Christiane und der BDB

Als ich im Frühjahr 1957 meinen Gesellenbrief als Schreiner in der Tasche hatte, meinte die Chefin, ich solle mit einem Volontärvertrag in der Firma bleiben. Das konnte ich nicht: ich war Geselle! Ein mit meinem Vater befreundeter Meister stellte mich zum normalen Lohn – 1,88 DM – ein. Mein Vater hat sich in dieser Zeit auch nach den Aufnahmebedingungen der Staatsbauschule erkundigt und mich überredet die Aufnahmeprüfung abzulegen. Dem schulischen Betrieb ziemlich entwöhnt, war ich doch sehr aufgeregt als es soweit war. Ich bekam einen Tag Urlaub und fuhr nach Frankfurt. Es lief alles sehr gut bis auf’s Rechnen. Da hat mich der aufsichtsführende Dozent so aus der Fassung gebracht dass selbst 1+1 nicht mehr funktioniert hat. Die folgende mündliche Prüfung war wieder sehr gut…. Aber ich bin durchgefallen. Ein paar Tage später bin ich wieder nach Frankfurt gefahren und habe mit dem Direktor gesprochen und um Aufklärung gebeten. Es war nur das Rechnen! Alles andere war gut bis sehr gut. Er schlug mir vor, das Vorsemester zu besuchen. Es koste zwar Geld sei aber gut.

Ich habe mich sofort angemeldet. Dieses Vorsemester wurde vom BDB betrieben. Die Dozenten der Staatsbauschule und ein pensionierter Deutschlehrer unterrichteten junge Männer aus allen Bauhauptgewerken. Es waren alle Berufe vertreten: Tiefbau als auch Hochbau – Volksschüler, Mittelschüler, Gymnasiasten sogar Abiturienten. Die Prüfung danach war dann kein Problem mehr. In den ersten Semestern war Baurat Döhner unser Semesterleiter. Nach den ersten Eingewöhnungswochen empfahl er uns sehr nachdrücklich, zu den Vorträgen des BDB zu gehen. Diese monatlichen Vortragsabende fanden im Saal des „Steinernen Haus“ in der Braubachstraße in Frankfurt statt. Die Vorträge zum Teil mit Lichtbildern auch mal ein kleiner Film, waren in den 50iger Jahren eine wichtige Informationsquelle. Einzelheiten weiß ich heute nicht mehr, bis auf einen Film: eine Firma stellte ihre Riesengeräte für Autobahn- und Straßenbau vor. Es war einfach faszinierend! Es entstanden auch Freundschaften, die zum Teil heute noch bestehen. So bin ich 1959 als Studentenmitglied eingetreten und 1961 nach dem Saatsexamen Vollmitglied geworden.

BDB-Ball im Palmengarten 1988

Ende 1961 haben wir dann geheiratet und unsere 3 Kinder haben auch nicht lange auf sich warten lassen So habe ich in den frühen 60iger Jahren manchen BDB-Abend verpasst. Aber… mein Mann war Tiefbauingenieur und auch BDB-Mitglied, so dass ich vom Beruf doch nicht ganz abgeschnitten war. Als die Kinder etwas älter waren, haben wir uns bei den Vorträgen abgewechselt. Einmal im Jahr gab es einen großen festlichen Ball entweder im Zoogesellschaftshaus oder im Palmengarten.

Ab 1970 konnten wir auch wieder an Exkursionen und Besichtigungen teilnehmen.

1971 haben wir München besucht und das fast fertige Olympiastadion besichtigt.

1990 waren wir in Dresden und der „Sächsischen Schweiz“. Die Frauenkirche war noch ein Trümmerhaufen und man wusste noch nicht ob man sie wieder aufbauen sollte, weil hunderte von Toten unter den Trümmern lagen. Die Semperoper war ein Erlebnis! Es gab auch einen Ausflug nach Meisen und Moritzburg, leider nur von außen. Irgendwann begann die Partnerschaft mit der Untec Rhone in Lyon – Frankfurts Partnerstadt. Wir fuhren nach Lyon und die Kollegen kamen zu uns.

Partnerschaft Untec Rhone – Exkursion nach Lyon, Frankreich
1996 London, England – Wetter gut, Laune gut , Sicht auf Westminster und Big Ben auch gut

Es entstanden einige Freundschaften für die ich Französischunterricht genommen habe. Briefwechsel war intensiv. Auch die Kinder wurden wechselseitig ausgetauscht. Erst mit dem hohen Alter ist dies eingeschlafen. Wir waren mit dem BDB noch oft in Frankreich, England war auch zwei Besuche wert.

Gruppenbild Exkursion Euro-Tunnel

Als der Tunnel unter dem Ärmelkanal fertig war, sind wir von Paris aus mit dem Zug nach England gefahren. Auf der Heimreise Richtung Belgien fiel in unserem Waggon das Licht aus: mit der Notbeleuchtung konnten wir wunderbar die Tunnelwände sehen. War doch Sinn der Reise? Oder?

