Kooperation mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

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Der BDB-Frankfurt und die DenkmalAkademie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz setzen Ihre Kooperation fort. Wir wollen Ihnen auf dem Gebiet der Fort- und Weiterbildung im Bereich Bauen im Bestand und Denkmalschutz gemeinsam kompetenter Ansprech­partner sein.

Nachstehend das Faltblatt zur Seminarkooperation mit der DenkmalAkademie zum Download:

Seminarkooperationen 2015 DenkmalAkademie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

 

verbindliche Anmeldungen bitte über das Internetportal des BDB-Frankfurt: www.bdb-baumeister.de

oder über die DenkmalAkademie




Besser mit Architekten – Energieeffiziente Gebäude

KfW – Förderprogramme für Architekten und Planer

 

 

Die Energiewende im Baubereich lässt sich nur durch ein Maßnahmenpaket umsetzen: fundierte Beratung von Architekten und Planern einerseits und maßgeschneiderte Förderung andererseits.

Die Bundesarchitektenkammer e.V. und die KfW Bankengruppe hatten am 07. Mai 2012 deshalb die gemeinsame Initiative „Besser mit Architekten – Energieeffiziente Gebäude“ gestartet.

 

IMG_0632 (286x381)_AKH In gemeinsamen Informationsveranstaltungen werden Bauvorhaben, die mit KfW-Fördermitteln unterstützt wurden – insbesondere zum energetischen Bauen und Sanieren, aber auch zum Altersgerechten Umbau – als „Best-Practice-Beispiele“ vorgestellt. Anhand dieser Beispiele erörtern Bauherren und Architekten die innovativen Ansätze für energieeffizientes Bauen sowie die praxisgerechte Fördermittelvergabe. Außerdem stellt die KfW die Palette an entsprechenden Finanzierungsprogrammen vor.

 

Im Rahmen der Initiative hatten BAK und KfW gemeinsam mit der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen zu einer Informationsveranstaltung eingeladen und Hessische Bauvorhaben, die mit KfW-Fördermitteln unterstützt wurden, als „Best Practice aus Hessen“ vorgestellt. Anhand gebauter Beispiele erörterten Architekten die innovativen Ansätze für energieeffizientes Bauen sowie die praxisgerechte Fördermittelvergabe. Außerdem stellte die KfW die Palette an entsprechenden Finanzierungsprogrammen vor.

 

Informiert wurde u.a. über:

• Fördermittel für Wohnimmobilien:
Energieeffizient Bauen, Energieeffizient Sanieren, Altersgerecht Umbauen
• Förderung für gewerblichen Umwelt- und Klimaschutz:
KfW Energieeffizienzprogramm, KfW-Programm ErneuerbareEnergien
• Förderung für kommunale und soziale Infrastruktur:
IKU-Energetische Stadtsanierung-Energieeffizient Sanieren

 

Seit dem 1. Juni 2014 müssen Sachverständige für die KfW-Programme Energieeffizient Bauen (153) und Sanieren (151/152/430) in der Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes (www.energie-effizienz-experten.de) eingetragen sein.

 

Um die qualitätssichernden Elemente der Kammermitgliedschaft zu berücksichtigen, wird weiterhin geklärt, ob sich Architekten zukünftig als Sachverständige für KfW-Förderprogramme direkt durch ihre Länderarchitektenkammer registrieren lassen können.

Die Veranstaltung bot den Rahmen, als betroffener Architekt mit Vertretern der KfW das Thema zu diskutieren.

 

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Podiumsdiskussion
Carsten Kulbe, Architekt, Vorsitzender der AG Energie in der AKH // Jürgen Volkwein, Architekt, Darmstadt // Nils Hille, Deutsches Architektenblatt // Holger Zimmer, Architekt, Wiesbaden // Dr. Burkhard Touché, Abteilungsdirektor der KfW // Helmut Dörfer, Architekt, Darmstadt

 

Christine Fischedick, BAK




BDB-Exkursion Heizkraftwerk Frankfurt

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8 BDB Mitglieder trafen sich am 16. Oktober um 16:00 Uhr vor dem Verwaltungsgebäude des Heizkraftwerks West in der Gutleutstr. 231 zur Besichtigung.

 

Nach der Begrüßung erklärte Frau Fischer von der Mainova zunächst im Besprechungsraum an einer elektrischen Schautafel die Abläufe der Wärme- u. Stromerzeugung im Kohlekraftwerk. Außerdem gab sie eine kleine Einführung in die Anfänge der Frankfurter Stromversorgung Ende des 19. Jahrhunderts.

 

Sie betonte, dass heute sehr viel Wert auf eine möglichst umweltschonende und emissionsarme Verbrennung gelegt wird. So liegen die Emissionswerte mittlerweile deutlich unter dengesetzlichen Höchstwerten. Man ist bestrebt den CO2 Ausstoss alle 5 Jahre um 10% zu senken.

