Licht anfassen – we-ef bei TECHNIKkompakt

Werden wir den Anforderungen und Bedürfnissen der Städte von heute und morgen gerecht?‘ – Was als weitreichende Eingangfrage zu Beginn des Referats von Dipl.-Ing. Thomas Müller (we-ef) gestellt wurde, begleitete als Leitgedanke den weiteren Ablauf des als Workshop durchgeführten Seminarabends:

Im Blick waren nachhaltige Lösungen für Außenbeleuchtungen, die sich an fünf Grundsätzen für eine verantwortungsvolle Außenbeleuchtung orientieren: Licht soll sinnvoll eingesetzt werden, also anwendungsorientiert sein und einen klaren Zweck haben. Licht soll gezielt eingesetzt werden und nur dorthin gelenkt werden, wo es gebraucht wird. Licht soll in niedriger Beleuchtungsstärke eingesetz werden – möglichst dimmbar, sodass nur die erforderliche Helligkeit erreicht wird. Licht soll gesteuert werden können, sodaß es nur da ist, wenn es nützlich ist. Licht soll in einer Lichtfarbe so warm wie möglich eingesetzt werden – so kann licht auf lichtempflindliche Lebewesen am jeweiligen Einsatzort abgestimmt werden. All das führt zu maßgeschneidertem Licht, das optimal dort vorhanden sein soll, wo wir es brauchen.

Moderne Leuchten können das leisten – auch wenn deren Platzierung im öffentlichen Straßenraum oder in der Außenanlage oft ganz anderen Zwängen unterlegen ist.

Wichtige gesetzliche Vorgaben zur Beleuchtung im Außenraum finden sich im Bundesnaturschutzgesetz. Im Rahmen des Vortags ist auf die häufigen Fragen zur Berücksichtigung des Bundesnaturschutzgesetzes bei der Planung der Außenbeleuchtung eingegangen worden. Auch auf die Anforderungen nach Arbeitsstättenrichtlinie ist eingegangen worden.

Positiv wahrgenommen wurde der offene Austausch zu allen Fragen rund um das Thema Außenbeleuchtung. Erkennbar war, daß es bei we-ef einen sensiblen Umgang mit den Auswirkungen des eigenen Produkts auf die Umwelt gibt.

Zeichen der Naturverbundenheit war auch ein Glas Honig vom firmeneigenen Bienenvolk, das jeder Teilnehmer mitnehmen durfte.




HESSEN MUSS ABSPECKEN: VVTB in Hessen so dick wie in keinem anderen Bundesland

Kein anderes Bundesland hat die VVTB mit zusätzlichen Vorschriften so aufgebläht wie Hessen. Das soll sich ändern. Aus dem hessischen Wirtschaftsministerium heißt es, man wolle da rangehen und unnötige Vorschriften streichen.

Das ist gut so.

Die Muster-VV TB  (MVV TB) wird beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin unter dem Dach der Bauministerkonferenz erstellt und in Fachgremien bei Beteiligung aller Bundesländer abgestimmt. Sie hat sich im Laufe der Jahre aus der Baustoffliste und dann über die Zusammenführung der Bauregelliste mit den technischen Baubestimmungen entwickelt. In früheren Zeiten wurden diese unter Beteiligung aller Bundesländer erstellten technischen Regelungen von den Ländern jeweils direkt übernommen. Das war sinnvoll und gut.

Vor allem Hessen hat aber in den letzten Jahren viele eigene Vorschriften auf die MVV TB draufgepackt. Die VVTB ist in Hessen so dick, wie in sonst keinem anderen Bundesland.

Die vielen zusätzlichen hessischen Vorschriften müssen weg. Sie werden schlicht nicht gebraucht.

Der BDB-HESSENFRANKFURT empfiehlt die Übernahme der Regelung aus Mecklenburg-Vorpommern, wonach dynamisch auf die MVV TB verwiesen wird.

