IMMOTALK: HotSpot der Architekten und Projektentwickler in FrankfurtRheinMain

Der Gastredner hätte zum 3. IMMOTALK nicht besser sein können, denn das Büro von Axel Bienhaus, AS+P Albert Speer + Partner GmbH plant die neue Bad Vilbeler Innenstadt. Stadtentwicklung vor der Haustür des IMMOTALK.

Im September 2018 ist der 1. IMMOTALK mit dem Präsidenten der VhU Wolf Matthias Mang gestartet, im Februar setzte sich mit Prof. Dr. Martin Wentz diese erfolgreiche Reihe vor beachtlicher Kulisse fort. Mahnende, aber auch zukunftsweisende Worte hatten die Redner im Gepäck. Zum 3. IMMOTALK begrüßt der heimische Unternehmer Thomas M. Reimann den Geschäftsführer von AS+P Albert Speer + Partner, Axel Bienhaus. Diesmal sind knapp 200 Menschen nach Bad Vilbel gekommen. „Die Themen haben ganz offensichtlich gepasst. Wir greifen aktuelle Entwicklungen unserer Metropolregion auf und wollen nicht nur diskutieren und kritisieren, sondern auch einen Beitrag zu möglichen Lösungen liefern“, sagte Reimann.

Thomas M. Reimann, CEO ALEA Hoch- und Industriebau AG

Die Initiatoren haben es verstanden, Denker und Lenker unserer Republik als Gastredner und für die Talkrunde gewinnen zu können. Menschen, die mit hohem Fach- und Sachverstand bewiesen haben, Fragen zu bau- und immobilienpolitischen Themen beantworten zu können. Zuletzt etwa den neu gewählten Präsidenten der IHK Frankfurt, Ulrich Caspar, diesmal die Geschäftsführerin der Stadtentwicklungsgesellschaft aus Oberursel, Kerstin Giger, den Generalbevollmächtigten und Immobilienspezialisten der Taunus Sparkasse, Raimund Becker, den Berater von Immobilienscout24, Harald H. Blumenauer und den seinerzeit designierten Wohnungsbauminister im Landtagswahlkampf 2018 und IG Bau-Chef Hans-Joachim Rosenbaum.

Allerdings findet Reimann in seiner Ansprache auch nachdenkliche Worte. „Wir stellen auch allzu häufig leider fest, dass nur sehr verhalten und mit großer Skepsis unsere Empfehlungen durch die Politik aufgegriffen oder gar umgesetzt werden.“

Axel Bienhaus, AS+P Albert Speer und Partner

Der Vortrag von Axel Bienhaus faszinierte, stellte er doch London der Metropolregion Frankfurt Rhein-Main gegenüber. Am seinem Beispiel von London machte er den Gästen deutlich, wie sich Metropolregionen entwickeln können. Nach seinen Worten wird man das Ziel für ausreichend Wohnraum nur erreichen, wenn sich die Beteiligten auf ein gemeinsames Miteinander verständigen, man sich gegenseitig mitnimmt. London hat dabei Modellcharakter, denn Räume und Reisezeiten sind auf der Insel größer und weiter als in unserer Metropolregion und dennoch fühlt sich der Bürger aus dem Umland dort auch nach eine Fahrt von 1 Stunde ins Zentrum als „Londoner“. Ein solches Denken vereint. In unserer Region müssen wir von scharfen Abgrenzungen wegkommen.

Bienhaus stellte in diesem Zusammenhang, dass niemand von einem RheinMainler spricht. Für ihn ist es aber wichtig, dass es solch einen gedanklichen Zusammenhang aller Beteiligter in der Region braucht.

Schnell umsetzbare Ressourcen sieht er beispielsweise bei der Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken, fordert aber auch die zügige Umsetzung der Regionaltangente West. Wohnen und Arbeiten steht für ihn in unmittelbaren Zusammenhang mit guter Infrastruktur.

