FORUMSTADT

Logo ForumStadt (web 600x286)_Rinn

 

Forumstadt findet dieses Jahr in zwei deutschen Städten statt, die für eine vorbildliche Baukultur und Stadtentwicklung stehen.

Herausragende Referenten inspirieren Sie mit wissenswerten und aktuellen Fachthemen. Im Anschluss besteht außerdem die Möglichkeit, bei einer Führung vor Ort die Theorie mit Praxis zu belegen.

Wir laden Sie herzlich ein nach Frankfurt.

Seien Sie dabei!

 

Nähere Informationen zum Programm finden Sie unter www.forumstadt.de. Hier können Sie sich jetzt auch schon anmelden. Die Fa. RINN freut sich, Sie am 24. August ab 12:00 Uhr im Sheraton Frankfurt Airport Hotel and Conference Center in Frankfurt zu begrüßen.

 

Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG




Dr. h.c. Thomas M. Reimann mit einer VhU-Delegation bei Marie-Luise Dött in Berlin

v.l. Dr. Vladimir von Schnurbein, Dr. Birgit Ortlieb (DOW Deutschland Inc.), Marie-Luise Dött, Thomas M. Reimann (ALEA AG)

 

 

Der Frankfurter Bauunternehmer, der auch stv. Vorsitzender des VhU-Bauausschusses ist, besuchte mit einer kleinen VhU-Delegation am 11. Juli 2017 die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit und umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU Bundestagsfraktion Marie-Luise Dött MdB (CDU) in Berlin. Begleitet wurde Reimann vom Energieexperten der VhU Dr. Vladimir von Schnurbein, sowie Dr. Birgit Ortlieb (DOW Deutschland Inc.).

 

Zur Diskussion stand der VhU-Vorschlag „CO2-Deckel statt Einzelregulierung“. Im Kern geht es um einen jährlich sinkenden CO2-Deckel bei Benzin und Diesel, sowie bei Heizöl und Erdgas mit einem System handelbarer CO2-Zertifikate, statt ständig neuer Verteuerungen und Vorschriften.

 

Für Reimann war in diesem Zusammenhang wichtig, auf die Auswirken hinzuweisen, welche Entwicklungen im Hauswärmebereich nach Einführung eines CO2-Deckels zu erwarten wären.

 

Rund 50 Prozent der Erdölheizungen in Deutschland sind älter als 20 Jahre, insgesamt rund 5,7 Millionen Heizungen. Durch Modernisierung ließe sich der Heizölverbrauch bei diesen Anlagen um 20 bis 30 Prozent reduzieren. Bei einem 4-Personen-Haushalt und einem Einfamilienhaus mit 150qm liegt der durchschnittliche Heizölverbrauch bei 2500 Liter pro Jahr. Altbauten mit einem Baujahr vor 1977 haben durchschnittlich einen doppelt so hohen Heizölverbrauch wie Gebäude mit Baujahr ab 2002.

 

Im Gebäudebestand liegen nach wie vor große Effizienzpotenziale brach und werden inzwischen nicht mehr gehoben, weil die EnEV unwirtschaftliche Anforderungen stellt.

Durch den CO2-Deckel für den Gebäudesektor würde die energetische Sanierung angeregt, ohne dass die Verbraucher zur Komplettsanierung gezwungen wären. Es könnten Schritt für Schritt Heizung, Dach, Fenster und Fassade in Angriff genommen werden. Je nachdem, wie es für die Bewohner am einfachsten oder günstigsten ist. Anbieter müssten künftig wieder den Kunden überzeugen – und nicht mehr den Politiker oder Verwaltungsmitarbeiter, der die Effizienzvorschrift schreibt.

 

Reimann führte in diesem Zusammenhang aus, dass die EnEV inzwischen beachtlicher Kostentreiber und Modernisierungsverhinderer geworden ist, was das Schaffen von kostengünstigem Wohnraum für kleine und mittlere Einkommen, insbesondere in Ballungsregionen, nicht mehr möglich macht. Diese Situation kann auch der soziale Wohnungsbau nicht entschärfen, da die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum das Angebot auch auf längere Sicht deutlich überschreiten wird.

 

„Man muss den Mut haben, die Schraube an Verordnungen und Vorschriften auch einmal zurück zu drehen. Die bis 2050 definierten Klimaziele sind notwendig und gut, aber der Weg dorthin viel zu kompliziert. Bürger sollten frei entscheiden dürfen, wie Sie das Ziel zum „CO2-Deckel“ jährlich erreichen. Deutschland ist bekannt für seine Innovationen, wir müssen technologieoffen sein, Freiraum für neue Entwicklungen schaffen, die EnEV auf das durchaus vernünftige Niveau von 2012 zurückführen, beispielsweise Blockheizkraftwerken, Erdwärme, neuen Fenstern oder einer neuer Dämmung des Daches bei Bestandsbauten wieder stärker werten und berücksichtigen“, so der stv. Vorsitzende des VhU-Bauausschusses.

