„Wiesbadener Erklärung“ heute unterzeichnet!

 

Architekten und Ingenieure in Hessen erwarten von der neuen Landesregierung eine grundlegende Reform des hessischen Vergaberechts.

 

Freiberufliche Leistungen im Unterschwellenbereich sind von der Anwendung des Hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetzes (HVTG) auszunehmen. Sie sind nicht im Voraus abschließend beschreibbar, Preiswettbewerb macht daher keinen Sinn. Untersuchungen zeigen, dass die Qualität der Planung nur durch angemessene Honorare sichergestellt werden kann. „Wer billig plant, baut teuer!“ Einem Leistungswettbewerb nach der alten Rechtslage vor Einführung des HVTG stellen sich die Planer gerne. Keinesfalls sollte an dem bürokratischen Hemmnis des Interessenbekundungsverfahrens für Planungsleistungen festgehalten werden.

 

Das HVTG behindert nicht nur die Kommunen und Vergabestellen des Landes bei der Vergabe freiberuflicher Architekten- und Ingenieur-Leistungen: Die Vergabestellen leiden zunehmend unter Bietermangel, weil die Bieter sich in Anbetracht dieser ohne Not geschaffenen Vergabe-Bürokratie zurückziehen. Der betriebswirtschaftliche Aufwand steht für die Bieter häufig außer Verhältnis zu den Erfolgschancen. Der enorme Mehraufwand für das Vergabeverfahren nach HVTG ist in den Honorarordnungen nicht eingepreist. Das geltende Gesetz fördert im Bereich der Freiberuflichen Leistungen weder Wettbewerb noch Transparenz und nimmt nicht zur Kenntnis, dass die geltenden Honorar- und Gebühren­ordnungen Preiswettbewerb von vorneherein ausschließen (i. e. HOAI und insbesondere die Verwaltungskostenordnung für den Geschäftsbereich des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung u.a.).

 

Die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, die Ingenieurkammer Hessen sowie die mitwirkenden Berufsverbände fordern: Die Architekten- und Ingenieurleistungen müssen aus dem Anwendungsbereich des HVTG ausgenommen werden!

 

Bis die unverzichtbare Novelle des HVTG und die Angleichung an die Unterschwellenvergabeordnung kommt, müssen zügig folgende Änderungen umgesetzt werden:

  • Einheitliche Muster im Interessenbekundungsverfahren, sowie Erläuterungen zur Handhabung
  • Eine strikt restriktiv ausgelegte Verhältnismäßigkeit der geforderten Eignungskriterien zur Planungsaufgabe
  • Verbindliche Angaben zu den Parametern der Planungsaufgabe und HOAI-Honorarzone
  • Ab € 50.000 Schwellenwert: Prüfpflicht für geregelte Planungswettbewerbe gemäß RPW mit Begründung der Vergabestelle, ob ein Planungswettbewerb (insbesondere für Architektenleistungen) anstelle einer Beschränkten Ausschreibung oder Freihändigen Vergabe durchgeführt werden soll

 

Wiesbadender Erklärung vom 13.06.2018

AKH




Wohnungsnot nur durch private Investoren zu lindern

 

Reimann: „Mietpreisdeckel ist unzureichende Symbolpolitik. Mehr Bauland für mehr Neubau nötig. Wohnungsnot nur durch private Investoren zu lindern.“

 

Als „gutgemeinte, aber doch unzureichende Symbolpolitik“ wertet die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) die wohnungspolitischen Ankündigungen von Ministerpräsident Bouffier und Umweltministerin Hinz. Das Land Hessen will unter anderem auf die Auszahlung der Dividende der Nassauischen Heimstätte verzichten, um den Mietanstieg zu begrenzen.

„Durch staatliche Subvention die Mieter der Nassauischen Heimstätte mit geringen und mittleren Einkommen zu entlasten, ist zwar gut für die Begünstigten, beseitigt aber nicht den Mangel an Wohnraum. Hundertausende Mieter und junge Familien gehen leer aus. Sie suchen eine passende Wohnung oder ein Eigenheim in Nähe ihrer Arbeitsplätze. Land und Kommunen sollten mehr als bisher für alle Mieter und Eigenheimnutzer eintreten“, sagte Thomas Reimann, Vorsitzender des VhU-Bau- und Immobilienausschuss und Vorstandsvorsitzender der mittelständischen Bauunternehmung ALEA AG in Frankfurt.

