Digitalisierung nicht mit BIM gleichsetzen

Die FDP-Fraktion im Hessischen Landtag fordert die verbindliche Einführung von BIM für alle öffentlichen Baumaßnahmen. Es soll ein Stufenplan ausgearbeitet und die Landesbehörden sollen mit den personellen und technischen Ressourcen für den Einsatz von BIM ausgestattet werden.
Dabei wird auf entsprechende Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen verwiesen.

Hierzu nimmt der BDB-HESSENFRANKFURT wie folgt Stellung:

BIM ist nicht, was der Bau am Dringendsten braucht  

Digitalisierung nicht mit BIM gleichsetzen

Der Nutzen von BIM im Bauwesen ist insbesondere bei kleinen und mittleren Baumaßnahmen und Bauherren, die nur eine überschaubare Anzahl von Bauwerken mit mäßigem Wartungsaufwand betreuen, umstritten. Trotz mittlerweile rund 30 Jahre BIM hat sich die Planungsmethode – anders als bspw. die Nutzung von CAD – bisher nicht von selbst durchsetzen können.
Grund dafür ist, daß schon früh im Planungsprozess eine Vielzahl an Informationen aufwendig erfaßt werden müssen, deren Erfassung sich nur bei einem umfangreichen Wartungsbedarf des Gebäudes später auszahlt. Für kleine und mittlere Baumaßnahmen wie bspw. eine Kita mit ggf. nur ein paar Obentürschließern und einer Wärmepumpe ist das unrentabel.

Problematisch ist zudem die Monopolstellung durch einige wenige Softwarekonzerne, die einer offenen und allseits kompatiblen Softwarelösung entgegensteht.

„BIM ist nicht, was unseren freiberuflich tätigen Architekten oder Ingenieuren als wichtiges Problem unter den Nägeln brennt,“ sagt Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann, 1. Vorsitzender des BDB-HESSENFRANKFURT. „Kleine und mittlere Bauunternehmen schrecken zudem eher vor dem zusätzlichen Kostenaufwand zurück, den BIM mit sich bringt.“

Sie sehen derzeit ohnehin andere Fragen im Vordergrund stehen:

Fachkräftemangel Hauptproblem in der Bauwirtschaft

Als derzeit drängendstes Problem in der Bauwirtschaft stellt sich der Fachkräftemangel dar. Es wurde versäumt, benötigte Fachkräfte auszubilden und Ihnen die Perspektiven in der Branche aufzuzeigen. Die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK-Frankfurt  bestätigt das, wenn sie feststellt: ‘Das Risiko des Fachkräftemangels in der Bauwirtschaft so hoch wie noch nie‘.
Der BDB-HESSENFRANKFURT empfiehlt, mehr Anstrengungen im Bereich der Fachkräfteausbildung zu unternehmen.

Digitalisierung in anderen Bereichen vorantreiben

Sinnvoller sind dagegen Bestrebungen zur Digitalisierung bspw. des Baugenehmigungsprozesses. In Hessen ist hier Oberursel Vorreiter und hat wertvolle Pionierarbeit geleistet. In Frankfurt heißt es auf der Internetseite der Bauaufsicht aber leider immer noch:

‘Sie geben Ihren Antrag oder Ihre Mitteilung bei der „Beratung und Antrags­annahme“ der Bauaufsicht Frankfurt persönlich ab.
Oder Sie schicken Ihren Antrag oder Ihre Mitteilung mit der Post.‘

Das Einreichen von mehreren Ordnern Baugenehmigungsunterlagen zudem noch in mehrfacher Ausfertigung ist tatsächlich anachronistisch.

Maßnahmen des Landes, die eine stufenweise Einführung/Umsetzung eines digitalisierten Baugenehmigungsprozesses bei den Bauaufsichtsbehörden fördern, hätten sicher die Unterstützung aller Verbände und Kammern der Branche.

Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann
BDB-HESSENFRANKFURT




Baubranche ist für Azubis besser als ihr Ruf – INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT

„Es ist wichtig, so eine Hemmung abzubauen, das die Schüler nicht nur in Schule weiter gehen wollen, weil das ein sicherer Ort ist, sondern das die sich auch wirklich trauen, in eine Ausbildung und in einen Beruf zu gehen und schon etwas zu arbeiten.“

„Die Ausbildung kam zu kurz. Wir hätten mehr und intensiver ausbilden müssen und hätten deutlich früher darauf hinzeigen müssen, welche Chancen und Perspektiven junge Menschen in der Bauwirtschaft, im Handwerk in Hessen in Deutschland haben“

INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT
BDB-HESSENFRANKFURT




Bericht Mitgliederversammlung 2021

Am 15. September diesen Jahres fand die Mitgliederversammlung des BDB-HESSENFRANKFURT in den Räumlichkeiten des EBL-Bildungszentrums statt. Nachfolgend der Bericht zur Mitgliederversammlung:

Jochim Pfeil, 1. Schriftführer (mitte), Thomas Bellmer, 2. Schriftführer (rechts), Christopher Dürselen, Referat Immobilienwirtschaft (links)

Joachim Pfeil begrüßt die Anwesenden als Vertretung für den 1. Vorsitzenden und stellt die Tagesordnung vor.
Das Protokoll der letzten Sitzung wird genehmigt.
Die Ordnungsmäßigkeit der Einladung wird festgestellt.
Die Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung wird festgestellt.
Die Teilnehmer erheben sich, um der im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder zu gedenken.
Joachim Pfeil berichtete zum aktuellen Mitgliederstand sowie zu Austritten, Todesfällen sowie Neueintritte im Berichtszeitraum.