 

Großes Interesse zeigte Frau Dött an dem Vorschlag der VhU. Die Kernaussage des VhU-Vorschlags ist: „Klimaschutz geht günstiger“

 

Der VhU-Vorschlag greift eine Fülle von Fragen auf und gibt auch die entsprechenden Antworten. So gaben Frau Dr. Birgit Ortlieb und der Energieexperte der VhU, Dr. Vladimir von Schnurbein umfangreiche Informationen, Anregungen und Antworten, wie zum Beispiel, wer von den neuen Cap-and-Trade-Systemen erfasst wird, wer die Einhaltung der CO2-Deckel gewährleisten würde, wie die Zertifikate versteigert werden und wo der Unterschied zu einer CO2-Steuer ist, welche Entwicklungen im Verkehrssektor nach Einführung eines CO2-Deckels zu erwarten sind und damit eng verbunden, welche Zertifikate-Preise zu erwarten sind, aber natürlich auch, welche Möglichkeiten Versorger haben, um ihre Einsparvorgaben umzusetzen.

 

Ein Kernthema für Reimann, der auch ehrenamtlich im Vorstand des BDB Frankfurt Rhein-Main und dem Verband baugewerblicher Unternehmer mitwirkt, war die Frage, welchen Anreiz Vermieter haben, in Energieeffizienz zu investieren, wenn die Mieter über höhere Brennstoffkosten die Kosten ausbleibender Investitionen zu tragen haben.

 

Und auch dazu führte Reimann den VhU-Vorschlag aus: „Heute ist es Vermietern möglich, die Kosten für energetische Sanierung auf den Mietpreis umzulegen – wodurch unwirtschaftliche Maßnahmen attraktiver werden und es häufig zu sozialen Härten kommt.

 

Durch die Einführung von CO2-Deckeln wäre das nicht mehr nötig. Die Mieter hätten die Möglichkeit, den Anbieter auszuwählen, der die staatlich vorgegebene CO2-Minderung zu den geringsten Kosten möglich macht und so den günstigsten Gas- oder Heizölpreis anbietet.

 

Auch für Vermieter wäre eine energetische Sanierung ihrer Wohnungen interessant – solange die Effizienzmaßnahmen wirtschaftlich sind. Der potentielle Mieter wird in Anbetracht der Warmmiete darüber entscheiden, welchen Grad an energetischer Sanierung er sich aussucht. Anbieter von Produkten für Energieeffizienz im Gebäudebereich wären künftig gezwungen, wirtschaftliche Angebote zu machen und könnten sich nicht länger auf immer schärferen Effizienzvorgaben ausruhen. Das treibt die Kosten nach unten und regt Innovationen an.“

 

Dr. h.c. Thomas M. Reimann




Entsorgung von HBCD-haltigen Dämmstoffen

 

Bundesrat beschließt morgen nur ‚Second-best-Lösung‘ mit viel Bürokratie. Staatlich verursachtes Entsorgungschaos darf sich nicht wiederholen!

 

Zur morgigen Bundesratsabstimmung über die Entsorgung von HBCD-haltigem Dämmstoff erklärte Jörg Brömer, Vorsitzender des Bauausschusses der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) und Geschäftsführer des Wiesbadener Bauunternehmens Brömer und Sohn GmbH: „Der Bundesrat kann dem Entsorgungschaos der letzten Monate ein Ende setzen. Das wäre zu begrüßen. Die Bauwirtschaft ist auf verlässliche, rechtssichere, und praktikable Regelungen für die Entsorgung HBCD-haltiger Dämmstoffabfälle angewiesen. Die neue Bundesverordnung ist aber nur eine ‚Second-best-Lösung‘ mit viel Bürokratie. Sie sieht umfangreiche Dokumentationspflichten vor, die uns in der Zukunft große Probleme bereiten werden. Die stetig steigenden Energieeffizienz-Vorschriften – auch für Bestandsgebäude – werden in den nächsten Jahren zu immer größeren Entsorgungsmengen, Engpässen und Kosten führen“, zeigte sich Brömer besorgt.

 

Thomas Reimann, Vorstandsvorsitzender des Bad Vilbeler Bauunternehmens Alea AG und stellvertretender Vorsitzender des VhU-Bauausschusses, ergänzte: „Alles ist besser als der Status Quo! Deponie- und Entsorgungskapazitäten für Bauabfälle in Hessen sind knapp und wurden durch die Einstufung als ‚gefährliche Stoffe‘ im Herbst 2016 teilweise komplett versperrt. Baustellen mussten stillgelegt werden. In meinem Unternehmen hat sich der Abriss eines alten Gebäudes um 6 Monate verzögert, ebenso der Bau eines hocheffizienten Neubaus. Verschärfungen der Energieeinsparverordnung und Verhinderung von Entsorgungswegen – das passt nicht zusammen.“

 