 

Das erste Gebäude des HKW West wurde im Jahr 1895 erbaut. Drei Jahre später war das Maschinenhaus fertiggestellt. 1926 erfolgte die Umstellung des Frankfurter Stadtnetzes von Wechselstrom auf Drehstrom. Auf Grund des steigenden Energiebedarfs wurde das Kraftwerk immer weiter ausgebaut und erhielt dann Ende der 1980er Jahre seine heutige Optik.
Im HKW West wird derzeit russische, sowie US-amerikanische Steinkohle verbrannt, die zu 2/3 mit dem Schiff und 1/3 per Bahn in Frankfurt angeliefert wird.

 

Ein langes Förderband transportiert das schwarze Gold vom Schiff aus durch einen Tunnel, der übrigens mitten durch ein neu erbautes Bürogebäude führt, in den Tagesbunker und weiter zu den Kohlemühlen.
Nachdem vorab Schutzhelme und Gehörverstärker verteilt worden waren, ging die Gruppe gegen 17:00Uhr in den Maschinenraum und anschließend in eines der beiden Kesselhäuser. Nach einem Blick in den riesigen Heizkessel geleitete Frau Fischer die Gruppe auch auf das Dach des Kesselhauses in 72m Höhe.

 

Für die Stromproduktion wird der in den Rohrleitungen des Kessels erzeugte Wasserdampf mit hohem Druck in eine Turbine geleitet, die einen Generator antreibt. Im Umspannungswerk wird der Strom ins Netzt eingespeist.

 

Für die Fernwärmeversorgung wird ein Teil des Dampfes ausgekoppelt. Der Fernwärmedampf misst 18 bar und versorgt die Kunden über das insgesamt 42 Km lange Innenstadtnetz mit Wärme. Ein Abzweig versorgt das Universitätsklinikum.

 

Die Besichtigung führte schließlich auch in die 24 Stunden am Tag besetzte Schaltzentrale des Kraftwerks, wo das geschulte Personal im Schichtbetrieb per Mausklick Motoren, Ventile und Armaturen überprüfen und auch direkt ansteuern und beeinflussen kann.

 

Dadurch wird ein sicherer und störungsfreier Ablauf gewährleistet.
Um 19:00 Uhr endete die Führung im Besprechungsraum mit einer abschließenden Fragerunde.

 

Frau Dipl. Ing. (FH) Claudia Bernshausen bedankte sich im Namen des BDB bei den Teilnehmern für ihr Interesse und bei Frau Fischer für die lehrreiche Führung.

 

 

Robert Flörchinger

(Bild: Helmut A. Peter)

 




Wohnen als Bauausstellung – BDA im Gespräch mit BDB

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„Wir werden zum Thema ‘Wohnen‘ intensiv nach qualitätvollen Lösungen suchen müssen, die den sich abzeichnenden Bedarf in den Ballungszentren und aber auch die regionalen Unterschiede in der Wohnraumnachfrage berücksichtigen. Das ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Wir brauchen dafür finanzielle Förderung und ein kreatives Klima. Wir sollten neu darüber nachdenken, Wohnen im Rahmen einer Bauausstellung zu thematisieren.“ so Susanne Wartzeck, Vorsitzende des BDA im Lande Hessen, im Gespräch mit dem BDB – Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e.V.

 

Vor gut zehn Jahren wurde schon einmal über eine Internationale Bauausstellung in Frankfurt Rhein Main diskutiert. Und dann dem Gedanken aber eine Absage erteilt. Im letzten Jahr wurde das Thema von der IHK Frankfurt in die Diskussion neu eingebracht.

 

„Es ist absehbar, daß seitens der Politik für Wohnungsbau mehr Geld in die Hand genommen werden muß. Dazu kommt der Sanierungs- und Investitionsstau bei Infrasrukturmaßnahmen (Stichwort Brücken, etc.).“ stellt Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (2. Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.) fest und führt weiter aus: „Wenn wir aus der aktuellen Aufgabenstellung heraus über Bauen reden müssen, dann können wir das auch im Rahmen einer Bauausstellung tun.“

 

Das hätte zudem den Vorteil, daß nicht nur eine Stadt im Fokus steht, sondern vielmehr eine ganze Region identitätsstiftend zusammenwirkt.
Modellhaft könnten zu den verschiedenen Möglichkeiten der Schaffung von Wohnraum auch experimentelle Lösungen angedacht werden. Der Architektursommer Rhein-Main 2015 (ASRM) bietet ein herausragendes Podium, um die Diskussion über Form und Inhalt einer solchen Bauausstellung zu befördern.
Nachverdichtung kann dabei die Chance zur qualitätvollen Stadtreparatur sein. Das kann vor allem in kleineren Zentren wirkungsvoll Stadtraum verbessern. Oder Städte wie Frankfurt und Offenbach zusammenwachsen lassen.
Auch Konversion und die Umwandlung von Büro- in Wohnraum sind wichtige Themen – aber anspruchsvoll in der Umsetzung. Hier sind kreative, unkonventionelle Lösungen gefragt.