„Nur mehr Angebot dämpft den Mietpreisanstieg. Um die Wohnungsmärkte zu entspannen, muss rasch mehr Bauland von den Kommunen ausgewiesen werden. Das Land sollte Städte und Gemeinden im kommunalen Finanzausgleich (KFA) kräftige Anreize geben, um mehr Bauland zur Verfügung zu stellen. Denn viele Kommunen scheuen sich davor – auch aus Sorge vor den Folgenkosten für die verkehrliche und soziale Infrastruktur. Umgekehrt sollten Kommunen in Ballungsräumen, die sich neuen Wohngebieten verschließen, im KFA schlechter gestellt werden“, so Reimann.

„Die Bürger suchen Wohnungen, private Investoren wollen Wohnungen bauen, aber die öffentliche Hand hindert sie daran, weil sie zu wenig Bauland ausweist. Angesichts zehntausender fehlender Wohnungen in Hessen muss die Politik stärker auf private Investoren setzen, die bereit stehen, in Neubauten zu investieren. Mietpreisdeckel im öffentlichen Wohnungsbestand lösen die grundlegenden Probleme des Mangels an günstigen Wohnungen und Häusern genauso wenig wie die Mietpreisbremse. Das wichtigste ist, dass endlich mehr Bauland ausgewiesen wird“, sagte Reimann.

 

VHU, Dr. h.c. Thomas M. Reimann




Podiumsdiskussion: Staatsziel „Schaffung angemessenen Wohnraums“

Podiumsdiskussion mit den Obleuten der Enquetekommission zur Reform der Hessischen Verfassung am 18. Juni im Haus der Architekten.

 

Eine Chance für Architektinnen und Architekten. Eine Chance für Wohnungssuchende. Eine Chance für das gesamte Volk.

 

Die Abstimmung aller Hessen über die Verfassungsreform soll am 28. Oktober 2018, dem Tag der Landtagswahl, stattfinden.

 

Die hessische Verfassung, am 1. Dezember 1946 erlassen, steuert alle staatlichen Handlungen. Abgesehen von wenigen Änderungen war eine grundlegende Verfassungsreform in Hessen seit 1946 noch nie erfolgreich. Umso wichtiger, dass die Reform jetzt gelingt!
Ganz besonders aus Sicht aller Architektinnen und Architekten. Bestandteil der Reform sind neue, für den Berufsstand sehr wichtige Staatsziele: Die Förderung einer modernen Infrastruktur, verbunden mit der Schaffung angemessenen Wohnraums und der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse, soll neben der Stärkung des Ehrenamts  und der Förderung der Kultur zum Staatsziel erhoben werden. Dafür hat sich die AKH als Teilnehmerin des Verfassungskonvents eingesetzt.

 

Das sind jetzt die Fragen:

  • Was können die konkreten Folgen der Staatsziele für Politik, Rechtsprechung, Verwaltung und Gesellschaft sein?
  • Hilft das Staatsziel in der aktuellen Situation der Wohnungsnot?
  • Was ist zu tun, damit die hessische Verfassung am 28. Oktober wirklich in eine neue zeitgemäße Form kommt: Theoretisch gilt in Hessen nämlich noch die Todesstrafe?
  • Reichen die Reformvorschläge?
  • Wie steht es um die Demokratie?
  • Mehr oder weniger direkter Einfluss des Volks?
  • Was zeigt die demokratische Leistung, die Verfassungsreform im breiten parlamentarischen Konsens vorzuschlagen?

 

Termin
18. Juni 2018, 19:30 – 21:00/22:00 Uhr

 

Programm
Begrüßung

Brigitte Holz, Präsidentin der AKH

 

Diskussion

Christian Heinz, CDU
Frank-Peter Kaufmann, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Heike Hofmann, SPD
Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, FDP
Dr. Ulrich Wilken, Die Linke
Brigitte Holz, AKH

 

Ausklang mit einem kleinen Imbiss und guten Gesprächen

Moderation: Dr. Martin Kraushaar, AKH

 

Anmeldung
Verbindliche Anmeldung bitte bis zum 4. Juni 2018 an presse(at)akh.de

 

AKH

 




Balthasar Neumann Preis 2018 für den Testturm thyssenkrupp in Rottweil

Foto: Benedikt Kraft / DBZ

 

Am 17. Mai 2018 wurde in der Würzburger Residenz der mit 10 000 € dotierte Balthasar Neumann Preis 2018 verliehen an Werner Sobek Stuttgart AG mit Helmut Jahn, Chicago, sowie WSGreenTechnologies GmbH für den thyssenkrupp Testturm in Rottweil.