Klaus Dreyer, Leiter Corporate Facility Management des Gesundheitskonzerns Fresenius in Bad Homburg und weiterer stellvertretender Vorsitzender des VhU-Bauausschusses, sagte: „Fresenius hat den Anspruch, moderne und energieeffiziente Liegenschaften zu entwickeln. Für uns ist es wichtig, dass Neubau- und Sanierungsprojekte reibungslos möglich sind und nicht durch Entsorgungsengpässe verzögert werden. Ich begrüße es daher sehr, wenn die Verständigung auf die vom Bundesumweltministerium eingebrachte Verordnung im Bundesrat gelingt!“

 

Hintergrund der Debatte ist eine EU-Verordnung, die dazu geführt hatte, dass der Bundesrat auf Vorschlag des hessischen Umweltministeriums seit dem 1. Oktober 2016 HBCD-haltige Stoffe als „gefährlichen Abfall“ einstufen ließ. Die Folge war ein Entsorgungsnotstand bundesweit. Viele Müllverbrennungsanlagen hatten wegen der Einstufung die Annahme verweigert, die Entsorgungspreise waren auf über 7.000 Euro pro Tonne explodiert und Baustellen mussten stillgelegt werden. Nun soll die Einstufung als „gefährliche Abfälle“ rückgängig gemacht werden. Umfangreiche Dokumentationspflichten sollen jedoch aufrechterhalten bleiben, was die Wirtschaft kritisiert.

 

VhU




Bücher

Verwildertes Bauen

von Claus Meier

225 Seiten, Format 14,8 x 21,0 cm,
kartoniert,
39,80 EUR

expert verlag, Stuttgart

ISBN: 978-3-8169-3015-0

 

 

 

Das Bauen hat mittlerweile ein fragwürdiges technisch-wissenschaftliches Niveau erreicht, das zwangsläufig zum bautechnischen Chaos führt. Bauschäden werden regelrecht verordnet und damit systematisch gefördert – auch finanziell. Ursachen sind gedankliche Fehlspekulationen, technische Widersprüche und horrende Irrtümer durch intensivste Lobbyistenarbeit auf allen Ebenen von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.
Will der normale Häuslebauer nicht übervorteilt werden, dann ist er auf leichtverständliche Aufklärungen der bautechnischen Zusammenhänge angewiesen. Es wurde hier aus didaktischen Gründen die Dialogform gewählt, weil sich bei »Rede und Antwort« so manche bewusst inszenierte Unverständlichkeit und Kompliziertheit wie von selbst auflöst. Alle, die sich dem verantwortungsbewussten Bauen verpflichtet fühlen, finden hier die richtigen Antworten.

Inhalt:

Das Ringen um Wahrheit und Anstand – Kritikwürdiges und kriminelles Umfeld – Der Dämmwahn – Fehlende Temperaturstabilität – Schimmelhäuser – Strahlungsheizung als wirksame Therapie – Verordneter Gebäudeplunder – Das DIN-Dilemma – Der lädierte Rechtsstaat – Eine verfehlte Bildungspolitik – Das empfehlenswerte Haus

Die Interessenten:

Bauende und andere, denen Wahrhaftigkeit noch etwas bedeutet:
– Kritische Bürger
– Denkende Bauschaffende
– Seriöse Baufirmen
– Traditionsbewusste Handwerksbetriebe

 

expert verlag

 

 

 

 

Herausforderungen im Betonbau

von Klaus Holschemacher

216 Seiten, Format 17,0 x 24,0 cm,
kartoniert
49,00 EUR

Beuth Verlag, Berlin

ISBN: 978-3-410-27393-6

 

 

 

Dieser Sammelband enthält die Beiträge zur 12. Tagung Betonbauteile, die im März 2017 mit dem Thema „Neue Herausforderungen im Betonbau“ vom Institut für Betonbau (IfB) der HTWK Leipzig, dem InformationsZentrum Beton GmbH und dem Fachverband Beton- und Fertigteilwerke Sachsen/Thüringen e.V. durchgeführt wurde.

Die Betonbauweise wird zurzeit vor allem durch die Fortschreibung der normativen Grundlagen, baustoffliche Innovationen sowie die Entwicklung neuer Konstruktionsprinzipien geprägt. Darüber hinaus gewinnt die Erhaltung und Sanierung der vorhandenen Bausubstanz zunehmend an Bedeutung. Damit sind erhebliche Umstellungen für die in der Bauplanung oder -ausführung tätigen Ingenieure verbunden.

In den insgesamt 12 Beiträgen geben renommierte Autoren aus Wissenschaft und Praxis einen Überblick zu diesen und anderen gegenwärtig im Betonbau zu verzeichnenden Tendenzen.

 

Beuth Verlag




EU-Kommission hat Deutschland wegen der HOAI vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt – BDB kritisiert Attacke gegen die bewährte Honorarordnung aufs Schärfste

 

Die EU-Kommission hat mitgeteilt, dass sie die Bundesrepublik Deutschland wegen der Aufrechterhaltung der verbindlichen Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt hat. Mit dem im Jahr 2015 eingeleiteten Vertragsverletzungsverfahren zur HOAI hatte die EU-Kommission für sich in Anspruch genommen, auch für die rein inländische Niederlassungsfreiheit zuständig zu sein. Aus Sicht der EU-Kommission behindert die Honorarordnung die Niederlassungsfreiheit durch ihre verbindlichen Mindestsätze.