 

Es ist unumstritten dass neues Bauland gebraucht werden wird. Wo dies am Besten möglich ist, ist eine Konsensfrage, der Diskussion und Argumentation vorausgehen müssen.

 

Positiv bewertet der BDA daher die Gründung der Initiative ‚Impulse für den Wohnungsbau – HESSEN‘. „Gerne haben wir uns dem Verbändebündnis angeschlossen.“ sagt Christian Holl, Landessekretär des BDA im Lande Hessen.

 

„Die Verbände der Architekten haben unterschiedliche Historien und einen unterschiedlichen Charakter. In allen Belangen, die die Bauschaffenden als ganzes betreffen, tun wir aber gut daran, gemeinsam aufzutreten und gemeinsam zu kommunizieren.“ sagt Dipl.-Ing. Architekt BDB Udo Meckel, Referent für Architekten im BDB-Frankfurt Rhein Main e.V. und stellv. Landesvorsitzender des BDB-Hessen. „Die Kammer ist unsere gemeinsame Selbstverwaltung und in gemeinsamen Initiativen können wir darüber hinaus gesellschaftliche Aufmerksamkeit erreichen.“

 

Das möchte Dipl.-Ing. Architekt BDA Jörg Blume (stellv. Vorsitzender des BDA im Lande Hessen) gerne aufnehmen: „Eine Internationale Bauausstellung in Hessen wäre ein großartiges Projekt. Das nutzt nicht nur uns allen, sondern fordert auch unseren gemeinsamen Einsatz. Zum Positiven für die ganze Region.“

 

 




Venezia – XIV. Biennale di architettura 2014

Rialto

 

 

Vom 30. September bis 04. Oktober hat der BDB-Frankfurt die BDB-Exkursion ‘Venezia – XIV. Biennale di architettura 2014‘ durchgeführt. Es wurde durch die Ausstellung auf dem Gelände “Corderie dell’Arsenale” geführt. Zudem gab es eine geführte Besichtigung auf dem Gelände “Giardini della Biennale”.
Der Reiseleiter, Dipl.-Ing. Architekt Dario Malagutti, gab eine Einführung über die städtebauliche Entwicklung der Stadt Venedig mit dem Schwerpunkt Sozialwohnungsbau mit entsprechenden Besichtigungen auf der Insel Giudecca.

 

 

(Bilder: Andreas Ostermann, Carsten Kulbe, Helmut A. Peter)

 

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BDB-Studentenexkursion mit der Nassauischen Heimstätte

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Künstlerviertel Wiesbaden-Dotzheim

 

Im Rahmen eines Baukonstruktions-Seminars im 3. Semester des Architekturstudiengangs der Frankfurt UAS, besuchten wir die Baustelle eines Wohnungsbauprojektes der Nassauischen Heimstätte im Küstlerviertel in Wiesbaden-Dotzheim. Der Bauleiter Herr Renkel und die Projektleiterin Frau Walter gaben uns zunächst einen Überblick über die Baustelle und über das gesamte Projekt. Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs West, entstehen zur Zeit 6 Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 65 Wohnungen und 2 Tiefgaragen. Im Anschluss wurden wir 2 Stunden über die Baustelle geführt und uns wurde gezeigt worauf bei der Planung und auch bei der Ausführung ein besonderes Augenmerk gelegt werden sollte. Wir lernten zudem neue Begriffe wie „Kimmschicht“ oder „Ringbalken. Mit ein bisschen Mut schafften wir es zum Schluss auch noch auf das Dach, von dort hatten wir eine tolle Sicht auf die gesamte Baustelle und konnten uns die Dachhaut von der Nähe betrachten.

 

Insgesamt hat die Exkursion trotz der Kälte sehr viel Spaß gemacht und das vermittelte Wissen aus der Praxis ist für die Zukunft sicherlich sehr nützlich. Wir bedanken uns ganz herzlich beim BDB für die Unterstützung und bei der Nassauischen Heimstätte für die lehrreiche und interessante Baustellenbesichtigung.

 

Anna Kathrin Daub




BDB CAMP Düsseldorf.2014

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Studierende des Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. auf Entdeckungsreise in und um Düsseldorf.

 

BDB CAMP Düsseldorf.2014

„Auch der Herbst hat schöne Tage“ – darauf setzten wir und nutzten die letzten freien Tage vor dem neuen Semester für ein inspirierendes, informatives und geselliges verlängertes Wochenende vom 2. bis 5.Oktober 2014. Das Jubiläums-Camp führte (BDB-) Studierende und Jungabsolventen in diesem Jahr in die schöne Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen – nach Düsseldorf.

 

Wir starteten das Camp 2010 mit dem Gedanken, einen überregionalen Treffpunkt für Studenten und Jungabsolventen im BDB zu etablieren, um Kontakte zu knüpfen und Freunde zu gewinnen, sprich ein junges Netzwerk aufzubauen. Mittlerweile kommen Teilnehmer zum wiederholten Male mit, verbreiten ihre Erfahrungen vom Camp und werben selbst neue Teilnehmer. Diesen Effekt hatten wir uns erhofft und sind dankbar, dass unsere Idee aufgeht.

