INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT kooperiert mit dem Kultusministerium

Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Kultusminister Hessen (mitte links), Erich Schleßmann, Koordinator INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT (links), Thomas M. Reimann, Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit BDB-HESSENFRANKFURT (mitte rechts), Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1. Vorsitzender BDB-HESSENFRANKFURT (rechts).

Besonders gutgelaunt war Kultusminister Prof. Dr. Lorz trotz einer heftigen Erkältung, als ihm von den drei Gesprächspartnern der INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT versichert wurde, sie wollten keine finanzielle Förderung für das Berufsinformationsprojekt der Bauwirtschaft, das zunächst in der Rhein-Main-Region gestartet ist. „Das ist ein Tag, den ich mir rot im Kalender ankreuzen muss, so selten kommt das vor“, bekräftigte der Minister diesen seltenen Verzicht.

Die drei Protagonisten der INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT – Thomas M. Reimann, Bauunternehmer in Frankfurt am Main und Bad Vilbel, Andreas Ostermann, Vorsitzender des BDB-HESSENFRANKFURT und Erich Schleßmann, Koordinator der INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT mit den Schulen – waren am 20.11.2019 bei Staatsminister Prof. Dr. Lorz im Wiesbadener Kultusministerium. Der Minister wurde von seinen Mitarbeiterinnen im beruflichen Bereich Frau Dr. Jäger und Frau Tschakert begleitet.

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Die bisherigen Aktivitäten der INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT, die bereits seit zwei Jahren stattfinden, wurden vom Minister ausdrücklich begrüßt. So gab es die sofortige Bereitschaft des Kultusministers persönlich, die Initiative ideell mittels Videobotschaft und Grußwort für einen gemeinsamen Flyer zu unterstützen. Man war sich einig, dass dies die Offenheit der Schulen verbessern werde, um damit den Zugang der Initiative zu den Schulen zu verbreitern. Aktuell kooperiert die Initiative mit der Kennedy-Schule in Bad Vilbel, von der in den nächsten Wochen Schüler aus sieben Klassen die Arbeit auf Baustellen in allen Facetten kennenlernen werden. Außerdem ist beabsichtigt, Schulen im Rahmen von Berufsinformationsveranstaltungen nach personellen Möglichkeiten als Ehrenaämtler zu besuchen.

Übereinstimmung herrschte auch bei der Überzeugung, dass das duale Ausbildungssystem in Deutschland eine Qualität für sich darstellt, die es lohnt, es nach allen Kräften zu erhalten und auszubauen. Ministerium und INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT vereinbarten abschließend, die Kooperation im persönlichen Kontakt fortzuführen.

Erich Schleßmann, BDB-HESSENFRANKFURT




Jetzt anmelden – Jahresauftaktveranstaltung der hessisch-thüringer Bauwirtschaft 2020

Am 30. Januar 2020 findet bereits zum sechsten mal die Jahresauftaktveranstaltung der hessisch-thüringer Bauwirtschaft in Frankfurt statt. Der BDB-HESSENFRANKFURT ist Mitveranstalter der Veranstaltung.

Seitens der hessischen Landesregierung spricht:

Bauen für die Zukunft – Ziele, Schwerpunkte und Maßnahmen der hessischen Landesregierung
Jens Deutschendorf, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen

Einen Ausblick auf die Wirtschaft gibt:

Wachstum oder Abkühlung – Wie die bröckelnde Konjunktur die deutsche Bauwirtschaft beeinflußt
Prof. Volker Wieland, Ph.D., Stiftungsprofessor für Monetäre Ökonomie und Geschäftsführender Direktor des Institute for Monetary and Financial Stability (IMFS) an der Goethe-Universität Frankfurt und seit 2013 Mitglied des Sachverständigenrats der Bundesregierung

Wir erwarten wieder einen interessante Veranstaltung und gute Gespräche zum Jahresanfang 2020.

Melden Sie sich jetzt hier an!