 

Diese Attacke aus Brüssel auf die HOAI als jahrzehntelangem bewährten Garanten für Qualität und Sicherheit beim Planen und Bauen wird von BDB-Präsident Hans Georg Wagner aufs Schärfste kritisiert: „Das Vorgehen der Kommission ist unverantwortlich und nicht ansatzweise nachvollziehbar. Sie will Qualität, Sicherheit und Baukultur für einen schrankenlosen Preiswettbewerb opfern. Architekten und Ingenieure bauen und modernisieren Häuser, planen Brücken und Schulen und haften für ihre Leistungen. Solche sensiblen Bereiche dürfen nicht ausschließlich dem Preiswettbewerb unterworfen werden! Die deutsche HOAI hat sich seit vielen Jahren bewährt. Sie garantiert höchste Qualität und sorgt für ein hohes Verbraucherschutzniveau. Solche gewachsenen Strukturen, die von großem Nutzen für den Bauherren sind und Ideenreichtum und Innovationen fördern, müssen erhalten bleiben. Die EU-Kommission verkennt vollkommen, dass es hier nicht um Wettbewerbsbeschränkungen, sondern um die Bewahrung eines notwendigen Maßes an Qualität geht.“

 

Äußerst kritisch beurteilt der BDB über die Klage hinaus die Pläne der EU-Kommission, mit der jüngstvorgelegten EU-Dienstleistungsrichtlinie prinzipiell immer stärker in die Gesetzgebungskompetenz von Bund und Ländern einzugreifen.

 

Der BDB wird sich auf allen Ebenen im Verbund mit der Bundesregierung, den Kammern und weiteren Verbänden des Mittelstandes dafür einsetzen, die HOAI vor der Attacke aus Brüssel zu verteidigen und sie auch künftig als bewährtes Instrument für qualitätsvolles Planen und Bauen in Deutschland vollständig zu erhalten.

 

BDB-Bund




Digitalisierung im Bauwesen – BIM darf Mittelstand nicht überfordern

Rainer von Borstel, Hauptgeschäftsführer Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V. (erster v.l.), Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1.Vorsitzender BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (erster v.r.), Dr. h.c. Thomas M. Reimann, Referat Unternehmer BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (mitte)

 

Verbände warnen vor Aktionismus
Evaluierung und Ausbildung müssen im Vordergrund stehen

 

Die Digitalisierung im Bauwesen wird intensiv vorangetrieben. Viele sehen die Möglichkeit, alle Phasen eines Bauwerks von der Entwicklung über die Planung und Bauausführung bis hin zur Verwaltung und Nutzung in einem digitalen Modell abzubilden. BIM („Building Information Modeling“) soll so zu Kosten- und Terminsicherheit beitragen. Und es wird erwartet, dass BIM die Planungs- und Ausführungsqualität verbessert sowie Fehler reduziert. Erwiesen ist das alles jedoch nicht.

 

So stellte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit bereits fest, dass die Methode allein weder eine gute Planungsqualität noch einen optimalen Projektverlauf garantiert. Entscheidend sei vielmehr die qualifizierte Anwendung durch die Projektbeteiligten.

 

„Wir wollen uns der Digitalisierung im Bauwesen nicht verschließen. Aber die elektronische Ausschreibung und Vergabe (E-Vergabe), die seit letztem Jahr verpflichtend ist, hat bereits bei vielen kleineren Unternehmen zu Umstellungsschwierigkeiten geführt.“ sagt Rainer von Borstel, Hauptgeschäftsführer des Verbandes baugewerblicher Unternehmer in Hessen. „Die Bauwirtschaft in Deutschland ist mittelständisch geprägt. Das muss bei allen Bemühungen um die Digitalisierung im Bauwesens bedacht werden.“

 

Deutlich kritischer formuliert es Dr. h.c. Thomas M. Reimann, Bauunternehmer aus Frankfurt: „Mit BIM kommen Anforderungen auf kleine und mittlere Unternehmen zu, die dort oft nicht zu stemmen sind. Know-how und geschultes Personal fehlen den kleinen und mittelständischen Baubetrieben dabei genauso wie den öffentlichen Auftraggebern. Digitale Bauprozesse dürfen nicht zur Verengung des Marktes auf internationale Baukonzerne führen. Das schadet dem Mittelstand und damit auch dem Wettbewerb in Deutschland.“

 