 

Nachdem wir die letzten Jahre an der südlichsten Spitze mit Sprung über die Ländergrenzen hinweg, im hohen Norden von Deutschland und in der Bundeshauptstadt waren, trafen wir uns in diesem Jahr wieder zentraler: im Nordwesten. Unser allererstes Camp ging schon in die Tiefen des Ruhrgebietes, für dieses Mal hatten wir uns ein Programm in und um die schöne Landehauptstadt von NRW ausgedacht!

 

Der Anreiseabend galt dem Kennenlernen und Gespräch in gemütlicher kulinarischer Runde und wir wurden im „Himmel & Ähd“ von Reiner Stracke, Landesgeschäftsführer des BDB-NRW, und Lothar Jansen, neuer Referent der ortsansässigen Bezirksgruppe, empfangen.

 

Spaziergang durch das "Le Quartier Central" (Fotocopyright: Richard Bill)Freitags wurden wir von Herrn Bruckhoff von der Exkursionsagentur FAR geführt, der uns versteckte Orte und aktuelle Architekturmomente (auf)zeigte: Los ging es mit einem informativen Spaziergang durch das „Quartier Central“, das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Düsseldorf-Derendorf.Dieser wurde in den späten 1990er-Jahren stillgelegt, die Gleisanlagen vollständig zurückgebaut und auf der rund 360.000 m² großen Entwicklungsfläche entstand ein neuer Stadtteil mit 190.000 m² BGF Wohnfläche und 210.000 m² BGF für Büro, Hotel, Gastronomie und Handel sowie 82.000 m² öffentlichen Grün- und Freiflächen – Raum für 2.000 Wohnungen und für bis zu 6.000 Arbeitsplätze. Im Jahr 2011 wurde Le Quartier Central von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) als eine der ersten Quartiersentwicklungen mit dem Silber-Zertifikat für nachhaltige Stadtquartiere ausgezeichnet, u.a. wegen der nachhaltigen Revitalisierung einer ehemaligen Verkehrsbrache und die städtebauliche Einbindung des Quartiers.

 

Bei strahlendem Sonnenschein ging es vorbei an der Baustelle der FOM Hochschule von Jürgen Mayer H. und dem Mahnmal an der Toulouser Allee, das an die Deportation von über 6.000 Juden aus Düsseldorf und der Region zwischen Oktober 1941 und Januar 1945 vom damaligen Güterbahnhof in die NS-Vernichtungslager im Osten erinnern soll. Der nahegelegene Schlachthof diente dabei als Sammelstelle. Auf diesem historisch denkwürdigen Gelände in Derendorf entsteht gerade der neue Campus der FH Düsseldorf.

 

Dank der guten Kontakte der Bezirksgruppe Aachen – der BDB macht´s möglich – wurde uns sogar an einem Feiertag eine Baustellenbesichtigung ermöglicht. Bauleiter Wolfgang Stock vom Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW Düsseldorf führte uns über den neu entstehenden Campus in innerstadtnaher Lage: durch die denkmalgeschützte Viehhalle, in die die FH-Bibliothek und die Campus-IT einziehen wird und die teilweise im Rohbau fertigen Neubauten des Siegerentwurfes von Nickl + Partner Architekten.

 

Nach einem leckeren Mittagessen setzten wir den Spaziergang fort. Spontan ergab sich sogar die Möglichkeit die Kirche St. Rochus, eine Zusammensetzung aus einem neuromanischen Kirchturm und modernem Kuppelbau, von innen zu besichtigen.

 

Schauspielhaus Düsseldorf (Fotocopyright: Anna Solovyeva)Durch den Herrengarten mit Informationen zur Stadtgeschichte kamen wir zum Schauspielhaus des Düsseldorfer Architekten Bernhard Pfau und in direkter Nachbarschaft dazu zum Thyssen-Hochhaus, das sogenannte Dreibscheiben(hoch)haus. Das über 94 Meter hohe, 26-geschossige Büro- und Verwaltungsgebäude, das zu den bedeutendsten Zeugnissen der Nachkriegsmoderne im Internationalen Stil zählt und als Symbol des sogenannten Wirtschaftswunders gilt, wurde gerade durch die Architektenpartnerschaft HPP denkmalgerecht umgebaut und revitalisiert.

 

Kö-Bogen (Fotocopyright: Richard Bill)Ebenfalls in direkter Nachbarschaft das Projekt Kö-Bogen, ein komplexes städtebauliches Konzept, das sich auf die historischen Qualitäten der Innenstadt zurückbesinnt. Die in zwei Bauabschnitte und -phasen unterteilte Baumaßnahme besteht aus dem markanten Gebäudekomplex für Einzelhandels-, Büro- und Gastronomienutzungen des New Yorker Architekten Daniel Libeskind und aus der Neu-Strukturierung der Verkehrs- bzw. Straßensituation, um alte Wunden in der Stadtstruktur zu schließen.