Veranstaltungen waren im Jahr 2020 aufgrund der Pandemie nur sehr eingeschränkt durchführbar.

Bericht des Vorstandes und der Referenten

Es wurde der Jahresrückblick erörtert (Tischvorlage). Ebenfalls wurde der Pressespiegel erörtert (Tischvorlage).

Herr Bernshausen berichtetet von den für das Jahr 2020 geplanten Veranstaltungen, welche pandemiebedingt nicht durchgeführt werden konnten. Es sollen jedoch viele Veranstaltungen in 2022 nachgeholt werden. Derzeit in Planung sind 7 Veranstaltungen, u.a. Führungen etc..

Tobias Rösinger berichtete für das Referat Baumeister. Unter anderem berichtete er von der Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen in seiner Funktion für den BDB. Es wurde eine Stellungnahme für den Hessischen Landtag erarbeitet zum Antrag der SPD hinsichtlich der Änderung der Bauordnung. Weiterhin wurde zum Anstieg der Baukosten und deren voraussichtlichen weiteren Entwicklungen berichtet. Es schloss sich an den Bericht eine lebhafte Diskussion der Mitglieder an. Unter anderem wurde die bundesweite Bautätigkeit erörtert und die Auswirkungen eines möglicherweise kommenden Mietendeckels.

Bericht des Schatzmeisters

Es wurde der Kassenbericht des Schatzmeisters durch den 1. Schriftführer verlesen. Die Zahlen des Haushalts wurden ausgelegt und werden dem Protokoll beigefügt.

Bericht der Kassenprüfer

Der Kassenprüfer Reinhard Schott, berichte dass Ihm vollumfänglich Zugang und Einsicht in alle Konten- und Rechnungsaufstellungen gegeben wurden. Die Prüfung erfolgte am 18.08.2021. Alle Belege wurden geprüft. Eine Fehlbuchung war vorhanden, wurde jedoch umgehend berichtigt.

Kassenprüfer Rainhard Schott, SCHOTT + TUCH ARCHITEKTEN UND INGENIEURE

Aussprache zu den Berichten

Es folgt die Aussprache zu den Berichten. Es wurde angeregt, zukünftig den Kassenbestand in den Kassenbericht aufzunehmen. Dies soll so geschehen.

Entlastung des Vorstands

Der Kassenprüfer, der Kollege Reinhard Schott stellt den Antrag auf Entlastung des Vorstands.
Die Entlastung erfolgt einstimmig.

Der 1. Schriftführer dankt allen Mitgliedern des Vorstandes und den Referenten für die ehrenamtliche Arbeit im zurückliegenden Jahr.

Es wurde ein weiterer Kassenprüfer gewählt. Herr Lutz-Philipp Lange wurde einstimmig zum stellvertretenden und 2. Kassenprüfer gewählt.

Vorstellung und Beschluss Haushaltsplan 2021

Der 1. Schriftführer stellt den Haushaltsplan für 2021 vor.
Dieser Haushaltsplan 2021 wird einstimmig beschlossen.

Ausblick 2021

Unter Bezugnahme auf das vorliegende Impulspapier gab der 1. Schatzmeister einen Ausblick.

Anträge

Es lagen keine Anträge vor.

Verschiedenes

Christopher Dürselen (Referat Immobilienwirtschaft) gab bekannt, dass er sich nach 7 Jahren aus dem Referat Immobilienwirtschaft zurückziehen wird. Der Vorstand dankt für das Engagement und die getane Arbeit und wünscht Herrn Dürselen alles Gute.

Ehrungen

Der BDB HESSENFRANKFURT e.V. dankt den langjährigen Mitgliedern für:

25 Jahre Mitgliedschaft
Frau Birgit Giebel
Herr Gerhard Erbeldinger
Frau Karin Haupt
Frau Christel Ganß
Herr Joachim von Landwuest
Frau Natascha Knobel
Herr Joachim Strauss

40 Jahre Mitgliedschaft
Herr Karl-Albert Dauth
Herr Horst Schweitzer
Herr Arno Meckel
Herr Werner Ott

Werner Ott (rechts) wird für 40 Jahre Mitgliedschaft im BDB-HESSENFRANKFURT geehrt

Schlusswort

Der 1. Schriftführer dankt den Mitgliedern für ihr Kommen und schließt die Mitgliederversammlung um 18.50 Uhr.

