Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn zum Vizepräsidenten des hessischen Landtags gewählt
Der Gesamtvorstand des BDB-HESSENFRANKFURT zeigt sich erfreut, dass der Bad Vilbeler FDP Landtagsabgeordnete Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn als einer von fünf Personen zum Vizepräsidenten des hessischen Landtags gewählt worden ist. Mit dem zweitbesten Ergebnis wird er für die Freien Demokraten in den künftigen Jahren nicht nur die Sitzungsleitung im Plenarsaal mit übernehmen, sondern das Hessenparlament auch repräsentieren.
„Es kann unseren Vorstand für Finanzen mit einem gewissen Stolz erfüllen, dass 132 von 136 Kolleginnen und Kollegen ihm ihr Vertrauen ausgesprochen haben“, so Reimann. Hahn gehört dem Hessenparlament seit 1987 an und hatte u.a. Verantwortung als Fraktionsvorsitzender der FDP und als stellvertretender Ministerpräsident.
Der Vorstand des Verbandes sieht in dem beeindruckenden Ergebnis für Jörg-Uwe Hahn eine besondere Bestätigung seiner Arbeit. Hahn hat das Amt des Schatzmeister beim BDB-HESSENFRANKFURT im Frühjahr 2018 übernommen. Seine verbindliche, freundliche und ausgleichende Art wird im Vorstand geschätzt. „Natürlich sehen wir es auch als Vorteil für den BDB-HESSENFRANKURT, einen Menschen mit dieser Reputation in unseren Reihen zu haben.“
Nach Auffassung des BDB-HESSENFRANKFURT läuft die Politik der Entwicklung in immer größeren Schritten hinterher, denn bezahlbarer Wohnraum und Mieten zu EUR 6,50/qm sind immer schwieriger darstellbar, gerade in Metropolregionen wie Frankfurt am Main.
Den Verband sorgt, dass die eigentlichen Ursachen und unsinnige Kostentreiber am Bau aus dem Auge verloren werden und macht es an zwei Beispielen deutlich: 1. Ein überbordendes Normungswesen reguliert das Bauen teilweise widersprüchlich. Die Änderungen von Normen und Vorschriften erfolgt in zu kurzen Intervallen. Es ist auch dem Wildwuchs an Vorschriften geschuldet, daß Flughäfen nicht fertig und Philharmonien teuer werden. Bauen umfaßt langfristige Prozesse. Häufige Verschärfungen bspw. bei der ENEV verursachen Unsicherheit. 2. Um unnötige Kostensteigerungen am Bau zu vermeiden, müssen Entsorgungsprobleme zügig gelöst werden. Ein Rückstau in der Entsorgungskette bis hin zum Stopp von Bauvorhaben, wie in 2016 durch die neue Abfallverzeichnis-Verordnung verursacht, darf sich nicht wiederholen. In der Gewerbeabfallverordnung und im Umweltrecht sind Regelungen nötig, die für die betriebliche Praxis sinnvoll und mit vertretbarem Aufwand umsetzbar sind. Die Einstufung von HBCD-haltigen Polystyrol-Dämmstoffen als „gefährlicher Abfall“ sollte dauerhaft rückgängig gemacht werden.
Der Druck, öffentliche Wohnungsbaugesellschaften auf die Schaffung von sozialen Wohnraum zu verpflichten, wird weiter wachsen, wenn es nicht gelingt, daß Bauen insgesamt wieder billiger zu machen. Die Politik wird sich dem gar nicht entziehen können. Seitens des BDB-HESSENFRANKFURT wird eine Ausrichtung der öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften auf bezahlbaren Wohnraum daher befürwortet.
Thomas M. Reimann formuliert eine klare Verbandsforderung um bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen: „Wir müssen praxisgerechte Baunormen sicherstellen und die Entsorgungsprobleme zügig lösen ohne weitere Zeit zu verlieren. Die Realität holt uns in immer größeren Schritten ein, es ist zügiges Handeln angesagt.“
BDB-HESSENFRANKFURT, Thomas M. Reimann
Neue Frankfurter Altstadt mit 3D-Druck-Exponaten
In der neuen Frankfurter Altstadt haben auch 3D-Druck-Exponate ihrenPlatz – Origineller Hausschmuck sorgt am Haus Würzgarten fürAufsehen
„Das war für Kegelmann Technik ein äußerst reizvolles Projekt“, berichtet Firmenchef Stephan Kegelmann voller Stolz. Der Gründer und Geschäftsführer des erfolgreichen 3D-Druck Unternehmens mit Sitz im nahegelegenen Rodgau sagte auf Anhieb zu, als die Goldschmiedemeisterin und Schmuckgestalterin Rena Jarosewitsch um Unterstützung bei der Herstellung einer Kunstinstallation mit Leuchten für die Außenfassade des Hauses Würzgarten bat. Seit September des Jahres bietet FEINFORM in der neuen Frankfurter Altstadt am Markt 28 selbstentworfene Schmuckkollektionen an.