„Aber auch der statische Verweis auf den letzten Stand der MVV TB ohne zusätzliche hessische Anhänge ist eine wesentliche Vereinfachung und baut den Vorschriftendschungel ab,“ so Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1. Vorsitzender des BDB-HESSENFRANKFURT.

„Viel wird über Bürokratieabbau geredet. Wenn jetzt der Praxis vieler anderer Bundesländer gefolgt wird, es im Wesentlichen bei den MVV TB des DIBt zu belassen, dann ist es ein großer Schritt in die richtige Richtung. Das macht die Vorschriftenlage schlanker und das Bauen leichter.“

Verschiedene VVTB im Bild: Hessen hat die umfangreichsten VVTB in der Republik



Architektenkammer verabschiedet Brigitte Holz

Am 31. Oktober 2024 wurde die ehemalige Präsidentin der Architektenkammer Hessen, Brigitte Holz, nach zehnjähriger Amtszeit feierlich verabschiedet. Der Festakt fand im eindrucksvollen Konzertsaal des Casals Forums in Kronberg statt, einem von Architekt Volker Staab entworfenen Gebäude.

Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Planung begleiteten die Veranstaltung. Ein besonderer Höhepunkt war die Ernennung von Brigitte Holz zur Ehrenpräsidentin der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH). Für festliche Atmosphäre des Abends sorgten Künstlerinnen und Künstler der Kronberg Academy Stiftung mit musikalischen Beiträgen.

Im Anschluß an den Festakt gab es in lockerer Atmosphäre bei Fingerfood und Drinks Gelegenheit in’s Gespräch zu kommen.

Der BDB-HESSENFRANKFURT wurde durch Melissa von der Sitt, Tobias Rösinger und Sascha Querbach vertreten, die den Verband auch als Mitglieder der Vertreterversammlung und im Vorstand der AKH repräsentieren.

Wir gratulieren Brigitte Holz herzlich zu ihrer Ernennung und sagen: „Auf Wiedersehen und vielen Dank für Ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement!“




32. Hessischer Unternehmertag

Rede Ministerpräsident Boris Rhein

Alle Mitglieder des BDB-HESSENFRANKFURT waren zum Hessischen Unternehmertag nach Wiesbaden eingeladen. Die Teilnehmer erlebten eine gut besuchte Veranstaltung und das Kurhaus war der adäquate Rahmen für das Treffen der Wirtschaft in Hessen:

Der 32. Hessische Unternehmertag versammelte wieder führende Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen, Verbänden und Politik. In diesem Jahr stand die Spitzenveranstaltung der hessischen Wirtschaft unter dem Leitmotiv „Jetzt handeln!“, denn Rezession und rückläufige Investitionen zeigen, unser Standort und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen müssen gestärkt werden. Effiziente Bürokratie, unkomplizierte Genehmigungsverfahren, eine nachhaltige Bildungspolitik und zukunftsorientierte Sozial- und Steuerreformen sind hierfür entscheidend.

Auch die Handelsunternehmen müssen sich in diesem Spannungsfeld bewähren. Hinzu kommt, dass der Einzelhandel dem vorherrschenden hohen Wettbewerbsdruck, auch durch den Onlinehandel, durch stetige Weiterentwicklung und Innovation begegnen muss.

Hessen-Champions 2024

Im Rahmen der Veranstaltung wurden auch die Hessen-Champions 2024 verliehen:

Ein international tätiges, forschendes Pharmaunternehmen sowie Markenhersteller in Familienhand, ein Dienstleister für die Instandsetzung infrastrukturell wichtiger Bauten, der die Fachkompetenzen von Polieren, Technikern, Ingenieuren und Kaufleuten bündelt, eine Serviceplattform, die professionellen Anlegern einen Marktplatz für digitale Vermögenswerte in einem sicheren und regulierten Umfeld bietet  – das sind die drei „Hessen-Champions 2024“, die am 29. Oktober im Rahmen des 32. Hessischen Unternehmertages in Wiesbaden gekürt wurden: Die Engelhard Arzneimittel GmbH & Co KG aus Niederdorfelden siegte in der Kategorie, „Weltmarktführer“, die T.O.M. Technisches Oberflächen Management GmbH aus Hattersheim am Mainin der Sparte „Jobmotor“ und die Frankfurter tradias GmbH in der Kategorie „Innovation“.