 

Weiter eilten wir durch die Altstadt mit einem kurzen Blick in das puristische, denkmalgeschützte Gebäude der Galerie Schmela des niederländischen Architekten Aldo van Eyck und leider nur einzelnen von uns gelang ein kurzer Blick in den 2007 eröffneten Ausstellungsraum von „Kunst im Tunnel“ (KIT), einen sogenannten Tunnelrestraum zwei Meter unterhalb der Rheinuferpromenade, der während des Baus des Rheinufertunnels entstand.

 

Mariendom in Neviges (Fotocopyright: Richard Bill)Vom Medienhafen ging es schließlich mit dem Bus auf „Wallfahrt“ in den ca. 35 km entfernten Velberter Ortsteil Neviges. Dort begaben wir uns auf einen kurzen Pilgerweg zum 1968 von Gottfried Böhm konzipierten Mariendom, der Raum für fast 7.000 Gläubige bietet und nach dem Kölner Dom das zweitgrößte Kirchenbauwerk nördlich der Alpen ist. Die Verschmelzung des Innen- und Außenraumes und den marktplatzartigen Kirchenraum konnten wir leider auf Grund einer Messe nur bedingt besichtigen.

 

Und als wäre der Tag nicht schon voll genug gewesen, machten wir uns auch abends noch auf den Weg. Ein  interessanter Spaziergang der besonderen Art stand auf dem Programm. Gemeinsam mit Wulf Metzmacher, erster Vorsitzender der Geschichtswerkstatt, stürzten wir uns in das feiertägliche Nachtleben der Altstadt und erfuhren auf dem Brauereiweg so einige amüsante und interessante historische Anekdote.

 

Führung auf der Museums-Insel Hombroich (Fotocopyright: Delia Moritz)Den Samstag verbrachten wir bei schönstem Herbstwetter auf dem Kulturraum Hombroich in Neuss. Wir starteten unsere Erkundungstour mit einer fachkundigen Führung von Hans-Willi Notthoff auf der Museums-Insel. Als Ort des Zusammenspiels von Bildender Kunst, Architektur und Natur, liegt das „Museum“ Insel Hombroich eingebettet in eine 24 ha große renaturierte Park- und Auenlandschaft an der Erft. Zehn begehbare skulpturale Architekturen, entworfen von dem Bildhauer Erwin Heerich, stehen als autonome Kunstwerke in dieser Landschaft.

 

Nach einer kurzen Stärkung in der Cafeteria hasteten wir vorbei am Kirkeby-Feld mit seinen fünf skulpturalen Ausstellungspavillons zur Raketenstation Hombroich. Dort erhielten wir ebenfalls von Herrn Notthoff eine Führung über das 13 ha große Gelände der ehemaligen Raketenstation, das seit 1994 auch zur Stiftung gehört. Militärische Elemente wie Stacheldrahtzäune, Scheinwerfersysteme und schusssicheres Glas wurden beseitigt; die Hallen, Hangars, Bunkersysteme, Erdwälle und der Beobachtungsturm blieben jedoch bestehen, wurden renoviert und teilweise umgestaltet. Neubauten von Raimund Abraham, Tadao Ando, Erwin Heerich, Oliver Kruse, Katsuhito Nishikawa und Alvaro Siza ergänzen das bestehende Ensemble ebenso wie die Skulpturen von Heinz Baumüller, Eduardo Chillida, Erwin Heerich, Dietmar Homann, Oliver Kruse und Katsuhito Nishikawa und bilden im Gesamten ein einmaliges Kultur- und Kunstraumprojekt. Auch wenn wir kein Leben und Arbeiten von Langen Foundation auf der Raketenstation Hombroich (Fotocopyright: Delia Moritz)Bildenden Künstlern, Literaten, Komponisten und Wissenschaftler aus verschiedenen Nationen und Kulturkreisen beobachten konnten, so besichtigten wir doch das 2004 eröffnete Kunst- und Ausstellungshaus des japanischen Architekt Tadao Ando, der Erinnerungen an das „BDB Camp Dreiländer.2012“ wecken ließ, sowie den Pavillon von Álvaro Siza.

 

Nach einer gemütlichen Kaffee- oder Tee- und Kuchen-Pause ging es zurück auf die Insel und wir genossen noch die letzten Sonnenstrahlen, um fotografische Erinnerungen in dem wunderschönen Areal einzusammeln.

 

Den Abend ließen wir gemütlich mit der praktischen Fortsetzung des vorigen Abends in der Altstadt ausklingen.