Für Jarosewitsch, die sich ausgiebig mit der langen und wechselvollen Vergangenheit des Hauses Würzgarten auseinandersetzte, war das Projekt eine Herzensangelegenheit. „Das Pendel der Zeit“, so der Name der Installation, „soll Altstadtbesucher auf das einzigartige Gebäude und seine lange Geschichte aufmerksam machen“.
In der neuen Frankfurter Altstadt haben auch 3D-gedruckte Exponate ihren Platz – Origineller Hausschmuck am Haus Würzgarten
Im Bild: Stephan Kegelmann, Geschäftsführer Kegelmann Technik GmbH und Goldschmiedemeisterin Rena Jarosewitsch
Foto: Christoph Boeckheler
3D-Druck
sorgt für Kunst am Bau
Die
Inspiration zu dem originellen Lichtschmuck stammt aus Barcelona.
Jarosewitsch fielen Messing-Türklopfer in Form einer Hand auf. Sie
entwarf daraufhin zwei Hände mit Pendel und solarbetriebene
Kugelleuchten, die sich an der Außenfassade des Gebäudes um ihr
Logo ranken. Aufgrund der Anbringung an einem Stab bewegen sie sich
bei Wind wie ein Fadenpendel. Doch die Umsetzung war kompliziert und
erforderte ebenso viel Know-how wie Geschick. Ein bulgarischer
Bildhauer gestaltete die Hände nach den Vorgaben der Designerin und
dann kam die Firma Kegelmann Technik ins Spiel. Sie stellte sich der
Herausforderung, eine Konstruktion zu finden, die die kreativen
Rahmenbedingungen erfüllt und auch den strengen Anforderungen des
Gestaltungsbeirates, der DomRömer GmbH und den Vorgaben des
Magistrats der
Stadt Frankfurt
gerecht wird. Darüber hinaus mussten noch die technischen Ansprüche
einer Elektroinstallation erfüllt werden. Mithilfe des
3D-Druck-Verfahrens
druckten die Experten die Hände des Künstler-Entwurfs
maßstabsgetreu aus. Ein Riesenvorteil für Jarosewitsch, denn andere
Fertigungsverfahren wären aufwendiger, weniger präzise und
erheblich teurer.
Das Pendel der Zeit am Haus Würzgarten – die Inspiration stammt aus Barcelona
Foto: Roessler ProResult
Vielseitigkeit
des 3D-Drucks
„In
der Regel entwerfen wir Prototypen, die dann in großer Serie
hergestellt werden“, erläutert Stephan Kegelmann, der namhafte
Unternehmen aus der Automobil-, der Luft-
und Raumfahrtbranche
und dem Maschinen- und
Anlagenbau
zu seinen Kunden zählt. Gerne war er jedoch bereit, das ehrgeizige
Vorhaben der Designerin zu sponsern. „Denn es zeigt die
Vielseitigkeit des 3D-Druck-Verfahrens, das von der industriellen
Anwendung mit Losgrößen von 1 bis zu mehreren Tausend bis hin zu
Schmuck und zur Kunst am Bau reicht.“ Auch die Tatsache, dass ab
sofort 3D-Druck Exponate für Aufmerksamkeit in der Neuen Frankfurter
Altstadt sorgen, freut ihn.
Das Pendel der Zeit am Haus Würzgarten – Vielseitiger 3D-Druck mit Kegelmann Technik – von der industriellen Anwendung bis zu Kunst am Bau
Foto: Kegelmann TechnikDas Pendel der Zeit – ein wahrer „Eye-Catcher“: Hände im 3D-Druckverfahren gefertigt, dazu Stab und Solarleuchte
Foto: Roessler ProResult
Installation
„Pendel der Zeit“ kommt an
„Mit
der Kunstinstallation „Pendel der Zeit“ ist Rena Jarosewitsch mit
der Unterstützung von Stephan Kegelmann etwas Außergewöhnliches
gelungen“, so ein begeisterter
Altstadtbesucher.
