, den wir in der Familie fortan ironisch als unseren ,,Tag der Befreiung‘‘ begingen, nun der Nationalfeiertag Deutschlands ist, ist für mich ein bittersüßer Treppenwitz der deutschen Geschichte.

Aber Frankfurt am Main spielte irgendwie immer eine Rolle in meinem Leben, denn Traktor Geisa spielte bewusst in Schwarz-Rot wie die Frankfurter Eintracht und mein großer Bruder war Zeit seines Lebens Eintracht-Fan, weil er als Kind in einem schwarz-roten Trikot das Fußballspielen gelernt hatte. Auch unser Nachbar, Onkel August, stammte aus Frankfurt am Main und war in Geisa mit seiner ,,Obsterei‘‘ für den ,,Äppelwei‘‘ zuständig. Das 1974 fertiggestellte Technische Rathaus am Römerberg in Frankfurt am Main war für uns damals, heute unverständlich, ein Stilikone der Moderne und ich beneidete einen aus dem Iran stammenden Arbeitskollegen, der uns einmal eine Ansichtskarte von dieser ,,Stilblüte‘‘ aus Frankfurt am Main als Urlaubsgruß zugesandt hatte.

Auch deshalb hatte ich uns einen Tag vor unsere Reise bei der Deutschen Reichsbahn – aus juristischen Gründen hieß die BAHN in der DDR weiterhin Deutsche Reichsbahn, damit sie in Westberlin das S-Bahnnetz weiterbetreiben konnte – für MDN, Mark der Notenbank der DDR, eine Fahrkarte von Leipzig nach Fulda über Köln und Frankfurt am Main gelöst, um mir diese vermeintlich heiligen Städte der Architektur anschauen zu können, bevor mir 25 Jahre später als Rentner auch ohne besonderen Grund dazu die Möglichkeit eingeräumt worden wäre. Aber die ,,Geschichte‘‘ hat mich enttäuscht – Enttäuschung ist die objektive Widerlegung eines selbst gefertigten mit der Wahrheit nicht übereinstimmenden Bildes von der Welt. Sie ist also eigenverschuldet und nicht wie so oft vorwurfsvoll instrumentalisiert fremdbestimmt (aha). Die erste Enttäuschung bestand darin, dass nur vier Wochen später mein Rentenalter erreicht schien, weil am 9.November die verhasste Mauer fiel. Wir konnten frei reisen, auch weil wir vier Wochen zuvor in Leipzig so Viele waren und wir konnten es auch wiederum nicht, weil wir die 100 Mark Begrüßungsgeld euphorisch für ,,Glasperlen‘‘ opferten. Die zweite Enttäuschung waren Köln und Frankfurt am Main. Köln erschien mir bis auf den Dom beliebig und Frankfurt am Main hatte auch wegen der Stilblüte -Technisches Rathaus – keine Mitte, wie ich es aus Leipzig kannte. Zwei Wochen später waren wir mit einem ganz anderen Blick auf Leipzig wieder in Leipzig zurück, und manche Kollegen hatten ihre Wetten auf unseren Verbleib im Westen verloren. Es begann das 41-Jahr der DDR, mein 40-tes und bis dato schönstes Jahr in meinem Leben.

