Venezia – XIV. Biennale di architettura 2014

Bild Gondeln Venedig (web)

Die Einzigartigkeit Venedigs liegt im Wesen der Stadt selbst: In der Lage des Stadtgebietes, mit dem Gewirr von Kanälen, Gassen, Plätzen und Brücken, die ein geheimnisvolles, scheinbar, auf dem Wasser schwebendes Labyrinth entstehen lassen. Heute steht die Stadt für beispielhafte, subventionierte Siedlungsprojekte und die Aufwertung bis dahin städtebaulich wertloser Randzonen. Architekten wie T. Ando, R. Piano, A. Rossi, S. Calatrava, oder Map-studio glänzen mittlerweile neben dem unvergeßlichen
Bauten Palladios und Carlo Scarpas. Venedig ist immer eine kosmopolite Stadt gewesen. Kunst und Kultur sind Begriffe, die untrennbar mit der Lagunenstadt verbunden sind. Besonders die Architekturbiennale Venedig gilt als herausragendes kulturelles Ereignis, das einen Überblick über aktuelle Strömungen in der Architektur bietet.

Der BDB-Frankfurt Rhein Main veranstaltet vom 30.09. bis 04.10.2014 eine 5-tägige Fachexkursion zur XIV. Architekturbiennale Venedig 2014.

Alle Einzelheiten zu dieser Veranstaltung finden Sie unter Veranstaltungen hier auf dieser Internetseite.




BDB begrüßt Erhöhung der Städtebauförderung

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zentrale Forderung der „Aktion Impulse für den Wohnungsbau“ wird erfüllt

Der Präsident des Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e. V. (BDB), Hans Georg Wagner, PStS. a.D., begrüßt die höchsterfreuliche Entscheidung der Großen Koalition zur Aufstockung der Städtebauförderung auf jährlich 700 Mio. Euro außerordentlich. Dies ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, da die Bedeutung dieser Förderung für gelungenen und nachhaltigen Städtebau als entscheidendes Zukunftsthema gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Gerade die von der Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks auf der jüngsten Bauministerkonferenz angekündigte Aufwertung der Programms „Soziale Stadt“ zum Leitprogramm der sozialen Integration im Rahmen der Städtebauförderung ist für den BDB eine notwendige und richtungsweisende Weichenstellung.

Mit der Erhöhung der jährlichen Städtebauförderung auf 700 Mio. Euro wird eine der zentralen Forderungen der „Aktion Impulse für den Wohnungsbau“ erfüllt, die eine solche Steigerung im Vorfeld der Koalitionsverhandlungen bereits Ende Oktober 2013 in einem Positionspapier eingefordert hatte. Der „Aktion Impulse für den Wohnungsbau“ gehören neben dem BDB ca. 30 weitere Spitzenverbände und Organisationen der Architekten, Ingenieure sowie der Bau- und Immobilienwirtschaft einschließlich der Gewerkschaft IG Bau und des Deutschen Mieterbundes an. Gemeinsam werden sie sich auch künftig dafür einsetzen, dass der Bund in der aktuellen Legislaturperiode verstärkt an der „Baustelle Wohnungs- und Städtebau“ weiterarbeitet.




Wohnen muß man regional denken

BDB-Frankfurt Rhein Main im Gespräch mit der Nassauischen Heimstätte
BDB-Frankfurt Rhein Main im Gespräch mit der Nassauischen Heimstätte

„Wir errichten bereits viele neue Wohnungen in Frankfurt. Im Stadtgebiet fehlt aber Bauland. Der Dialog mit dem Umland ist deshalb wichtig und vielversprechend. Als größte hessische und überregional tätige Wohnungsgesellschaft sind wir der ideale Ansprechpartner zum Thema Wohnen bei den Kommunen in der Region. Wohnen muß man regional denken.“ Dr. Thomas Hain, Leitender Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte, formuliert damit gegenüber dem BDB – Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e.V., worauf es ankommt in der aktuellen Diskussion zum Thema Wohnungsbau.

