SPD-Parteivorsitzender Sigmar Gabriel schließt sich BDB-Forderung an: 400.000 neue Wohnungen pro Jahr sind dringend notwendig

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Der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. (BDB) begrüßt das Bekenntnis des SPD-Parteivorsitzenden und Vizekanzlers Sigmar Gabriel im Anschluss an die Klausurtagung der Partei am vergangenen Wochenende, wonach die Anstrengungen im Wohnungsbau schnellstmöglich massiv erhöht und jährlich 400.000 neue Wohnungen in Deutschland gebaut werden müssen.

 

BDB-Präsident Hans Georg Wagner betont: „Damit greift der Vizekanzler eine zentrale Forderung auf, die der BDB und die Aktion ‚Impulse für den Wohnungsbau“ bereits seit Monaten vertreten. Notwendig ist nun aber auch eine schnelle Umsetzung dieser Ankündigung. In der Verantwortung stehen nach dem Bekenntnis ihres Parteivorsitzenden dabei ganz besonders die SPD-geführten Bundesländer.“

 

Für den Bau von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr ist es für den BDB unerlässlich, dass preiswerte Grundstücke von Bund, Länder, Kommunen, aber auch den Kirchen in ausreichendem Umfang zur Verfügung gestellt werden. Zur Linderung der Wohnungsnot in Deutschland ist zudem ein grundlegender Neustart des sozialen Wohnungsbaus vonnöten. Die den Ländern vom Bund derzeit zur Verfügung gestellte ca. 1 Mrd. Euro jährlich für die Zwecke des sozialen Wohnungsbaus reicht dabei nicht ansatzweise aus. Eine Erhöhung um mindestens weitere 500 Mio. Euro ist dringend geboten, um den Wohnungsmangel intensiver bekämpfen zu können.
Unerlässlich ist darüber hinaus eine Verbesserung der steuerlichen Förderung des bezahlbaren Wohnungsbaus für private Investoren, um hier verbesserte Anreize zu setzen. So muss die lineare Abschreibung für Abnutzungen (AfA) umgehend von derzeit linear 2% auf 3% erhöht und in besonderen Bedarfsregionen zudem ein zusätzliches Prozent aufgesattelt werden.

 

BDB-Bund




Kooperation mit der ABGnova

Der BDB-Frankfurt und die ABGnova setzen Ihre Kooperation fort.

Nachstehend das Programm der Veranstaltungsreihe ‘SophienHofAbende‘ zum Download:
Flyer SophienHofAbende, 1.Halbjahr_ABGnova

Für die Anmeldungen zu den Veranstaltungen wenden Sie sich bitte direkt an:
Frau Ulrike Rabanus, Telefon 069 / 213 – 84105, u.rabanus@abgnova.de




BDB-Präsident Wagner setzt intensiven berufspolitischen Dialog mit dem Präsidenten der Bundesingenieurkammer Kammeyer fort

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Hans-Ullrich Kammeyer, Hans Georg Wagner (v.l.)

 

Am Rande des gestrigen Parlamentarischen Abends des Bundesverbandes Freier Berufe (BFB) hat BDB-Präsident Hans Georg Wagner einen intensiven berufspolitischen Meinungsaustauch mit seinem Amtskollegen bei der Bundesingenieurkammer (BIngK), Hans-Ullrich Kammeyer, geführt. Thematische Schwerpunkte waren hierbei die Berücksichtigung von Ingenieurinteressen im Rahmen der Baukultur, die aktuellen Herausforderungen bei der HOAI insbesondere vor dem Hintergrund des laufenden Vertragsverletzungsverfahrens der EU-Kommission gegen Deutschland wegen der Honorarordnung sowie die neue Vergabeverordnung (VgV) und die Novellierung des Architekten- und Ingenieurvertragsrechts. Der beständige, vertrauensvolle Dialog zwischen BDB und BIngK soll auch im laufenden Jahr fortgesetzt und weiter intensiviert werden. In Vorbereitung ist für das Frühjahr 2016 daher ein umfassender Dialog zwischen BDB und BIngK im Rahmen eines Termins in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin, an dem neben den beiden Präsidenten auch die jeweiligen Hauptgeschäftsführer teilnehmen werden.