Als sofort sich selbst in die Selbstständigkeit entlassener Architekt wurde ich, eigentlich ein 40-jähriger Jedermann in Leipzigs Architekturszene, nur weil renitent und Gründungsmitglied der Initiative Leipziger Architekten, im Januar 1990 zum Nachfolger von Prof. Rudolf Skoda (1931-2015), dem vermeintlichen Autor des neuen Gewandhauses am Karl-Marx-Platz, als ehrenamtlich tätigen Vorsitzenden des Bundes der Architekten der DDR (BdA DDR) des Bezirkes Leipzig gewählt. Spiritus Rektor der Initiative Leipziger Architekten war Winfried Sziegoleit (1939-2021) der wegen seiner Unbestechlichkeit allseits geachtete eigentliche Autor des neuen Gewandhauses, das heute wieder an dem nach dem Sachsenkönig Friedrich August der I.(1750-1827)  benannten Augustusplatz liegt. Warum dieser Platz der 100.000 nicht der Platz der friedlichen Revolution sein darf, sondern es ausgerechnet der nur dreihundert Meter entfernte Wilhelm-Leuschner-Platz sein soll, der 1989 nur ein unbedeutender Parkplatz war, bleibt den Leipzigern ein Rätsel, dessen Lösung der zugewanderte Sachsenkönig König Kurt (Biedenkopf) mutmaßlich mit in sein Grab genommen hat. Dass nunmehr ebendort auf dem Parkplatz das Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal als ein mit blanken weißen Fahnen und Transparenten bespicktes Biotop entsteht, ist für mich nicht nur enttäuschend, sondern stellt für mich eine Brüskierung der damals 70.000 und genaugenommen sogar eine historische Kapitulationserklärung dar.

2024 Siegerentwurf ,,Fahnen und Transparante‘‘ ZILA&Co – nicht zugelassener Entwurf ,,Wer die Rose ehrt‘‘ Gengelbach/Haberbeck, verspiegelte Mauer und Friedensregenbogen
Fotomontage / Grafik Adalbert Haberbeck

Keine Enttäuschung waren allerdings damals unsere berufspolitischen Erfolge der Initiative Leipziger Architekten (ILA), vollzogen nach dem Motto von Abraham Lincoln (1809-1865) ,,Die beste Möglichkeit die Zukunft vorherzusagen ist sie zu gestalten‘‘. Winfried Sziegoleit wurde der erste Präsident der 1991 gegründeten Architektenkammer Sachsen und wir Leipziger Kolleginnen und Kollegen waren auch in den Ausschüssen der damaligen Kammer stark vertreten, weil aktiv. Nach der von uns programmatisch betriebenen Auflösung des BdA DDR bei gleichzeitiger Organisation der Gründung von BDA, BDB und VfA in Sachsen war ich von 1993 bis 2023 ehrenamtlicher Vorsitzender der BDB Bezirksgruppe Leipzig. In meinem letzten Jahr in dieser Funktion, hatte ich 2023 mit 73 Jahren die Jahresexkursion der BDB-BG-Leipzig nach Frankfurt am Main organisiert und den eigenständigen BDB-HESSENFRANKFURT kennen und schätzen gelernt. Nun hatte Frankfurt am Main 2023 gemäß dem Motto ,,ihre Straßen Plätze sind das Gedächtnis der Stadt‘‘ gegen viele Widerstände wieder eine authentische Mitte, wie Leipzig, die seine allzu vielen Hochhäuser öde aussehen lässt.

Fotos Adalbert Haberbeck

Damit wären wir wieder am Ausgangspunkt, nach den richtigen Fragen, die sich aus der Geschichte ableiten lassen. Mir scheint in Anbetracht der aktuellen inflationären Informationsflut gepaart mit einer schwindenden, nur 15 Sekunden währenden, Aufmerksamkeitsspanne, der Fingerzeig von Odo Markward (1926-2015) ,,Keine Zukunft ohne Herkunft‘‘ wegweisend. Nicht wie augenblicklich auch als Burkhard Jung Walzer vom Oberbürgermeister in Leipzig praktiziert, zwei Schritte nach vorn und einer zurück, sondern einen zurück und zwei nach vorn. Sie werden sagen, das sei oder führe doch zum gleichen Ergebnis. Gerade als Ostdeutscher bezweifle ich das inzwischen vehement, weil es meines Erachtens einen erheblichen Unterschied macht, ob man selbstbestimmt seinen Weg geht oder fremdgestutzt.




