Tobias Rösinger in den Vorstand der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH) gewählt
Der Frankfurter Architekt Tobias Rösinger wurde mit einem hervorragenden Ergebnis am 22.05.2019 in den Vorstand der AKH gewählt. Er erlangte bei der Wahl 50 von 60 Stimmen. Er war bereits Mitglied im Eintragungsausschuss der AKH und hat sich im Vorfeld der Wahlen vor allem dafür eingesetzt, das Regelungsdickicht im Baugewerbe zu lichten.
Rösinger ist Geschäftsführender Gesellschafter der Wentz & Co. GmbH und im Vorstand des BDB-HESSENFRANKFURT tätig. Vor seinem Studium machte er eine Ausbildung als Maurer.
Der Verband fordert seit Jahren eine Entschlackung bei Normen und Regeln, da das Verlangen nach bezahlbarem Wohnraum mit der Fülle an Auflagen nicht mehr möglich ist.
BDB-HESSENFRANKFURT
Ulrich Caspar zum Präsident der IHK-Frankfurt gewählt
Der Vorstand des BDB-HESSENFRANKFURT gratuliert Ulrich Caspar herzlich zur Wahl zum Präsidenten der IHK-Frankfurt!
Gerne hatten wir bereits seine Kandidatur für die Vollversammlung der IHK-Frankfurt unterstützt und entsprechend begleitet. Die große Stimmenzahl, die Ulrich Caspar bei der Wahl für die Vollversammlung für seine Person gewinnen konnte, bestätigt, daß er großen Rückhalt in der Bau- und Immobilienbranche hat.
Die Wahl zum Präsidenten zeigt, daß das in der IHK-Frankfurt auch branchenübergreifend gilt.
Caspar ist außerordentliches Mitglied im BDB-HESSENFRANKFURT.
Wir wünschen dem neu gewählten Präsidenten der IHK-Frankfurt eine gute Hand und Tatkraft für sein Wirken für die Unternehmen in FrankfurtRheinMain.
BDB-HESSENFRANKFURT
Positive Ansätze in der hessischen Wohnungspolitik erkennbar, aber noch deutlich Luft nach oben
Führende Institutionen und Verbände der hessischen Bau- und Immobilienwirtschaft ziehen bei ihrer Bewertung des Koalitionsvertrags der schwarz-grünen Landesregierung ein gemischtes Fazit. „Wir erkennen an, dass dem Thema Wohnen inzwischen ein höherer Stellenwert beigemessen wird“, so Gerald Lipka, Sprecher der Länderinitiative „Impulse für den Wohnungsbau – HESSEN“ und Geschäftsführer des BFW Landesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland. Gleichwohl blieben Themen unbehandelt, die für die Schaffung neuer, bezahlbarer Wohnungen entscheidend seien, so die Verbände in einer gemeinsamen Pressekonferenz am Montag.
Dass es mit Jens Deutschendorf nun einen eigens für die Bereiche Wohnen und Verkehr zuständigen Staatssekretär gebe, werten die in der Initiative zusammengeschlossenen Verbände als Bestätigung ihrer langjährigen Forderungen. „Deutlich Luft nach oben“ sehen sie bei den Faktoren, die zu den aktuellen Baupreisen führen, so Impulse-Sprecher Lipka. Dazu zählten Baupreissteigerungen einzelner Gewerke sowie Engpässe bei der Entsorgung von Bauabfällen. Aber auch die in Länderhand liegende Grunderwerbsteuer, die in Hessen von einst 3,5 auf inzwischen 6 Prozent erhöht wurde, verhindere die Eigentumsbildung junger Familien, so Lipka.