BDB-HESSENFRANKFURT




28. Hessischer Unternehmertag

Ministerpräsident Volker Bouffier, Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und VhU-Präsident Wolf Matthias Mang haben beim Hessischen Unternehmertag im Kurhaus Wiesbaden vor mehr als 1.000 geladenen Gästen vier herausragende Unternehmen ausgezeichnet. Als Innovatoren die Bender GmbH & Co. KG aus Grünberg, die Faubel & Co. Nachfolger GmbH aus Melsungen. Als Jobmotor, der überdurchschnittlich viele neue Arbeitsplätze in Hessen geschaffen hat, Emma – The Sleep Company (Bettzeit GmbH) aus Frankfurt am Main. Und als Weltmarktführer Hexagon Manufacturing Intelligence aus Wetzlar.

Aus insgesamt 49 außergewöhnlichen Kandidaten hatte eine Fachjury zehn Finalisten für den Innovations- und Wachstumspreis des Landes Hessen ausgewählt, von denen nun vier Sieger in den drei Kategorien Innovation, Jobmotor und Weltmarktführer gekürt wurden. Dies teilten das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen (HMWEVW), die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) und die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Hessen (MBG H) in Wiesbaden mit. Die Gewinner werden von einer hochkarätigen Jury mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Medien ermittelt. Für die Koordination des Wettbewerbs ist die Hessen Trade & Invest GmbH (HTAI) verantwortlich.

VhU




BDB-Vorstand Reimann beim TOP UNTERNEHMERKONGRESS in Oberursel

Inzwischen kennt man BDB-Vorstand Thomas M. Reimann als renommierten Kritiker der deutschen Wohnungswirtschaft. Klare Worte fand er anlässlich des Top Unternehmerkongresses am 9.+10. November 2019 in Oberursel. Mit dem Thema „Wohnungsmangel und steigende Immobilienpreise im Ballungsraum – Erwartungen der Wirtschaft an die Politik“ sprach er zu rund 200 Teilnehmern in der Stadthalle nahe Frankfurt am Main. Dabei übte er scharfe Kritik: „Der Mangel an günstigen Wohnungen ist eine der großen Bedrohungen für die wirtschaftliche Entwicklung in Hessen! Fachkräfte müssen in der Nähe ihrer Arbeitsplätze wohnen können.“ Reimann brachte in diesem Zusammenhang aktuelle Zahlen und Fakten zum Wohnungsmangel und der erwarteten Entwicklung mit. Er führte aus, dass im Planungsgebiet des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain aktuell ca. 30.000 Wohnungen fehlen, bis 2030 fehlen voraussichtlich schon 150.000 – 200.000 Wohnungen. Im bestehenden Flächennutzungsplan gibt es jedoch Potenzial für über 160.000 neue Wohnungen, doch auch Gründe, weshalb die Flächen nicht genutzt werden, denn der Mangel an kommunalpolitischem Willen und die Sorge vor den Folgekosten für Infrastruktur verhindern Neubauten.

Auch auf die große Bedeutung privater Bauherren ging er in seiner Rede ein. „In Hessen gibt es mehr als 3 Mio. Wohnungen, mehr als die Hälfte der Menschen in Hessen leben zur Miete, ca. 85 % der Mieter leben in Wohnungen, die durch sog.  „kleinere“ private Eigentümer bereitgestellt werden. Nur ca. 15 % der Mieter wohnen in Wohnungen von privaten oder öffentlicher Wohnungsgesellschaften.“ Zwei Hinweise sorgten dabei für Erstaunen im Publikum, denn im bundesweiten Durchschnitt liegen die Mieten für Wohnungen der „kleinen“ privaten Vermieter ca. 2,5 Prozent unter der örtlichen Vergleichsmiete und durchschnittlich erfolgt bei den „kleinen“ privaten Vermietern erst nach über 5 Jahren eine Mieterhöhung.

Wie man es von ihm kennt, übte er nicht nur scharfe Kritik, sondern brachte auch zugleich Lösungsvorschläge mit. „Grundsätzlich ist man sich einig, dass der Wohnungsmangel schnell abgebaut werden muss. Wir brauchen mehr private Investitionen in Wohnungen. Private Investoren gehen zum Großteil sehr verantwortungsvoll mit ihrer Rolle am Wohnungsmarkt um, aber private Investoren brauchen gute staatliche Rahmenbedingungen, dass eben mehr Investitionen in Wohnungen fließen. Wenn man die öffentliche Diskussion zum Thema Mieten verfolgt, bekommt man aber oft ein völlig anderes Bild dargestellt, in dem die Vermieter oft in weniger positivem Licht dargestellt werden.