Insbesondere
am Abend, wenn das Dämmerlicht der Leuchten auf
den
historischen Krönungsweg der Kaiser und der Könige fällt. „Dann
wird der Atem der
langen
und stolzen Geschichte Frankfurt am Main spürbar.“
Das Pendel der Zeit am Haus Würzgarten – 3D-gedruckte Plakette mit den Credits
Foto: Christoph Boeckheler
Weitere
Informationen
Kegelmann
Technik
Kegelmann Technik ist seit 30 Jahren führend bei der generativen Fertigung von Modellen, Prototypen, Werkzeugen und Endprodukten. Kegelmann Technik generiert durch Projektsicherheit, Innovationen und Produktivität zusätzliche Wertschöpfung für Kunden, die in einem Umfeld mit großen Herausforderungen Höchstleistungen erwarten. Die Zertifizierung nach IATF16949 (Automobil) und EN9100 (Luft- und Raumfahrt) dokumentiert das Qualitätsversprechen.
Bei
vielen Kunden ist Kegelmann Technik in den Wertschöpfungsprozess
voll integriert und nimmt eine Schlüsselstellung bei der
erfolgreichen Entwicklung und dem Design innovativer Produkte ein.
Während der gesamten Prozesskette der generativen Fertigung von
Konstruktion und Design zum Modell bis zu seriennahen Prototypen
setzt Kegelmann Technik den Fokus auf 100% Prozessqualität,
Flexibilität und Geschwindigkeit.
Die
enorme Bandbreite innovativer Fertigungsverfahren unter einem Dach in
Verbindung mit dem über viele Jahre erworbenen Technologiewissen der
Mitarbeiter bietet Kunden zwei einzigartige Vorteile. Zum einen die
Sicherheit, dass auf jeder Stufe der Produktentwicklung von der Idee
bis zur absoluten Seriennähe jeweils das optimale Verfahren zum
Einsatz kommt. Zum anderen die riesigen Chancen, die die enorm
vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten der verschiedenen
Fertigungsverfahren bei der Produktentwicklung bieten.
In der Kollektion „Würzgarten“ oder „Calla“ interpretiert Rena Jarosewitsch die Ornamentik des Hauses. Die Kollektionen spiegeln den facettenreichen Bauschmuck des Hauses „Würzgarten“ wider. Darüber hinaus wurde von Jarosewitsch und ihrem Team als Hommage an Johann Wolfgang von Goethe eine spezielle Schmuckkollektion kreiert. Auch zu Goethe hat das „Haus Würzgarten“ einen besonderen Bezug, erstand dieser hier doch für seine naturwissenschaftlichen Experimente die erforderlichen Substanzen im „alten“ Würzgarten.
In
der neuen Frankfurter Altstadt wurden 15 schöpferische Nachbauten
liebevoll und aufwendig errichtet. Die Rekonstruktion des Hauses
„Würzgarten“ orientiert sich an der spätgotischen Gestalt des
ursprünglichen Gebäudes. Dieses wurde im 16. Jahrhundert
wiedererrichtet; seine Erstnennung jedoch erfolgte bereits 1292. Der
„Würzgarten“ befindet sich im Herzen der neuen Altstadt, am
„Markt 28, dem historischen Krönungsweg, den Kaiser und Könige
bis ins 18. Jahrhundert anlässlich der Krönungen vom Frankfurter
Dom zum Römer beschritten. Schon von Weitem ist das Haus
„Würzgarten“ mit seiner blauen Fassade, dem zweigeschossigen
Giebel und seiner facettenreichen Ornamentik ein wahrer Blickfang.
Sogenannte „Eselsrücken“, Schweifbögen mit darunter liegenden
Ornamentfeldern, und eine „Frankfurter Nase“, eine Auskragung am
Giebel, welche von einer Herme gehalten wird, sind weitere
Besonderheiten am Haus.
Der
Eigentümer – Dr. Konstantin Mettenheimer
Es war für den Königsteiner Rechtsanwalt, Steuer- und Unternehmensberater Dr. Konstantin Mettenheimer, dessen Vorfahren über zwei Jahrhunderte hier eine Drogen- und Materialwarenhandlung in Familienfolge betrieben, ein besonderes Anliegen, die Tradition des Hauses zu bewahren und ein passendes Unternehmen, bzw. einen geeigneten zukünftigen Betreiber für die im Erdgeschoss befindliche Ladenfläche auszuwählen. Mettenheimer entschied sich für die mehrfach ausgezeichnete Goldschmiedemeisterin Rena Jarosewitsch. Seit September 2018 ist sie an dem neuen Standort mit ihrer Schmuckgalerie und dem Meisteratelier FEINFORM mit filigranen Schmuck-Kollektionen vertreten.