 

Normalerweise ist Sonntag reiner Abschieds- und Abreisetag. Doch am Vormittag war noch eine Besonderheit als Programm-Abschluss geplant: die einzige bombensichere Kirche Deutschlands, im Volksmund „die stabilste Kirche der Welt“ genannt oder auch das einzigartige Gotteshaus der Welt. Bei der unter Denkmalschutz stehenden Bunkerkirche „Sankt Sakrament“ im Düsseldorfer Stadtteil Heerdt handelt es sich um einen ehemaligen Hochbunker aus dem Zweiten Weltkrieg und ist heute Kirche, Mahnmal und Kunstort in einem. Dort bekamen wir von Dr. Bruno Kaufmann von der Initiative Friedensort Bunkerkirche eine äußerst interessante und authentische Führung und frischten dabei ganz nebenbei unser Geschichtswissen auf. Ein krönender Abschluss eines gelungenen Wochenendes!

 

Tafel an der Bunkerkirche „Sankt Sakrament“ in D-Heerdt (Fotocopyright: Richard Bill)

Bunkerkirche „Sankt Sakrament“ in D-Heerdt (Fotocopyright: Richard Bill)Nach einer kurzen Feedback-Runde mit viel Lob und Begeisterung hieß es dann aber doch Abschied nehmen.

 

Ein kleiner Teil der Gruppe hatte immer noch nicht genug und so ergab es sich, dass sich ein paar von uns bis zum späten Nachmittag im Ständehaus, dem K 21 der Kunststammlung NRW, die lohnenswerte Ausstellung und spannende Installation von Tomás Saraceno ansahen oder eher gesagt erklommen.

 

Ein rundum unvergesslich schönes Wochenende mit vielen neuen Eindrücken und Inspirationen fürs neue Semester liegt hinter uns und das nächste Camp ist schon jetzt kaum zu erwarten!

 

Zu guter Letzt wollen wir, die Studentenberater des BDB, dem Präsidium und der Bundesgeschäftsstelle danken, dass auch dieses Jahr wieder ein Camp stattfinden konnte. Weiter möchten wir uns herzlich beim Landesverband Nordrhein-Westfalen, besonders bei Herrn Stracke, und der Bezirksgruppe Düsseldorf für den ersten Abend und die hilfreiche Unterstützung im Vorfeld bedanken. Außerdem ein großen Dankeschön an die genannten Personen der Führungen vor Ort, die an einem Feiertag(swochenende) und Sonntag nicht selbstverständlich sind!

 

Wir freuen uns schon auf das nächste Camp mit euch und wünschen euch bis dahin alles Gute im Studium bzw. beim Start ins Berufsleben!

 

Delia Moritz, stellvertr. Bundesstudentenberaterin

Laura Koch, Landesstudentenberaterin NRW




Trends und Szenarien für den Wohnungs- und Städtebau

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– Das war der Bauwirtschaftstag der Frankfurter Bautage –

 

In diesem Jahr hat sich der Bauwirtschaftstag der Frankfurter Bautage, die traditionell Ende September stattfinden, zurück gemeldet. Dabei drehte sich alles um den Wohnungs- und Städtebau.

 

Wie wird sich der Wohnungsmarkt in den nächsten Jahren entwickeln? Welche Auswirkungen werden diese Entwicklungen mit sich bringen? Wie werden sich die demografischen Aspekte auf den Wohnungs- und Städtebau auswirken? Wie kann das Wohnen von morgen aussehen?
Um diese und weitere Fragen in der Veranstaltung zu diskutieren, hat das RKW Kompetenzzentrum, RG-Bau zahlreiche Experten eingeladen, die nicht nur Fakten präsentierten, sondern auch gute Beispiele aufzeigen konnten.

 

Nach der Begrüßung durch Karlheinz Brömer, Vorsitzender des Beirats der RG-Bau und Roland Heese, Verbands- und Kooperationsmanagement Bau der VHV Versicherung stellte zunächst Prof. Dr. Martin Gornig vom DIW in Berlin die Situation des Wohnungsmarkts dar. Aus Untersuchungen und Prognosen, die den Wohnungsmarkt bis zum Jahr 2030 umfassen, wird deutlich, dass der Wohnungsbau in Deutschland mit 75 Prozent überwiegend Bestandsmaßnahmen umfasst. Ausschlaggebend für diese Entwicklung sind sowohl Nutzungsänderungen als auch energetische Sanierungsmaßnahmen. So prognostiziert Gornig beispielsweise, dass das Volumen für energetische Gebäudesanierungen in diesem Jahr rund sechs Milliarden Euro ausmachen wird. Bis zum Jahr 2020 könnte sich dieses noch mehr als verdoppeln, auf 12 bis 13 Milliarden Euro. Für den Wohnungsneubau wird die Erholung etwas gedämpfter prognostiziert, wobei Neubaumaßnahmen vor allem regionale Schwerpunkte haben werden.

 

Dr. Rudolf Ridinger, Verbandsdirektor des Verbands der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft e.V., sprach für die Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“. In seinem Statement betonte er, dass nicht nur statistisch erfasste Werte, sondern auch strukturelle Änderungen besondere Herausforderungen an den Wohnungsbau stellen. So sei auch bei der großen und ständig wachsenden Nachfrage nach Wohnraum in Ballungszentren auch das Umland gefragt. Schwerpunkte der Kampagne sind darum die Belebung des Wohnungsbaus, Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung sowie die Neuauflage des Programms „Altersgerechter Umbau“.

