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Freilichtmuseum Frankfurt? +++ Eine Metropole braucht Dynamik und Freiheit

Zum Diskurs um das Büro- und Geschäftshaus auf dem Sportarena-Areal an der Hauptwache nimmt der BDB-Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Hessen Frankfurt wie folgt Stellung:

Die Diskussion um den 60er Jahre Bau der Oper Frankfurt ist noch nicht abgeschlossen, da soll bereits das nächste um 1960 errichtete Haus im Bestand erhalten bleiben. Niemand will bei einem Umbau eines alten Hauses auf aktuelle energetische und brandschutztechnische Vorgaben verzichten. Aber Erscheinungsbild und Grundstücksauslastung soll sich an die 60er anlehnen und darüber hinaus soll das Haus incl. Dachfläche noch für alle erlebbar werden.

Die Finanzierung dessen ist dabei meist nie Bestandteil der Diskussion.

Das man alle fragt und am Ende doch nicht baut, dafür gibt es bereits an anderer Stelle in der Stadt ein Beispiel:
Eine in vielen Bürgerdialogrunden konsensual entwickelte Gesamtstrategie mit klimagerechter Architektur und grünen Fassaden ist zuletzt bei den Günthersburghöfen krachend gescheitert.

Architekten gestalten die Umwelt und manchmal gelingt es besser und manchmal wünschte man sich besseres.
Die Leitplanken der Planung bilden die umgebende Bebauung oder der Bebauungsplan. Manchmal kommen noch Gestaltungssatzungen dazu.

Bauherren und Architekten sollten sich der Freiheit, die Ihnen so gegeben ist, bewußt sein, mit ihr verantwortungsvoll umgehen  und sie sich aber auch nicht nehmen lassen. Die Installation von immer neuen Beiräten mit fragwürdiger Legitimation macht Architektur nicht besser. Sie macht Bauen nur immer noch komplizierter und teurer.

BDB-HESSENFRANKFURT