Das Wettrüsten bei Standards muß aufhören! – BDB-HESSENFRANKFURT zum n-tv-Bericht ‚BER-Chef beklagt Überregulierung am Bau‘
Zum n-tv-Bericht ‚‚BER-Chef beklagt Überregulierung am Bau‘ nimmt Thomas M. Reimann, verantwortliches Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit beim BDB-HESSENFRANKURT, wie folgt Stellung:
Die Überregulierung am Bau macht aus Sicht des BDB-HESSENFRANKFURT nicht nur große Bauvorhaben immer schwieriger, sondern verhindert in großem Umfang den Neubau von bezahlbarem Wohnraum.
Man verstehe den Berliner Flughafenchef, der mahnende Worte findet. Man dürfe aber diese Flut an neuen Normen innerhalb der letzten 20 Jahre nicht nur auf Großprojekte in der Bundesrepublik beziehen.
In Metropolregionen wie FrankfurtRheinMain steht man vor gewaltigen Aufgaben. Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist nicht erst seit der Landtagswahl in Hessen ein Kernthema mit gewaltig Sprengstoff. Die Nachfrage nach günstigen Wohnungen sind demnach nicht durch sozialen Wohnungsbau zu lösen.
Die Forderung von Lütke Daldrup ist mehr als berechtigt, denn mit deutlich weniger, teils überflüssigen Normen und Verordnungen, ließe sich einfacher, billiger und effizienter auch Wohnraum in Deutschland herstellen. Der Verband setzt sich seit längerer Zeit für den Abbau von Normen und Verordnungen ein. In diesem Zusammenhang wurde eine große Chance nach Auffassung des BDB-HESSENFRANKFURT bei der Neufassung der HBO nicht genutzt.
BDB-HESSENFRANKFURT, Thomas M. Reimann
Bücher
Holzbau im Bestand – Historische Holztragwerke
von Wolfgang Rug.
508 Seiten, Format 14,7 x 21,0 cm,
kartoniert,
64,00 EUR
Beuth Verlag, Berlin
ISBN: 978-3-410-28175-7
Dieser Praxis-Band legt den Fokus auf die substanzschonende Erhaltung von
historischen Holzbauteilen und -konstruktionen. In der langen Entwicklungsgeschichte der Holzbautechnik wurde eine Vielfalt von Konstruktionen und Tragwerken hervorgebracht. Dabei wurden die Holztragwerke über die Zeit immer wieder neuen Bedingungen und Ansprüchen angepasst. Anlässlich der Tagung „Bauen
im Bestand – Substanzschonende Erhaltung von historischen Holzbauteilen und
-konstruktionen“ an der TU Berlin 2018 sind die hier enthaltenen Beiträge entstanden. Die Autoren berichten darin über ihre Erfahrungen aus langjähriger Sanierungs- und Instandsetzungspraxis und beleuchten die Erhaltung historischer
Holzbauwerke sowohl aus denkmalpflegerischer als auch ingenieurtechnischer Sicht.
Inhaltliche Schwerpunkte:
– Geschichte der Holzbauentwicklung
– Praxiserfahrungen bei der Bauzustandsbewertung und der statisch-konstruktiven Bewertung
– Korrosion von Holz
– Ertüchtigung von Holzbauteilen und -konstruktionen
Beuth Verlag
Praxis Wärmepumpen
von Stefan Sobotta.
252 Seiten, Format 14,7 x 21,0 cm,
kartoniert,
48,00 EUR
Beuth Verlag, Berlin
ISBN: 978-3-410-27242-7
Systematisch und klar informiert die 3. Auflage des Leitfadens für Wärmepumpen über die bewährte Technik zur nachhaltigen Wärmeversorgung von Gebäuden.
Mit einer Vielzahl von Grafiken, Tabellen und Bildern werden die geltenden nationalen und europäischen Normen sowie Verordnungen und Gesetze veranschaulicht. Das Praxishandbuch enthält von den Grundlagen bis zu konkreten Planungs- und Praxisbeispielen alle wichtigen Informationen zur Anwendung zukunftsorientierter und umweltbewusster Technologien.