BDB-HESSENFRANKFURT




Tag der Berufsorientierung – INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT

v.l.n.r.: Erich Schleßmann, Ralph Rühle, Luzie Betz, Markus Henrich, Thomas M. Reimann

‚Mehr als 160 junge Menschen hat auf Einladung von Luzie Betz heute Thomas Reimann gemeinsam mit Erich Schlessmann beim Tag der Berufsorientierung an der John-F.-Kennedy Schule in Bad Vilbel über Chancen und Perspektiven in der hessischen Bauwirtschaft informieren können. Die Initiative Zukunft Fachkraft setzt somit ihre erfolgreiche Arbeit fort. Informationen zur Ausbildung und zu den Unternehmen sind seit heute 7.30 Uhr online und können jederzeit abgerufen werden. Neben der ALEA AG und er HGW GmbH haben auch die Deutsche Bahn, Alloheim Senioren-Resindenz, Elektrotechnik Pulver, der Baustoffhändler Anton Schneider 5. GmbH und die Stadt Bad Vilbel über Möglichkeiten der Berufsausbildung informiert. 5 Stunden nahmen sich die Verantwortlichen Zeit, um mit den Jugendlichen ins Gespräch zu gelangen und sich auszutauschen. Die Initiative ist eine tolle Idee und wir freuen uns darauf, bald auch wieder die ALEA-Baustellen in Bad Vilbel begehen zu können“, so Luzie Betz, stellvertretende Schulleiterin in einem Statement.



Thomas M. Reimann
BDB-HESSENFRANKFURT




Neues Ausbildungsjahr gestartet – INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT bringt Schüler in die Ausbildung

Bild: v.l.: Thomas M. Reimann, Dr. Matthias Leder, Adrian Kuka, Frank Uhl

Während in vielen Bereichen der Republik über rückläufige Ausbildungszahlen geklagt wird, hat die Initiative Zukunft Fachkraft den Restart erfolgreich vollzogen.

Hocherfreut zeigte sich IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Leder über das große Engagement im Bereich der Ausbildung der in Bad Vilbel aktiven HGW Hessische Gas-, Wasser- und Rohrleitungsbau GmbH. „Wir brauchen diese Firmen, die praxisnah informieren und den jungen Menschen die Ausbildung anbieten.“ Gemeinsam mit Betriebsleiter Frank Uhl und dem Vorstand des BDB-HESSENFRANKFURT Thomas M. Reimann begrüßte er Adrian Kuka als neuen Auszubildenden an seinem ersten Arbeitstag. Auf dem Bad Vilbeler Heilsberg wird Adrian Kuka unter fachmännischer Anleitung das Verlegen von Wasser- und Stromleitungen im Pommernweg erlernen. „Ich habe mich schon früh in der Schule kundig gemacht und festgestellt, dass diese Ausbildung zum Rohrleitungsbauer mein Wunschberuf ist.“ Nach seinen Worten sieht er große Chancen, sich auch persönlich in dem Beruf zu entwickeln und später einmal als Vorarbeiter oder Polier zu arbeiten. „Mit der Initiative Zukunft Fachkraft hat der BDB-HESSENFRANKFURT ein Format geschaffen, das junge Menschen schon in der Schule über die Perspektiven in der Bauwirtschaft informiert. Wir gehen früh in die Schulen, gerade auch in Bad Vilbel und führen die jungen Menschen an extra geschaffenen Praxistagen an die Bauwirtschaft heran“, so Vorstand Reimann. Die Initiative Zukunft Fachkraft wird von der IHK Gießen-Friedberg, sowie der auch mit einer Niederlassung in Bad Vilbel ansässigen ALEA AG unterstützt. Mehr als 150 junge Menschen haben die Baustellen besucht und nahezu 20 Praktika wurden absolviert. Bislang wurden 4 neue Ausbildungsverhältnisse abgeschlossen.

Thomas M. Reimann
BDB-HESSENFRANKFURT




IMPULSPAPIER zur Wahl zum Deutschen Bundestag 2021

Mit Blick auf die bevorstehende Wahl zum Deutschen Bundestag 2021 hat der BDB-HESSENFRANKFURT Positionspunkte formuliert.

Das Impulspapier will anhand fünf exemplarisch ausgewählter Themen Anregungen und Denkanstöße für die Diskussionen zur anstehende Wahl zum Deutschen Bundestag 2021 geben:

  • BUNDESBAUMINISTERIUM
  • HOAI STÄRKEN
  • BEZAHLBARES EIGENHEIM
  • MATERIALVERFÜGBARKEIT
  • NORMUNG PRÜFEN

BUNDESBAUMINISTERIUM

Wir fordern ein eigenständiges Bundes-Bauministerium:
Die Bau- und Immobilienbranche ist mit weitem Abstand die größte Branche in Deutschland. Mit fast zwei Millionen Beschäftigten und knapp 400 Milliarden Euro an nominalem Bauvolumen (2020) ist das Baugewerbe ein bedeutsamer Wirtschaftszweig der deutschen Volkswirtschaft.
Rund zehn Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts werden für Baumaßnahmen verwendet (2019: 373 Milliarden Euro). Gleichzeitig erbringt das Baugewerbe fast sechs Prozent der gesamten Wertschöpfung in Deutschland.

