Ergebnisse der Sondierungsgespräche aus Sicht der Architekten und Ingenieure im BDB enttäuschend

 

Für den Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure erfüllen die Ergebnisse der Sondierungsgespräche von CDU, CSU und SPD vom 12.01.2018 die Erwartungen der planenden Berufe nur im Ansatz. Von dem Anspruch der Sondierungsparteien, „die Probleme anzupacken und mutige Ziele für die nächsten vier Jahre zu setzen“ ist, was die Maßnahmen zum Wohnungsbau angeht, nicht viel erkennbar. „Es sind dringend weitere Präzisierungen und ein größeres finanzielles Engagement des Bundes notwendig, um die Lücke zwischen den tatsächlich fertiggestellten und den jährlich benötigen ca. 400.000 Wohnungen pro Jahr zu schließen“, so Präsident Hans Georg Wagner.

 

Der BDB fordert daher, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Länder und Kommunen die Grunderwerbssteuer für preisgebundenen Wohnungsbau absenken und für unbebaute, jedoch baureife Grundstücke des Wohnungsbaus eine höhere Grundsteuer festsetzen können. Das kann auch einen Beitrag dazu leisten, dem Preisanstieg für Bauland entgegenzuwirken, der einer der Kostentreiber des Wohnungsbaus ist und der nach Untersuchungen des DIW (DIW Wochenbericht Nr. 1+2.2018) die Bauaktivitäten mittelfristig bremst.

 

Der BDB und seine Mitglieder stehen für integrale Planung, die alle am Planungsprozess Beteiligten frühzeitig einbezieht. Dieser ganzheitliche Ansatz hilft Kosten und Zeit zu sparen und leistet einen Beitrag zum kostengünstigen Bauen. „Auch zum digitalen Planen und Bauen hätten wir uns stärkere Akzente gewünscht, die allerdings die gewachsene mittelständisch geprägte Bürostruktur der Architekten und Ingenieure in Deutschland berücksichtigen muss. Die Ziele der Sondierungsparteien sind in dem zu schließenden Koalitionsvertrag daher dringend noch zu konkretisieren“, so Hans Georg Wagner abschließend.

 

BDB-Bund




Bücher

VOB 2016

vom Deutschen Vergabe- und Vertragsausschuss für Bauleistungen.

492 Seiten, Format 15,1 x 21 cm,
gebunden,
49,00 EUR

Beuth Verlag, Berlin

ISBN: 978-3-410-61296-4

 

 

Die neue Gesamtausgabe VOB 2016 ersetzt die Gesamtausgabe VOB 2012 sowie den Ergänzungsband 2015 und ist seit dem 1. Oktober 2016 verbindlich anzuwenden.

 

Es wurden überarbeitet:

– DIN 1960 „VOB Teil A: Allgemeine Bestimmungen für die Vergabe von Bauleistungen“

– DIN 1961 „VOB Teil B: Allgemeine Vertragsbedingungen für die Ausführung von Bauleistungen“

 

Die VOB/C beinhaltet die Allgemeinen Technischen Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV), die gleichzeitig auch als DIN-Normen herausgegeben werden. Durch die ständige Weiterentwicklung im technischen Bereich sind die ATV hinsichtlich ihrer praxisgerechten Anwendung zu überprüfen und entsprechend zu aktualisieren.

 

Für die Gesamtausgabe 2016 wurden durch die Hauptausschüsse Hochbau und Tiefbau (HAH und HAT) des DVA diverse ATV fachtechnisch fortgeschrieben.

 

Darüber hinaus wurden insgesamt 48 ATV redaktionell überarbeitet. Eine neue ATV wurde erarbeitet, ATV DIN 18329 „Verkehrssicherungsarbeiten“. Der Inhalt von ATV DIN 18367 „Holzpflasterarbeiten“ wurde in ATV DIN 18356 eingearbeitet. Diese überarbeitete ATV DIN 18356 erhält damit den Titel „Parkett- und Holzpflasterarbeiten“. Die ATV DIN 18367 entfällt. ATV DIN 18333 „Betonwerksteinarbeiten“ wurde unverändert gelassen.