Der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen und BDB Frankfurt Rhein Main sprechen sich daher gegen eine übereilte verbindliche Einführung von BIM für mittlere Bauvorhaben aus. Andreas Ostermann, 1. Vorsitzender des BDB Frankfurt Rhein Main, warnt vor überstürztem Aktionismus: „Wir brauchen erst langfristige Erfahrungen aus Modellprojekten, ob die Erwartungen sich auch mit wirtschaftlich vertretbaren Mitteln erreichen lassen. Deswegen sollte BIM aus unserer Sicht zunächst auf Großprojekte beschränkt bleiben.“

 

Allein der Wunsch nach Digitalisierung ist den Verbänden zu wenig, Wirtschaftlichkeit und eine langsame Umstellung sollten im Fokus stehen: „Mich erinnert die Diskussion um BIM an die Reform der Studienabschlüsse an den Hochschulen – den sog. Bologna-Prozess. In einer großen politisch gewollten Anstrengung sollte ein einheitlicher Europäischer Hochschulraum geschaffen werden, der Studiengänge harmonisieren und vereinfachen sollte. Im Ergebnis ist die Hochschullandschaft in Deutschland so unübersichtlich wie nie zuvor und das Wechseln von Hochschule zu Hochschule nun in Deutschland viel schwieriger als vorher.“ so Ostermann weiter: „BIM soll für alle letztendlich einen Nutzen bringen und darf das Bauen, insbesondere im Mittelstand, nicht komplizierter machen.“

 

Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen
BDB-HessenFrankfurt




Öffentlicher Wohnungsbau muß 100% sozial werden

Janine Wissler, MdL, Fraktionsvorsitzende DIE LINKE (mitte), Hermann Schaus, MdL, Parlamentarischer Geschäftsführer DIE LINKE (zweiter v.r.), Kay Lejcko, DIE LINKE (erster v.r.), Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1.Vorsitzender BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (erster v.l.), Architekt BDB Tobias Rösinger, Referat Baumeister (Projektentw./gewerbl. Arch.) BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (zweiter v. l.)

 

Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Bezahlbarer Wohnraum ist damit wichtigste Aufgabe einer sozialen Politik. Wenn der Wohnungsmarkt das von alleine nicht leistet, müssen dafür öffentliche Wohnungsbaugesellschaften in die Pflicht genommen werden. Das ist deren originäre Aufgabe.

 

Im Fachgespräch mit dem BDB-Frankfurt Rhein Main e.V. erläutert dazu Hermann Schaus, Parlamentarischer Geschäftsführer der Landtagsfraktion DIE LINKE: „In Zeiten niedriger Zinsen laufen alle Steuerungsinstrumente mit zinsgünstigen Darlehen in’s Leere. Da muß der Staat Zuschüsse geben. Oder besser – er schafft notwendigen bezahlbaren Wohnraum über landeseigene oder kommunale Wohnungsbaugesellschaften gleich direkt selbst.“

 

Für die Schaffung von sozialem Wohnraum bspw. durch Nachverdichtung sind oft die Rahmenbedingungen bei den öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften wesentlich besser. Durch meist zusammenhängende Eigentumsverhältnisse können für Nachverdichtungen notwendige nachbarschaftliche Zustimmungen leicht erteilt werden. Das geht privatrechtlich nicht so einfach.

 

„In der aktuellen Lage massiver Engpässe bei bezahlbarem Wohnraum müssen öffentliche Wohnungsbaugesellschaften zu 100% auf sozialen Wohnungsbau ausgerichtet werden.“ fordert Tobias Rösinger, Dipl.-Ing. Architekt BDB (Referat Baumeister, Projektentwickler/gewerbl. Architekten im BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.). „Das zu erreichen, bedeutet nicht weniger, als eine wohnungsbaupolitische Neuausrichtung der öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften.“

 

Das ist auch das Stimmungsbild Vieler in der Branche: Die Politik nutzt hier ein leicht einsetzbares Instrument der Marktsteuerung zu wenig.

 

Ein weiteres wichtiges Thema ist das klare Bekenntnis zu einer aktiven Stadtentwicklung. Der Ballungsraum Rhein-Main ist attraktiv. Die Anziehungskraft für Unternehmen und damit auch für Arbeitskräfte ist groß.

 

„Der Riedberg war in Frankfurt das letzte große Stadtentwicklungskonzept. Aktuell gibt es nichts Vergleichbares. Die fehlende Außenentwicklung der Stadt Frankfurt wird uns schon bald auf die Füße fallen.“ sagt Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (1.Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.). „Ein aktiver Städtebau ist in Zeiten von Wohnraummangel gelebte soziale Verantwortung. Wer das erkennt und den Menschen vermittelt, hat wichtige Zukunftsthemen in der Metropolregion besetzt.“

 

Darüber hinaus ist die bevorstehende Novellierung der HBO ein wichtiger berufspolitischer Themenpunkt.

 

Im Impulspapier zur Novellierung der HBO fordert der BDB-Frankfurt Rhein Main e.V. – auch mit Blick auf den Wohnungsbau – deutliche Vereinfachungen für das Bauen in Hessen.