Mit über 60.000 Mietwohnungen in mehr als 140 Städten und Gemeinden muß man sich mit dem Denken über die Stadtgrenzen Frankfurts hinaus bei der Nassauischen Heimstätte nicht erst anfreunden. Das gehört zur gelebten Firmenphilosophie.

„Für die Neubauprojekte in Frankfurt gilt aber,“ – so Dr. Constantin Westphal, Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte, – “daß wir die wenigen zu Verfügung stehenden innerstädtischen Flächen gut nutzen. Vertikale Wohnformen wie der Wohnturm PRAEDIUM leisten das. Wenn die städtebaulichen Rahmenbedingungen passen, dann wird Wohnen im Hochhaus nachgefragt und kann im höherpreisigen Marktsegment auch langfristig sehr gut funktionieren.“
Mit ‘Harmonie West‘ ist die Nassauische Heimstätte mit einem weiteren Bauprojekt im neuen Europaviertel vertreten.

Für weitere neue Baumaßnahmen auf Frankfurter Stadtgebiet braucht es gesellschaftlichen Konsens und Unterstützung in der Bevölkerung. Das ist nicht selbstverständlich vorhanden.

Dipl.-Ing. BDB Ingolf Kluge (1.Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.) bietet daher gerne Unterstützung an: „Fordern Sie als maßgebliche Wohnungsgesellschaft in Frankfurt Rhein Main unser Fachwissen und unser Know-How. Unser Verband ist gut vernetzt und kann an verschiedenen Stellen zielorientiert mitwirken.“

Prof. Dr.-Ing. Joachim Pös, Geschäftsführer der Nassauischen Heimstätte, nimmt gerne die angebotene Unterstützung an. „Die regionale Kooperation erfordert, daß alle im Gespräch sind und im Konsens Lösungen gefunden werden. Jeder, der dazu einen Beitrag leisten kann, ist uns herzlich willkommen.“

Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (2. Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.) informiert über das Aktionsbündnis “Impulse für den Wohnungsbau“, das derzeit von über 30 Verbänden der Branche unterstützt wird. „Wir wollen die Aktivitäten der Initiative nach Hessen holen und so eine starke Stimme für den Wohnungsbau etablieren. Wir brauchen klare Positionen, die gesellschaftlich wahrgenommen werden. So wie wir das Thema Wohnen in Frankfurt regional denken müssen, so müssen wir Impulse für den Wohnungsbau organisationsübergreifend als Branchenmeinung formulieren.“




auf ein WORT: Andreas Ostermann

14-1 auf ein Wort - Andreas Ostermann

 

Impulse für den Wohnungsbau

 

mit insgesamt 159.000 fertiggestellten Wohnungen erreichte die Wohnungsbautätigkeit in Deutschland im Jahr 2009 einen historischen Tiefstand.
Der Neubaubedarf liegt bei jährlich mindestens 250.000 Wohnungen. Zudem hat sich nunmehr ein Nachholbedarf aufgebaut.

Es fehlen Anreize für mehr Wohnungsneubau.
Die Erhöhung der Abschreibung für Wohngebäude auf linear 4% oder die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung sind Mittel, Wohnungsneubau attraktiver zu machen.

Der soziale Wohnungsbau muß von Bund und Land finanziell so gefördert werden, daß mindestens 60.000 neue Wohnungen jährlich entstehen.
Wenn in 2011 nur rund 12.200 Wohnungen im Rahmen des sozialen Mietwohnungsbaus gefördert und gebaut wurden, dann ist das viel zu wenig.

Ebenso bedarf es zusätzlicher Anstrengungen im Bereich der energetischen Sanierung des Wohnungsbestandes. Die Bundesregierung hatte als Ziel eine Verdopplung der jährlichen Sanierungsrate auf 2 Prozent des Wohnungsbestandes vorgegeben.
Das wurde bei weitem nicht erreicht. Die Investitionen in diesem Bereich stagnieren eher.