neuer Flyer BDB-HESSENFRANKFURT

 

Neuer Flyer des BDB-HESSENFRANKFURT erschienen

Seit mittlerweile fast zwanzig Jahren gibt der BDB-HESSENFRANKFURT einen eigenen Flyer heraus, der eine Übersicht über das Programm des BDB in Hessen gibt und die Ansprechpartner vorstellt. Dieser wird im Rahmen unserer Veranstaltungen verteilt und von uns auch zur Mitgliederwerbung in Frankfurt eingesetzt.

 

 

 

 

Flyer ‚wir stellen uns vor’_BDB-HESSENFRANKFURT

 

BDB-HESSENFRANKFURT




Bauwissen leicht gemacht – Seminare für Praktiker

Als starke Marke für Fort- und Weiterbildung im Baubereich für den BDB in Hessen initiiert, ist das Veranstaltungsprogramm der BAUMEISTER AKADEMIE heute fester Bestandteil des Angebots des BDB-HESSENFRANKFURT an seine Mitglieder.

Wissen ist mittlerweile per Internet jederzeit und an jedem Ort der Welt quasi kostenfrei abrufbar. Das gilt auch für das Fachwissen für Architekten und Ingenieure und Unternehmer für das Bauen.

Was beim individuellen Wissensabruf im Internet fehlt, ist die Einordnung in relevant und neben­sächlich, in wissenswert und unwichtig – schlicht in die Erfahrung eines Berufsalltags, aus dem sich entsprechende Bewertungen ergeben. Der Referent präsentiert Fachwissen entsprechend, aber wichtig für den Erkenntnisgewinn ist auch der Dialog mit den Seminarteilnehmern sowie der Austausch der Seminarteilnehmer untereinander.

Die BAUMEISTER AKADEMIE setzt deshalb seit Jahren auf Präsenzveranstaltungen, bei denen Kontakte zwischen den Teilnehmern der Seminarveranstaltungen neben der reinen Wissens­vermittlung wichtiger Bestandteil des Konzeptes sind. Diesen Schwerpunkt wollen wir auch zukünftig beibehalten, auch wenn es dem allgemeinen Trend entgegenläuft.

10 Jahre BAUMEISTER AKADEMIE ist neben dem Rückblick auf die Erfolgsgeschichte der Etablierung einer Akademie für den BDB in Hessen auch Anlaß, Danke zu sagen. Ein Danke intern an alle, die als Mitarbeiter und Mitwirkende die BAUMEISTER AKADEMIE möglich gemacht haben. Danke aber auch allen Dozenten, die mit ihrem Fachwissen und ihrer Expertise für die hohe Qualität der Seminar und Vorträge stehen. Und nicht zuletzt gilt unser Dank allen Teilnehmern unserer Veranstaltungen, die bestätigen, daß Wissensvermittlung und fachlicher Austausch im Präsenztermin gefragt sind und die somit über die vielen Jahre wesentlicher Teil der Erfolgs­geschichte BAUMEISTER AKADEMIE sind.

Als kleines Dankeschön für Ihre Treue erhalten die ersten 10 Seminaranmeldungen nach dieser Veröffentlichung einen Jubiläumsrabatt von 10% bei Benennung des Jubiläums-Code 10JBA im Feld ‘Mitteilung‘ bei der Anmeldung auf www.baumeister-akademie.de/veranstaltungen. Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns auch zukünftig gewogen bleiben und das Angebot, das wir bestmöglich an ihrem Bedarf ausrichten wollen, zahlreich annehmen. Es ist unsere Überzeugung, daß jeder Berufsverband auch eine Plattform für den fachlichen Dialog und die fachthemen­spezifische Kommunikation braucht. Das will die BAUMEISTER AKADEMIE bieten – auch die nächsten 10 Jahre.




auf ein WORT: Elke Rühl

Ihre Zustimmung hat uns Mut gemacht
DIE RICHTIGEN FRAGEN STELLEN

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Sie kennen mich vielleicht von meinem letzten Beitrag an dieser Stelle.
Im Sommer 2023 hatte ich mir im BAUMEISTER DIALOG, in einem spontanen Impuls, meinen „Frust von der Seele geschrieben“.