Nadelöhr Nummer eins: Flächenverfügbarkeit
„Das Nadelöhr
Nummer eins bleibt die Verfügbarkeit baureifer Flächen, gerade in
Ballungsräumen wie dem Rhein-Main-Gebiet“, so Lipka. Hier wolle die
Landesregierung laut Koalitionsvertrag die bestehende Unterstützung der
Kommunen bei der Ausweisung von Bauland beibehalten und über den kommunalen
Finanzausgleich Anreize schaffen. „Wir wünschen uns eine Intensivierung und
Konkretisierung dieser Bemühungen, da es ohne Mitwirkung der Kommunen kein
weiteres Bauland geben wird.“ Zugleich gelte es die Wahrnehmung seitens
Kommunen und Landesregierung für die Rolle privater Bauträger und
Projektentwickler zu schärfen. „Diese Unternehmen leisten einen wichtigen
Beitrag zur Schaffung neuer Wohnungen und agieren bereits seit vielen Jahren
als Partner der Städte und Gemeinden.“
Chance vertan: Erneut keine Senkung der Grunderwerbsteuer
Positiv bewerten die Verbände die Bereitstellung von 2,2 Milliarden Euro für den sozialen Wohnungsbau, erklärte der stellvertretende Sprecher der Impulse, VdW südwest-Vorstand Dr. Axel Tausendpfund. „Die bis 2024 zur Verfügung gestellten Fördermittel sollen laut Koalitionsvertrag den Bau von 22.000 Wohnungen ermöglichen. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung. Jetzt müssen jedoch auch die weiteren Förderkonditionen attraktiver gestaltet werden, damit die erhöhten Mittel zukünftig im größeren Umfang als bisher abgerufen werden.“ Unverständlich sei hingegen, so Tausendpfund, dass die Grunderwerbsteuer nicht gesenkt werde. „Das Steueraufkommen durch die Grunderwerbsteuer hat sich in den vergangenen Jahren um knapp 1,1 Milliarden Euro pro Jahr erhöht. Der Spielraum für eine Senkung des Steuersatzes ist vorhanden. Das Land Hessen hätte es mit dieser Stellschraube selbst in der Hand, die Kosten für das Bauen und Wohnen zu senken. Hier wurde eine Chance vertan.“
Neues Staatsziel: Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt und Land
Martin
Kraushaar, Hauptgeschäftsführer
der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, sieht das neu in die Verfassung
aufgenommene Staatsziel einer Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Stadt
und Land als positives Signal. Es beinhalte die Herausforderung und
gleichzeitig die Chance, die Vielfalt der unterschiedlichen Bedarfe zu
berücksichtigen. Dies habe wiederum Auswirkungen auf die Planungen für den Wohnungsbau.
„Die Flächenausweisung allein sagt noch nichts über die Wohnungsbedarfe aus,
die sich aus der Pluralität der Lebensstile ergeben. Wir legen als Planer
großen Wert auf eine Wohnungsvielfalt.“
Baupreissteigerungen aktiv begegnen
Handlungsbedarf seitens der
Landesregierung sieht Rainer von Borstel, Hauptgeschäftsführer des Verbandes
baugewerblicher Unternehmer Hessen, insbesondere bei der Entsorgung von Bau-
und Abbruchabfällen, für
die immer weitere Wege in Kauf genommen werden müssten: „Wir kritisieren schon
seit Jahren, dass die Mengen der Bauabfälle, speziell des Erdaushubs,
kontinuierlich steigen, das Problem aber seitens der Politik nicht angegangen
wird. Bereits die Entsorgung von Erdaushub kleinerer Baumaßnahmen, etwa von
Wohnhäusern oder Kanalbaumaßnahmen, bereitet enorme Probleme. In
Ballungszentren betragen die Entsorgungskosten für den Aushub eines
Einfamilienhauses mittlerweile bis zu 30.000 Euro. Dies sind Kosten für
‚baufremde Leistungen‘, die mit der eigentlichen Bauleistung nichts zu tun
haben und das Budget der Bauherren schmälern. Diese Kostensteigerungen könnten
durch einheitliche Entsorgungsvorschriften, neue Erd-Deponien und eine höhere
Recyclingquote bei Baustoffen begrenzt werden“, so von Borstel.
Zukunft Wohnen in Hessen jetzt aktiv gestalten
Die Entwicklung der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main spielt für alle wohnungspolitischen Fragen eine wichtige Rolle. Die ‘Impulse‘ begrüßen daher die Absicht der Landesregierung, die Region weiter zu entwickeln. Besonders der Gedanke einer „Specialised Expo“, die sich laut Koalitionsvertrag mit Fragen aus den Bereichen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung beschäftigen soll, findet beim Bund Deutscher Baumeister BDA im Lande Hessen und dem BDB-HESSENFRANKFURT große Zustimmung. „Wir müssen den ländlichen Raum einbeziehen, um eine Entlastung der Ballungszentren zu erreichen. Dabei helfen auch neue Mobilitätskonzepte. In den Ballungsräumen brauchen wir Nachverdichtung, die qualitätvoll den Bestand einbezieht. Neubauquartiere müssen so geplant werden, dass wir heute nicht die Problemquartiere der Zukunft errichten. Deswegen ist es wichtig, das Projekt ‚Specialised Expo‘ jetzt zügig anzugehen.“ so BDA-Landessekretär Christian Holl.