 

Auch zur VOB 2016 wird es einen Zusatzband geben. Dieser Zusatzband enthält die Teile A und B der VOB, sowie das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB Teil 4), die Vergabeverordnung (VgV), die Vergabeverordnung Verteidigung und Sicherheit (VSVgV), die Sektorenverordnung (SektVO), die Konzessionsvergabeverordnung (KonzVgV), die Vergabestatistikverordnung (VergStatVO), die Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen (VOL/A, 1. Abschnitt) und die Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen (VOL/B).

 

Beuth Verlag

 

 

 

 

 

Erfolgreich sanieren – normativ oder sachverständig?

von BuFFAS e.V.

264 Seiten, Format 14,7 x 21,0 cm,
kartoniert,
29,99 EUR

Beuth Verlag, Berlin

ISBN: 978-3-410-28053-8

 

 

Unter dem Motto „Erfolgreich sanieren – normativ oder sachverständig“ fanden vom 2. bis zum 4. November die 28. Hanseatischen Sanierungstage im Ost-seebad Heringsdorf auf Usedom statt.

 

Einmal jährlich richtet der Bundesverband Feuchte & Altbausanierung (BuFAS) die Tagung aus und bietet einen geeigneten Raum um normative Vorgaben und Praxiserkenntnisse kritisch gegenüberzustellen.

 

Im Tagungsband werden dem Leser die gehaltenen Vorträge der folgenden Sektionen bereitgestellt:

//  Bauen und Bau im Bestand
//  Sanierungspraxis – Beginn eines Monitorings
//  Holzbau/Holzschutz
//  Forschung/Regelwerke
//  Hohlraumdämmung
//  Nachwuchs – Innovationspreis Bauwerkserhaltung
//  Baurecht
//  Innendämmung

 

Beuth Verlag

 




Kooperation mit der Bau-Akademie Dr. Koch

 

 

BAUMEISTER AKADEMIE und die Bauakademie Dr. Koch kooperieren. Rund um das Thema Baurecht soll ein attraktives Fort- und Weiterbildungsangebot aufgebaut werden.

Alle in Kooperation stattfindenden Fort- und Weiterbildungsangebote finden Sie auf unserem Internetportal  unter www.baumeister-akademie.de

 




BARRIEREFREIHEIT UND ENERGIEEINSPARUNG BLEIBEN GRÜNE ZIELE

Mathias Wagner, MdL, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen (zweiter v.r.), Dipl.-Ing. (FH BDB Andreas Ostermann, 1.Vorsitzender BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (zweiter v.l.), Architekt BDB Carsten R. Kulbe, 2. Vorsitzender BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (links), Architekt BDB Tobias Rösinger, Referat Baumeister (Projektentw./gewerbl. Arch.) BDB Frankfurt Rhein Main e.V. (rechts)

 

„Inklusion ist eine unserer grundlegenden Forderungen. Und Energiepolitik ist das Thema, daß uns Grüne von Anfang an bewegt. Auch wenn mit der Ausrichtung auf entsprechendes Bauen Kosten verbunden sind: Barrierefreiheit und Energieeinsparung bleiben für uns wichtige Ziele beim Wohnungsbau.“ so Mathias Wagner, Fraktionsvorsitzender der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

 

Im Gespräch im hessischen Landtag hatte der BDB-Frankfurt Rhein Main e.V. seine Positionen zur Novellierung der HBO vorgetragen. Darin werden neben der Anhebung der Merkmale für Sonderbauten und die Anpassung der Abstandsflächenregelungen auch die Änderung der gesetzlichen Vorgaben für barrierefreies Bauen gefordert.

 

„Die Regelungen zum barrierefreien Bauen sind überzogen und kompliziert. Einige wenige Wohnungen müssen sehr hohe Anforderungen zur Barrierefreiheit erfüllen. Dass bedürftige Personen später tatsächlich in diesen Wohnungen wohnen, das ist gar nicht sicher.“ stellt Tobias Rösinger, Dipl.-Ing. Architekt BDB (Referat Baumeister, Projektentwickler/gewerbl. Architekten im BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.) fest. „Auf eine Quote für barrierefreie Wohnungen sollte verzichtet werden. Wenn dafür für alle Wohnungen die Vorgaben für Barrierefreiheit moderat angehoben werden, nutzt das allen viel mehr.“

 

Auch das Thema Energieeinsparverordnung (EnEV) wird offensiv angesprochen. Der BDB plädiert bundesweit für ein EnEV-Moratorium. Die Auswirkungen bisheriger Verordnungen sollen untersucht und in Bezug auf ihre Wirksamkeit validiert werden.