 

Wohnungsbau muß ein zentrales Thema der Politik werden. Im Bund, auf Landesebene und bei den Städten und Gemeinden.

 

Das Aktionsbündnis ‘Impulse für den Wohnungsbau‘ kann hierfür einen wesentlichen Beitrag leisten.
2004 auf Initiative des BFW Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, des BBS Bundesverband Baustoffe, Steine und Erden, des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes ZDB und der deutschen Mauerwerksindustrie (Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau DGfM) ins Leben gerufen, wird das Verbändenetzwerk inzwischen von einem breiten Bündnis der Immobilien- und Baubranche getragen.

 

Der BDB-Frankfurt ist bemüht, die Initiative nach Hessen zu holen. Wir brauchen in Hessen und in Frankfurt Rhein Main Impulse für den Wohnungsbau.

 

 

Mit kollegialem Gruß, Ihr

Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann




Wohnen ist wichtigstes Stadtplanungsthema

13_11_28 Wohnen ist wichtigstes Stadtplanungsthema (web)_BDB-Frankfurt

„Der Wohnungsbau ist gegenwärtig das wichtige Thema der Stadtplanung und Stadtentwicklung in Frankfurt. Doch wir haben bereits eine Reihe von Konzepten, um auf die große Nachfrage an bezahlbarem Wohnraum in Frankfurt einzugehen“, sagte Bürgermeister und Planungsdezernent Olaf Cunitz im Gespräch mit dem BDB – Bund Deutscher Baumeister Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e.V. Cunitz schilderte den Verbandsvertretern ausführlich die vielfältigen städtischen Aktivitäten rund um das Thema Wohnungsbau und informierte die Bauschaffenden intensiv über die breit gefächerte Wohnungsbauförderung der Stadt Frankfurt.

„Aktuelle große städtebauliche Entwicklungsgebiete gehen auf Stadtentwicklungsplanungen vergangener Jahre zurück. Braucht Frankfurt nicht entsprechende städtebauliche Planungen für die Zukunft?“ fragt Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (2. Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.).

Cunitz erläuterte Konzepte wie das Wohnbaulandentwicklungsprogramm und legte einen besonderen Schwerpunkt auf das städtebauliche Großprojekt der Einhausung der Autobahn A661 zwischen Bornheim und Seckbach, dem sogenannten Ernst-May-Viertel. Dabei enden die Überlegungen des Planungsdezernates nicht an den Stadtgrenzen: „Zur Deckung des Bedarfs an Wohnraum in der Region ist auch der Dialog mit den Kommunen im Umland wichtig“, erklärte Cunitz.

Bürgermeister und Planungsdezernent Cunitz zeigte sich sehr erfreut über das Interesse der Bauschaffenden an den städtischen Projekten.

Dipl.-Ing. BDB Ingolf Kluge (1. Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.) bietet Bürgermeister Olaf Cunitz Unterstützung in allen Fragen des Bauwesens an: „Große Bauvorhaben aber auch manche kleinere Maßnahmen können öffentlich unzutreffend wahrgenommen werden. Als Verband der Bauschaffende mit Fachleuten in allen Bauangelegenheiten können wir sicher viel Überzeugungsarbeit leisten und mit dazu beitragen, daß auch in der Bevölkerung Akzeptanz für schwierige Bauvorhaben geschaffen wird.“




BDB-Seminar Bauüberwachung

Logo Seminar Bauüberwachung (web)

exakte Leistungsfestlegung im Planervertrag // Bauanlaufbesprechung mit Grundeinweisung // Organi-sieren der Überwachungsmaßnahmen // Stichproben – Rasterkontrollen – technische Abnahmen // Störungsmanagement und Mängelbeseitigung // Dokumentation – schnell, rationell, richtig, vollständig

Themen:

1. Ziel der Bauüberwachung

-Einhaltung der Baugesetze, der Baugenehmigung und der Unfallverhütungsvorschriften
-Einhaltung der „allgemeinen anerkannten Regeln der Technik“
-Einhaltung der „vereinbarten Beschaffenheit“

2. Wann, wie und wie oft ist zu kontrollieren?

-An- und Einweisungen zur Leistungsausführung
-besonders überwachungsbedürftige Gewerke
-handwerkliche Selbstverständlichkeiten
-die Kompetenzen des Bauleiters

3. Rechtliches Störungsmanagement

-Umgang Mängel vor der Abnahme
-Mitwirkungspflicht des Bauherrn

4. Dokumentation des Bauablaufs

-das Bautagebuch
-Baustellenprotokolle
-Fotodokumentation
-Bauablauf-Korrespondenz
-Darlegungs- und Beweislast im Haftungsprozess

5. Gesamtschuldnerische Haftung mit dem AN

-Ausführungsmangel = Überwachungsmangel ?
-Planerhaftung – Verteidigungsstrategien
-Der Gesamtschuldnerausgleich

6. Schnittstelle Architekt / Fachplaner

-Wer trägt wofür Verantwortung

Alle Einzelheiten zu dieser Veranstaltung finden Sie unter Veranstaltungen hier auf dieser Internetseite.




Wer Wohnen will muß bauen!

BDB-Frankfurt Rhein Main im Gespräch mit OB Feldmann
BDB-Frankfurt Rhein Main im Gespräch mit OB Feldmann

„Wir brauchen eine breite Zustimmung zu Neubauprojekten auf neuem Bauland. Innerstädtisch kann durch Umbau von Büroflächen in Wohnraum schnell viel erreicht werden. Die Kommunen in der Region sind gemeinsam gefragt, Wohnen als Standortfaktor zu gestalten. Wer wohnen will muss bauen!“, so formuliert Oberbürgermeister Peter Feldmann die aktuelle Situation zum Thema Wohnen in Frankfurt anlässlich eines Gespräches mit dem BDB – Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure Frankfurt Rhein Main e.V.

Die Stadt Frankfurt und die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften haben die Mittel für den Wohnungsbau erheblich aufgestockt. Zu Neubauprojekten gibt es viele Pläne. Oberbürgermeister Peter Feldmann ist mit den Kommunen in der Region im direkten Dialog.

Als wegweisend bezeichnet Oberbürgermeister Feldmann dabei das Wohnungsbauprojekt auf der Hafeninsel Offenbach oder geplante Wohnungen auf dem MAN Gelände in Offenbach.

Bei den Büroflächen beträgt die Leerstandsrate rund 14%. Der Umbau von Büroflächen in Wohnflächen ist machbar. Viele gelungene Objekte (bspw. in der Innenstadt oder auch in Niederrad) zeigen das.

„Neben der Umnutzung von Büroflächen ist für die Schaffung von neuem Wohnraum die Erschließung neuer Bauflächen die nun dringendste Aufgabenstellung. Die Bauschaffenden dahinter zu sammeln und die Notwendigkeit auch in der politischen Diskussion um die Bebauung von Freiflächen deutliche zu vertreten ist unsere wichtige Aufgabe bei der Schaffung von Wohnraum für alle.“, so Dipl.-Ing. (FH) BDB Andreas Ostermann (2. Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.).

Dipl.-Ing. BDB Ingolf Kluge (1. Vorsitzender des BDB-Frankfurt Rhein Main e.V.) resümiert: „Bezahlbarer Wohnraum ist ein ganz wesentlicher Standortfaktor für eine Metropolregion. Der BDB als Mitglied der Wohnungsbau Initiative hat mit der sog. Pestel-Studie zum Bedarf an Sozialwohnungen in Deutschland bereits im letzten Jahr zum Thema Wohnungsbau entscheidende Beiträge geleistet. Konkret gilt es nun, auch in der Bevölkerung Akzeptanz für die Schaffung von Wohnraum auf Ackerland zu bekommen. Wir wollen bauen. Wir unterstützen gerne in der fachlichen Diskussion und bringen uns ein, wenn unser Know-How zur Realisierung von Wohnungsbauprojekten gefragt wird.“

Auf Frankfurter Stadtgebiet ist das Hilgenfeld am Frankfurter Berg städtebaulich prädestiniert für eine Wohnbebauung. Hier kann neuer Wohnraum schnell geschaffen werden.