 

Weitere wichtige berufspolitische Gespräche führte BDB-Präsident Wagner im Rahmen des Parlamentarischen Abends unter anderem auch mit der Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, Barbara Ettinger-Brinckmann, sowie dem Vorstandsvorsitzenden des AHO, Dr. Erich Rippert.

 

BDB-Bund




MITGLIED BDB Erich Mehrl

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MITGLIED BDB Erich Mehrl




2016 soll „Wohnungsbau-Jahr“ werden – Neues Positionspapier der Aktion Impulse zu erforderlichen Maßnahmen für eine Wohnungsbauoffensive

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Die Bau- und Immobilienbranche hat Bund und Länder aufgefordert, 2016 zum „Wohnungsbau-Jahr“ zu machen. Hierzu legte die Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“, der neben dem BDB über 30 weitere wichtige Verbände und Organisationen der Planungs-, Bau- und Wohnungswirtschaft angehören, darunter die Bundesarchitekten- und die Bundesingenieurkammer, die IG BAU, der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes und der Wohnungsverband GdW, Anfang Januar 2016 ein neues Positionspapier vor. Dieses umfasst zentrale Kernforderungen für eine Wohnungsbau-Offensive.

 

Die in der Aktion Impulse zusammengeschlossenen Verbände machen darin deutlich, dass „Bund und Länder dringend zusätzliche Steueranreize für den Neubau von bezahlbaren Wohnungen schaffen müssen“. Ebenso verlässliche Rahmenbedingungen, um einen Neustart beim bezahlbaren und beim sozialen Wohnungsbau zu erreichen. Dieser Forderungskatalog zum Wohnungsneubau wurde an die wichtigsten Mitglieder der Bundesregierung und des Bundestages sowie an alle Ministerpräsidenten verschickt.

 

Gerade in Großstädten und Ballungsräumen habe sich das schon bestehende Wohnungsdefizit in 2015 noch einmal enorm vergrößert. Der Zuzug nach Deutschland stelle den Wohnungsmarkt vor eine zusätzliche Herausforderung. Die „Wohnungsbau-Zielmarke“, so die Aktion Impulse, liegt deshalb in den kommenden Jahren bei 400.000 Wohnungen, die neu gebaut werden müssen – und zwar pro Jahr. Über den schon bestehenden, aber viel zu geringen Wohnungsneubau hinaus seien damit jährlich rund 80.000 neue Sozialmietwohnungen notwendig. Zusätzlich erforderlich sind weitere 60.000 bezahlbare Wohnungen in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt. Dies mache einen Kurswechsel bei der Wohnungsbaupolitik notwendig. „Bund und Länder dürfen dabei keine Zeit verlieren. Sie müssen gleich zu Beginn des neuen Jahres die Pflöcke für eine neue Wohnungsbaupolitik einschlagen“, forderte der Koordinator der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“, Dr. Ronald Rast.

 

Konkret sei es spätestens mit der erneuten Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV) seit dem 1. Januar 2016 notwendig, für den Neubau von bezahlbarem Wohnraum die lineare Abschreibung von 2 auf insgesamt 4 Prozent zu erhöhen. Der BDB und die weiteren Verbände und Organisationen der Aktion Impulse begründen die beiden zusätzlich erforderlichen Prozentpunkte damit, dass die anteilige Erhöhung der linearen AfA von 2 auf 3 Prozent einer sachgerechten Anpassung der Abschreibung an die sich verändernde, deutlich abnehmende technische Nutzungsdauer der Gebäude entspreche. Ein weiteres Prozent sei als Sonderabschreibung für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums ausschließlich in Ballungsgebieten dringend erforderlich, um insbesondere private Investoren für den Wohnungsneubau zu motivieren.