Große Feier zum 40. Geburtstag des Architekturbüros Carsten Kulbe

Nico Bensing, Carsten R. Kulbe, Tobias Rösinger, Andreas Ostermann, Matthias Möller

„Wichtiger und kritischer Ratgeber“

Das Architekturbüro buero kulbe hat seit seiner Gründung im Jahr 1985 Maßstäbe gesetzt und viel für den Städtebau getan. Insgesamt 1200 Wohneinheiten hat Carsten Kulbe mit seinem Team neu gebaut oder saniert. Bei der Feier zum 40. Geburtstag auf dem Firmengelände Elmland 1 in Schlüchtern mit mehr als 100 geladenen Gästen würdigten die Redner besonders die Verdienste, den Mut und die Kreativität des Firmengründers.

„Wir sind dankbar für dein Wirken. Du bist ein wichtiger Ratgeber, der auch kritisch ist“, sagte Schlüchterns Bürgermeister Matthias Möller in Richtung Kulbe. Besonders die Entwicklung des ehemaligen Knothe-Areals sei eine wichtige Säule beim Städtebau in Schlüchtern. Auch das Post-Gelände in der Innenstadt sei ein tolles und wichtiges Projekt, das bei Kulbe in den besten Händen liege. Und besonders wichtig sei, so Möller, dass Carsten Kulbe eine Nachfolgerin aus der eigenen Familie habe. „Ich kenne seine Tochter Katharina Jürgensen aus gemeinsamen Studienzeiten. Sie war schon zu dieser Zeit wissbegierig und zielstrebig“, sagte Möller. Deshalb mache er sich um die Zukunft des Büros keine Sorgen.

Auch Landrat Thorsten Stolz freute sich, dass die Nachfolge im Hause Kulbe bereits geregelt sei. „Wir kennen Sie als verlässlichen Partner, der etwas bewegen will“, sagte Stolz, der von „40 Jahren Begeisterung für die Region“ sprach. Kulbe habe sich nie vor schwierigen Projekten gescheut. „Auf der grünen Wiese kann jeder bauen“, so der Landrat, „aber Carsten Kulbe übernimmt Aufgaben, an die sich nicht jeder herantraut.“

Kulbe bezeichnete das Jubiläum als einen denkwürdigen Tag, auf den er sehr stolz sei. Und mindestens genau so stolz ist der Architekt auf seine Tochter Katharina, mit der er eng und vertrauensvoll zusammenarbeitet. Er blickte zurück auf das Gründerjahr 1985. In dieser Zeit wurden 284.500 Wohnungen jährlich gebaut, heute seien es 215.000 pro Jahr. „Es geht nach einer Flaute wieder aufwärts“, sagte Kulbe, der mit einem Blick in die Zukunft „jedem raten würde, einen Handwerksberuf zu lernen“.

Nico Bensing, Gesellschafter der Kommunikationsagentur Bensing & Reith, moderierte eine Talkrunde, an der neben Kulbe und Bürgermeister Möller auch der Architekt Tobias Rösinger, Vorstandsmitglied der Stadtplanerkammer Hessen, sowie Andreas Ostermann, Vorsitzender des Bunds Deutscher Baumeister Hessen, teilnahmen.

„Bauen früher und heute“ war das Thema der Runde, bei der nicht mit Kritik am Bürokratismus der Behörden gespart wurde. „Und natürlich müssen wir es schaffen, den Fachkräftemangel zu beheben“, sagte Andreas Ostermann.

Nico Bensing stellte zum Abschluss der Runde an alle Beteiligten die nicht ganz ernst gemeinte Frage, welches Projekt sie gerne verwirklichen würden, wenn sie einen Wunsch frei hätten. Carsten Kulbe würde gerne ein „Hochhaus in Schlüchtern“ bauen, Andreas Ostermann den „Transrapid von Hamburg nach Berlin“ verwirklichen, Tobias Rösinger einen „Raketenbahnhof“ errichten und Matthias Möller entsprechende Maßnahmen für den „Hessentag 2029 in Schlüchtern“ einleiten.