 

Der Balthasar Neumann Preis wurde in diesem Jahr zum 3. Mal gemeinsam von der DBZ Deutsche BauZeitschrift und dem Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. (BDB) in der Residenz in Würzburg in Anwesenheit von ca. 120 Gästen verliehen. Neben den Architekten, den Tragwerksplanern, den TGA-Ingenieuren und anderen Fachdisziplinen wird bei diesem Preis auch der Bauherr, hier thyssenkrupp, ausgezeichnet.

 

Dem hohen Anspruch des Balthasar Neumann Preises haben sich in diesem Jahr 85 Wettbewerbsbeiträge (2016: 73 Einreichungen) aus fünf Ländern gestellt. Unter der Leitung der Juryvorsitzenden Prof. Anne-Julchen Bernhardt hatte sich die neunköpfige Jury einstimmig für den „Testturm thyssenkrupp in Rottweil“ als Preisträger 2018 entschieden.

 

Helmut Jahn, Werner Sobek Foto: Benedikt Kraft / DBZ

„Das herausragende bei dem Siegerentwurf sind unter anderen die Planungsdisziplinen, bei denen Architektur, Tragwerksplanung und technische Gebäudeausrüstung in besonderer Weise verknüpft sind. Objektplanung, Tragwerksplanung und Energiekonzept kommen aus einer Hand und sind ein Hinweis auf zukünftige Planungsprozesse bei anspruchsvollen Projekten. Aber nicht nur in architektonischer, sondern vor allem auch in ingenieurtechnischer Hinsicht besonders bemerkenswert war die Planung der textilen Fassade, die den Turm über seine gesamte Höhe umkleidet und mit diesen Abmessungen erstmalig realisiert wurde. Bei diesem ungewöhnlichen Bauwerk verschränken sich Form und Konstruktion, aber auch Funktion und technische Gebäudeausrüstung sowie Planung und Bauausführung in bemerkenswerter Weise“. (Auszug aus der Jurybewertung)

 

Vor der Preisverleihung eröffneten die Vertreter der Auslober, der Chefredakteur der DBZ Deutsche BauZeitschrift, Burkhard Fröhlich, sowie der BDB-Präsident Hans Georg Wagner den Festakt mit anschließenden Grußworten der 3. Bürgermeisterin der Stadt Würzburg, Marion Schäfer-Blake, die eindrucksvoll und kenntnisreich die Bedeutung der Werke Balthasar Neumanns darstellte. Den Festvortrag hielt in gewohnt – und erwartet – wortgewaltiger Weise Prof. Arno Lederer, Lederer Ragnarsdóttir Oei, der ein Plädoyer für den „alten Baumeister“ hielt, den er immer noch für das beste hält, um qualitative Architektur-und Ingenieurleistungen zu erzielen. Prof. Anne-Julchen Bernhardt, BeL Sozietät für Architektur, Köln (Juryorsitz) zeigte sich als engagierte Laudatorin und präsentierte ihre Interpretation des Siegerentwurfes in Anlehnung zu der Leistung von Balthasar Neumanns als Baumeister der Residenz vor gut 300 Jahren. Angemessen musikalisch untermalt wurde der Festakt von dem Ensemble Tiepolo Streichtrios.

 

Der langanhaltende Beifall am Ende der Zeremonie zeigte, dass der Balthasar Neumann Preis ein Architekturpreis mit großer Anerkennung und Bedeutung in der Branche ist. Der anschließende Empfang im Fürstensaal der Residenz bot Gelegenheit für viele erfreuliche Gespräche in fürstlicher Laune. Bei bestem Essen und guten Getränken wurde von allen Beteiligten der Tag zufrieden beschlossen. Nach Aussagen der Auslober wird der Balthasar Neumann Preis 2020 wieder in der Residenz verliehen.

 

Neben dem Testturm von thyssenkrupp in Rottweil wurden drei weitere Projekte ausgezeichnet, die ebenfalls in ganz besondere Weise durch interdisziplinäres Zusammenarbeiten realisiert wurden.