Die Politik verfügt über eine Vielzahl von Instrumenten um Investitionen in Wohnungen zu fördern. Ich verlange Deregulierungen, denn sie führen zu mehr und günstigeren Wohnungen und mehr Wohnungen sind bekanntlich der wirksamste Hebel, um Preise zu dämpfen.“ Der Top Unternehmerkongress ist eine Veranstaltung der J+P Jacob und Partner.

BDB-HESSENFRANKFURT




Modernes Bauen zwischen Anspruch und Wirklichkeit

alle Preisträger mit Michael Kolligs (VHV) (links) und Dr. Hans-Hartwig Loewenstein (VbUH) (rechts)

Nachwuchs-Akademiker der bautechnischen Studiengänge mit Förderpreisen des hessischen Baugewerbes ausgezeichnet

Der Verband baugewerblicher Unternehmer Hessen e.V. (VbUH) verlieh am 08. November zum 36. Mal die Förderpreise für herausragende Abschlussarbeiten in den Bereichen Architektur, Bauingenieurwesen und Bauwirtschaft an hessische Hochschulabsolventen. Zur Feierstunde in Frankfurt waren zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammengekommen.

„Uns ist insbesondere wichtig, Praxis und Wissenschaft zu verzahnen und wissenschaftliche Arbeiten von einer Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Bauwirtschaft, auf ihre Praxisrelevanz hin zu bewerten.“, so VbU-Vize-Präsident Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein. Kostenbewusstes Planen und Bauen, bei gleichzeitig guter Qualität und anspruchsvoller Architektur sind dabei die Leitthemen der Förderpreise.  Der 2018 ins Leben gerufene Dietmar Bücher Stiftungspreis Wohnungsbau wurde etabliert und nun bereits zum zweiten Mal vergeben. „Es freut uns, dass das Thema Wohnen und Wohnungsbau in der akademischen Lehre so exzellent umgesetzt werden – das zeigt das Teilnehmerfeld in diesem Jahr wieder eindrucksvoll.“

Den Festvortrag hielt Dipl.-Ing. Florian Schlüter, Architekt BDA von Meixner Schlüter Wendt Architekten Frankfurt. In seinem Vortrag stellte er verschiedene Formen urbanen Wohnens u.a. im Hochhaus dar und erläuterte anschaulich die vielfältigen Aspekte der architektonischen Stadtentwicklung.

Förderpreise des hessischen Baugewerbes

Mit einem Preisgeld von 1.000 Euro wurde der Sieger in der Kategorie Architektur, Jannik Fabricius von der Frankfurt University of Applied Sciences für seine Arbeit „Pier F Kreativzentrum und Schauhaus“, betreut von Prof. Dipl.-Ing. Jean Heemskerk und Prof. Dipl.-Ing. Holger Techen, ausgezeichnet. Die Thesis setzt sich mit einer komplexen Mischbauweise aus Holz und Stahlbeton auseinander und entwickelt dazu ein anspruchsvolles Tragwerk mit passender Fassade.

In der Kategorie Bauingenieurwesen siegte Lukas Bujotzek, Master of Science von der TU Darmstadt mit seiner Arbeit „Monte-Carlo-Simulation unbewehrter Mauerwerkswände unter Berücksichtigung räumlich streuender Materialeigenschaften“. Betreuender Professor war Dr.-Ing. Carl-Alexander Graubner.

Die Preise für die Kategorie Wirtschaft wurden in diesem Jahr von der VHV Versicherung gestiftet. Christina Kottmann, Master of Engineering von der Technischen Hochschule Mittelhessen erhielt für ihre Arbeit „Effizienzanalyse modellorientierter Kostenauswertungen auf Basis eines Bauwerksinformationsmodells“ den ersten Platz. Das Ziel der Arbeit war die Untersuchung der Frage, ob und inwieweit für Architekten und Ingenieure die modellbasierte Kostenermittlung gemäß DIN 276-1 zu Effizienzgewinnen gegenüber der herkömmlichen Vorgehensweise führt.