Die politische Repräsentanz wird dieser Bedeutung schon seit vielen Jahrzehnten nicht mehr gerecht. Auf Bundesebene ist es zur Regel geworden, dass das Bauministerium ein Anhängsel von anderen Ministerien ist. Seit 2018 ist dieser das Ressort Stadtentwicklung/ Wohnen und Bauwesen/Bauwirtschaft und Bundesbauten dem Innenministerium unterstellt. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich eines der größten Ministerien nicht mehr konzentriert und zielorientiert für die wichtigen Belange dieses bedeutenden Wirtschaftszweiges kümmern kann. Gleichzeitig stellt die Politik jeden Tag die Forderung an die Bauwirtschaft, bezahlbarer Wohnraum zu schaffen.

Wir fordern deshalb umgehend ein eigenständiges Bundesbauministerium einzurichten um sich konzentriert den wichtigen als auch dringend notwendigen Reformen im Baubereich anzunehmen. Dringlichste Aufgabe des eigenständigen Ministeriums muss es sein, unnötige bürokratische Vorschriften zu eliminieren und den Wust an Vorschriften und „DIN“ Vorgaben zu entschlacken.

Nur durch ein eigenes Bauministerium ist gewährleistet, das in Zukunft mit der Kompetenz und Kraft dieses Ministeriums die größte Branche unterstützt und geholfen wird und sich so den Herausforderungen und sozialen Problemen stellt und diese löst.

HOAI STÄRKEN

Mit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 4. Juli 2019 ist die HOAI geschwächt. Eine verbindliche HOAI ist Grundlage für hohe Qualitätsstandards und sichert die Existenz eines vielfältigen Angebotes von kleinen und mittleren Planungs- und Bauleitungsbüros.

Die HOAI muß angepaßt werden und europäische Regelungen zukünftig so berücksichtigen, daß sie als Ganzes wieder bindendes Preisrecht wird.

BEZAHLBARES EIGENHEIM

Rund 56% der Deutschen träumen von den „eigenen vier Wänden“. Ob Haus- oder Wohnungskauf, Bau eines Einfamilienhauses, das Eigentum steht im Mittelpunkt. Hier muss die Bundespolitik endlich reagieren und zwar mit zukunfts¬tragenden Maßnahmen, die der entstandenen Verknappung und Verteuerung von Wohnraum entgegenwirken.

Voraussetzung ist ein klares Bekenntnis der Parteien zum Eigentum und vor allem eine wirkliche Förderung Dessen. Mit unseren Maßnahmen und Gesetzen bewirken wir seit Jahrzehnten wenig bis nichts in diesem Staat. Belegt wird das durch eine Eigentumsquote, die 2019 bei rd. 51 % lag. Während im direkten europäischen Umfeld zum Beispiel in Griechenland und Slowenien rd. 75% im Eigentum leben. Rumänien und Ungarn sind mit 95,8 % hier Spitzenreiter!

Die Wiedereinführung effektiver Steuererleichterung tut not. Das man bei eigengenutztem Wohneigentum gerade einmal 1.200 €/p.a. abschreiben kann, ist ohne Umschweife ein Hohn. In diesem Zusammenhang darf die Abschaffung der Grunderwerbssteuer für private Bauherrn, sowie die Rückerstattung der 19%-tigen Mehrwertsteuer auf die entstanden Herstellungskosten nicht länger ein tabu bleiben.

Kfw-Kredite sollen die mit dem GEG (Gebäudeenergiegesetz) verbundenen Maßnahmen rentabel erscheinen lassen. Das ist zu kurz gedacht und kann nicht über die rasante Verteuerung von Energie und der damit verbunden Leistungen hinwegtäuschen. Die an übertriebene Energiestandards gekoppelten Gelder sollten der gesamten Baumaß-nahme zu Gute kommen. Es ist unabdingbar sich kritischer mit den in Brüssel verabschiedeten Vorgaben auseinanderzusetzen und einen durchdachten nationalen Weg dem entgegen zu stellen.

MATERIALVERFÜGBARKEIT

Dämmmaterial, Holz, KG-Rohre, Stahl: Das Material auf den Baustellen wird knapp und teuer. Die Lage verschärft sich aufgrund der kürzlich beschlossenen Konjunkturprogramme zusätzlich. Die eklatante Baumaterialknappheit und die Preissteigerungen bei bestimmten Baumaterialien bereiten vielen Bauunternehmern Sorgen.

Das Thema verschärft sich wöchentlich, inzwischen ist man froh, wenn man überhaupt noch Material bekommt. Der Preis gerät schon fast in den Hintergrund. Unternehmen müssen bei vollen Auftragsbüchern Kurzarbeit anmelden, weil sie kein Material haben. Eine eklatante Fehlentwicklung!

Der Ruf nach bezahlbarem Wohnraum ist laut, der Bau dieser Wohnungen aber nicht mehr möglich.