In Frankfurt habe ich an der Besichtigung des Hochhauses an der Messe teilgenommen. Von da oben waren die Autos auf der Straße nur Fingerglied groß. Bevor die U-Bahn nach Sachsenhausen fuhr haben wir die Baustelle unter dem Main besucht. Dass der Main über unseren Köpfen fließt, war schon ein ganz besonderes Gefühl.

Wir haben auch die Baustelle des Brennertunnels besucht.

Schade, dass heute so vieles virtuell stattfindet. Das unmittelbare Erlebnis fehlt da.

Empfang im Römer

Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass ich das einzige Mädchen bei den Schreinern auch in der Berufsschule war. In der Staatsbauschule waren wir dann 5 Mädchen verteilt über alle Semester. Da das Gebäude zu der Zeit Baustelle war, haben wir uns so gut wie nie gesehen. Der Unterricht fand sowohl frühmorgens als auch abends statt: immer 6×45 Minuten.

Exkursionen gab es auch: Baustelle Henninger Turm mit Bierprobe und Schokoladenfabrik in Hattersheim. Die Schokolade ist mir entgangen, weil sich für mich keine Mitfahrgelegenheit ergab. Dafür gabs am nächsten Tag eine Standpauke vom Dozenten. Dies alles hat nicht mit dem BDB zu tun, fällt aber in die Frühzeit der „Gleichberechtigung“

Nun freue ich mich darauf, dass es wieder möglich wird an Seminaren teilzunehmen.

2024 ist Christiane Hellwich 65 Jahre Mitglied im BDB-HESSENFRANKFURT. In einem selbstverfassten Beitrag schaut sie zurück auf die Zeit im BDB und ihre Zeit als Ingenieurin in einer männlich geprägten Branche. Wir veröffentlichen ihren Beitrag mit Bildern als Einblick in eine vergangene Zeit und Anregung für Neues.




Wohnungsbaugenehmigungen 2023

Hessische Wirtschaft: Minus 24 % Baugenehmigungen! Politik muss Bauen erleichtern, mehr neue Bauflächen schaffen und auf Markteingriffe verzichten

Auf die drastisch gesunkene Zahl an Wohnbaugenehmigungen in 2023 in Hessen reagieren Verbände der Bau- und Immobilienwirtschaft und die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände mit „großer Besorgnis“. Sie rufen die Politik dazu auf, durch Deregulierung und Entbürokratisierung die hohen Baukosten zu senken, auf neue Markteingriffe bei Mietwohnungen zu verzichten und in vielen Städten mehr neue Bauflächen zu schaffen. Laut heute veröffentlichten vorläufigen Zahlen des Hessischen Statistischen Landesamtes wurden in Hessen im Jahr 2023 für 18.996 Wohnungen Baugenehmigungen verzeichnet. Das waren 6.063 Wohnungen oder 24,2 Prozent weniger als im Jahr 2022. Am aktuellen Rand, im Dezember 2023, wurde zudem mit Baugenehmigungen für nur 1.168 Wohnungen der niedrigste Monatswert seit Februar 2014 (1.132 Wohnungen) verzeichnet.


Thomas Reimann, VhU-Vizepräsident und Vorsitzender des VhU-Bau- und Immobilienausschusses sagte: „Diese Zahlen sind wirtschaftlich und gesellschaftlich besorgniserregend. Der Rückgang der Baugenehmigungen ist nicht nur eine schlechte Nachricht für die Bauwirtschaft, deren Auftragsbücher sich leeren, sondern auch für die Menschen, die eine neue Wohnung suchen. Ebenso für die Arbeitgeber, die mangels Wohnungen immer schwerer neue Mitarbeiter finden. Die Politik muss private Investitionen in neue Wohnungen erleichtern. Die geplanten Verschärfungen des Mietrechts auf Bundesebene würden private Investitionen in neue Wohnungen hemmen und müssen unterbleiben. Außerdem muss Bauen einfacher werden.“

Dr. Burkhard Siebert, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands Hessen-Thüringen: „In Hessen sind die Baukosten für neue Wohngebäude von Beginn 2021 bis Ende 2023 um 29,7 Prozent gestiegen. Diese Kosten müssen runter! Das erfordert vor allem, dass nicht unnötig hohe und immer neue Anforderungen an Wohngebäude gestellt werden. Das gilt insbesondere für die Energieeffizienz. Bund und Land sichern immer wieder Entbürokratisierung, vor allem entschlackte Genehmigungsprozesse, zu. Aber konkret umgesetzt wird wenig oder nichts. Wir benötigen jetzt zügig Änderungen des rechtlichen Rahmens, um kurzfristig Impulse zur Stabilisierung des Wohnungsbaus zu liefern. Das heißt unter anderem, dass der Weg für serielles Bauen und Sanieren freigemacht werden muss und bundesweit einheitliche und möglichst digitale Verwaltungsprozesse etabliert werden müssen.“