Kerstin Giger, deren Gesellschaft seit rund 25 Jahren erfolgreich städtebauliche Projekte entwickelt und die Wirtschaftskraft der Stadt Oberursel stärkt, macht es an zwei erfolgreich umgesetzten Maßnahmen klar: „Camp King haben wir zu einem attraktiven Wohngebiet und das Bahnhofsgebäude zu einem Highlight im Oberurseler Zentrum entwickelt. Wir haben in Oberursel eine Chance, um mit mehr dieser Entwicklungen einen nachhaltigen Beitrag zu ausreichend Wohnraum zu leisten.“

Harald Blumenauer, Hans-Joachim Rosenbaum, Thomas M. Reimann, Raimund Becker, Kerstin Giger

Für IG-Bau-Chef Rosenbaum besteht unzweifelhaft ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum. „Auch mittlere Einkommen können sich die Wohnungen in Frankfurt Rhein-Main bald nicht mehr leisten. Für mich hat die Politik versagt.“ Neue Gesetze und Verordnungen sind nach seiner Auffassung ohne einen Masterplan zur Schaffung von Wohnraum kontraproduktiv und Diskussionen über Enteignungen tragen nur zur Spaltung der Gesellschaft bei.

Raimund Becker, als Vertreter eines Instituts, das führend in Immobilienfinanzierungen ist, sieht eine gute Entwicklung, auch im Bauträgergeschäft, mahnt aber auch, dass Finanzierungen in der Region schwieriger werden, weil Baulandpreise überproportional steigen. Entspannung des Wohnungsmarktes geht für ihn einher mit einem deutlichen Plus an Bauland.

Für Immobilienfachmann Blumenauer ist der Mangel an Vorschlägen zum Abbau von Normen und Regulierungen eine erhebliche Belastung bei der Realisierung von Wohnraum. „Weniger Gesetze und Verordnungen würden für schnellere Umsetzung im Wohnungsbau sorgen und eine Chance zur Entspannung der Märkte bieten.“

Michael von Gruenewaldt, ZINSLAND

Michael von Grünewaldt kann für sein Unternehmen Zinsland bestätigen, dass die Bereitschaft zu investieren groß ist. Für 55 Projekte hat man in wenigen Jahren entsprechendes Kapital am Markt eingesammelt und zur Realisierung von Wohnraum beigetragen. Inzwischen hat sich sein Unternehmen Zinsland zu einem beachtlichen Player im Geschäft um Wohnungsfinanzierungen entwickelt. „Die Rahmenbedingungen müssen passen, dann sehe ich keine Probleme für eine nachhaltige Wohnraumentwicklung. Maßgeblich ist die Politik gefordert, um vernünftige Voraussetzungen zu schaffen.“

Andreas Ostermann, BDB-HESSENFRANKFURT

Für den 1. Vorsitzenden des BDB-HESSENFRANKFURT, Andreas Ostermann ist das Stadtentwicklungskonzept in Frankfurt oder die Mietpreisbremse bestes Beispiel, um den Wohnungsmarkt aus dem Gleichgewicht zu bringen. „Es ist ja schon fast ein Wettbewerb, wer wann und möglichst schnell wieder ein Gesetz oder eine Verordnung schafft, um dem privaten Investor einzuschränken. Ich verstehe Frankfurt nicht, denn man handelt wieder einmal isoliert als Großstadt, ohne das Umland mitzunehmen. Wir sollten doch letztendlich für alle Beteiligte nur ein Ziel haben: In einem vernünftigen Miteinander ausreichend Wohnraum für die Bevölkerung zu schaffen.“

Reimann sieht
sich mit dem Veranstaltungsformat bestätigt: „Angeregte Diskussionen im
Nachgang der Beiträge bis nach 23.00 Uhr belegen mir, dass das Interesse
beachtlich ist. Ich habe viele Gäste aus namhaften Unternehmen begrüßen dürfen,
auch über die Landesgrenzen von Hessen hinaus. Wir haben heute Abend erfahren,
dass unsere Experten aus unterschiedlichsten Branchen sehr wohl einen
gemeinsamen Lösungsansatz zum Problem definiert haben. Weniger Regulierung,
schnellere Entscheidungen und ein Miteinander sind elementar. Ich kann nur
hoffen, dass man unsere Anregungen auf politischer Ebene wahrnimmt und sie bei
einer Umsetzung berücksichtigt. Es war in jedem Fall erfreulich, dass wir auch
Abgeordnete des Hessischen Landtags zu Gast hatten.“