Ebenfalls mit dem 1. Preis im Bereich Wirtschaft wurde Andrea Vallbracht, Master of Engineering, Technische Hochschule Mittelhessen, ausgezeichnet. Die Verfasserin hat sich in ihrer Masterthesis „Konzept zur Erstellung modellbasierter Kostenermittlungen von Bauleistungen“ mit der Frage auseinandergesetzt, wie Know-how-Verlust begegnet werden kann, wenn ein langjährig beschäftigter Kalkulator in den Ruhestand geht. Die Arbeiten von Frau Kottmann und Frau Vallbracht wurden betreut von Frau Prof. Dr. Katja Silbe.

Dietmar Bücher Stiftungspreis Wohnungsbau

Den ersten Preis und damit ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro verlieh Dipl.-Ing. Wolfgang Dunkelau, Architekt BDA an Lina Kistner von der Technischen Hochschule Mittelhessen. Die Arbeit löst das Thema „Wohnen am Lahnufer“ und reagiert dabei sehr angemessen auf den Ort und die Nutzung. Die Verfasserin entwirft Reihenhauszeilen mit einer großen Bandbreite an unterschiedlichen Breiten und Höhen, die durch eine fein abgestimmte Backsteingrammatik optisch zusammengehalten werden. Die Arbeit wurde von Prof. Dipl.-Ing. Jürgen Hauck und Prof. Dr.-Ing. Alexander Pellnitz betreut Der Stiftungspreis Wohnungsbau wurde gestiftet von dem Wohnungsbauunternehmen Dietmar Bücher Schlüsselfertiges Bauen aus Idstein.

VbUH




MITTELSCHICHT AUF WOHNUNGSSUCHE – Reimann: Baulandbeschluß der Stadt Frankfurt verhindert privaten Wohnungsbau

Wir kriegen eine Quersubventionierung letztendlich zu Lasten der Mittelschicht. Die Mittelschicht – der Facharbeiter, der Polizist, der Krankenpfleger, die Krankenschwester – die nicht mehr in der Lage sind – weil sie nicht mietscheinberechtigt sind für die günstige Wohnung – sich die teure zu leisten und dann gar keine Wohnung mehr haben.

Mit dem Baulandbeschluß erreichen wir Renditen nicht mehr, die wir dringend benötigen – gerade für die privaten Investoren, die 80% in der Region die Vermieter darstellen.

BDB-HESSENFRANKFURT




Bücher

VOB 2019

vom Deutschen Vergabe- und Vertragsausschuss für Bauleistungen.

1146 Seiten, Format 15,1 x 21,0 cm,
gebunden,
54,00 EUR

Beuth Verlag, Berlin

ISBN: 978-3-410-61299-5

Die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) ist das einschlägige Grundlagen- und Nachschlagewerk für die Bauvergabe in Deutschland. Sie ist traditionell Maßstab für gute Bauverträge und solide bauvertragliche Abmachungen. Die VOB Gesamtausgabe 2019 ist am 4. Oktober erschienen. Sie ersetzt seit dem 1. Oktober 2019 die VOB 2016 und ist verbindlich anzuwenden.

Änderungen in Teil A
In Teil A liegt der Schwerpunkt im Unterschwellenbereich. Bereits im Zuge der Vergaberechtsreform 2016 wurden einige wesentliche Änderungen vorgenommen, um den erwünschten inhaltlichen Gleichlauf zwischen den verschiedenen Abschnitten der VOB/A herzustellen beziehungsweise zu wahren.

Änderungen in Teil C
In VOB Teil C werden insgesamt 14 ATV fachtechnisch überarbeitet, bei drei ATV wird der Titel geändert. Zahlreiche ATV werden redaktionell überarbeitet und an den neuesten Stand der Technik und der Normung angepasst.

Beuth Verlag

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Abdichtung von Bauwerken: Dächer

von Christina Herold, Rainer Henseleit.

154 Seiten, Format 14,7 x 21,0 cm,
kartoniert,
52,00 EUR

Beuth Verlag, Berlin

ISBN: 978-3-410-28461-1

In der neu aufgestellten Normenreihe DIN 18531 „Abdichtung von Dächern sowie von Balkonen, Loggien und Laubengängen“ stellt für den Anwender eine umfassende Grundlage für die Planung, Ausführung und Bewertung von Maßnahmen zur Abdichtung dieser Bauteile dar. Die teils komplexen Regeln werden verständlich vermittelt sowie die Zusammenhänge zwischen ihnen erläutert.