 

Der Präsident des Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, Dr. Hans-Hartwig Loewenstein wurde in seinem anschließenden Vortrag konkret: „Wer Wohnungen haben will, muss bauen.“ So stellt er seine Forderungen direkt an die Politik: Wenn Instrumente sinnvoll eingesetzt würden, sei ein kostengünstigeres Bauen und somit auch niedrigere Mieten möglich. Ansatzpunkte sieht er bei der sozialen Wohnraumförderung, einer günstigen Baulandbereitstellung oder einer Erhöhung der Afa beziehungsweise des Wohngeldes.

 

Marcus Becker, Vizepräsident Wirtschaftspolitik des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie ging nochmals speziell auf das Bauen und Wohnen in Ballungszentren ein. Dabei betonte er, dass bei den Mehrfamilienhäusern die Immobilienpreise seit 2009 doppelt so stark gestiegen seien, wie die Baupreise und stellt auch die kosten- und preistreibenden Effekte dar. Einer der von Herrn Becker vorgestellten Lösungsansätze, um Bauen und Wohnen bezahlbar zu machen, ist ein Partnerschaftsmodell für die Projektabwicklung. Dabei besteht die Möglichkeit, den Preiswettbewerb zu einem Kompetenzwettbewerb zu wandeln.

 

Nach der Mittagspause wurde anhand von guten Beispielen gezeigt, wie „gute Wohnprojekte“ funktionieren.

 

Den Anfang machte Prof. Dr. Martin Wentz, der heute Geschäftsführer der Wentz & Co. GmbH ist und zuvor Dezernenten für Planung der Stadt Frankfurt am Main war und 2000 in das Baudezernat wechselte. Als Experte mit großem Erfahrungsschatz konnte er praxisnah über Baulandentwicklung und Wohnungsmarkt in Frankfurt berichten. Am Beispiel des neuen Europaviertels nahe der Messe erörterte er die Möglichkeiten, die eine Stadt, die ständig wächst hat.

 

Ein anderes Beispiel und einen ganz anderen Ansatz zeigte Matthias Krieger, Krieger + Schramm Bauunternehmung. Er konzentrierte sich vornehmlich auf die Möglichkeiten im energieeffizienten Bauen und Wohnen. Dabei zeigte er anhand von Beispielrechnungen, wann sich Sanierungskosten bei energetischen Maßnahmen rechnen. In seinem Unternehmen wurde sogar ein Wohnhaus entwickelt, dass mehr Energie erzeugt, als es verbraucht. Hier kann sogar noch ein Elektroauto mit versorgt werden.

 

Einen weiteren Aspekt zeigte Josef Mayr von der Hofheimer Wohnungsbau GmbH. In einem durch die Gesellschaft entwickelten Wohnprojekt wird es älteren Bewohnern ermöglicht, möglichst lange selbstständig zu leben. Dabei handelt es sich um ein generationenübergreifenden Ansatz indem die Bewohner gemeinschaftlich leben. Das Objekt ist dabei eingeteilt, in Bereiche für betreutes Wohnen, Mehrgenerationenwohnen oder auch Wohngemeinschaften. Gleichzeitig ist es der Wohnungsbaugesellschaft gelungen, die Mieten innerhalb der ortsüblichen Preise anbieten zu können.

 

Den Bogen zur Stadtentwicklung schlug abschließend Julian Petrin. Er stellte anhand einer aus den USA stammenden Idee vor allem die finanziellen Möglichkeiten der Stadtentwicklung vor. Konkret zeigte er auf, wie Crowdfunding auch in Deutschland funktionieren kann. Ab Herbst soll es erste Versuche geben, um so Projekte auch finanziell umzusetzen.

 

Wir, die RG-Bau freuen uns sehr über das gute Feed-back und möchten uns an dieser Stelle auch noch einmal recht herzlich bei allen Mitwirkenden bedanken.

 

Christina Hoffmann, RKW Kompetenzzentrum




Förderpreis der hessische Bauwirtschaft verliehen

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Abschlussarbeiten zwischen Design, Effektivität und Kostendruck
Die Hessische Bauwirtschaft verleiht zum 31. Mal den Förderpreis

 

Am 14. November 2014 hat der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e. V. in Frankfurt am Main die jeweils besten drei Examensarbeiten aus den Fachbereichen Architektur, Bauingenieurwesen und Bauwirtschaft an den Hessischen Hochschulen ausgezeichnet. Darüber hinaus hat die Preisjury für zwei Abschlussarbeiten Sonderpreise verliehen, die sich durch besondere Aktualität und Brisanz auszeichneten.