Rainer von Borstel, Hauptgeschäftsführer des Verbands baugewerblicher Unternehmer Hessen, sagte: „Ein Fokus der Landesregierung sollte auf Deregulierung liegen. Im Koalitionsvertrag ist dies richtigerweise verabredet. Nur ein Beispiel: Die Hessische Verwaltungsvorschrift für Technische Baubestimmungen mit ihren 583 Seiten sollte abgeschafft werden – stattdessen reicht die Mustervorschrift des Deutschen Instituts für Bautechnik mit ‚nur‘ 352 Seiten. Viele Beteiligte am Bau sind auch in anderen Bundesländern tätig. Die Vielzahl an Landesbauordnungen und Verwaltungsvorschriften birgt immer die Gefahr von Fehlanwendungen und erhöht den Aufwand zur Regelbefolgung. Das bindet unnötig Personal und führt zu zusätzlichem Aufwand im Unternehmen.“

Gerald Lipka, Geschäftsführer vom BFW Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, sagte: „Private Bauträger stemmen den größten Anteil des Wohnungsneubaus. Sie sind im besonderen Maße auf private Kunden angewiesen. Durch hohe Baukosten und Zinsen kommt der Wohnungsbau gerade zum Erliegen. Trotzdem verlangen viele Kommunen weiterhin, dass private Investoren den Bau von Kitas und Straßen über die Neubauprojekte mitfinanzieren. Das kann nicht klappen, die Belastungsgrenze ist erreicht.“ Außerdem sagte Lipka: „Viele Kommunen weisen zu wenig Flächen für den Wohnungsbau aus. Bereits die vorherige Landesregierung wollte im Kommunalen Finanzausgleich Anreize für Kommunen zur Ausweisung neuer Bauflächen schaffen. Leider ist das nicht erfolgt. Wir hoffen, dass die neue Landesregierung schnell finanzielle Anreize für Kommunen im KFA setzt, damit sie mehr neue Bauflächen schaffen und damit mehr Wohnungen gebaut werden können.“

Andreas Ostermann, Vorsitzender des Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Hessen Frankfurt, sagte: „Viele am Bau Beteiligte spüren die Auftragsflaute. Besonders ärgerlich ist das Hin und Her der Bundespolitik. Förderprogramme, die von heute auf morgen leer sind, verursachen Vertrauensverlust. Und mit den Plänen in Brüssel zur Steuerung von CO2-Kreisläufen und der Erstellung von digitalen Gebäudedatenlogbüchern kommt aus der EU auf die Baubranche ein neues Bürokratiemonster zu. Das brauchen wir nicht.“

Hintergrund:
Die in der Pressemitteilung verwendete Statistik der Baugenehmigungen beruht auf dem vorläufigen Jahresergebnis 2023 des Hessischen Statistischen Landesamts (HSL), das für das Gesamtjahr die einzelnen Monate aufsummiert hat. Diese Pressemitteilung verwendet damit vorläufige Zahlen für die Baugenehmigungen in Hessen im Jahr 2023. Das HSL veröffentlicht zu einem späteren Zeitpunkt eine revidierte Statistik für das Gesamtjahr 2023. Gegenüber der revidierten Statistik für das Gesamtjahr 2023 kann es daher zu geringfügigen Abweichungen kommen.
Quelle: HSL (2024), Baugenehmigungen in Hessen seit 2000 und von 2022 bis 2023 nach Monaten (FII1_m12-2023_Baugenehmigungen_Tabelle_1), Wohnungen insgesamt in Wohn- und Nichtwohngebäuden (einschl. Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden).

Damit neue Mitarbeiter in der Nähe ihrer Arbeit wohnen können, ist der Wohnungsbedarf in Hessen hoch – auch aus Sicht der Arbeitgeber. Laut Studie des Instituts für Wohnen und Umwelt aus dem Jahr 2020 liegt der Bedarf in Hessen bei 21.000 neuen Wohnungen pro Jahr bis 2040. Das entspricht in etwa den Wohnungsfertigstellungen im Jahr 2022 (21.745 fertiggestellte Wohnungen).

Das Ziel der Bundesregierung von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr würde für Hessen knapp 30.000 Wohnungen bedeuten, die benötigt würden.




SophienHofAbende: GEG und BEG, Wasserstoff und Geothermie, u.v.m.

Auch im 1. Halbjahr 2024 werden die kostenfreien Online-Vorträge wieder angeboten: Zu den Themen Energie, Gebäude und Mobilität können insgesamt 11 Vorträge online gesehen und gehört werden. Am 16. April wird eine geführte Baustellenbegehung der Baustelle FOUR Frankfurt angeboten.

Der BDB-HESSENFRANKFURT ist Partner der ABGnova, die die Veranstaltungen durchführt.

Das neue Programm finden Sie zum Download hier.

Die Anmeldung zu den Veranstaltungen kann hier erfolgen.