Die 3. Auflage des Leitfadens „Praxis Wärmepumpe“ wurde vollständig überarbeitet und um viele aktuell relevante Energie-Themen ergänzt:
– Anpassung der Energiepreise und Energiewende in Deutschland
– neues Kapitel zu Absperrventilen
– überarbeitetes Kapitel zu Planungsrichtlinien von Luft/Wasser Wärmepumpen bezüglich der Schallausbreitung
Als Anwender vom Praxisband werden vor allem Fachhandwerker und Planer, aber auch Energieberater, Architekten sowie alle an einer zukunftsfähigen Wärmeversorgung Interessierte angesprochen.
Aus dem Inhalt
– Energie und Umwelt
– Technik Wärmepumpe
– Planung einer Wärmepumpenanlage
– Installation
– Wirtschaftlichkeit
– Normen und Verordnungen
– Herstellerverzeichnis
Beuth Verlag
GROSSARTIG ! – Die neue Altstadt in Frankfurt
Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,
was da im Herzen von Frankfurt neu entstanden ist, ist gelungen.
Im Bereich zwischen Dom und Römer wurde für rd. 200 Mio EUR ein ganzes Innenstadtquartier bestehend aus 20 Neubauten und 15 sogenannten ’schöpferischen Nachbauten‘ geschaffen.
Eine Bebauung, die mit der Wiederaufnahme des historischen Stadtgrundrisses Dom und Römer die stadtbildprägende Bedeutung wiedergibt und nicht durch großformatige Baukörper verdrängt.
Enge Gassen öffnen sich hin zu kleinen Plätzen und vermitteln unerwartete Eindrücke. Liebevoll gestaltete Fassaden schmücken die einzelnen Häuser. Es herrscht eine Kleinteiligkeit, die der Bebauung des Quartiers im Gegensatz zum ehemals am gleichen Ort stehenden Technischen Rathaus menschliche Maßstäblichkeit verleiht.
Dem Bauschaffenden fällt die anspruchsvolle Verarbeitung vieler hochwertiger Materialien auf: Steinmetzarbeiten im Sockelbereich, Fachwerk mit Ornamentik, Schieferfassaden in moderner Formensprache, durchgestaltete Putzfassaden.
Die neue Altstadt in Frankfurt ist eine Ode an das Handwerk.
Das Ergebnis ist so gut, weil ein gelungener Ausgleich zwischen dem Willen zur Rekonstruktion auf der einen Seite und dem Wunsch nach zeitgenössischen Ausdrucksformen auf der anderen Seite gefunden wurde. Das Ringen um den richtige Weg hat mit dem Gestaltungsbeirat unter dem Vorsitz des Architekten Prof. Christoph Mäckler ein Gremium begleitet, das viel guten Rat erteil hat.
Der aus den Elfenbeintürmen der Architekturtheorie herüberschallende Vorwurf, die neue Altstadt in Frankfurt sei steingewordener Geschichtsrevisionismus kommt politisch überladen daher. Bleibt doch für jeden ausreichend deutlich erkennbar, daß die Nachbauten nicht ursprünglich alt sind und die Neubauten zeigen ohnehin zeitgenössische Fassaden.
Der Frankfurter Kunstverein begleitete die Eröffnung der neuen Altstadt in Frankfurt mit Winter/Hörbelt ‚Die große Illusion‘ und ‚Framing Reality‘ von Jacopo Godani & Dresden Frankfurt Dance Company. Am Römer spielten die Rodgau-Monotones. Von der Dramatischen Bühne gab es eine Faust-Musical-Inszenierung. Und im Haus am Dom erlebten Besucher mit musikalischer Untermalung von Uwe Oberg und der Sängerin Sylvia Sauer Stummfilme, die Frankfurt in den 20er-Jahren zeigten.
Disneyland sieht anders aus.
Mit großer Akzeptanz haben die Bürger dieser Stadt das Areal an diesem Wochenende in Besitz genommen.
Dass das so gelungen ist, ist großartig!
Mit baumeisterlichen Grüßen
Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann
From Russia with Love
+++ Arts21 präsentiert über 20 Grattagen von Kirill Gorodetskiy in der Höchster Porzellan-Manufaktur +++ Vernissage am Samstag, den 20. Oktober 2018 um 12 Uhr
Wir freuen uns, Ihnen eine außergewöhnliche Kunstausstellung vorzustellen: Am 20.Oktober 2018 wird die Grattagen-Ausstellung „From Russia with Love“ mit ausgewählten Werken von Kirill Gorodetskiy in der Höchster Porzellan-Manufaktur eröffnet. Der Künstler wird eigens zur Eröffnung aus Sankt Petersburg anreisen.