Der Text von Teil 1 der DIN 18531 ist vollständig enthalten, für die weiteren Teile wurden jeweils nur die kommentierten Abschnitte übernommen.

Die vollständige Normensammlung sind im DIN-Taschenbuch 129 enthalten.

Beuth Verlag




BDB kritisiert Mietendeckel des Berliner Senats

Der BDB-Berlin-Brandenburg wendet sich in einem offenen Brief gemeinsamen mit anderen Akteuren des Bauwesens und der Bauwirtschaft gegen den geplanten Mietendeckel des Berliner Senats. Kritisiert wird, dass es der Senat nicht geschafft hat, bei dem anhaltend starken Zuzug nach Berlin den Wohnungsbau entsprechend anzukurbeln: So sind 2012-2017 bei 287.000 neuen Einwohnern nur rund 55.000 Wohnungen gebaut worden.

Dieses Missverhältnis sorgt für die gegenwärtige Verknappung des Wohnungsangebots. Die steigenden Baukosten, auch ein Grund für die steigenden Mieten, entstehen durch die bewusst angehobenen Anforderungen an Brandschutz, Denkmalschutz, Barrierefreiheit, Schallschutz und Energieeinsparung. Dazu kommen die steigenden Materialkosten, Löhne, Gebühren und Baulandpreise, argumentieren die Unterzeichner.  Sie sehen die Lösung ist nicht in einem Mietendeckel, sondern in der konsequenten Ausrichtung auf das Bauen und warnen, dass mit Mietendeckel die Wohnungswirtschaft ihre Investitionen drastisch reduzieren werde. Die Investoren würden sich auf Gewerbe- und Eigentumswohnungsbau konzentrieren.

Angesichts der möglichen Konsequenzen, dass sich die Mietensituation nicht entspannen, das Neubauvolumen abnehme, die Bestandswohnungen nicht modernisiert würden, kein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werde und das vor dem Hintergrund eines wahrscheinlich verfassungswidrigen Gesetzes, appellieren die Unterzeichner gegen die Verabschiedung des Mietendeckels.

Offener Brief der Verbände und Kammern an den Berliner Senat:
Hier können Sie den offenen Brief herunterladen

BDB-Berlin-Brandenburg




GET TOGETHER der deutschen Immobilienwirtschaft für die Metropolregion FrankfurtRheinMain

Mehr als 200 Gäste begrüßte Thomas M. Reimann am Donnerstagabend beim 4. IMMOTALK am Golfplatz. Die Veranstaltung erfreute sich großer Nachfrage und hat sich zum bedeutenden GET TOGETHER der deutschen Immobilienwirtschaft für die Metropolregion FrankfurtRheinMain entwickelt.

Neben vielen Gästen der Bau- und Immobilienwirtschaft begrüßte der Initiator auch den Bürgermeister von Bad Vilbel Dr. Thomas Stöhr, Frankfurts IHK-Präsidenten Ulrich Caspar, den ehemaligen IG-Metallvorsitzende Jürgen Peters, Olaf Kühl von der Messe Frankfurt, Ex-Eintracht Präsident Matthias Ohms und Bertram Theilacker, Vorstand der Nassauischen Sparkasse in Wiesbaden.