STIMMEN ZUR VERANSTTALTUNG:

Dr. Thomas Stöhr: „Als Bürgermeister dieser Stadt bin ich erfreut, dass sich der IMMOTALK in so kurzer Zeit zu einer so bedeutenden Veranstaltung in Bad Vilbel entwickelt hat. Es ist ein Erfolg, ein so wichtiges Format der Bau- und Immobilienwirtschaft für unsere Quellenstadt gewonnen zu haben.“

Karl Specht, Generalbevollmächtigter der Taunus Sparkasse: „Bewundernswert Herr Reimann, mit welcher Leidenschaft Sie das Thema angehen.“

Carsten R. Kulbe, Geschäftsführer der C.R.K. generalbau GmbH aus Schlüchtern: „Es ist für mich eine der besten Veranstaltungsreihen im Bereich der Bau- und Immobilienwirtschaft. Hier wird nicht um den heißen Brei gesprochen, hier gibt es konkrete Antworten von ausgewiesenen Experten. Ich bin immer wieder angenehm überrascht wie Thomas Reimann es schafft so viele Entscheider aus der Immobilienwirtschaft zusammenzubringen.“

Rainer von Borstel, Hauptgeschäftsführer des Verbandes baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V.: „Ich bin begeistert vom Format der Veranstaltung. Der IMMOTALK bereichert die Metropolregion und die Inhalte liefern einen wesentlichen Beitrag zum komplexen Thema der Bau- und Immobilienwirtschaft.“

Sascha Reitzel, Geschäftsführer Immoprofis RheinMain: „Der IMMOTALK ist eine Bereicherung für die Region. Ich war das erste Mal dabei und bin beeindruckt. Wir bekommen als Immoprofis wertvollen Input. Die Moderation war perfekt. Sehr gute Fragen, auf den Punkt gebracht.“

Jürgen Lenders, Parlamentarischer Geschäftsführer FDP-Fraktion im Hessischen Landtag: „Der IMMOTALK eröffnet neue Perspektiven für die Metropolregion, was ungemein wichtig ist. Er greift endlich wieder ein Thema auf, das nahezu vergessen wurde: Betriebswohnungen! Ich bin zuversichtlich, dass diese Wohnformen einen wesentlichen Beitrag zur Entspannung auf dem Wohnungsmarkt leisten können.“

Dr. Karin von Bismarck, CEO, von Bismarck Management GmbH: „Der Weg von Köln nach Bad Vilbel war nicht umsonst. Ich habe eine professionelle Veranstaltung zu einem bedeutenden Thema unserer Gesellschaft erlebt. Veranstaltungen dieser Art sind ein wichtiger Beitrag für die Bau- und Immobilienwirtschaft.“

Carl-Friedrich von Stechow, Geschäftsführer Zinsland: „Es war eine kluge Entscheidung, den IMMOTALK zu initiieren. Ich habe ein begeistertes Publikum erlebt und bin zufrieden, dass wir als Zinsland einen Beitrag zur wohnwirtschaftlichen Entwicklung in der Metropolregion beitragen können.“

Stefan Freiherr von Wangenheim, Stadtverordneter in Frankfurt am Main: „Wohnen ist ein Kernthema unserer Metropolregion. Der IMMOTALK trägt einen wichtigen Beitrag dazu bei, Fragen einer sinnhaften Wohnungspolitik zu beantworten. Ich begrüße dieses Engagement und die Initiative des Initiators Thomas M. Reimann.“

Stephan Hild, VELUX Deutschland GmbH: „Ich habe gestern die Veranstaltung IMMOTALK in Bad Vilbel besucht und möchte dazu ein sehr positives Feedback geben. Die interessanten Vorträge und die gute Podiumsdiskussion haben mir sehr gefallen.“