 

„Wir wollen nicht immer neue bauaufsichtlich eingeführte Technische Baubestimmungen. Die Sonderbaubestimmungen sind zu eng gefasst. Und auch bei den Abstandsflächen brauchen wir Regelungen, die mehr Dichte in den Innenstädten zulassen,“ sagt Rösinger, und führt weiter aus: „Klarheit beim Schallschutz und geringere Anforderungen bei der Barrierefreiheit, die dafür aber allgemeiner gültig sind, können Kosten senken.“

 

„Das Gesetzgebungsverfahren steht an. Aktuell läuft die Anhörung der Verbände. Die Anregungen des BDB wollen wir bei unserer parlamentarischen Arbeit gerne berücksichtigen.“ sagt Janine Wissler, Fraktionsvorsitzende DIE LINKE.

 

Der Austausch soll weiter fortgesetzt werden.

 

  BDB-HessenFrankfurt




auf ein WORT: Thomas M. Reimann

 

Wir haben ein großes Problem mit dem Nachwuchs, wir haben akuten Fachkräftemangel. Wir sehen Qualität gefährdet, für die wir in ganz Europa anerkannt sind.

 

Mit einer Image-Kampagne will das Baugewerbe den akuten Fachkräftemangel bekämpfen. Trotz Bauboom und guter Löhne fehlt das Interesse junger Menschen, der Ausbildung im Bauhaupt- und Baunebengewerbe näher zu treten. Die Möglichkeiten der Weiterqualifizierung sind dabei enorm. Mit dem dualen Studium zum Bauingenieur oder der Weiterbildung zum geprüften Polier haben die Interessenten beste Perspektiven auf beruflichen Erfolg. Auch Hauptschülern stehen diese abwechslungsreiche Berufe weiter offen. Doch vielen jungen Menschen ist das schlichtweg nicht bekannt, oft sind sie auch aufgrund ihres Umfelds falsch beraten.

 

Der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main und der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen hat eine Nachwuchsinitiative gestartet. Nun konnte auch die IHK Giessen-Friedberg als Partner gewonnen werden. Die Baubranche hat noch den Charakter des Einfachen und das hören die jungen Menschen oft im Elternhaus. Diese Meinung ist aber in der heutigen Zeit nicht richtig. Die Arbeiten als Fachkraft auf dem Bau sind komplexer geworden in Sachen Technik, Materialien, Bauabläufe und gesetzlichen Vorgaben. Entsorgung hat sich zu einer eigenen Philosophie entwickelt, stellt die Verantwortlichen vor völlig neue Herausforderungen. Bau hat sich zu einem spannenden Beruf gemausert, junge Leute können sich in verschiedenen Arbeitsbereichen spezialisieren. Die Branche bietet Sicherheit, Ballungsregionen werden bis 2030 boomen und eine weiterhin kräftige Nachfrage nach Bauleistungen erfahren.

 

Ein Plus der Branche sind die hohen Ausbildungsvergütungen und die Zukunftssicherung. Wir bieten nicht nur Abiturienten sondern auch Haupt- und Realschülern weiterhin eine exzellente Perspektive in der deutschen Bauwirtschaft. Wir brauchen die Unterstützung aller Branchenverbände und setzen als BDB Frankfurt Rhein Main ein wichtiges Signal. Lassen Sie und als Ausbildungsbetriebe in der Bauwirtschaft ein starkes Signal an die Schulen senden, wir sind dort als Handwerk nicht mehr präsent. Qualität muss sich gegenüber Quantität wieder durchsetzen, der teilweise ruinöse Wettbewerb gehört mit aller Konsequenz unterbunden, auch gerade im Interesse des uns fehlenden Nachwuchses.

 

 

Dr. h.c. Thomas M. Reimann
UNTERNEHMER BDB

Vorstandsmitglied BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.
Referat Unternehmer




Raum und Körper in der Fläche – Markus Finsterwalder zur neuen Architektenfortbildung Freie Kunst der BAUMEISTER AKADEMIE

 

Am vorletzten Maiwochenende hatte die BAUMEISTER AKADEMIE ein Seminar zusammen mit der Freien Kunstakademie Frankfurt zum Thema ‘Raum und Körper in der Fläche‘ angeboten, dass sich in erster Linie an Architekten wenden sollte. In diesem Seminar sollten verschiedene Techniken im Freihandzeichnen, zeichnerische und malerische Gestaltungsmethoden theoretisch und in praktischen Übungen vermittelt werden.

 

Schon als ich die erste Ankündigung der BAUMEISTER AKADEMIE dazu gelesen hatte, wollte ich nach vielen Jahren Abstinenz durch meinen Beruf als Projektmanager und derzeit ergänzend als Personalentwickler meine Leidenschaft in architektonischen Skizzen bei dieser Gelegenheit wieder ausleben. Auch wenn ich als Architekt meine Karriere begonnen hatte, so war ich bereits viele Jahre in dieser Hinsicht nicht mehr aktiv gewesen.