Grattage von Kirill Gorodetskiy, Der Spion, 2018
Die anspruchsvolle Grattage-Technik wird selten angewandt, nur wenige Künstler weltweit beherrschen sie. In seiner russischen Heimatstadt Sankt Petersburg hat der „Meister der Grattage“ spätestens seit seiner Einzel-Ausstellung in der Eremitage im letzten Jahr Kultstatus erreicht. Wir sind sicher, dass er und seine Werke auch in Deutschland großen Anklang finden werden.
Die Partnerschaft von BDB-HESSENFRANKFURT und THM in Bad Vilbel wurde erfolgreich gestartet
Erfreut zeigt sich der Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit beim BDB-HESSENFRANKFURT über die Veranstaltung am 11.04.2018 in der Räumen der THM in Bad Vilbel. „Das war eine gelungene Auftaktveranstaltung zu einem hochaktuellen Thema. Ich bin davon überzeugt, dass es die absolut richtige Entscheidung war, die Verantwortlichen von BDB und THM zusammen zu bringen“, so der heimische Bauunternehmer Thomas M. Reimann.
Nach einführenden Worten von Reimann und seiner Sorge über zunehmenden Fachkräftemangel im Bauhaupt- und Baunebengewerbe, hat Prof. Minnert im Rahmen eines 60-minütigen Vortrags ausgesprochen engagiert und für die Berufsgruppe der Ingenieure werbend, über die Chancen und Möglichkeiten dualer Studenten an der THM und StudiumPlus berichtet.
Um diesem Nachwuchskräftemangel entgegenzuwirken hat der BDB – Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Hessen Frankfurt e.V. (BDB) – zusammen mit StudiumPlus – dem dualen Studienanbieter der THM – einen Informationsnachmittag zum dualen Studiengang Bauingenieurwesen am 11.04.2018 in Bad Vilbel angeboten.
Die interessierten Teilnehmer konnten sich im regen Austausch mit den Referenten davon überzeugen, dass StudiumPlus ein solides, erfolgreiches und kosteneffektives Instrument der Nachwuchsförderung und –sicherung ist. Gemeinsam haben BDB und THM die dualen Studienangebote – besonders für den Bereich Bauingenieurwesen – vorgestellt und ganz offensichtlich Interesse über die Grenzen Bad Vilbels hinaus geweckt.
Einen weiteren Informationsnachmittag bieten die Partner am 22. Mai 2018, um 17.00 Uhr, Huizener Str. 60, Gebäude K, 2. OG, Raum 2.05. in Bad Vilbel an.
Die Technische Gebäudeausrüstungsbranche hat zunehmend Schwierigkeiten geeignetes Fachpersonal zu gewinnen. Jedoch ist die Rekrutierung und Ausbildung des Führungskräftenachwuchses ein zentraler Erfolgsfaktor, der für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen entscheidend ist. Um die künftigen Mitarbeiter für diese Anforderungen passgenau zu qualifizieren, plant StudiumPlus die Fachrichtung Technische Gebäudeausrüstung in Kooperation mit zahlreichen Unternehmen der TGA-Branche, dem Netzwerk Planer TGA e.V., BDB Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure sowie dem IHK Verbund Mittelhessen zum Wintersemester 2018/19 anzubieten.
„Ganz offensichtlich haben wir die aktuellen Themen der Branche zum richtigen Zeitpunkt aufgegriffen. Mich erreicht heute beispielsweise eine Anfrage aus Regensburg, was mich erfreut und zugleich motiviert, um das Projekt mit Prof. Minnert und meinem Vorstandskollegen Reimann voran zu treiben“, so Ostermann.
BDB-HESSENFRANKFURT, Dr. h.c. Thomas M. Reimann
Trennung von Planung und Bauen sichert Qualität und Vielfalt
Heute beginnt die Internationale Fachmesse für Bauen und Gebäudetechnik (Bautec) in Berlin. Eine der wichtigsten Herausforderungen des Planens und Bauens ist derzeit die Herstellung von bezahlbaren Wohnungen in den Ballungsgebieten. Auch auf der Bautec werden hierzu Vorschläge diskutiert. Die Bauindustrie setzt auf serielles Bauen und die Aufhebung der Trennung von Planen und Bauen. Dabei sind sich alle Experten darin einig, dass Kostentreiber des Wohnungsbaus insbesondere die explodierenden Grundstückspreise und die ausufernden rechtlichen Anforderungen und Normen sind.