Insgesamt biete der neue Koalitionsvertrag zahlreiche Anknüpfungspunkte. Die hessische Bau- und Immobilienwirtschaft stehe der Landesregierung nach wie vor als Gesprächspartner zur Verfügung, betonten die Impulse-Vertreter abschließend. Gemeinsam stelle man sich der Herausforderung, neuen Wohnraum zu schaffen.
Impulse für den Wohnungsbau – HESSEN
Bauland Colloquium in den Räumen der IHK-Frankfurt
v.l.: Thomas M. Reimann, Manfred Ockel, Mike Josef, Prof. Dr. Martin Wentz, Monika Fontaine-Kretschmer, Ricarda Pätzold und Prof. Dr. Guido Spars
Gerne folgte der Frankfurter Unternehmer, Vorsitzende des VhU-Bau- und Immobilienausschusses und Vorstand des BDB-HESSENFRANKFURT Thomas M. Reimann der Einladung der Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung e.V. in Berlin. In den Räumen der IHK Frankfurt am Main begrüßte am 30. Januar 2019 Prof. Dr. Martin Wentz gut 150 interessierte Zuhörer zum städtebaulichen Colloqium „Baulandknappheit überwinden – bezahlbares Wohnen sichern“.
In einem Fazit und Ausblick „Wo stehen wir, wie verbessern wir unsere Handlungsmöglichkeiten?“ diskutierte eine hochkarätig besetzte Runde von Experten 90 Minuten denkbare Lösungsansätze. Reimann machte dabei deutlich, dass auch Bauen in den kommenden Jahren nicht günstiger werden wird. Auf die Frage von Prof. Dr. Wentz, warum 2018 die Kostensteigerung bei nun 6% liegt und somit deutlich über den Vorjahren, fand Reimann eine klare Antwort:
„Ja, wir haben steigende Baupreise. Die Materialkosten sind gestiegen und wir hatten jüngst Tariflohnerhöhungen, aber auch zunehmende staatliche Regulierung sorgt mich. Man neigt in diesen Zeiten zu einer Fülle von Regularien, die das Bauen und das Herstellen, auch von bezahlbarem Wohnraum, nicht günstiger macht. Ich denke da an die Vielzahl von Normen und Verordnungen.“
Reimann macht es an einem einfachen und durchaus nachvollziehbarem Beispiel fest: „Wir haben gerade jetzt die große Chance, mit wegweisenden und vernünftigen Entscheidungen die Zukunft in der Wohnungswirtschaft zu gestalten, um Menschen in unserer Region mit ausreichend Wohnraum zu versorgen. Die Energieeinsparverordnung darf nicht weiter verschärft werden, sondern sollte auf den Stand 2014 zurückgeführt werden. Vorschriften wie die Zwangsbelüftung in Bauwerken kosten viel Geld und bringen an vielen Stellen keinerlei ökologischen Mehrwert. Nutzungszwänge für erneuerbare Energien sollten abgeschafft und die Mindeststandards bei Neubau und Sanierung abgesenkt werden.“
Die Ausführungen sorgten in der Expertenrunde für eine angeregte Diskussion. Gefragt nach einem Schlusssatz im Rahmen der Podiumsdiskussion, äußerte Reimann eine einfache Bitte: „Wir brauchen in Frankfurt und dem Umland, also in der gesamten Rhein-Main-Region mehr Bauland, um der großen Nachfrage mit einem ausreichenden Angebot entgegen zu kommen und wir müssen in den Abläufen schneller werden, also entbürokratisieren. Ich plädiere für Anreize im Kommunalen Finanzausgleich. Kommunen, die benötigte Flächen bereitstellen, sollten vom Land bei den Folgekosten für neue Infrastruktur entlastet werden und hier kann und muss das Land finanziell helfen.
Reimann kandidiert bei den aktuellen Wahlen der IHK Frankfurt am Main für die Wahlgruppe 10, Bau- und Immobilienwirtschaft.
Dr. h.c. Thomas M. Reimann, BDB-HESSENFRANKFURT
Bauintensität erhöhen, Verordnungen reduzieren, langsam an BIM herantasten
1. Die Bauintensität deutlich erhöhen, 2. Regularien und Verordnungen reduzieren und Investitionen stimulieren und 3. das langsame Herantasten an BIM ermöglichen.
Thomas Reimann, der auch für die IHK-Wahl in der Wahlgruppe 10, Bau- und Immobilienwirtschaft kandidiert, fasste in einem Schlusswort zusammen, was weit über die Grenzen der RheinMainRegion hinaus mit Interesse aufgenommen wurde. So führte er in seiner Rede aus, dass Wachstum, auch in der Bauwirtschaft, maßgeblich durch die Weltwirtschaft beeinflußt wird und beispielsweise der Umgang mit dem Brexit viele Fragen aufwirft, die auch für Experten oft noch ungeklärt sind. Unsicherheit bei solch wichtigen Themen beeinflusst die hiesigen Unternehmen.