 

Alternativ wird der vom Bundesfinanzministerium vorgelegte Vorschlag, zusätzlich zur linearen Abschreibung von 2 Prozent eine gezielte Sonderabschreibung für Gebiete mit angespannten Wohnungsmärkten einzuführen, ausdrücklich begrüßt. Danach soll es zeitlich und regional begrenzt für zwei Jahre eine 10-prozentige und ein Jahr lang eine 9-prozentige Sonderabschreibung geben. Mit diesem steuerlichen Instrument könnten Bund und Länder zügig genau dort einen Effekt erzielen, wo Wohnraum Mangelware ist und Mieten explodieren. Aus Sicht der Aktion Impulse ist es daher äußerst wichtig, dass sich Bund und Länder jetzt schnell darauf einigen, damit so Impulse für bezahlbaren Wohnungsneubau gesetzt werden können.

 

Um einen Neustart beim sozialen Wohnungsbau zu schaffen, plädieren die Verbände und Organisationen der Aktion Impulse auch hier dringend für eine Sonderabschreibung. Die Wohnungsbau-Experten fordern dazu die Wiedereinführung des Paragrafen 7k im Einkommensteuergesetz. Damit könne es gelingen, den Neubau von Sozialmietwohnungen regional gezielt anzukurbeln. Gleichzeitig müsse der Bund den Ländern für den sozialen Wohnungsbau 1,5 Milliarden Euro jährlich – und damit 500 Millionen Euro mehr als bislang zugesagt – bereitstellen, so die eindeutige Forderung der Aktion Impulse. Zudem muss der Bund dabei auf Nummer sicher gehen, dass die Länder das Geld auch tatsächlich ausschließlich für den Bau von Sozialwohnungen verwenden und es nicht, wie in der Vergangenheit oftmals passiert, zweckentfremdet eingesetzt wird.

 

Scharfe Kritik richtet die Aktion Impulse in ihrem neuen Positionspapier an die Adresse einiger Bundesländer, denn diese haben die Grunderwerbsteuer als neue Geldquelle entdeckt und inzwischen teilweise schon mehrfach nach oben geschraubt. Erforderlich ist daher, ab 2016 die Grunderwerbsteuer für den Neubau von bezahlbarem Wohnraum in den kommenden fünf Jahren auf 3,5 Prozent zu begrenzen. In keinem Fall sollte eine weitere Erhöhung der Grunderwerbssteuer erfolgen, da das die Impulswirkung einer Sonderabschreibung gleich wieder erheblich gefährden würde.

 

Darüber hinaus sprechen sich der BDB und die weiteren Verbände und Organisationen der Aktion Impulse für die Bereitstellung von kostengünstigem Bauland für den Neubau von bezahlbarem und von sozialem Wohnraum durch Bund und Länder aus. Der Bund solle hier beim Verkauf von Liegenschaften durch die Bundesimmobilienanstalt Vorbild sein. Auch die Länder sollten Vorschriften für ihre Gemeinden erlassen, die eine kostengünstige Abgabe von Bauland ermöglichen, so die Forderung der Aktion Impulse.

 

Das vollständige Positionspapier können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen.




Kooperation mit der DGWZ

 

Der BDB-Frankfurt Rhein Main und die DGWZ – Deutsche Gesellschaft für wirtschaftliche Zusammenarbeit kooperieren. Für die Bereiche Brandschutz und Haustechnik soll ein attraktives Fort- und Weiterbildungsangebot aufgebaut werden.