 

„Weitere Verschärfungen der Energieeinsparverordnung werden von uns in der aktuellen Situation der Preisentwicklung auf dem Wohnungsmarkt sehr kritisch gesehen.“ sagt Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (1.Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.). „Wenn die Anforderungen weiter erhöht werden, werden auch die Kosten weiter steigen. Der Nutzen für den Klimaschutz steigt aber nicht im gleichen Maße. Hier brauchen wir intelligentere Konzepte.“

 

Wagner interessiert, was Hintergrund des Engagements ist:

 

„Die Kammern – Architektenkammer oder Ingenieurkammer – organisieren die Selbstverwaltung des Berufsstandes. Jeder Architekt muß Mitglied der Architektenkammer sein. Die Mitgliedschaft und das Engagement in einem Berufsverband ist hingegen freiwillig und ehrenamtlich.“ erklärt Dipl.-Ing. Architekt BDB Carsten R. Kulbe (2.Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.). „Wenn sich dort Berufskollegen zu Arbeitsgruppen treffen und berufspolitische Positionen erarbeiten, dann geht es immer um Themen, die den Mitgliedern besonders wichtig sind. Das in die politische und gesellschaftliche Diskussion zu tragen, das ist unser Anliegen und unsere Aufgabe.“

 

Der BDB-Frankfurt Rhein Main lädt ein, den Dialog weiter fortzusetzen:
Der Architekt, der Bauingenieur oder der Bauhandwerker ist in den Reihen der Mandatsträger in den Landtagsfraktionen selten. Die Verbände der Bauwirtschaft müssen entsprechende Aufklärungsarbeit leisten. „Es ist notwendig, mit den politischen Entscheidungsträgern auch fachlich intensiv zu diskutieren,“ sagt Ostermann. „Nur aus einem anregenden Austausch der Standpunkte und dem Abwägen vorgetragener Argumente können adäquate Problemlösungen gefunden werden.“

 

BDB-HessenFrankfurt




ZINSLAND – Hamburger Start-Up-Unternehmen stellt Crowdfunding-Modell vor

 

Im Rhein-Main-Gebiet ist der Bauboom ungebrochen, doch allmählich werden bei der Kreditvergabe die Zügel angezogen. Als Ergänzung zum Angebot der Geschäftsbanken wirbt die ALEA Hoch- und Industriebau AG mit einer Kooperation für das Crowdinvesting-Modell des Hamburger Start-Up-Unternehmens Zinsland. Die Finanz-Plattform sammelt von Anlegern Mezzanine-Kapital ein und stellt es Bauträgern zur Verfügung.

 

„Die Geschäftsbanken finanzieren Bauträger nicht mehr so großzügig, wie früher“, stellt Thomas M. Reimann fest, der Vorstandsvorsitzende der ALEA Hoch- und Industriebau. Für große Unternehmen sei das weiter kein Problem, wohl aber für kleine und mittelgroße Bauträger. Trotz des weiterhin ungebrochenen Bau-Booms im Rhein-Main-Gebiet kann das Projekte ins Stocken bringen. Deswegen hat Reimann jetzt eine Kooperation mit dem Hamburger Start-up Zinsland geschlossen. Die Finanz-Plattform ist deutschlandweit eine der führenden Anbieter beim Zusammenbringen von Privatanlegern und Projektentwicklern.