So nimmt beispielsweise Microsoft in Amerika 500 Millionen Dollar in die Hand, um für günstigeren Wohnraum in der Nähe seines Hauptquartiers bei Seattle zu sorgen. Wir werden sehen, ob sich solche Ansätze auch bei uns in Deutschland bald zu beobachten sind.
„Wir müssen für unsere Branche Sorge tragen, gerade jetzt mit Vernunft und größtmöglichen Weitblick agieren. Ja, es lief gut, aber das ist Vergangenheit und die Wirtschaft ist keine Einbahnstraße, die nur eine Richtung kennt. Die Anforderungen an uns, an die Politik und die Unternehmer wird weiter steigen und gerade auch deswegen benötigen wir vernünftige, sinnhafte und umsetzbare Wege in der Bauwirtschaft.“
Drei Kernforderungen stellte er auf: 1. Die Bauintensität deutlich erhöhen, 2. Regularien und Verordnungen reduzieren und Investitionen stimulieren und 3. das langsame Herantasten an BIM ermöglichen.
Klare Worte fand Reimann für die Branche und an die Politik gerichtet zum Ende seiner Rede. „Ich bin mir sicher, dass wir in der deutschen Bauwirtschaft verlässliche Partner sind, die mit Zuversicht die Aufgaben der nächsten Jahre angehen und einen wichtigen Beitrag leisten werden. Lassen Sie uns gemeinsam die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass wir die anstehenden Herausforderungen meistern. Gerade Wohnen ist ein Thema, das jeden von uns betrifft und deswegen auch emotional diskutiert wird. Lassen Sie uns gemeinsam für mehr Verständnis für die Komplexität der Herausforderungen in der Öffentlichkeit und der Politik werben, um hier zu konstruktiven Lösungen zu gelangen, die tatsächlich zu einer Entspannung des Wohnungsmarktes beitragen.“ Ostermann zeigt sich überzeugt, dass die Wahl Reimanns in die IHK-Vollversammlung eine ausgezeichnete Entscheidung für die Region wäre. „Er ist ausgewiesener Kenner der Metropolregion, weit über die Themen der Bau- und Immobilienwirtschaft hinaus. Er ist engagiertes Mitglied im Vorstand unseres Verbandes, Vorsitzender des Bau- und Immobilienausschusses der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände und wirkt für den Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen erfolgreich im Rechts- und Wirtschaftsausschuß des ZDB in Berlin.“
BDB-HESSENFRANKFURT
Grußwort – Jahresauftaktveranstaltung der hessisch-thüringer Bauwirtschaft 2019
Sehr geehrter Herr Staatsminister Al-Wazir, lieber Vizepräsident des hessischen Landtags Dr. Jörg-Uwe Hahn, werte Abgeordnete aus den Landtagen, sehr verehrte Gäste, liebe Vorredner Roth und Schütz, liebe Kolleginnen und Kollegen aus der Bauwirtschaft,
vor weniger als 48 Stunden saß ich hier mit Herrn Staatsminister Al-Wazir zum Jahresempfang der IHK, heute treffen wir zur Jahresauftaktveranstaltung der hessisch-thüringischen Bauwirtschaft zusammen. Ein roter Faden aller Reden ist Wachstum. Wachstum, auch in der Bauwirtschaft, wird maßgeblich beeinflusst durch die Weltwirtschaft und beispielsweise der Umgang mit dem Brexit wirft viele Fragen auf, die auch für Experten oft ungeklärt sind. Unsicherheit bei solch wichtigen Themen beeinflusst die hiesigen Unternehmen. Die deutsche Industrie blickt mit deutlich mehr Skepsis in die Zukunft. „Wirtschaftlich sind die besten Zeiten vorbei“, sagt der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Dieter Kempf. Aus Davos hören wir heute Mittag, dass die Konjunkturaussichten des IWF trübe sind. Dennoch: Wohnraum zu schaffen, wird besonders in den Ballungsräumen eine der Elementaraufgaben der nächsten Jahre sein und uns fordern. So nimmt beispielsweise Microsoft in Amerika 500 Millionen Dollar in die Hand, um für günstigeren Wohnraum in der Nähe seines Hauptquartiers bei Seattle zu sorgen. Wir werden sehen, ob solche Ansätze auch bei uns in Deutschland bald zu beobachten sind. Insbesondere deshalb, weil der Fachkräftemangel zu einer immer größeren Herausforderung für die Wirtschaft wird – Herr Roth hatte dies in seiner Rede angesprochen. Laut Befragungen der Industrie- und