Peter von Philipsborn, BLUAG – Blumenauer Immobilien Wiesbaden GmbH: „Vielen Dank für den gelungenen Abend. Die fachlichen Themen waren sehr interessant und aktuell, die Organisation und der Service äußerst professionell. Ich war gestern zum ersten Mal dabei, werde gerne wieder teilnehmen, da auch die Gespräche sehr angenehm waren. Großes Kompliment meinerseits.“

Antje Riedl, acr+ Architektur Design Baubiologie: „Vielen Dank lieber Thomas, für die schönen Fotos…. und vor allem für das außerordentlich gelungene Format. IMMOTALK ist klasse. Ich freue mich am 17. Oktober wieder dabei zu sein.“

BDB-HESSENFRANKFURT




Stadtentwicklungskonzept Frankfurt: Frankfurt muß die Region mehr einbeziehen

Der BDB-HESSENFRANKFURT begrüßt ausdrücklich, dass es erstmals in der Geschichte Frankfurts ein umfassendes Stadtentwicklungskonzept gibt. Ob es jedoch der von Mike Josef beschriebene „große Wurf“ ist, wird sich noch zeigen müssen. „Da sind noch Hürden zu nehmen“, so Reimann. „Das beste Konzept nutzt nichts, wenn es im Stadtparlament nicht als offizielle Linie beschlossen wird.“ Dabei ist es für den Verband nicht nachvollziehbar, warum der Pfingstberg fehlt. Andererseits beurteilt man es als positiv, dass die städtebauliche Entwicklung auch zukünftige Gewerbegebiete berücksichtigt.

Grundsätzlich hat der BDB-HESSENFRANKFURT aber eine Sorge beim Handeln Frankfurts, denn man agiert wieder einmal als Solist, was der Vorstellung von einem „Miteinander“ in einer Metropolregion widerspricht. „Großstädte werden sich nur erfolgreich entwickeln können, wenn man sich als Region versteht und andere Betroffene mitnimmt.“ BDB-Vorstand Reimann hatte bereits zum Demografiekongress 2018 der IHK Frankfurt eindrücklich auf diese Notwendigkeit hingewiesen.

BDB-HESSENFRANKFURT




IMMOTALK am Golfplatz – Hans-Joachim Rosenbaum

Hans-Joachim Rosenbaum, Vorsitzender IG BAU Hessen:

„Wir laufen wohnwirtschaftlich in der Metropolregion aus dem Ruder. Wohnraum muss für einfache und mittlere Einkommen bezahlbar bleiben. Mir fehlt dazu ein schlüssiges Konzept und der konsequente Wille der Landesregierung.“

Die Metropolregionen in Deutschland stehen vor einer der größten wohnwirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Während Berlin und München in die Fläche wachsen, müssen Ballungsregionen wie Frankfurt Rhein-Main neue Wege finden.

Architekten, Bauträger, Ingenieure und Projektentwickler stehen vor neuen Herausforderungen. Aus der Vergangenheit lernen und nachhaltig für die Zukunft planen.

IMMOTALK am Golfplatz ist eine neu ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe, bei der in lockerer Get-together-Atmosphäre Themen rund um Immobilien, Bauen und Finanzierung vorgestellt, erörtert und diskutiert werden. Die Initiatoren sind allesamt ausgewiesene Experten in der Wohnungswirtschaft. Mit neuen Ideen will man in Metropolregionen Impulse geben, um den ständig wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.

BDB-HESSENFRANKFURT




IMMOTALK am Golfplatz – Harald Blumenauer

Harald Blumenauer, Geschäftsführer der Blumenauer GmbH:

„Wer keine Menschen mag, sollte sich nicht mit Immobilien beschäftigen“

Die Metropolregionen in Deutschland stehen vor einer der größten wohnwirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Während Berlin und München in die Fläche wachsen, müssen Ballungsregionen wie Frankfurt Rhein-Main neue Wege finden.

Architekten, Bauträger, Ingenieure und Projektentwickler stehen vor neuen Herausforderungen. Aus der Vergangenheit lernen und nachhaltig für die Zukunft planen.

IMMOTALK am Golfplatz ist eine neu ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe, bei der in lockerer Get-together-Atmosphäre Themen rund um Immobilien, Bauen und Finanzierung vorgestellt, erörtert und diskutiert werden. Die Initiatoren sind allesamt ausgewiesene Experten in der Wohnungswirtschaft. Mit neuen Ideen will man in Metropolregionen Impulse geben, um den ständig wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.