 

Alle in Kooperation stattfindenden Fort- und Weiterbildungsangebote finden Sie auf unserem Internetportal  unter www.bdb-baumeister.de/veranstaltungen/

 

Informationen zur DGWZ

 




Steuerliche Zusatzförderung des Wohnungsbaus in greifbarer Nähe – Staatssekretär Dr. Meister bestätigt Pläne des Finanzministeriums

15_12_09 Dr. Meister, BDB-Präsident Wagner_BDB-Bund

Die seit Jahren von der Aktion Impulse für den Wohnungsbau und dem BDB vertretene Kernforderung nach Abschreibungsverbesserungen für den bezahlbaren Wohnungsbau in Ballungsregionen ist nach langjähriger politischer und öffentlicher Überzeugungsarbeit in der Bundespolitik angekommen. Dies ist das Ergebnis eines Spitzengesprächs, das unter der Leitung des BDB-Präsidenten Hans Georg Wagner mit dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Dr. Michael Meister, MdB, im Bundesfinanzministerium am 4. Dezember 2015 geführt wurde. Präsident Wagner wurde durch den BDB-Hauptgeschäftsführer Herbert Barton und den Koordinator der Aktion Impulse, Dr. Ronald Rast, begleitet. Der Staatssekretär hatte zum Gesprächstermin als Experten des Ministeriums den Leiter des Referats für Grundsatzfragen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich Mittelstand und Bau- und Wohnungswirtschaft, Dr. Richard Köhler, hinzugezogen.

 

Nach Vorstellung der Aktion Impulse und des BDB bemängelte Hans Georg Wagner in seinem Eingangsstatement die mangelnde Erfolgskontrolle der zweckgebundenen Verwendung der vom Bund an die Länder bereitgestellten finanziellen Mittel für die Soziale Wohnraumförderung in Höhe von derzeit 518 Mio. Euro pro Jahr. Es sei bekannt, dass nur 4 Bundesländer diese Mittel auch tatsächlich zweckgebunden einsetzen und durch Ländermittel entsprechend ergänzen. Wenn diese Kompensationszahlungen ab nächstem Jahr auf über 1 Mrd. Euro jährlich erhöht werden, ist die Kontrolle der zweckgebundenen Verwendung unabdinglich. Darüber hinaus sprach er sich vehement für eine Verbesserung der Abschreibung für den Wohnungsbau von derzeit linear 2 % auf generell 3 % aus, wobei in Wachstumsregionen für den bezahlbaren Wohnungsbau nochmals 1 % linear aufgesattelt werden sollte. Dies sei zur Mobilisierung privaten Kapitals für den Wohnungsbau dringend erforderlich.
Er beendete sein Statement mit der Forderung, dass auch die BIMA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) und die großen christlichen Kirchen einbezogen werden sollten, Bauland für Zwecke des bezahlbaren Wohnungsbaus kostengünstig bereit zu stellen.

 

Dr. Meister zeigte sich nicht überrascht von diesen Forderungen und fragte nach, ob vor dem Hintergrund der guten wirtschaftlichen Lage der Betriebe der Bauwirtschaft und deren hohen konjunkturellen Auslastung nicht die Gefahr entstehe, dass zusätzliche Anreize in Preissteigerungen endeten, ohne dass die Kapazitäten der Branche ausgebaut würden. Außerdem verwies er auf die sehr unterschiedlichen Wohnungsmärkte in Deutschland, die von Regionen mit Leerständen bis zu Wachstumsregionen mit erhöhtem Wohnungsbedarf reichen, so dass eine Erhöhung der linearen Abschreibung in der Wirkung nicht zielgenau sei. Zur Bereitstellung von kostengünstigem Bauland für Zwecke des bezahlbaren Wohnungsbaus verwies er darauf, dass die BIMA diese Aufgabenstellung mittlerweile erfüllen dürfe.