Beide Seiten erachten die Konstituierung eines „Runden Tisches“ für sinnvoll, bei dem alle wesentlichen Branchenpartner im Wohnungsbau als Expertenkreis in regelmäßigen Abständen Ideen diskutieren, sich gegenseitig unterrichten, gemeinsame Zielrichtungen festlegen und die Öffentlichkeit fachlich und überparteilich informieren. Hierzu sagt Dipl.-Ing. BDB Ingolf Kluge Oberbürgermeister Peter Feldmann eine engagierte Unterstützung zu.




Urlaubsgeschichten…

12-3 Artikel Urlaubsgeschichten Sylt (web)

Claas-Erik Johannsen, eine Bauruine und das Kunst.Museum.Sylt

Als PPP-Projekt war in der Gemeinde Keitum auf Sylt ein Thermalbad mit Wellnessbereich, Schwimmbad, Artzpraxis, Ladenzeile und Tourismusinformation geplant. 13,5 Millionen öffentlicher Gelder wurden bezahlt und geblieben ist eine Bauruine am grünen Kliff an der Wattkante.

Claas-Erik Johannsen ist neben Rainer Herold, Sven Lappoehn und Dr. Ulrich Schulte-Wülwer einer der Initiatoren der Projektgruppe ’Kunst. Museum. Sylt.’, die sich der nunmehr seit Jahren vorhandenen Bauruine angenommen hat. Die Gruppe hat das Angebot von Mäzenen und den damit verbundenen Stiftungsgedanken aufgegriffen. Es ist geplant, ein Kunstmuseum auf dem Grundstück der Bauruine in Keitum zu errichten.

Das „Grüne Kliff “ in Keitum ist dabei ein besonderer Ort an der Wattkante. Dieser besondere Ort bedarf einer sensiblen Behandlung in seiner zukünftigen Ausrichtung.
Besonders ist auch die Topografie des Tipkenhoog. Die Bebauung des Grundstücks erfordert, möglichst viel „Landschaft“ für diesen besonderen Ort zurückzugewinnen. Er sollte für jedermann öffentlich als ein Ort der Ruhe und Entspannung zugänglich sein. Ebenso soll das darauf entstehende Bauwerk die ruhigen, traditionellen Strukturen des Dorfes respektieren und der heutigen Zeit entsprechend reflektieren (geistig-kulturelles Pendant unserer Zeit zu St. Severin).
Bei der Planung gilt insbesondere, die Arena als einen kulturell lebendigen Ort räumlich in ihrer Nutzung konzeptionell mit einzubeziehen. Ein maßgeblicher Aspekt jedoch ist die Zukunftsperspektive der Gemeinde zur umfassen Dorfentwicklung in Bezug auf Verkehrs- und Besucherführung. Bei einer ganzheitlichen Lösung können Themen wie verkehrsberuhigte Zone bzw. Fußgängerzone, (sichtbarere) Anreize für Parken am Ortsrand, Wegezeit-Information an Ortsrandparkplätzen oder ein übergreifendes Leitsystem bedacht werden. Vertiefende architektonische Gedanken könnten durch einen Architekturwettbewerb aufgezeigt werden.

Es bleibt spannend, ob das Stiftungsprojekt ’Kunst. Museum. Sylt’ in der Gemeinde Mehrheiten findet und mit dem Museumsbau ein Gebäudekonzept entstehen läßt welches die alte Bauruine bald ablöst.