Wir benötigen dringend attraktivere Voraussetzungen, um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und um die deutsche Bauwirtschaft zu stärken. Die Produktion von Baustoffen, wie früher üblich, sollte erheblich stärker im eigenen Land stattfinden. Die Bedingungen für produzierendes Gewerbe müssen verbessert werden, wir müssen in der Bundesrepublik Deutschland wettbewerbs¬fähiger werden, um im internationalen Vergleich auf Augenhöhe agieren zu können. Weniger Abhängigkeit, weniger Gesetze, weniger Bürokratie, bessere Standortbedingungen, mehr Flexibilität und eine deutlich stärkere Unterstützung der mittel¬ständischen Wirtschaft durch die Politik ist zwingend geboten.

NORMUNG PRÜFEN

Kaum ein anderer Wirtschaftsbereich ist ansatzweise so reguliert wie der Bau- und Immobiliensektor. Mittlerweile geht man von über 20.000 einschlägigen Regelwerken aus. Dadurch wird das Bauen immer komplizierter und aufwändiger und in der Folge kaum noch bezahlbar. Nicht zuletzt steigt außerdem das Planungs¬risiko für Architekten, Ingenieure und sonstige Bauschaffende, da die Regelwerke in ihrer Vielzahl kaum noch überschaubar sind und sich immer häufiger aufgrund gegenläufiger Zielinteressen widersprechen.

Dieser Missstand betrifft nicht nur die direkte Gesetzgebung des Bundes sondern zunehmend auch den Wildwuchs privater Normungsinstitute. Diese erstellen aufgrund von verschiedensten Partikularinteressen ständig neue Normen und vergleichbare Regelwerke, die nach ihrer Einführung häufig gesetzesähnliche Wirkungen entfallen. Der Grund hierfür liegt zum einen in der Systematik der deutschen Rechtsprechung und zum anderen in einem „Regulierungsvakuum“ des Gesetzgebers selbst. Das bedeutet, dass aufgrund der Ermangelung an abgewogener und die Allgemein-interessen berücksichtigender Gesetzgebung die private Normierung schlicht diese Lücke füllt. Hierbei fehlt es jedoch in der Regel an entsprechender Abwägung, Augenmaß und Orientierung am Gemein¬wohl. Die Profiteure der Normen sind häufig nur einzelne Gruppen, wogegen die Allgemeinheit durch die mit immer höheren Standards und Komplexitäten einhergehenden Kostensteigerungen das Nachsehen hat. Das größte Problem bei dieser Art der „Gesetzgebung durch die Hintertür“ dürfte mittlerweile der fehlende Abgleich der privaten Normierungen untereinander sein. Dies führt in der Praxis zunehmend dazu, dass selbst Regelwerke eines Institutes nicht mehr gemeinsam zu erfüllen sind, da die Zielkonflikte zu sehr miteinander konkurrieren.

Deshalb fordern wir die Anzahl der Vorschriften grundsätzlich massiv zu verringern und maßgebende Standards und Vorschriften muß der Gesetzgeber selbst bestimmen.

Frankfurt am Main, im September 2021

Download Impulspapier zur Wahl zum Deutschen Bundestag 2021

Unser besonderer Dank gilt Joachim Pfeil (Vorstand BDB-HESSENFRANKFURT), Carsten Kulbe (2.Vorsitzender BDB-HESSENFRANKFURT), Tobias Rösinger (Referat Baumeister (Projektentw./gewerbl. Arch.) BDB-HESSENFRANKFURT), Thomas M. Reimann (Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit BDB-HESSENFRANKFURT) und Andreas Ostermann (1.Vorsitzender BDB-HESSENFRANKFURT) für Ihre engagierte Mitarbeit.

BDB-HESSENFRANKFURT




„Nachhaltigkeit“ – ein oft verwendeter Begriff, aber was steckt dahinter?

Foto: www.ars-tectandi.de

Wenn man heute in Google den Begriff „Nachhaltigkeit“ eingibt, kann man viele Artikel finden und viele Slogans. Jede Dienstleistung und jedes Produkt ist heute gefühlt nachhaltig.

Zitat Laut Wikipedia:
Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung durch die Bewahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme (vor allem von Lebewesen und Ökosystemen) gewährleistet werden soll.“

Seit 2010 setzte ich mich immer intensiver mit diesem Thema auseinander. Über eine Bauherrin bin ich damals auf die Massivholzbauweise aufmerksam geworden und habe dann 2014 die Ausbildung zur Baubiologin beim IBN abgeschlossen um die Zusammenhänge aller Bereiche für Baubiologie kennen- und anwenden zu lernen.