 

Er bestätigte aber auch, dass das Bundesfinanzministerium mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und den Ländern sich in Gesprächen befinde, eine Sonderabschreibung über 3 Jahre für die Städte mit Wohngeldstufen IV bis VI einzuführen. Grundvoraussetzung dafür sei aber, dass die Bundesländer bei diesem Vorschlag mitziehen und auch die Sonderabschreibung mit finanzieren. Ebenso sei es notwendig, dass die Länder gleichzeitig einem Moratorium für die Festlegung der Grunderwerbssteuer zustimmen. Aber es sei derzeit erkennbar, dass bei diesen Vorschlägen nicht alle Länder mitziehen wollten, was höchst bedauerlich sei. Dr. Köhler bestätigte Präsident Wagner darin, dass die Verpflichtung auf Gegenfinanzierung und Führung von Statistiken für die zweckgebundene Verwendung der Bundesmittel für den Sozialen Wohnungsbau nicht von allen Bundesländern eingehalten werden und pflichtete ihm in der Beanstandung bei.

 

Seitens der Aktion Impulse wurde durch Dr. Rast dem Ministerium eine umfassende Faktenmappe zum Thema einschließlich verschiedener aktueller Modellrechnungen übergeben. Dr. Rast betonte dabei, dass nach Feststellung der Bauwirtschaft die Kapazitäten derzeit zu ca. 80 % ausgelastet seien. Auch die Baustoffindustrie verfüge noch über ausreichende Reserven, die Wohnungsbautätigkeit im erforderlichen Umfange zu steigern. Die notwendigen Kapazitäten zur Produktionssteigerung seien vorhanden.

 

Dr. Rast verwies auf die aktuelle Pestel-Studie, die vor dem Hintergrund des schon bestehenden Mangels an bezahlbarem Wohnraum sowie des hohen Zuzugs von Flüchtlingen für die nächsten Jahre eine jährliche Wohnungsbaufertigstellung von bis zu 400 Tsd. Wohnungen ermittelte. Demnach müssten gegenüber dem derzeitigen Stand ca. 80 Tsd. Sozialmietwohnungen und ca. 60 Tsd. weitere Wohnungen im frei finanzierten Wohnungsbau in Ballungsräumen gebaut werden. Diese Wohnungsbauleistung sei nur über den Weg steuerlicher Anreize möglich und legte dazu eine Vergleichsrechnung vor. Danach sind über den von der Aktion Impulse vorgeschlagenen Weg der Erhöhung der linearen Abschreibung von 2 auf 4 % fast die gleichen Effekte wie über den Weg der vom BMF vorgeschlagenen zusätzlichen Sonderabschreibungen in Höhe von jeweils 10 % für 2 Jahre und dann 9 % für 1 weiteres Jahr erzielbar. Insofern wurden die Vorschläge des Bundesfinanzministeriums ausdrücklich begrüßt.

 

Dennoch wurde seitens der Aktion Impulse und des BDB der dringende Appell an das Bundesfinanzministerium gerichtet:

• nochmals die Kompensationszahlungen für Zwecke des sozialen Miet-wohnungsneubaus um weitere 500 Mio. Euro auf nunmehr ca. 1,5 Mrd. Euro jährlich zu erhöhen;
• die bisher angedachte zeitliche Begrenzung der Sonderabschreibung von 3 auf 5 Jahre im Sinne verlässlicher Rahmenbedingungen zu erhöhen;
• statt der Beschränkung auf Städte mit Wohngeldstufen IV bis VI diese auf III bis VI zu erweitern oder ein anderes geeignetes Kriterien zu wählen, damit alle Regionen mit angespannten Wohnungsmärken in den Genuss der Sonderabschreibung kommen;
• die KfW-Förderung zum Effizienzhaus 70 vorerst beizubehalten;
• die Länder zu einem Moratorium bei der Grunderwerbssteuer für den Neubau von bezahlbarem Wohnraum zu veranlassen.