 

Auszeichnungen:

Rathaus Freiburg
Bauherr: Stadt Freiburg i.Br.
Architektur: ingenhoven architects
Tragwerk: Mohnke Höss Bauingenieure
Energie-/Nachhaltigkeitskonzept: DS-Plan Ingenieurgesellschaft

Umbau Hofgut Karpfsee, Bad Heilbrunn
Bauherr: Stiftung Nantesbuch gGmbH
Architektur: Florian Nagler Architekten GmbH
Tragwerk: merz kley partner ZT GmbH
Energie-/Nachhaltigkeitskonzept: transsolar Energietechnik GmbH und

Salzlagerhalle, Geislingen a.d. Steige
Bauherr: Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch Staatliches Hochbauamt Ulm
Architektur: vautz mang architekten bda
Tragwerk: Furche Geiger Zimmermann Tragwerksplaner GmbH

 

Jury Balthasar Neumann Preis 2018:

Prof. Anne-Julchen Bernhardt, BeL Sozietät für Architektur, Köln (Vorsitz)

Prof. Benedikt Schulz, Schulz und Schulz Architekten, Leipzig

Dipl.-Ing. Hermann Seeberger, Seeberger Friedl Plannungssges., München

Dr. Mathias Fuchs, ee concept, Darmstadt

Dipl.-Ing. Peter Cachola Schmal, Direktor DAM, Frankfurt

Prof. Dr.-Ing. Stephan Engelsmann, Engelsmann Peters, Stuttgart

Prof. Dr.-Ing. Gerhard Hausladen, Ingenieurbüro Hausladen, Kirchheim

Dipl.-Ing. Burkhard Fröhlich, DBZ-Chefredakteur, Gütersloh

Dipl.-Ing. Ernst Uhing, Präsidialmitglied BDB, Lüdenscheid

 

Auslober

DBZ Deutsche BauZeitschrift, Bauverlag, Gütersloh, vertreten durch:
Dipl.-Ing. Burkhard Fröhlich, Chefredakteur DBZ

Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. (BDB), Berlin, vertreten durch:
Dipl.-Ing. Ernst Uhing, Präsidiumsmitglied BDB

 

Bauverlag, Rainer Homeyer-Wenner




Öffentliche Wohnungsgesellschaften – MEHR KONZENTRATION AUFS KERNGESCHÄFT ERFORDERLICH

Bettina Stark-Watzinger, MdB, Generalsekretärin FDP-Hessen, FDP-Bundesvorstandsmitglied (zweite v.r.), Martina Sertic, Wahlkreisbüro Bettina Stark-Watzinger (zweite v.l.), Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1.Vorsitzender BDB-HESSENFRANKFURT (links), Dr. h.c. Thomas M. Reimann, Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit BDB-HESSENFRANKFURT (rechts)

 

 

Bettina Stark-Watzinger (MdB) und Martina Sertic waren auf Einladung von Dr. h.c. Thomas M. Reimann Gäste am 30.04.2018 in der Geschäftsstelle des BDB-HESSENFRANKFURT. Nach der Bundestagswahl 2017 ist die Generalsekretärin aus Hessen für die FDP als Mitglied des Bundestages nach Berlin gegangen. „In der Politik muss sich etwas ändern – davon bin ich überzeugt. Die Stärkung des Einzelnen muss wieder Schwerpunkt politischer Entscheidungen werden.“

 

Grund genug für den 1. Vorsitzenden Andreas Ostermann und den verantwortlichen Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit Dr. h.c. Thomas M. Reimann das Gespräch mit Bettina Stark-Watzinger zu suchen, um über ausgesuchte Kernthemen des BDB-HESSENFRANKFURT zu diskutieren.

 

Andreas Ostermann stellte den BDB-HESSENFRANKFURT inhaltlich vor und erklärte, dass es zur berufspolitischen Forderung zählt, die Unabhängigkeit freischaffender Architekten und beratender Ingenieure sicherzustellen, damit diese allein im Interesse ihres Bauherren agieren und Garanten für die Qualität der von ihnen verantworteten Leistungen sind.

 

Er führte aus, dass insbesondere ausufernde Standards und Normen zunehmend zu Problemen im Wohnungsbau führten. „Auf Grund vieler investitionshemmender Regulierungen findet kein ausreichender Mietwohnungsneubau statt. Öffentliche Eingriffe wie Mietpreiseingriffe, Milieuschutzsatzungen, Erhaltungssatzungen oder Umwandlungsverbote bewirken, wie die Situation in München zeigt, eine Investitionszurückhaltung“, so Ostermann.

 

Man ist sich einig, dass Technologie und Innovation Verkehrsinfrastrukturen verändern, die Digitalisierung Industriestrukturen prägt und Umweltaspekte eine immer wichtigere Rolle spielen. „Moderne Stadtplanung muss sich auf eine stark im Wandel begriffene Gesellschaft beziehen“, so die Bundestagsabgeordnete Stark-Watzinger.