Als gelernte Schreinerin schlägt mein Herz schon immer für den Rohstoff Holz, und was man damit alles herstellen kann. Familiär bedingt habe ich immer eng mit Fertighausfirmen zusammengearbeitet und diese Effizienz und Qualität der vorgefertigten Bauweise, vielen meiner Bauherren nähergebracht. Die Entwicklung des energiesparenden Bauens hatte für mich vor ca. 10 Jahren allerdings ein Bewusstwerden nach sich gezogen, da meines Erachtens der Fokus zunehmend viel zu sehr auf mathematischen Berechnungen lag, die eine Minimierung des künftigen Energieverbrauchs, während der Nutzung, im Auge hatte. Immer mehr technischen Lösungen sind aufgekommen und werden verbaut, die sich selbstverständlich auch auf die Baukosten und die Bewirtschaftungskosten auswirken.

Dieses Parabelfunktion des U-Wertes zeigt, dass der Aufwand überproportional steigt, je niedriger der U-Wert ist, um eine weitere Optimierung der rechnerischen Energieeinsparung zu bewirken.

Quelle: www.egle-engineering.de

Somit ist beispielhaft sehr gut veranschaulicht, dass auch im Hausbau das Paretoprinzip 80/20 angewendet werden sollte – 20 % Aufwand um 80% seines Zieles zu erreichen. Denn um die restlichen 20% für eine gewünschte „Vollkommenheit“ aufzuwenden, werden 80% Energie – in welcher Form auch immer – erforderlich.

Meine Frage lautete also: „Wie baue ich mit einem reduzierten Energieverbrauch, ein optimales Gebäude hinsichtlich Raumkonzept, Statik, Bauphysik, Gebäudetechnik und der Baustoffe – dass im Anschluss dann auch die Kosten für das Betreiben und die Entsorgung ebenso nachhaltig bleiben?“
Meine gefundenen Schlagwörter für die Definition von Nachhaltigkeit schlüsselt sich nun wie folgt auf:

N……      atürlich

A….        uthentisch

CH…       emiefrei

H…         andwerklich hochwertig

A…         ufatmen

L…          anglebig

T…          echnisch verständlich

I…           ndividuell

G…         anzheitlich

K…         lar und kreativ

E…          ffizient

I…           ntelligente Lösungen

T…          oll! 😊

Nun ist dieses Bewusstsein schon sehr stark im Wohnungsbau angekommen – auch Schulen und Kindergärten werden zunehmend mit dem Baustoff Holz umgesetzt. Daher freut es mich ganz besonders, dass nun auch im Landkreis Bad Kissingen / Schweinfurt ein Bürogebäude aus leim- und metallfreien Wand- und Deckenelementen mit der Fa. holzius errichtet werden konnte. Ein Bürogebäude, das auf Grund der Größe die Auflagen des Sonderbaus auch in Holzmassivbauweise einhält.

Foto: www.ars-tectandi.de

Mit vier Konzeptideen des Münchner Architekten Gunther Benkert, kam der künftige Mieter im Jahr 2019 auf die C.R.K. Vermögensverwaltungs GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer Dipl.-Ing. Architekt BDB Carsten R. Kulbe zu, weil er einen Investor für seine Büroräumlichkeiten suchte. Gemeinsam haben wir uns für die Gebäudeform eines „H-Baukörpers“ entschieden, und diese Konzeption detailliert und vielschichtig weiterentwickelt.  Dank der Aufgeschlossenheit des Bauherrn, konnten wir hier intensiv die Möglichkeiten der nachhaltigen Massivholzbauweise diskutieren und nun auch erfolgreich realisieren.

Ziel war bei dieser Konzeption eine wirtschaftliche Lösung im Sinne des Bauherrn umzusetzten. Eine klare Formensprache, eine Gliederung nach Funktionsbereichen des Mieters, Gemeinschaftszonen zur Kommunikation und mögliche Flexibilität für spätere Gebäudeerweiterungen.

Die Massivholzbauweise hat hier exzellent bewiesen, zu was sie alles fähig ist. Mit nur 120 mm starken Außenwänden und einer 120 mm starken mineralischen Dämmschicht konnte dennoch eine lichte Raumhöhe von ca. 4,00 m erzielt werden. Schlanke Stützen im Innenbereich (180 mm x 180 mm) mit einem Unterzug 180 x 240 mm lassen sich in die Innenarchitektur der Bürozonen sehr gut integrieren. Mit einer Deckenstärke von 140 mm findet der Flachbau einen filigranen Abschluss.

Ebenso sollte mit der Architektur die Konstruktion und die Technik sichtbar bleiben, nach dem Vorbild einer Industriehalle. Ein kostenintensives „Verstecken“ war daher nicht notwendig. Dennoch galt es eine angenehme Atmosphäre sicherzustellen, da in diesem Gebäude bis zu 100 Mitarbeiter einen Großteil Ihres Tages verbringen.

Die Gebäudehülle unserer Bauwerke ist heute mehr denn je wie eine zweite Haut für uns Menschen zu betrachten. Wir verbringen ca. 90% unserer Tages- und Nachtzeit in Räumen. Wir sehen und nehmen bewusst oder unbewusst die Wirkung der Materialien wahr, wir riechen, wir fühlen und wir nehmen die Stoffe, die unsere Baumaterialien an die Umgebungsluft abgeben mit unserer Haut auf.