[Bild 2] Bauruine Thermalbad (web)




Urlaubsgeschichten…

10-3 Artikel Urlaubsgeschichten Sylt (web)

 

 

wie Architekt Christoph Freier auf Sylt Baukultur pflegt

Mit dem beantragten Abriss von „Nielsens Kaffeegarten“ in Keitum auf Sylt würde ein Gebäude verloren gehen, dass die Geschichte des Dorfes in ganz besonderer Weise aufzeigt und das Dorfbild ganz einmalig bereichert hat.

„Nielsens Kaffeegarten“ ist in Keitum das imposanteste erhaltene Gebäude aus der Zeit der Jahrhundertwende und mit seiner Lage direkt an der Uferseite prägt es die gesamte Wattansicht; erhabener ragt nur noch die Keitumer Kirche am westlichen Ortsrand empor. Erbaut von Käpitän Friedrich Petersen sollte der Neubau nach dem Willen seiner geltungsbedürftigen Frau Agnes auch zeigen, dass ihr Mann es in den 1880er Jahren in der „Neuen Welt“ als Schiffsführer zu beachtlichem Wohlstand gebracht hatte. Auf diesen Fahrten hatte er ja seine in Mexiko lebende spätere Ehefrau kennengelernt, ihr war es aber zu eng in dem alten Friesenhaus der Familie, als sie ihrem Ehemann auf die Insel folgte. Da sie große Häuser aus Amerika gewohnt war, entstand nun ein ungewöhnlich hohes dreigeschossiges Bauwerk, das überall als das „Herrenhaus“ bekannt wurde. Bauunternehmer waren Max Hansen und Bomhoff. Auch für die von Agnes Petersen mitgebrachten Papageien und Affen gab es jetzt genug Platz. Große Feste und Zusammentreffen wurden hier nur für einen gesellschaftlich anerkannten und ausgewählten Personenkreis abgehalten. Nach dem Tod der Eheleute Petersen verkaufte eine Erbin 1917 den Gebäudekomplex an den Bäckerei- und Konditormeister Nikolei Nielsen und seine Frau Meta aus Westerland. Erst nach dem Ende des ersten Weltkrieges, währenddessen das Haus teilweise vom Militär besetzt und als Blinkstation benutzt war, eröffnete das Ehepaar Nielsen am 19.Mai 1919 am Himmelsfahrttag ihr neues Café. Ihre Bäckerei in Westerland verkauften sie bald danach und richteten ihre Backräume in dem Caféhaus ein.

Durch das wachsende Gästeaufkommen auf der Insel verbesserten sich die wirtschaftlichen Bedingungen; mit der Eröffnung des Hindenburgdammes wurde eine neue Veranda für den Kaffeegarten eingeweiht, und der Zuspruch der Besucher, die auf ihren Ausflügen Keitum entdeckten, nahm stetig zu. „Nielsens Kaffeegarten“ wurde zu einer weithin bekannten Einrichtung.

[Bild 1] historische Aufnahme Nielsens Kaffeegarten

Das Gebäude hat durch die willkürlichen Anbauten sicher viel von seinem alten Charme eingebüßt, aber wie bei jedem alten Gebäude ließen sich die Fehler der Vergangenheit auch wieder korrigieren; ein so hoher Baukörper mit dem einzigartigem Blick über das Wattenmeer kann nie wieder errichtet werden und stellt damit auch einen unschätzbaren Immobilienwert dar. Um gleichzeitig den Fortbestand des Betriebes zu gewährleisten könnte nach dem Abriss der störenden Anbauten ein ganz modernes Café westlich des alten Gebäudes errichtet werden, wo jetzt auch ein ideenloses Friesenhausimmitat geplant ist. „Alt“ und „Neu“ könnte sich gegenseitig bereichern an einem Platz, der sicher noch zu den schönsten in ganz Keitum zählt.