Modulares Bauen kann daher kaum zur Kostensenkung im Wohnungsbau beitragen. Gleichzeitig reduziert es aber die architektonische Vielfalt der Städte, die sie erst lebenswert machen und bedroht die kleinteilig und mittelständisch geprägte Bürostruktur der Planer in Deutschland. Letztlich verfügen die bauindustriellen Unternehmen auch nicht über das notwendige planerische Know-how. Viele große Bauunternehmen bauen kaum noch selbst, sondern beauftragen für die Ausführung Subunternehmer, die nicht selten vorrangig unter Preisgesichtspunkten ausgewählt werden. „Wenn künftig auch Architekten und Planer nur noch Subunternehmer des Generalunternehmers wären, dann gäbe es keine qualitätssichernde Kontrollinstanz mehr. Erst die Trennung von Planung und Ausführung sichert die Bauqualität und den Verbraucherschutz, denn der Architekt ist Vertreter des Bauherrn und hat die wichtige Aufgabe, die ordnungsgemäße Bauausführung zu kontrollieren, für die er auch haftet“, so der Präsident des BDB, Herr Dipl.-Ing. (FH) Hans Georg Wagner, Parl. StS a.D.
Letztlich ist jedes Bauwerk ein Unikat und eine Einzelfertigung. Serielles Bauen gaukelt den Bauherrn vor, ein Bauwerk ließe sich an jeder Stelle in gleicher Weise errichten. Das ist schon deswegen nicht der Fall, weil jeder Baugrund unterschiedlich ist und individuelle Gründungen erforderlich sind. Das Bauen von der Stange „auf der grünen Wiese“ ist der absolute Ausnahmefall. Wohnraum ist nicht in der Fläche („auf der grünen Wiese“), sondern in stark verdichteten Ballungsräumen knapp. Für die überhaupt noch bebaubaren kleinteiligen innerstädtischen Flächen müssen aber individuelle Lösungen gefunden werden, die die Kreativität eines Planers erfordert, um die optimale Nutzung und die günstigste Ausführungsvariante zu finden.
Letztlich entwirft der Architekt nicht nur eine kreative Lösung, die den Wünschen des Bauherrn und den Anforderungen an die bauliche Umgebung gerecht werden muss, sondern auch den zu beachtenden Genehmigungserfordernissen. Der Architekt ist damit viel umfassender und auch gesamtgesellschaftlich verantwortlich. „Der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. (BDB) appelliert daher an die künftige Bundesregierung, die Trennung von Planen und Bauen beizubehalten und es bei der einmaligen Erprobung des seriellen und modularen Bauens in maximal einem Modellprojekt zu belassen. Stattdessen sollte die integrale Planung aller am Planungsprozess Beteiligten gefördert werden. Denn dieser im BDB bereits gelebte ganzheitliche Ansatz hilft Kosten und Zeit zu sparen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum kostengünstigen Bauen“ so Hans Georg Wagner abschließend.
BDB-Bund
FRANKFURT MUSS NACH AUSSEN WACHSEN – Dr. Nargess Eskandari-Grünberg im Gespräch mit dem BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.
„Neue Bevölkerungen drängen in die Städte. Allein mit Innenentwicklung und Nachverdichtung können wir langfristig der Nachfrage nicht gerecht werden. Wir müssen nach außen gehen.“
Dr. Nargess Eskandari-Grünberg im Gespräch mit dem BDB Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e.V. (BDB-HESSENFRANKFURT).
Außenentwicklung Frankfurts aktiv gestalten
Umlandgemeinden in Planungen früh einbeziehen
Städtebaubeirat als Expertengremium ausbauen
Urbanität als Leitbild für neue Stadtteile verankern
eine IBA (Internationale Bauausstellung) für Frankfurt Rhein Main
Frankfurt ist in den letzten 10 Jahren um 100.000 Einwohner gewachsen. Diese Entwicklung wird weiter gehen. Wenn wir eine offene Gesellschaft wollen, dann kommen wir nicht darum herum, das Wachsen von Stadtgesellschaften als Realität anzuerkennen und aktiv zu gestalten.
Rund 30.000 Wohnungssuchende gibt es derzeit in Frankfurt. Wenn Wohnraum fehlt, wächst die soziale Verpflichtung einer Stadt, Wohnraum zu Verfügung zu stellen. Wir brauchen neben der Innenentwicklung auch die Außenentwicklung für neue Stadtteile in Frankfurt.