Die leim- und metallfreie Holzmassivkonstruktion trägt zu einem angenehmen Umfeld erheblich bei. Als naturnaher Baustoff muss er nur sehr gering weiterverarbeitet werden. Die konstruktiven Qualitäten der Natur können hierbei statisch und technisch genutzt werden. Die Behaglichkeit und Wärme des Baustoffes sorgt für ein angenehmes Arbeitsklima. Die innovative Lösung des Wandaufbaus durch sein Verkämmen und den Gratleisten zur Verbindung der einzelnen 60mm dicken Bohlen ermöglicht eine folienfreie Konstruktion. Reinheit, Klarheit der Bauteile und damit der Details sorgen für eine schnelle Bauzeit.

Aktuell befindet sich das Gebäude in der zweiten Errichtungsphase – kurz nach dem Richtfest im Juli 2021. Der Einzug ist für Ende 2021 geplant.

Ich bin sicher, dass der aktuell stattfindende Wandel unseres Bewusstseins, auch beim Bauen positive Veränderungen nach sich zieht.

Ganzheitlich – weniger ist mehr – klar – einfach und dennoch modern – ……….. hier ist noch viel möglich! Packen wir´s an!

Petra Wiesner-Molitor
AG Holzbau + Baubiologie
BDB-HESSENFRANKFURT




auf ein WORT: Erich Schleßmann

In den Schulen und auch bei der INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT laufen die Vorbereitungen für das neue Schuljahr. Es schaut so aus, als würden die Tore für das Angebot der INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT auf praktischen Einblick in die Arbeitswelt der Schüler endlich wieder geöffnet. Nach der pandemiebedingten  Abschottung des Schulbetriebs von der Außenwelt sieht das Konzept des Kultusministeriums endlich wieder auch die Öffnung der Schulen für Außenkontakte zu nicht unmittelbar schulischen Organisationen und Einrichtungen vor. Die schulische Schutzmauer für das Sars-Cov-2-Virus wird zugunsten des Einzugs beziehungsweise des Aufsuchens der außerschulischen Wirklichkeit abgebaut.

Das ist in erster Linie erfreulich für die Schüler, aber auch für die Lehrkräfte. Denn so ist es möglich, einen Einblick in die Realität statt alleine deren unterrichtlicher Inszenierung zu erfahren. Das „Trockenschwimmen“ kann durch Sprünge ins Wasser ersetzt werden. Für die Vermittlung der Wissens und dessen Verarbeitung, aber auch die Herausbildung sozialer Kompetenzen ist das von enormer Bedeutung, so dass der Realitätsbezug in der Pädagogik als sehr wichtig für die Bildung der Schüler definiert wird. Dass dieser in den letzten anderthalb Jahren unterbunden wurde, ist als eine weitere Benachteiligung der jungen Generation durch die Einschränkungen in der Pandemie anzusehen.

So hat auch die INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT ihr Programm für die Praxistage im Baugewerbe wieder aufgenommen und damit Schülern (und Lehrern) das Kennenlernen eines Teils der heutigen Arbeitswelt ermöglichen. Die INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT greift das abrupt durch die Lockdowns abgebrochene Konzept wieder auf, um die Schüler für die Arbeitswelt, die nach der Schule auf sie wartet, zu interessieren. Das passiert nicht nur durch theoretische Unterrichtung in Form der bekannten Berufsberatung und -information, sondern auch durch die praktische Betätigung auf Baustellen. Der bisher sehr erfolgreiche Ansatz der Verzahnung von Theorie und Praxis wird mit den Projekttagen auf Baustellen für die Schulen fortgeführt, um den Schülern die Wirklichkeit des Arbeitslebens zu zeigen, zugleich natürlich auch die besonderen Chancen einer vielfältigen Berufsausbildung im Baugewerbe vom Maurer bis zum Architekten zu vermitteln.

Nach der bereits erlebten Begleitung der früheren Projekttage mit bekannten Fußballern der Frankfurter Eintracht wie Bernd Hölzenbein, Bernd Nickel, Andreas Möller und Dragoslav Stepanovic sollen durch die Kooperation mit dem ehemaligen Präsidenten der Eintracht Matthias Ohms auch diese Schmankerl für die jungen Menschen noch ausgeweitet werden soll.

Die Baustellen sind da, das Konzept hat sich bewährt, die Schultore öffnen sich: Es kann wieder losgehen.

Erich Schleßmann
Leitender Schulamtsdirektor a.D.

Koordinator ‚INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT‘
BDB-HESSENFRANKFURT




Bücher

Vom Bordstein zur Straßenlaterne

von Sylva Domhardt, Ruth Hanisch, Paul Kahlfeldt, Rainer Schützeichel, Wolfgang Sonne.