 

Das Team von Zinsland verfügt über langjährige Immobilien- und Finanzierungsexpertise und steht seit der Gründung 2014 im regen Austausch mit einer Großzahl von Projektentwicklern. Für derzeit mehr als 3.000 Anleger akquirieren sie von ihnen Immobilienprojekte die sie auf der Internetseite www.zinsland.de vorstellen. Dabei erfolgt durch das 22-köpfige Team keine individuelle Investmentberatung, sondern lediglich eine Vermittlung zwischen Investoren und Projektentwicklern. Die Anleger investieren Beträge von 500 bis 10.000 Euro in konkrete Projekte. Derzeit dominiert der Wohnungsbau mit einem Anteil von fast 90 Prozent. Bei einer Laufzeit von ein bis drei Jahren erhalten sie fünf bis sieben Prozent Rendite, haben aber auch das Risiko, dass ein Projekt scheitern kann. Daher empfiehlt sich eine solche Investition grundsätzlich nur als Beimischung in das eigene Portfolio.

 

„Vor 10 Jahren hätte es uns nicht gegeben“, erläutert Michael von Gruenewaldt, CFO von Zinsland. Damals seien Projekte zu 90 Prozent von den Banken finanziert worden. Nach der Finanzkrise aber sind die notwendigen Eigenkapitalquoten der Banken so gestiegen, das mittlerweile 20 bis 30 Prozent des Kapitals, je nach Risikoprofil, selbst finanziert werden muss. An dieser Stelle kommt Zinsland ins Spiel. Die Hanseaten ergänzen mit ihren Nachrangdarlehen im Schnitt 10 Prozent der Kreditsumme. Diesen Teil der Finanzierung nennt man Mezzanin, weil sie zwischen Fremd- und Eigenkapital liegt. „Der Markt erfindet sich gerade neu“, sagt von Gruenewaldt. Bisher habe es nur für sehr vermögende Privatanleger die Möglichkeit gegeben, in Mezzanine-Kapital zu investieren.

 

Das Angebot von Zinsland fülle eine Lücke und schaffe echten Mehrwert, betont Reimann. Denn oft kann mit dem Zinsland-Kredit Kapital vom Projektentwickler ausgelöst werden. „Das schafft freies Eigenkapital, so kann gleich das nächste Projekt angeschoben werden.“

 

Für diese Kooperation möchte Reimann auch bei dem Bund Deutscher Baumeister Frankfurt/Rhein-Main (BDB) werben, dessen Vorstandsmitglied er ist. Das Angebot des Crowdinvesting-Unternehmens Zinsland sei schon für die hundert Geschäftspartner der ALEA interessant, umso mehr gelte das für die 500 Mitglieder des BDB, Ingenieure, Architekten und Unternehmer. Reimann hat ZINSLAND seinen Kunden bereits für Projektentwicklungen empfohlen.

 

Andreas Ostermann, 1. Vorsitzender des BDB Frankfurt Rhein Main sagt: „Ich bin nach der Vorstellung von Herrn von Gruenewaldt auch davon überzeugt, dass wir mit dem Angebot von Zinsland den Projektentwicklern und Bauträgern unter unseren Mitgliedern hilfreiche Kontakte zur Finanzierung von Projekten vermitteln können. Ich bin davon überzeugt, dass wir den Gesamtvorstand von einer engen Zusammenarbeit überzeugen können. Kollege Reimann hat uns mit Zinsland einen hochinteressanten Partner vorgestellt.“

 

Reimann kündigt an, gemeinsam mit dem BDB und Zinsland in Kürze eine Präsentationsveranstaltung in Bad Vilbel durchführen zu wollen. „Ich sehe ALEA in einer Vorreiterrolle und führe aufgrund meiner ehrenamtlichen Engagements letztendlich zusammen, was sich ideal ergänzt“, so Reimann.

 

 

 

Thomas M. Reimann




Gemeinsame Positionen für Landtagswahl in Hessen 2018

 

Am 1. Dezember 2017 fand die 5. Sitzung der Initiative „Impulse für den Wohnungsbau – HESSEN“ statt. Die Vertreter der teilnehmenden Verbände, Institutionen und Kammern haben anläßlich dieses Arbeitstreffens die Ausrichtung der Aktivitäten für das Jahr der Landtagswahlen in Hessen 2018 festgelegt.