Nach knapp 5 Jahren in der Vertreterversammlung der AKH, hatte ich den Eindruck, dass die Kammer unsere eigentlichen Interessen und unsere Bedürfnisse als Architekten und Architektinnen nicht wahrnimmt. Vielmehr werden universelle Themen behandelt, die wir eher in der „großen“ Politik beheimatet sehen.
Aufgrund der Pandemie tat sich auch in den Ausschüssen/Expertenpools erst einmal wenig und die AKH war sehr mit der Sanierung des Kammergebäudes beschäftigt…das alles war für mich der Anlass, dies einmal öffentlich auszudrücken.
Auch hatte ich das Gefühl, dass wir als relativ kleine Abordnung unseres Verbands (mit nur 3 Mitgliedern in der Vertreterversammlung) wenig bewegen konnten.

Doch nach der Veröffentlichung meines Beitrags, erlebten wir viel Zustimmung und es erreichten uns Erfahrungsberichte aus anderen Büros, die meine Wahrnehmung bestätigten.
So erreichte der Beitrag auch Architekten und Architektinnen aus anderen Verbänden, die ähnliche Erfahrungen teilen, wie die, die ich mit meinem Büro erlebt und erlitten hatte.
Ihre Zustimmung, Ihre Erfahrungsberichte, teilweise in spontanen Kontaktaufnahmen nach der Veröffentlichung meines Beitrags, hat mich und uns alle sehr beeindruckt und gestärkt.
Darunter war eine große Vielfalt von Büros, von inhabergeführten kleineren Büros bis hin zu großen Architekturbüros (>10 MA).

Alleine können wir wenig bewegen, aber gemeinsam (mit unseren Verbänden) sind wir eine große Gruppe von Menschen, die das Bauen und Wohnen und damit auch das Leben der Menschen in unserem Land möglich und auch besser machen wollen.

Das alles hat mir, hat uns allen Mut gemacht, weiterzugehen und den „Finger in die Wunde zu legen“.
Mit unserem Verband, dem BDB-HESSENFRANKFURT konnten wir mit Ihrem Rückhalt bereits einiges „anschieben“. Mittlerweile gehöre ich dem Vorstand als Referentin für Öffentlichkeitsarbeit an.
Auf Initiative unseres Vorsitzenden, Andreas Ostermann, gingen wir in den Dialog mit den Amtsleitungen von Bauämtern (erst einmal in Wiesbaden und Frankfurt) um über das leidige Thema: Bürokratie und Digitaler Bauantrag zu sprechen.
Am „Runden Tisch“ in Wiesbaden konnten diese konstruktiven Vorgespräche, gemeinsam mit dem BDA vertieft und konkretisiert werden.
Hier gehen Behörden, Planerinnen und Planer gerade aufeinander zu und nähern sich an.

Ihre Rückmeldungen zu unseren Beiträgen, Ihre Unterstützung, haben unsere Verbandsarbeit gestärkt, nicht zuletzt mit dem guten Wahlergebnis für den BDB-HESSENFRANKFURT, sodass wir in der neu gewählten Vertreterversammlung, jetzt mit 6 aktiven und engagierten Menschen vertreten sind.

Voller Enthusiasmus und gestärkt sind wir vollzählig in die neue Legislatur gestartet. Wir konnten die richtigen Fragen an den neuen Kammer­präsidenten stellen und gute Gespräche mit anderen Verbänden führen.