BDB-HESSENFRANKFURT




Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn – 37 Jahre im hessischen Landtag

Unser 1. Schatzmeister, Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, verlies mit Beginn der neuen Legislaturperiode nach 37 erfolgreichen Jahren die große politische Bühne.
Bereits mit 17 Jahren begann sein politisches Engagement. Alleine 9 Jahre war er Landesvorsitzender der hessischen FDP ( 2005 bis 2014).

Für die unzähligen Ehrenämter und politischen Funktionen des studierten Juristen in Land und Staat seien stellvertretend genannt seine Zeit als Staatsminister der Justiz und Vizeministerpräsident unter Roland Koch von 2009 bis 2014, oder seine Mitgliedschaft im Bundesvorstand der FDP, sowie die zuletzt eingenommen Position als Vizepräsident des hessischen Landtags, die er mit hohem Engagement ausfüllte.

Wer ihn näher kennt weiß, dass er nicht nur sagt was er denkt, und selten mit seiner Meinung hinter dem Berg hält, sondern vor allem auch tut was er sagt.
Er hat nach seinem Amtsantritt als Schatzmeister des BDB-HESSENFRANKFURT in kurzer Zeit die Finanzstruktur unseres Verbandes reorganisiert und eine gesunde finanzielle Basis für eine breitgefächerte Verbandsarbeit geschaffen, die allen Mitgliedern zu Gute kommt.

Für einen Berufsverband ist der Weg zur Politik ein wichtiger und zu pflegender, ja unverzichtbarer Teil der Verbandsarbeit.
Auf der politischen Ebene werden durch die Legislative die Bedingungen geschaffen, die uns alle unmittelbar betreffen.
Dort den entsprechenden Zugang zu haben um Gehör zu finden, ist elementar.
Hier können und konnten wir immer auf Jörg-Uwe Hahn bauen.

Auch wenn für ihn nun ein neuer Lebensabschnitt beginnt, hoffen das wir noch viele Jahre auf seinen geschätzten Rat zählen können.




Ad-hoc Papier anläßlich der Haushaltsberatungen des Deutschen Bundestages

Richtige Anreize setzen – Wohnungsbaukrise bewältigen – soziale Schieflage vermeiden

Der Absturz im Wohnungsbau setzt sich fort: Die Zahl der Baugenehmigungen für neuerrichtete Wohnungen dürfte 2023 mit gut 210.000 ein Drittel unter dem Vorjahresniveau gelegen haben, die Auftragseingänge im Wohnungsbau haben sich von Januar bis Oktober 2023 gegenüber dem Vorjahr ebenfalls deutlich um real 22 Prozent reduziert. Perspektivisch ist ein Absinken der Fertigstel- lungszahlen im Wohnungsbau auf unter 200.000 pro Jahr möglich. Das Ziel der Bundesregierung, pro Jahr 400.000 Wohnungen (davon 100.000 Sozialwohnungen) zu bauen, erscheint für die nächsten Jahre nicht mehr realisierbar. Die negative Entwicklung im Wohnungsbau bringt erhebliche soziale Implikationen mit sich und lässt die Bauwirtschaft weiter in die Krise rutschen; der drohende Kapazitätsabbau dürfte mittelfristig den Fachkräftemangel deutlich verschärfen.

Die Bundesregierung hat zur Abmilderung der Krise Ende September 2023 im Rahmen des Bündnistages Bezahlbarer Wohnraum ein Maßnahmenpaket vorgelegt, das als erster Schritt zur konjunkturellen Stabilisierung zu begrüßen ist. Allerdings wurde das Paket bislang nur zu einem kleinen Teil realisiert, die Umsetzung vieler Punkte ist ins Stocken geraten. Hinzu kommen weitere konjunkturdämpfende Entwicklungen, etwa das erneute Aussetzen der Neubauförderung oder der Stopp mehrerer Programme u.a. für die Förderung von Energieberatungen oder seriellen Sanierungen mit erheblichen Auswirkungen auf die Modernisierung des Gebäudebestands. Bereits beschlossene Maßnahmen wie die Anhebung der Einkommensgrenzen bei der Wohneigentumsförderung und die Aussetzung der ursprünglich für 2025 vorgesehenen Verschärfung von Energieeffizienzstandards können kaum zu einer Trendumkehr beitragen.

Angesichts dieser Entwicklung bestehen maximale Verunsicherung und erheblicher Investitionsattentismus. Trotz aller Haushaltszwänge bedarf es planbarer und verlässlicher Rahmenbedingungen. Bund und Länder müssen in ihrem Handeln der sozialen und wirtschaftlichen Dimension des Wohnungsbaus gerecht werden und die Investitionen in den Bau bezahlbarer Wohnungen stärken. Daher sind die schnelle Umsetzung von auf dem Wohnungsbaugipfel im September 2023 präsentierten Maßnahmen sowie die Ergänzung um weitere Instrumente dringend erforderlich.