BDB-HESSENFRANKFURT




Reimann: Kommunen, die mehr bauen, sollen mehr Mittel erhalten

Bau- und Immobilienausschuß VhU mit Jürgen Lenders (Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Fraktion im hessischen Landtag)

Am 24. Mai 2019 war der VhU-Bau- und Immobilienausschuss Gast im neuen Gebäude „EK3“ der Fresenius SE & Co. KGaA.

Ausschussvorsitzender Thomas M. Reimann fasste die Kernanliegen wie folgt zusammen: Er plädiert für die Reduktion und Vereinfachung von Gesetzen, Normen und Verordnungen, um schneller und günstiger bauen zu können. Ebenso weist er auf die Notwendigkeit von mehr Bauflächen hin und wirbt für eine möglichst schnelle Überarbeitung des Kommunalen Finanzausgleichs: „Kommunen die mehr bauen, sollen mehr Mittel zur Finanzierung der Infrastruktur erhalten. Ein größeres Angebot an Wohnraum trägt zur Entspannung auf dem Wohnungsmarkt bei. Der Mangel an Angeboten sowie die steigende Nachfrage am Wohnungsmarkt bilden den Preis.“

Der BDB-HESSENFRANKFURT ist Mitglied der VhU Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, der Spitzenorganisation der hessischen Wirtschaft. Die VhU vertritt die Interessen von 80 Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden und ihrer 150.000 Mitgliedsunternehmen mit 1,5 Millionen Beschäftigten in Industrie, Dienstleistungen, Handel, Handwerk und Landwirtschaft. Als Dachverband bündelt und moderiert die VhU branchenübergreifend die wirtschafts-, sozial-, tarif- und bildungspolitischen Interessen.

VhU




Öffentlicher Wohnungsbau – SOZIAL BAUEN UND STABILE MIETEN

Eva-Maria Winckelmann (Verbandsdirektorin DMB), Gert Reeh (1. Vorsitzender DMB), Thomas M. Reimann (Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit BDB-HESSENFRANKFURT), Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (1. Vorsitzender BDB-HESSENFRANKFURT)

Die aktuelle Diskussion um Enteignung von Wohnungsgesellschaften zeigt, wieviel Sprengkraft das Thema Wohnen bekommen hat.

„Die Versorgung einkommensschwacher Bevölkerungsgruppen mit bezahlbarem Wohnraum ist eine öffentliche Aufgabe. Die öffentlichen Wohnungsgesellschaften müssen daher überwiegend sozial bauen und die Mieten stabil halten.“ sagt Gert Reeh, 1. Vorsitzender des Deutschen Mieterbund Landesverband Hessen e.V. im Gespräch mit dem Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Hessen Frankfurt e.V. (BDB-HESSENFRANKFURT).

In den wirtschaftlich starken Regionen haben sich die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften in den letzten Jahren neue Geschäftsfelder erschlossen. Vermehrt wurde von der öffentlichen Hand Projektentwicklung mit Profitmaximierung betrieben. Die eigentliche Zweckbestimmung öffentlicher Wohnungsgesellschaften ist dabei immer mehr in den Hintergrund getreten.

Über viele Jahre sind mehr Wohnungen aus der sozialen Bindung herausgefallen als neue Sozialwohnungen gebaut wurden. Diese Fehlentwicklung bei den öffentlichen Wohnungsgesellschaften rächt sich jetzt.

„Aber auch hier funktionieren die Marktmechanismen,“ sagt Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann 1. Vorsitzender des BDB-HESSENFRANKFURT. „Der große Bedarf katapultiert die Wohnungsfrage zurück auf die Agenda der aktuellen politischen Diskussion.“ Der soziale Wohnungsbau muß wieder wichtigste Zielsetzung der Wohnungsbauaktivitäten öffentlicher Gesellschaften werden.