 

Last but not least wurde die Bedeutung des Wohnungsbestandes für die Erreichung der Energie- und CO2-Ziele der Bundesregierung hervorgehoben. Bei einer jährlichen Neubauquote von nur ca. 0,6 % sei es dringend erforderlich, auch hier steuerliche Anreize zur energetischen Sanierung zu schaffen. Diesbezügliche Vorhaben der Bundesregierung waren in der Vergangenheit bereits mehrfach am Widerstand der Länder im Bundesrat gescheitert, was von beiden Seiten mit großem Bedauern gesehen wird.

 

Das Gespräch endete mit dem Appell, diesen Widerstand seitens der Bundesländer aufzugeben und in dem Wunsch, in absehbarer Zeit den Dialog zu den behandelten Fragen des Wohnungsbaus und der steuerlichen Förderung fortzusetzen.

 

BDB-Bund




ALEX 65 – Konversionsprojekt Torpedowerke

15_12_09 Im Atrium_BDB-Frankfurt

 

Eine Gruppe von BDB-Mitgliedern besichtigte am 9. Dezember das Wohnungsbauprojekt ALEX 65 in Frankfurt-Rödelheim. Treffpunkt war um 15:00 Uhr im ehemaligen Werksgelände der Torpedowerke in der Alexanderstraße 65.

 

Dipl.-Ing. Architekt BDB, Carsten R. Kulbe, erklärte die uns die Geschichte des Betriebes:

Mit neun qualifizierten Mitarbeitern wurde die Firma von den Gebrüdern Weil bereits im Jahr 1896 gegründet. Das erst Produkt waren die Torpedo-Fahrräder. Im Jahr 1921 wurden die Torpedo-Werke in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Das damalige Produktportfolio umfasste u.a. Schreibmaschinen und Buchungsmaschinen.
Bis im Jahr 1956 stiegt die Anzahlt der Mitarbeiter auf rd. 2200.
Aufgrund von gestiegenem Wettbewerb und einer eintretenden Marksättigung wurde die Produktion in den Torpedo-Werke dann im Jahr 1967 eingestellt.

 

Bedingt durch fehlenden Wohnungsraum in heutiger Zeit wird das Werksgebäude in Wohnungen und Loftoffices umgestaltet.

 

15_12_09 Vortrag Vorstellung Projekt_BDB-Frankfurt

Der Architekt Carsten R. Kulbe führte die BDB-Mitglieder durch das Fabrikgebäude und erklärte, dass die tragenden Wände, Unterzüge und Fensterstürze bestehen bleiben konnten. Über eine gut durchdachte Raumaufteilung wird das Gebäude für Wohnzwecke umgestaltet.

 

Dabei gab es viele Fragen zu bspw. Rigipszwischenwände von ca. 10cm Stärke, Thermopenfenster und der erforderlichen Trittschalldämmung.
Um 16:30 Uhr wurde die BDB-Gruppe im Erdgeschoss zu einem Advents Kaffee und Kuchen eingeladen.
Bei der Verabschiedung übergab Frau Bianca Grolik, Geschäftsstellensekretärin des BDB-Frankfurt, jedem Teilnehmer einen Weihnachtsstern.
Die Mitglieder und Gäste bedankten sich bei Frau Grolik und bei Kollegen Carsten R. Kulbe und wünschten ihnen auch noch frohe Festtage sowie ein gesundes erfolgreiches neues Jahr 2016.

 

Robert Flörchinger

 

 

15_12_09 Auf dem Dach_BDB-Frankfurt15_12_09 Dachaufbauten_BDB-Frankfurt15_12_09 Blick aus dem Atrium_BDB-Frankfurt




Bücher

16_01 Bücher2Ferdinand Kramer
Die Bauten

Von Wolfgang Voigt, Philipp Sturm, Peter Körner, Peter Cachola Schmal

176 Seiten, Format 24,5 x 30,5 cm, gebunden,
38,0 EUR

Wasmuth Verlag, Tübingen

ISBN: 978-3-8030-0797-1

 

 

 