Schon fast wie gewohnt, fand Reimann in seiner Eröffnungsrede kritische Worte: „Wir haben ein Marktungleichgewicht, die Nachfrage nach Wohnraum, gerade auch für die sogenannte Mittelschicht, liegt deutlich über dem Angebot.“ Er fordert eine deutlich größere Baulandausweisung, zumal die vorhandene Baulandreserve ausreichend groß ist. Diese Maßnahme würde den Markt für Bauland entspannen, die Preise für Grund + Boden würden sinken, es wäre der 1. Schritt, um günstiger bauen zu können. Das genügt dem Experten jedoch nicht. „Wir müssen die Fülle von Verordnungen und Normen mutig reduzieren. Seit Ende 2015 haben sich Wohnungen und Häuser in den sieben Metropolen um fast 41 Prozent verteuert. Diese Preisentwicklung ist das Ergebnis politischer Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene. Waren es 1990 noch 5.000 Verordnungen und Normen, sind es gegenwärtig mehr als 20.000, eine Steigerung um 300 Prozent. Das kann so nicht bleiben!“ Diese Flut an Normen sorgt nach seinen Worten für steigende Baukosten und in der Folge für steigende Mieten. Die EnEV und das Erneuerbare-Energie-Wärmegesetz bezeichnet er als Preistreiber. Seit der Jahrtausendwende sind durch beide Verordnungen die Baukosten für Wohngebäude um 19 Prozent gestiegen. Die Politik müsse zügig Umdenken und eine Regulierungspause machen. „Das Normenwesen im Baubereich muss verschlankt werden. Das es auch anders geht und bezahlbarer Wohnraum hergestellt werden kann, sieht man am europäischen Nachbarn Niederlande deutlich. Man war mutig, man war gewillt und hat die Bauordnung reformiert. Dort stützt man sich nun auf Zielvorgaben und überlässt dem Bauherrn die Entscheidung, wie er Energie einspart oder die Wohnung vor Schall schützt. Den Weg dorthin bestimmt also der Bauherr, er muss lediglich den vorgegebenen Richtwert erreichen.“ Für Reimann eine pragmatische Lösung des Problems. Somit werden technologieoffene Normen geschaffen, die die Entwicklung von Innovationen zulassen. Für ihn ist in diesem Zusammenhang ein primärer Ansatzpunkt die grundlegende Überarbeitung der EnEV. Nach seiner Auffassung würde konsequentes und pragmatisches Handeln die Diskussionen um Enteignungen und Mietpreisbremse überflüssig machen. Wird den Gemeinden und Kommunen dann noch bei den Kosten der Infrastruktur im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs geholfen, würde auch mehr Bauland zur Verfügung stehen, bauen wäre günstiger darstellbar.

Impulsredner der Veranstaltung war für den erkrankten Prof. Christoph Mäckler die Leiterin des Instituts für Stadtbaukunst Birgit Roth, die in ihrem Vortrag die Chancen und Perspektiven der Stadtentwicklung authentisch aufzeigte und die Anwesenden mit ihrem Beitrag fesselte.

Michael von Grünewaldt brachte Neuigkeiten aus Hamburg mit. Aus Zinsland wurde im Rahmen einer Übernahme jetzt Exporo. Die Möglichkeiten werden für Investoren nun noch größer, Exporo damit ein noch interessanter Partner für die Branche.

Erstmals dabei war Michael Immel vom Hessischen Rundfunk, der eine spannende Talkrunde mit Marie-Christine Dann von Lidl, Klaus Dreyer von Fresenius und Armin Schild vom Bundesvorstand der IG-Metall moderierte. Für Prof. Knut Ringat vom RMV sprang auf dem Podium Thomas M. Reimann ein und übernahm den Part der Mobilität.

Man war sich einig, dass gerade in der Region bezahlbarer Wohnraum fehlt, was zu einem verschärften Fachkräftemangel führt und die Unternehmen nachhaltig belastet. Begrüßt wurde die Initiative zum „Großen Frankfurter Bogen“ durch Staatsminister Al-Wazir, doch sah man es ausgesprochen kritisch, die zusätzliche Anzahl von Menschen mit der vorhandenen Infrastruktur zu transportieren. 200.000 zusätzliche Wohnungen bedeuten etwa 750.000 Menschen, die binnen 30 Minuten vom Umland zum Hauptbahnhof gelangen sollen. Unmöglich, so das Credo, hier verlangen die Experten schnelles Handeln. Pragmatisch fordert es Reimann: „Ich fühle mich an die Herausforderungen zu Wiedervereinigungszeiten erinnert. Ost und West haben die Verkehrsinfrastruktur gelöst, indem die Beschleunigungsgesetze für zügige Verfahren sorgten. Diese Gesetzte, welche unverändert vorhanden sind, müssen in Kraft gesetzt werden, um mit Mut schnellere Verfahren zu gewährleisten. Wir reden schon viel zu lange, wie etwa bei der Regionaltangente West und lösen die Probleme nicht. Wir wissen aber am Praxisbeispiel der Wiedervereinigung, dass es gehen kann.“ Das Publikum zollte herzhaften Applaus.