Wir sind voller Zuversicht, dass wir in dieser Stärke und gemeinsam mit anderen Verbänden, doch etwas bewegen können.

Es gibt noch genug zu tun, die alten Themen stehen immer noch auf der Agenda:

  • zu viele unübersichtliche Gesetze und Verordnungen 
  • eine Honorarordnung, die unseren tatsächlichen Aufwand weiterhin nicht abbildet

und nicht zuletzt

  • die mangelnde Anerkennung und auch Wertschätzung unserer Leistungen (nicht nur im Finanziellen)

Wir Architektinnen und Architekten sind Universalisten und Netzwerker:

  • verhandeln gekonnt und immer im Sinne der Bauherrschaften
    mit Behörden, mit Firmen und Fachplanern.
  • begleiten die Menschen die ihr „großes Lebensprojekt Bauen“ starten
    kompetent und mit psychologischem Feingefühl.
  • stellen Teams (aus Statikern/Energieberatern/Brandschützern und weiteren Fachplanern) zusammen, die gut und reibungslos im Projekt zusammenarbeiten können.
  • halten die ständig steigenden Baukosten im Blick
    und suchen Lösungen im Sinne der Bauherrschaften.
  • überwachen die Firmen bei den Bauarbeiten mit vielen Unwägbarkeiten und unzähligen DINs und Vorschriften.
  • und ganz nebenbei müssen wir uns noch mit („preiswerteren“) Firmen auseinandersetzen, die die Bauherren selbst rekrutieren (aus dem Internet) und Baumarkt(halb)wissen verarbeiten…
  • Diese ganze Mühe und die Haftungsfrage dazu bildet sich nicht in der HOAI ab.
    Stundensätze von nur €40-60 können bei der Bauleitung von einem kleinen aber sehr komplexen Bauprojekt herauskommen, wenn man seinen Job ernst nimmt und die Bauleitung nicht nur wöchentlich wahrnimmt.
  • Gerade das Bauen im Bestand (ein großer Teil unserer Herausforderungen) bedingt eine sorgfältige Planung und lückenlose Bauüberwachung mit guter und durchgängiger Dokumentation – auch zur eigenen Absicherung!

Für mich als Büroinhaberin stellt sich hier auch die Frage der Wirtschaftlichkeit (oder ich betreibe mein Büro als „Liebhaberei“).
Aber auch meine Kollegin im BDB-HESSENFRANKFURT, Melissa von der Sitt, (angestellte Architektin) und Mitglied in der neuen Vertreterversammlung, sieht diese Problematik und hat das Thema, ebenfalls in ihrem Beitrag im BAUMEISTER DIALOG auf den Punkt gebracht:

„… Generell möchte ich, dass die Kammer die „bubble“ verlässt und wir als Architekten mehr im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Die Kammer muss in die Pflicht genommen werden, deutlich mehr dafür zu tun. Aufzuzeigen, welche Vorteile es für private Bauherrn bedeutet, einen Architekten zu beauftragen. …“

Es ist unsere Chance uns einzumischen – etwas zu bewegen. Ihre Meinung hat uns nicht nur angespornt, sondern hat uns bei unseren Gesprächen und unserem Handeln unterstützt, da wir nicht nur aus der eigenen Erfahrung berichten konnten.

Gerne weiter so – geben Sie uns Ihr Feedback, denn Ihr Wort, Ihre Meinung zählt und bewegt, das haben wir im letzten Jahr erlebt!

Wir bleiben dran, für Sie, für uns alle!

DANKE für Ihre Unterstützung!

Ihre Elke Rühl

ARCHITEKTIN BDB
Vorstandsmitglied im BDB-HESSENFRANKFURT
gewähltes Mitglied in der Vertreterversammlung der AKH




BDB-Baustellenbesichtigung Kohleersatzprojekt HKW-West

Es war eine schöne Besichtigung des Kohleersatzprojektes HKW-West bei der MAINOVA AG mit interessanten Eindrücken.
Wir bekamen Informationen vom Projektbeginn des Baues durch die Präsentation von Hr. Peters und im Anschluß konnten wir live miterleben, wie der Bau und Umstieg auf moderne Energieversogung erfolgen kann.