Handelskammern ist der Fachkräftemangel mittlerweile das größte Hemmnis für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen – übrigens branchenübergreifend und deutschlandweit. In der Bauwirtschaft trifft dies bereits auf mehr als zwei Drittel der Unternehmen zu. Laut IHK Frankfurt fehlen alleine in FrankfurtRheinMain bereits heute mehr als 160.000 Fachkräfte, Tendenz steigend. Wir sind also insbesondere in den pulsierenden Wirtschaftszentren Deutschlands dringend auf den Zuzug von Fachkräften – und somit auf die Schaffung von Wohnraum – angewiesen, denn aus dem lokalen Arbeitsmarkt lässt sich der Bedarf schon lange nicht mehr decken. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird sich an dieser Situation auch in den kommenden Jahren nicht viel ändern. Ganz aktuell von heute: In Frankfurt ist die sogenannte Mietbelastungsquote mit 40,7 Prozent für die Kaltmiete überdurchschnittlich hoch, wie eine Studie im Auftrag des ARD-Magazins «Panorama» ergab. Wir müssen für unsere Branche Sorge tragen, gerade jetzt mit Vernunft und größtmöglichen Weitblick agieren. Ja, es lief gut, aber das ist Vergangenheit und die Wirtschaft ist keine Einbahnstraße, die nur eine Richtung kennt. Die Anforderungen an uns, an die Politik und die Unternehmer wird weiter steigen und gerade auch deswegen benötigen wir vernünftige, sinnhafte und umsetzbare Wege in der Bauwirtschaft.
Daher möchte ich in das Zentrum meines Schlusswortes am heutigen Tagedrei Kernforderungen stellen:
1) Die Bauintensität deutlich erhöhen!
Ein Blick in die Metropolregion zeigt, dass man wagt, neue Wege zu gehen, um Wohnraum zu schaffen. In Hessen, in nie dagewesener Größe, will man entlang der Autobahn 5 einen neuen Stadtteil entstehen lassen und in diesem Zusammenhang auch bezahlbare Wohnungen schaffen. Dieses Projekt ist ein wichtiges Signal für die ganze Region, denn die Nachfrage nach Wohnraum übersteigt das Angebot bei Weitem. Warum? Weil in den zurückliegen Jahrzehnten zu wenig gebaut wurde – auch weil man die Nachfrage über Jahre hinweg falsch eingeschätzt hat.
Bereits auf einer Podiumsdiskussion kurz vor Weihnachten mit Oberbürgermeister Feldmann bei der FES hatte ich bereits ausgeführt, dass die Prognosen zum Wachstum der Region seinerzeit falsch waren, man ging davon aus, dass auch Frankfurt schrumpft. Nun läuft man der Entwicklung der Region schon erkennbar hinterher. Neue Wohnungen werden deutlich schneller benötigt, als man Zeit für das Schaffen neuer Baugebiete, für Planung und Ausführung hat. Das mutige Vorhaben der Stadt Frankfurt verdient daher die volle Unterstützung der Wirtschaft, der Landesregierung und der angrenzenden Kommunen. Herr Roth hat es in seiner Rede eingangs sehr gut formuliert: Bauen ist Zukunft und ohne Bauen geht nichts! Von solchen Vorhaben benötigen wir mehr in der Region!
2) Regularien und Verordnungen reduzieren, Investitionen stimulieren!
Ja, wir haben steigende Baupreise. Aber wer hat diese zu verantworten? Den Bauunternehmen können die gestiegenen Baupreise nicht allein angelastet werden. Entscheidend sind eher gestiegene Materialkosten, die jüngsten Tariferhöhungen und die zunehmende staatliche Regulierung. Aber auch die Baunebenkosten fallen immer mehr ins Gewicht.
Man neigt in diesen Zeiten zu einer Fülle von Regularien, die das Bauen und das Herstellen, auch von bezahlbarem Wohnraum, nicht günstiger macht. Wir haben gerade jetzt die große Chance, mit wegweisenden und vernünftigen Entscheidungen die Zukunft in der Wohnungswirtschaft zu gestalten, um Menschen in unserer Region mit ausreichend Wohnraum zu versorgen.
Wir sollten daher
– EnEV-Verschärfungen zurücknehmen, – „Mietpreisbremse“ abschaffen, – Grunderwerbsteuer absenken und lineare Abschreibung erhöhen, – Meisterbrief erhalten, – Entsorgungsprobleme zügig lösen, – Praxisgerechte Baunormen sicherstellen, und keine falschen Hoffnungen bei BIM wecken, denn BIM darf den Mittelstand nicht überfordern.