 

Verbände und Institutionen der Initiative wollen zu Positionen, die von allen gleichermaßen vertreten werden, im Wahljahr gemeinsam auftreten. Durch abgestimmte Veröffentlichungen sollen Themen mit Nachdruck platziert werden.

 

Die Initiative „Impulse für den Wohnungsbau – HESSEN“ wird von allen als gute Ergänzung zu bereits bestehenden Aktivitäten gesehen.

 

IW-Hessen




Mit dem Ehrenamt im BDB unternehmerisch aktiv

 

Bad Vilbeler Innenstadt ist eine begehrte Wohnadresse

Im Grünen Weg entstehen sieben Eigentumswohnungen für Familien

 

Joachim Pfeil, Geschäftsführer der XWAY Beteiligung Alpha GmbH und Dr. h.c. Thomas M. Reimann, CEO der ALEA Hoch- und Industriebau AG sind gemeinsam im Vorstand des BDB Frankfurt Rhein Main engagiert. Ein Projekt in Bad Vilbel hat die beiden aktiven Unternehmer nun auch auf baulicher Ebene zusammengeführt.

 

Dass die Bagger rollen, ist ein für Bad Vilbel typischer Anblick. Doch nicht nur bei Großprojekten wie der Therme und dem Kurhaus, sondern auch bei der Neugestaltung der Innenstadt geht es stetig voran. Das zeigt jetzt auch der Blick in den Grünen Weg 1. In zentraler Lage entsteht dort ein Wohnhaus für sieben Familien. Wie begehrt die Wohnungen in den Größen von 40 bis 150 Quadratmeter sind, zeigt sich bereits darin, dass alle Wohnungseinheiten direkt vom Bauplan weg verkauft worden sind, freut sich Bauherr Joachim Pfeil. Mit seiner XWAY Beteiligung Alpha GmbH hat der Projektentwickler bereits mehrere Vorhaben in der Brunnenstadt und dem Rhein-Main-Gebiet realisiert.

 

 

 

„Es ist schön, einen weiteren Beitrag zur Innenstadtentwicklung Bad Vilbels beitragen zu können. Bad Vilbel ist eine tolle Stadt, die sich sehr dynamisch entwickelt“, lobt Pfeil. Als Partner hat er das ebenfalls in Bad Vilbel mit einer Niederlassung ansässige Traditionsunternehmen ALEA Hoch- und Industriebau AG gewählt. Den Bauvertrag mit dem ALEA-Vorstandsvorsitzenden Dr. h.c. Thomas M. Reimann hat er am Mittwoch, 13. Dezember, unterzeichnet. „Es freut mich, dass wir ganz in der Nachbarschaft zu unserem Vorhaben Frankfurter Straße 32, einem größeren Wohn- und Geschäftshaus auf dem ehemaligen Schleenbäcker-Gelände, nun auch im Grünen Weg 1 für Joachim Pfeil tätig werden können“, ergänzt Reimann.

 

Die Nähe der beiden Baustellen hat noch einen weiteren Vorteil: „Dank der Planungen des Bauträgers können wir die Beeinträchtigungen für die Bürger während der Bauzeit für beide Bauvorhaben mit nur einer Baustelleneinrichtungsfläche minimieren“, erläutert  Reimann. Der erste Spatenstich auf dem Gelände ist bereits erfolgt, der Abbruch der früheren Bebauung fast erledigt. Die Bauzeit im Grünen Weg wird etwa 14 Monate betragen, was allerdings auch vom Wetter abhängt, erläutert der Bauunternehmer.

 

ALEA ist seit inzwischen 1899 als Rohbauunternehmen in 4. Generation im Rhein-Main-Gebiet erfolgreich aktiv. Größere Wohnbaumaßnahmen hat das Unternehmen in der jüngsten Vergangenheit am Bad Vilbeler Nordbahnhof, in Frankfurt Nieder-Eschbach und in Neu-Isenburg abgeschlossen. Aktuell entsteht in Offenbach am Main ein großes Projekt.