 

 

Kurz um meldete ich mich sofort an in der Hoffnung mir einen Platz „im Vergnügen“ zu sichern. Das es dann (nur) 6 Personen waren, die vor Ort waren, hatte mich sehr verwundert. Frau Claudia Himmelreich (FKaF) und Katja von Puttkamer, unsere Seminarleiterin führten uns nach einigen Rückfragen zu unseren Erfahrungen in die Themenbereiche ein: Wie lassen sich dreidimensionale Körper und Räume auf der zweidimensionalen Fläche darstellen?

 

Das Seminar setzt Kenntnisse der Perspektive als Handwerkzeug eines jeden Architekten voraus und legt den Schwerpunkt auf die Modellierung von Raum und Körper durch Licht und Schatten, um eine Dreidimensionalität zu suggerieren. Behandelt werden die Darstellung von Körperschatten, Schlagschatten und reflektierendem Licht, Arten der Beleuchtung wie diffuses oder fokussiertes Licht, die Richtung des Lichts sowie das Verhältnis von Licht und Schatten. Fließende und abrupte Übergänge sind für die Formgestaltung entscheidend. In der Lichtführung liegt die Dramaturgie des Bildes.

 

Die Teilnehmer, die vorwiegend aus dem Bereich der Innen -/ Architektur kamen, legten auf Vorschlag der Seminarleiterin zuerst mit einem architektonischen Stillleben künstlerisch interpretiert aus Haushaltsutensilien los und hatten wie ich offensichtlich großes Vergnügen am Ausprobieren mit verschiedenen Maltechniken. Das Ziel des Seminars, „Raum und Körper“ durch Licht und Schatten lebendig und plastisch in der Fläche dazustellen, wurde dadurch bereits umgesetzt.

 

Katja von Puttkamer, eine Künstlerin, die sich in Ihren eigenen Kunstwerken selbst viel mit urbanen und weniger urbanen Stadträumen und Fassaden in Ihren Werken auseinandersetzt, geht auch in den vergangenen Jahren immer wieder Lehrtätigkeitsaufträgen an Hochschulen nach: Ob an der ETH Zürich, als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der technischen Universität Kaiserslautern, mit Lehrauftrag an der Universität Koblenz/Landau oder am Institut für künstlerische Keramik und Glas an der Hochschule Koblenz.

 

 

 

Den 5 Damen und mir stockte der Atem, als Katja (Wir hatten uns auf des DU geeinigt) ankündigte, dass am ersten Nachmittag auch „Akt malen“ auf dem Programm stand, um die fließende Formensprache eines Menschen in den Kontext mit der Architektursprache zu stellen. Schnelle Skizzen in zahlreichen Variationen zeigten, wie schnell die Bedenken an dem „Ausprobieren“ eines solchen Themas gefallen und die Freude am Malen und skizzieren sofort zunahm.

 

Unser Schaffensphasen an den 2 Tagen wurden nur durch ein selbst organisiertes Mittagsessen in den Akademieräumen und inhaltliche Diskussionen an Hand von mitgebrachten Kunstbänden von Katja unterbrochen. Es war ohnehin erstaunlich, wie sich die verschiedenen Teilnehmer durch das Seminar schnell in eine homogenere Gruppe verwandelt hatten.

 

Am Sonntagmittag wurde die Gruppe dann für perspektivische Außenskizzen auf dem Gelände der Akademie eingeladen. Ein sehr „technisch besetzter“ Baukörper verwandelte sich dann auf den Malblöcken der Teilnehmer durch Eigeninterpretationen in verschiedenartigste Darstellungen. Die Freude und gleichzeitige Konzentration waren weithin spürbar.

 

Gegen 17:00 löste sich dann die Gruppe nach einer Verabschiedung durch unsere Seminarleiterin auf, nicht ohne die Verlautbarung an solchen Seminaren auch in Zukunft gerne teilnehmen zu wollen.

 

Es wäre meiner Ansicht nach wünschenswert, wenn viel mehr Teilnehmer das Angebot der BAUMEISTER AKADEMIE in Zukunft annehmen werden, da die entspannte Atmosphäre eine künstlerische Auseinandersetzung mit solchen Themen zu einer großen Freude werden lässt. Ich werde sicher am kommenden Thema im Rahmen einer solchen Veranstaltung wieder teilnehmen.

 

 

Nächste Seminartermine sind:

 

19./20. August 2017, Seminar Materialität

18./19. November 2017, Seminar Farbkombination

 

 

 

 

 

 

 

Markus Finsterwalder




IHK Gießen-Friedberg unterstützt Baunachwuchsinitiative von BDB und VbUH

Elke Ehlen, Geschäftsführerin der Aus- und Weiterbildung der IHK-Gießen-Friedberg (zweite v.l.), Raid Nashef (zweiter v.r.) im Gespräch mit Dipl.-Betriebswirt Thomas M. Reimann, Referat Unternehmer BDB-Frankfurt Rhein Main (erster v.r.) und Jan-Niklas Reimann, Referat Studenten BDB-Frankfurt Rhein Main (erster v.l.)