Die Energieeinsparverordnung darf nicht weiter verschärft werden, sondern sollte auf den Stand 2014 zurückgeführt werden. Vorschriften wie die Zwangsbelüftung in Bauwerken kosten viel Geld und bringen an vielen Stellen keinerlei ökologischen Mehrwert. Nutzungszwänge für erneuerbare Energien sollten abgeschafft und die Mindeststandards bei Neubau und Sanierung abgesenkt werden.
Die sog. „Mietpreisbremse“ sollte abgeschafft werden. Solch eine staatliche Marktintervention ist weitestgehend unwirksam, weil der Anstieg der Mieten durch Angebot-Nachfrage-Relationen bestimmt ist. Und sie ist schädlich, denn sie hemmt Investitionen in neue und bestehende Wohnungen statt sie zu befördern. Das Angebot an günstigem Wohnraum lässt sich am einfachsten durch eine Ausweitung von Bauland, durch Deregulierung und steuerliche Entlastung der Investoren und Vermieter erreichen.
Um mehr Investitionen in Wohnungen zu fördern, sollte die lineare Abschreibung von 2 auf 4 Prozent erhöht werden und die Grunderwerbsteuer sollte abgesenkt werden. Der Bund muss ferner besser gewährleisten, dass die Bundesmittel für den sozialen Wohnungsbau von den Ländern nicht zweckentfremdet werden, sondern tatsächlich zum Bau neuer Wohnungen eingesetzt werden.
Der Meisterbrief muss als Zulassungsvoraussetzung im Handwerk erhalten bleiben. Nur mit guter Ausbildung lassen sich hohe Qualitätsstandards gewährleisten. Dazu ist der Meisterbrief nötig. Er sichert auch sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Für die seit 2004 zulassungsfreien Gewerke des Bau- und Ausbauhandwerks muss die Meisterpflicht wieder eingeführt werden, um dem eingetretenen erheblichen Verlust an Qualität, sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und Ausbildungsverhältnissen zu begegnen. Ich freue mich, dass hier bereits erste Schritte unternommen werden um eine Verbesserung herzustellen.
Um unnötige Kostensteigerungen am Bau zu vermeiden, müssen auch die zunehmenden Entsorgungsprobleme zügig gelöst werden. Ein Rückstau in der Entsorgungskette bis hin zum Stopp von Bauvorhaben, wie in 2016 durch die neue Abfallverzeichnis-Verordnung verursacht, darf sich nicht wiederholen. In der Gewerbeabfallverordnung und im Umweltrecht sind Regelungen nötig, die für die betriebliche Praxis sinnvoll und mit vertretbarem Aufwand umsetzbar sind.
Und meine dritte und letzte Kernforderung lautet
3) Langsames Herantasten an BIM!
Wann immer Großprojekte preislich oder terminlich aus dem Ruder laufen, werden gerne die Architekten zu Schuldigen erklärt – und dann wird nach neuen Allheilmitteln gesucht. Hat man vor wenigen Jahren noch die Lösung in Öffentlich Privater Partnerschaft (ÖPP) gesucht, wurde zuletzt im Zuge der Reformkommission ‚Bau von Großprojekten‘ beim damaligen Bauministerium das Building Information Modeling (BIM) hochgehalten. Architekten sollten sich mit der Methode BIM auseinandersetzen und Vor- und Nachteile nüchtern ausloten.
Es gibt Vor- und Nachteile bei BIM, ähnlich wie bei der Einführung des CAD: BIM ist praktisch, aber gerade am Anfang auch aufwändig in der Einführung. Der allmähliche, stufenweise Prozess des Reifens der Entscheidungen und ihrer Verfeinerungen und Verfestigungen durch die Erwartung wird durch BIM vor neue Herausforderungen gestellt. Auch mit BIM ist nicht garantiert dass frühzeitig alles ein Bauvorhaben betreffende bekannt ist und damit auch sein müsste. Zu frühe Planungsangaben sind in der Praxis nur scheingenau, weil nicht noch nicht hinreichend abgestimmt und durchdacht.
Lassen Sie uns ausreichend Zeit, um alle Beteiligten an BIM heranzuführen und gemeinsam zu lernen. Der Mittelstand und besonders die kleinen Betriebe stehen vor einer Mammutaufgabe, die besonders in Zeiten des Fachkräftemangels nicht leicht zu bewältigen ist.