Im Gespräch mit dem BDB-HESSENFRANKFURT formuliert Dr. Nargess Eskandari Grünberg ein klares Bekenntnis zum Wachstum der Metropolregion Frankfurt Rhein Main: „Wenn ich die heutige Stadt Teheran mit der Stadt vergleiche, von der ich gekommen bin, dann ist festzustellen, daß diese Stadt seitdem unglaublich gewachsen ist. Frankfurt wird auch weiter wachsen. Ich sehe meine Aufgabe darin, das Wachstum der Metropolregion sozial und umweltgerecht zu gestalten. Wir sollten uns trauen, die Entwicklung von vier bis fünf neuen Stadtteilen in Frankfurt zu diskutieren.“
Die Umlandgemeinden sollen dabei frühzeitig einbezogen werden. „Ich wünsche mir eine partizipative Vorgehensweise in solchen Dingen. Die Diskussionen dazu müssen frühzeitig angestoßen werden.“ sagt Dr. Eskandari-Grünberg.
Für Frankfurt will Dr. Eskandari-Grünberg den Städtebaubeirat als Expertengremium ausbauen. „Die Stadt muß für große städtebauliche Projekte die Kompetenz der Architekten und Stadtplaner in Frankfurt einbeziehen. „Als Plattform eignet sich dafür der Städtebaubeirat. Noch fehlen da zwar wichtige Vertreter von Verbänden. Wenn dort aber alle eingebunden sind, kann das das ideale Forum für die städtebauliche Diskussion für die nächsten Jahre werden.
Tobias Rösinger, Dipl.-Ing. Architekt BDB (Referat Baumeister, Projektentwickler/gewerbl. Architekten im BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.) plädiert für eine urbane, kompakte Stadt: „Die beliebtesten Stadtteile in Frankfurt sind Gründerzeitviertel. Die Bebauung ist dort dicht. Einzelhandel und Gastronomie funktionieren, weil durch die Dichte eine entsprechende Nachfrage vorhanden ist. Erholungsflächen und grüne Innenhöfe machen diese urbanen Räume lebenswert. Bei neuen Stadtplanungen sollte man sich an diesen Vorbildern orientieren und keine Scheu vor Dichtehaben. Dichte führt zu einem geringeren Flächenverbrauch. Das ist sozial, weil es Wohnen für alle schafft und ökologisch, weil es die natürliche Ressource Boden schont und zu weniger Verkehr führt.“
Dr. Nargess Eskandari-Grünberg, Oberbürgermeisterkandidatin für Frankfurt (mitte), Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1.Vorsitzender BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (links), Architekt BDB Tobias Rösinger, Referat Baumeister (Projektentw./gewerbl. Arch.) BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (rechts)
„Es gibt Stadtteile wie Nieder-Eschbach, da werden die Bebauungsmöglichkeiten eines Grundstücks durch Baugrenzen und Baufenster stark eingeschränkt.“ so Dipl.-Ing. Architekt BDB Martin Pletz. Wenn wir hier mehr Bebauung zulassen, dann wirken wir so einer Zersiedelung an anderer Stelle entgegen.
Dr. Eskandari-Grünberg befürwortet sehr eine urbane Bebauung wie im Nordend oder in Bornheim. Es muß aber sichergestellt sein, daß ökologische Aspekte Berücksichtigung finden und die Bevölkerungsstruktur soziale ausgerichtet ist. „Mein Programm ist 40% sozialer Wohnungsbau, 20% genossenschaftlicher Wohnungsbau und 40% freier Wohnungsbau. Rein hochpreisiger Wohnungsbau, wie er auf städtischem Grund rund um das Bockenheimer Depot entstanden ist, geht gar nicht.“ so Dr. Eskandari-Grünberg.
„Eine Internationale Bauausstellung bietet die Chance, Wohnungsbau und Infrastruktur im großen Rahmen zum Thema für die Metropolregion Frankfurt Rhein Main zu machen. Ich will mit Architekten und Stadtplaner aber auch mit Mobilitätsberatern und Verkehrsexperten eine Langfristige Entwicklung der Region diskutieren. Ich setze mich für eine IBA in Frankfurt Rhein Main ein.“ Dr. Eskandari-Grünberg hat mit dem klaren Bekenntnis für eine IBA den BDB an Ihrer Seite.
Mit der Oberbürgermeisterkandidatin Dr. Eskandari-Grünberg diskutierten Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, Dipl.-Ing. Architekt BDB Tobias Rösinger, Dipl.-Ing. Architekt BDB Martin Pletz und Dipl.-Ing. BDB Ralf Jack-Hoang.