 

Den 1. Preis im Fachbereich Architektur erhielt Angelina Kuhnert von der Hochschule Darmstadt mit ihrer Arbeit zu dem Thema „Benediktinerkloster Gräfinthal“. Die Arbeit behandelt die Neubesiedelung des Klosters Gräfinthal, bei der auf den alten Ruinenmauern eine neue Klosteranlage errichtet werden sollte. Die konsequente Umsetzung der Grundidee „Kloster“ und die überzeugende, präzise Darstellung in den Plänen und in Modellen wurden besonders gewürdigt. Den 2. Preis erhielt Alexander Böckel von der Technischen Hochschule Mittelhessen, Giessen für seine Bachelorthesis mit dem Thema „Umbau der Kantine der Behringwerke am Standort Marburg-Görzhausen“. Über den 3. Preis konnte sich Marc Müller von der Frankfurt University of Applied Sciences für seine Masterthesis mit dem Thema „Feuerwache Trier“ freuen. Ein Sonderpreis und damit 500 Euro Preisgeld ging an Timo Riepel von der Universität Kassel für seine hervorragende Bachelorthesis mit dem Thema „Werkfeuerwache Arcelor Mittal“.

 

Den 1. Preis im Fachbereich Bauingenieurwesen erhielt Theresa Schießer von der Frankfurt University of Applied Sciences zum Thema „Grundlagen und Vorgehensweisen bei der Erstellung von störungsmodifizierten Soll-Bauterminplänen“. Die Arbeit befasst sich mit einem klassischen Thema des Baubetriebs, nämlich mit dem gestörten Bauablauf. Anhand praxisbezogener Beispiele wird die Auswirkung einer Störung sehr detailliert beschrieben und der Produktivitätsverlust in Folge der Unterbrechung der Ausführung berechnet. Der 2. Preis ging an Markus Heurung von der Universität Kassel mit dem Titel „HaBaO – Projektentwicklung eines Hallenbades“. Er untersuchte in seiner Arbeit eine mögliche Umnutzung des Hallenbades durch Umbau, unter Berücksichtigung von Auflagen des Denkmalschutzes. Der 3. Preis wurde an Fabian Linnebacher von der Technischen Universität Darmstadt für seine Masterarbeit „Integration baulogistischer Kennzahlen in die 5D Planung“ verliehen.

 

Der 1. Preis im Fachbereich Wirtschaft/Bauingenieurwesen wurde in diesem Jahr an Felix Alt vergeben. Der Master of Science der Technischen Universität Darmstadt erhielt den Preis für „Die Rolle der Baustellenführungskraft im Zeitalter von Lean Construction“. In der hervorragenden Arbeit wird eine systematische Zeitdatenerfassung mit allen Merkmalen der Tätigkeiten eines Bauleiters dokumentiert. Den 2. Preis erhielt in diesem Jahr Christopher-Martin Jörg von der Hochschule RheinMain mit seiner Masterthesis „Steuerungsanforderungen der örtlichen Bauleitung bei Käuferwünschen im Eigentumswohnungsbau“. Für den 3. Preis überzeugte Claudia Lisa Weißmann von der Technischen Universität Darmstadt die Preisjury mit ihrer Arbeit „Analyse der Nutzung von Life Cycle Costing und Life Cycle Assessment für Effizienzhäuser“ zur Erlangung des Grades Master of Science. Den Sonderpreis im Bereich Wirtschaft überreichte Ralf Pakosch von der Frankfurter Volksbank an Silke Markolf-Sommer von der Frankfurt University of Applied Sience.

 

Der Präsident des Verbandes baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V., Dipl.-Ing. Michael Kellermann, ging in seiner Rede auf die aktuellen Herausforderungen der Baubranche, insbesondere den Wohnungsmangel und den Investitionsstau der öffentlichen Hand, ein. Die Preisverleihung wurde durch einen Vortrag zweier Jungunternehmer aus Frankfurt abgerundet. Daniel C. Kuczaj und Dominik Schroeter von roomhero zeigten am eigenen Weg eines Start-Up-Unternehmens auf, wie der Weg in die erfolgreiche berufliche Zukunft gelingen kann.

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Über den Förderpreis
Der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V. hat sich mit dem Förderpreis des hessischen Baugewerbes das Ziel gesetzt, Studierende, die in besonderer Weise fachlich interessiert und begabt sind, durch einen finanziellen Anreiz zu unterstützen und an die Anforderungen der Praxis heranzuführen. Gerade die Absolventen der Hochschulen werden die Führungskräfte sein, auf deren Fähigkeiten zu innovativem Denken und zu praxisgerechten Überlegungen es für das zukünftige Baugeschehen besonders ankommen wird. In der Bauwirtschaft sind Kostengrenzen erreicht, die nach allgemeiner Auffassung nur durch eine stärkere Verzahnung zwischen Planung und Ausführung noch wesentlich beeinflusst werden können. Mit der Förderpreisausschreibung soll den Studierenden der bautechnischen Studiengänge ein verstärkter Anreiz zu Überlegungen in diese Richtung gegeben werden. Gleichzeitig soll mit der Gestaltung der Ausschreibung auch die Lehrenden an den Hochschulen in diese Gedankengang einbezogen werden.

 

Anna Dieckhöfer, VbUH




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