Ich bin mir sicher, dass wir in der deutschen Bauwirtschaft verlässliche Partner sind, die mit Zuversicht die Aufgaben der nächsten Jahre angehen und einen wichtigen Beitrag leisten werden. Lassen Sie uns gemeinsam die Rahmenbedingungen dafür schaffen, dass wir die anstehenden Herausforderungen meistern. Gerade Wohnen ist ein Thema, das jeden von uns betrifft und deswegen auch emotional diskutiert wird. Lassen Sie uns gemeinsam für mehr Verständnis für die Komplexität der Herausforderungen in der Öffentlichkeit und der Politik werben, um hier zu konstruktiven Lösungen zu gelangen, die tatsächlich zu einer Entspannung des Wohnungsmarktes beitragen.
Vielen Dank!
Dr. h.c. Thomas M. Reimann
Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit BDB-HESSENFRANKFURT
IHK-Wahl ab 17. Januar 2019: Kompetenz und Erfahrung für klare Positionen
Dr. h.c. Thomas M. Reimann, (links) und Ulrich Caspar (rechts), Kandidaten für die IHK-Wahl 2019 in der Wahlgruppe 10: Bau und Immobilienwirtschaft
Gemeinsam für klare Positionen in der Bau- und Immobilienwirtschaft setzen sich Ulrich Caspar und Thomas M. Reimann ein. Die beiden erfahrenen Unternehmer werben anlässlich der anstehenden IHK-Wahl in Frankfurt am Main, sowie dem Hoch- und Main-Taunus-Kreis für eine rege Wahlbeteiligung. Erstmals hat sich die IHK dazu entschieden, die Kandidaten auch ONLINE wählen zu können. Gewählt wird ab 17. Januar 2019.
Ulrich Caspar, Neumitglied beim BDB-HESSENFRANKFURT, wirbt für einen Bürokratieabbau und eine Deregulierung innerhalb der Branche, um den Herausforderungen der Wohnungswirtschaft gerecht zu werden.
Thomas M. Reimann, verantwortliches Vorstandsmitglied für die Öffentlichkeitsarbeit beim Verband, fordert die Ausweisung von mehr Bauland und die Inkraftsetzung der Beschleunigungsgesetze aus Wiedervereinigungszeiten, um der angespannten Situation in der Metropolregion sinnvoll zu begegnen.
Ulrich Caspar ist seit 1972 in der Wohnungswirtschaft und seit 1981 als Immobilienprojektentwickler aktiv. Thomas M. Reimann ist seit 1985 in der Bauwirtschaft und führt seit 2004 als Vorstandsvorsitzender ein Bauunternehmen. Beide Herren verfügen aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeiten über ein Höchstmaß an Fach- und Sachkompetenz innerhalb der Bau- und Immobilienbranche und stellen sich für eine weitere Wahlperiode der Wiederwahl.
BDB-HESSENFRANKFURT
AIV schließt sich Initiative ‚Impulse für den Wohnungsbau – HESSEN‘ an
Der Länderinitiative ‘Impulse für den Wohnungsbau – HESSEN‘ hat sich ein weiterer Verband angeschlossen:
„Wir haben uns entschieden, der Initiative Impulse für den Wohnungsbau beizutreten, weil wir der Überzeugung sind, im Verbund mit den anderen Verbänden und Institutionen zum Wohnungsbau mit starker gemeinsamer Stimme sprechen zu können,“ sagt Axel Bienhaus, 1. Vorsitzender des Architekten- und Ingenieur Verein Frankfurt am Main (AIV).
Die Aufnahme wurde in der Sitzung der Initiative ‘Impulse für den Wohnungsbau – HESSEN‘ am 12.12.2018 förmlich beschlossen.
BDB-HESSENFRANKFURT
IHK-Wahl 2019: #GEMEINSAMentscheiden2019 Thomas M. Reimann, Wahlgruppe 10: Bau- und Immobilienwirtschaft
Die IHK-Wahl findet vom Versand der Wahlunterlagen (ab dem 17. Januar 2019) bis zum 19. Februar 2019, 12:00 Uhr, statt.
Demokratische Interessenvertretung– fair und ausgewogen
Die Teilnahme an den IHK-Wahlen ist ein wichtiger Beitrag zu einer demokratischen Entscheidungsfindung in der Wirtschaft am Standort und darüber hinaus. Mit der Wahl der Vertreter ihrer Wahlgruppe bestimmen die Unternehmerinnen und Unternehmer die Personen, die in den kommenden Jahren ihre Belange in der IHK sachkundig entscheiden und das Umfeld für alle Unternehmen in der Region mitgestalten.