 

Reimann bricht es herunter auf die Ballungsregion Frankfurt Rhein Main. „Die Sogkraft der Metrolpolregion FrankfurtRheinMain hält ungebrochen an. Allein in den letzten zehn Jahren wuchs Frankfurt am Main um 100 000 Einwohner. Eine Folge davon ist ein dramatischer Mangel an Wohnungen. Fachkräftemangel bei Ausführenden, Planern und Behörden verzögern den Bauprozess bereits heute erheblich. Entwicklungen in Metropolregionen muss man immer ganzheitlich sehen, da müssen auch die Gemeinden um die großen Städte herum mitgenommen werden.“

 

Nach den Worten von Stark-Watzinger wird immer wieder festgestellt, dass als großes Problem die Baulandknappheit in den Großstädten gilt. Hier hat Ostermann einen pragmatischen Lösungsansatz: „Ein gutes Zusammenwirken von allen Beteiligten, Investoren, Vermietern, Mietern und Politik bildet die Basis für die Zukunft. Jeder muß seinen Beitrag leisten.“

 

„Die Lösung ist nicht ein um 500 Mio. € erhöhtes Investitionsprogramm für den Sozialwohnungsbau in Berlin zu beschließen, denn auch nicht Berechtigte mit geringeren und mittleren Einkommen müssen versorgt werden. In öffentlicher Hand befindliche Wohnungsgesellschaften sollen sich auf das Kerngeschäft, der Schaffung von preisgünstigem Mietwohnraum konzentrieren“, so Reimann in seiner Forderung an die Politik. „Wir müssen schneller werden, wir haben zu Zeiten der Wiedervereinigung die Beschleunigungsgesetze gehabt. Ich würde mir wünschen, dass wir mit gleichem oder ähnlichem Instrumentarium wieder agieren.“

 

Die Idee von Reimann zum Thema Beschleunigungsgesetze möchte man aufgreifen, die Ausführungen vom BDB-HESSENFRANKFURT auch mitnehmen in die FDP, auf Bundes- wie auch auf Landesebene. Nach einer intensiven Stunde der angeregten Diskussion bedanken sich Ostermann und Reimann für den offenen und guten Dialog bei Bettina Stark-Watzinger und Martina Sertic.

 

BDB-HESSENFRANKFURT




Die Partnerschaft von BDB-HESSENFRANKFURT und THM in Bad Vilbel wurde erfolgreich gestartet

 

Erfreut zeigt sich der Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit beim BDB-HESSENFRANKFURT über die Veranstaltung am 11.04.2018 in der Räumen der THM in Bad Vilbel. „Das war eine gelungene Auftaktveranstaltung zu einem hochaktuellen Thema. Ich bin davon überzeugt, dass es die absolut richtige Entscheidung war, die Verantwortlichen von BDB und THM zusammen zu bringen“, so der heimische Bauunternehmer Thomas M. Reimann.

 

Nach einführenden Worten von Reimann und seiner Sorge über zunehmenden Fachkräftemangel im Bauhaupt- und Baunebengewerbe, hat Prof. Minnert im Rahmen eines 60-minütigen Vortrags ausgesprochen engagiert und für die Berufsgruppe der Ingenieure werbend, über die Chancen und Möglichkeiten dualer Studenten an der THM und StudiumPlus berichtet.

 

 

Um diesem Nachwuchskräftemangel entgegenzuwirken hat der BDB – Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Hessen Frankfurt e.V. (BDB) – zusammen mit StudiumPlus – dem dualen Studienanbieter der THM – einen Informationsnachmittag zum dualen Studiengang Bauingenieurwesen am 11.04.2018 in Bad Vilbel angeboten.

 

Die interessierten Teilnehmer konnten sich im regen Austausch mit den Referenten davon überzeugen, dass StudiumPlus ein solides, erfolgreiches und kosteneffektives Instrument der Nachwuchsförderung und –sicherung ist. Gemeinsam haben BDB und THM die dualen Studienangebote – besonders für den Bereich Bauingenieurwesen – vorgestellt und ganz offensichtlich Interesse über die Grenzen Bad Vilbels hinaus geweckt.

 

 

Einen weiteren Informationsnachmittag bieten die Partner am 22. Mai 2018, um 17.00 Uhr, Huizener Str. 60, Gebäude K, 2. OG, Raum 2.05. in Bad Vilbel an.