In guter Stimmung gingen die Gäste zum gemütlichen Teil der hervorragend organisierten Veranstaltung über. Bei kühlen Getränken und leckerem Essen lauschten sie dabei den Klängen der Jazzband „Trio Mayence“.




Christiane und der BDB

Als ich im Frühjahr 1957 meinen Gesellenbrief als Schreiner in der Tasche hatte, meinte die Chefin, ich solle mit einem Volontärvertrag in der Firma bleiben. Das konnte ich nicht: ich war Geselle! Ein mit meinem Vater befreundeter Meister stellte mich zum normalen Lohn – 1,88 DM – ein. Mein Vater hat sich in dieser Zeit auch nach den Aufnahmebedingungen der Staatsbauschule erkundigt und mich überredet die Aufnahmeprüfung abzulegen. Dem schulischen Betrieb ziemlich entwöhnt, war ich doch sehr aufgeregt als es soweit war. Ich bekam einen Tag Urlaub und fuhr nach Frankfurt. Es lief alles sehr gut bis auf’s Rechnen. Da hat mich der aufsichtsführende Dozent so aus der Fassung gebracht dass selbst 1+1 nicht mehr funktioniert hat. Die folgende mündliche Prüfung war wieder sehr gut…. Aber ich bin durchgefallen. Ein paar Tage später bin ich wieder nach Frankfurt gefahren und habe mit dem Direktor gesprochen und um Aufklärung gebeten. Es war nur das Rechnen! Alles andere war gut bis sehr gut. Er schlug mir vor, das Vorsemester zu besuchen. Es koste zwar Geld sei aber gut.

Ich habe mich sofort angemeldet. Dieses Vorsemester wurde vom BDB betrieben. Die Dozenten der Staatsbauschule und ein pensionierter Deutschlehrer unterrichteten junge Männer aus allen Bauhauptgewerken. Es waren alle Berufe vertreten: Tiefbau als auch Hochbau – Volksschüler, Mittelschüler, Gymnasiasten sogar Abiturienten. Die Prüfung danach war dann kein Problem mehr. In den ersten Semestern war Baurat Döhner unser Semesterleiter. Nach den ersten Eingewöhnungswochen empfahl er uns sehr nachdrücklich, zu den Vorträgen des BDB zu gehen. Diese monatlichen Vortragsabende fanden im Saal des „Steinernen Haus“ in der Braubachstraße in Frankfurt statt. Die Vorträge zum Teil mit Lichtbildern auch mal ein kleiner Film, waren in den 50iger Jahren eine wichtige Informationsquelle. Einzelheiten weiß ich heute nicht mehr, bis auf einen Film: eine Firma stellte ihre Riesengeräte für Autobahn- und Straßenbau vor. Es war einfach faszinierend! Es entstanden auch Freundschaften, die zum Teil heute noch bestehen. So bin ich 1959 als Studentenmitglied eingetreten und 1961 nach dem Saatsexamen Vollmitglied geworden.

BDB-Ball im Palmengarten 1988

Ende 1961 haben wir dann geheiratet und unsere 3 Kinder haben auch nicht lange auf sich warten lassen So habe ich in den frühen 60iger Jahren manchen BDB-Abend verpasst. Aber… mein Mann war Tiefbauingenieur und auch BDB-Mitglied, so dass ich vom Beruf doch nicht ganz abgeschnitten war. Als die Kinder etwas älter waren, haben wir uns bei den Vorträgen abgewechselt. Einmal im Jahr gab es einen großen festlichen Ball entweder im Zoogesellschaftshaus oder im Palmengarten.

Ab 1970 konnten wir auch wieder an Exkursionen und Besichtigungen teilnehmen.

1971 haben wir München besucht und das fast fertige Olympiastadion besichtigt.