Mit der Wahl der Vertreter Ihrer Branche in die Vollversammlung sorgen Sie dafür, dass sachkundige Stimmen diese Entscheidungen treffen. Mit der Wahl nutzen Sie ein wichtiges Recht in Ihrer Rolle als Unternehmerin und Unternehmer. Das Wahlrecht, so wissen wir aus unserer Geschichte, ist eine Verantwortung, die manchmal gering scheinen mag, am Ende aber von großer Wirkung sein kann.
Geben Sie den Belangen der Wirtschaft eine Stimme
Mit der Wahl bestimmen die Unternehmerinnen und Unternehmer im IHK-Bezirk Frankfurt am Main die 89 Mitglieder ihrer IHK-Vollversammlung. Die Zusammensetzung der Vollversammlung bildet die Wirtschaftsstruktur am jeweiligen Standort ab. Die Blickwinkel möglichst aller Wirtschaftszweige sollen in die Entscheidungen der Vollversammlung einfließen.
Um diese Spiegelbildlichkeit der Wirtschaft im jeweiligen IHK- Bezirk abzubilden, werden die Mitglieder der Vollversammlung in Wahlgruppen gewählt. Einzelhändler wählen zum Beispiel die Kandidaten aus der Gruppe der Einzelhändler, Industriebetriebe wählen die Kandidaten aus der Gruppe der Industriebetriebe. Die Kandidaten, die als Mitglieder der Vollversammlung gewählt werden, vertreten in der Vollversammlung zwar die Interessen ihrer Wahlgruppe, sind dort aber dem Gesamtinteresse der gewerblichen Wirtschaft am Standort verpflichtet.
Eine Stimme pro Mitglied – gelebte Demokratie
Die IHKs versenden die schriftlichen Wahlunterlagen ab dem 17. Januar 2019 an die Wahlberechtigten. Jedes Mitglied erhält die Unterlagen mit den Kandidaten seiner Wahlgruppe.
Jedes IHK-Mitglied ist wahlberechtigt und jede Stimme zählt gleich. Dieses Prinzip führ t dazu, dass kleine und mittlere Unternehmen das gleiche Gewicht haben wie große. Bei den IHK-Wahlen zählen also nicht Umsatz und Marktanteil, sondern nur die Tatsache der unternehmerischen Tätigkeit im jeweiligen IHK-Bezirk.
Die IHK Frankfurt bietet auch eine Online-Wahl an. Nähere Informationen dazu finden Sie auf der Wahl-Webseite: www.frankfurt-main.ihk.de/ihk-wahl/
Die ausgefüllten Wahlunterlagen beziehungsweise die Stimmabgabe via Online-Wahl müssen bis zum 19. Februar 2019 um 12 Uhr bei der IHK vorliegen. Anschließend werden die abgegebenen Stimmen ausgezählt. Der Wahlausschuss stellt das Ergebnis fest und macht die Namen der Gewählten bekannt. Im April/Mai 2019 treten die gewählten Mitglieder der neuen Vollversammlung zur konstituierenden Sitzung zusammen und wählen aus ihrer Mitte das Präsidium für die neue fünfjährige Amtsperiode.
IHK-Frankfurt
Reimann in das VhU-Präsidium gewählt
Andreas Ostermann – Vorsitzender BDB-HESSENFRANKURT, Rainer von Borstel – Hauptgeschäftsführer Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen, Nikolaus Jung – Geschäftsführer Haus & Grund Frankfurt, Thomas M. Reimann – CEO ALEA AG und Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit BDB-HESSENFRANKFURT
Die VhU-Mitgliederversammlung hat am 30.10.2018 in Wiesbaden den heimischen Unternehmer Thomas M. Reimann in das VhU-Präsidium gewählt. Reimann war bereits seit Januar 2017 stellvertretender Vorsitzender des VhU-Bau- und Immobilienausschusses und wurde im März 2018 zum Vorsitzenden gewählt. Im Rahmen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit verlangt er von den Verantwortlichen in der Politik ein schlüssiges Konzept für bezahlbaren Wohnraum. Lösungen sieht Reimann in einer deutlich verstärkten Ausweitung von Bauland und dem Abbau von Normen und Vorschriften, die Bauen unsinnig verteuern. Ferner spricht er sich für eine Modifizierung beim kommunalen Finanzausgleich aus, um bauwillige Gemeinden, Kommunen und Städte von den Folgekosten für Infrastruktur zu entlasten.
Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände vertritt die branchenübergreifenden Interessen von 80 Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden in Hessen, in denen 150.000 Unternehmen mit 1,5 Millionen Beschäftigten Mitglied sind.