Der Wohnungsbau ist gesellschaftlich und wirtschaftlich von größter Bedeutung, denn der Bedarf an Wohnraum wird immer drängender. Gleichzeitig haben die aktuellen Rahmenbedingungen zum schnellsten Absturz der Bautätigkeit seit der Wiedervereinigung geführt. Die Aktion Impulse für den Wohnungsbau fordert ein schnelles Umsteuern mit folgenden Maßnahmen:

  1. Degressive AfA umgehend einführen
    Angesichts der Rahmenbedingungen am Markt ist es trotz des hohen Wohnungsbedarfs vielfach schwierig, geplante Projekte im vorgesehenen Kostenrahmen zu realisieren. Die als Teil des Wachstumschancengesetzes vorgesehene erhöhte degressive Abschreibungsrate von 6% p.a. kann dazu beitragen, noch nicht realisierte Vorhaben doch noch zu bauen. Allerdings wurde das Wachstumschancengesetz im Bundesrat gestoppt. Hier sind Bundestag und Bundesrat aufgefordert, im Vermittlungsausschuss schnellstmöglich eine Einigung zu erzielen. Darüber hinaus ist die Einführung einer Zuschusskomponente für nicht gewinnorientierte Vermieter erforderlich.
  2. Sozialen Wohnungsbau weiter stärken
    Es ist zu begrüßen, dass die Bundesregierung die Mittel für den sozialen Wohnungsbau sukzessive deutlich ausgeweitet hat und mit jeweils 3,5 Mrd. Euro 2025 und 2026 den jährlichen Mitteleinsatz gegenüber 2021 mehr als verdreifachen will. Während die Bedeutung des sozialen Wohnungsbaus angesichts der prekären Lage auf dem freien Wohnungsmarkt steigt, reicht die Bautätigkeit allerdings nicht aus, um den Sozialwohnungsbestand zu stabilisieren: 2022 wurden 22.500 neue Sozialwohnungen gebaut, aber 36.500 fielen aus der Preisbindung. Die soziale Wohnraumförderung muss daher – flankiert durch entsprechende Mittel der Länder – weiter signifikant erhöht und auf lange Sicht verstetigt werden.
  3. Förderung des Klimafreundlichen Neubaus (KFN) verlässlich finanzieren
    Seit Wegfall der EH 55-Förderung zum Jahresanfang 2022 ist die Neubau-Förderkulisse von erheblicher Unsicherheit geprägt. Nun wurde die ambitionierte Förderung des klimafreundli- chen Neubaus aufgrund aufgebrauchter Mittel Ende 2023 kurzfristig gestoppt – zusätzliche Verunsicherung im Markt ist die Folge. Investoren und Bauherren brauchen Verlässlichkeit. Die KFN-Mittel müssen aufgestockt und verstetigt werden, damit sie langfristig planbar Investitionen auslösen können und kurzfristige Förderabbrüche vermieden werden.
  4. „Jung kauft Alt“ und „Gewerbe zu Wohnen“ schnell und unbürokratisch einführen
    Die Nutzung leerstehender Gewerbeflächen für Wohnzwecke und die Erleichterung der Bildung von Wohneigentum für Familien durch Erwerb und Sanierung von Bestandsgebäuden kann zur Entschärfung der Wohnungsknappheit beitragen und die ressourceneffiziente Weiternutzung des vorhandenen Gebäudebestands forcieren. Die im Rahmen des Maßnahmenpakets geplan- ten Förderprogramme sind daher zu begrüßen. Nun sind die schnelle Umsetzung und die auskömmliche und verlässliche Finanzierung der Maßnahmen erforderlich.
  5. Sanierungsförderung verbessern
    Die Steigerung der Gebäudeenergieeffizienz ist für die Transformation des Immobiliensektors hin zur Klimaneutralität essenziell. Umso kritischer sind Fehlanreize oder Unsicherheiten im Fördersystem – etwa im Hinblick auf deutlich unterschiedliche Fördersätze für die Ertüchtigung von Gebäudehülle bzw. Gebäudetechnik. Für die ökologisch und ökonomisch effiziente Transformation ist das Zusammenspiel aus Sanierung der Hülle und CO2-neutraler Deckung des verbleibenden Wärmebedarfs erforderlich. Der im Zuge der Haushaltskrise beschlossene Wegfall höherer Fördersätze für Effizienzmaßnahmen und die Ungleichbehandlung von Selbstnutzern bzw. Vermietern beim Speed-Bonus für den Heizungstausch sowie der Stopp der Förderung serieller Sanierungen sind daher fatal. Für die Erreichung der Klimaziele im Gebäudesektor sind Verlässlichkeit, die Angleichung der Förderung von Maßnahmen an Gebäudehülle bzw. -technik sowie die förderrechtliche Gleichbehandlung von Vermietern und Selbst- nutzern von größter Bedeutung. Die neue BEG-Förderrichtlinie muss entsprechend an- gepasst und zur Vermeidung erneuter Förderstopps gesichert ausfinanziert werden.
  6. Planungs- und baurechtliche Rahmenbedingungen schnell reformieren
    Die planungs- und baurechtlichen Vorgaben sind an vielen Stellen kompliziert und kostentreibend. Ansätze zur Planungs- und Baubeschleunigung sind aufgrund der föderalen Struktur häufig nicht einfach umzusetzen. Die aktuellen Pläne zur Beschleunigung und Vereinfachung des Planens und Bauens, etwa in Bezug auf die Stärkung der Typengenehmigung, die Angleichung der Landesbauordnungen oder die Digitalisierung des Genehmigungsprozesses, sind daher sehr zu begrüßen. Weiterhin muss die Möglichkeit zur Abweichung von technischen Baubestimmungen und darüberhinausgehenden anerkannten Regeln der Technik ausgebaut und rechtssicher ausgestaltet werden. Bund und Länder müssen die beim Wohnungsbaugipfel, dem Bund-Länder-Pakt zur Baubeschleunigung und der Bauministerkonferenz beschlossenen Maßnahmen nun schnell und vollständig realisieren.