1990 waren wir in Dresden und der „Sächsischen Schweiz“. Die Frauenkirche war noch ein Trümmerhaufen und man wusste noch nicht ob man sie wieder aufbauen sollte, weil hunderte von Toten unter den Trümmern lagen. Die Semperoper war ein Erlebnis! Es gab auch einen Ausflug nach Meisen und Moritzburg, leider nur von außen. Irgendwann begann die Partnerschaft mit der Untec Rhone in Lyon – Frankfurts Partnerstadt. Wir fuhren nach Lyon und die Kollegen kamen zu uns.

Partnerschaft Untec Rhone – Exkursion nach Lyon, Frankreich
1996 London, England – Wetter gut, Laune gut , Sicht auf Westminster und Big Ben auch gut

Es entstanden einige Freundschaften für die ich Französischunterricht genommen habe. Briefwechsel war intensiv. Auch die Kinder wurden wechselseitig ausgetauscht. Erst mit dem hohen Alter ist dies eingeschlafen. Wir waren mit dem BDB noch oft in Frankreich, England war auch zwei Besuche wert.

Gruppenbild Exkursion Euro-Tunnel

Als der Tunnel unter dem Ärmelkanal fertig war, sind wir von Paris aus mit dem Zug nach England gefahren. Auf der Heimreise Richtung Belgien fiel in unserem Waggon das Licht aus: mit der Notbeleuchtung konnten wir wunderbar die Tunnelwände sehen. War doch Sinn der Reise? Oder?

In Frankfurt habe ich an der Besichtigung des Hochhauses an der Messe teilgenommen. Von da oben waren die Autos auf der Straße nur Fingerglied groß. Bevor die U-Bahn nach Sachsenhausen fuhr haben wir die Baustelle unter dem Main besucht. Dass der Main über unseren Köpfen fließt, war schon ein ganz besonderes Gefühl.

Wir haben auch die Baustelle des Brennertunnels besucht.

Schade, dass heute so vieles virtuell stattfindet. Das unmittelbare Erlebnis fehlt da.

Empfang im Römer

Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass ich das einzige Mädchen bei den Schreinern auch in der Berufsschule war. In der Staatsbauschule waren wir dann 5 Mädchen verteilt über alle Semester. Da das Gebäude zu der Zeit Baustelle war, haben wir uns so gut wie nie gesehen. Der Unterricht fand sowohl frühmorgens als auch abends statt: immer 6×45 Minuten.

Exkursionen gab es auch: Baustelle Henninger Turm mit Bierprobe und Schokoladenfabrik in Hattersheim. Die Schokolade ist mir entgangen, weil sich für mich keine Mitfahrgelegenheit ergab. Dafür gabs am nächsten Tag eine Standpauke vom Dozenten. Dies alles hat nicht mit dem BDB zu tun, fällt aber in die Frühzeit der „Gleichberechtigung“

Nun freue ich mich darauf, dass es wieder möglich wird an Seminaren teilzunehmen.

2024 ist Christiane Hellwich 65 Jahre Mitglied im BDB-HESSENFRANKFURT. In einem selbstverfassten Beitrag schaut sie zurück auf die Zeit im BDB und ihre Zeit als Ingenieurin in einer männlich geprägten Branche. Wir veröffentlichen ihren Beitrag mit Bildern als Einblick in eine vergangene Zeit und Anregung für Neues.




ARCHITEKT BDB acr+

ARCHITEKT BDB acr+




MITGLIED BDB MAS

MITGLIED BDB MAS




UNTERNEHMER BDB MTB

UNTERNEHMER BDB MTB




INGENIEUR BDB Ulrich Felber

INGENIEUR BDB Ulrich Felber




INGENIEUR BDB Gerhard Klingelhöfer

INGENIEUR BDB Gerhard Klingelhöfer




UNTERNEHMER BDB XWAY

UNTERNEHMER BDB XWAY




MITGLIED BDB Gräbert

MITGLIED BDB Gräbert