 

„Wir haben ein großes Problem mit dem Nachwuchs, wir haben akuten Fachkräftemangel. Wir sehen Qualität gefährdet, für die wir in ganz Europa anerkannt sind,“ sagt der Frankfurter Bauunternehmer und Vorstandsvorsitzende der ALEA Hoch- und Industriebau AG Thomas M. Reimann.

 

Mit einer Image-Kampagne will das Baugewerbe den akuten Fachkräftemangel bekämpfen. Trotz Bauboom und guter Löhne fehlt das Interesse junger Menschen, der Ausbildung im Bauhaupt- und Baunebengewerbe näher zu treten. Die Möglichkeiten der Weiterqualifizierung sind dabei enorm. Mit dem dualen Studium zum Bauingenieur oder der Weiterbildung zum geprüften Polier haben die Interessenten beste Perspektiven auf beruflichen Erfolg. „Auch Hauptschülern stehen diese abwechslungsreiche Berufe weiter offen. Doch vielen jungen Menschen ist das schlichtweg nicht bekannt, oft sind sie auch aufgrund ihres Umfelds falsch beraten.“

 

Der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main und der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen hat eine Nachwuchsinitiative gestartet. Reimann ist in verschiedenen Ehrenämtern engagiert, im Vorstand des BDB Frankfurt Rhein Main für Unternehmer verantwortlich, sowie beim Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen im Gesamtvorstand. Den Startschuss gaben Andreas Ostermann, 1. Vorsitzender des BDB Frankfurt Rhein Main und Rainer von Borstel, Hauptgeschäftsführer des VbU Hessen seinerzeit in Schlüchtern, dann folgte eine Veranstaltung im ABZ in Nidda. Reimann und sein Sohn Jan-Niklas, der das Referat Studenten beim BDB Frankfurt Rhein-Main ehrenamtlich betreut, haben sich zum Ziel gesetzt, diese gemeinsame Aktion fortzuschreiben, stärker auch in der Ballungsregion Frankfurt Rhein-Main mit diesem Thema präsent zu sein, was die „Väter des Gedanken“, Andreas Ostermann und Rainer von Borstel ausdrücklich begrüßen.

 

Vater und Sohn Reimann können gute Nachricht an die Verbände übermitteln. „Ich freue mich total, dass wir nun ein Gespräch mit der IHK Gießen-Friedberg führen und uns zu diesem wichtigen Thema austauschen konnten. Das war ein gute Idee meines Vaters, diese Initiative auch der IHK vorzustellen“ sagt Jan-Niklas Reimann.  Nun konnte auch die IHK Gießen-Friedberg als Partner gewonnen werden. Reimann sen. ergänzt: „Wir haben mit Elke Ehlen als Geschäftsführerin der Aus- und Weiterbildung und Raid Nashef ein richtig lebhaftes Gespräch geführt. Die IHK will diese Initiative begleiten und unterstützen. Mit den ergänzenden Ideen der IHK werden wir sicher weitere Partner gewinnen und den Wirkungskreis ausweiten können. Elke Ehlen hat konkrete Absichten, die Sie im Interesse der Sache zeitnah umsetzen will.“

 

Oft sind die Probleme wohl hausgemacht. „Die Baubranche hat noch den Charakter des Einfachen und das hören die jungen Menschen oft im Elternhaus. Diese Meinung ist aber in der heutigen Zeit nicht richtig. Die Arbeiten als Fachkraft auf dem Bau sind komplexer geworden in Sachen Technik, Materialien, Bauabläufe und gesetzlichen Vorgaben. Entsorgung hat sich zu einer eigenen Philosophie entwickelt, stellt die Verantwortlichen vor völlig neue Herausforderungen.“ Reimann glaubt, dass Bau sich zu einem spannenden Beruf gemausert hat, denn junge Leute können sich in verschiedenen Arbeitsbereichen spezialisieren. Die Branche bietet Sicherheit, Ballungsregionen werden bis 2030 boomen und eine weiterhin kräftige Nachfrage nach Bauleistungen erfahren.

 

Ein Plus der Branche sind die hohen Ausbildungsvergütungen und die Zukunftssicherung. „Wir bieten nicht nur Abiturienten sondern auch Haupt- und Realschülern weiterhin eine exzellente Perspektive in der deutschen Bauwirtschaft. Wir brauchen die Unterstützung aller Branchenverbände und setzen als BDB Frankfurt Rhein Main ein wichtiges Signal. Lassen Sie und als Ausbildungsbetriebe in der Bauwirtschaft ein starkes Signal an die Schulen senden, wir sind dort als Handwerk nicht mehr präsent. Qualität muss sich gegenüber Quantität wieder durchsetzen, der teilweise ruinöse Wettbewerb gehört mit aller Konsequenz unterbunden, auch gerade im Interesse des uns fehlenden Nachwuchses“, so das Fazit des ALEA-Chefs.

 

BDB-HessenFrankfurt