168 Seiten, Format 21,0 x 25,0 cm,
gebunden,
38,00 EUR

DOM publishers, Berlin

ISBN: 978-3-86922-763-4

Der öffentliche Stadtraum gleicht einem Schlachtfeld divergierender Interessen: autogerechte Verkehrstechnik steht gegen Barrierefreiheit, ökonomische Verwertbarkeit widerstrebt allgemeiner sozialer Zugänglichkeit, Sicherheitsbedürfnisse konterkarieren die Idee des politischen Freiheitsraums. Alle Ansprüche hinterlassen ihre nicht zueinanderpassenden Spuren: Asphaltwüsten, Sicherheitspoller, Werbetafeln und Signalsysteme versuchen, die menschlichen Tätigkeiten funktionsgerecht zu kanalisieren. Auf der Strecke bleibt der Stadtraum, der vor allem durch seine soliden und durchdachten Details das Verweilen in der Stadt zur Freude macht.

Wie gliedert eine Bordsteinkante den öffentlichen Raum Wie schaffen Bäume in der Stadt charakteristische Straßen- und Platzräume Welche Möblierung braucht die Stadt – und welche wirkt stadtraumzerstörend Welche Materialien verschaffen dem Stadtraum eine identitätsstiftende Dauerhaftigkeit Diesen und anderen Fragen geht der vorliegende Band an Hand von gelungenen historischen Beispielen, die bisweilen die Atmosphäre ganzer Städte prägen können, nach und fragt nach den heutigen Möglichkeiten und Wünschen, Stadträume in ihren Details dauerhaft und schön zu gestalten.

Der Band enthält Aufsätze zu folgenden Details im Stadtraum: Bordsteine, Straßenpflaster, Gullydeckel, Stadtmöbel, Schutzgitter, Straßenbäume, Straßenlaternen.

DOM publishers, Berlin

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Planung der Barrierefreiheit – Erstellung von Barrierefrei-Konzepten

von AHO-Arbeitskreis ‚Barrierefreies Bauen‘.

48 Seiten, Format 16,6 x 24,4 cm,
kartoniert,
16,80 EUR

Reguvis, Köln

ISBN: 978-3-8462-1257-8

Heft 40 beschäftigt sich in der Schriftenreihe des AHO erstmalig mit der Planung der Barrierefreiheit und Erstellung von Barrierefrei-Konzepten. Es ergänzt somit die Besonderen Leistungen nach § 3 Abs. 2 HOAI, die dort nur beispielhaft und nicht abschließend genannt sind.

Darüber hinaus wird eine unverbindliche Vergütungsempfehlung gegeben und diese an Projektbeispielen angewendet. Eine umfangreiche Erläuterung enthält wesentliche Hintergrundinformationen, Querverweise und die beabsichtigten Zielvorstellungen.

Reguvis, Köln




Es geht weiter mit der INITIATIVE ZUKUNFT FACHKRAFT!

Thomas M. Reimann, Imaan Ahmed, Rita Albitz, Dr. Matthias Leder

Anlässlich der Konjunkturumfrage der IHK Giessen-Friedberg gab ALEA-Chef Thomas M. Reimann in der Bad Vilbeler Niederlassung mit IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Leder den Startschuss für den Neustart des Projekts, das durch die Pandemie vollständig zum Erliegen kam. „Endlich wieder dürfen Praktikanten sich in dem mehr als 150 Jahre alten Familienunternehmen vor Ort und mit Präsenz ein Bild über die Chancen und Perspektiven der Bauwirtschaft machen“, so Reimann.

Für Dr. Matthias Leder ist es eine beeindruckende Leistung. „Kaum gibt es wieder eine Chance für Praktika, setzt das Traditionsunternehmen diese großartige Initiative fort. Junge Menschen haben die Möglichkeit, vor Ort die Betriebsabläufe live zu erleben und sich für eine Ausbildung nach ihrem Schulabschluss rechtzeitig zu entscheiden.“

Unter Anleitung von Rita Albiez ist seit Montag die 15-jährige Imaan Ahmed für 2 Wochen aktiv im Unternehmen eingebunden und war so auch in die Pressekonferenz helfend dabei. Inzwischen haben weit über 100 Schüler aus Bad Vilbel und Hanau an den Baustellenbesuchen teilgenommen. Seit Beginn der Initiative haben allein in der Bad Vilbeler Niederlassung von ALEA 6 Praktikanten in der möglichen zukünftigen Berufswelt Einblicke gesammelt. Mit einer Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation begann Aylin Demir im vergangenen Jahr, Anes Lekovic startete seine Maurerlehre. Auch für das kommende Ausbildungsjahr stellt das Unternehmen wieder zwei Ausbildungsplätze bereit.

„Ich sehe es als wichtige gesellschaftliche Aufgabe, dem drohenden Fachkräftemangel durch eine fundierte Ausbildung zu begegnen. Chancen und Perspektiven in der hessischen Bauwirtschaft sind vielen Schülern nicht bekannt, das muss sich ändern“, so Firmenchef Reimann. „Ich bin froh und dankbar die IHK Gießen-Friedberg als starken Partner bei der Initiative seinerzeit gewonnen zu haben. Unter Federführung des BDB-HESSENFRANKFURT haben sich  eine Vielzahl von Verbänden zur Initiative bekannt. Das ist ein starkes Signal.“

BDB-HESSENFRANKFURT