 

Die Technische Gebäudeausrüstungsbranche hat zunehmend Schwierigkeiten geeignetes Fachpersonal zu gewinnen. Jedoch ist die Rekrutierung und Ausbildung des Führungskräftenachwuchses ein zentraler Erfolgsfaktor, der für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen entscheidend ist. Um die künftigen Mitarbeiter für diese Anforderungen passgenau zu qualifizieren, plant StudiumPlus die Fachrichtung Technische Gebäudeausrüstung in Kooperation mit zahlreichen Unternehmen der TGA-Branche, dem Netzwerk Planer TGA e.V., BDB Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure sowie dem IHK Verbund Mittelhessen zum Wintersemester 2018/19 anzubieten.

 

„Ganz offensichtlich haben wir die aktuellen Themen der Branche zum richtigen Zeitpunkt aufgegriffen. Mich erreicht heute beispielsweise eine Anfrage aus Regensburg, was mich erfreut und zugleich motiviert, um das Projekt mit Prof. Minnert und meinem Vorstandskollegen Reimann voran zu treiben“, so Ostermann.

BDB-HESSENFRANKFURT, Dr. h.c. Thomas M. Reimann




+++ TGA – Bauingenieur werden +++ Einladung zur Informationsveranstaltung

 

 

Die Technische Gebäudeausrüstungsbranche hat zunehmend Schwierigkeiten geeignetes Fachpersonal zu gewinnen. Jedoch ist die Rekrutierung und Ausbildung des Führungskräftenachwuchses ein zentraler Erfolgsfaktor, der für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen entscheidend ist. Um die künftigen Mitarbeiter für diese Anforderungen passgenau zu qualifizieren, plant StudiumPlus die Fachrichtung Technische Gebäudeausrüstung in Kooperation mit zahlreichen Unternehmen der TGA-Branche, dem Netzwerk Planer TGA e.V., BDB – Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Hessen Frankfurt sowie dem IHK Verbund Mittelhessen zum Wintersemester 2018/19 anzubieten.

 

StudiumPlus – der duale Studienanbieter der THM – bietet einen Informationsnachmittag zur dualen Fachrichtung Technische Gebäudeausrüstung an. Eingeladen sind herzlich Unternehmen und Studieninteressierte, die sich über die Fachrichtung sowie über das duale Studium im Allgemeinen informieren möchten.

 

Infoveranstaltung zur Fachrichtung Technische Gebäudeausrüstung am

Campus Bad Vilbel,

 

am 22. Mai 2018, um 17.00 Uhr,

Huizener Str. 60, Gebäude K, 2. OG, Raum 2.05.

 

Wir stellen Ihnen unsere dualen Studienangebote – besonders für den Bereich TGA – vor und freuen uns darauf, anschließend mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

 

Bitte geben Sie uns bis zum 16.05.2018 Bescheid, ob wir mit Ihnen rechnen dürfen. Ihre Rückmeldung richten Sie bitte direkt an die THM, Frau Annette Jost (Tel. 06101 34963-480 | E-Mail: jost@studiumplus.de).

 

THM

 




BDB-Mitgliederversammlung am Airport Frankfurt Rhein-Main: Neuer Name, neue Mitstreiter

 

Mit großer Mehrheit haben sich die Mitglieder des BDB Frankfurt Rhein Main e.V. anlässlich ihrer Mitgliederversammlung am 19.04.2018 für eine Satzungsänderung ausgesprochen. Zukünftig wird der Verband als BDB Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Hessen Frankfurt e.V. (BDB-HESSENFRANKFURT) firmieren.

 

 

Der Bauunternehmer Thomas M. Reimann wurde nur einen Monat nach seiner Wahl zum Vorsitzenden des VhU-Bau- und Immobilienausschusses am 19.04. zum Mitglied des Vorstands für Öffentlichkeitsarbeit beim BDB-HESSENFRANKFURT gewählt. Bislang war Reimann für das Referat Unternehmer verantwortlich, das nun der Projektentwickler Joachim Pfeil aus Bad Vilbel verantworten wird.

 

Erfreut über die Wahl von Reimann äußert sich der 1. Vorsitzende des BDB Andreas Ostermann. „Thomas Reimann ist die Stimme der Hessischen Bau- und Immobilienwirtschaft. Es ist beachtlich, wie er mit seinem Wirken und ehrenamtlichen Engagement unseren Verband in den letzten 12 Monaten in den Medien vertreten und uns Input gegeben hat. Er spricht nicht nur für uns, sondern findet aufgrund seiner fachlichen Kompetenz Gehör über Verbandsgrenzen hinaus.“

 

Mit Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn konnte ein prominentes Gesicht mit großer Erfahrung für den Vorstand des BDB-HESSENFRANKFURT gewonnen werden. Hahn wurde im Rahmen der Ergänzungswahl zum Vorstand für Finanzen berufen. „Ich begleite das Amt des Schatzmeisters bei Pro Flughafen, ich übernehme den Job gerne auch beim BDB-HESSENFRANKFURT“, so Hahn.