 

Dr. h.c. Thomas M. Reimann




Fachkräftemangel in Zeiten einer boomenden Branche erfolgreich meistern

 

An einem geschichtsträchtigen Ort ist die Firma ALEA Hoch- und Industriebau AG tätig: Maurer legen die 20 Zentimeter dicke Bodenplatte des denkmalgeschützten Hassia-Brunnentempels im Kurpark frei. Die Hassia Quelle   war 1936/37 von Wilhelm und Otto Hinkel gemeinsam mit der Stadt Bad Vilbel erbohrt worden. 1955 wurde das Quellvorkommen als Heilquelle staatlich anerkannt. Das Mineralwasser kommt aus einer Tiefe von 120 Metern. Die Bodenplatte ist im Laufe der Jahre wasserdurchlässig geworden, was die darunter liegende „Brunnenstube“ mit der Technik des Brunnens und dem Zugang zum Quellenschacht beeinträchtigt. Die beiden Maurer Zerif Ajvazi und Shaib Ymeri haben die Bodenplatte rings um den Brunnen und etwa 20 cm vom Unterbau freigelegt. „Arbeiten am Denkmal sind Aufgaben, die einen Facharbeiter im Bauhauptgewerbe fordern. Hier ist oftmals Filigranarbeit notwendig, da kommt zum Anwendung, was in der Ausbildung erlernt wurde“, so Reimann. „Weitere Fachfirmen werden dort mit Bitumenschweißbahnen eine neue Isolierschicht auftragen und die „Brunnenstube“ renovieren“, ergänzt der bauleitende Architekt Achim Stelz. „Das Pflaster setzen die ALEA-Mitarbeiter wieder auf, doch das Erdreich darunter muss entsorgt werden, weil es sich nicht ausreichend verdichten lässt. Dafür soll mit Schotter aufgefüllt werden.“

 

Das ist aber nur ein Auftrag von vielen, die die ALEA derzeit in Bad Vilbel und der Rhein-Main-Region ausführt. Dr. h.c. Thomas M. Reimann, CEO der ALEA, sieht den Auftragsboom aber auch als Herausforderung, weiterhin aktiv gegen den Fachkräftemangel vorzugehen. „Wir können heute langfristig einen interessanten und abwechslungsreichen Job mit immer neuen Aufgaben garantieren“. Aktuell sind in dem Unternehmen immer noch zwei Ausbildungsplätze zum Maurer und Kanalbauer unbesetzt. Die beiden Facharbeiter auf der Hassia-Brunnenbaustelle haben sich indes früh um ihre Arbeitsmarktchancen gekümmert. Beide waren zuvor Schreiner, haben vor mehr als 10 Jahren jedoch auf Maurer umgesattelt, als die Aufträge in ihrer Branche zurückgingen. „Das Maurerhandwerk ist eine dreijährige Ausbildung, die für Berufsumsteiger oft auf zweieinhalb Jahre verkürzt werden kann“, erläutert Reimann. Heute müssten die beiden jedoch nicht mehr ihren Beruf wechseln, denn in der gesamten Rhein-Main-Region gebe es in allen Gewerken Facharbeitermangel, was auch erst kürzlich mit der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main erörtert wurde.

 

In diesem Sinne hat Reimann als Mitglied des Vorstands im BDB Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Frankfurt/Rhein-Main (BDB) eine weitere Initiative auf den  Weg gebracht. Der BDB soll Kooperationspartner der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) werden. Mit der Vertragsunterzeichnung wollen die im BDB zusammengeschlossenen  Architekten, Ingenieure und Unternehmer zum Partner werden für das Duale Studium, das am THM-Standort Bad Vilbel angeboten wird. Reimann, und seinem Mitstreiter beim BDB, dem 1. Vorsitzenden Andreas Ostermann, ist das Thema eine Herzensangelegenheit. Dort werden die Studiengänge in enger Abstimmung mit den Firmen aufgelegt, die ihren künftigen Mitarbeitern das Studium finanzieren. Ostermann und Reimann, die Initiatoren freuen sich nach rund 12 Monaten umso mehr, dass auch die IHK Gießen-Friedberg mit Elke Ehlen, die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main mit Bernd Ehinger und Dr. Christof Riess und der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V. (VbU) mit Rainer von Borstel das Projekt unterstützen. „Solch eine Initiative muss breit angelegt sein, denn nur gemeinsam sind diese Herausforderungen erfolgreich zu stemmen“, so Ostermann. Mein Kollege Reimann musste mich nicht lange überzeugen, um dieses Thema als BDB zu unterstützen. Und das Fazit: „Es müssen nicht immer akademische Abschlüsse sein, um erfolgreich zu werden“, betont Reimann. Mittlerweile liege die Ausbildungsvergütung in der Baubranche über der von Banken. Er möchte deshalb künftig auch um Studienabgänger werben, die etwa das Ingenieurstudium abgebrochen haben. Sie hätten nach einer Maurerlehre die Chance, als Polier teilweise mehr zu verdienen, als nach einem Studium.