Das Ad-hoc-Papier anläßlich der Haushaltsberatungen des Deutschen Bundestags finden Sie hier




kommunale Herausforderungen brauchen Augenhöhe – Bernhard Köppler für die AKH

Kommunale Herausforderungen brauchen Augenhöhe

Als hauptamtlicher Stadtrat und verantwortlicher Baudezernent in der Kreisstadt Hofheim am Taunus sind mir viele Schnittstellen der beruflichen Aufgaben der Kolleginnen und Kollegen bewusst. Ob Kindergärten, Rathäuser, Feuerwehren, Bibliotheken oder sogar Musikschulen – die Kommunen sind wichtige öffentliche Auftraggeber für die Revitalisierung, Umnutzung oder Neubau von kommunaler, bzw. sozialer Infrastruktur. Diese Aufgabe betrifft viele Städte und Gemeinden in Hessen und gerade die kleinen und mittleren Kommunen stehen vor einer Herkulesaufgabe. Dazu brauchen wir das Verständnis das die vielen Aufgaben im Tranformationsprozess von Kommunen der wesentliche Teil einer Integrierten Stadtentwicklung ist.

In Zeiten knapper Kassen müssen die richtigen Prioritäten gesetzt werden zwischen Erhalt oder Neubau, der Identifizierung der richtigen Projektpartner und dies alles mit dem vorhandenen Personal in den Kommunalverwaltungen. Gleichzeitig müssen die Bürgerinnen und Bürger abgeholt werden und Nachhaltigkeit, Ressorcenschonung sowie die steigenden Anforderungen des Klimaschutzes berücksichtigt werden.

Die baulichen Aufgaben sind dazu nur im Gleichklang mit Bürgerbeteiligung, Mobilitätsfragen, Wirtschaftsförderung und der behutsamen Gestaltung unserer Ortskerne und Innenstadtzentren zu leisten.

Die Kommunalen Gremien der Gemeinde- und Stadtverordnetenversammlungen sind ebenfalls ein wichtiges Bindeglied da Sie die finanziellen Rahmenbedingungen vorgeben. Leider sind auch hier immer weniger Bauschaffende in den Fraktionen zu finden was für die Beratungen nicht förderlich ist.

Was können wir als Architektinnen und Architekten im öffentlichen Dienst dazu leisten?

Ich denke, dass die Stärkung von Architekturqualität und unseres Berufsstands durch kommunale Wettbewerbe die geraden auch kleineren Städte und Gemeinden unterstützen sollen. Hierzu setze ich mich gerne ein handhabbare Formate – neben der Auslobung von großen Planungswettbewerben – zur besten Lösung zu entwickeln.

Auch sollten in der kommunalen Familie die die Landkreise Unterstützung bei Vergabe- und Wettbewerbsfragen bieten.
Der persönliche Kontakt zwischen Planer und Behörde muss wieder auf ein sinnvolles Maß ausgebaut werden.

Nach meiner Meinung liegt im gegenseitigen Verständnis ein Schlüssel zur Lösung – von den Zeitabläufen bis zur Baugenehmigung, dem Umgang mit Nachforderungen und den damit verbundenen Kostensteigerungen.

Meine Motivation

Ich bin Mitglied im Bund Deutscher Baumeister, weil dieser Berufsverband allein interdisziplinär aufgestellt ist und den baumeisterlichen Gedanken lebt.

Das heißt das die heutigen Aufgaben bei Errichtung und Unterhalt von Gebäuden die Fachkompetenz von Architekten und Ingenieuren erfordert.

Um die zu bewältigenden Bauaufgaben partnerschaftlich und auf Augenhöhe anzugehen gehören nach meinem Verständnis zu dieser Partnerschaft auch die Männer und Frauen die als Fachkräfte in den Handwerksbetrieben unsere Planvorlagen umsetzen.
Ich durfte in meinem Berufsleben viele Erfahrungen von der Bauleitung von Reihenhäusern, Modernisierungen in der Wohnungswirtschaft bis zur Projektleitung von Städtebauprogrammen sammeln.