 

Ehrung 40-jährige Mitgliedschaft: INGENIEUR BDB Robert Bopp

 

Ehrung 50-jährige Mitgliedschaft: ARCHITEKT BDB Andreas Baron von Koskull

 

Die Mitgliederversammlung fand in den Räumen der FRAPORT AG statt. Gastgebervertreter Frank Cornelius (FRAPORT) und Stephan Schäfer führten die Mitglieder vor Beginn der Versammlung über die Baustelle Terminal 3. Beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer über die Arbeiten am modernsten Terminal Europas.

 

BDB-HESSENFRANKFURT




Exkursion Baustelle Terminal 3 – Flughafen Frankfurt

Bild: Erich Mehrl

Bild: Lars Regge

 

Der erste Bauabschnitt von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen ist mit einem Investitionsvolumen von rund 3 Mrd. Euro eines der größten privatfinanzierten Infrastrukturprojekte in Europa.

 

Auf der Südseite des Frankfurter Flughafens entsteht auf einer Grundfläche von rund 90.000 Quadratmetern das modernste Terminal Europas. Damit stärkt Fraport die Drehkreuzfunktion des Flughafens im Premium-Segment.

 

Der erste Bauabschnitt von Terminal 3 umfasst zwei Flugsteige mit insgesamt 24 Gebäudepositionen. Am neuen Terminal können auch modernste Großraumflugzeuge wie der A380 andocken.

 

Mit mehr als 100 Check-in-Schaltern setzt das Terminal neue Maßstäbe bei Kundenservice und Aufenthaltsqualität.
Der Spatenstich fand am 5. Oktober 2015 statt. Der Trockenaushub wurde im Mai 2016 erfolgreich abgeschlossen.
Aktuell wird mit dem Spezialtiefbau der nächste Bauabschnitt realisiert. Die Eröffnung ist für das Jahr 2023 geplant.

 

Präsentation Exkursion Baustelle Terminal 3:
Hier können Sie die Präsentation Baustelle Terminal 3 herunterladen

 

 

Bild: Erich Mehrl

Bild: Erich Mehrl

Bild: Lars Regge

Bild: Lars Regge

 

BDB-HESSENFRANKFURT




Die Party geht weiter: Neues Leben für alte Bürogebäude, gerade in B- und C-Lagen

 

 

Erfolgreicher 2. Real Estate Circle in Frankfurt

 

Co-Working Spaces, Mikroapartments und die richtige Gebäudetechnik – Beispiele für erfolgreiche Immobilienkonzepte beim 2. Real Estate Circle

 

 

Nach dem ersten erfolgreichen Real Estate Circle zur Veredelung von in die Jahre gekommenen Büro- und Gewerbeflächen geht die Schatzsuche in diesem Jahr weiter. Überall in Deutschland gibt es verborgene Schätzchen, die darauf warten von Entwicklern und Entwicklerinnen entdeckt zu werden. Dabei geht es um die richtigen Grundstücke, die richtigen Gebäude, die richtige Nutzungsart und den richtigen technischen Zuschnitt, damit Investitionen auch Rendite-Chancen bedeuten. Vor diesem Hintergrund trafen sich am 17. April 2018 Immobilienexperten, Technikspezialisten und Nutzer zum 2. Real Estate Circle im Lyoner Quartier (ehemals Bürostadt Niederrad) in Frankfurt am Main. Rund 100 Teilnehmer freuten sich über spannende Talks, interessante Impulse und kompetente Expertenrunden. Fazit ist, die Party geht weiter, aber erfolgreich sind nur diejenigen, die auf die richtigen Produkte und die richtigen Details achten.