„Die Enteignung von Wohnungsgesellschaften führt dabei aber zu keiner einzigen neuen Wohnung.“ so Thomas M. Reimann, Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit im BDB- HESSENFRANKFURT. „Gegen Wohnungsmangel hilft nur eins: Bauen, bauen und nochmals bauen. Dafür müssen wir die Rahmenbedingungen verbessern. Wir brauchen mehr Bauland. Wir müssen Alle aktivieren, die Wohnungen bauen wollen, damit sich die Lage schnell entspannt. Wir müssen Vorschriften abbauen, die kostenintensiv sind und Wohnen unbezahlbar machen.“

Die Gründung einer Allianz für Wohnen durch die Landesregierung war dafür ein grundsätzlich guter Ansatz. Es ist aber erkennbar, daß die Vertreter der Bauwirtschaft im Bündnis fehlen. Impulse, die das Bauen kostengünstiger machen, gibt es dort zu wenig.

Eva-Maria Winckelmann, Verbandsdirektorin des Deutschen Mieterbund Landesverband Hessen e.V. stellt dazu fest: „Wir nehmen an den Gesprächen der Allianz für Wohnen von Beginn an teil. Aber auch uns entfaltet die Allianz noch  zu wenig Wirkung. Der erkennbare Impuls für den Wohnungsbau in Hessen ist bisher noch ausgeblieben.“ Reeh lädt den BDB-HESSENFRANKFURT ein, den gemeinsamen Auftritt zu suchen und mit einer Stimme zu sprechen, wo es gemeinsame Interessen gibt. Die Verpflichtung der öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften auf den sozialen Wohnungsbau ist dabei unser wichtigstes gemeinsames Thema. In dieser Sache wollen wir weiter zusammen aktiv sein.

BDB-HESSENFRANKFURT




AKH-Vertreterversammlung spricht Präsidentin Brigitte Holz erneut das Vertrauen aus

Der neu gewählte Vorstand der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen
v.l.n.r. unten: Harald Etzemüller, Jörg Krämer, Brigitte Holz, Felix Schmunk, Annelie Bopp-Simon
Mitte: Sabina Freienstein, Holger Zimmer, Tobias Rösinger, Corinna Endreß
oben: Udo Raabe, Simone Bücksteeg, Joachim Exler
Foto: AKH/Christoph Rau

Brigitte Holz, seit 2014 Präsidentin der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH), wurde bei der Vorstandswahl im ersten Wahlgang mit mehr als zwei Dritteln der Stimmen für eine zweite Amtsperiode als höchste Repräsentantin der Kammer bestätigt. Nach den im Februar und März 2019 durchgeführten Kammerwahlen, konstituierte sich die Vertreterversammlung am 21. Mai 2019 im Wiesbadener Haus der Architekten und besetzte in ihrer ersten Sitzung die 12 Vorstandsposten für die neue Wahlperiode. „Ich fühle mich geehrt und freue mich sehr über das Vertrauen, das die Mitglieder der Vertreterversammlung mir erneut entgegengebracht haben. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen im Vorstand werden wir die AKH in den nächsten fünf Jahren zu einem Think Tank für Zukunftsfragen entwickeln“, erklärte die neue Präsidentin der AKH.

Brigitte Holz, freischaffende Architektin und Stadtplanerin BDA mit Büros in Darmstadt und Berlin, ist bereits seit 1996 Mitglied des AKH-Vorstands.

Als Vizepräsidenten wurden Holger Zimmer und Annelie Bopp-Simon gewählt. Zimmer vertritt den Berufsstand als freischaffender Architekt BDA und Bopp-Simon als Stadtplanerin SRL im öffentlichen Dienst. Bei der Position des Schatzmeisters setzte die Vertreterversammlung auf Kontinuität. Joachim Exler, freischaffender Architekt VFA, wurde mit großer Mehrheit ebenfalls in seinem Amt bestätigt.

Wiedergewählt wurden auch Simone Bücksteeg, angestellte Innenarchitektin bdia, Corinna Endreß, freischaffende Landschaftsarchitektin bdla, der angestellte Architekt Felix Schmunk, Architekten in planenden und bauleitenden Gesellschaften, Jörg Krämer, freischaffender Architekt BDA und Sabina Freienstein, Architektin WGAÖ im öffentlichen Dienst. Neu im Vorstand sind neben Vizepräsident Zimmer auch Tobias Rösinger, baugewerblich tätiger Architekt BDB-HESSENFRANKURT, Udo Raabe, freischaffender Architekt BDB Landesverband Hessen und Harald Etzemüller, freischaffender Architekt FON.