Während der Baustellenbesichtigung waren leider keine Fotos erlaubt. Im Anschluß hat ein kleiner Teil der Gruppe noch das Angebot angenommen, die Bestandsanlage HKW-West zu besichtigen. Belohnt wurde das mit einem wunderbaren Blick über Frankfurt am Main.

Ein spannendes und interessantes Erlebnis. Danke an Frau Günther für die tolle Organisation und die Möglichkeit der Besichtigung.




Bücher

„Kulturbolschewismus“ oder „Ewige Ordnung“

von Norbert Bormann.

198 Seiten, Format 24,5 x 22,5 cm,
gebunden,
28,00 EUR

Ares Verlag, Graz

ISBN: 978-3-902475-65-7

Die Architektur ist seit der Jahrhundertwende um 1900 zum Schauplatz erbittert ausgetragener ideologischer Kämpfe geworden: Klassizismus gegen Gründerzeit, Bauhaus versus Heimatstil, Moderne gegen Postmoderne, Flachdach gegen Steildach usw. Der Streit um die architektonischen Formen wurde seit der Russischen Revolution 1917 auch ein eminent politischer. Die Erbitterung, mit der bis zum heutigen Tag um Aussagen und Begriffe „Diktatoren-Klassizismus“, „Ornament ist ein Verbrechen“ oder „Verlust der Mitte“, diskutiert wird, belegen dies.

So unterschiedliche Exponenten wie Peter Behrens, Adolf Loos, Le Corbusier, Frank Lloyd Wright, Heinrich Tessenow, Albert Speer oder Paul Schulze-Naumburg stehen für verschiedene Lebensgefühle, aber auch für verschiedene politische Weltentwürfe des 20. Jahrhunderts. Ihre Auseinandersetzungen sind für die Architektur und damit für das Aussehen der uns umgebenden Landschaft bis heute von großer Bedeutung.it dem »Atlas des Möbeldesigns« veröffentlicht das Vitra Design Museum das neue Grundlagenwerk zur Geschichte des modernen Möbeldesigns. Der inhaltliche Bogen der Publikation reicht von den Anfängen der Industrialisierung bis zum digitalen Zeitalter, das heute auch im Möbeldesign eine zunehmend größere Rolle spielt.

Mit Inhalten aus über 20 Jahren Forschung und mehr als 1.000 Seiten ist der »Atlas« das umfassendste Buch, das je zu diesem Thema publiziert wurde. Er dokumentiert 1.740 Objekte von über 540 Designern und enthält mehr als 2.800 Abbildungen. Über 550 Texte liefern detailgenaue Objektanalysen, Essays zu vier großen historischen Epochen beschreiben den soziokulturellen und designhistorischen Kontext der gezeigten Objekte. Hinzu kommt ein umfangreicher Anhang mit Designerbiografien, Informationsgrafiken, Bibliografien sowie Hersteller- und Materialglossar.

All dies macht das Werk zu einer unverzichtbaren Quelle für Sammler, Wissenschaftler und Experten – und nicht zuletzt zu einem bestechend gestalteten Buch für Designliebhaber auf der ganzen Welt.

Ares Verlag, Graz

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Hoch das Beet

von Folko Kullmann.