In seinem Schlusswort fand Andreas Ostermann als 1. Vorsitzender des BDB-HESSENFRANKFURT klare Worte zum neuen Baulandbeschluss der Stadt Frankfurt. „Es kann doch nicht sein, was da gerade passiert. Es ist doch schon heute so, dass günstiger Wohnraum für die Mittelschicht genau deswegen nicht entsteht, weil überzogene Vorgaben für Sozialwohnungen zu Querfinanzierungen innerhalb von Projekten führen und die frei finanzierten Wohnungen teuer machen. Überbordende Bauvorschriften tragen ihren Teil dazu bei. Bekämpft werden aber nicht die Ursachen – also die überzogenen Vorgaben und Vorschriften – , sondern die Symptome: Das kann nicht funktionieren.“

Der IMMOTALK versteht sich als Plattform privaten Engagements. „Wir wollen diskutieren was die Branche bewegt und das ist uns heute exzellent gelungen.“

BDB-HESSENFRANKFURT




Baulandbeschluß erschwert Wohnungsbau! +++ Investoren machen um Mainmetropole einen ‚Frankfurter Bogen‘

Liebe Teilnehmer des 4. IMMOTALK hier in Bad Vilbel,

IMMOTALK versteht sich als Plattform privaten Engagements. Wir wollen diskutieren was die Branche bewegt.

Frankfurt sorgt für Unruhe.

Mit einem neuen Baulandbeschluß will die Stadt Frankfurt Planungsgewinne abschöpfen und den Bauherren großer Immobilienprojekte Vorschriften für 70% der Flächennutzung machen:

30% der Flächen sollen für geförderten Wohnungsbau genutzt werden. Je zur Hälfte für den 1. und den 2. Förderweg.

15% soll gemeinschaftlichen oder genossen-schaftlichen Wohngruppen vorbehalten sein.

Weitere 15% soll preisfreier Mietwohnungsbau sein.

10% sollen preisreduzierte Eigentumswohnungen sein.

Für die verbleibenden 30% der Fäche ist der Bauherr dann frei in seiner Entscheidung.

30% – soviel Freiheit ist übrig geblieben.

Begründet wird das alles mit einer sozial- und klimagerechten Stadtentwicklung und einer Entlastung der Mittelschicht.

Dabei ist es schon heute so, daß günstiger Wohnraum für die Mittelschicht genau deswegen nicht entsteht, weil überzogene Vorgaben für Sozialwohnungen zu Querfinanzierungen innerhalb von Projekten führen und die frei finanzierten Wohnungen teuer machen.

Überbordende Bauvorschriften tragen ihren Teil dazu bei.

Bekämpft werden aber nicht die Ursachen – also die überzogenen Vorgaben und Vorschriften – , sondern die Symptome:

Das kann nicht funktionieren.

Der Baulandbeschluß ist zugeschnitten auf öffentliche Wohnungsbaugesellschaften.
Diese erhalten auch umfangreich Fördergelder aus der Politik – zuletzt die Ankündigung 2,2 Milliarden bis 2024 für Wohnungsbau der Nassauischen Heimstätte zu Verfügung zu stellen.

Da fällt es natürlich leichter, den Leitlinien der Sozial- und Klimagerechtigkeit zu entsprechen.

Dem privaten Investor wird es schwerer fallen.

Möglich, daß der ein oder andere Investor um die Mainmetropole dann einen sogenannten Frankfurter Bogen macht.

Zum Schluß gilt mein Dank – wie immer unseren Partnern im IMMOTALK-Team: Thomas Reimann von der ALEA AG und Michael von Gruenewaldt von Zinsland für die immer engagierte Zusammenarbeit und das großartige Teamwork.

Danke Thomas speziell für die tolle neue Kulisse.

Vielen Dank auch allen Teilnehmern der Talkrunde. Gerne suchen wir den Austausch mit den verschiedensten Akteuren der Branche.

Der Dialog als Weg zu den Besten Konzepten und Lösungen ist uns wichtig.

Ihnen allen in diesem Sinne noch einen interessanten Abend, gute Gespräche und vielen Dank für’s Kommen.

Unser nächster IMMOTALK am Golfplatz findet im Frühjahr 2020 statt. Sie sind wieder herzlich eingeladen, nach Bad Vilbel zu kommen.

Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann
1. Vorsitzender BDB-HESSENFRANKFURT