 

Dieter Deul




Baugewerbe verleiht Förderpreise an künftige Führungskräfte

 

Abschlussarbeiten zwischen Design, Effektivität und Kostendruck
Die Hessische Bauwirtschaft verleiht zum 31. Mal den Förderpreis

 

Bereits zum 34. Mal hat der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e. V. (VbU) am 17. November 2017 seine jährlichen Förderpreise für herausragende Examensarbeiten in den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen und Bauwirtschaft vergeben. Zur Feierstunde im Haus der Wirtschaft Hessen in Frankfurt waren wieder zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gekommen.

 

„Mit dieser Auszeichnung haben wir uns das Ziel gesetzt, Studierende, die in besonderer Weise fachlich begabt sind, durch einen finanziellen Anreiz zu unterstützen und an die Praxis heranzuführen“, so VbU-Präsident Dipl.-Ing. Frank Dittmar. Kostenbewusstes Planen und Bauen, bei gleichzeitig guter Qualität und anspruchsvoller Architektur seien dabei die Leitthemen der Förderpreise. „Gerade die Absolventen der Hochschulen werden die Führungskräfte sein, auf deren innovative Ideen es für das künftige Baugeschehen ankommen wird.“

 

Die Festansprache hielt Dipl.-Ing. Ralf Ludwig von der Fraport AG Frankfurt. Er gab einen spannenden Einblick in das  Großprojekt „Terminal 3“.

 

Mit einem Preisgeld von EUR 1.000,– wurde die Siegerin in der Kategorie Architektur, Carolin Ritter, von der Frankfurt University of Applied Sciences ausgezeichnet. Die Arbeit wurde von Prof. Dipl.-Ing. Jean Heemskerk und Dipl.-Ing. Dominik Wirtgen betreut. In ihrer Abschlussarbeit hatte sie eine methodische Gegenüberstellung von Wirtschaftlichkeits- und Effizienzaspekten an einem Beispiel der Bahnstadt Heidelberg auf hervorragende Art und Weise dargestellt. Platz 2 belegte Lukas Rau von der Technischen Hochschule Mittelhessen für seine Arbeit zum Thema „Mies van der Rohe – WeiterBauen“. Er erhielt EUR 750,–. Den 3. Platz und ein Preisgeld von EUR 500,– sicherte sich Jochen Sauer von der Frankfurt University of Applied Sciences. Seine  Arbeit befasste sich ebenfalls mit der Bahnstadt Heidelberg und zwar konkret mit der Vertiefung der Sandwichfassade.

 

In der Kategorie Bauingenieurwesen siegte Maximilian Bienhaus von der Technischen Universität Darmstadt mit seiner Arbeit zur konzeptionellen Entwicklung von Brückenkappen in Fertigteil- und Halbfertigteilbauweise. Betreut wurde sie von Prof. Dr.-Ing. Carl-Alexander Graubner. 2. Siegerin wurde Tjadina Mey von der Frankfurt University of Applied Sciences, die sich mit dem Einsatz von BIM-basierten Planungsprozessen bei der Ausführung der technischen Gewerke des Hochbaus befasste. Den 3. Platz sicherte sich Katharina Kröll von der Technischen Hochschule Mittelhessen. Sie  widmete sich in ihrer Arbeit den aktuellen Herausforderungen von Bauunternehmen durch die Umstellung des Bauordnungsrechts.