128 Seiten, Format 18,5 x 24,2 cm,
gebunden,
14,99 EUR

Gräfe und Unzer Verlag, München

ISBN: 978-3-8338-5579-5

Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten – frischer geht’s nicht! Und ob das Basilikum, die Erdbeeren oder der Salat auch wirklich bio sind, weiß man bei Selbstangebautem eben ganz genau. Doch das wirklich zentrale Argument für die Selbstversorgung ist der Spaß, den das Garteln bringt sowie das unglaublich befriedigende Gefühl, einen Teil der Lebensmittel, die auf den Tisch kommen, mit eigener Hände Arbeit gepflanzt, gepflegt und geerntet zu haben. Wäre da bloß nicht das mühevolle Bücken. Dem kann jedoch ganz einfach Abhilfe geschaffen werden: Hoch das Beet!heißt die Lösung und der neue GU-Ratgeber von Folko Kullmann. Ganz nach der Devise „Gewusst wann!“ erklärt der Autor, wie man erfolgreich nach dem phänologischen Kalender gärtnert. Ob rustikal aus Holz, formal aus Metall, oder edel aus Ziegeln oder Naturstein, Hochbeete sind nicht nur gut für den Rücken, sie machen auch optisch eine Menge her. Das Pflanzsubstrat, mit dem sie gefüllt werden, wirkt auf die Pflanzen wie ein Wachstumsbooster. Auch lässt sich Unkraut dort leichter im Zaum halten und es gibt weniger Probleme mit ungebetenen tierischen Gästen. Folko Kullmann stellt nicht nur die Vorteile des Gemüseanbaus im Hochbeet vor, sondern gibt detaillierte Anleitungen zum Bau verschiedener Hochbeet-Varianten einschließlich einer Spezialkonstruktion für Kartoffeln sowie einem Aufsatz zur Nutzung als Frühbeet. Im großen Mittelteil des Buches erklärt der Autor, welches Gemüse sich für die Selbstversorgung mit dem Hochbeet eignen und wie man die benötigten Mengen berechnet. Drei verschiedene Anbaupläne mit unterschiedlichen Schwerpunkten – ein Salatbeet, ein Beet mit Wurzelgemüsen und ein Beet mit südländischen Genüssen wie Tomaten & Co. lassen keine Wünsche offen. Der Jahresplaner begleitet die drei Anbaupläne durch die phänologischen Jahreszeiten: Wann wird welches Gemüse ausgesät oder gepflanzt? Wann sind auf welchem Beet welche Pflegemaß-nahmen nötig und wann ist welches Gemüse erntereif? Locker ins Buch eingestreute Extras widmen sich Spezialthemen wie „vertikales Gärtnern mit Euro-Paletten“ oder „Was tun wenn: Die häufigsten Schädlinge, Krankheiten und Pflegefehler erkennen und Abhilfe schaffen“.

Gräfe und Unzer Verlag, München




Bauen in der Krise: WIR MÜSSEN MUTIG SEIN

v.l.n.r.: Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (1. Vorsitzender BDB-HESSENFRANKFURT), Architekt BDB Till Marwede (Vorstand BDB-HESSENFRANKFURT), Architekt BDB Carsten R. Kulbe (2. Vorsitzender BDB-HESSENFRANKFURT) und Elke Barth (wirtschafts- und wohnungsbaupolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im hessischen Landtag), Tobias Eckert (Fraktionsvorsitzender SPD-Fraktion im hessischen Landtag)

Die politische Großwetterlage läßt erkennen, daß im politischen Betrieb zusehens das gefällige Wort und das schöne Bild zu wenig sind um den aktuellen Herausforderungen zu begegnen. Im Gespräch mit Tobias Eckert, Fraktionsvorsitzender der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, und Elke Barth, wirtschafts- und wohnungsbaupolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, sind Interesse am Thema und fachliches Wissen selbstverständliche Grundlage im Dialog – und das ist wohltuend gut:

„Mit großer Ernsthaftigkeit arbeiten wir an einer Novellierung der HBO.“ sagt Tobias Eckert und verweist auf die Kommission ‘Innovation am Bau‘, die viele Akteure der Branche einbezieht und seit geraumer Zeit in steter Regelmäßigkeit daran arbeitet, Vorschläge zur Vereinfachung und Verbesserung der HBO zusammen zu tragen. „Wir können auf unsere Anträge aus der letzten Legislatur zurückgreifen und sind so relativ schnell in die fachlichen Abstimmungen mit den Beteiligten in der Kommission gekommen.“
Das bestätigt auch Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann: „Wie immer bleibt abzuwarten, was hinten rauskommt – aber wir haben den Eindruck, daß der ernsthafte Ansatz besteht, die verschiedenen Vorschläge zusammenzutragen und das Machbare schnell umzusetzen.“
Ostermann mahnt aber nach dem Wegfall von Prof. Messari-Becker einen fachlichen Ansprechpartner im Ministerium an.