 

Detlef Hans Franke, Claus Wisser, Axel Bienhaus

 

Zum Auftakt der Veranstaltung erzählte Claus Wisser, Gründer der WISAG AG von seinen Erfahrungen mit der Sanierung von Immobilien. „Immobilien sind für mich eine Herzensangelegenheit“, gesteht Wisser, so hat er das Kloster Johannesberg gekauft, um es wiederherzurichten. Das schlechte Image von Niederrad habe er nie verstanden und findet die Entwicklung des Lyoner Quartiers wunderbar. Axel Bienhaus, Geschäftsführender Gesellschafter bei AS+P, stellte einige Revitalisierungsprojekte unter anderem in Shanghai vor. Im Lyoner Quartier entwickelte AS+P das Lyoner Carrée für die ABG Holding, 5 Passivhäuser mit 134 Wohnungen. „Für Städte wie Frankfurt sind B- und C-Lagen wichtig, um bezahlbaren Wohnraum anbieten zu können“, so Bienhaus.

 

Detlef Hans Franke

Laut Oliver Barth, Geschäftsführer der BNP Paribas Real Estate, gab es 2017 eine gesunde und nachhaltige Nachfrage im Büromarkt in Frankfurt. Doch wie sieht es in B- und C-Lagen aus? „20 Prozent des Leerstandes von Büroflächen ist in B- und C-Lagen“, weiß Barth. Der Leerstand in Niederrad sei fallend, die Nachfrage wächst weiter. Auch Frank Forster, Leiter Akquise DACH Region, von EQT Partners UK Advisors II LLP hat mit dem Atrikom im Lyoner Quartier investiert und auf die neuesten Standards gebracht. Ralf Werner von Instone Real Estate Development hat lange selbst in der ehemaligen Bürostadt gearbeitet und kommt zu dem Ergebnis: „Wir brauchen in Frankfurt Standorte, die unterschiedlich sind, denn wir haben auch unterschiedliche Nutzer.“

 

Dr. Axel Tausendpfund, Verbandsdirektor VdW südwest, machte in seinem Impulsvortrag deutlich, dass der Wohnungsmarkt überhitzt ist und die Mieten in Frankfurt weiter steigen werden. „Die Aussage ‚die Party ist zu Ende‘ trifft auf Frankfurt nicht zu“, sagt Tausendpfund. Es müsse dringend neuer Wohnraum geschaffen und auch die Umwandlung von Büro zu Wohnen erleichtert werden. Dass im Lyoner Quartier im Jahr 2020 mal 10.000 Menschen leben werden, hätte Timo Brühmann vom Stadtplanungsamt Frankfurt vor 10 Jahren noch bezweifelt. Heute bewertet er die Lage mehr als positiv. Susan Winter, Managing Partner bei AviaRent Capital Management berichtete über die Vorteile von Mikroapartments. Auch Dr. David Roitman, Geschäftsführer der Access Property Management und erster Vorsitzender der SINN, setzt unter anderem auf Mikroapartments im Quartier. Er plant einen Neubau in der Saonestraße mit unterschiedlichen Wohnangeboten, Büro, Kita und Gastronomie im Erdgeschoss.

 

Tobias Rösinger

Das Thema „Technik“ hat eine immer größere Bedeutung. Dabei tritt das eigentliche Bauwerk fast schon in den Hintergrund. Energie, Klima, Mobilität, digitale Vernetzung und Sicherheit sind Stichworte dafür. Doch diese Technologien veralten schneller, als manch einer denkt. Außerdem sind sie häufig nicht so kostensparend, wie man es gerne hätte. Dr. Markus Köglmeier, Fachbereichsleiter TGA von der Seidl & Partner Gesamtplanung GmbH aus Regensburg wies deshalb darauf hin, dass bei all der Innovationen und den ordnungsrechtlichen Anforderungen, Aufwand und Kosten für Technik weiter ansteige. Eine Lösung sei die Nutzung von Modulen oder vorgefertigten Bauteilen, die aber schon frühzeitig von den Planern berücksichtigt werden müssen. Tobias Rösinger, geschäftsführender Gesellschafter der Wentz & Co. GmbH aus Frankfurt beklagt, dass es immer mehr politische und technische Vorgaben gäbe, die die Kosten unnötig in die Höhe treiben.

 

 

Der Kongress war auch dank unserer Kooperationspartner, dem Bund der Deutschen Baumeister (BDB), dem Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Hessen / Rheinland-Pfalz / Saarland (BFW), der Standort-Initiative Neues Niederrad (SINN) und der Wirtschaftsförderung Frankfurt, ein voller Erfolg.

 

Der Kongress war auch dank unserer Kooperationspartner, dem Bund der Deutschen Baumeister (BDB), dem Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Hessen / Rheinland-Pfalz / Saarland (BFW), der Standort-Initiative Neues Niederrad (SINN) und der Wirtschaftsförderung Frankfurt, ein voller Erfolg.

FuP