Seit 2019 bringe ich diese Erfahrungen als hauptamtlicher Stadtrat in meiner Heimatstadt ein.

Mit meiner Kandidatur zur anstehenden Kammerwahl als beschäftigtes AKH-Mitglied im öffentlichen Dienst möchte ich gerne einen Beitrag leisten und die Sichtweise der Architektinnen und Architekten in die kommunalen Netzwerke und Gremien wie zum Beispiel den Hessischen Städtetag tragen und unterstützen.




AKH-Wahl 2024: Die Zukunft in die Hand nehmen – BDB-HESSENFRANKFURT!

WIR VERTRETEN DIE INTERESSEN ALLER ARCHITEKTEN UND STADTPLANER IN HESSEN

Das zentrale berufspolitische Anliegen des BDB-HESSENFRANKFURT ist ein ganzheitliches und kooperatives Denken und Handeln aller am Bau Beteiligten. Dieser umfassende baumeisterliche Gedanke spiegelt sich auch im Namenskürzel „BDB“, der für den „Bund Deutscher Baumeister“ steht.

Der BDB-HESSENFRANKFURT vertritt in der AKH diese fachübergreifende und ganzheitliche Sichtweise. Dies gilt insbesondere auch für den Dialog zwischen Architekten-, Ingenieurkammer und Verbänden, zwischen freischaffenden, angestellten, verbeamteten und baugewerblich tätigen Kolleginnen und Kollegen sowie für eine transparente und offene Diskussion zwischen allen Beteiligten.

Für die zukünftige Kammerarbeit der ab 2024 anstehenden Wahlperiode sieht der BDB-HESSENFRANKFURT folgende Themenschwerpunkte:

STÄRKUNG DES ARCHITEKTENBERUFS

durch auskömmliche Honorare, weniger Haftungsrisiken, gesellschaftliche Anerkennung und einem ganzheitlichen Berufsbild

Die gesellschaftliche Anerkennung des Berufsstands ist für den BDB-HESSENFRANKFURT von zentraler Bedeutung. Das Anliegen des BDB-HESSENFRANKFURT ist, das Bewusstsein für die vielfältigen und entscheidenden Beiträge von Architekten und Stadtplanern zur Gestaltung unserer gemeinsamen Lebensräume zu stärken

Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung setzt der BDB-HESSENFRANKFURT sich für eine positive Wahrnehmung des Berufsstands in der Gesellschaft ein.

REDUZIERUNG DER PLANUNGSKOMPLEXITÄT

durch den Abbau von unnötigen Vorschriften und widersprüchlichen Planungsvorgaben

Um die Planungskomplexität zu reduzieren, plädiert der BDB-HESSENFRANKFURT für den Abbau unnötiger Vorschriften und widersprüchlicher Planungsvorgaben. Dies schafft nicht nur effizientere Planungsprozesse und kalkulierbare Baukosten, sondern ermöglicht erst eine Umsetzung wirklich nachhaltiger und baukulturell anspruchsvoller Bauvorhaben.

TATSÄCHLICHE NACHHALTIGKEIT

nicht durch eine überbordende Regulierung, sondern durch eine ganzheitliche Planung und Stärkung der Baukultur.

Der BDB-HESSENFRANKFURT bekennt sich zu den Zielen von nachhaltigem Planen und Bauen. Der BDB-HESSENFRANKFURT sieht jedoch durch die derzeitige herrschende politische Ausrichtung, diese Ziele durch unverhältnismäßige Regulierung und planwirtschaftliche Ausrichtung gefährdet.

Vielmehr setzt der BDB-HESSENFRANKFURT auf die originären Werkzeuge des Architektenstandes, wie ganzheitliche Planung, Baukultur und interdisziplinäre Denk- und Arbeitsweise sowie auf Wettbewerbs- und Marktanreize zur Erreichung tatsächlicher Nachhaltigkeit.

SCHAFFUNG VON MEHR WOHNRAUM

durch eine Reduzierung von Steuern, Abgaben und Regulierung sowie einer angemessenen Förderung

Der BDB-HESSENFRANKFURT sieht durch den derzeitigen Mangel an Wohnraum den sozialen Frieden in unserem Land gefährdet. Durch die massive Erhöhung von Steuern und Abgaben, eine unverhältnismäßige Regulierung und eine unzuverlässige Förderkulisse hat die öffentliche Hand einen wesentlichen Anteil an der derzeitigen Misere.

Der BDB-HESSENFRANKFURT fordert deshalb ein Umsteuern der Wohnungspolitik sowie die Schaffung neuer Anreize zum Wohnungsbau, sei es im Bestand oder als Neubau.