 

Die Preise für die Kategorie Wirtschaft wurden in diesem Jahr wieder von der Frankfurter Volksbank gestiftet. Sieger wurde Peter Richard Wildemann von der Hochschule Darmstadt. Prof. Dr.-Ing. Alexander Bubenik war Betreuer der Arbeit, die sich mit den Möglichkeiten der Digitalisierung in der Materialwirtschaft im Bauwesen auseinandersetzte. Platz 2 ging an Rene Weigel von der Universität Kassel. Er hatte eine Bewertung ausgewählter Nachweisverfahren für die terminbezogene Beurteilung auftragnehmerseitiger Ansprüche aus Bauzeitnachträgen durchgeführt. Den 3. Platz sicherte sich Tobias Löllmann von der Hochschule RheinMain für seine Analyse der französischen Bauwirtschaft und Ermittlung der Anforderungen an kleine und mittelständische Bauunternehmen bei der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen.

 

Insgesamt 13 Expertinnen und Experten aus Verbänden, Wissenschaft und Praxis bildeten die unabhängige Preis-Jury des Wettbewerbs:

 

Dipl.-Ing. Dietmar Bücher, Bücher – Schlüsselfertiges Bauen, Idstein

Dipl.-Ing. Karlheinz Brömer, Brömer & Sohn GmbH, Wiesbaden

Dipl.-Ing. Rainer Burkert, ehem. öff. best. und vereidigter Bau-Sachverständiger, Gudensberg

Architekt Wolfgang Dunkelau, Bund Deutscher Architekten, Vorsitzender der Gruppe Frankfurt, Frankfurt

Dipl.-Ing. Michael Grebe, Grebe GmbH & Co KG, Lahntal

Dipl.-Ing. (FH) Architektur Christina Hoffmann, RKW Kompetenzzentrum, Eschborn

Dipl.-Ing. Architektur Petra Klein-Haardt, Teamleitung Bauaufsicht Frankfurt, Frankfurt

Prof. Dr.-Ing. Karsten Körkemeyer, TU Kaiserslautern, Kaiserslautern

Prof. Dr.-Ing. Michael Küchler, Hochschule Mainz University of Applied Science, Mainz

Marc Leister, Regionaldirektor der Frankfurter Volksbank, Frankfurt

Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Berlin

Dipl.-Ing. (FH) Andreas Ostermann, Vorsitzender des Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e. V.,  Frankfurt

Dipl.-Ing.Jürgen Richter, Hess. Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Wiesbaden

 

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Anna Dieckhöfer, VbUH




Jetzt anmelden – Jahresauftaktveranstaltung der hessisch-thüringer Bauwirtschaft 2018

 

 

Am 25. Januar 2018 findet bereits zum vierten mal die Jahresauftaktveranstaltung der hessisch-thüringer Bauwirtschaft in Frankfurt statt. BDB-HESSENFRANKFURT ist Mitveranstalter der Veranstaltung. Das einleitende Impulsreferat zur wohnungspolitischen Diskussion wird von Dipl.-Ing. Architekt BDB Tobias Rösinger gehalten:

 

Entwicklung von Standards im Wohnungsbau
Dipl-Ing. Architekt BDB Tobias Rösinger,
Geschäftsführender Gesellschafter Wentz&Co. GmbH,
Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e.V.

 

 

 

Darauf aufbauend diskutieren Vertreter der Fraktionen im hessischen Landtag zur Wohnungsbaufrage:

 

Weiter so oder Kurswechsel – Wohin steuert die Wohnungsbaupolitik?

Elke Barth MdL, mittelstandspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag

Ulrich Caspar MdL, wohnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag

Hildegard Förster-Heldmann MdL, wohnungspolitische Sprecherin der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion im Hessichen Landtag

Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn MdL, haushaltspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag

Hermann Schaus MdL, wohnungspolitischer Sprecher der Die Linke-Fraktion im Hessischen Landtag

 

 

 

Die Diskussionsrunde wird moderiert von Werner Schlierike (Hessischer Rundfunk).
Wir erwarten eine spannende Diskussion zur Wohnungsbaufrage im Wahljahr 2018 in Hessen.

 

Jetzt hier anmelden!

 

BDB-HESSENFRANKFURT