In der HBO wird auch auf die VVTB (Verwaltungsvorschriften Technische Baubestimmungen) verwiesen, die so Baurecht werden. Hessen hat hier sich in den letzten Jahren selbst das dickste Päckchen geschnürt und jetzt so viele Seiten Vorschrift, wie sonst kein anderes Bundesland in der Republik. Der BDB-HESSENFRANKFURT setzt sich für den Wegfall des landeseigen aufgeblähten Vorschriftenwerkes ein und verweist auf die sehr einfachen Regelungen in Mecklenburg Vorpommern. Aber das braucht politischen Willen und Mut.

Carsten Kulbe, Architekt BDB und 2. Vorsitzender des BDB-HESSENFRANKFURT, spricht das Thema Bebauungsplan an: „Die Verfahren sind zu kompliziert und dauern zu lang. Wenn ich ein solches Projekt anstoße, weiß ich nicht, ob ich selbst dort noch bauen werde.“
„Ja, wir müssen da ran und die Verfahren straffen, Bürgerbeteiligung ja, aber eine, anstelle z.T. mehrerer öffentlicher Auslegungen sollte zum Beispiel langen. Irgendwann muss man auch Vertrauen zu seinen gewählten Volksvertretern haben,“ so Elke Barth im Gespräch mit dem BDB-HESSENFRANKFURT.
Da scheint die Tür für mutige Änderungen aufzugehen.

Und noch eine mutige Forderung positioniert sie: Wir müssen darüber nachdenken, ob Stellplatzsatzungen in der aktuellen Form noch zeitgemäß sind. In Bereichen um gut ausgebaute Knotenpunkte des ÖPNV braucht es die eigentlich nicht. „Bürger suchen sich diese Wohnstandorte bewußt aus, weil sie kein Auto nutzen wollen und auch keines mehr habe. Gerade junge Menschen denken hier ganz anders“
Till Marwede, Vorstandsmitglied BDB-HESSENFRANKFURT, bestätigt das: „Berlin hat keine Stellplatzsatzung. Der Bedarf wird über ein Gutachten ermittelt und entspricht den tatsächlichen Anforderungen des jeweiligen Bauvorhabens und nicht den Vorgaben einer Satzung, die einen veralteten Stellplatzbedarf fordert.“

Auch die vielen Vorgaben für barrierefreies Bauen müssen überprüft werden: „Ein grundsätzlich vereinfachter barrierefreier Standard, beispielsweise mit breiteren Türen und weniger Stufen für alle. Wenn ich nebeneinander drei Mehrfamilienhäuser baue, kann auch eines ohne Aufzug sein. Das senkt die Kosten. Wir müssen mutig sein“, sagt Barth, erkennt jedoch die Herausforderungen angesichts der vielen unterschiedlichen Interessen.
Aber ohne Mut, kommen wir beim Bau und beim Wohnen nicht aus der Krise.

Zum Thema Bauland und neue Wohnstandorte will Ostermann wissen: Was wird aus dem Großen Frankfurter Bogen? Bisher ist aus der Idee kein großer Impuls geworden. Ist das Projekt tot? Hier bleibt Elke Barth vage: „Wir werden da sicher auf den Erkenntnissen aufbauen. Aber unser Ansatz ist allgemeiner und nicht so eng beschränkt auf ÖPNV-Anbindungen.“ Das klingt, als gäbe es da noch viel zu tun.

Was bleibt, ist der Eindruck, daß viel in Bewegung ist . Es bleibt abzuwarten, was umgesetzt wird.
Mut scheint da zu sein – und das ist gut so.