PARTNERSCHAFTLICHER UMGANG

auf Augenhöhe zwischen Architekten und Behörden durch Austausch und gemeinsame Veranstaltungen

Um die Herausforderungen unserer Zeit – den Klimawandel, die Rezession im Allgemeinen und den massiven Rückgang in der Bauwirtschaft im Speziellen – zu meistern, sind wir Bauschaffenden auf eine funktionierende Zusammenarbeit mit Behörden angewiesen. Nicht zuletzt durch die Corona-Maßnahmen haben die Möglichkeiten zum Austausch durch Präsenztermine oder gemeinsame Veranstaltungen zwischen Architekten und Behörden deutlich gelitten.

Der BDB-HESSENFRANKFURT möchte hier aktiv wieder den verstärkten gegenseitigen Austausch unter Mithilfe der Kammer fördern.




Unser Kandidat zur Stärkung der Bau- und Immobilienwirtschaft

Die Bau- und Immobilienwirtschaft errichtet und betreibt Infrastruktur und Gebäude. In den Jahrzehnten, in denen in Deutschland die Infrastruktur massiv ausgebaut wurde, hatte unser Land die höchsten Wirtschaftswachstumsraten. In Staaten, in denen verstärkt der Fokus auf den Ausbau der Infrastruktur gelegt wird, gibt es auch heute beachtliche Wirtschaftswachstumsraten.
Die Bruttowertschöpfung unserer Immobilienbranche entspricht über 17 % der Gesamtwirtschaft. Die Branche ist damit stärker als der Fahrzeugbau, die Gesundheitswirtschaft oder der Handel.

Die Bau- und Immobilienwirtschaft ist die Schlüsselbranche, die unser Land besonders voranbringt.

Ansicht Kandidatenflyer hier

Seit über 42 Jahren bin ich Unternehmer in der Immobilienwirtschaft und engagiere mich auch im gesellschaftlichen Bereich, um die volkswirtschaftliche Bedeutung unserer Branche zu verdeutlichen. So war ich früher Verkehrs- und auch Wohnungspolitischer Sprecher im Hessischen Landtag. Aber auch im Immobilienausschuss der Vereinigung der hessischen Unternehmer (VhU), im Vorstand von Haus & Grund Frankfurt und bei der Bundesfachkommission Immobilien des Wirtschaftsrates engagiere ich mich.

Ich halte die Stärkung unserer Bau- und Immobilienbranche für wichtig. Deshalb kandidiere ich erneut für die IHK-Vollversammlung und würde mich freuen, wenn Sie an der Wahl teilnehmen und mir Ihre Stimme geben würden.

Ulrich Caspar
Mitglied BDB-HESSENFRANKFURT




Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD – Vernunft und Perspektive für eine ideologiegebeutelte Baubranche

Die neue Koalition orientiert sich stärker an der gesellschaftlichen Mitte – und das ist gut so. Mit klaren Aussagen zu Wohneigentum und gefördertem Wohnungsbau vermitteln CDU und SPD, dass sie diejenigen im Blick haben, die an Wohnraummangel leiden.

Dass wir in Hessen zurückblickend immer viel von Nachhaltigkeit geredet haben, aber bzgl. des Einsatzes von Recyclingbaustoffen nicht wirkliche Durchbrüche erreicht wurden, ist beispielhaft für die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

Auch die Digitalisierung – viel genannte Zukunftsperspektive – wurde im Hinblick auf den digitalen Bauantrag nicht aktiv gestaltet, sondern vielmehr ein Flickenteppich an Insellösungen sogar noch gefördert. Es ist gut, wenn die Landesregierung die vollständige Digitalisierung der Genehmigungsverfahren endlich als Aufgabe annimmt und den Weg zu einem einheitlichen digitalen Bauantragsverfahren in Hessen einschlägt.

Sehr zu begrüßen ist, die Allianz für Wohnen zu einem echten Bündnis der Branche ausbauen zu wollen. Zu sehr war zuletzt der Eindruck gewachsen, der Gesprächskreis diene nur der Moderation des Unmuts und der Beschäftigung der Akteure.

Angesichts der überschaubaren Wirkgröße Hessens ist die Ausrichtung auf Klimawandelfolgeanpassung richtig und gut. Wir müssen im Rahmen des Machbaren das gestalten, was leistbar ist.

Die vielen guten Ansätze für Lösungen der Wohnungsfrage rufen eine Erwartungshaltung hervor, an der sich die neue Landesregierung dann in ihren konkreten Handlungen messen lassen muß. Die Verbände der Branche werden einfordern, was bis jetzt noch nur gute Absicht ist.

BDB-HESSENFRANKFURT




BAUMEISTER_X

Mit X ist der BDB-HESSENFRANKFURT auf einer weiteren social media-Plattform präsent. Wir veröffentlichen sämtliche Beiträge der Internetseite auch auf X und zudem auch unsere Veranstaltungshinweise und Pressemitteilungen. Wenn Sie nichts verpassen wollen, dann jetzt BAUMEISTER_X auf X folgen:

Link: https://twitter.com/BAUMEISTER_X

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