Den Architekten Ferdinand Kramer (1898–1985) kennt die Geschichte als sowohl überragenden Entwerfer von Möbeln und Gebrauchsgegenständen als auch von Bauten der funktionalistischen Moderne. ­Diese Publikation ist seinem architektonischen Werk gewidmet. In den 1920er Jahren war Kramer ein Mitarbeiter Ernst Mays beim Projekt des „Neuen Frankfurt“ und emigrierte später in die Vereinigten Staaten. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte er zu den wenigen, die aus dem Exil die Rückkehr in das nicht nur materiell, sondern auch geistig beschädigte Deutschland wagten. Von Max Horkheimer gerufen, übernahm er 1952 in seiner Heimatstadt Frankfurt den Posten des Leiters des Universitätsbauamts und entwarf und baute dort bis 1964 zahlreiche Universitätsgebäude. Nach dem Umzug der Universität von ­Bockenheim ins Westend werden nur wenige von ihnen übrig bleiben, die doch als Symbolbauten des demokratischen Neubeginns gelten können.

Wolfgang Voigt, geb. 1950 in Hamburg, Architekt. Seit 1997 wissenschaftlicher Mitarbeiter und stellvertretender Direktor am Deutschen Architekturmuseum, Frankfurt am Main. Kurator und Autor vieler Ausstellungen und Publikationen zur Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts; u. a. der Ausstellung Linie Form Funktion. Die Bauten von Ferdinand Kramer.

Philipp Sturm, geb. 1976 in Suhl, Politikwissenschaftler. Seit 2008 freier Kurator am Deutschen Architekturmuseum, Frankfurt am Main. Kurator der Ausstellung Linie Form Funktion. Die Bauten von Ferdinand Kramer.

Peter Körner, geb. 1981 in Frankfurt am Main, Innenarchitekt. Seit 2010 freier Kurator am Deutschen Architekturmuseum, Frankfurt am Main. Kurator der Ausstellung Linie Form Funktion. Die Bauten von Ferdinand Kramer.

Wasmuth Verlag

 

 

VOB 2012
Ergänzungsband 2015

vom Deutschen Vergabe- und Vertragsausschuss für Bauleistungen

544 Seiten, Format 15 x 21 cm,
kartoniert,
40,00 EUR

Beuth Verlag, Berlin

ISBN: 978-3-410-61292-6

 

 

 

Die Normen der VOB unterliegen einem stetigen Anpassungsbedarf – sei es aufgrund geänderter rechtlicher oder aufgrund geänderter technischer Rahmenbedingungen. Ersteres schlägt sich vorrangig in den Teilen A und B der VOB nieder, letzteres in den Normen derVOB/C „Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV)“. Seit Veröffentlichung der VOB 2012 sind im Hauptausschuss Tiefbau und Hauptausschuss Hochbau zahlreiche ATV überarbeitet worden.

Mit dem vorlegenden Ergänzungsband 2015 zur VOB Ausgabe 2012 wird dieser Arbeit nun Rechnung getragen: Aus dem Bereich Hochbau haben 16 fachtechnisch überarbeitete Normen, aus dem Bereich Tiefbau 10 fachtechnisch, 14 redaktionell überarbeitete Normen und die neue Norm ATV DIN 18324 „Horizontalspülbohrarbeiten“ Eingang in diesen Band gefunden.

Beuth Verlag

 




Kooperation mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

Logo DSD-DenkmalAkademie

 

 

BAUMEISTER AKADEMIE und die DenkmalAkademie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz setzen Ihre Kooperation fort. Wir wollen Ihnen auf dem Gebiet der Fort- und Weiterbildung im Bereich Bauen im Bestand und Denkmalschutz gemeinsam kompetenter Ansprech­partner sein.

 

Alle in Kooperation stattfindenden Fort- und Weiterbildungsangebote finden Sie auf unserem Internetportal  unter www.baumeister-akademie.de