AKH




Tobias Rösinger in den Vorstand der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH) gewählt

Der Frankfurter Architekt Tobias Rösinger wurde mit einem hervorragenden Ergebnis am 22.05.2019 in den Vorstand der AKH gewählt. Er erlangte bei der Wahl 50 von 60 Stimmen. Er war bereits Mitglied im Eintragungsausschuss der AKH und hat sich im Vorfeld der Wahlen vor allem dafür eingesetzt, das Regelungsdickicht im Baugewerbe zu lichten.

Rösinger ist Geschäftsführender Gesellschafter der Wentz & Co. GmbH und im Vorstand des BDB-HESSENFRANKFURT tätig. Vor seinem Studium machte er eine Ausbildung als Maurer.

Der Verband fordert seit Jahren eine Entschlackung bei Normen und Regeln, da das Verlangen nach bezahlbarem Wohnraum mit der Fülle an Auflagen nicht mehr möglich ist.

BDB-HESSENFRANKFURT




IMMOTALK am Golfplatz – Kerstin Giger

Kerstin Giger, Geschäftsführerin der Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH Oberursel:

„In Zeiten des anhaltend hohen Wachstumsdruckes auf die Region FrankfurtRheinMain ist es vordringliche Aufgabe der öffentlichen Hand die Schaffung von Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten sicher zu stellen.

Dies im Einklang von Politik, Bevölkerung und Immobilienwirtschaft zu schaffen, stellt eine besondere Herausforderung dar. Zu beachten sind in diesem Zusammenhang auch die parallel mitwachsenden Anforderungen an die Infrastruktur. Ebenso die Akzeptanz von Verdichtung einerseits, der Anspruch an qualitativ hochwertige Architektur andererseits ist für die Schaffung von preisgünstigem Wohnraum eine Aufgabe, die nur gemeinsam von Wirtschaft, Politik und öffentlicher Hand zu lösen ist.“

Die Metropolregionen in Deutschland stehen vor einer der größten wohnwirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Während Berlin und München in die Fläche wachsen, müssen Ballungsregionen wie Frankfurt Rhein-Main neue Wege finden.

Architekten, Bauträger, Ingenieure und Projektentwickler stehen vor neuen Herausforderungen. Aus der Vergangenheit lernen und nachhaltig für die Zukunft planen.

IMMOTALK am Golfplatz ist eine neu ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe, bei der in lockerer Get-together-Atmosphäre Themen rund um Immobilien, Bauen und Finanzierung vorgestellt, erörtert und diskutiert werden. Die Initiatoren sind allesamt ausgewiesene Experten in der Wohnungswirtschaft. Mit neuen Ideen will man in Metropolregionen Impulse geben, um den ständig wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.

BDB-HESSENFRANKFURT




Ulrich Caspar zum Präsident der IHK-Frankfurt gewählt

Der Vorstand des BDB-HESSENFRANKFURT gratuliert Ulrich Caspar herzlich zur Wahl zum Präsidenten der IHK-Frankfurt!

Gerne hatten wir bereits seine Kandidatur für die Vollversammlung der IHK-Frankfurt unterstützt und entsprechend begleitet. Die große Stimmenzahl, die Ulrich Caspar bei der Wahl für die Vollversammlung für seine Person gewinnen konnte, bestätigt, daß er großen Rückhalt in der Bau- und Immobilienbranche hat.

Die Wahl zum Präsidenten zeigt, daß das in der IHK-Frankfurt auch branchenübergreifend gilt.

Caspar ist außerordentliches Mitglied im BDB-HESSENFRANKFURT.

Wir wünschen dem neu gewählten Präsidenten der IHK-Frankfurt eine gute Hand und Tatkraft für sein Wirken für die Unternehmen in FrankfurtRheinMain.

BDB-HESSENFRANKFURT